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616 5-2. Maßnahmen im Notfall
ACHTUNG
Achten Sie darauf, dass die Flasche nicht fallen gelassen oder beschädigt
wird. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Flasche platzt oder undicht
wird. Nehmen Sie vor der Verwendung der Flasche eine Sichtprüfung vor.
Verwenden Sie die Flasche nicht, wenn Sie Stoßspuren, Kratzer, Undich-
tigkeiten oder andere Beschädigungen bemerken. Tauschen Sie in die-
sem Fall die Flasche unverzüglich aus.
Verbinden Sie den Schlauch fest mit dem Ventil, während der Reifen am
Fahrzeug angebracht ist. Wenn der Schlauch nicht korrekt mit dem Ventil
verbunden ist, kann es zu einer Luftundichtigkeit kommen oder Dichtmittel
kann auslaufen.
Wenn sich der Schlauch beim Befüllen des Reifens vom Ventil löst,
besteht die Gefahr, dass sich der Schlauch auf Grund des Luftdrucks
plötzlich bewegt.
Nachdem der Aufpumpvorgang des Reifens abgeschlossen ist, kann
Dichtmittel herausspritzen, wenn der Schlauch gelöst wird oder etwas Luft
aus dem Reifen gelassen wird.
Befolgen Sie die Vorgehensweise für die Reifenreparatur. Wenn die Vor-
gehensweise nicht beachtet wird, kann Dichtmittel herausspritzen.
Halten Sie während der Reparatur Abstand zum Reifen, weil die Möglich-
keit besteht, dass er während der Durchführung der Instandsetzung platzt.
Wenn Sie Risse oder eine Verformung des Reifens feststellen, schalten
Sie den Kompressorschalter aus und stoppen Sie unverzüglich den
Instandsetzungsvorgang.
Das Reparatur-Kit kann überhitzen, wenn es längere Zeit eingesetzt wird.
Lassen Sie das Reparatur-Kit nicht mehr als 40 Minuten ununterbrochen
in Betrieb.
Teile des Reparatur-Kits können während des Instandsetzungsvorgangs
heiß werden. Gehen Sie während und nach dem Instandsetzungsvorgang
vorsichtig mit dem Reparatur-Kit um. Berühren Sie nicht das Metallteil um
den Verbindungsbereich zwischen Flasche und Kompressor. Es wird sehr
heiß.
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617 5-2. Maßnahmen im Notfall
Beim Auftreten einer Störung
ACHTUNG
Bringen Sie den Warnaufkleber für die Fahrgeschwindigkeit nur in dem
angegebenen Bereich an. Wenn der Aufkleber in einem Bereich ange-
bracht wird, wo sich ein SRS-Airbag befindet, wie z. B. am Lenkradpolster,
kann dies dazu führen, dass der SRS-Airbag nicht mehr ordnungsgemäß
funktioniert.
Fahren, damit das Dichtmittel gleichmäßig verteilt wird
Beachten Sie die folgenden Vorsichtsmaßnahmen, um die Unfallgefahr zu
verringern.
Werden diese Vorsichtsmaßnahmen nicht beachtet, kann dies zum Verlust
der Kontrolle über das Fahrzeug führen und Unfälle mit lebensgefährlichen
Verletzungen verursachen.
Fahren Sie vorsichtig mit langsamer Geschwindigkeit. Seien Sie bei Rich-
tungsänderungen bzw. beim Wenden und bei Kurvenfahrten besonders
vorsichtig.
Wenn das Fahrzeug nicht geradeaus fährt oder Sie spüren, dass das
Lenkrad in eine Richtung zieht, halten Sie das Fahrzeug an und prüfen
Folgendes.
• Reifenzustand: Der Reifen kann sich vom Rad gelöst haben.
• Reifenfülldruck: Beträgt der Reifenfülldruck 130 kPa (1,3 kgf/cm
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oder bar) oder weniger, weist der Reifen möglicherweise einen
schweren Schaden auf.
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618 5-2. Maßnahmen im Notfall
HINWEIS
Beim Ausführen einer Notfall-Reparatur
Eine Beschädigung der Reifenlauffläche, die durch einen scharfen Gegen-
stand wie einen Nagel oder eine Schraube hervorgerufen wurde, sollte nur
mit dem Notfall-Reparatur-Kit für Reifen behoben werden.
