
173
Fahrerassistenzsysteme
FunktionPosition des Schalters, Betätigung des Schalters im Blinkerhebel ⇒ Abb. 95 oder
über den dritten Hebel ⇒ Abb. 96Handlung
Gespeicherte Geschwindig-
keit erhöhen (während
GRA-Regelung).
Je nach Ausstattung:
- Kurz die Taste 3 im Blinkerhebel im Bereich
RES drücken
– oder den dritten Hebel kurz in die Stellung RESUME bringen, um die Geschwin-
digkeit um 1 km/h (1 mph) zu erhöhen
– oder den dritten Hebel nach oben drücken ( SPEED+), um die Geschwindigkeit
um 10 km/h (10 mph) zu erhöhen und zu speichern
– oder kontinuierlich die Taste 3
im Blinkerhebel im Bereich
RES drücken
– oder den dritten Hebel kontinuierlich nach oben drücken ( SPEED+)
– oder den dritten Hebel in die Stellung RESUME bringen und halten, um die Ge-
schwindigkeit kontinuierlich zu erhöhen und zu speichern.
Fahrzeug beschleunigt aktiv bis zum Errei-
chen der neu gespeicherten Geschwindig-
keit.
Gespeicherte Geschwindig-
keit erhöhenWenn sich die GRA in Stellung ON befindet, aber AUSGESCHALTET ist, kann die
Sollgeschwindigkeit mit SPEED+ um 10 km/h erhöht werden.Fahrzeug beschleunigt aktiv bis zum Errei-
chen der neu gespeicherten Geschwindig-
keit.
Gespeicherte Geschwindig-
keit reduzieren (während
GRA-Regelung).
Je nach Ausstattung:
– Kurz die Taste 3 im Blinkerhebel im Bereich
SET drücken, um die Geschwindig-
keit um 1 km/h (1 mph) zu erhöhen
– oder den dritten Hebel kurz in die Stellung SET bringen, um die Geschwindigkeit
um 1 km/h (1 mph) zu verringern
– oder den dritten Hebel nach unten drücken ( SPEED–), um die Geschwindigkeit
um 10 km/h (10 mph) zu verringern und zu speichern
– oder kontinuierlich die Taste 3
im Blinkerhebel im Bereich
SET drücken
– oder die Taste SET im dritten Hebel drücken und halten, um die Geschwindigkeit
kontinuierlich zu verringern
– oder den dritten Hebel kontinuierlich nach unten drücken ( SPEED–) und die Ge-
schwindigkeit speichern.
Geschwindigkeit wird ohne Bremseingriff
durch Gaswegnahme bis zum Erreichen der
neu gespeicherten Geschwindigkeit redu-
ziert.
Gespeicherte Geschwindig-
keit verringernWenn sich die GRA in Stellung ON befindet, aber AUSGESCHALTET ist, kann die
Sollgeschwindigkeit mit SPEED– um 10 km/h verringert werden.System wird ausgeschaltet. Die gespeicher-
te Geschwindigkeit wird gelöscht.
GRA abschaltenDen Schalter 1 auf
OFF stellen.
ODER: Den dritten Hebel in die Position OFF bringen.Geschwindigkeit wird ohne Bremseingriff
durch Gaswegnahme bis zum Erreichen der
neu gespeicherten Geschwindigkeit redu-
ziert.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten

179
Fahrerassistenzsysteme
FahrprofilMerkmale
EcoSorgt für einen besonders geringen Kraftstoffverbrauch und
fördert auf diese Weise eine sparsame und umweltschonen-
de Fahrweise.
Individual
Ermöglicht die Änderungen einiger Konfigurationseinstellun-
gen durch Drücken der Taste Profileinstellungen. Welche
Funktionen Sie einstellen können, ist abhängig von Ihrer
Fahrzeugausstattung.
ACHTUNG
Achten Sie auf das Verkehrsgeschehen, wenn Sie den SEAT Drive Mode,
bedienen – Unfallgefahr!
