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GAU22390
Scheibenbremsbeläge des
Vorder- und Hinterrads
prüfen
Der Verschleiß der Scheibenbrems-
beläge vorn und hinten muss in den
empfohlenen Abständen gemäß War-
tungs- und Schmiertabelle geprüft
werden.
GAU22430
Scheibenbremsbeläge vorn
1. Verschlei_anzeigerille des Bremsbelags
Die Vorderradbremse weist Versch-
leißanzeiger (Nuten) auf, die ein Prü-
fen der Bremsbeläge ohne Ausbau
erlauben. Zur Prüfung des Bremsbe-
lagverschleißes die Nuten prüfen.
Wenn eine Nut fast verschwunden ist,die Scheibenbremsbeläge als ganzen
Satz schnellstmöglich von einer
Yamaha-Fachwerkstatt austauschen
lassen.
GAU22480
Scheibenbremsbeläge hinten
1. Verschlei_anzeigerille des Bremsbelags
Die Scheibenbremse hinten weist
Verschleißanzeiger (Nuten) auf, die ein
Prüfen der Bremsbeläge ohne Aus-
bau erlauben. Abnutzung der Schei-
benbremsbeläge wie folgt prüfen.
1. Bremssattel-Schraube entfernen,
danach den Bremssattel nach
vorne kippen, um die Versch-
leißanzeiger (Nut) zu prüfen.
Wenn eine Nut fast verschwun-
den ist, die Scheibenbremsbelä-ge als ganzen Satz von einer
Yamaha-Fachwerkstatt austaus-
chen lassen.
2. Die Bremssattel-Schraube mon-
tieren und dann vorschriftsmäßig
festziehen.
Anzugsdrehmoment:
Bremssattel-Befestigungsschrau-
be:
30 Nm (3,0 m•kgf, 21,7 ft•lbf)
11
11
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GAU22580
Bremsflüssigkeitsstand
prüfen
Vorderradbremse
Hinterradbremse
Bei Bremsflüssigkeitsmangel kann
Luft in die Bremsanlage eindringen
und dessen Funktion beeinträchtigen.
Vor Fahrtantritt kontrollieren, dassBremsflüssigkeit bis über die Mini-
malstand-Markierung reicht, und, falls
erforderlich, Bremsflüssigkeit nachfü-
llen. Ein niedriger Bremsflüssigkeitss-
tand könnte darauf hinweisen, dass
die Bremsbeläge abgenutzt sind
und/oder ein Leck im Bremssystem
vorhanden ist. Ist der Bremsflüssig-
keitsstand niedrig, sicherstellen dass
die Bremsbeläge auf Verschleiß und
das Bremssystem auf Lecks überprüft
wird.
Folgende Vorsichtsmaßregeln beach-
ten:
Beim Ablesen des Flüssigkeitss-
tands muss der Vorratsbehälter
für Bremsflüssigkeit waagerecht
stehen.
Nur die empfohlene Bremsflüs-
sigkeit verwenden. Andere
Bremsflüssigkeiten können die
Dichtungen angreifen, Lecks
verursachen und dadurch die
Bremsfunktion beeinträchtigen.
Ausschließlich Bremsflüssigkeit
gleicher Marke und gleichen Typsnachfüllen. Das Mischen vers-
chiedener Bremsflüssigkeiten
kann chemische Reaktionen her-
vorrufen, die die Bremsfunktion
beeinträchtigen.
Darauf achten, dass beim Nach-
füllen kein Wasser in den Vorrats-
behälter gelangt. Wasser setzt
den Siedepunkt der Bremsflüs-
sigkeit erheblich herab und kann
Dampfblasenbildung verursa-
chen.
Bremsflüssigkeit greift Lack und
Kunststoffteile an. Deshalb vor-
sichtig handhaben und verschüt-
tete Flüssigkeit sofort abwischen.
Ein allmähliches Absinken des
Bremsflüssigkeitsstandes ist mit
zunehmendem Verschleiß der
Bremsbeläge normal. Jedoch bei
plötzlichem Absinken die Brem-
sanlage von einer Yamaha-Fach-
werkstatt überprüfen lassen.
Empfohlene Bremsflüssigkeit:
DOT 4
max.
min.
min
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Bremsflüssigkeit wechseln
Die Bremsflüssigkeit sollte in den
empfohlenen Abständen gemäß des
HINWEISES nach der Wartungs- und
Schmiertabelle von einer Yamaha-
Fachwerkstatt gewechselt werden.
