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8-2. Maßnahmen im Notfall
COROLLA_TMMT_EM
Beim Auftreten einer Störung
1 Entfernen Sie die Bodenmatte.
2 Nehmen Sie den Wagenheber her-
aus.
Fahrzeuge mit einem Notrad:
Zum Anziehen
Zum Lösen
Fahrzeuge mit Ersatzreifen in Vollgröße:
Lösen Sie das Spannband.
WARNUNG
●Setzen Sie den Wagenheber richtig am
Ansatzpunkt für den Wagenheber an.
●Halten Sie keinen Körperteil unter das
Fahrzeug, während dieses durch den
Wagenheber gestützt wird.
●Starten Sie nicht den Motor und versu-
chen Sie nicht zu fahren, während das
Fahrzeug durch den Wagenheber gestützt wird.
●Heben Sie das Fahrzeug nicht an, wenn
sich Personen darin befinden.
●Legen Sie beim Anheben des Fahr-
zeugs keinen Gegenstand auf oder
unter den Wagenheber.
●Heben Sie das Fahrzeug nicht höher an
als zum Auswechseln des Reifens erfor-
derlich.
●Wenn Sie unter das Fahrzeug müssen, stützen Sie das Fahrzeug mit einem
Stützbock ab.
●Vergewissern Sie sich beim Absenken des Fahrzeugs, dass sich niemand in
unmittelbarer Nähe zum Fahrzeug
befindet. Falls sich Personen in der Nähe aufhalten, warnen Sie diese vor
dem Absenken durch Zuruf.
Herausnehmen des Wagenhe-
bers
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6408-2. Maßnahmen im Notfall
COROLLA_TMMT_EM
1 Entfernen Sie die Bodenmatte.
( S.639)
2 Entfernen Sie die Werkzeugschale.
Fahrzeuge mit einem Notrad:
Fahrzeuge mit Ersatzreifen in Vollgröße:
3 Lösen Sie die mittlere Befestigung,
die den Ersatzreifen sichert.
1 Blockieren Sie die Reifen mit Unter-
legkeilen.
2 Fahrzeuge mit Stahlrad: Entfernen
Sie die Radzierblende (je nach Aus-
stattung) mit dem Schraubenschlüs-
sel.
Platzieren Sie zum Schutz der Radzier- blende einen Lappen zwischen Schrau-
Ersatzreifen herausnehmenWARNUNG
■Beim Verstauen des Ersatzreifens
Achten Sie darauf, dass keine Finger oder
andere Körperteile zwischen dem Ersatz-
reifen und der Karosserie eingeklemmt werden.
Austausch eines defekten Rei-
fens
Defekter ReifenUnterlegkeilpositio-
nen
Vordere linke SeiteHinter dem rechten
Hinterrad
Vordere rechte SeiteHinter dem linken
Hinterrad
Hintere linke SeiteVor dem rechten Vor-
derrad
Hintere rechte SeiteVor dem linken Vor-
derrad
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8-2. Maßnahmen im Notfall
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Beim Auftreten einer Störung
bendreher und Radzierblende.
3 Lösen Sie die Radmuttern leicht
(eine Umdrehung).
4 Drehen Sie Teil des Wagenhe-
bers von Hand, bis die Mitte der
Aussparung des Wagenhebers die
Mitte des Ansatzpunkts für den
Wagenheber berührt.
5 Montieren Sie die Wagenheber-Kur-
belverlängerung.
6 Heben Sie das Fahrzeug an, bis der
Reifen leicht vom Boden abhebt.
7 Lösen Sie alle Radmuttern und neh-
men Sie den Reifen ab.
Legen Sie das Rad so auf den Boden, dass die Außenseite nach oben zeigt, um Kratzer
auf der Radoberfläche zu vermeiden.
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6428-2. Maßnahmen im Notfall
COROLLA_TMMT_EM
1 Entfernen Sie Schmutz und Fremd-
körper von der Auflagefläche des
Rads.
Fremdkörper auf der Auflagefläche des Rads können dazu führen, dass sich die
Radmuttern während der Fahrt lösen und
das Rad abfällt.
2 Montieren Sie den Reifen und zie-
hen Sie alle Radmuttern locker von
Hand etwa gleich fest an.
Ziehen Sie die Radmuttern beim Austausch
eines Stahlrads gegen ein Stahlrad (ein-
schließlich eines Notrads) so weit an, bis der
verjüngte Bereich leicht am Radschei-
bensitz anliegt.
