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7-2. Vorgehen im Notfall
Wenn Störungen auftreten
WARNUNG
●Wenn sich der Schlauch beim Aufpum-
pen des Reifens vom Ventil löst, besteht das Risiko, dass der Schlauch durch den Luftdruck plötzlich umherwirbelt.
●Nachdem das Aufpumpen des Reifens beendet ist, kann das Dichtmittel ver-spritzen, wenn der Schlauch gelöst oder
Luft aus dem Reifen gelassen wird.
●Befolgen Sie beim Reparieren des Rei- fens die angegebenen Arbeitsschritte.
Werden die Arbeitsschritte nicht befolgt, kann Dichtmittel herausspritzen.
●Halten Sie während der Reparatur
Abstand zum Reifen, da die Gefahr besteht, dass der Reifen während des Reparaturvorgangs platzt. Wenn Sie
Risse oder Verformungen am Reifen bemerken, schalten Sie den Kompres-sorschalter aus und beenden Sie den
Reparaturvorgang sofort.
●Das Reparaturset kann bei langem Betrieb überhitzen. Verwenden Sie das
Reparaturset nicht länger als 40 Minuten durchgehend.
●Teile des Reparatursets werden wäh-
rend des Betriebs heiß. Lassen Sie beim Umgang mit dem Reparaturset
und nach dem Betrieb Vorsicht walten. Berühren Sie nicht das Metallteil, das die Flasche mit dem Kompressor ver-
bindet. Es wird extrem heiß.
●Bringen Sie den Geschwindigkeitswarn- aufkleber nicht in einem anderen
Bereich als dem angegebenen an. Wird der Aufkleber in einem Bereich ange-bracht, in dem sich ein SRS-Airbag
befindet, wie beispielsweise auf dem Lenkradpolster, kann er die ordnungs-gemäße Funktion des SRS-Airbags
behindern.
■Das flüssige Dichtmittel durch Fah- ren gleichmäßig verteilen
Beachten Sie die folgenden Vorsichtsmaß-
regeln, um die Unfallgefahr zu minimieren.
Anderenfalls kann es zu einem Verlust der Fahrzeugbeherrschung und damit zu einem Unfall mit tödlichen oder schweren
Verletzungen kommen.
●Fahren Sie das Fahrzeug vorsichtig mit niedriger Geschwindigkeit. Seien Sie beim Abbiegen und in Kurven beson-
ders vorsichtig.
●Wenn das Fahrzeug nicht geradeaus fährt oder Sie ein Ziehen durch das
Lenkrad spüren, halten Sie das Fahr- zeug an und überprüfen Sie Folgendes.
• Reifenzustand. Der Reifen hat sich möglicherweise von der Felge gelöst.
• Reifendruck. Wenn der Reifendruck
130 kPa (1,3 kgf/cm2 oder bar) oder weniger beträgt, ist der Reifen mögli-cherweise schwer beschädigt.
HINWEIS
■Beim Durchführen einer Notreparatur
●Ein Reifen darf nur dann mit dem Rei-fenreparaturset repariert werden, wenn der Schaden durch das Eindringen
eines spitzen Gegenstands wie eines Nagels oder einer Schraube in die Lauffläche des Reifens verursacht
wurde. Entfernen Sie den spitzen Gegenstand nicht aus dem Reifen. Durch Entfernen
des Gegenstands kann sich das Loch vergrößern, sodass eine Notreparatur mit dem Reparaturset nicht mehr mög-
lich ist.
●Das Reparaturset ist nicht wasserdicht. Stellen Sie sicher, dass das Reparatur-
set bei Einsatz im Regen nicht nass wird.
●Stellen Sie das Reparaturset nicht direkt
auf staubigen Untergrund wie Sand am Straßenrand. Wenn das Reparaturset Staub usw. ansaugt, kann es zu Funkti-
onsstörungen kommen.
