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FAHRZEUGWARTUNG255
Bedenken Sie, dass einige Wartungsarbeiten
Spezialwerkzeuge und Fachkenntnisse
erfordern. Es ist sinnvoll, die
Wartungsarbeiten an Ihrem Fahrzeug von gut
ausgebildeten Fachleuten durchführen zu
lassen. Selbst wenn Sie ein erfahrener
Hobby−Mechaniker sind, empfehlen wir Ihnen,
Reparatur−und Wartungsarbeiten nur von
einem Toyota−Vertragshändler bzw. einer
Vertragswerkstatt oder einer anderen
qualifizierten und ausgerüsteten
Fachwerkstatt durchführen zu lassen. Jeder
To y o t a−Vertragshändler und jede
Vertragswerkstatt fertigt einen
Wartungsbericht für den Fall einer
Inanspruchnahme der Garantieleistungen an.
Wenn Sie Ihr Fahrzeug nicht in einer
To y o t a−Vertragswerkstatt, sondern in einer
anderen qualifizierten und ausgerüsteten
Fachwerkstatt warten lassen, empfehlen wir,
die Anfertigung eines Wartungsberichts zu
verlangen.
Die Wartungstermine hängen vom Kilome-
terstand bzw. den einzelnen Zeitintervallen
ab, je nachdem, was laut Wartungsplan
zuerst eintritt.
Die Gummischläuche (für Heizsystem, Mo-
tor-Kühlsystem, Bremssystem und Krafts-
toffsystem) sollten von einem qualifizier-
ten Mechaniker genau nach den
Anweisungen des Toyota-Wartungsplans
geprüft werden.
Sie müssen besonders sorgfältig gewartet
werden. Abgenutzte oder beschädigte Schläu-
che sofort austauschen lassen. Denken Sie
daran, dass Gummischläuche im Laufe der
Zeit altern, sich abscheuern, aufquellen oder
rissig werden können.Achten Sie aufmerksam auf nachlassende
Leistung, Geräusche und sichtbare Anzei-
chen, die darauf hinweisen, dass Wartungsar-
beiten erforderlich sind. Einige wichtige An-
zeichen dafür sind:
DMotor hat Fehlzündungen, stottert oder
klingelt
DSpürbarer Leistungsverlust
DUngewöhnliche Motorgeräusche
DEine feuchte Stelle unter dem Fahrzeug
(nach Benutzung der Klimaanlage abtrop-
fendes Wasser ist jedoch normal.)
DÄnderung des Auspuffgeräusches (Hinweis
auf Austreten gefährlichen Kohlenmon-
oxids. Fahren Sie mit geöffneten Fenstern
und lassen Sie die Ursache sofort fest-
stellen.)
DReifen, aus denen Luft zu entweichen
scheint; übermäßiges Reifenquietschen in
engen Kurven; ungleichmäßiger Profila-
brieb
DFahrzeug zieht bei Geradeausfahrt auf
ebener Strecke nach einer Seite
DUngewöhnliche Geräusche der Radaufhän-
gung
DNachlassen der Bremswirkung; schwammi-
ges Gefühl bei Betätigung des Brems-
bzw. Kupplungspedals; Bremspedal läßt
sich fast bis auf den Boden durchdrücken;
Fahrzeug zieht beim Bremsen nach einer
Seite
DStändig überhöhte Motortemperatur
Sollten Sie eines dieser Anzeichen bemerken,
bringen Sie Ihr Fahrzeug so bald wie möglich
zu einem Toyota−Vertragshändler bzw. in eine
Vertragswerkstatt oder eine andere qualifizier-
te und ausgerüstete Fachwerkstatt. Wahr-
scheinlich muss eine Einstellung vorgenom-
men oder eine Reparatur durchgeführt
werden.
ACHTUNG
Das Fahrzeug nicht weiter benutzen, be-
vor es nicht geprüft bzw. repariert wur-
de. Größere Fahrzeugschäden bzw.
schwere Verletzungen aufgrund eines
Unfalls könnten die Folge sein.
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Muss Ihr Fahrzeug repariert
werden?
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256FAHRZEUGWARTUNG
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WARTUNG IN EIGENREGIE: Einleitung257
Abschnitt 7−1
WARTUNG IN EIGENREGIE
Einleitung
DBlick in den Motorraum 258..................................
DLage der Sicherungen 259..................................
DVorsichtsmaßnahmen bei selbst durchgeführten
Wartungsarbeiten 260......................................
DAnsetzen eines Wagenhebers 262...........................
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258WARTUNG IN EIGENREGIE: Einleitung
MS71020
1. Vorratsbehälter für Windschutz- und
Heckscheibenwaschanlage
2. Motoröl-Meßstab
3. Motoröl-Einfüllverschluß
4. Sicherungskasten
5. Batterie6. Kühlmittel-Ausgleichsbehälter
7. Kondensator
8. Elektrischer Kühlerlüfter
9. Kühler
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Blickin den Motorraum
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WARTUNG IN EIGENREGIE: Einleitung259
Lage der Sicherungen
MS71022
MS71003
Ersatz
sicher
ungen
MS71008c
Sicherungen
3. Wenn eine Überprüfung oder ein Aus-
tausch von Teilen erforderlich ist, wenden
SiesichaneinenToyota−Vertragshändler,
an eine Toyota−Vertragswerkstatt oder an
eine andere qualifizierte und entsprechend
ausgerüstete Fachwerkstatt.
