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BEI STÖRUNGEN UND IM NOTFALL239
ACHTUNG
DBeim Abschleppen von Fahrzeugen
vorsichtig vorgehen. Vermeiden Sie
ruckartiges Anfahren oder plötzliche
Manöver, damit die Abschleppöse und
das Seil bzw. die Kette nicht übermä-
ßig belastet wird. Die Abschleppöse
und das Abschleppseil bzw. die Kette
könnte reißen und ernsthafte Verlet-
zungen oder Schäden verursachen.
DBeim Anmontieren der vorderen Ab-
schleppöse sicherstellen, dass die Öse
sicher befestigt ist. Falls die Ab-
schleppöse nicht fest genug angezo-
gen wurde, kann sie sich beim Ab-
schleppvorgang lösen und dabei tödli-
che oder schwere Verletzungen verur-
sachen oder das Fahrzeug beschädi-
gen.
HINWEIS
Zum Abschleppen von Fahrzeugen nur
dafür vorgesehene Abschleppseile oder
-ketten verwenden. Das Seil bzw. die
Kette fest an der Abschleppöse anbrin-
gen.
Vor dem Abschleppen die Handbremse lösen
und das Getriebe in Stellung “N” (Multimo-
dus−Schaltgetriebe) oder in den Leerlauf
(Schaltgetriebe) schalten. Der Motorschalter
muss sich in Stellung “ACC” (Motor ausge-
schaltet) oder “ON” (laufender Motor) befin-
den.Nur Multimodus−Schaltgetriebe:
Schalten Sie den Wählhebel in Stellung “N”
und stellen Sie anschließend durch versuchs-
weises Anschieben des Fahrzeugs mit der
Hand sicher, dass sich das Getriebe tatsäch-
lich im Leerlauf befindet. Falls das Getriebe
nicht in den Leerlauf geschaltet werden kann,
schalten Sie den Motorschalter aus der
“OFF”−in die “ON”−Stellung und den Wähl-
hebel einmal aus der “N”−Stellung in die “E”−
oder “R”−Stellung. Schalten Sie anschließend
den Wählhebel wieder in Stellung “N”. Schal-
ten Sie anschließend den Zündschalter von
Stellung “ON” auf “OFF”. Diese Vorgehens-
weise kann dabei helfen, das Getriebe in den
Leerlauf zu schalten. Ist das nicht der Fall,
darf das Fahrzeug weder mit dem Abschlepp-
seil noch mit der Abschleppkette abge-
schleppt werden.
ACHTUNG
Wenn der Motor abgestellt ist, funktio-
nieren der Bremskraftverstärker und die
Servolenkung nicht. Die Bremsbetäti-
gung und das Lenken werden viel
schwerer als normalerweise.
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240BEI STÖRUNGEN UND IM NOTFALL
MS41046
1. Die Reserveradabdeckung wie in der Ab-
bildung gezeigt entfernen.
MS41007c
2. Die vordere Abschleppöse wie in den Ab-
bildungen gezeigt ausbauen.
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—Vordere Abschleppöse
einbauen
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BEI STÖRUNGEN UND IM NOTFALL241
MS41063
3. Die Abdeckung der vorderen Absch-
leppöse am Frontstoßfänger mittels eines
mit einem Lappen umwickelten Schlitz-
schraubendreher entfernen.
MS41064
4. Die vordere Abschleppöse in der Stoßfän-
gerbohrung durch Drehen im Uhrzeiger-
sinn sichern.
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242BEI STÖRUNGEN UND IM NOTFALL
MS41065
5. Die vordere Abschleppöse mit dem Rad-
mutternschlüssel fest anziehen.
ACHTUNG
Beim Anbringen der Abschleppöse si-
cherstellen, dass sie sicher am Fahr-
zeug befestigt ist. Andernfalls könnte
die Abschleppöse sich beim Abschlep-
pen lösen, was zu lebensgefährlichen
Verletzungen führen kann.
MS41053b
Falls die Schaltsperre bei Motorschalter-
stellung “ON” nicht gelöst und der Wähl-
hebel nicht bewegt werden kann, ist wie
folgt vorzugehen:
1. Den Motorschalter auf “LOCK” oder
“ACC” drehen. Sicherstellen, dass die
Handbremse angezogen ist.
2. Einen Schlüssel oder Flachkopfschrau-
bendreher in die Öffnung einführen und
gegen das Gestänge drücken. Während
des Drückens kann der Wählhebel be-
wegt werden.
3. Den Wählhebel auf “N” stellen.
4. Drücken Sie das Bremspedal vollstän-
dig durch und schalten Sie den Motor-
schalter auf “ON”.
5. Prüfen, dass die Anzeige des eingeleg-
ten Gangs “N” anzeigt bzw. folgender-
maßen prüfen, dass der Gang in Leer-
laufstellung steht:
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Wenn sich das Multimodus−
Schaltgetriebe nicht mit dem
Wählhebel schalten lässt
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BEI STÖRUNGEN UND IM NOTFALL243
DSchalten Sie den Wählhebel in Stellung
“N” und stellen Sie anschließend durch
versuchsweises Anschieben des Fahr-
zeugs mit der Hand sicher, dass sich das
Getriebe tatsächlich im Leerlauf befindet.
