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4654-5. Verwenden der Fahrunterstützungssysteme
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Fahren
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■ Von den Systemen ABS, Bremskraftverstärker, VSC, TRC und Berganfahrhilfe
erzeugte Geräusche und Vibrationen
● Beim wiederholten Betätigen des Bremspedals, beim Motorstart oder unmittelbar
nach dem Anfahren kann es vorkommen, dass ein Geräusch aus dem Motorraum zu
hören ist. Dieses Geräusch ist kein Anzeichen für eine Funktionsstörung in einem
dieser Systeme.
● Wenn die obigen Systeme arbeiten, kann es zu den folgenden Phänomenen kom-
men. Diese deuten jedoch nicht auf eine Funktionsstörung hin.
• Durch Fahrzeugkarosserie und Lenkung spürbare Vibrationen.
• Geräusch eines Elektromotors, nachdem das Fahrzeug zum Stillstand gekommen
ist.
• Leichtes Pulsieren des Bremspedals, nachdem das ABS aktiviert wurde.
• Nach der Aktivierung des ABS kann sich das Bremspedal leicht nach unten bewe-
gen.
■ EPS-Betriebsgeräusch
Wenn das Lenkrad betätigt wird, ist möglicherweise ein Motorgeräusch (Surren) zu
hören. Dies deutet nicht auf eine Funktionsstörung hin.
■ Automatische Reaktivierung der TRC- und VSC-Systeme
Wenn die TRC- und VSC-Systeme ausgeschaltet sind, werden sie in den folgenden
Situationen automatisch reaktiviert:
● Fahrzeuge ohne intelligentes Einstiegs- und Startsystem: Wenn der Motorschalter in
die Stellung “LOCK” gedreht wird
Fahrzeuge mit intelligentem Einstiegs- und Startsystem: Wenn der Motorschalter
ausgeschaltet ist
● Wenn nur das TRC-System ausgeschaltet ist, wird TRC bei einer Erhöhung der
Fahrzeuggeschwindigkeit eingeschaltet.
Wenn sowohl TRC als auch VSC ausgeschaltet sind, werden diese Systeme bei
einer Erhöhung der Fahrzeuggeschwindigkeit nicht automatisch reaktiviert.
■ Verringerte Wirkung des EPS-Systems
Die Wirkung der elektrischen Servolenkung (EPS) wird reduziert, um eine Überhitzung
des Systems bei häufigen Lenkeinschlägen über einen längeren Zeitraum zu vermei-
den. Infolgedessen kann sich das Lenkrad schwergängig anfühlen. Vermeiden Sie in
diesem Fall übermäßige Lenkbewegungen oder halten Sie an und schalten den Motor
aus. Das EPS-System sollte innerhalb von 10 Minuten in den Normalzustand zurück-
kehren.
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4664-5. Verwenden der Fahrunterstützungssysteme
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■ Betriebsbedingungen der Berganfahrhilfe
Unter den folgenden Bedingungen wird die Berganfahrhilfe aktiviert:
● Fahrzeuge mit Multidrive: Der Schalthebel befindet sich in einer anderen Stellung als
P oder N (beim Anfahren vorwärts oder rückwärts an einer Steigung).
● Fahrzeuge mit Schaltgetriebe: Der Schalthebel befindet sich beim Anfahren an
einem Anstieg in Vorwärtsrichtung in einer anderen Stellung als R oder der Schalthe-
bel steht beim Anfahren an einem Anstieg in Rückwärtsrichtung in der Stellung R.
● Das Fahrzeug ist abgestellt.
● Das Gaspedal ist nicht durchgedrückt.
● Die Feststellbremse ist nicht angezogen.
■ Automatische Deaktivierung der Berganfahrhilfe
Die Berganfahrhilfe wird in den folgenden Situationen deaktiviert:
● Fahrzeuge mit Multidrive: Der Schalthebel wird in die Stellung P oder N gebracht.
● Fahrzeuge mit Schaltgetriebe: Der Schalthebel wird beim Anfahren an einem Anstieg
in Vorwärtsrichtung in die Stellung R gebracht oder der Schalthebel wird beim Anfah-
ren an einem Anstieg in Rückwärtsrichtung in eine andere Stellung als R gebracht.
● Das Gaspedal ist durchgedrückt.
● Die Feststellbremse wird angezogen.
● Ca. 2 Sekunden nach dem Lösen des Bremspedals.
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4674-5. Verwenden der Fahrunterstützungssysteme
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Fahren
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WARNUNG
■Das ABS arbeitet in folgenden Fällen nicht effektiv
● Die Grenzen des Haftungsvermögens des Reifens wurden überschritten (z.B. bei
Verwendung von stark abgefahrenen Reifen auf schneebedeckten Straßen).
