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KONTROLLEN
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BENZINMOTOREN
Beim Benzinmotor können Sie die Füllstände der verschiedenen Betriebsstoffe kontrollieren und bestimmte Teile auswechseln.
1.
Behälter für Servolenkung
2.
Behälter für Scheiben- und Schein-
werferwaschanlage
3.
Behälter für Kühlflüssigkeit
4.
Behälter für Bremsflüssigkeit
5.
Batterie/Sicherungen
6.
Sicherungskasten
7.
Luftfilter
8.
Ölmessstab
9.
Öleinfüllöffnung
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KONTROLLEN
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DIESELMOTOREN
Beim Dieselmotor können Sie die Füllstände der verschiedenen Betriebsstoffe kontrollieren, bestimmte Teile auswechseln
und den Kraftstoffkreislauf entlüften.
1.
Behälter für Servolenkung
2.
Behälter für Scheiben- und Schein-
werferwaschanlage
3.
Behälter für Kühlflüssigkeit
4.
Behälter für Bremsflüssigkeit
5.
Batterie/Sicherungen
6.
Sicherungskasten
7.
Luftfilter
8.
Ölmessstab
9.
Öleinfüllöffnung
10.
Entlüftungspumpe *
11 .
Entlüftungsschraube *
*
Je nach Motorversion
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KONTROLLEN
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FÜLLSTANDSKONTROLLEN
Ölstand
Sie können den Ölstand entweder beim Einschalten der Zündung
anhand der Ölstandsanzeige im
Kombiinstrument ablesen oder
mit dem Ölmessstab kontrollieren.
Die Ölstandskontrolle mit dem Ölmess-
stab ist nur zuverlässig, wenn das Fahr-
zeug waagerecht steht und der Motor
seit 30 Minuten stillsteht.
Es ist normal, zwischen zwei Wartungen
(oder Ölwechseln) Öl nachzufüllen. PEUGEOT empfiehlt Ihnen alle 5000 km
eine Kontrolle, wenn nötig mit Nachfüllen.
Bei Eingriffen im Motorraum
ist Vorsicht geboten, da einige
Bereiche des Motors extrem
heiß sein können (Verbrennungs-
gefahr) und sich der Motorventilator
jederzeit einschalten kann (auch bei
ausgeschalteter Zündung).
Lassen Sie bei stark abgesunkenem Füllstand
den betreffenden Kreislauf von einem Vertreter
des PEUGEOT-Händlernetzes oder von einer
qualifizierten Fachwerkstatt überprüfen.
Überprüfen Sie regelmäßig die nachstehen-
den Füllstände, die im Wartungs- und Garan-
tieheft angegeben sind. Füllen Sie falls erfor-
derlich, außer bei anderslautenden Angaben,
die betreffenden Betriebsstoffe nach.
Flüssigkeitsstand der Servolenkung
Die Flüssigkeit muss in der Nähe
der Markierung "MAXI" stehen.
Schrauben Sie den Verschluss
bei kaltem Motor auf, um den
Füllstand zu kontrollieren.
Qualität der Bremsflüssigkeit
Die Bremsflüssigkeit muss den Emp-
fehlungen des Herstellers entsprechen
und die DOT3- oder DOT4-Normen er-
füllen.
Wechsel der Bremsflüssigkeit
Lesen Sie im Wartungsheft nach, in
welchen Abständen die Bremsflüssig-
keit gewechselt werden muss.
Bremsflüssigkeitsstand
Die Bremsflüssigkeit muss
in der Nähe der Markierung
"MAXI" stehen. Lassen Sie an-
dernfalls prüfen, ob die Brems-
beläge abgenutzt sind.
Ölwechsel
Die Abstände, in denen ein Ölwechsel
durchgeführt werden muss, finden Sie
im Wartungsheft.
Um die Betriebssicherheit des Motors und
der Abgasentgiftungsanlage auf Dauer
zu gewährleisten, darf dem Motoröl kein
Zusatzmittel beigegeben werden. Nach dem Nachfüllen von
Öl kann der Ölstand auf der
Ölstandsanzeige im Komb-
iinstrument 30 Minuten nach dem
Nachfüllen zuverlässig abgelesen
werden.