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260WARTUNG IN EIGENREGIE: Einleitung
Wenn Sie Wartungsarbeiten selbst ausfüh-
ren, befolgen Sie bitte unbedingt die in
diesem Abschnitt beschriebenen Verfah-
ren.
Denken Sie daran, dass fehlerhaft oder un-
vollständig ausgeführte Wartungsarbeiten zu
Betriebsstörungen führen können.
Dieser Abschnitt enthält nur Anweisungen für
die Arbeiten, die der Fahrzeugbesitzer ver-
hältnismäßig leicht selbst ausführen kann.
Wie in Abschnitt 6 erwähnt, gibt es außer-
dem eine Anzahl von Arbeiten, die unbedingt
von einem qualifizierten Mechaniker mit Spe-
zialwerkzeug durchgeführt werden müssen.
Zur Vermeidung von Verletzungen bei der Ar-
beit an Ihrem Fahrzeug muss mit äußerster
Sorgfalt gearbeitet werden. Im folgenden wei-
sen wir auf einige Sicherheitsmaßnahmen
hin, die Sie unbedingt beachten sollten:
ACHTUNG
DBei laufendem Motor Hände, Kleidung
und Werkzeug außerhalb der Reich-
weite des sich bewegenden Lüfters
und der Keilriemen halten. (Es emp-
fiehlt sich, Ringe, Uhren und Krawatte
abzulegen.)
DUnmittelbar nach einer Fahrt sind ge-
wisse Bereiche im Motorraum und im
vorderen Gepäckraum−wie Motor,
Kühler, Auspuffkrümmer, der Aus-
gleichsbehälter für das Servolenkungs-
öl und die Zündkerzenstecker−heis,
weshalb diese Teile nicht berührt wer-
den sollten. Dies trifft auch auf öl,
Flüssigkeiten und die Zündkerzen
selbst zu.
DBei heißem Motor keinesfalls den Küh-
lerverschluss bzw. die Verschlusskap-
pe des Kühlmittelbehälters abschrau-
ben oder Ablassschrauben lösen, da
die Gefahr von Verbrennungen oder
Verbrühungen besteht.
DNiemals leicht brennbare Materialien,
wie Papier oder Lappen, im Motorraum
vergessen.
DRauchen, Funken oder offenes Feuer
sind in der Nähe von Kraftstoff oder
der Batterie nicht zulässig. Die Gase
sind entzündlich.
DBeim Umgang mit der Batterie äußerst
vorsichtig sein. Sie enthält extrem ät-
zende und giftige Schwefelsäure.
DNicht unter das Fahrzeug kriechen,
wenn es nur durch einen Wagenheber
abgestützt ist. Stets Untersetzböcke
oder andere starke Stützen benutzen.
DStellen Sie vor Durchführung von Ar-
beiten in der Nähe von elektrischem
Kühlerlüfter oder Kühlergrill sicher,
dass der Motor ausgeschaltet ist. Bei
eingeschaltetem Motor schaltet sich
das Kühlgebläse automatisch ein,
wenn die Motorkühlmitteltemperatur zu
hoch und/oder die Klimaanlage einge-
schaltet ist.
DBei Arbeiten an oder unter Ihrem
Fahrzeug, bei denen die Gefahr be-
steht, dass umherfliegende bzw. her-
unterfallende Teilchen oder flüssige
Substanzen usw. in die Augen dringen
können, stets einen Augenschutz tra-
gen.
DGebrauchtes Motoröl enthält Schad-
stoffe, die unter Umständen zu Haut-
entzündung oder gar Hautkrebs führen
können; achten Sie deshalb darauf,
dass die Haut nicht anhaltend und
wiederholt mit gebrauchtem Öl in Be-
rührung kommt. Gebrauchtes Motoröl
gründlich mit Wasser und Seife von
der Haut abwaschen.
DAltöl für Kinder unzugänglich aufbe-
wahren.
DGebrauchtes Öl bzw. Filter nur sicher
und gemäß den Umweltschutzbestim-
mungen entsorgen, d.h. weder in die
Mülltonne, in die Kanalisation noch
auf den Boden. Wenden Sie sich bei
Fragen über Wiederverwertung oder
Entsorgung an Ihren Händler oder Ihre
Kundendienstwerkstatt.
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Vorsichtsmaßnahmen bei
selbst durchgeführten
Wartungsarbeiten
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WARTUNG IN EIGENREGIE: Einleitung261
DBeim Einfüllen von Bremsflüssigkeit in
den Ausgleichsbehälter vorsichtig vor-
gehen, da die Flüssigkeit Hände oder
Augen verätzen kann. Wenn Ihre
Hände oder Augen mit der Flüssigkeit
in Berührung kommen, spülen Sie die
betroffenen Stellen sofort mit klarem
Wasser ab. Falls Sie danach immer
noch Probleme mit Ihren Händen oder
Augen haben, sollten Sie einen Arzt
aufsuchen.