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5867-2. Vorgehen im Notfall
HINWEIS
●Stellen Sie das Reparaturset unbedingt
so auf, dass die Flasche senkrecht steht. Das Reparaturset arbeitet nicht ordnungsgemäß, wenn es auf der Seite
liegt.
■Vorsichtsmaßregeln bei der Verwen- dung des Reifenreparatursets
●Die Stromversorgung für das Reparatur-
set muss 12 V DC für Fahrzeuge betra- gen. Schließen Sie das Reparaturset an keine andere Stromquelle an.
●Das Reparaturset kann durch Kraftstoff-spritzer beschädigt werden. Achten Sie darauf, dass es nicht mit Kraftstoff in
Kontakt kommt.
●Lagern Sie das Reparaturset so, dass es vor Schmutz und Wasser geschützt
ist.
●Bewahren Sie das Reparaturset außer- halb der Reichweite von Kindern im
Gepäckraum auf.
●Verändern oder zerlegen Sie das Repa- raturset nicht. Setzen Sie Teile wie den
Reifendruckmesser keinen Stößen aus. Dies könnte zu einer Funktionsstörung
führen.
■So vermeiden Sie Beschädigungen der Ventile und Sender des Reifen-
druckkontrollsystems
Wenn ein Reifen mit flüssigem Dichtmittel repariert wird, können das Ventil und der Sender des Reifendruckkontrollsystems
funktionsunfähig werden. Setzen Sie sich bei der Verwendung von flüssigem Dicht-mittel so bald wie möglich mit einem
Toyota-Vertragshändler bzw. einer Toyota- Vertragswerkstatt oder einer anderen zuverlässigen Werkstatt bzw. einer ande-
ren qualifizierten Fachwerkstatt in Verbin- dung. Stellen Sie sicher, dass nach dem Gebrauch von flüssigem Dichtmittel bei
einer Reifenreparatur oder einem Reifen- wechsel auch das Ventil und der Sender des Reifendruckkontrollsystems ausge-
tauscht werden. ( S.509)
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7-2. Vorgehen im Notfall
Wenn Störungen auftreten
Halten Sie das Fahrzeug an einer sicheren Stelle auf festem, ebenem Unter-
grund an.
Betätigen Sie die Feststellbremse.
Schalten Sie den Schalt-/Wählhebel auf “P”.
Schalten Sie das Hybridsystem aus.
Schalten Sie die Warnblinkanlage ein. (S.552)
Fahrzeuge mit elektrischer Heckklappe: Deaktivieren Sie das elektrische Heck-
klappensystem. ( S.206)
Wenn Sie eine Reifenpanne haben (Fahrzeuge mit Reser-
verad)
Ihr Fahrzeug ist mit einem Reserverad ausgestattet. Das Rad mit dem plat-
ten Reifen kann durch das Reserverad ersetzt werden.
Einzelheiten zu den Reifen: S.507
WARNUNG
■Wenn Sie eine Reifenpanne haben
Setzen Sie bei einer Reifenpanne die Fahrt nicht fort.
Selbst das Fahren einer kurzen Strecke mit ei nem platten Reifen kann zu irreparablen Schä-
den an Reifen und Rad führen und einen Unfall zur Folge haben.
Vor dem Aufbocken des Fahrzeugs
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5887-2. Vorgehen im Notfall
Wagenheber
Werkzeugtasche
Wagenheberkurbel
Radmutternschlüssel
Notabschleppöse
Schraubendreher, Zange und Schraubenschlüssel (falls vorhanden)
Reserverad
Aufbewahrungsort von Reserverad, Wagenheber und Werkzeugen
A
B
C
D
E
F
G
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7-2. Vorgehen im Notfall
Wenn Störungen auftreten
1 Fahrzeuge ohne normales Reser-
verad: Öffnen Sie den Gepäck-
raumboden. ( S.471).
Fahrzeuge mit normalem Reserverad:
Nehmen Sie den Gepäckraumboden
heraus.