Zusätzlich sollten die Öldichtungen
der Hauptbremszylinder und der
Bremssättel, sowie die Bremsschläu-
che, in den unten aufgeführten
Abständen gewechselt werden, oder
wenn sie beschädigt oder undicht
sind.
Öldichtungen: Alle zwei Jahre
erneuern.
Bremsschläuche: Alle vier Jahre
erneuern.
GAU22760
Antriebsketten-Durchhang
Den Antriebsketten-Durchhang vor
jeder Fahrt prüfen und ggf. korrigie-
ren.
GAU22781
Kettendurchhang prüfen
1. Antriebsketten-Durchhang
1. Das Motorrad auf den Sei-
tenständer stellen.
HINWEIS:
Beim Messen und Regeln des
Antriebsketten-Durchhangs darf auf
dem Fahrzeug keine Belastung sein.
2. Das Getriebe in die Leerlaufste-
llung schalten.3. Das Motorrad schieben, um die
straffste Stelle der Kette ausfin-
dig zu machen, und dann den
Kettendurchhang an dieser Ste-
lle, wie in der Abbildung gezeigt,
messen.
4. Den Antriebsketten-Durchhang
ggf. folgendermaßen korrigieren.
HINWEIS:
Beim Einstellen des Antriebsketten-
Durchhangs darf der Kettenspanner
die Kette nicht berühren.
Antriebsketten-Durchhang:
20 ~ 25 mm (0,787 ~ 0,984 in)
1
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Antriebskettendurchhang
einstellen
1. Achsmutter-Splint
2. Achsmutter
3. Kontermutter
4. Einstellschraube des Antriebskettendurch-
hangs
5. Ausrichtungsmarkierungen1. Achsmutter
2. Kontermutter
3. Einstellschraube des Antriebskettendurch-
hangs
4. Ausrichtungsmarkierungen
1. Den Achsmutter-Splint demon-
tieren und dann die Achsmutter
lockern.
2. Die Kontermuttern beider Ket-
tenspanner lockern.
3. Zum Straffen der Antriebskette
die Einstellmuttern an beiden
Enden des Kettenspanners in
Richtung (a) drehen. Zum Loc-
kern der Antriebskette die Eins-
tellmuttern an beiden Enden des
Kettenspanners in Richtung (b)
drehen und dann das Hinterrad
nach vorn drücken.
HINWEIS:
Beide Kettenspanner jeweils
gleichmäßig einstellen, damit die Aus-
richtung sich nicht verstellt. Die Mar-
kierungen auf beiden Seiten der Sch-
winge dienen zum korrekten
Ausrichten des Hinterrads.
GCA10570
ACHTUNG:
Eine falsch gespannte Antriebsket-
te verursacht erhöhten Verschleiß
von Motor und anderen wichtigen
Teilen des Motorrads und kann
dazu führen, dass die Kette reißt
oder abspringt. Daher darauf ach-
ten, dass der Kettendurchhang sich
im Sollbereich befindet.
4. Die Kontermuttern festziehen
und dann die Achsmutter vorsch-
riftsmäßig anziehen.
5. Die Achsmutter mit einem neuen
Splint sichern und dann die
Splintenden, wie in der Abbil-
dung gezeigt, umbiegen.
Anzugsdrehmoment:
Achsmutter:
90 Nm (9,0 m•kgf, 65,1 ft•lbf)
1
2
4 3
b
a
12
3
4
5a
b
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HINWEIS:
Falls die Achsbohrung für den Splint
nicht mit zwei Nuten in der Mutter
fluchtet, die Mutter weiter anziehen.
GWA10700
s s
WARNUNG
Immer einen neuen Splint für die
Achsmutter verwenden.
GAU23022
Antriebskette säubern und
schmieren
Die Kette muss gemäß Wartungs-
und Schmiertabelle gereinigt und
geschmiert werden, um den Versch-
leiß gering zu halten. Dies gilt beson-
ders für den Betrieb in nassen oder
staubigen Gegenden. Die Antriebs-
kette wie folgt warten:
GCA10581
ACHTUNG:
Die Antriebskette muss nach der
Reinigung des Motorrads oder
einer Fahrt im Regen geschmiert
werden.
1. Die Kette in einem Petroleumbad
mit einer kleinen weichen Bürste
reinigen.
