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Fahren
mit eingelegter Fahrstufe und durch Gas ge-
ben am We
gr
ollen zu hindern. Dadurch kann
das Automatikgetriebe überhitzen und be-
schädigt werden. Ziehen Sie die Handbremse
fest an oder treten Sie das Bremspedal durch,
um ein Wegrollen des Fahrzeugs zu verhin-
dern.
● Wenn Sie das Fahrzeug mit abgestelltem
Motor und W
ählhebelstellung in Position N
rollen lassen, wird das Automatikgetriebe be-
schädigt, da es nicht geschmiert wird. Kick-down-Einrichtung
Die Kick-down-Einrichtung ermöglicht eine
m
ax
im al
e Beschleunigung.
Wenn Sie das Gaspedal ganz durchtreten,
schaltet das Automatikgetriebe abhängig
von der Geschwindigkeit und Motordrehzahl
in einen niedrigeren Gang zurück, um die vol-
le Beschleunigung des Fahrzeugs zu nutzen.
Bei betätigtem Kick-down wird erst dann in
den nächsthöheren Gang geschaltet, sobald
die Höchstdrehzahl des Motors erreicht wird. ACHTUNG
Beschleunigen auf rutschigen Fahrbahnen
kann z u einem
Verlust der Fahrzeugkontrolle
und ernsthaften Verletzungen führen.
● Seien Sie deshalb speziell bei der Benut-
zung der Kic
k-down-Einrichtung auf rutschi- gen Fahrbahnen vorsichtig. Schnelle Be-
sch
l
eunigung kann zu Traktionsverlust und
Schleudern führen.
● Benutzen Sie die Kick-down-Einrichtung
nur, wenn die V
erkehrslage und Witterung
dies erlauben. Funktionsstörungen des Getriebes
Getriebe: Störung! Anhalten
und Wählhebel auf P stellen.
Es lie g
t eine Störung im Getriebe vor. Stellen
Sie das Fahrzeug sicher ab und fahren Sie
nicht weiter. Fachmännische Hilfe in An-
spruch nehmen.
Getriebe: System gestört!
Weiterfahrt möglich.
Lassen Sie die Störung möglichst bald in ei-
ner Fachwerkstatt beheben. Getriebe: System gestört!
Weiterfahrt eingeschränkt mög-
lich. Rückwärtsgang nicht funk-
tionsfähig
Fahren Sie unverzüglich zu einem Fachbe-
trieb und lassen Sie die Störung beheben. Getriebe: System gestört!
Weiterfahrt im Modus D bis zum
Abstellen des Motors möglich. Fahren Sie Ihr Fahrzeug aus dem fließenden
Verkehr u
nd s
tellen sie es sicher ab. Fach-
männische Hilfe in Anspruch nehmen.
Getriebe: Zu hohe Temperatur
Fahrweise anpassen.
Fahren Sie moderat weiter. Wenn die Kon-
trollleuchte erloschen ist, können Sie die
Fahrt normal fortsetzen. Getriebe: Bremsen Sie und
wechseln Sie wieder die Gänge.
War das Getriebe wegen zu hoher Temperatu-
ren gestört, erscheint der Fahrerhinweis,
wenn das Getriebe wieder abgekühlt ist.
Einfahren und wirtschaftlicher
Fahrsti
l
Motor einfahren Ein neuer Motor muss während der ersten
1.500 Ki
lomet
er eing
efahren werden.
Bis 1.000 Kilometer – Fahren Sie nicht schneller als mit 2/3 der
Höchstg
eschwindigkeit.
– Beschleunigen Sie nicht mit Vollgas.
– Vermeiden Sie hohe Drehzahlen.
– Nicht mit einem Anhänger fahren. »
175
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Page 178 of 264

Bedienung
Von 1.000 bis 1.500 Kilometer – Steigern Sie die Fahrleistung al
lmählic h
auf
die Höchstgeschwindigkeit bzw. auf die
höchstzulässige Motordrehzahl.
Während der ersten Betriebsstunden weist
der Motor eine höhere innere Reibung auf als
später, wenn sich alle beweglichen Teile auf-
einander eingespielt haben. Umwelthinweis
Wird der neue Motor schonend eingefahren,
erhöht sic h die L
ebensdauer des Motors bei
gleichzeitig geringerem Ölverbrauch. Reifen und Bremsbeläge einfahren
Neue Reifen müssen auf den ersten 500 km,
neue Br
ems
beläg e auf
den ersten 200 km
vorsichtig eingefahren werden.
