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6098-2. Vorgehen im Notfall
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Wenn Störungen auftreten
■Beim Austauschen der Batterie
●Verwenden Sie eine Batterie, deren Gehäuse gleich groß ist wie jenes der alten Bat-
terie und die mindestens dieselbe Nennkapazität bei einer Entladezeit von 20 Stun-
den (20HR/C20) aufweist.
• Wenn die Größe abweicht, kann die Batterie nicht ordnungsgemäß befestigt wer-
den.
• Wenn eine Batterie mit einer geringeren Nennkapazität bei einer Entladezeit von 20 Stunden verwendet wird, kann sich die Batterie möglicherweise selbst nach
einer kurzen Zeit der Nichtverwendung des Fahrzeugs so weit entladen, dass der
Motor dann möglicherweise nicht mehr gestartet werden kann.
● Fahrzeuge mit Stopp-Start-System:
Verwenden Sie eine Batterie, die ausdrücklich für die Nutzung mit dem Stopp-Start-
System geeignet ist oder die der Original-Batterie entspricht. Falls eine ungeeignete
Batterie verwendet wird, werden die Funktionen des Stopp-Start-Systems zum
Schutz der Batterie eventuell eingeschränkt.
Die Batterieleistung kann zudem abnehmen und der Motor kann unter Umständen
nicht mehr angelassen werden. Nähere Informationen erhalten Sie bei einem Toyota-
Vertragshändler bzw. einer Vertragswerkstatt oder einer anderen qualifizierten und
entsprechend ausgerüsteten Fachwerkstatt.
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6108-2. Vorgehen im Notfall
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WARNUNG
■Vermeiden von Batteriebrand oder Explodieren der Batterie
Beachten Sie die folgenden Vorsichtsmaßregeln, um ein versehentliches Entzünden
des eventuell von der Batterie abgegebenen brennbaren Gases zu verhindern.
●Stellen Sie sicher, dass beide Starthilfekabel an den richtigen Pol angeklemmt wer-
den und nicht versehentlich in Kontakt mit anderen Teilen außer mit dem beabsich-
tigen Pol kommen.
● Verhindern Sie, dass die Klemmen “+” und “-” der Starthilfekabel miteinander in
Kontakt kommen.
● Rauchen Sie nicht in der Nähe der Batterie, verwenden Sie keine Streichhölzer
oder Feuerzeuge und vermeiden Sie offene Flammen.
■ Vorsichtsmaßregeln im Umgang mit der Batterie
Die Batterie enthält giftigen und korrodierend-ätzenden Elektrolyten. Zudem enthal-
ten Zubehörteile der Batterie Blei und Bleiverbindungen. Beachten Sie bei der Hand-
habung der Batterie folgende Vorsichtsmaßregeln.
●Tragen Sie bei Arbeiten mit der Batterie immer eine Schutzbrille und vermeiden
Sie, dass Batterieflüssigkeit (Säure) in Kontakt mit Ihrer Haut, Ihrer Kleidung oder
der Fahrzeugkarosserie kommt.
● Beugen Sie sich nicht über die Batterie.
● Sollte Batterieflüssigkeit mit Ihrer Haut oder Ihren Augen in Kontakt kommen,
waschen Sie die betroffenen Bereiche sofort mit Wasser ab und suchen Sie einen
Arzt auf.
Legen Sie einen nassen Schwamm oder Lappen auf den betroffenen Bereich, bis
ärztliche Hilfe verfügbar ist.
● Waschen Sie sich immer die Hände, nachdem Sie mit der Batteriehalterung, den
Batteriepolen und anderen Teilen der Batterie in Berührung gekommen sind.
● Halten Sie Kinder von der Batterie fern.
■ So vermeiden Sie eine Beschädigung des Fahrzeugs (Fahrzeuge mit Schaltge-
triebe)
Starten Sie das Fahrzeug auf keinen Fall durch Abschleppen oder Anschieben, da
sonst der Katalysator überhitzen und zu einer Brandgefahr werden kann.