HINWEIS
zVergessen Sie nicht, dass Batterie−
und Zündkabel Starkstrom bzw. hohe
Spannungen führen. Achten Sie dar-
auf, nicht versehentlich einen Kurz-
schluss zu verursachen.
zVerwenden Sie zum Auffüllen aus-
schließlich “Toyota Super Long Life
Coolant” (Original Toyota−Langzeit-
kühlmittel) oder ein gleichermaßen
hochwertiges, äthylenglykolhaltiges
Kühlmittel ohne Silikat−,Amin−,Nitrit−
oder Boratverbindungen und auf der
Basis von langlebigen, hybriden, orga-
nischen Säuren. “Toyota Super Long
Life Coolant” (Toyota−Langzeitkühlmit-
tel) ist eine Mischung aus 50% Kühl-
mittel und 50% destilliertem Wasser.
zFalls Sie Kühlmittel verschütten, soll-
ten Sie Teile und Lackflächen sofort
mit Wasser abspülen, damit die Ober-
flächen nicht angegriffen werden.
zDarauf achten, dass weder Schmutz
noch sonstige Fremdkörper durch die
Kerzenbohrung in die Zylinderbohrung
gelangen.
zDrücken Sie niemals die Außenelektro-
de einer Zündkerze gegen die Mittel-
elektrode.
zNur die angegebenen Zündkerzentypen
verwenden. Die Verwendung von ande-
ren Typen führt zu Motorschäden, Lei-
stungsverlust oder Radiostörungen.
zSpülen Sie verschüttete Bremsflüssig-
keit sofort mit Wasser von Teilen oder
Lackflächen ab, damit die Oberfläche
nicht angegriffen wird.
zAuf keinen Fall ohne Luftfiltereinsatz
fahren; dies würde zu übermäßigem
Verschleiß des Motors führen. Außer-
dem könnte Zündungsrückschlag im
Motorraum einen Brand verursachen.
zAchten Sie darauf, dass die Scheibe-
noberfläche nicht vom Wischerblat-
trahmen zerkratzt wird.
zVor dem Schließen der Motorhaube
nachsehen, ob Sie kein Werkzeug,
Lappen usw. vergessen haben.
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262WARTUNG IN EIGENREGIE: Einleitung
Ansetzen eines Wagenhebers
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Do not jack up
Do not jack upKeinesfalls hier
aufbockenKeinesfalls
hier aufbocken
Fahrzeugfront
Beim Anheben Ihres Fahrzeugs mit einem
Wagenheber, den Wagenheber korrekt an-
setzen, wie in der Abbildung gezeigt.
Wagenheber Ansatzpunkt
.......
Vorn—Fahrschemel
Heck—Anhängerkupplung
Abstützpunkt und
Auslege−Wagenheberpunkt
.......
ACHTUNG
Um Verletzungsgefahren zu vermeiden,
beachten Sie beim Anheben des Fahr-
zeugs bitte Folgendes:
DWenn Sie einen Wagenheber benutzen,
befolgen Sie die Anweisungen in der
mit dem Wagenheber gelieferten Anlei-
tung.
DKriechen Sie niemals ganz oder teil-
weise unter ein Fahrzeug, das nur von
einem Rangierwagenheber abgestützt
wird. Verwenden Sie Wagenheber und/
oder Untersetzbock stets auf einer fe-
sten, flachen und ebenen Fläche. Es
besteht Verletzungsgefahr.
DStarten Sie den Motor nicht bzw. las-
sen Sie ihn nicht laufen, wenn das
Fahrzeug mit einem Wagenheber auf-
gebockt ist.
DDas Fahrzeug auf festem und ebenem
Untergrund anhalten, die Feststell-
bremse fest anziehen und das Ge-
triebe in Stellung “E(1)”, “M(1)” oder
R (Multimodus−Schaltgetriebe) oder in
den Rückwärtsgang (Schaltgetriebe)
schalten. Bei Bedarf die Räder auf der
diagonal entgegengesetzten Seite des
zu wechselnden Rades blockieren.
DSetzen Sie den Wagenheber nur an
den dafür vorgesehenen Ansatzstellen
an. Wird der Wagenheber an einer fal-
schen Stelle angesetzt, kann dies zu
einer Beschädigung des Fahrzeugs
oder zum Abrutschen des Fahrzeugs
vom Wagenheber und somit zu Verlet-
zungen führen.
DNiemals unter das Fahrzeug kriechen,
wenn es nur vom Wagenheber getra-
gen wird. Verwenden Sie zusätzliche
Stützen.
DDas Fahrzeug keinesfalls mit Insassen
anheben.
DStecken Sie beim Anheben keinen Ge-
genstand zwischen Wagenheber und
Fahrzeug oder unter den Wagenheber.
HINWEIS
Sicherstellen, dass der Wagenheber kor-
rekt angesetzt wird. Anderenfalls könnte
das Fahrzeug beschädigt werden.
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