2 Nehmen Sie den Wagenheber her-
aus.
Berühren Sie nicht den Gewindebereich des Wagenhebers, da er eingefettet ist.
WARNUNG
■Verwenden des Wagenhebers
Beachten Sie die folgenden Vorsichtsmaß-
regeln.
Bei einer unsachgemäßen Verwendung des Wagenhebers kann das Fahrzeug plötzlich vom Wagenheber fallen, was töd-
liche oder schwere Verletzungen zur Folge haben kann.
●Verwenden Sie den Wagenheber aus-schließlich zum Wechseln von Rädern
oder zum Aufziehen und Entfernen von Schneeketten.
●Verwenden Sie zum Wechseln eines
Rads mit einem platten Reifen nur den mit diesem Fahrzeug gelieferten Wagenheber.
Verwenden Sie ihn nicht an anderen Fahrzeugen und verwenden Sie keine anderen Wagenheber zum Wechseln
von Rädern an diesem Fahrzeug.
●Setzen Sie den Wagenheber korrekt an dem dafür vorgesehenen Ansatzpunkt
an.
●Kriechen Sie nicht ganz oder teilweise unter das Fahrzeug, während es vom Wagenheber abgestützt wird.
●Starten Sie das Hybridsystem nicht bzw. fahren Sie nicht los, während das Fahr-zeug vom Wagenheber abgestützt wird.
●Heben Sie das Fahrzeug nicht an, wäh-rend sich jemand darin befindet.
●Legen Sie beim Anheben keinen
Gegenstand auf oder unter den Wagen- heber.
●Heben Sie das Fahrzeug nicht höher an
als zum Radwechseln erforderlich.
●Verwenden Sie Untersetzböcke, wenn es notwendig ist, unter das Fahrzeug zu
kriechen.
●Halten Sie das Fahrzeug auf festem, fla- chem und ebenem Untergrund an, betä-
tigen Sie kräftig die Feststellbremse und schalten Sie den Schalt-/Wählhebel auf “P”. Blockieren Sie gegebenenfalls das
dem defekten Reifen diagonal gegen- überliegende Rad.
●Vergewissern Sie sich vor dem Absen-
ken des Fahrzeugs, dass sich niemand in der Nähe des Fahrzeugs befindet. Falls sich Personen in der Nähe aufhal-
ten, warnen Sie diese, bevor Sie das Fahrzeug absenken.
Herausnehmen des Wagenhe-
bers
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5907-2. Vorgehen im Notfall
Nehmen Sie die Werkzeugtasche her-
aus.
1 Nehmen Sie den Wagenheber-Hal-
ter heraus.
2 Lösen Sie die mittige Befestigungs-
vorrichtung, mit der das Reserverad
gesichert ist.
1 Blockieren Sie die Räder mit Unter-
legkeilen.
2 Lockern Sie die Radmuttern leicht
(eine Umdrehung).
Herausnehmen der Werkzeug-
tasche
Herausnehmen des Reserver-
ads
WARNUNG
■Beim Verstauen des Reserverads
Achten Sie darauf, sich nicht die Finger
oder andere Körperteile zwischen Reser- verad und Karosserie einzuklemmen.
Radwechsel bei einer Reifen-
panne
Platter ReifenPosition der Unterlegkeile
Vorne linksHinter dem rechten Hinter-
rad
Vorne rechtsHinter dem linken Hinterrad
Hinten linksVor dem rechten Vorderrad
Hinten rechtsVor dem linken Vorderrad
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7-2. Vorgehen im Notfall
Wenn Störungen auftreten
3 Drehen Sie Teil des Wagenhe-
bers von Hand, bis die Nut des
Wagenhebers mit dem Ansatz-
punkt in Kontakt ist.
