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2174-6. Verwenden der Fahrunterstützungssysteme
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Fahren
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WARNUNG
■Wenn das Stop & Start-System in Betrieb ist
● Bringen Sie den Schalthebel in Position N, und betätigen Sie zur Sicherheit das
Bremspedal oder die Feststellbremse, während der Motor mit dem Stop & Start-
System angehalten wird (bei eingeschalteter Kontrollleuchte für das Stop & Start-
System).
Durch die automatische Motorstartfunktion können unerwartete Ereignisse/Unfälle
auftreten.
● Verlassen Sie das Fahrzeug nicht, wenn der Motor durch das Stop & Start-System
angehalten wurde (während die Kontrollleuchte für das Stop & Start-System leuch-
tet).
Durch die automatische Motorstartfunktion können unerwartete Ereignisse/Unfälle
auftreten.
● Stellen Sie sicher, dass der Motor nicht durch das Stop & Start-System ausgeschal-
tet wird, wenn sich das Fahrzeug in einer schlecht belüfteten Umgebung befindet.
Die automatische Motorstartfunktion kann den Motor unter Umständen erneut star-
ten, was dazu führt, dass sich die Auspuffgase ansammeln und in das Fahrzeug
gelangen. Dies kann zu schweren gesundheitlichen Schäden oder sogar zum Tod
führen.
HINWEIS
■ So stellen Sie sicher, dass das System ordnungsgemäß funktioniert
In den folgenden Situationen funktioniert das Stop & Start-System unter Umständen
nicht ordnungsgemäß. Lassen Sie daher Ihr Fahrzeug von einem Toyota-Vertrags-
händler bzw. einer Vertragswerkstatt oder einem anderen vorschriftsmäßig qualifi-
zierten und ausgerüsteten Fachbetrieb überprüfen.
● Während der Sicherheitsgurt des Fahrers angelegt ist, blinkt die Warnleuchte für
den Sicherheitsgurt des Fahrer- und Beifahrersitzes.
● Auch wenn der Sicherheitsgurt des Fahrers nicht angelegt ist, bleibt die Warn-
leuchte für den Sicherheitsgurt des Fahrer- und Beifahrersitzes aus.
● Wenn die Fahrertür geschlossen wird, leuchtet die Türkontrollleuchte auf, oder die
Innenbeleuchtung geht an, wenn sich der Schalter der Innenleuchte in der Türposi-
tion befindet.
● Wenn die Fahrertür geöffnet wird, leuchtet die Türkontrollleuchte nicht auf, oder die
Innenbeleuchtung geht nicht an, wenn sich der Schalter der Innenleuchte in der
Türposition befindet.
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2184-6. Verwenden der Fahrunterstützungssysteme
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Fahrerassistenzsysteme
◆ABS (Antiblockiersystem)
Erleichtert das Verhindern einer Radblockierung, wenn die Bremsen
unvermittelt betätigt werden oder wenn beim Fahren auf rutschiger Straße
gebremst wird
◆Bremsassistent
Erzeugt nach dem Treten des Bremspedals eine höhere Bremskraft, wenn
das System eine Notbremssituation erkennt
◆VSC (Fahrzeugstabilitätsregelung) (je nach Ausstattung)
Hilft dem Fahrer bei plötzlichem Spurwechsel oder bei Kurvenfahrten auf
rutschigen Fahrbahnen, ein Schleudern des Fahrzeugs zu verhindern
◆TRC (Traktionskontrolle) (F ahrzeuge mit VSC-System)
Verhindert das Durchdrehen der An triebsräder beim Anfahren oder
Beschleunigen auf rutschigem Untergrund
◆EPS (Elektrische Servolenkung)
Reduziert die zum Drehen des Lenkrads erforderlich Kraft mit Hilfe eines
Elektromotors
◆Berganfahrhilfe (Fahrzeuge mit VSC-System)
Verhindert das Zurückrollen des Fahrzeugs beim Anfahren am Berg.
◆PCS (Pre-Crash-Sicherheitssystem) (je nach Ausstattung)
S. 193
Um die Sicherheit beim Fahren und die Leistung zu verbessern, arbei-
ten die folgenden Systeme automati sch, wenn bestimmte Fahrsituatio-
nen eintreten. Bedenken Sie jedoch, dass es sich hierbei um
zusätzliche Systeme handelt, auf di e Sie sich im Fahrbetrieb nicht zu
stark verlassen sollten.
