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5-2. Maßnahmen im Notfall
Beim Auftreten einer Störung
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■
Anlassen des Motors bei entladener Batterie
Der Motor kann nicht durch Anschieben angelassen werden.
■ Verhindern, dass sich die Batterie entlädt
●Schalten Sie bei ausgeschaltetem Motor die Scheinwerfer und die Klima-
anlage aus.
● Schalten Sie unnötige elektrische Bauteile aus, wenn das Fahrzeug län-
gere Zeit mit niedrigen Drehzahlen fährt, z. B. bei starkem Verkehr usw.
■ Laden der Batterie
Die in der Batterie gespeicherte Elektr izität entlädt sich aufgrund natürlicher
Entladung und leichtem Verbrauch durch bestimmte elektrische Anlagen all-
mählich selbst, auch wenn das Fahrzeug nicht genutzt wird. Wenn das Fahr-
zeug für lange Zeit ungenutzt bleibt, kann sich die Batterie entladen und der
Motor lässt sich eventuell nicht starten. (Die Batterie lädt sich während der
Fahrt automatisch auf.)
Fahrzeuge ohne intelligentes Einstiegs- & Startsystem:
Behalten Sie die Motordrehzahl des zweiten Fahrzeugs
bei, stellen Sie den Motorschalter auf Stellung “ON” und
lassen Sie dann den Motor an.
Fahrzeuge mit intelligentem Einstiegs- & Startsystem:
Behalten Sie die Motordrehzahl des zweiten Fahrzeugs
bei, stellen Sie den Schalter “ENGINE START STOP” auf
den Modus IGNITION ON und lassen Sie dann den Motor
an.
Entfernen Sie die Starthilfekabel in genau umgekehrter Rei-
henfolge zu der, in der sie angebracht wurden, sobald der
Motor des Fahrzeugs angesprungen ist.
Sobald der Motor startet, lassen Sie das Fahrzeug sobald wie
möglich von einem Toyota-Vertragshändler bzw. einer Vertrags-
werkstatt oder einem anderen vorschriftsmäßig qualifizierten und
ausgerüsteten Fachbetrieb überprüfen.4 SCHRITT
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5-2. Maßnahmen im Notfall
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Vorsichtsmaßnahmen bei entladener Batterie (Fahrzeuge mit intelli-
gentem Einstiegs- & Startsystem)
●In manchen Fällen ist es nicht möglic h, die Türen bei entladener Batterie
mit dem intelligenten Einstiegs- & Startsystem zu entriegeln. Ver- oder
entriegeln Sie die Türen mit dem mechanischen Schlüssel oder mit der
Fernbedienung.
● Eventuell startet der Motor nach dem Aufladen der Batterie nicht beim
ersten Versuch, nach dem zweiten Versuch wird er jedoch normal star-
ten. Dies ist keine Funktionsstörung.
● Der Modus des Schalters “ENGINE START STOP” wird vom Fahrzeug
gespeichert. Wenn die Batterie wieder angeklemmt wird, kehrt das
System in den Modus zurück, in dem es sich vor dem Entladen der Bat-
terie befand. Schalten Sie vor dem Abklemmen der Batterie den Schalter
“ENGINE START STOP” aus.
Seien Sie besonders vorsichtig beim erneuten Anklemmen der Batterie,
wenn Sie nicht genau wissen, in welchem Modus sich der Schalter
“ENGINE START STOP” vor dem Entladen der Batterie befand.
WARNUNG
■Vermeiden von Batteriebränden oder Explosionen
Beachten Sie die folgenden Vorsichtsmaßnahmen, um ein versehentliches
Entzünden der möglicherweise von der Batterie freigesetzten Gase zu ver-
hindern.
●Stellen Sie sicher, dass das Starthilfekabel am richtigen Batteriepol ange-
schlossen ist und dass es nicht unbeabsichtigt ein anderes Teil als diesen
Pol berührt.
● Die Starthilfekabel dürfen nicht mit den Polen “+” und “-” in Berührung
kommen.
● Halten Sie offenes Feuer, Streichhölzer, Feuerzeug und Zigaretten von der
Batterie fern.
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5-2. Maßnahmen im Notfall
Beim Auftreten einer Störung
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WARNUNG
■
Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit der Batterie
Diese Batterie enthält giftige und ätzende Batteriesäure, zusätzlich gibt es
Teile, die Blei und Bleiverbindungen enthalten. Beachten Sie die folgenden
Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit der Batterie.