Während der ersten 200 km kann die vermin-
derte Bremswirkung der neuen Bremsbeläge
durch stärkeren Druck auf das Bremspedal
ausgeglichen werden. Bei einer Vollbrem-
sung mit neuen Bremsbelägen kann jedoch
der Bremsweg etwas länger sein als mit ein-
gefahrenen Bremsbelägen. ACHTUNG
● Neue Reifen müs sen ein
gefahren werden,
denn sie haben zu Anfang noch nicht die opti-
male Haftfähigkeit. Es besteht Unfallgefahr! Fahren Sie während der ersten 500 km ent-
sprec
hend
vorsichtig.
● Neue Bremsbeläge müssen sich „einschlei-
fen“ und haben auf
den ersten 200 km noch
nicht die optimale Reibkraft. Die etwas ver-
minderte Bremskraft können Sie jedoch durch
einen stärkeren Druck auf das Bremspedal
ausgleichen. Umweltverträglichkeit
Bei der Konstruktion, Materialauswahl und
Her
s
tel
lung Ihres neuen SEAT spielt der Um-
weltschutz eine wichtige Rolle.
Konstruktive Maßnahmen zur Begünstigung
des Recyclings
● Demontagefreundliche Gestaltung der Ver-
bindung
en
● Vereinfachte Demontage durch Modulbau-
weise
● Verbe
sserte Sortenreinheit der Werkstoffe.
● Kennzeichnung von Kunststoffteilen und
Elast
omeren nach ISO 1043, ISO 11469 und
ISO 1629.
Materialauswahl
● Verwendung von wiederverwertbarem Ma-
terial.
● V
erwendung von kompatiblen Kunststoffen
innerhalb einer Gruppe, w
enn deren Kompo-nenten nicht leicht voneinander trennbar
sind.
●
Verw
endung von wiederverwertbarem
und/oder wiederv
erwertetem Material.
● Verringerung von flüchtigen Bestandteilen
der Kuns
tstoffe, einschließlich des Geruchs.
● Verwendung von FCKW-freien Kältemitteln.
Verbot, abge
sehen von den gesetzlich fest-
gelegten Ausnahmen (Anhang II der Richtli-
nie 2000/53/EG über Altfahrzeuge), von
Schmermetallen: Cadmium, Blei, Quecksilber
und sechswertiges Chrom.
Herstellung
● Verringerung des Lösungsmittelanteils in
Hohlraumsc
hutzwachsen.
● Verwendung von Kunststoffschutzfolien für
den Tran
sport von Fahrzeugen.
● Verwendung lösungsmittelfreier Klebstoffe.
● Einsatz von FCKW-freien Kältemitteln in Käl-
teerzeugu
ngssystemen.
● Recycling und energetische Verwertung von
Abfällen (RDF).
● Verbe
sserung der Abwasserqualität.
● Einsatz von Wärmerückgewinnungssyste-
men (Wärmetaus
cher, Enthalpierotoren
usw.).
● Verwendung wasserlöslicher Lacke.
176
Page 179 of 264

Fahren
Wirtschaftliche und ökologische Fahr-
w ei
se Der Kraftstoffverbrauch, die Umweltbelas-
tun
g u
nd der Verschleiß von Motor, Bremsen
und Reifen hängen im Wesentlichen von Ih-
rem Fahrstil ab. Durch vorausschauende und
ökonomische Fahrweise lässt sich der Kraft-
stoffverbrauch um 10 - 15 % reduzieren. Im
Anschluss präsentieren wir Ihnen einige Vor-
schläge, mit denen Sie sowohl die Umweltbe-
lastung reduzieren als auch Geld sparen kön-
nen.
Aktives Zylindermanagement (ACT ®
)
Je nach Version kann das Fahrzeug mit dem
aktiven Zylindermanagement (ACT ®
) ausge-
stattet sein.
Das aktive Zylindermanagement (ACT ®
) kann
automatisch einige Zylinder des Motors
deaktivieren, wenn die Fahrsituation nicht
viel Leistung benötigt. Während der Abschal-
tung wird kein Kraftstoff in die entsprechen-
den Zylinder gespritzt, wodurch der Gesamt-
kraftstoffverbrauch gesenkt wird. Die Anzahl
der aktiven Zylinder kann auf dem Kombi-In-
strument-Display angezeigt werden
››› Seite 30.
