Page 489 of 707
488 4-3. Wartung in Eigenregie
Page 490 of 707
489 4-3. Wartung in Eigenregie
4
Wartung und Pflege
Fahrzeuge, die in Serbien verkauft wurden
Fahrzeuge, die in Marokko verkauft wurden
Page 491 of 707

490 4-3. Wartung in Eigenregie
ACHTUNG
Beim Prüfen oder Ersetzen von Reifen
Beachten Sie die folgenden Vorsichtsmaßnahmen, um Unfälle zu vermei-
den.
Nichtbeachtung kann zur Beschädigung von Teilen des Antriebsstrangs
sowie zu gefährlichen Fahreigenschaften führen, die Unfälle mit lebensge-
fährlichen Verletzungen verursachen können.
Kombinieren Sie keine Reifen verschiedener Marken oder Modelle sowie
Reifen mit unterschiedlichem Profilmuster.
Kombinieren Sie auch keine Reifen mit unterschiedlichem Laufflächenver-
schleiß.
Verwenden Sie keine anderen Reifengrößen als die von Toyota empfohle-
nen.
Kombinieren Sie keine Reifen, die einen unterschiedlichen Karkassenauf-
bau (Radialreifen, Reifen mit asymmetrischem Gewebeaufbau bzw. asym-
metrischer Gewebelagenanzahl) aufweisen.
Setzen Sie nicht Sommer-, Allwetter- und Winterreifen gleichzeitig auf
unterschiedlichen Rädern ein.
Benutzen Sie keine Reifen, die vorher mit einem anderen Fahrzeug
benutzt wurden.
Benutzen Sie keine Reifen, von denen Sie nicht wissen, wie sie vorher
verwendet wurden.
Reifendruck-Warnsystem initialisieren (je nach Ausstattung)
Betätigen Sie den Rückstellschalter für Reifenluftdruckwarnung nicht, ohne
zuvor den Reifenfülldruck wie angegeben einzustellen. Ansonsten leuchtet
die Reifendruck-Warnleuchte eventuell nicht auf, auch wenn der Reifenfüll-
druck niedrig ist, oder sie leuchtet, obwohl der Reifenfülldruck normal ist.
Page 492 of 707

491 4-3. Wartung in Eigenregie
4
Wartung und Pflege
HINWEIS
Reparieren oder Austauschen von Reifen, Rädern, Reifendruck-Warn-
ventilen, Sendern und Reifen-Ventilkappen (Fahrzeug mit Reifendruck-
Warnsystem)
Beim Entfernen oder Anbringen von Rädern, Reifen oder Reifendruck-
Warnventilen und -sendern wenden Sie sich an einen Toyota-Vertrags-
händler bzw. eine Vertragswerkstatt oder einen anderen vorschriftsmäßig
qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb. Denn bei unsachgemäßem
Umgang können die Reifendruck-Warnventile und -sender beschädigt
werden.
Vergewissern Sie sich, dass Sie die Reifen-Ventilkappen einbauen. Wenn
die Reifen-Ventilkappen nicht eingebaut werden, kann Wasser in die Rei-
fendruck-Warnventile eindringen, und die Reifendruck-Warnventile kön-
nen blockieren.
Verwenden Sie beim Austauschen der Reifen-Ventilkappen ausschließlich
die angegeben Reifen-Ventilkappen. Die Kappen könnten sich sonst ver-
klemmen.
Vermeiden von Beschädigungen an den Reifendruck-Warnventilen und
-sendern (Fahrzeuge mit Reifendruck-Warnsystem)
Wenn ein Reifen mit Flüssigdichtung repariert wird, funktionieren das Rei-
fendruck-Warnventil und der Sender eventuell nicht richtig. Wenn eine Flüs-
sigdichtung verwendet wurde, wenden Sie sich so bald wie möglich an einen
Toyota-Vertragshändler bzw. eine Vertragswerkstatt oder einen anderen vor-
schriftsmäßig qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb. Vergewissern
Sie sich beim Reifenwechsel, dass das Reifendruck-Warnventil und der
Sender gewechselt werden. (S. 479)
Fahren auf schlechten Straßen
Beim Befahren von Straßen mit Naturbelag oder Schlaglöchern ist beson-
dere Vorsicht geboten.
Diese Bedingungen können zu Druckverlust der Reifen führen und somit die
Federungs-/Dämpfungseigenschaften der Reifen beeinträchtigen. Außer-
dem kann das Befahren von schlechten Straßen Reifen, Räder und Karos-
serie beschädigen.
Wenn der Reifenfülldruck bei der Fahrt zu niedrig wird
Fahren Sie nicht weiter, da ansonsten die Reifen bzw. Räder beschädigt
werden könnten.
Page 493 of 707