Ziehen Sie die Radmuttern beim Austausch eines Aluminiumrads gegen ein Stahlrad
WARNUNG
■Austausch eines defekten Reifens
●Berühren Sie nicht die Scheibenräder
oder den Bereich um die Bremsen,
direkt nachdem das Fahrzeug gefahren wurde. Nach dem Fahrbetrieb sind die
Scheibenräder und der Bereich um die
Bremsen extrem heiß. Das Berühren dieser Bereiche mit Händen, Füßen
oder anderen Körperteilen beim Wech-
seln eines Reifens oder Ähnlichem kann zu Verbrennungen führen.
●Die Nichtbeachtung dieser Vorsichts-
maßnahmen kann dazu führen, dass sich die Radmuttern lockern und der
Reifen abfällt, was tödliche oder
schwere Verletzungen zur Folge haben kann.
• Verwenden Sie niemals Öl oder Fett für
die Radbolzen oder Radmuttern.
Öl und Fett können dazu führen, dass die Radmuttern zu fest angezogen wer-
den, wodurch Bolzen oder Scheibenrad
beschädigt werden können. Außerdem können Öl und Fett dazu führen, dass
sich die Radmuttern lockern und das
Rad abfällt, was zu einem Unfall mit
schweren oder tödlichen Verletzungen führen kann. Entfernen Sie Öl oder Fett
von den Radbolzen oder Radmuttern.
• Ziehen Sie die Radmuttern nach dem Radwechsel so bald wie möglich mit
einem Drehmomentschlüssel auf 103
N•m (10,5 kp•m) an.
• Bringen Sie keine schwer beschädigte
Radzierblende an, da diese während
der Fahrt vom Rad abfliegen kann.
• Verwenden Sie bei der Montage eines
Reifens nur Radmuttern, die eigens für
dieses Rad konzipiert wurden.
• Wenn die Bolzenschrauben, Mutterge-
winde oder Bolzenbohrungen des Rads
Risse oder Verformungen aufweisen, lassen Sie das Fahrzeug von einem
Toyota-Vertragshändler bzw. einer
Toyota-Vertragswerkstatt oder einer anderen verlässlichen Werkstatt über-
prüfen.
• Wenn Sie die Radmuttern festdrehen,
stellen Sie sicher, dass Sie diese mit
den verjüngten Enden nach innen auf- drehen.
Montage des Ersatzreifens
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8-2. Maßnahmen im Notfall
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Beim Auftreten einer Störung
(einschließlich eines Notrads) so weit an, bis
der verjüngte Bereich leicht am Rad-
scheibensitz anliegt.
Ziehen Sie die Radmuttern beim Austausch eines Aluminiumrads gegen ein Aluminium-
rad so weit an, bis die Unterlegscheiben
locker an der Radscheibe anliegen.
3 Senken Sie das Fahrzeug ab.
4 Ziehen Sie jede Radmutter in der
abgebildeten Reihenfolge in zwei
oder drei Durchgängen fest an.
Anzugsmoment:
103 N•m (10,5 kp•m)
5 Fahrzeuge mit Ersatzreifen in Voll-
größe: Bringen Sie die Radzier-
blende (je nach Ausstattung) wieder
an.
Richten Sie die Aussparung der Radzier-
blende wie in der Abbildung dargestellt am
Ventilschaft aus.
6 Verstauen Sie den defekten Reifen,
den Wagenheber und alle Werk-
zeuge.
■Der Ersatzreifen in Vollgröße
●Bei Ersatzreifen in Vollgröße findet sich die Aufschrift “Temporary use only” auf der
Außenfläche des Rads. Verwenden Sie
den Ersatzreifen in Vollgröße nur vorüber- gehend und nur im Notfall.
●Prüfen Sie unbedingt den Reifendruck des Ersatzreifens in Vollgröße. ( S.671)
■Das Notrad
●Das Notrad ist an der Aufschrift “TEMPO- RARY USE ONLY” an der Flanke zu
erkennen. Verwenden Sie das Notrad nur
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6448-2. Maßnahmen im Notfall
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vorübergehend und nur im Notfall.
●Prüfen Sie unbedingt den Reifendruck des
Notrads. ( S.671)
■Wenn ein Notrad zur Ausstattung gehört
Durch das Notrad liegt das Fahrzeug im Ver-
gleich zur Fahrt mit normalen Reifen tiefer.