Hinweis
● Beim Anlassen befindet sich das Fahrzeug in demselben Fahrmodus wie
beim Abstellen.
● Ein Moduswechsel kann zu veränderten Fahreigenschaften führen. Die
Funktion SEAT Drive Mode lässt keinerlei Einstellungen zu, die Auswirkun-
gen auf die Sicherheit des Fahrzeugs haben.
● Geschwindigkeit und Fahrweise sind stets an die Sicht, die Wetterver-
hältnisse und das Verkehrsaufkommen anzupassen.
● Im Modus eco kann kein Anhänger mitgeführt werden.
Müdigkeitserkennung (Pausenempfehlung)* Einleitung
Die Müdigkeitserkennung informiert den Fahrer, wenn dessen Fahrverhalten
auf Müdigkeit schließen lässt. Ergänzende Informationen und Warnhinweise:
●
System Easy Connect ⇒ Seite 79
● Zubehör, Teileersatz, Reparaturen und Änderungen (Gespeicherte Infor-
mationen in den Steuergeräten) ⇒ Seite 239
ACHTUNG
Das erhöhte Komfortangebot durch die Müdigkeitserkennung darf nicht
dazu verleiten, ein Risiko einzugehen. Bei längeren Fahrten regelmäßige
und ausreichend lange Pausen einlegen.
● Die Verantwortung für die eigene Fahrtüchtigkeit liegt immer beim
Fahrer.
● Niemals im ermüdeten Zustand ein Fahrzeug führen.
● Das System erkennt eine Müdigkeit des Fahrers nicht unter allen Um-
ständen. Weitere Informationen erhalten Sie unter ⇒ Seite 180, Funkti-
onseinschränkungen.
● Das System kann in einigen Situationen ein gewolltes Fahrmanöver
fälschlicherweise als Müdigkeit des Fahrers interpretieren.
● Es erfolgt keine Akutwarnung bei so genanntem „Sekundenschlaf“!
● Auf Anzeigen im Display des Kombi-Instruments achten und entspre-
chend der Aufforderungen handeln.
Hinweis
● Die Müdigkeitserkennung ist nur für das Fahren auf Autobahnen und gut
ausgebauten Straßen entwickelt worden.
● Bei einer Störung des Systems Fachbetrieb aufsuchen und System prü-
fen lassen.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten

180Fahrerassistenzsysteme
Funktionsweise und Bedienung
Abb. 101 Im Display des
Kombi-Instruments: Sym-
bol der Müdigkeitserken-
nung.
Die Müdigkeitserkennung ermittelt zu Beginn einer Fahrt das Fahrverhalten
des Fahrers und berechnet daraus eine Müdigkeitseinschätzung. Diese wird
ständig mit dem aktuellen Fahrverhalten verglichen. Erkennt das System ei-
ne Müdigkeit des Fahrers, warnt es akustisch mit einem Warnton und op-
tisch im Display des Kombi-Instruments durch ein Symbol ⇒ Abb. 101 in
Verbindung mit einer ergänzenden Textmeldung. Die Meldung im Display
des Kombi-Instruments wird für etwa 5 Sekunden angezeigt und ggf. einmal
wiederholt. Die zuletzt erfolgte Meldung wird vom System gespeichert.
Die Meldung im Display des Kombi-Instruments kann durch Drücken der
Taste
im Scheibenwischerhebel bzw. der Taste im Multifunktions-
lenkrad ausgeschaltet werden ⇒ Seite 73.
Über die Multifunktionsanzeige ⇒ Seite 73 kann die Meldung im Display
des Kombi-Instruments erneut aufgerufen werden.