Entfernen Sie den scharfen Gegenstand nicht vom Reifen. Das Entfernen
des Gegenstands vergrößert unter Umständen die Öffnung und macht die
Instandsetzung mit dem Notfall-Reparatur-Kit unmöglich.
Das Reparatur-Kit ist nicht wasserdicht. Stellen Sie sicher, dass das Repa-
ratur-Kit keinem Wasser ausgesetzt ist, wie z. B. bei Verwendung im
Regen.
Stellen Sie das Reparatur-Kit nicht direkt auf staubigen Untergrund wie z.
B. Sand am Straßenrand. Wenn Staub in das Reparatur-Kit gelangt, kann
es zu einer Funktionsstörung kommen.
Vorsichtsmaßnahmen bei Notfall-Reparatur-Kit für Reifen
Die für Fahrzeuge geeignete Stromversorgung des Reparatur-Kits muss
bei 12 V DC (Gleichstrom) liegen. Schließen Sie das Reparatur-Kit an
keine andere Quelle an.
Wenn Benzin auf das Reparatur-Kit spritzt, kann das Reparatur-Kit
beschädigt werden. Achten Sie darauf, dass er nicht mit Benzin in Berüh-
rung kommt.
Bewahren Sie das Reparatur-Kit in einem Staufach auf, damit es vor
Schmutz oder Wasser geschützt ist.
Bewahren Sie das Reparatur-Kit im Gepäckraum auf und halten Sie es
von Kindern fern.
Das Reparatur-Kit darf weder demontiert noch verändert werden. Setzen
Sie Teile wie die Luftdruckanzeige keinen Erschütterungen aus. Dies kann
zu einer Funktionsstörung führen.
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619 5-2. Maßnahmen im Notfall
Beim Auftreten einer Störung
HINWEIS
Vermeiden von Beschädigungen an den Reifendruck-Warnventilen und
-sendern (Fahrzeuge mit Reifendruck-Warnsystem)
Wenn ein Reifen mit Flüssigdichtung repariert wird, funktionieren das Rei-
fendruck-Warnventil und der Sender eventuell nicht richtig. Wenn eine Flüs-
sigdichtung verwendet wurde, wenden Sie sich so bald wie möglich an einen
Toyota-Vertragshändler bzw. eine Vertragswerkstatt oder einen anderen vor-
schriftsmäßig qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb. Vergewissern
Sie sich beim Reifenwechsel, dass das Reifendruck-Warnventil und der
Sender gewechselt werden. (S. 479)
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5-2. Maßnahmen im Notfall
Wenn der Motor nicht anspringt
Wenn der Motor auch nach der Durchführung der korrekten Startpro-
zedur (S. 215, 219) bzw. dem Loslassen des Lenkrads (S. 217,
222) nicht anspringt, überprüfen Sie die folgenden Punkte.
Der Motor springt nicht an, auch wenn Sie den richtigen
Schlüssel tragen
Einer der folgenden Punkte kann die Störung verursachen.
Im Fahrzeugtank befindet sich nicht genug Kraftstoff.
Benzinmotor: Tanken Sie Kraftstoff nach.
Dieselmotor: (S. 638)
Der Motor ist möglicherweise mit Kraftstoff geflutet (“abgesof-
fen”). (Benzinmotor)
Versuchen Sie erneut, den Motor unter Beachtung des kor-
rekten Anlassvorgangs zu starten. (S. 215, 219)
Es liegt möglicherweise eine Funktionsstörung in der Weg-
fahrsperre vor. (S. 132)
Der Anlasser dreht langsam, die Fahrgastleuchten/Innenbe-
leuchtung und die Scheinwerfer leuchten schwach und die
Hupe ertönt gar nicht oder nur schwach
Einer der folgenden Punkte kann die Störung verursachen.
Die Batterie ist möglicherweise entladen. (S. 630)
Die Anschlüsse der Batteriepole sind möglicherweise locker
oder korrodiert.