Falls das Getriebe nicht in den Leerlauf
geschaltet werden kann, schalten Sie den
Motorschalter aus der “OFF”−in die
“ON”−Stellung und den Wählhebel einmal
aus der “N”−Stellung in die “E”−oder
“R”−Stellung. Schalten Sie anschließend
den Wählhebel wieder in Stellung “N”.
Schalten Sie anschließend den Zündschal-
ter von Stellung “ON” auf “OFF”. Diese
Vorgehensweise kann dabei helfen, das
Getriebe in den Leerlauf zu schalten. Ist
das nicht der Fall, darf das Fahrzeug we-
der mit dem Abschleppseil noch mit der
Abschleppkette abgeschleppt werden.
6. Den Motor bei gedrücktem Bremspedal
anlassen.
Lassen Sie das System so schnell wie mög-
lich von einem Toyota−Vertragshändler bzw.
einer Vertragswerkstatt oder einer anderen
qualifizierten und ausgerüsteten Fachwerk-
statt überprüfen.
Bei Schlüsselverlust
Einen neuen Schlüssel erhalten Sie bei je-
dem Toyota−Vertragshändler bzw. jeder
Vertragswerkstatt oder einer anderen qua-
lifizierten und ausgerüsteten Fachwerkstatt
bei Vorlage der Schlüsselnummer und des
Originalschlüssels.
Selbst wenn Sie nur einen Schlüssel
verlieren sollten, setzen Sie sich mit einem
To y o t a−Vertragshändler bzw. einer
Vertragswerkstatt oder einer anderen
qualifizierten und entsprechend ausgerüsteten
Fachwerkstatt in Verbindung, um einen neuen
Schlüssel anfertigen zu lassen. Bei Verlust
aller Schlüssel können keine Nachschlüssel
angefertigt werden. Die Wegfahrsperre muss
ausgetauscht werden.
Siehe Hinweise unter “Schlüssel” auf Seite
10 in Abschnitt 1−2.
Fernbedienungsschlüssel—
Sie können die Fernbedienung mit dem neu-
en Schlüssel verwenden. Bitten Sie einen
To y o t a−Vertragshändler bzw. eine Vertrags-
werkstatt oder eine andere qualifizierte und
ausgerüstete Fachwerkstatt um ausführliche
Informationen.
Falls Sie Ihre Schlüssel im Fahrzeug einges-
perrt haben und keine Duplikate verfügbar
sind, können viele Toyota−Vertragshändler
bzw. Vertragswerkstätten oder andere qualifi-
zierte und ausgerüstete Fachwerkstätten die
Tür mit einem Spezialwerkzeug öffnen. Falls
es unumgänglich ist, das kleinste Fenster
einschlagen, da es am kostengünstigsten
ausgetauscht werden kann. Dabei vorsichtig
vorgehen, um Schnittverletzungen durch das
Glas zu vermeiden.
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244BEI STÖRUNGEN UND IM NOTFALL
Wenn es in einem Notfall nicht möglich
sein sollte, das Fahrzeug auf normale Art
anzuhalten, gehen Sie folgendermaßen
vor:
1. Halten Sie das Bremspedal ununterbro-
chen mit beiden Füßen fest gedrückt.
Pumpen Sie keinesfalls wiederholt das
Bremspedal, da dies den zum Anhalten
des Fahrzeugs erforderlichen Kraftaufwand
erhöht.
2. Stellen Side den Schalthebel auf N.
Wenn der Schalthebel/Wählhebel auf N ge-
schaltet wurde:
3. Halten Sie das Fahrzeug nach Herabset-
zen der Fahrgeschwindigkeit an einem si-
cheren Ort neben der Straße an.
4. Stellen Sie den Motor ab.
Wenn der Schalthebel/Wählhebel nicht auf
N geschaltet werden kann:
3. Halten Sie das Bremspedal mit beiden Fü-
ßen weiterhin fest gedrückt, um die Ge-
schwindigkeit so weit wie möglich zu ver-
ringern.
X40294
4. Stellen Sie den Motor ab, indem Sie den
Motorschalter auf ACC drehen.
5. Halten Sie das Fahrzeug an einem siche-
ren Ort neben der Straße an.
ACHTUNG
Wenn der Motor während der Fahrt aus-
geschaltet werden muss:
DIn diesem Fall arbeiten Bremskraftver-
stärkung und Servolenkung nicht
mehr. Das Bremspedal ist schwerer zu
betätigen und der Kraftaufwand für
das Drehen des Lenkrads ist größer.
Bremsen Sie so weit wie möglich ab,
bevor Sie den Motor ausschalten.
DVersuchen Sie niemals, den Schlüssel
zu entfernen, da dadurch das Lenkrad
verriegelt wird.