Vorausschauendes Fahren
Beim Beschleunigen verbraucht ein Fahrzeug
den meisten Kraftstoff. Wenn Sie voraus-
schauend fahren, müssen Sie weniger brem- sen und demzufolge auch weniger beschleu-
nigen. Las
sen
Sie das Fahrzeug mit einem
eingelegten Gang rollen, wenn Sie z. B. wei-
ter vorne eine rote Ampel erkennen. Diese Art
des Bremsens schützt die Bremsen und die
Reifen vor Verschleiß; keine Abgasemissio-
nen und kein Kraftstoffverbrauch sind die Fol-
ge (Schubabschaltung).
Energiesparend schalten
Eine wirksame Art Kraftstoff zu sparen ist das
frühe Hochschalten: Wer die Gänge ausfährt,
verbraucht unnötig Kraftstoff.
Schaltgetriebe: Wechseln Sie so schnell wie
möglich von dem ersten in den zweiten
Gang. Unsere Empfehlung ist, dass Sie bei ei-
ner Motordrehzahl von ca. 2.000 U/min in
den nächsthöheren Gang schalten. Halten
Sie sich an die im Kombiinstrument ange-
zeigte „Gangempfehlung“ ››› Seite 169.
Vollgas vermeiden
Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit Ihres
Fahrzeuges sollten Sie möglichst nie ganz
ausnutzen. Kraftstoffverbrauch, Schadstoff-
emission und Fahrgeräusche nehmen bei ho-
hen Geschwindigkeiten überproportional zu.
Langsamer fahren spart Kraftstoff.
Leerlauf vermeiden
Im Stau, an Bahnschranken und Ampeln mit
längerer Rotphase lohnt es sich, den Motor abzustellen. Schon nach 30-40 Sekunden
Motorpause i
st die Kraftstoffersparnis größer
als die extra Kraftstoffmenge, die für das er-
neute Anlassen des Motors benötigt wird.
Im Leerlauf dauert es sehr lange, bis der Mo-
tor betriebswarm wird. In der Warmlaufphase
sind jedoch Verschleiß und Schadstoffaus-
stoß besonders hoch. Deshalb sollten Sie so-
fort nach dem Anlassen des Motors losfah-
ren. Vermeiden Sie dabei hohe Drehzahlen.
Regelmäßige Wartung
Mit den regelmäßig und vor längeren Fahrten
ausgeführten Wartungsarbeiten stellen Sie
sicher, dass Sie nicht mehr Kraftstoff als not-
wendig verbrauchen. Der Wartungszustand
Ihres Fahrzeugs wirkt sich nicht nur auf die
Verkehrssicherheit und Werterhaltung positiv
aus, sondern auch auf den Kraftstoffver-
brauch.
Ein schlecht eingestellter Motor kann zu ei-
nem Kraftstoffverbrauch führen, der 10 % hö-
her ist als normal!
Kurzstrecken vermeiden
Der Motor und die Abgasreinigungsanlage
müssen ihre optimale Betriebstemperatur er-
reicht haben, um den Verbrauch und die
Schadstoffemission wirkungsvoll zu verrin-
gern. »
177
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Page 180 of 264

Bedienung
Bei kaltem Motor ist der Kraftstoffverbrauch
v erhält
nismäßig sehr
viel höher. Erst nach et-
wa vier Kilometern ist der Motor betriebs-
warm und der Verbrauch hat sich normal-
isiert. Kurzstrecken sollten Sie deshalb nach
Möglichkeit vermeiden.
Reifenfülldruck beachten
Ein richtiger Reifendruck hilft Kraftstoff spa-
ren. Bereits ein Bar (14,5 psi / 100 kPa) Luft-
druck zu wenig kann den Kraftstoffverbrauch
um 5 % erhöhen. Zu niedriger Reifenfülldruck
führt außerdem durch den erhöhten Rollwi-
derstand zu einem stärkeren Verschleiß der
Reifen und verschlechtert das Fahrverhalten.
Prüfen Sie den Reifenfülldruck immer am kal-
ten Reifen.
Fahren Sie Winterreifen nicht ganzjährig,
denn das kostet bis zu 10% mehr Kraftstoff.
Unnötigen Ballast vermeiden
Da jedes Kilogramm mehr Gewicht den Kraft-
stoffverbrauch erhöht, lohnt sich ein Blick in
den Gepäckraum, um unnötigen Ballast zu
vermeiden.