Ölqualität
Das Öl muss in jedem Fall für den Mo-
tor Ihres Fahrzeugs geeignet sein und
den Empfehlungen des Herstellers ent-
sprechen.
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KONTROLLEN
178
Vermeiden Sie jeden längeren
Hautkontakt mit Altöl und sonsti-
gen verbrauchten Betriebsstoffen.
Die meisten dieser Flüssigkeiten sind ge-
sundheitsschädlich oder sogar ätzend.
Gießen Sie Altöl und verbrauchte
Betriebsstoffe nicht in die Kana-
lisation oder auf den Boden.
Entsorgen Sie das Altöl in den
dafür bei einem PEUGEOT-
Vertragspartner oder einer qualifizierten
Fachwerkstatt bereitstehenden Behäl-
tern.
Füllstand des Dieselzusatzes
(Dieselmotor mit Partikelfilter)
Verbrauchte Betriebsstoffe
Nachfüllen
Der Dieselzusatz muss grundsätzlich
und schnellstens von einem Vertreter
des PEUGEOT-Händlernetzes oder ei-
ner qualifizierten Fachwerkstatt nach-
gefüllt werden.
Das Aufleuchten der Service-
Leuchte in Verbindung mit
einem akustischen Signal und
einer Meldung im Anzeigefeld
des Kombiinstruments weist Sie darauf
hin, dass der Dieselzusatz auf ein Mini-
mum abgesunken ist.
Qualität der Reinigungsflüssigkeit
Um ein optimales Reinigungsergebnis
zu erzielen und ein Einfrieren zu ver-
meiden, darf die Reinigungsflüssigkeit
nicht mit Wasser aufgefüllt bzw. durch
Wasser ersetzt werden.
Bei Fahrzeugen mit Scheinwer-
ferwaschanlage werden Sie,
wenn der Füllstand auf das Mi-
nimum abgesunken ist, durch
ein akustisches Warnsignal und eine
Meldung im Anzeigefeld des Kombiins-
truments darauf hingewiesen.
Füllen Sie beim nächsten Halt Flüssig-
keit nach.
Füllstand der Scheiben- und
Scheinwerferwaschanlage
Es kann sein, dass d
er Motorkühlven-
tilator nach Abstellen des Fahrzeugs
läuft: achten Sie auf Gegenstände
oder Kleidungsstücke, die sich im
Ventilator verfangen könnten.
Qualität der Kühlflüssigkeit
Die Kühlflüssigkeit muss den Empfeh-
lungen des Herstellers entsprechen.
Wechsel der Kühlflüssigkeit
Die Kühlflüssigkeit muss nicht gewech-
selt werden.
Kühlflüssigkeitsstand
Die Kühlflüssigkeit muss in der
Nähe der Markierung "MAXI"
stehen, darf diese jedoch nie-
mals überschreiten.
Bei warmem Motor reguliert der Motorven-
tilator die Temperatur der Kühlflüssigkeit.
Da außerdem der Kühlkreislauf unter
Druck steht, darf frühestens eine Stun-
de nach dem Abstellen des Motors dar-
an gearbeitet werden.
Um jedes Risiko einer Verbrühung zu
vermeiden, schrauben Sie den Ver-
schluss zunächst nur um zwei Umdre-
hungen auf und lassen Sie den Druck
absinken. Wenn der Druck abgesunken
ist, können Sie den Verschluss entfer-
nen und Flüssigkeit nachfüllen.
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KONTROLLEN
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Partikelfilter (Diesel)
Die beginnende Sättigung des Partikel-
filters wird Ihnen durch ein kurzzeitiges
Aufleuchten dieser Kontrollleuchten und
eine Meldung auf der Multifunktionsan-
zeige angezeigt.
Regenerieren Sie den Filter, indem Sie
bis zum Erlöschen der Leuchte mit ei-
ner Geschwindigkeit von mindestens
60 km/h fahren, sobald die Verkehrsbe-
dingungen dies zulassen.
Falls die Leuchte weiterhin leuchtet, ist
zu wenig Additiv vorhanden; siehe Ab-
schnitt "Diesel-Additivstand".