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Wenn Ihr Fahrzeug in einem
Notfall angehalten werden
muss
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KORROSIONSSCHUTZ UND ALLGEMEINE WAGENPFLEGE245
Abschnitt 5
KORROSIONSSCHUTZ UND ALLGEMEINE
WAGENPFLEGE
DWie Sie Ihren Toyota vor Rost schützen können 246............
DWaschen und Wachsen Ihres Toyota 247.....................
DInnenreinigung 250........................................
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Page 256 of 318

246KORROSIONSSCHUTZ UND ALLGEMEINE WAGENPFLEGE
Intensive Forschung und Entwicklung auf der
Basis modernster verfügbarer Technik
schaffen die Voraussetzungen Rostbildung zu
verhindern. Ihr Toyota ist ein Spitzenprodukt
heutiger Fahrzeugtechnik. Alles weitere hängt
von Ihnen ab. Die richtige Pflege Ihres
Toyota kann langfristigen Rostschutz
garantieren.
Die häufigsten Ursachen für Rostbildung
sind:
DAnsammlungen von Streusalz, Schmutz
und Feuchtigkeit an schwer zugänglichen
Stellen unter Ihrem Wagen.
DAbplatzen von Lack oder Grundierung als
Folge von kleineren Unfällen oder durch
Aufprall von Steinen oder Schotter.
Die Pflege ist besonders wichtig, wenn Sie
in einem bestimmten Gebiet wohnen oder
Ihren Wagen unter bestimmten Umweltbe-
dingungen fahren:
DStreusalz oder staubbindende Chemikalien
beschleunigen die Rostbildung, ebenso
wie salzhaltige Luft an der Meeresküste
oder schadstoffhaltige Luft in Industriege-
bieten.
DHohe Luftfeuchtigkeit beschleunigt die
Rostbildung, insbesondere bei Temperatu-
ren knapp über dem Gefrierpunkt.
DNässe oder Feuchtigkeit an bestimmten
Stellen Ihres Wagens, die längere Zeit an-
halten, können Rostbildung verursachen,
obwohl andere Teile des Wagens trocken
sind.
DHohe Umgebungstemperaturen können an
gewissen Fahrzeugteilen, die aufgrund
mangelnder Belüftung nicht schnell genug
trocknen, Rostbildung verursachen.
Die zuvor genannten Punkte weisen darauf
hin, dass Sie Ihren Wagen, insbesondere die
Unterseite, so sauber wie möglich halten und
jede Beschädigung des Lacks oder des Un-
terbodenschutzes so rasch wie möglich behe-
ben lassen müssen.
Um Rostbildung an Ihrem Fahrzeug zu
verhindern, folgendes beachten:Den Wagen häufig waschen.Natürlich müs-
sen Sie Ihren Wagen sauberhalten, aber um
Rostbildung und Korrosion zu verhindern,
sollten Sie folgende Punkte beachten:
DWenn Sie im Winter auf salzbestreuten
Straßen fahren oder in der Nähe des
Meeres wohnen, sollten Sie die Unterseite
Ihres Wagens mindestens einmal im Mo-
nat reinigen, um Rostbildung auf ein Mini-
mum zu reduzieren.
DWasser oder Dampfstrahlgeräte eignen
sich gut zum Reinigen der Fahrzeugunter-
seite und der Radkästen. Diesen Stellen
ist besondere Aufmerksamkeit zu schen-
ken, weil sie schwierig einzusehen sind.
Es können mehr Schäden entstehen,
wenn Sie den Schmutz und die Steinsplit-
ter lediglich nass machen, ohne sie zu
entfernen. Türschweller und Rahmenteile
haben Abflussöffnungen, die nicht durch
Schmutz verstopft werden dürfen, weil
sonst zurückbleibendes Wasser zu Rost-
bildung führen kann.
DWenn der Winter vorbei ist, die Unterseite
des Wagens gründlich waschen.
Weitere Tips finden Sie unter “Waschen und
Wachsen Ihres Toyota” auf Seite 247.
Die lackierten Flächen Ihres Wagens kon-
trollieren.Kratzer oder steinschlagbedingte
Lackschäden sofort ausbessern, bevor sich
Rost bildet. Sind die Abblätterungen oder
Kratzer bis auf das blanke Metall durchge-
drungen, muss der Schaden von einer qualifi-
zierten Karosserie-Fachwerkstatt repariert
werden.
Das Wageninnere Ihres Wagens überprü-
fen.Wasser und Schmutz können sich unter
den Fußbodenmatten ansammeln und Rostbil-
dung verursachen. Deshalb gelegentlich unter
den Matten nachsehen, ob die Stellen trok-
ken sind. Beim Transport von Chemikalien,
Reinigungsmitteln, Kunstdünger, Salz usw.
sollten Sie besonders vorsichtig sein und die-
se Stoffe in den dafür bestimmten Behältern
transportieren. Wenn etwas verschüttet wird
oder ausläuft, sofort die betreffende Stelle
reinigen und trocknen.
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Wie Sie Ihren Toyota vor Rost
schützen können