● Aquaplaning bei hoher Geschwindigkeit auf nasser oder rutschiger Fahrbahn.
■ Längerer Anhalteweg im Vergleich zu normalen Bedingungen trotz ABS
Das ABS ist nicht dafür ausgelegt, den Bremsweg des Fahrzeugs zu verkürzen. Hal-
ten Sie insbesondere in den folgenden Situationen immer einen Sicherheitsabstand
zu dem vorausfahrenden Fahrzeug ein:
● Beim Fahren auf unbefestigten Fahrbahnen, Schotterstrecken oder schneebedeck-
ten Straßen
● Beim Fahren mit Schneeketten
● Beim Überfahren von Erhebungen in der Fahrbahn
● Beim Fahren auf Straßen mit Schlaglöchern oder auf unebener Fahrbahn
■ TRC/VSC arbeitet in folgenden Fällen nicht effektiv
Beim Fahren auf rutschigen Fahrbahnoberflächen kann es selbst dann zum Verlust
der Lenkfähigkeit und der Kraftübertragung kommen, wenn das TRC-/VSC-System
in Betrieb ist.
Bewegen Sie das Fahrzeug unter Bedingungen, bei denen Fahrstabilität und
Kraftübertragung eingeschränkt sind, mit größter Vorsicht.
■ Wenn die Berganfahrhilfe nicht wirksam funktioniert
● Verlassen Sie sich nicht zu stark auf die Berganfahrhilfe. Die Berganfahrhilfe zeigt
unter Umständen an steilen Anstiegen oder bei vereisten Straßen nicht die erwar-
tete Wirkung.
● Im Gegensatz zur Feststellbremse ist die Berganfahrhilfe nicht dazu vorgesehen,
das Fahrzeug für einen längeren Zeitraum stationär zu halten. Verwenden Sie die
Berganfahrhilfe nicht, um das Fahrzeug an einem Anstieg in Position zu halten, da
dadurch ein Unfall ausgelöst werden kann.
■ Wenn VSC aktiviert ist
Die Kontrollleuchte für Radschlupf blinkt. Fahren Sie immer vorsichtig. Durch rück-
sichtsloses Fahren können Unfälle verursacht werden. Besondere Vorsicht ist erfor-
derlich, wenn die Kontrollleuchte blinkt.
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4684-5. Verwenden der Fahrunterstützungssysteme
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WARNUNG
■Wenn die Systeme TRC/VSC ausgeschaltet sind
Besonders vorsichtig sein und die Geschwindigkeit den Straßenbedingungen anpas-
sen. Da diese Systeme die Fahrstabilität und die Antriebskraft sicherstellen, schalten
Sie das TRC- und VSC-System nur dann aus, wenn dies unbedingt erforderlich ist.
Die Anhängerschlingerkontrolle ist Teil des VSC-Systems und funktioniert nicht oder
fehlerhaft, wenn VSC ausgeschaltet ist.
■ Austauschen der Reifen
Stellen Sie sicher, dass alle Reifen die angegebene Größe, Marke, Profilausführung
und Tragfähigkeit aufweisen. Stellen Sie darüber hinaus sicher, dass die Reifen mit
dem vorgeschriebenen Reifenfülldruck aufgepumpt sind.
Die Systeme ABS, TRC und VSC funktionieren nicht ordnungsgemäß, wenn Reifen
verschiedener Größe am Fahrzeug installiert sind.
Wenden Sie sich für weitere Informationen zum Wechseln von Reifen oder Rädern
an einen Toyota-Vertragshändler bzw. eine Toyota-Vertragswerkstatt oder einen
anderen kompetenten Fachbetrieb.
■ Umgang mit Reifen und Fahrwerk
Durch Verwendung fehlerhafter Reifen oder Umbauten am Fahrwerk wird die Wirk-
samkeit der Fahrerassistenzsysteme beeinträchtigt, und es kann zu Funktionsstö-
rungen kommen.
■ Vorsichtsmaßnahmen für die Anhängerschlingerkontrolle
Die Anhängerschlingerkontrolle kann nicht in allen Situationen das Schlingern eines
Anhängers verringern.
In Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren, wie z. B. vom Zustand des Fahrzeugs,
des Anhängers, der Fahrbahnoberfläche und der Fahrumgebung, kann die Anhän-
gerschlingerkontrolle unter Umständen nicht wirkungsvoll arbeiten. Informationen
über den ordnungsgemäßen Anhängerbetrieb finden Sie im Betriebshandbuch Ihres
Anhängers.
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4694-5. Verwenden der Fahrunterstützungssysteme
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Fahren
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WARNUNG
■Wenn ein Anhänger schlingert
Beachten Sie die folgenden Vorsichtsmaßnahmen.
