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Bei Erfassen einer Störung
Störung des Emissionsschutzsystems SCR
Während der noch zulässigen Fahrstrecke
(zwischen 1 100 km und 0 km)
Wurden mehr als 1
100
km nach
der Er fassung einer Störung des
Emissionsschutzsystems SCR zurückgelegt,
schaltet die Anlasssperre des Motors sich
automatisch ein. Lassen Sie das System
schnellstmöglich bei einem Vertreter des
PEUGEOT-Händlernetzes oder in einer
qualifizierten Fachwerkstatt überprüfen.
Handelt es sich um eine vorübergehende
Störung, wird der Alarm im Laufe der
nachfolgenden Fahrt ausgeblendet,
nach Kontrolle der Selbstdiagnose des
Emissionsschutzsystems SCR.
Die Kontrollleuchten für UREA, SERVICE und
Motorselbstdiagnose leuchten, in Verbindung
mit einem Warnsignal und der Meldung "Fehler
Abgasreinigung".
Der Alarm wird während der Fahr t ausgelöst, wenn
die Störung erstmalig erkannt wurde, dann bei
Einschalten der Zündung auf den nachfolgenden
Fahr ten, solange die Ursache der Störung weiterhin
besteht.
Nach Bestätigung der Störung des SCR-Systems
(d.h. nach 50
km Fahr t mit kontinuierlicher
Störungsanzeige), leuchten die Kontrollleuchten
für SERVICE und Motorselbstdiagnose, die
Kontrollleuchte UREA blinkt, es er tönt ein Warnsignal
und eine entsprechende Meldung (z.B. "Fehler
Abgasreinigung: Anlasser gesperr t in 300
km"), die
die Reichweite des Fahrzeugs in Kilometern oder
Meilen anzeigt, wird eingeblendet.
Während der Fahr t wird die Meldung alle 30
Sekunden
erneut eingeblendet, solange die Störung des
Emissionsschutzsystems SCR fortbesteht.
Ab dem Einschalten der Zündung wird der Alarm
erneuert.
Lassen Sie das System schnellstmöglich bei einem
Vertreter des PEUGEOT-Händlernetzes oder in einer
qualifizierten Fachwerkstatt überprüfen.
Tun Sie dies nicht, werden Sie Ihr Fahrzeug nicht
mehr starten können.
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Praktische Tipps
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AnlasssperreHaben Sie die zulässige Kilometeranzahl
zurückgelegt, ohne den Fehler zu beheben,
verhindert die automatische Anlasssperre ein
erneutes Starten des Fahrzeugs. Gefrieren des Additivs AdBlue®
Bei jedem Einschalten der Zündung leuchten
die Kontrollleuchten für SERVICE und
Motorselbstdiagnose, die Kontrollleuchte UREA blinkt,
es er tönt ein Warnsignal und die Meldung "Fehler
Abgasreinigung: Anlasser gesperrt" wird angezeigt.
Um den Motor wieder anlassen zu können,
wenden Sie sich bitte an einen Ver treter des
PEUGEOT-Händlernetzes oder an eine qualifizier te
Fachwerkstatt. Das Additiv AdBlue
® frier t ab einer
Außentemperatur von ca. -11°C ein.
Das SCR-System enthält eine
Heizvorrichtung für den AdBlue
®-Additivtank,
die es Ihnen ermöglicht, bei sehr kalten
klimatischen Bedingungen zu fahren.
Praktische Tipps
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Nachfüllen des Additivs
AdBlue®
Der AdBlue®-Additivtank wird bei jeder Inspektion
Ihres Fahrzeugs bei einem Vertreter des PEUGEOT-
Händlernetzes oder in einer qualifizierten
Fachwerkstatt aufgefüllt.
Dennoch kann es je nach zurückgelegter
Kilometeranzahl auch zwischen den Inspektionen
erforderlich sein, Additiv nachzufüllen, vor allem
wenn ein Alarm (Kontrollleuchten und Meldung) dies
anzeigt.
In diesem Fall wenden Sie sich bitte an einen
Ver treter des PEUGEOT-Händlernetzes oder an eine
qualifizierte Fachwerkstatt.
Wenn Sie das Additiv selbst nachfüllen möchten,
lesen Sie bitte unbedingt die nachstehenden
Hinweise.Einsatz- und Sicherheitshinweise
Beim Additiv AdBlue® handelt es sich um eine Urea-
Lösung. Diese Flüssigkeit ist unentzündlich, farblos
und geruchslos (wenn sie an einem kühlen Or t
aufbewahrt wird).
Bei Hautkontakt waschen Sie die Haut mit Wasser und
Seife. Bei Augenkontakt sofor t gründlich mindestens
15
Minuten lang mit klarem Wasser oder einer
speziellen Augenreinigungslösung spülen. Sollte die
Reizung oder ein Brennen fortbestehen, ziehen Sie
bitte einen Arzt hinzu.
Bei Verschlucken den Mund sofor t mit klarem Wasser
ausspülen und viel Wasser trinken.