Bei einem Neuwagen kann
es bei den ersten Regenerie-
rungen des Partikelfilters ver-
brannt riechen, was nicht außerge-
wöhnlich ist.
Nach längerem Betrieb des Fahr-
zeugs bei sehr geringer Geschwin-
digkeit oder im Leerlauf kann beim
Beschleunigen ausnahmsweise
Wasserdampf am Auspuff austreten.
Dies hat keine Auswirkung auf das
Fahrzeugverhalten und die Umwelt.
SONSTIGE KONTROLLEN
Wenn nichts anderes angegeben ist, prü-
fen Sie bitte folgende Komponenten gemäß
den Angaben im Wartungsheft und entspre-
chend der Motorversion Ihres Fahrzeugs.
Lassen Sie sie andernfalls im PEUGEOT-Händ-
lernetz oder in einer qualifizierten Fachwerkstatt
kontrollieren.
Das Vorhandensein dieses Auf-
klebers, insbesondere beim
STOP & START-System,
weist auf die Verwendung ei-
ner bleihaltigen 12 V-Batterie
mit spezieller Technologie und Ei-
genschaften hin. Der Austausch oder
das Abklemmen dieser Batterie ist in
jedem Fall durch einen PEUGEOT-
Vertragspartner oder eine qualifi-
zierte Fachwerkstatt vorzunehmen.
12 V-Batterie
Die Batterie ist wartungsfrei.
Prüfen Sie trotzdem, ob die
Batterieklemmen sauber und
richtig festgezogen sind, vor
allem in den Sommer- und
Wintermonaten.
Lesen Sie bei Arbeiten an der Batterie
im Abschnitt "12 V-Batterie" nach, wel-
che Vorsichtsmaßnahmen Sie vor dem
Abklemmen und nach dem Wiederan-
schließen der Batterie treffen sollten.
Luftfilter und Innenraumfilter
Lesen Sie im Wartungsheft
nach, in welchen Abständen
diese Elemente ausgetauscht
werden müssen.
Je nach Umweltbedingungen
(hohe Staubkonzentration in der Luft...)
und Beanspruchung des Fahrzeugs (Fah-
ren im Stadtverkehr...), tauschen Sie die-
se nötigenfalls doppelt so oft aus
.
Ein verschmutzter Innenraumfilter kann
die Leistung der Klimaanlage beein-
trächtigen und unangenehme Gerüche
erzeugen.
Ölfilter
Tauschen Sie den Ölfilter bei
jedem Motorölwechsel aus.
Lesen Sie im Wartungsheft nach,
in welchen Abständen dieser
Austausch zu erfolgen hat.
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KONTROLLEN
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Abnutzung der Bremsscheiben
Bremsbeläge
Der Verschleiß der Bremsen ist
vom Fahrstil abhängig, vor allem
bei Fahrzeugen, die im Stadtver-
kehr und auf kurzen Strecken
eingesetzt werden. Deshalb
kann eine Kontrolle der Bremsen auf ihren
Zustand auch zwischen den Wartungen
des Fahrzeugs erforderlich sein.
Neben einem Leck im Bremskreis weist ein
Absinken des Bremsflüssigkeitsstandes
auf eine Abnutzung der Bremsbeläge hin.
Bezüglich der Kontrolle des Ab-
nutzungsgrades der Bremsschei-
ben wenden Sie sich bitte an das
PEUGEOT-Händlernetz oder eine
qualifizierte Fachwerkstatt.
Mechanisches Getriebe
Das Getriebe ist wartungsfrei
(kein Ölwechsel).
Lesen Sie im Wartungsheft
nach, in welchen Abständen
das Getriebe auf seinen Füll-
stand kontrolliert werden muss.
Automatisiertes
6-Gang-Schaltgetriebe
Das Getriebe ist wartungsfrei
(kein Ölwechsel).
Lesen Sie im Wartungsheft
nach, in welchen Abständen
das Getriebe kontrolliert wer-
den muss.
Automatikgetriebe
Das Automatikgetriebe ist war-
tungsfrei (kein Ölwechsel).