GCA11120
ACHTUNG:
Die Kette nicht mit Dampfstrahler,
Hochdruck-Waschanlagen oder
einem ungeeigneten Lösungsmittel
reinigen, um eine Beschädigung
der O-Ringe zu vermeiden.
2. Die Kette trockenreiben.3. Die Kette gründlich mit O-Ring-
Kettenspray schmieren.
GCA11110
ACHTUNG:
Motoröl und andere Schmiermittel
sind für die Antriebskette nicht zu
verwenden, da sie möglicherweise
Lösungsmittel enthalten, die die O-
Ringe beschädigen können.
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GAU23100
Bowdenzüge prüfen und
schmieren
Die Funktion aller Bowdenzüge und
deren Zustand sollte vor jeder Fahrt
kontrolliert werden und die Züge und
deren Enden ggf. geschmiert werden.
Ist ein Bowdenzug beschädigt oder
funktioniert er nicht reibungslos,
muss er von einer Yamaha-Fach-
werkstatt kontrolliert oder ersetzt
werden.
GWA10720
s s
WARNUNG
Durch beschädigte Seilzughüllen
können Seilzüge korrodieren und in
ihrer Funktion eingeschränkt wer-
den. Aus Sicherheitsgründen
beschädigte Seilzüge unverzüglich
erneuern.
GAU23111
Gasdrehgriff und Gaszug
kontrollieren und schmieren
Vor jeder Fahrt sollte die Funktion des
Gasdrehgriffs kontrolliert werden.
Zusätzlich sollte der Gaszug gemäß
den in der Wartungs- und Schmierta-
belle vorgeschriebenen Abständen
geschmiert werden.
GAU23120
Frischöl-Förderpumpe
einstellen
Die Frischöl-Förderpumpe ist ein
wichtiger Bestandteil des Motors und
erfordert eine genaue Einstellung.
Deshalb muss die Frischöl-Förder-
pumpe in den empfohlenen Abstän-
den gemäß Wartungs- und Schmier-
tabelle von einer
Yamaha-Fachwerkstatt geprüft und
ggf. eingestellt werden.
Empfohlenes Schmiermittel:
Motoröl
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GAU23131
Fußbrems- und Schalthebel
prüfen und schmieren
Vor Fahrtantritt die Funktion der Fuß-
brems- und Schalthebel prüfen und
ggf. die Drehpunkte schmieren.
GAU23140
Handbrems- und
Kupplungshebel prüfen und
schmieren
Vor Fahrtantritt die Funktion der
Handbrems- und Kupplungshebel
prüfen und ggf. die Drehpunkte sch-
mieren.
Empfohlenes Schmiermittel:
Lithiumseifenfett (Universalsch-
mierfett)
j
kj
q
Empfohlenes Schmiermittel:
Lithiumseifenfett (Universalsch-
mierfett)
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Seitenständer prüfen und
schmieren
Die Funktion des Seitenständers soll-
te vor jeder Fahrt geprüft werden und
die Drehpunkte und Metall-auf-
Metall-Kontaktoberflächen sollten
gegebenenfalls geschmiert werden.
GWA10730
s s
WARNUNG
Falls der Seitenständer klemmt,
diesen von einer Yamaha-Fach-
werkstatt instand setzen lassen.
GAU23271
Teleskopgabel prüfen
Zustand und Funktion der Teleskop-
gabel müssen folgendermaßen in den
empfohlenen Abständen gemäß War-
tungs- und Schmiertabelle geprüft
werden.
Zustand prüfen
GWA10750
s s
WARNUNG
Das Fahrzeug sicher abstützen,
damit es nicht umfallen kann.
Die Standrohre auf Kratzer und ande-
re Beschädigungen, die Gabeldich-
tringe auf Öllecks prüfen.Funktionsprüfung
1. Das Fahrzeug auf einem ebenen
Untergrund abstellen und in
gerader Stellung halten.
2. Bei kräftig gezogenem Hand-
bremshebel die Gabel durch star-
ken Druck auf den Lenker mehr-
mals einfedern und prüfen, ob sie
leichtgängig ein- und ausfedert.
GCA10590
ACHTUNG:
Falls die Teleskopgabel nicht
gleichmäßig ein- und ausfedert
oder irgendwelche Schäden fest-
gestellt werden, das Fahrzeug von
einer Yamaha-Fachwerkstatt über-
prüfen bzw. reparieren lassen.
Empfohlenes Schmiermittel:
Lithiumseifenfett (Universalsch-
mierfett)
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