Unter bestimmten Umständen (z.B. hohen
Temperaturen) ist es möglich, dass Ammoniak
freigesetzt wird. Daher dar f das Produkt nicht
eingeatmet werden. Die Ammoniakdämpfe können die
Schleimhäute reizen (Augen, Nase und Rachen).
Das Additiv AdBlue
® dar f nicht in die Hände
von Kindern gelangen und muss in der
Originalverpackung aufbewahrt werden.
Das Additiv AdBlue
® niemals in einen
anderen Behälter umfüllen: es würde hierbei
verunreinigt. Füllen Sie das Additiv AdBlue
® niemals
an einer Tankstation nach, die LK Ws
vorbehalten ist. Das Additiv niemals mit Wasser verdünnen.
Niemals Additiv in den Dieseltank füllen.
Durch den Behälter mit Tropfschutzvorrichtung
lässt sich das Additiv leichter in den Tank füllen. Sie
erhalten die 1,89 - Liter- Behälter (1/2
Gallone) bei den
Vertretern des PEUGEOT-Händlernetzes oder in einer
qualifizierten Fachwerkstatt. Ausschließlich ein Additiv AdBlue
® ver wenden, das
die Norm ISO 22241
er füllt.
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Praktische Tipps
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Keine Behälter mit dem Additiv AdBlue® im
Fahrzeug lagern.
Lagerung
Das Additiv AdBlue® frier t ab einer Temperatur
von ca. -11°C und verlier t seine Eigenschaften
ab +25°C. Es ist im Originalbehälter an einem kühlen
Or t und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt
aufzubewahren.
Unter korrekten Lagerbedingungen kann es
mindestens ein Jahr gelagert werden.
Ist das Additiv gefroren, kann es nach dem
vollständigen Auftauen wieder verwendet werden.
Auffüllen des Additivs
Wenn Sie das Additiv selbst nachfüllen wollen, achten
Sie darauf, dass das Fahrzeug auf einer ebenen und
geraden Fläche steht.
Im Winter oder bei kaltem Wetter muss zunächst die
Temperatur geprüft werden - sie dar f nicht
unter -11°C betragen. Ist es kälter, dar f das Additiv
AdBlue
® nicht in den Additivtank gefüllt werden.
Stellen Sie Ihr Fahrzeug in dem Fall für einige
Stunden an einen wärmeren Or t (Garage), bevor Sie
das Additiv nachfüllen.
F
U
m an den AdBlue
®-Additivtank zu gelangen,
heben Sie den Kofferraumbelag an und
entnehmen dann, je nach Ausstattung, das
Reserverad und/oder den Staukasten.
F
S
chalten Sie die Zündung aus und ziehen Sie
den Schlüssel ab.
F
D
rehen Sie den schwarzen Deckel um
1/4-Umdrehung entgegen dem Uhrzeigersinn
ohne Druck auszuüben; dann den Deckel nach
oben abnehmen.
F
D
rehen Sie den blauen Deckel um
1/6-Umdrehung entgegen dem Uhrzeigersinn.
F
N
ehmen Sie den Deckel nach oben ab.
Praktische Tipps
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Wichtig: Ist der AdBlue®-Additivtank
Ihres Fahrzeugs völlig leer - was durch
eine entsprechende Meldung und die
Anlasssperre angezeigt wird - müssen Sie
mindestens 3,8
Liter in den Additivtank füllen
(das entspricht zwei 1,89-Liter-Behältern). Sollten Additivspritzer vorhanden sein, sind
diese umgehend mit kaltem Wasser oder
einem feuchten Tuch zu entfernen.
Bei kristallisiertem Additiv verwenden Sie
zum Entfernen einen Schwamm und warmes
Wa s s e r.
Wichtig: beim Auffüllen nach einer Additiv-
Störung,
angezeigt durch die Meldung
"Abgas-Additiv einfüllen: Anlasser gesperrt",
müssen Sie unbedingt ca. 5 Minuten war ten
bevor die Zündung wieder eingeschaltet
wird, ohne weder die Fahrer tür zu
öffnen, das Fahrzeug zu entriegeln
noch den Schlüssel in das Zündschloss
einzuführen .
Schalten Sie die Zündung ein, dann, nach
einer Dauer von 10 Sekunden, schalten Sie
den Motor ein.
Die Additivbehälter AdBlue® dürfen
nicht in den Hausmüll gewor fen werden.
Entsorgen Sie die leeren Behälter bei einem
entsprechenden Wertstoffhof oder geben Sie
sie in der Verkaufsstelle ab.
F
P
rüfen Sie auf dem Behälter mit dem Additiv
AdBlue
®, ob das Ver fallsdatum nicht abgelaufen
ist. Lesen Sie die Einsatzhinweise auf dem
Etikett, bevor Sie den Inhalt in den AdBlue
®-
Additivtank Ihres Fahrzeugs füllen. F
N
ach dem Einfüllen des Additivs entfernen Sie
mögliche Additivspuren um den Einfüllstutzen
umgehend mit einem feuchten Tuch.
F
S
etzen Sie den blauen Deckel auf den Tank
und drehen Sie ihn um 1/6 -Umdrehung im
Uhrzeigersinn bis zum Anschlag.