HINWEIS
■Beim Umgang mit Starthilfekabeln
Achten Sie darauf, dass sich die Starthilfekabel beim Anklemmen nicht in den Küh-
lerlüftern oder Riemen verheddern.
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6118-2. Vorgehen im Notfall
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Wenn Störungen auftreten
Wenn der Motor zu heiß wird
Halten Sie das Fahrzeug an einem sicheren Ort an, schalten Sie die Kli-
maanlage und anschließend den Motor aus.
Wenn Sie Dampf sehen:
Nachdem sich der Dampf verflüchtigt hat, heben Sie vorsichtig die Motor-
haube an.
Wenn Sie keinen Dampf sehen:
Heben Sie vorsichtig die Motorhaube an.
Nachdem der Motor hinreichend abgekühlt ist, kontrollieren Sie die
Schläuche und den Wärmetauscher des Kühlers (den Kühler) auf Undich-
tigkeiten.Kühler
Kühlerlüfter
Tritt eine große Menge Kühlmittel
aus, kontaktieren Sie sofort einen
Toyota-Vertragshändler bzw. eine
Vertragswerkstatt oder eine andere
qualifizierte und entsprechend aus-
gerüstete Fachwerkstatt.
Folgendes kann auf eine Überhitzung hindeuten.● Die Motorkühlmittel-Temperaturanzeige ( →S. 102) steigt in den roten
Bereich oder ein Leistungsverlust ist spürbar. (Die Geschwindigkeit lässt
sich z. B. nicht erhöhen.)
● Dampf quillt unter der Motorhaube hervor.
Korrekturmaßnahmen
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6128-2. Vorgehen im Notfall
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Der Kühlmittelstand muss sich zwischen den Markierungen “FULL” und
“LOW ” des Behälters befinden.Behälter
“FULL”-Markierung
“LOW ”-Markierung
Füllen Sie bei Bedarf Kühlmittel
nach.
Im Notfall kann Wasser verwendet wer-
den, wenn kein Kühlmittel zur Verfü-
gung steht.
Starten Sie den Motor und schalten Sie die Klimaanlage ein, um zu über-
prüfen, ob der Kühlerlüfter funktioni ert, und um zu sehen, ob Kühlmittel
aus dem Kühler oder den Schläuchen austritt.
Der Lüfter dreht sich, wenn die Klimaanlage sofort nach einem Kaltstart eingeschal-
tet wird. Kontrollieren Sie, ob der Lüfter funktioniert, indem Sie überprüfen, ob ein
Betriebsgeräusch zu hören ist und ob ein Luftstrom spürbar ist. Wenn sich dies als
schwierig herausstellt, schalten Sie die Klimaanlage wiederholt ein und wieder aus.
(Der Lüfter funktioniert bei Frost möglicherweise nicht.)
Wenn der Lüfter nicht arbeitet:
Schalten Sie den Motor sofort aus und setzen Sie sich mit einem Toyota-
Vertragshändler bzw. einer Vertragswerkstatt oder einer anderen qualifi-
zierten und entsprechend ausgerüsteten Fachwerkstatt in Verbindung.
Wenn der Lüfter arbeitet:
Lassen Sie das Fahrzeug beim nächstgelegenen Toyota-Vertragshändler
bzw. einer Vertragswerkstatt oder einer anderen qualifizierten und entspre-
chend ausgerüsteten Fachwerkstatt überprüfen.
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6138-2. Vorgehen im Notfall
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Wenn Störungen auftreten
WARNUNG
■So vermeiden Sie Unfälle und Verletzungen bei Überprüfungen unter der Motor-
haube
●Falls Dampf unter der Motorhaube hervorquillt, öffnen Sie die Motorhaube erst,
wenn sich der Dampf verflüchtigt hat. Der Motorraum kann sehr heiß sein und
schwere Verletzungen verursachen, wie zum Beispiel Verbrennungen.