Betriebsbedingungen
Das Fahrverhalten wird nur bei Geschwindigkeiten über etwa 65 km/h (40
mph) bis etwa 200 km/h (125 mph) ausgewertet. Ein- und Ausschalten
Die Müdigkeitserkennung kann im System Easy Connect über die Taste
und die Funktionstaste
aktiviert oder deaktiviert werden ⇒ Seite 79. Ein
„Häkchen“ kennzeichnet eine aktivierte Einstellung.
Funktionseinschränkungen
Die Müdigkeitserkennung hat systembedingte Grenzen. Folgende Bedin-
gungen können dazu führen, dass die Müdigkeitserkennung nur einge-
schränkt oder gar nicht funktioniert:
● Bei Geschwindigkeiten von unter 65 km/h (40 mph).
● Bei Geschwindigkeiten von über 200 km/h (125 mph).
● Bei kurvigen Strecken.
● Bei schlechten Straßen.
● Bei ungünstigen Wetterbedingungen.
● Bei sportlicher Fahrweise.
● Bei starker Ablenkung des Fahrers.
Die Müdigkeitserkennung wird zurückgesetzt, wenn sich das Fahrzeug län-
ger als 15 Minuten im Stillstand befindet, die Zündung ausgeschaltet wird
oder der Fahrer den Sicherheitsgurt gelöst und die Tür geöffnet hat.
Bei einer längeren langsamen Fahrt (unter 65 km/h (40 mph)) wird die Ein-
schätzung der Müdigkeit vom System automatisch zurückgesetzt. Bei an-
schließendem schnellerem Fahren wird das Fahrverhalten erneut berechnet.

189
Intelligente Technik
Rat und Tat
Intelligente Technik
Elektronische Stabilisierungskontrolle (ESC)
Beschreibung
Die ESC trägt zur Fahrsicherheit bei. Sie reduziert die Schleudergefahr und
verbessert die Fahrstabilität. Fahrdynamische Grenzsituationen wie z. B.
Übersteuern und Untersteuern des Fahrzeugs oder Durchdrehen der An-
triebsräder werden von der ESC erkannt. Durch gezielte Bremseingriffe oder
eine Reduzierung des Motordrehmoments wird das Fahrzeug stabilisiert.
Sobald die ESC regelnd eingreift, blinkt die Kontrollleuchte im Kombi-In-
strument.
In die ESC sind das Antiblockiersystem (ABS), der Bremsassistent, die An-
triebsschlupfregelung (ASR), die Elektronische Differenzialsperre (EDS), die
automatische elektronische Sperre*, die Radselektive Momentensteue-
rung* und die Gespannstabilisierung* integriert. Die ESC unterstützt die
Stabilisierung des Fahrzeugs zusätzlich über eine Änderung des Lenkmo-
ments.
Antiblockiersystem (ABS)
Das ABS verhindert ein Blockieren der Räder beim Bremsen bis kurz vor
Fahrzeugstillstand. Dadurch bleibt das Fahrzeug auch bei einer Vollbrem-
sung lenkbar. Treten Sie das Bremspedal ohne Unterbrechung – nicht pum-
pen! Das ABS macht sich durch ein Pulsieren des Bremspedals bemerkbar.
Bremsassistent
Der Bremsassistent kann den Bremsweg reduzieren. Die Bremskraft wird
verstärkt, wenn der Fahrer in Notbremssituationen schnell auf das Bremspe- dal tritt. Dabei muss das Bremspedal so lange betätigt werden, bis die Ge-
fahrensituation vorüber ist.
Antriebsschlupfregelung (ASR)
Die ASR verringert die Antriebskraft des Motors bei durchdrehenden Rädern
und passt die Antriebskraft den Fahrbahnverhältnissen an. Dadurch wird
das Anfahren, Beschleunigen und Bergauffahren erleichtert.
Elektronische Differenzialsperre (EDS)
EDS bremst ein durchdrehendes Rad ab und überträgt die Antriebskraft auf
das andere Antriebsrad. Diese Funktion steht bis zu einer Geschwindigkeit
von etwa 100 km/h zur Verfügung.