F
S
etzen Sie den schwarzen Deckel auf
und drehen Sie ihn um 1/4-Umdrehung im
Uhrzeigersinn, ohne Druck auszuüben. Die
Deckelmarkierung muss mit der Markierung des
Tanks übereinstimmen.
F
S
etzen Sie das Reser verad und/oder
den Staukasten, je nach Ausstattung, im
Kofferraumboden wieder ein.
F
P
latzieren Sie den Kofferraumbelag wieder und
schließen Sie die Klappe.
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Praktische Tipps
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Das Reifenpannenset ist im Staukasten unter dem
Kofferraumboden untergebracht.
Dieses provisorische Reifenpannenset besteht aus
einem Kompressor und einer Dichtmittelpatrone.
Damit können Sie den defekten Reifen provisorisch
reparieren
, um zur nächstgelegenen Fachwerkstatt
zu fahren.
Es ist für die Reparatur der meisten Reifendefekte
vorgesehen, die an der Lauffläche oder an der
Schulter des Reifens auftreten können. In den Reifen
eingedrungene Fremdkörper sollten möglichst nicht
entfernt werden.
Sie können den Kompressor auch ohne Einspritzen
des Dichtmittels ver wenden, um Ihren Reifendruck zu
prüfen oder gelegentlich die Reifen aufzupumpen.
Provisorisches Reifenpannenset
Zugang zum Reifenpannenset
Fahren Sie mit einem Reifen, der mit Hilfe des
Pannensets repariert wurde, nicht schneller
als 80
km/h.
Der Stromkreis des Fahrzeugs ermöglicht
den Anschluss des Kompressors für
die notwendige Dauer der Reparatur
des beschädigten Reifens oder für das
Aufpumpen eines pneumatischen Bauteils mit
geringem Volumen.
Der Höchstgeschwindigkeitsaufkleber muss
ins Innere des Fahrzeugs geklebt werden,
im Sichtfeld des Fahrers, um Sie daran zu
erinnern, dass ein Rad nur vorübergehend
benutzt werden dar f.
Zusammensetzung des
Pannensets
1. 12V-Kompressor mit integriertem Druckmesser
2. D ichtmittelfläschchen mit integriertem Schlauch
3.
Höchstgeschwindigkeitsaufkleber
Praktische Tipps
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Reparatur
F Rollen Sie den unter dem Kompressor verstauten Schlauch ab.
F
V
erbinden Sie den Schlauch des Kompressors
mit dem Dichtmittelfläschchen.
F
D
rehen Sie das Dichtmittelfläschchen um
und befestigen Sie es auf der am Kompressor
vorgesehenen Einkerbung. F
E ntfernen Sie die Ventilkappe des zu
reparierenden Reifens und bewahren Sie sie an
einem sauberen Ort auf.
F
S
chließen Sie den Schlauch des
Dichtmittelfläschchens an das Ventil des defekten
Reifens an und ziehen Sie ihn fest an.
Fremdkörper, die in den Reifen eingedrungen
sind, sollten nach Möglichkeit nicht entfernt
werden.
F
S
chalten Sie die Zündung aus.
F
K
leben Sie den Höchstgeschwindigkeitsaufkleber
ins Innere des Fahrzeugs.
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Praktische Tipps
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Vorsicht: das Dichtmittel (z.B. Ethylenglykol,
Kolophonium, ...) ruft bei Einnahme
Gesundheitsschäden her vor und führ t zu
Augenreizungen.
Bewahren Sie es außerhalb der Reichweite
von Kindern auf.
Das Haltbarkeitsdatum der Flüssigkeit steht
auf dem Fläschchen.
Wer fen Sie das Fläschchen nach Ver wendung
nicht auf die Straße, sondern bringen Sie es zu
einem Vertreter des PEUGEOT-Händlernetzes
oder zu einem mit dessen Entsorgung
beauftragten Unternehmen.
Vergessen Sie nicht, sich ein neues
Fläschchen zu besorgen; sie erhalten
es bei einem Ver treter des PEUGEOT-
Händlernetzes oder in einer qualifizierten
Fachwerkstatt.
F
Ü
berprüfen Sie, dass der Schalter des
Kompressors auf der Position "O" steht.
F
R
ollen Sie das unter dem Kompressor verstaute
elektrische Kabel vollständig ab.
F
S
chließen Sie den Stecker des Kompressors an
den 12V-Anschluss des Fahrzeugs an.
F
S
chalten Sie die Zündung ein. Sollten Sie diesen Druckwer t nach ca. 5
bis
7 Minuten nicht erreichen, so ist der Reifen
nicht reparabel. Wenden Sie sich in diesem
Fall an das PEUGEOT-Händlernetz oder
eine qualifizier te Fachwerkstatt, um Ihre
Reifenpanne beheben zu lassen.
F
S
chalten Sie den Kompressor ein, indem Sie
den Schalter auf die Position " I" stellen, bis der
Reifendruck 2,0
bar beträgt.
D
as Dichtmittel wird unter Druck in den Reifen
gespritzt; trennen Sie den Schlauch des Ventils
während dieses Vorgangs nicht (Spritzgefahr).
Praktische Tipps