■Nach Abschluss des Reifenwechsels
Das Reifendruck-Warnsystem muss zurück-
gesetzt werden. ( S.578)
■Beim Verwenden des Ersatzreifens
Da der Ersatzreifen nicht mit einem Reifen-
druck-Warnventil und einem Sender ausge- stattet ist, wird ein niedriger Fülldruck des
Ersatzreifens nicht durch das Reifen-
druck-Warnsystem gemeldet. Wenn Sie den Ersatzreifen nach Aufleuchten der Reifen-
druck-Warnleuchte montieren, bleibt die
Leuchte außerdem an.
■Wenn Sie auf einer mit Schnee oder Eis bedeckten Straße ein defektes Vorder-
rad haben
Montieren Sie das Notrad auf einem der Hin-
terräder des Fahrzeugs. Führen Sie die fol- genden Schritte aus und ziehen Sie
Schneeketten auf die Vorderräder auf:
1 Ersetzen Sie einen Hinterreifen durch
das Notrad.
2 Ersetzen Sie den defekten Vorderreifen durch den demontierten Hinterreifen des
Fahrzeugs.
3 Montieren Sie die Schneeketten auf die
Vorderreifen.
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8-2. Maßnahmen im Notfall
COROLLA_TMMT_EM
Beim Auftreten einer Störung
■Zertifizierung für den Wagenheber
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6468-2. Maßnahmen im Notfall
COROLLA_TMMT_EM
WARNUNG
■Wenn der Ersatzreifen in Vollgröße
verwendet wird
●Ersetzen Sie den Ersatzreifen in Voll-
größe schnellstmöglich durch einen nor- malen Reifen.
●Vermeiden Sie plötzliches Beschleuni-
gen, abrupte Lenkbewegungen sowie plötzliche Brems- und Schaltvorgänge,
die plötzliches Motorbremsen auslösen.
■Wenn das Notrad verwendet wird
●Denken Sie daran, dass das mitgelie- ferte Notrad speziell für Ihr Fahrzeug
entwickelt wurde. Montieren Sie Ihr Not-
rad nicht an einem anderen Fahrzeug.
●Verwenden Sie nicht mehrere Noträder
gleichzeitig.
●Ersetzen Sie das Notrad schnellstmög- lich durch einen normalen Reifen.
●Vermeiden Sie plötzliches Beschleuni-
gen, abrupte Lenkbewegungen sowie plötzliche Brems- und Schaltvorgänge,
die plötzliches Motorbremsen auslösen.
■Wenn das Notrad montiert ist
Die Fahrzeuggeschwindi gkeit wird mögli-
cherweise nicht korrekt erkannt und die folgenden Systeme funktionieren mögli-
cherweise nicht korrekt:
• ABS & Bremsassistent
• VSC
•TRC
• Automatisches Fernlicht (je nach Aus- stattung)
• Geschwindigkeitsregelung (je nach Aus-
stattung)
• Dynamische Radar-Geschwindigkeits-
regelung mit maximalem Drehzahlbe-
reich (je nach Ausstattung)
• Dynamische Radar-Geschwindigkeits-
regelung (je nach Ausstattung)
• EPS
• PCS (Pre-Crash-Sicherheitssystem) (je
nach Ausstattung)
• LDA (Alarm und Lenkungssteuerung bei Fahrspurabweichung) (je nach Ausstat-
tung)
• LTA (Spurleitassistent) (je nach Ausstat- tung)
• Reifendruck-Warnsystem
• Toyota-Einparkhilfe (je nach Ausstat-
tung)
• PKSB (Einpark-Bremsassistent) (je
nach Ausstattung)
• BSM (Toter-Winkel-Monitor) (je nach Ausstattung)
• Rückfahrmonitor-System (je nach Aus-
stattung)
• S-IPA (Einfaches intelligentes Einpark-
hilfesystem) (je nach Ausstattung)
• Navigationssystem (je nach Ausstat- tung)
■Geschwindigkeitsbegrenzung beim
Fahren mit dem Notrad
Fahren Sie maximal mit 80 km/h, wenn ein Notrad am Fahrzeug montiert ist.
Das Notrad ist nicht für Fahrten mit hohen
Geschwindigkeiten ausgelegt. Das Nicht- beachten dieser Vorsichtsmaßnahme
kann zu einem Unfall mit tödlichen oder
schweren Verletzungen führen.
■Nach dem Gebrauch der Werkzeuge
und des Wagenhebers
Verstauen Sie vor Antritt der Fahrt alle
Werkzeuge und den Wagenheber sicher an den vorgesehenen Aufbewahrungsor-
ten, um das Risiko von Verletzungen bei
einer Kollision oder plötzlichem Bremsen zu verringern.