● Tragen Sie bei Arbeiten an der Batterie immer eine Schutzbrille und ach-
ten Sie darauf, dass keine Batterieflüssigkeit (Säure) an Ihre Haut, Ihre
Kleidung oder an die Karosserie gelangt.
● Lehnen Sie sich nicht über die Batterie.
● Wenn Batterieflüssigkeit in Kontakt mit der Haut oder den Augen gerät,
müssen Sie den betroffenen Bereich sofort mit Wasser ausspülen und
sich in ärztliche Behandlung begeben.
Decken Sie den betroffenen Bereich mit einem nassen Schwamm oder
Tuch ab, bis Sie ärztliche Hilfe erhalten.
● Waschen Sie sich nach dem Berühren des Batterieträgers, der Batterie-
pole oder anderer Teile der Batterie immer die Hände.
● Halten Sie Kinder von der Batterie fern.
■ Schutz des Fahrzeugs vor Beschädigung
Schleppen oder schieben Sie das Fahrzeug nicht an, weil dadurch der Drei-
wege-Katalysator überhitzen und einen Brand auslösen könnte.
HINWEIS
■ Bei Verwendung von Starthilfekabeln
Achten Sie darauf, dass sich die Starthilfekabel beim Anschließen oder
Abtrennen nicht in den Kühlgebläsen oder einem Riemen verfangen.
■ Beim Schließen der Türen
Schließen Sie die Tür langsam, während Sie die Türscheibe in die Richtung
des Fahrzeuginnenraums drücken.
Da die mit der Türbedienung verbundene Öffnen/Schließen-Funktion des
Seitenfensters nicht in Betrieb ist, kann das Fenster an die Karosserie
anstoßen, wodurch möglicherweise die Karosserie und das Fenster zer-
kratzt werden oder sogar das Fenster zerbrochen wird.
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5-2. Maßnahmen im Notfall
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Wenn der Motor zu heiß wird
Folgendes kann darauf hinweisen, dass Ihr Fahrzeug überhitzt ist.
●Fahrzeuge mit monochromer Multi-Informationsanzeige: Die
Motorkühlmittel-Temperaturanzeige ( →S. 214) steigt in den
roten Bereich oder ein Verlust der Motorleistung wird festgestellt
(z. B. die Fahrzeuggeschwindigkeit steigt nicht).
Fahrzeuge mit farbiger Multi-Informationsanzeige: Die Warn-
leuchte für hohe Motorkühlmitteltemperatur ( →S. 218) blinkt
oder leuchtet oder ein Verlust der Motorleistung wird festgestellt
(z. B. die Fahrzeuggeschwindigkeit steigt nicht).
● Dampf tritt unter der Motorhaube aus.
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5-2. Maßnahmen im Notfall
Beim Auftreten einer Störung
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Abhilfemaßnahmen
Halten Sie das Fahrzeug an einer sicheren Stelle an, schalten
Sie die Klimaanlage aus und schalten Sie dann den Motor
aus.
Wenn Sie Dampf sehen: Heben Sie vorsichtig die Motorhaube an, nachdem der
Dampf nachgelassen hat.
Wenn Sie keinen Dampf sehen: Heben Sie vorsichtig die Motorhaube an.
Überprüfen Sie die Schläuche
und den Kühlerblock (Kühler) auf
Undichtigkeiten, nachdem der
Motor ausreichend abgekühlt ist.
Kühler
Kühlgebläse
Wenn eine große Menge Kühlmit-
tel austritt, wenden Sie sich sofort
an einen Toyota-Vertragshändler
bzw. eine Vertragswerkstatt oder
einen anderen vorschriftsmäßig
qualifizierten und ausgerüsteten
Fachbetrieb.
Der Kühlmittelstand ist ausrei-
chend, wenn er zwischen den
Markierungen “FULL” und
“LOW” am Vorratsbehälter liegt.Vorratsbehälter
“FULL”
“LOW”
Kühlerverschluss
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5-2. Maßnahmen im Notfall
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Füllen Sie bei Bedarf Kühlmittel
nach.
Im Notfall kann auch Wasser
nachgefüllt werden, sofern kein
Kühlmittel zur Verfügung steht.