Der Anlasser dreht nicht durch (Fahrzeuge mit intelligentem
Einstiegs- und Startsystem)
Das Anlassersystem könnte auf Grund eines Problems in der
Fahrzeugelektrik ausgefallen sein, z. B. durch eine Stromkreis-
unterbrechung oder eine durchgebrannte Sicherung. Es gibt
jedoch eine Notlösung, um den Motor zu starten. (S. 621)
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621 5-2. Maßnahmen im Notfall
Beim Auftreten einer Störung
Notstartfunktion (Fahrzeuge mit intelligentem Einstiegs- und
Startsystem)
Wenn der Motor nicht anspringt, können die folgenden Maßnahmen
als Notlösung für den Start des Motors verwendet werden. Dazu
muss jedoch der Schalter “ENGINE START STOP” normal funktionie-
ren.
Fahrzeuge mit Multidrive oder Automatikgetriebe
Ziehen Sie die Feststellbremse an.
Stellen Sie den Schalthebel auf “P”.
Stellen Sie den Schalter “ENGINE START STOP” in den
Modus ACCESSORY.
Halten Sie den Schalter “ENGINE START STOP” ca. 15
Sekunden gedrückt, und drücken Sie gleichzeitig fest auf das
Bremspedal.
Der Anlasser dreht nicht, die Fahrgastleuchten/Innenbe-
leuchtung und die Scheinwerfer leuchten nicht oder die
Hupe gibt keinen Ton ab
Einer der folgenden Punkte kann die Störung verursachen.
Ein oder beide Batteriepole ist/sind möglicherweise abge-
klemmt.
Die Batterie ist möglicherweise entladen. (S. 630)
Es liegt möglicherweise eine Funktionsstörung im Lenk-
schloss vor. (Fahrzeuge mit intelligentem Einstiegs- und Start-
system)
Wenn das Problem nicht behoben werden kann oder wenn der
Reparaturvorgang unbekannt ist, wenden Sie sich an einen Toyota-
Vertragshändler bzw. eine Vertragswerkstatt oder einen anderen
vorschriftsmäßig qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb.
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622 5-2. Maßnahmen im Notfall
Fahrzeuge mit Schaltgetriebe
Ziehen Sie die Feststellbremse an.
Stellen Sie den Schalthebel auf “N”.
Stellen Sie den Schalter “ENGINE START STOP” in den
Modus ACCESSORY.
Halten Sie den Schalter “ENGINE START STOP” ca. 15
Sekunden gedrückt, und drücken Sie gleichzeitig fest auf das
Bremspedal und das Kupplungspedal.
Auch wenn der Motor mit den oben beschriebenen Maßnahmen
gestartet werden kann, liegt möglicherweise eine Funktionsstörung
im System vor. Lassen Sie das Fahrzeug sofort von einem Toyota-
Vertragshändler bzw. einer Vertragswerkstatt oder einem anderen
vorschriftsmäßig qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb über-
prüfen.
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5-2. Maßnahmen im Notfall
Beim Auftreten einer Störung
Wenn der Schalthebel in Stellung “P” blockiert (Fahrzeuge mit Multidrive oder Automatikgetriebe)
Fahrzeuge mit Multidrive oder Automatikgetriebe: Wenn der Schalt-
hebel nicht bewegt werden kann, obwohl Sie mit dem Fuß die
Bremse betätigen, liegt dies möglicherweise an einer Störung im
Schalthebelsperrsystem (System zum Schutz vor unbeabsichtigter
Betätigung des Schalthebels). Lassen Sie das Fahrzeug von einem
Toyota-Vertragshändler bzw. einer Vertragswerkstatt oder einem
anderen vorschriftsmäßig qualifizierten und ausgerüsteten Fachbe-
trieb umgehend überprüfen.
Mit folgender Notfallmaßnahme kann der Schalthebel trotzdem
bewegt werden.
Ziehen Sie die Feststellbremse an.
Fahrzeuge ohne intelligentes Einstiegs- und Startsystem:
Stellen Sie den Motorschalter in die Stellung “ACC”.
Fahrzeuge mit intelligentem Einstiegs- und Startsystem:
Stellen Sie den Schalter “ENGINE START STOP” in den
Modus ACCESSORY.
Betätigen Sie das Bremspedal.
Hebeln Sie die Abdeckung mit
einem Schlitzschraubendreher
oder einem anderen geeigne-
ten Gegenstand auf.
Bedecken Sie die Spitze des
Schraubendrehers mit einem
Lappen, um eine Beschädi-
gung der Abdeckung zu ver-
meiden.