492
4-3. Wartung in Eigenregie
Reifenfülldruck
Auswirkungen von falschem Reifenfülldruck
Fahren mit falschem Reifenfülldruck kann sich folgendermaßen auswirken:
Höherer Kraftstoffverbrauch
Weniger Fahrkomfort und geringere Lebensdauer des Reifens
Weniger Sicherheit
Beschädigung des Antriebsstrangs
Wenn ein Reifen häufig aufgepumpt werden muss, lassen Sie ihn von einem
Toyota-Vertragshändler bzw. einer Vertragswerkstatt oder einem anderen
vorschriftsmäßig qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb überprüfen.
Anweisungen zum Prüfen des Reifenfülldrucks
Beachten Sie beim Prüfen des Reifenfülldrucks die folgenden Punkte:
Prüfen Sie den Luftdruck nur bei kalten Reifen.
Sie erhalten einen korrekten Wert für den Reifenfülldruck, wenn Ihr Fahr-
zeug mindestens 3 Stunden lang abgestellt war und nicht weiter als 1,5
km gefahren wurde.
Benutzen Sie immer einen Reifendruckmesser.
Das Aussehen des Reifens kann irreführend sein. Außerdem kann selbst
eine kleine Abweichung beim Reifenfülldruck das Fahrverhalten ver-
schlechtern.
Lassen Sie nach dem Fahren keine Luft aus den Reifen ab. Es ist nor-
mal, dass der Reifenfülldruck nach der Fahrt höher ist.
Überschreiten Sie nie das Höchstgewicht des Fahrzeugs.
Das Gewicht von Passagieren und Gepäck sollte so verteilt werden,
dass das Fahrzeug ausbalanciert ist. Stellen Sie sicher, dass Sie stets mit dem korrekten Reifenfülldruck
fahren. Der Reifenfülldruck sollte mindestens einmal im Monat
kontrolliert werden. Toyota empfiehlt jedoch, den Reifenfülldruck
alle zwei Wochen zu kontrollieren. (S. 672)
Page 494 of 707
493 4-3. Wartung in Eigenregie
4
Wartung und Pflege
ACHTUNG
Der richtige Luftdruck ist entscheidend für die Leistungsfähigkeit der
Reifen
Achten Sie darauf, dass Ihre Reifen stets den richtigen Luftdruck haben.
Andernfalls können die folgenden Zustände eintreten, was zu Unfällen mit
lebensgefährlichen Verletzungen führen kann.
Übermäßiger Verschleiß
Ungleichmäßiger Verschleiß
Schlechtes Fahrverhalten
Gefahr des Platzens durch Überhitzung der Reifen
Undichtigkeiten der Reifenwulst
Raddeformierung und/oder Ablösung des Reifens
Erhöhtes Risiko eines Reifenschadens durch Gefahren auf der Straße
HINWEIS
Beim Kontrollieren und Einstellen des Reifenfülldrucks
Denken Sie daran, die Ventilkappen wieder anzubringen.
Ohne die Ventilkappen kann Schmutz oder Feuchtigkeit in das Ventil gelan-
gen und einen Luftaustritt verursachen, was zu einem Unfall führen kann.
Wenn die Kappen verloren gegangen sind, müssen diese schnellstmöglich
ersetzt werden.
Page 495 of 707

494
4-3. Wartung in Eigenregie
Räder
Wenn ein Rad verformt, gerissen oder stark verrostet ist, muss es
ersetzt werden.
Andernfalls kann sich der Reifen vom Rad lösen oder die Kontrolle
über das Fahrzeug verloren gehen.
Auswahl der Räder
Achten Sie beim Wechseln der Räder darauf, dass sie in Bezug
auf Tragkraft, Durchmesser, Felgenbreite und positive Einpres-
stiefe
* den ausgebauten Rädern entsprechen.
Ersatzräder erhalten Sie bei jedem Toyota-Vertragshändler bzw.
einer Vertragswerkstatt oder jedem anderen vorschriftsmäßig
qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb.
*: Kurz auch als “offset” bezeichnet.
Verwenden Sie nicht:
Räder unterschiedlicher Größen oder Sorten
Gebrauchte Räder
Verformte, wieder gerichtete Räder
Vorsichtsmaßnahmen bei Leichtmetallrädern (je nach Aus-
stattung)
Verwenden Sie ausschließlich Radmuttern von Toyota und
Schraubenschlüssel, die für den Einsatz mit Aluminiumrädern
vorgesehen sind.
Überprüfen Sie nach dem Umsetzen, Reparieren oder Wech-
seln Ihrer Reifen nach einer Fahrstrecke von 1600 km, ob die
Radmuttern noch fest sitzen.
Achten Sie bei der Benutzung von Schneeketten darauf, dass
Sie die Leichtmetallräder nicht beschädigen.
Verwenden Sie zum Auswuchten der Räder nur Original-
Toyota-Auswuchtgewichte oder gleichwertige Gewichte sowie
einen Kunststoff- oder Gummihammer.
Page 496 of 707

495 4-3. Wartung in Eigenregie
4
Wartung und Pflege
Entfernen der Radzierkappe (Fahrzeuge mit Radkappenabzieher)
Ersetzen der Räder (Fahrzeuge mit Reifendruck-Warnsystem)
Die Räder Ihres Fahrzeugs (außer dem Ersatzrad) sind mit Reifendruck-
Warnventilen und -sendern ausgestattet, über die das Reifendruck-Warnsy-
stem im Voraus eine Warnung ausgeben kann, wenn der Reifenfülldruck
nachlässt. Beim Wechseln der Räder müssen die Reifendruck-Warnventile
und -sender ebenfalls eingebaut werden.
(S. 479)
ACHTUNG
Beim Ersetzen der Räder
Beachten Sie die nachfolgenden Vorsichtsmaßnahmen, um die Gefahr
lebensgefährlicher Verletzungen zu verringern.
Verwenden Sie keine Räder einer anderen Größe als in der Betriebsanlei-
tung empfohlen, da dies zum Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug füh-
ren kann.
Ziehen Sie niemals einen Schlauch auf eine undichte Felge auf, die für
schlauchlose Reifen ausgelegt ist.
Beim Festdrehen der Radmuttern
Nehmen Sie die Radzierkappe mit dem
Radkappenabzieher ab.
Stellen Sie sicher, dass Sie die Rad-
muttern mit dem verjüngten Ende nach
innen aufdrehen. Wenn Sie die Muttern
mit dem verjüngten Ende nach außen
aufdrehen, kann sich das Rad lösen
und im Fahrbetrieb abfallen, wodurch
ein Unfall mit lebensgefährlichen bzw.
tödlichen Verletzungen verursacht wer-
den kann.Verjüng-
ter Teil