Häufig bleibt aber auch ein Dachgepäckträ-
ger aus Bequemlichkeit montiert, obwohl er
nicht mehr benötigt wird. Durch den erhöh-
ten Luftwiderstand verbraucht Ihr Fahrzeug
mit unbeladenem Dachgepäckträger bei ei-
ner Geschwindigkeit zwischen 100 km/h (62 mph) und 120 km/h (75 mph) etwa 12 %
mehr Kraftst
off als im Normalfall.
Strom sparen
Zur Stromerzeugung treibt der Motor die
Lichtmaschine an. Bei höherem Strombedarf
steigt somit auch der Kraftstoffverbrauch.
Schalten Sie also elektrische Geräte wieder
aus, wenn Sie sie nicht mehr benötigen. Ge-
räte mit hoher Stromaufnahme sind z. B. das
Gebläse auf hoher Stufe, die Heckscheiben-
heizung oder die Sitzheizung*. Hinweis
● Wenn da s
Fahrzeug über das Start-Stopp-
System verfügt, ist das Ausschalten dieser
Funktion nicht empfehlenswert.
● Es ist empfehlenswert, bei einer Fahrtge-
schw
indigkeit von über 60 km/h (37 mph) die
Fenster zu schließen .
● Stützen Sie beim Fahren nicht den Fuß auf
dem Kupplungs
pedal ab, da der dadurch ent-
stehende Druck die Kupplungsscheibe zum
Schleifen bringt. Das erhöht nicht nur den
Kraftstoffverbrauch, sondern kann auch zum
Verbrennen des Kupplungsbelages und damit
zu einem schweren Schaden führen.
● Halten Sie das Fahrzeug nicht mittels des
Kupplu
ngspedals an einer Steigung im Still-
stand. Verwenden Sie die Fuß- oder Hand-
bremse und nehmen Sie letztere beim Anfah-
ren zur Hilfe. Damit wird der Kraftstoffver- brauch verringert und ein Schaden an der
Kupp
lu
ngsscheibe vermieden.
● Nutzen Sie bei Gefällestrecken die Brems-
wirkun
g des Motors durch Einlegen des ge-
eignetsten Gangs. Dadurch sinkt der Ver-
brauch auf „Null“ und die Bremsen werden
geschont. Motorsteuerung und Abgasrei-
nigung
s
anlage
Einleitung zum Thema ACHTUNG
● Weg en der hohen
Temperaturen am Abgas-
reinigungssystem (Katalysator oder Diesel-
partikelfilter) sollten Sie Ihr Fahrzeug nicht
über leicht entflammbarem Untergrund ab-
stellen (z. B. Wiese oder Waldrand). Brandge-
fahr!
● Im Bereich der Abgasanlage dürfen keine
Unterbodensc
hutzmittel aufgetragen werden:
Brandgefahr! Hinweis
Während die Kontrollleuchten , ,
oder leucht en, k
önnen Störungen am Mo-
tor auftreten, der Kraftstoffverbrauch kann
sich erhöhen und es besteht die Möglichkeit,
dass der Motor Leistung verliert. 178
Page 181 of 264

Fahren
Katalysator Damit der Katalysator lange hält
– Bei Benzinmotoren darf nur bleifreies Ben-
zin v er
wendet werden, da der Katalysator
durch Blei stark beschädigt werden kann.
– Fahren Sie den Kraftstofftank nicht völlig
leer.
– Füll
en Sie beim Ölwechsel oder Nachfüllen
nicht z
u viel Motoröl ein ››› Seite 217, Mo-
torölstand nachfüllen.
– Schleppen Sie das Fahrzeug nicht an, son-
dern ver w
enden Sie Starthilfekabel
››› Seite 53.
Falls Sie während der Fahrt Fehlzündungen,
Leistungsabfall oder einen schlechten Motor-
rundlauf beobachten, vermindern Sie die Ge-
schwindigkeit sofort und lassen Sie das Fahr-
zeug im nächsten Fachbetrieb überprüfen.