● Halten Sie Hände und Kleidung (insbesondere Krawatten, Schals oder Halstücher)
vom Lüfter und den Riemen fern. Hände und Kleidungsstücke können einge-
klemmt werden, wodurch es zu schweren Verletzungen kommen kann.
● Lösen Sie niemals die Verschlusskappe des Kühlmittelbehälters, während Motor
und Kühler noch heiß sind.
Wenn heißes Kühlmittel und Dampf unter Druck freigesetzt werden, kann dies zu
schweren Verletzungen (wie z. B. Verbrennungen) führen.
HINWEIS
■Beim Nachfüllen von Motorkühlmittel
Warten Sie, bis der Motor abgekühlt ist, ehe Sie Motorkühlmittel nachfüllen.
Füllen Sie das Kühlmittel langsam nach. Durch zu schnelles Einfüllen von kaltem
Motorkühlmittel in einen heißen Motor kann es zu Schäden am Motor kommen.
■ So vermeiden Sie Beschädigungen des Kühlsystems
Beachten Sie die folgenden Vorsichtsmaßregeln:
●Vermeiden Sie eine Verunreinigung des Kühlmittels mit Fremdkörpern (wie Sand,
Staub usw.).
● Verwenden Sie keinen Kühlmittelzusatz.
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6148-2. Vorgehen im Notfall
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Wenn das Fahrzeug stecken bleibt
Schalten Sie den Motor aus. Betätigen Sie die Feststellbremse und schal-
ten Sie den Schalt-/Wählhebel in Stellung “P” (Multidrive-Getriebe) bzw.
“N” (Schaltgetriebe).
Entfernen Sie den Schlamm, Schnee oder Sand um das festgefahrene
Rad herum.
Legen Sie Holz, Steine oder anderes Materi al unter die Räder, um für eine
bessere Traktion zu sorgen.
Starten Sie den Motor erneut.
Schalten Sie den Schalt-/Wählhebel auf “D” oder “R” (Multidrive-Getriebe)
bzw. auf “1” oder “R” (Schaltgetriebe) und lösen Sie die Feststellbremse.
Treten Sie dann vorsichtig das Gaspedal.
■ Bei Schwierigkeiten beim Freifahren des Fahrzeugs
Führen Sie die folgenden Schritte aus, wenn die Räder durchdrehen
oder das Fahrzeug in Schlamm, Schmutz oder Schnee stecken bleibt.
Drücken Sie , um die Antriebsschlupfre-
gelung (TRC) auszuschalten. ( →S. 311)
WARNUNG
■ Beim Versuch, ein stecken gebliebenes Fahrzeug freizufahren
Wenn Sie ein Freifahren durch ruckweises Vor- und Zurücksetzen versuchen, stellen
Sie sicher, dass Sie keine anderen Fahrzeuge, Gegenstände oder Personen in der
Umgebung anfahren. Das Fahrzeug kann einen Satz nach vorn oder nach hinten
machen, wenn es plötzlich freikommt. Seien Sie äußerst vorsichtig.
■ Beim Betätigen des Schalt-/Wählhebels
Fahrzeuge mit Multidrive-Getriebe: Betätigen Sie den Schalt-/Wählhebel niemals bei
getretenem Gaspedal.
Dies kann zu einer unerwarteten plötzlichen Beschleunigung des Fahrzeugs führen
und einen Unfall mit tödlichen oder schweren Verletzungen verursachen.
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Wenn Störungen auftreten
HINWEIS
■So vermeiden Sie Schäden am Getriebe und anderen Bauteilen
●Lassen Sie nach Möglichkeit die Räder nicht durchdrehen und treten Sie das Gas-
pedal nicht stärker als nötig.
● Wenn das Fahrzeug trotz Durchführung dieser Schritte weiterhin stecken bleibt,
muss es möglicherweise freigeschleppt werden.
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