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2194-6. Verwenden der Fahrunterstützungssysteme
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Fahren
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◆Notbremssignal
Wenn die Bremse plötzlich betätigt wird, wird die Warnblinkanlage auto-
matisch eingeschaltet, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen.
Die Kontrollleuchte für den Rad-
schlupf blinkt, während die TRC/VSC-
Systeme aktiviert sind.
Falls das Fahrzeug in Schlamm, Sand oder Schnee stecken bleibt, kann das
TRC-System die Kraftübertragung vom Motor auf die Räder reduzieren.
Wenn Sie auf drücken, um das System auszuschalten, kann es für Sie
einfacher sein, das Fahrzeug durch Schaukeln zu befreien.
■Ausschließliches Ausschal ten des TRC-Systems
Drücken Sie zum Deaktivieren des
TRC-Systems schnell die Taste,
und lassen Sie diese sofort wieder
los.
Die Kontrollleuchte “TRC OFF”
leuchtet auf.
Drücken Sie die Taste ein weiteres
Mal, um das System wieder einzu-
schalten.
Wenn die Systeme TRC/VSC aktiv sind
Deaktivieren des TRC-Systems
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2204-6. Verwenden der Fahrunterstützungssysteme
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■Ausschalten der TRC- und VSC-Systeme
Halten Sie zum Deaktivieren der
Systeme TRC und VSC die Taste
länger als 3 Sekunden lang
gedrückt, während das Fahrzeug
gestoppt wird.
Die Kontrollleuchten “TRC OFF”
und VSC OFF leuchten auf.*
Drücken Sie die Taste ein weiteres
Mal, um das System wieder einzu-
schalten.
*: Bei Fahrzeugen mit Pre-Crash-Sicherheitssystem werden der Pre-Crash-Brem-
sassistent und die Pre-Crash-Bremsfunktion ebenfalls deaktiviert. Die PCS-Warn-
leuchte leuchtet auf. ( S. 199)
■Geräusche und Vibrationen, die von ABS, Bremsassistenzfunktion, VSC und
TRC hervorgerufen werden
● Beim Anlassen des Motors oder unmittelbar nach dem Anfahren kann es vorkom-
men, dass ein Geräusch aus dem Motorraum zu hören ist. Dieses Geräusch ist kein
Anzeichen für eine Funktionsstörung in einem dieser Systeme.
● Wenn die obigen Systeme arbeiten, kann es zu den folgenden Erscheinungen kom-
men. Keine dieser Erscheinungen stellt ein Anzeichen für eine Funktionsstörung dar.
• Durch Fahrzeugkarosserie und Lenkung spürbare Vibrationen.
• Geräusch eines Elektromotors, nachdem das Fahrzeug zum Stillstand gekommen
ist.
• Leichtes Pulsieren des Bremspedals, nachdem das ABS aktiviert wurde.
• Nach der Aktivierung des ABS kann sich das Bremspedal leicht nach unten bewe-
gen.
■ EPS Betriebsgeräusch
Wenn das Lenkrad betätigt wird, ist möglicherweise ein Motorgeräusch (Surren) zu
hören. Dies deutet nicht auf eine Funktionsstörung hin.
■ Automatische Reaktivierung der Systeme TRC und VSC
Wenn die Systeme TRC und VSC ausgeschaltet sind, werden sie in den folgenden
Situationen automatisch reaktiviert:
● Wenn der Motorschalter in die Stellung “LOCK” (Fahrzeuge ohne intelligentes Ein-
stiegs- und Startsystem) oder OFF (Fahrzeuge mit intelligentem Einstiegs- und Start-
system) gedreht wird.
● Wenn nur das TRC-System ausgeschaltet ist, wird TRC bei einer Erhöhung der
Fahrzeuggeschwindigkeit eingeschaltet
Wenn sowohl TRC als auch VSC ausgeschaltet sind, werden diese Systeme bei
einer Erhöhung der Fahrzeuggeschwindigkeit nicht automatisch reaktiviert.