Die Abgaswarnleuchte leuchtet generell im
Falle der beschriebenen Symptome auf
››› Seite 104. Unverbrannter Kraftstoff könnte
so in die Abgasanlage und somit in die Atmo-
sphäre gelangen. Außerdem kann der Kataly-
sator durch Überhitzung beschädigt werden. VORSICHT
Der Kraftstoffbehälter darf nie ganz leer ge-
fahren w er
den, weil es dann durch die unre-
gelmäßige Kraftstoffversorgung zu Fehlzün-
dungen kommen kann. Dabei gelangt unver- branntes Benzin in die Abgasanlage – das
kann z
ur Überhitz
ung und Beschädigung des
Katalysators führen. Umwelthinweis
Auch bei einwandfrei arbeitender Abgasreini-
gu ng s
anlage kann bei bestimmten Zuständen
des Motors ein schwefelartiger Abgasgeruch
entstehen. Dies hängt vom Schwefelanteil
des Kraftstoffs ab. Oft hilft die Wahl einer an-
deren Kraftstoffmarke. Dieselpartikelfilter*
Abb. 173
Fahrzeugdatenträger auf der Rück-
seit e de
s
Service-Plans. Wenn auf dem Fahrzeugdatenträger (Rücksei-
t
e de
s D
eckblattes des „Service-Plans“) die
PR 7MM angegeben sind, ist Ihr Fahrzeug mit
DPF (Dieselpartikelfilter) ausgestattet
››› Abb. 173. Der Dieselpartikelfilter filtert nahezu alle Ruß-
partikel
aus der Abgasanlage. Bei einer nor-
malen Fahrweise wird der Filter automatisch
gereinigt. Sollte dies nicht möglich sein (z.B.
weil das Fahrzeug immer nur auf Kurzstre-
cken verwendet wird), sammelt sich Ruß im
Filter an und die Kontrollleuchte für Die-
selpartikelfilter leuchtet auf. Dies deutet
nicht auf einen Schaden hin, sondern infor-
miert Sie, dass der Filter sich nicht selbst re-
generieren konnte und Sie daher den Reini-
gungsvorgang selbst einleiten müssen, wie
nachfolgend beschrieben.
Rußansammlung im Partikelfilter für Diesel-
motoren*
Bei Aufleuchten der Kontrollleuchte soll-
ten Sie mit einer entsprechenden Fahrweise
dazu beitragen, dass sich der Filter selbst
wieder reinigt.
Fahren Sie zu diesem Zweck 15 Minuten lang
im vierten bzw. fünften Gang (Automatikge-
triebe: Fahrstufe S) mit einer Mindestge-
schwindigkeit von 60 km/h (37 mph) und ei-
ner Motordrehzahl von ungefähr 2.000
U/min. Dadurch steigt die Temperatur und
der im Filter angesammelte Ruß wird ver-
brannt. Nach der erfolgreichen Reinigung des
Filters erlischt die Kontrollleuchte wieder.
Wenn die Kontrollleuchte nicht erlischt
oder alle drei Kontrollleuchten (Dieselparti-
kelfilter , Störung im Abgaskontrollsystem
und Vorglühanlage ) aufleuchten, »
179
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Page 182 of 264

Bedienung
bringen Sie das Fahrzeug bitte zur Instand-
setz u
n g in einen F
achbetrieb.ACHTUNG
Passen Sie die Fahrgeschwindigkeit stets
dem Straßen z
ustand sowie den Verkehrs-
und Witterungsverhältnissen an. Die Empfeh-
lungen über die Fahrweise sollen in keinem
Fall dazu verleiten, gegen die Straßenver-
kehrsordnung zu verstoßen. VORSICHT
● Ihr Fahrz eug i
st nicht für die Verwendung
von Biodiesel ausgelegt. Sie dürfen diesen
Kraftstoff unter keinen Umständen tanken.
Die Verwendung von Biodiesel kann zu Schä-
den am Motor und an der Kraftstoffanlage
führen. Die Zugabe von Biodiesel zum Diesel-
kraftstoff durch den Hersteller gemäß der
Norm EN 590 ist zulässig und führt nicht zu
Schäden am Motor oder an der Kraftstoffanla-
ge.
● Durch die Verwendung von Dieselkraftstof-
fen mit erhöhtem
Schwefelanteil kann sich
die Lebensdauer des Dieselpartikelfilter er-
heblich reduzieren. In welchen Ländern ein
Dieselkraftstoff mit erhöhtem Schwefelanteil
verwendet wird, erfragen Sie bitte bei Ihrer
Vertragswerkstatt. Motorsteuerung*
Die Kontrollleuchte überwacht die Motorsteu-
erung bei B
en
zinmotoren.
Die Kontrollleuchte (Electronic Power Con-
trol) leuchtet beim Einschalten der Zündung
zur Funktionskontrolle auf. Sie muss nach An-
springen des Motors erlöschen.