Lesen Sie im Wartungsheft
nach, in welchen Abständen
das Getriebe kontrolliert wer-
den muss.
Die Elektrische Feststellbremse erfor-
dert keine besondere Kontrolle. Bei
Auftreten eines Problems (siehe Kapi-
tel "Fahrbetrieb - Abschnitt Elektrische
Feststellbremse - Funktionsstörungen"), sollten
Sie jedoch das System von einem Vertreter
des PEUGEOT-Händlernetzes oder durch eine
qualifizierte Fachwerkstatt überprüfen lassen.
Elektrische Feststellbremse
Verwenden Sie nur von PEUGEOT
empfohlene Produkte oder solche
von gleicher Qualität und mit gleich-
wertigen Eigenschaften.
Um den Betrieb so wichtiger Bauteile
wie der Bremsanlage zu optimieren,
hat PEUGEOT spezielle Produkte aus-
gewählt und hält diese für Sie bereit.
Um die elektrischen Bauteile nicht
zu beschädigen, ist es ausdrücklich
verboten
, den Motorraum mit Hoch-
druck zu reinigen.
Für weitere Informationen siehe
Abschnitt "Elektrische Feststell-
bremse - § Funktionsstörungen".
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PRAKTISCHE TIPPS
181
REIFENPANNENSET
Dieses Komplettset besteht aus einem
Kompressor und einer Dichtmittelpatro-
ne. Damit können Sie den defekten Rei-
fen provisorisch reparieren
, um zur
nächstgelegenen Werkstatt zu fahren.
Es ist für die Reparatur der meisten
Reifendefekte vorgesehen, die an der
Lauffläche oder an der Schulter des
Reifens auftreten können. In den Rei-
fen eingedrungene Fremdkörper sollten
möglichst nicht entfernt werden.
Das gesamte Werkzeug ist speziell
für Ihr Fahrzeug bestimmt. Benutzen
Sie es nicht für andere Zwecke.
1.
12 V Kompressor
Enthält ein Dichtmittel zur proviso-
rischen Instandsetzung des Reifens
und ermöglicht die Regulierung des
Reifendrucks.
2.
Zwei Unterlegkeile zum Sichern
des Fahrzeugs gegen Wegrollen.
3.
Steckschlüsseleinsatz für Diebstahl-
schutzmutter (im Handschuhfach * ).
Dient als Adapter für diese Spezi-
almuttern.
Werkzeugliste
Weiteres Zubehör
4.
Abnehmbare Abschleppöse.
Siehe "Elektrische Feststellbrem-
se" im Abschnitt "Fahrbetrieb".
Siehe Absatz "Fahrzeug ab-
schleppen".
5.
Werkzeug zur Notentriegelung der
elektrischen Feststellbremse.
Zugang zum Reifenpannenset
(5 SITZE)
*
Das Set befindet sich unter dem Faltbo-
den im Kofferraum.
Die Werkzeuge 4
und 5
befinden sich
an der Kofferrauminnenverkleidung auf
der linken Seite.
* Je nach Bestimmungsland.
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PRAKTISCHE TIPPS
182
Beschreibung des Pannensets
A.
Hebel zum Einstellen der Position
"Reparatur" oder "Fülldruck"
B.
Schalter ein "I"
/ aus "O"
C.
Knopf zum Luft ablassen
D.
Manometer (in Bar oder p.s.i.)
E.
Fach mit:
- einem Kabel mit Adapter für 12 V-
Anschluss
- verschiedene Ansatzstücke zum
Aufpumpen von Bällen, Fahrradreifen,
...
F.
Dichtmittelpatrone
G.
weißer Schlauch mit Verschluss für
Reparatur
H.
schwarzer Schlauch zur Fülldruck-
regelung
I.
Höchstgeschwindigkeitsaufkleber
Der Höchstgeschwindigkeitsauf-
kleber ( I
) muss auf das Lenkrad
des Fahrzeugs geklebt werden,
um Sie daran zu erinnern, dass ein Rad
nur vorübergehend benutzt werden darf.
Fahren Sie mit einem Reifen, der mit
Hilfe des Pannensets repariert wur-
de, nicht schneller als 80 km/h.