Damit die Scheibenbremse des abgebremsten Rads nicht überhitzt, schaltet
sich die EDS bei ungewöhnlich starker Beanspruchung automatisch aus.
Das Fahrzeug bleibt weiterhin betriebsfähig. Sobald die Bremse abgekühlt
ist, schaltet sich die EDS automatisch wieder ein.
Gespannstabilisierung*
Wenn Sie ein Fahrzeug mit Anhänger fahren, gilt Folgendes: Das Gespann
aus Zugfahrzeug und Anhänger tendiert generell zu Pendelbewegungen.
Werden Pendelbewegungen vom Anhänger auf das Zugfahrzeug übertragen
und vom ESC erkannt, so wird das Zugfahrzeug innerhalb der Systemgren-
zen automatisch von ESC verzögert und das Gespann stabilisiert sich. Die
Gespannstabilisierung ist nicht für alle Länderausführungen verfügbar.
Automatische elektronische Sperre*/Radselektive Momentensteuerung*
Bei Kurvenfahrten greift eine automatische elektronische Sperre ein. Das
kurveninnere Vorderrad bzw. die kurveninneren Räder werden nach Bedarf
gezielt abgebremst. Dadurch wird im Antriebsfall das Schieben über die
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten

194Intelligente Technik
Energiemanagement
Die Startfähigkeit wird optimiert
Das Energiemanagement steuert die elektrische Energiever-
teilung und optimiert so die Verfügbarkeit von elektrischer
Energie für den Motorstart.
Wenn ein Fahrzeug mit einem herkömmlichen Energiesystem über einen
längeren Zeitraum nicht gefahren wird, wird die Batterie durch Ruhestrom-
verbraucher (z. B. Wegfahrsperre) entladen. Das führt unter Umständen da-
zu, dass nicht mehr ausreichend elektrische Energie zum Starten des Mo-
tors zur Verfügung steht.
In Ihrem Fahrzeug sorgt ein intelligentes Energiemanagement für die Vertei-
lung der elektrischen Energie. Dadurch wird die Startfähigkeit deutlich ver-
bessert und die Lebensdauer der Batterie erhöht.
Im Wesentlichen besteht das Energiemanagement aus einer Batteriediag-
nose, einem Ruhestrommanagement und einem dynamischen Energiema-
nagement.
Batteriediagnose
Die Batteriediagnose ermittelt permanent den Zustand der Batterie. Senso-
ren erfassen die Batteriespannung, den Batteriestrom und die Batterietem-
peratur. Dadurch werden aktueller Ladezustand und Leistungsfähigkeit der
Batterie ermittelt.
Ruhestrommanagement
Das Ruhestrommanagement reduziert den Energieverbrauch während der
Standzeit. Bei ausgeschalteter Zündung steuert es die Energieversorgung
der verschiedenen elektrischen Verbraucher. Dabei werden die Daten der
Batteriediagnose berücksichtigt. In Abhängigkeit vom Ladezustand der Batterie, werden einzelne Verbrau-
cher nach und nach abgeschaltet, um ein zu starkes Entladen der Batterie
zu vermeiden und somit die Startfähigkeit zu erhalten.
Dynamisches Energiemanagement
Während der Fahrt verteilt das dynamische Energiemanagement die erzeug-
te Energie bedarfsgerecht auf die verschiedenen Verbraucher. Es regelt,
dass nicht mehr elektrische Energie verbraucht als erzeugt wird und sorgt
dadurch für einen optimalen Ladezustand der Batterie.
Hinweis
● Auch das Energiemanagement kann die physikalisch vorgegebenen
Grenzen nicht außer Kraft setzen. Berücksichtigen Sie bitte, dass Leistungs-
fähigkeit und Lebensdauer einer Batterie begrenzt sind.
● Wenn das Risiko besteht, dass das Fahrzeug nicht anspringt, leuchtet
die Kontrollleuchte für Störung der Generatorelektrik oder für schwachen
Batterieladezustand ⇒ Seite 69.