Tritt während der Fahrt eine Störung in der
elektronischen Motorsteuerung auf, leuchtet
diese Kontrollleuchte auf. Suchen Sie mög-
lichst bald einen Fachbetrieb auf und lassen
Sie den Motor überprüfen.
Abgaskontrollsystem* Kontrollleuchte b
linkt:
D ur c
h Verbrennungsaussetzer kann der Kata-
lysator beschädigt werden. Vom Gas gehen
und vorsichtig zum nächsten Fachbetrieb fah-
ren und den Motor überprüfen lassen.
Die Kontrollleuchte leuchtet auf:
Wenn während der Fahrt eine Störung auf-
tritt, welche die Abgasqualität verschlechtert
(z.B. Lambdasonde defekt). Vom Gas gehen
und vorsichtig zum nächsten Fachbetrieb fah-
ren und den Motor überprüfen lassen. Vorglühanlage/Motordefekt* Die Kontrollleuchte leuchtet, solange der Die-
selmotor v
or
geglüht wird.
Die Kontrollleuchte leuchtet.
Wenn beim Einschalten der Zündung die Kon-
trollleuchte aufleuchtet, wird vorgeglüht.
Nach dem Erlöschen der Kontrollleuchte kann
der Motor sofort angelassen werden.
Kontrollleuchte blinkt
Tritt während der Fahrt eine Störung in der
Motorsteuerung auf, wird dies durch Blinken
der Kontrollleuchte für Vorglühanlage an-
gezeigt. Suchen Sie möglichst bald einen
Fachbetrieb auf und lassen Sie den Motor
überprüfen.
Fahrhinweise Ausl and
sfahrten Bei Reisen ins Ausland ist Folgendes zu be-
ac
ht
en:
● Bei B
enzinfahrzeugen mit Katalysator ist zu
beachten, d
ass über die Reisestrecke blei-
freies Benzin getankt wird. Siehe auch das
Kapitel „Tanken“. Bei den Automobilclubs er-
halten Sie Information über das Tankstellen-
netz mit bleifreiem Benzin.
180
Page 183 of 264

Fahren
● In einig en Ländern w
ird möglic
herweise Ihr
Fahrzeugmodell nicht vertrieben, so dass be-
stimmte Ersatzteile nicht erhältlich sind oder,
dass in zugelassenen SEAT-Betrieben In-
standsetzungen nur in eingeschränktem Um-
fang möglich sind.
Die SEAT-Vertriebszentren sowie die jeweili-
gen Importeure stehen Ihnen jederzeit mit In-
formationen zu technischen Vorbereitungen
des Fahrzeugs, notwendigen Wartungsarbei-
ten und möglichen Instandsetzungsarbeiten
zur Verfügung.
Scheinwerfer mit Folien abkleben
Bei Fahrten in Ländern, in denen auf der an-
deren Straßenseite als im Heimatland gefah-
ren wird, blendet das asymmetrische Ab-
blendlicht den Gegenverkehr.
Um diese Blendung aufzuheben, müssen be-
stimmte Bereiche der Scheinwerfergläser mit
Folien beklebt werden. Weitere Informationen
erhalten Sie beim SEAT-Betrieb.
Bei Fahrzeugen mit Kurvenfahrlicht muss vor-
her der Drehantrieb abgeschaltet werden.
Wenden Sie sich hierfür bitte an einen Fach-
betrieb. Durchfahren von überfluteten Straßen Um Beschädigungen am Fahrzeug beim
Durc
hf
ahren von z. B. überfluteten Straßen zu
vermeiden, beachten Sie Folgendes:
● Das Wasser darf maximal bis zur Unterkan-
te der Karo
sserie reichen.
● Fahren Sie maximal mit Schrittgeschwin-
digkeit. ACHTUNG
Nach Fahrten durch Wasser, Schlamm,
Mats c
h usw. kann die Wirkung der Bremsen
wegen nasser Bremsscheiben und -beläge
verzögert einsetzen. Damit sich die volle
Bremswirkung wieder einstellt, müssen die
Bremsen erst vorsichtig trockengebremst
werden. VORSICHT
● Bei W a
sserdurchfahrten können Teile des
Fahrzeugs wie z. B. Motor, Getriebe, Fahrwerk
oder Elektrik stark beschädigt werden.