Nachdem Sie den Wagenheber aus dem
Wagenheber-Halter herausgenommen
haben, drehen Sie Teil des Wagenhe-
bers in die entgegengesetzte Richtung, um den Wagenheber abzusenken, und bringen
Sie den Wagenheber dann an die richtige Wagenheber-Ansatzstelle.
Die Ansatzpunktmarkierungen befinden sich unter dem Türschweller. Sie verweisen auf
die Ansatzpunkte für den Wagenheber.
4 Setzen Sie die Wagenheberkurbel
und den Radmutternschlüssel wie
in der Abbildung gezeigt zusam-
men.
5 Heben Sie das Fahrzeug an, bis
sich das Rad ein wenig über dem
Boden befindet.
6 Entfernen Sie alle Radmuttern und
das Rad.
Achten Sie beim Ablegen des Rads auf dem
Boden darauf, dass die Felgenaußenseite nach oben weist, um ein Zerkratzen der Fel-genoberfläche zu vermeiden.
A
A
WARNUNG
■Radwechsel bei einer Reifenpanne
●Berühren Sie nicht die Felgen oder den Bereich um die Bremsen, direkt nach-dem das Fahrzeug gefahren wurde.
Nachdem das Fahrzeug gefahren wurde, sind die Felgen und der Bereich rund um die Bremsen extrem heiß.
Wenn Sie diese Bereiche beim Rad- wechsel usw. mit den Händen, Füßen oder anderen Körperteilen berühren,
besteht Verbrennungsgefahr.
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5927-2. Vorgehen im Notfall
1Entfernen Sie Schmutz und Fremd-
körper von der Kontaktfläche der
Felge.
Wenn sich Fremdkörper auf der Felgenkon- taktfläche befinden, können sich die Rad-
muttern während der Fahrt lockern und das
Rad kann sich lösen.
2 Bringen Sie das Reserverad an und
ziehen Sie alle Radmuttern von
Hand locker und gleichmäßig an.
Wenn Sie ein Rad mit Leichtmetallfelge
durch ein Rad mit Stahlfelge ersetzen, zie- hen Sie die Radmuttern an, bis der abge-
schrägte Bereich lockeren Kontakt mit
der Aufnahme in der Felge hat.
Wenn Sie ein Rad mit Leichtmetallfelge
durch ein Rad mit Leichtmetallfelge erset- zen, ziehen Sie die Radmuttern an, bis die
Unterlegscheiben Kontakt mit der Felge
haben.
WARNUNG
●Bei Nichtbeachtung dieser Vorsichts-
maßregeln können sich die Radmuttern lockern und das Rad kann sich lösen, was tödliche oder schwere Verletzun-
gen zur Folge haben kann.
• Lassen Sie die Radmuttern so schnell wie möglich nach dem Radwechsel mit
einem Drehmomentschlüssel auf 103 N•m (10,5 kp•m) anziehen.
• Verwenden Sie beim Anbringen eines
Rads nur die speziell für dieses Rad bestimmten Radmuttern.
• Sollten Sie Risse oder Verformungen an
den Schrauben, den Gewindegängen der Muttern oder den Schraubenlöchern der Felge feststellen, lassen Sie das
Fahrzeug von einem Toyota-Vertrags- händler bzw. einer Toyota-Vertragswerk-statt oder einer anderen zuverlässigen
Werkstatt überprüfen.
• Achten Sie beim Anbringen der Rad- muttern unbedingt darauf, diese mit der
abgeschrägten Seite nach innen aufzu- drehen.
●Fahrzeuge mit elektrischer Heckklappe:
Schalten Sie in Fällen wie einem Rei- fenwechsel das elektrische Heckklap-
pensystem unbedingt aus ( S.206). Anderenfalls kann die Heckklappe ungewollt in Betrieb gesetzt werden,
wenn versehentlich der Schalter für die elektrische Heckklappe berührt wird, wodurch Hände und Finger einge-
klemmt und verletzt werden können.
Montieren des Reserverads
A
B
A
B