Was Sie wissen sollten
Das Aufrechterhalten der Startfähigkeit hat höchste Priori-
tät. Auf Kurzstrecken, im Stadtverkehr und in der kalten Jahreszeit wird die Bat-
terie stark beansprucht. Es wird reichlich elektrische Energie benötigt, aber
nur wenig erzeugt. Kritisch ist auch, wenn der Motor nicht läuft und elektri-
sche Verbraucher eingeschaltet sind. In diesem Fall wird Energie verbraucht,
aber keine erzeugt.
Gerade in diesen Situationen wird Ihnen auffallen, dass das Energiema-
nagement die Energieverteilung aktiv regelt.

195
Intelligente Technik
Bei längerer Standzeit
Wenn Sie Ihr Fahrzeug über eine Zeitspanne von einigen Tagen oder Wo-
chen nicht fahren, werden nach und nach elektrische Verbraucher zurückge-
regelt oder abgeschaltet. Dadurch wird der Energieverbrauch reduziert und
die Startfähigkeit über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten. Einige
Komfortfunktionen wie z. B. das Öffnen per Funk stehen unter Umständen
nicht zur Verfügung. Die Komfortfunktionen stehen wieder zur Verfügung,
wenn Sie die Zündung einschalten und den Motor starten.
Bei ausgeschaltetem Motor
Wenn Sie bei ausgeschaltetem Motor beispielsweise Radio hören, wird die
Batterie entladen.
Ist aufgrund des Energieverbrauchs die Startfähigkeit gefährdet, erscheint
bei Fahrzeugen mit Fahrerinformationssystem* ein Meldetext.
Dieser Fahrerhinweis zeigt an, dass Sie den Motor starten müssen, um die
Batterie wieder zu laden.
Bei laufendem Motor
Obwohl im Fahrbetrieb elektrische Energie erzeugt wird, kann sich die Bat-
terie entladen. Dies geschieht vor allem dann, wenn wenig Energie erzeugt
und viel verbraucht wird und der Ladezustand der Batterie nicht optimal ist.
Um den Energiehaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, werden Ver-
braucher, die besonders viel Energie benötigen, vorübergehend zurückgere-
gelt oder abgeschaltet. Insbesondere Heizsysteme verbrauchen sehr viel
Energie. Wenn Sie feststellen, dass beispielsweise die Sitzheizung* oder
die beheizbare Heckscheibe nicht heizt, wurde diese vorübergehend zu-
rückgeregelt oder abgeschaltet. Die Systeme stehen wieder zur Verfügung,
sobald der Energiehaushalt ausgeglichen ist.
Darüber hinaus werden Sie gegebenenfalls feststellen, dass die Leerlaufd-
rehzahl leicht erhöht wird. Das ist normal und kein Grund zur Beunruhigung.
Durch die Erhöhung der Leerlaufdrehzahl wird der Mehrbedarf an Energie
erzeugt und die Batterie aufgeladen. Gespeicherte Informationen in den
Steuergeräten
Werkseitig ist das Fahrzeug mit elektronischen Steuergeräten ausgestattet,
die unter anderem die Motor- und Getriebesteuerung übernehmen. Außer-
dem überwachen die Steuergeräte die Funktion der Abgasanlage und der
Airbags.
Die elektronischen Steuergeräte werten dazu während des Fahrbetriebs ste-
tig fahrzeugrelevante Daten aus. Bei auftretenden Störungen oder Abwei-
chungen von den Sollwerten werden ausschließlich diese Daten gespei-
chert. Störungen werden in der Regel von den Kontrollleuchten im Kombi-
Instrument angezeigt.
Gespeicherte Daten in den Steuergeräten können nur mit speziellen Gerä-
ten gelesen und ausgewertet werden.