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2214-6. Verwenden der Fahrunterstützungssysteme
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Fahren
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■ Verringerte Wirkung des EPS-Systems
Die Wirkung der elektrischen Servolenkung (EPS) wird reduziert, um eine Überhitzung
des Systems bei häufigen Lenkeinschlägen über einen längeren Zeitraum zu vermei-
den. Infolgedessen kann sich das Lenkrad schwergängig anfühlen. Vermeiden Sie in
diesem Fall übermäßige Lenkbewegungen oder halten Sie an und schalten den Motor
aus. Das EPS-System sollte innerhalb von 10 Minuten in den Normalzustand zurück-
kehren.
■ Betriebsbedingungen der Berganfahrhilfe
Unter den folgenden Bedingungen wird die Berganfahrhilfe aktiviert:
● Fahrzeuge mit Multi-Mode-Schaltgetriebe: Der Schalthebel befindet in einer anderen
Stellung als N (beim Anfahren vorwärts oder rückwärts an einer Steigung).
● Fahrzeuge mit Schaltgetriebe: Der Schalthebel befindet sich in einer anderen Posi-
tion als R beim Anfahren auf einer Steigung in Vorwärtsrichtung oder in Position R
beim Anfahren auf einer Steigung in Rückwärtsrichtung.
● Das Fahrzeug ist abgestellt.
● Das Gaspedal ist nicht durchgedrückt.
● Die Feststellbremse ist nicht angezogen.
■ Automatische Deaktivierung der Berganfahrhilfe
Die Berganfahrhilfe wird in den folgenden Situationen deaktiviert:
● Fahrzeuge mit Multi-Mode-Schaltgetriebe: Der Schalthebel wird in die Stellung N
gebracht.
● Fahrzeuge mit Schaltgetriebe: Der Schalthebel ist beim Anfahren auf einer Steigung
in Vorwärtsrichtung auf R gestellt oder beim Anfahren auf einer Steigung in Rück-
wärtsrichtung aus R verstellt.
● Das Gaspedal ist durchgedrückt.
● Die Feststellbremse wird angezogen.
● Ca. 2 Sekunden nach dem Lösen des Bremspedals.
■ Betriebsbedingungen des Notbremssignals
Wenn die folgenden drei Bedingungen zutreffen, wird das Notbremssignal aktiviert:
● Die Warnblinkanlage ist ausgeschaltet.
● Die aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit beträgt ca. 55 km/h.
● Das Bremspedal wird so stark durchgetreten, dass das System die Fahrzeugverzö-
gerung als plötzlichen Bremsvorgang bewertet.
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2224-6. Verwenden der Fahrunterstützungssysteme
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■ Automatische Deaktivierung des Notbremssignals
Das Notbremssignal wird in den folgenden Situationen deaktiviert:
● Die Warnblinkanlage ist eingeschaltet.
● Das Bremspedal ist freigegeben.
● Das System bewertet die Fahrzeugverzögerung nicht als plötzlichen Bremsvorgang.
WARNUNG
■Das ABS arbeitet in folgenden Fällen nicht effektiv
● Die Grenzen des Haftungsvermögens des Reifens wurden überschritten (z.B. bei
Verwendung von stark abgefahrenen Reifen auf schneebedeckten Straßen).
● Aquaplaning bei hoher Geschwindigkeit auf nasser oder rutschiger Fahrbahn.
■ Längerer Anhalteweg im Vergleich zu normalen Bedingungen trotz ABS
Das ABS ist nicht dafür ausgelegt, den Bremsweg des Fahrzeugs zu verkürzen. Hal-
ten Sie insbesondere in den folgenden Situationen immer einen Sicherheitsabstand
zu dem vorausfahrenden Fahrzeug ein:
● Beim Fahren auf unbefestigten Fahrbahnen, Schotterstrecken oder schneebedeck-
ten Straßen
● Beim Fahren mit Schneeketten
● Beim Überfahren von Erhebungen in der Fahrbahn
● Beim Fahren auf Straßen mit Schlaglöchern oder auf unebener Fahrbahn
■ Ungenügende Wirksamkeit der Antriebsschlupfregelung (TRC)
Beim Fahren auf rutschigen Fahrbahnoberflächen kann es selbst dann zum Verlust
der Lenkfähigkeit und der Kraftübertragung kommen, wenn das TRC funktioniert.
Bewegen Sie das Fahrzeug unter Bedingungen, bei denen Fahrstabilität und
Kraftübertragung eingeschränkt sind, mit größter Vorsicht.