Starten Sie den Motor und schalten Sie die Klimaanlage ein,
um zu überprüfen, ob die Kühlgebläse des Kühlers arbeiten,
und um auf Kühlmittellecks aus dem Kühler oder den Schläu-
chen zu kontrollieren.
Die Gebläse arbeiten, wenn di
e Klimaanlage unmittelbar nach
einem Kaltstart eingeschaltet wird. Bestätigen Sie die Gebläsefunk-
tion durch Überprüfung des Lüftergeräuschs und des Luftstroms.
Wenn es schwierig ist, diese zu überprüfen, schalten Sie die Klima-
anlage wiederholt ein und aus.
(Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt funktionieren die
Gebläse möglicherweise nicht.)
Wenn die Gebläse nicht laufen:
Stellen Sie sofort den Motor ab und wenden Sie sich an
einen Toyota-Vertragshändler bzw. eine Vertragswerkstatt
oder einen anderen vorschriftsmäßig qualifizierten und aus-
gerüsteten Fachbetrieb.
Wenn die Gebläse in Betrieb sind: Lassen Sie das Fahrzeug von dem nächstgelegenen
Toyota-Vertragshändler bzw. einer Vertragswerkstatt oder
einem anderen entsprechend qualifizierten und ausgestat-
teten Fachbetrieb überprüfen.
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5-2. Maßnahmen im Notfall
Beim Auftreten einer Störung
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WARNUNG
■
Zur Vermeidung von Unfällen oder Verletzungen bei Kontrollen unter
der Motorhaube Ihres Fahrzeugs
●Wenn Dampf unter der Motorhaube austritt, öffnen Sie die Motorhaube
erst, nachdem der Dampf abgezogen ist. Der Motorraum kann sehr heiß
sein, so dass gefährliche Verletzungen wie Verbrennungen verursacht
werden können.
● Halten Sie Hände und Kleidung (insbesondere eine Krawatte, einen Schal
oder ein Halstuch) fern von den Lüftern und Riemen. Andernfalls können
Hände oder Kleidungsstücke eingeklemmt werden, was zu schweren Ver-
letzungen führen kann.
● Lösen Sie nicht die Kühlerverschlusskappe und die Kühlmittel-Vorratsbe-
hälterkappe, solange Motor und Kühler heiß sind.
Schwere Verletzungen, wie z. B. Verbrühungen, können entstehen, wenn
unter Druck stehendes heißes Kühlmittel und Dampf entweichen.
HINWEIS
■ Wenn Motorkühlmittel nachgefüllt wird
Warten Sie, bis der Motor sich abgekühlt hat, bevor Sie Motorkühlmittel
nachfüllen.
Füllen Sie Motorkühlmittel langsam nach. Wenn Sie kühles Kühlmittel zu
schnell in einen heißen Motor füllen, kann dies zu Schäden am Motor füh-
ren.
■ Schutz des Kühlsystems vor Beschädigung
Beachten Sie die folgenden Vorsichtsmaßnahmen:
●Vermeiden Sie eine Verunreinigung des Kühlmittels mit Fremdmaterial
(wie zum Beispiel Sand oder Staub o. Ä.).
● Verwenden Sie keine Kühlmittelzusätze.
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5-2. Maßnahmen im Notfall
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Wenn sich das Fahrzeug festfähr t
■Wenn das Fahrzeug schwer zu befreien ist Führen Sie die folgenden Schritte aus, wenn die Räder durchdrehen
oder das Fahrzeug im Schlamm, Schmutz oder Schnee stecken
bleibt:
Stellen Sie den Motor ab. Ziehen Sie die Feststellbremse
an und schalten Sie den Wählhebel auf P (Fahrzeuge mit
Automatikgetriebe) oder N (Fahrzeuge mit manueller Über-
tragung).
Entfernen Sie Schlamm, Schnee oder Sand um die Hinter-
räder herum.
Schieben Sie Holz, Steine oder andere Materialien unter
die Hinterräder, um die Traktion zu verbessern.
Starten Sie den Motor erneut.
Legen Sie den Schalthebel in die Position D oder R (Fahr-
zeuge mit Automatikgetriebe) oder 1 oder R (Fahrzeuge mit
manueller Übertragung) und lösen Sie die Feststellbremse.
Treten Sie dann vorsichtig das Gaspedal herunter.1 SCHRITT
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Drücken Sie, um TRC auszuschal-
ten.