Nur durch die Speicherung der entsprechenden Daten ist ein Fachbetrieb in
der Lage, aufgetretene Störungen zu erkennen und zu beseitigen. Bei den
gespeicherten Daten kann es sich unter anderem um folgende Daten han-
deln:
●
Motor- und getrieberelevante Daten
● Geschwindigkeit
● Fahrtrichtung
● Bremsstärke
● Gurtabfrage
Auf keinen Fall werden durch die eingebauten Steuergeräte Gespräche im
Fahrzeug aufgezeichnet.
Bei Unfällen, in denen Steuergeräte eine Airbag-Auslösung registrieren,
kann automatisch vom System ein Sendesignal gesendet werden. Dieses ist
abhängig vom Netzbetreiber. Grundsätzlich funktioniert eine Übertragung
nur in Gebieten mit ausreichender Mobilfunknetzversorgung.
Sicher ist sicherBedienungRat und TatTechnische Daten

196Intelligente Technik
Unfalldatenspeicher (Event Data Recorder)
Das Fahrzeug ist nicht mit einem Unfalldatenspeicher ausgestattet.
In einem Unfalldatenspeicher werden Informationen des Fahrzeugs vorüber-
gehend gespeichert. So erhält man im Falle eines Unfalls detaillierte Er-
kenntnisse über den Unfallhergang. Bei Fahrzeugen mit einem Airbag-Sys-
tem können unfallrelevante Daten wie z. B. Aufprallgeschwindigkeit, Gurt-
schlosszustände, Sitzpositionen und Auslösezeiten gespeichert werden.
Die Datenumfänge sind abhängig vom jeweiligen Hersteller.
Der Einbau eines solchen Unfalldatenspeichers darf nur mit Zustimmung
des Besitzers erfolgen und ist in einigen Ländern gesetzlich geregelt.
Umprogrammieren von Steuergeräten
Grundsätzlich sind alle Daten für die Steuerung von Komponenten in den
Steuergeräten gespeichert. Einige Komfortfunktionen wie z. B. Komfortblin-
ken, Einzeltüröffnung und Displayanzeigen können über spezielle Werk-
stattgeräte umprogrammiert werden. Wenn die Komfortfunktionen umpro-
grammiert werden, stimmen die entsprechenden Angaben und Beschrei-
bungen in dieser Bedienungsanleitung nicht mehr mit den veränderten
Funktionen überein. Wir empfehlen, die Umprogrammierung im Serviceplan
unter „Eintragungen der Werkstatt“ bestätigen zu lassen.
Informationen über eine mögliche Umprogrammierung kennt Ihr SEAT Be-
trieb.
Ereignisspeicher
Im Fußraum auf der Fahrerseite befindet sich eine Diagnose-Anschlussbuch-
se zum Auslesen des Ereignisspeichers. Im Ereignisspeicher werden Daten
über Funktion und Zustand der elektronischen Steuergeräte gespeichert.
Lassen Sie den Ereignisspeicher nur von einem SEAT Betrieb bzw. Fachbe-
trieb auslesen und löschen.
ACHTUNG
Die Diagnose-Anschlussbuchse darf nicht für private Zwecke genutzt wer-
den. Unsachgemäßer Gebrauch kann zu Funktionsstörungen führen –
Umfallgefahr!

198Fahren und Umwelt
Fahren Sie den Tank nie ganz leer, durch die unregelmäßige Kraftstoffver-
sorgung könnte es zu Fehlzündungen kommen. Dadurch gelangt unver-
branntes Benzin in die Abgasanlage, das zur Überhitzung und Beschädi-
gung des Katalysators führen kann.
Rußpartikelfilter für Dieselmotor
Gilt für Fahrzeuge mit Dieselmotor: Der Dieselpartikelfilter filtert die Ruß-
partikel nahezu vollständig aus dem Abgas. Im normalen Fahrbetrieb reinigt
sich der Filter selbstständig. Der Dieselpartikelfilter regeneriert sich auto-
matisch, ohne dass dies durch die Kontrollleuchte angezeigt wird. Das
kann sich durch eine erhöhte Leerlaufdrehzahl und einer gewissen Geruchs-
bildung bemerkbar machen.