● Schalten Sie bei Wasserdurchfahrten stets
das
Start-Stopp-System* aus ››› Seite 182. Hinweis
● Vor einer W a
sserdurchfahrt die Wassertiefe
feststellen. ●
Bleiben Sie k eine
sfalls im Wasser stehen,
fahren Sie nicht rückwärts und stellen Sie
den Motor nicht ab.
● Bitte beachten Sie, dass entgegenkommen-
de Fahrzeug
e Wellen erzeugen, die die zuläs-
sige Wasserhöhe für Ihr Fahrzeug überschrei-
ten können!
● Vermeiden Sie Fahrten durch Salzwasser
(Korros
ion). 181
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Page 184 of 264

Bedienung
Fahrerassistenzsysteme St ar
t-
Stopp-System*
Beschreibung und Funktionsweise Bei aktiviertem Start-Stopp-Betrieb wird der
Motor bei st
ehendem F
ahrzeug ausgeschal-
tet und dann bei Bedarf wieder automatisch
gestartet.
Fahrzeuge mit Schaltgetriebe
– Schalten Sie bei Fahrzeugstillstand in den
Leerlauf u
nd lassen Sie das Kupplungspe-
dal los. Der Motor wird abgestellt. Im Dis-
play des Kombi-Instruments erscheint die
Kontrollleuchte .
– Wenn Sie das Kupplungspedal treten, star-
tet der Motor w
ieder. Die Kontrollleuchte er-
lischt.
Fahrzeuge mit Automatikgetriebe
– Bremsen Sie das Fahrzeug bis zum Still-
stand und b
leiben Sie mit dem Fuß auf
dem Bremspedal. Der Motor wird abge-
stellt. Im Display erscheint die Kontroll-
leuchte .
– Wenn Sie den Fuß vom Bremspedal neh-
men, start
et der Motor wieder. Die Kontroll-
leuchte erlischt. Voraussetzungen für den Start-Stopp-Betrieb
● Der Fahrer hat den Sicherheitsgurt ange-
legt
.
● Die Motorraumklappe muss geschlossen
sein.
● Der Motor hat Betriebstemperatur.
● Das Lenkrad steht geradeaus.
● Das Fahrzeug steht nicht an einem Hang.
● Das Fahrzeug fährt nicht rückwärts.
● Am Fahrzeug ist kein Anhänger angekup-
pelt.
● Die Temper
atur im Fahrzeuginnenraum
liegt innerh
alb der Komfortgrenzwerte (die
Taste A/C muss betätigt sein).
● Die Defrost-Funktion der Frontscheibe ist
nic ht
au sg
ewählt.
● Wenn keine Erhöhung der Luftmenge gefor-
dert w
ird.
● Die Temperaturvorwahl HI oder LO ist nic
ht
eingestellt.
● Die Fahrertür ist geschlossen.
● Der Dieselpartikelfilter befindet sich nicht
in der Regenerieru
ngsphase (Dieselmotoren).
● Die Batterieladung darf nicht schwach sein,
damit der nächs
te Motorstart gewährleistet
ist.
● Die Temperatur der Batterie muss zwischen
-1°C (+30°F) und +55°C (+131°F) lie
gen.Unterbrechung des Start-Stopp-Betriebs
Unter den fo
l
genden Umständen wird der
Start-Stopp-Betrieb unterbrochen und der
Motor automatisch gestartet:
● Das Fahrzeug rollt.
● Das Bremspedal wurde mehrmals nachei-
nander betätigt.
● Die B
atterie ist stark entladen.
● Das Start-Stopp-System wurde manuell
ausges
chaltet.
● Die Defrost-Funktion der Frontscheibe ist
ausgewählt
.
● Die Temperatur im Fahrzeuginnenraum
überschr
eitet die Komfortgrenzwerte (Taste
A/C ).
● Wenn eine Erhöhung der Luftmenge um
mehr al s
dr ei B
etätigungen gefordert wird.
● Die Temperaturvorwahl HI oder LO wird
eing
estellt.
● Die Kühlmitteltemperatur des Motors ist
nicht in Or
dnung.
● Der Generator ist beeinträchtigt, z. B. Riss
des Kei
lriemens.
● Wenn die im vorherigen Abschnitt beschrie-
benen Vorau
ssetzungen nicht erfüllt sind.
Wenn der Motor während des Start-Stopp-Be-
triebs ausgeschaltet wird, wird dies am Dis-
play des Kombiinstruments angezeigt.
182