Die Nichtbeachtung dieser Vorsichtsmaßnahmen kann lebensgefährliche Verletzun-
gen zur Folge haben.
● Halten Sie das Lenkrad gut fest. Lenken Sie geradeaus.
Versuchen Sie nicht, das Schlingern des Anhängers mit Lenkbewegungen auszu-
gleichen.
● Lassen Sie das Gaspedal sofort aber allmählich los, um die Geschwindigkeit nach
und nach zu verringern.
Erhöhen Sie nicht die Geschwindigkeit. Betätigen Sie nicht die Fahrzeugbremsen.
Wenn Sie keine extremen Korrekturen mit dem Lenkrad oder den Bremsen vorneh-
men, sollten sich Ihr Fahrzeug und der Anhänger relativ schnell stabilisieren.
( S. 228)
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4704-6. Fahrhinweise
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Hinweise für den Winterbetrieb
●Verwenden Sie auf die herrschenden Außentemperaturen abgestimmte
Betriebsstoffe.
• Motoröl
• Kühlmittel des Motors/Zwischenkühlers
• Waschflüssigkeit
● Lassen Sie den Zustand der Batterie von einem Mechaniker überprüfen.
● Lassen Sie das Fahrzeug mit vier Winterreifen ausrüsten oder kaufen Sie
einen Satz Schneeketten für die Vorderräder*.
Stellen Sie sicher, dass alle Reifen von gleicher Größe und Marke sind und die
Schneeketten der Reifengröße entsprechen.
*: Schneeketten können nicht auf 18-Zoll-Reifen aufgezogen werden.
Führen Sie alle notwendigen Vorbereitungen und Inspektionen durch,
bevor Sie das Fahrzeug im Winterbetrieb einsetzen. Achten Sie stets
auf eine den Witterungsbedin gungen angepasste Fahrweise.
Vorbereitung auf den Winter
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4714-6. Fahrhinweise
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Fahren
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Beachten Sie entsprechend den Fahrbedingungen die folgenden Punkte:
● Versuchen Sie nicht, Fenster gewaltsam zu öffnen, und bewegen Sie
keine fest gefrorenen Scheibenwischer. Gießen Sie warmes Wasser über
den eingefrorenen Bereich, um das Eis zum Schmelzen zu bringen.
Wischen Sie das Wasser sofort ab, damit es nicht gefriert.
● Entfernen Sie Schnee über den Lufteinlassöffnungen vor der Front-
scheibe, um die ordnungsgemäße Funkti on des Gebläses für die Fahr-
zeugklimatisierung sicherzustellen.
● Entfernen Sie Eis oder Schnee an den Außenleuchten, vom Fahrzeug-
dach, vom Fahrwerk, aus den Radkästen oder von den Bremsen.
● Entfernen Sie Schnee und Matsch von Ihren Schuhsohlen, bevor Sie in
das Fahrzeug einsteigen.
Beschleunigen Sie das Fahrzeug langsam, halten Sie einen sicheren
Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug ein und fahren Sie mit reduzierter
und an den Straßenzustand angepasster Geschwindigkeit.
Vor Antritt der Fahrt
Während der Fahrt
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4724-6. Fahrhinweise
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●Parken Sie das Fahrzeug und stellen Sie den Schalthebel auf P (Multid-
rive) bzw. auf 1 oder R (Schaltgetriebe), ohne die Feststellbremse anzuzie-
hen. Die Feststellbremse könnte einfrieren und lässt sich dann nicht mehr
lösen. Wenn Sie das Fahrzeug abstellen, ohne die Feststellbremse anzu-
ziehen, müssen Sie unbedingt die Räder blockieren.
Andernfalls kann sich das Fahrzeug unerwartet in Bewegung setzen, was
zu einem Unfall führen kann.
● Fahrzeuge mit Multidrive: Wenn das Fahrzeug abgestellt wird, ohne die
Feststellbremse anzuziehen, stellen Sie sicher, dass der Schalthebel nicht
von P in eine andere Stellung bewegt werden kann*.
*: Der Schalthebel wird gesperrt, wenn versucht wird, den Schalthebel von P in eine
andere Stellung zu bewegen, ohne dabei das Bremspedal zu betätigen. Wenn der
Schalthebel von P in eine andere Stellung bewegt werden kann, liegt unter Umstän-
den ein Problem im Schaltsperrsystem vor. Lassen Sie das Fahrzeug umgehend
von einem Toyota-Vertragshändler bzw. einer Toyota-Vertragswerkstatt oder einem
anderen kompetenten Fachbetrieb überprüfen.
Parken des Fahrzeugs