Sollte die selbstständige bzw. automatische Reinigung des Filters (z. B. bei
dauerhaftem Kurzstreckenverkehr) nicht möglich sein, setzt sich der Filter
mit Ruß zu und die Kontrollleuchte für den Dieselpartikelfilter leuchtet.
Unterstützen Sie die selbstständige Reinigung des Filters durch folgende
Fahrweise: Fahren Sie etwa 15 Minuten mit mindestens 60 km/h im 4. oder
5. Gang (Automatikgetriebe: Fahrstufe S). Halten Sie die Motordrehzahl im
Bereich von 2000 U/min. Der erzeugte Temperaturanstieg sorgt dafür, dass
der Ruß im Filter verbrennt. Nach erfolgter Reinigung erlischt die Kontroll-
leuchte. Wenn die Kontrollleuchte nicht erlischt, fahren Sie unverzüglich zu
einem Fachbetrieb und lassen Sie die Störung beheben.
ACHTUNG
● Wegen der hohen Temperaturen am Abgasreinigungssystem (Kataly-
sator oder Dieselpartikelfilter) sollten Sie Ihr Fahrzeug nicht über leicht
entflammbarem Untergrund abstellen (z. B. Wiese oder Waldrand).
Brandgefahr!
● Im Bereich der Abgasanlage dürfen keine Unterbodenschutzmittel
aufgetragen werden: Brandgefahr!
Wirtschaftlich und umweltbewusst fahren
Kraftstoffverbrauch, Umweltbelastung und Verschleiß von Motor, Bremsen
und Reifen hängen im Wesentlichen von Ihrem Fahrstil ab. Durch voraus-
schauende und ökonomische Fahrweise lässt sich der Kraftstoffverbrauch
um 10-15 % reduzieren. Nachfolgend finden Sie Tipps, die Umwelt und
gleichzeitig Ihren Geldbeutel zu entlasten.
Vorausschauend fahren
Beim Beschleunigen verbraucht ein Fahrzeug den meisten Kraftstoff. Wenn
Sie vorausschauend fahren, müssen Sie weniger bremsen und demzufolge
auch weniger beschleunigen. Lassen Sie den Wagen, wenn dies möglich ist,
mit
eingelegtem Gang ausrollen - beispielsweise wenn erkennbar ist, dass
die nächste Ampel auf rot steht. Die damit erzielte Bremswirkung des Mo-
tors schont Bremsen und Reifen, Abgase und Kraftstoffverbrauch gehen da-
bei auf Null zurück (Schubabschaltung).
Energiesparend schalten
Eine wirksame Art Kraftstoff zu sparen, ist das frühe Hochschalten. Wer die
Gänge ausfährt, verbraucht unnötig Kraftstoff.
Schaltgetriebe: Schalten Sie möglichst bald vom ersten in den zweiten
Gang. Wir empfehlen soweit möglich jeweils bei ca. 2.000 Umdrehungen in
den nächst höheren Gang zu wechseln. Ein günstiger Kraftstoffverbrauch ist
auch eine Funktion des gewählten Ganges. Wählen Sie den Gang der Fahrsi-
tuation angepasst möglichst hoch und achten Sie darauf, dass der Motor
dabei noch rund läuft.
Automatikgetriebe: Treten Sie das Gaspedal langsam und vermeiden Sie
den „Kick-down“.
Vollgas vermeiden
Die Höchstgeschwindigkeit Ihres Fahrzeuges sollten Sie möglichst nie ganz
ausnutzen. Kraftstoffverbrauch, Abgasemission und Fahrgeräusche nehmen
bei hohen Geschwindigkeiten überproportional zu. Langsamer fahren spart
Kraftstoff.