■ Situationen, in denen die Berganfahrhilfe nicht effizient arbeitet
● Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die Berganfahrhilfe. Die Berganfahrhilfe
zeigt unter Umständen an steilen Anstiegen oder bei vereisten Straßen nicht die
erwartete Wirkung.
● Im Gegensatz zur Feststellbremse ist die Berganfahrhilfe nicht dafür gedacht, das
Fahrzeug über einen längeren Zeitraum in einer stationären Position zu halten.
Verwenden Sie die Berganfahrhilfe nicht, um das Fahrzeug an einem Anstieg in
Position zu halten, da dadurch ein Unfall ausgelöst werden kann.
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2234-6. Verwenden der Fahrunterstützungssysteme
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Fahren
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WARNUNG
■Wenn VSC aktiviert ist
Die Kontrollleuchte für Radschlupf blinkt. Fahren Sie immer vorsichtig. Durch rück-
sichtsloses Fahren können Unfälle verursacht werden. Besondere Vorsicht ist erfor-
derlich, wenn die Kontrollleuchte blinkt.
■ Wenn die Systeme TRC/VSC ausgeschaltet sind
Seien Sie besonders vorsichtig und passen Sie die Geschwindigkeit den Straßenbe-
dingungen an. Da diese Systeme die Fahrstabilität und die Antriebskraft sicherstel-
len, schalten Sie das TRC- und VSC-System nur dann aus, wenn dies unbedingt
erforderlich ist.
■ Austauschen der Reifen
Stellen Sie sicher, dass alle Reifen die angegebene Größe, Marke, Profilausführung
und Tragfähigkeit aufweisen. Stellen Sie darüber hinaus sicher, dass die Reifen mit
dem vorgeschriebenen Reifenfülldruck aufgepumpt sind.
Die Systeme ABS, TRC und VSC funktionieren nicht ordnungsgemäß, wenn Reifen
verschiedener Größe am Fahrzeug installiert sind.
Wenden Sie sich an einen Toyota-Vertragshändler bzw. eine Vertragswerkstatt oder
einen anderen vorschriftsmäßig qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb, wenn
Sie Informationen zum Wechseln von Reifen oder Rädern benötigen.
■ Umgang mit Reifen und Fahrwerk
Durch Verwendung fehlerhafter Reifen oder Umbauten am Fahrwerk wird die Wirk-
samkeit der Fahrerassistenzsysteme beeinträchtigt, und es kann zu Funktionsstö-
rungen kommen.
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2244-7. Fahrhinweise
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Hinweise für den Winterbetrieb
●Verwenden Sie auf die herrschenden Außentemperaturen abgestimmte
Betriebsstoffe.
• Motoröl
• Motorkühlmittel
• Waschflüssigkeit
● Lassen Sie den Zustand der Batterie von einem Mechaniker überprüfen.
● Lassen Sie das Fahrzeug mit vier Winterreifen ausrüsten oder kaufen Sie
einen Satz Schneeketten* für die Vorderräder.
Stellen Sie sicher, dass alle Reifen von gleicher Größe und Marke sind und die
Schneeketten der Reifengröße entsprechen.
*: Schneeketten können nicht auf 15-Zoll-Rädern montiert werden.
Beachten Sie entsprechend den Fahrbedingungen die folgenden Punkte:
● Versuchen Sie nicht, ein Fenster gewaltsam zu öffnen, und bewegen Sie
keine fest gefrorenen Scheibenwischer. Gießen Sie warmes Wasser über
den eingefrorenen Bereich, um das Eis zum Schmelzen zu bringen.
Wischen Sie das Wasser sofort ab, damit es nicht gefriert.
● Entfernen Sie Schnee über den Lufteinlassöffnungen vor der Front-
scheibe, um die ordnungsgemäße Funkti on des Gebläses für die Fahr-
zeugklimatisierung sicherzustellen.
● Entfernen Sie Eis oder Schnee an den Außenleuchten, vom Fahrzeug-
dach, vom Fahrwerk, aus den Radkästen oder von den Bremsen.
● Entfernen Sie Schnee und Matsch von Ihren Schuhsohlen, bevor Sie in
das Fahrzeug einsteigen.
Führen Sie alle notwendigen Vorbereitungen und Inspektionen durch,
bevor Sie das Fahrzeug im Winterbetrieb einsetzen. Achten Sie stets
auf eine den Witterungsbedin gungen angepasste Fahrweise.
Vorbereitung auf den Winter
Vor Antritt der Fahrt