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9. Den Kühlerverschlussdeckel
zudrehen, dann den Motor anlas-
sen, einige Minuten lang warm
laufen lassen und anschließend
abstellen.
10. Den Kühlerdeckel abnehmen und
den Kühlflüssigkeitsstand im
Kühler überprüfen. Falls erforder-
lich, ausreichend Kühlflüssigkeit
bis zum oberen Rand des Küh-
lers nachfüllen und dann den
Kühlerdeckel wieder aufsetzen.
11. Den Stand der Kühlflüssigkeit im
Ausgleichsbehälter überprüfen.
Falls erforderlich, den Aus-
gleichsbehälterdeckel abneh-
men, Kühlflüssigkeit bis zur
Maximalstand-Markierung nach-
füllen und dann den Deckel wie-
der aufsetzen.
12. Den Motor anlassen und das
Fahrzeug auf Kühlflüssigkeits-
lecks überprüfen. Treten Lecks
auf, das Kühlsystem von einer
Yamaha-Fachwerkstatt überprü-
fen lassen.
13. Die Abdeckungen montieren.GAU40370
Luftfiltereinsatz
Der Luftfiltereinsatz sollte in den emp-
fohlenen Abständen gemäß den Inter-
vallen in der Wartungs- und Schmier-
tabelle gesäubert und ersetzt werden.
Den Luftfiltereinsatz durch einen
Yamaha-Händler säubern und erset-
zen lassen.
GAU21280
Vergaser einstellen
Der Vergaser ist ein wesentlicher Bes-
tandteil des Motors und erfordert eine
höchst genaue Einstellung. Die meis-
ten Einstellarbeiten sollten einer
Yamaha-Fachwerkstatt vorbehalten
bleiben, die über die notwendigen
Kenntnisse und Erfahrung verfügt. Die
im Folgenden beschriebene Einste-
llung können Sie jedoch im Rahmen
der regelmäßigen Wartung selbst
ausführen.
GCA10550
ACHTUNG:
Die im Yamaha-Werk vorgenomme-
ne Vergasereinstellung beruht auf
zahlreichen Tests. Eine Änderung
dieser Einstellung ohne ausrei-
chende Fachkenntnis kann zu Leis-
tungsabfall und Motorschäden füh-
ren.
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GAU21370
Gaszugspiel einstellen
Das Gaszugspiel sollte am Gasdreh-
griff 4 ~ 6 mm (0,15 ~ 0,23 in betra-
gen. Das Gaszugspiel am Drehgriff
regelmäßig prüfen und ggf. folgender-
maßen einstellen.
1. Gaszugspiel
HINWEIS:
Vor dem Prüfen des Gaszugspiels die
Leerlaufdrehzahl prüfen und ggf.
korrigieren.
1. Zum Erhöhen des Gaszugspiels
die Einstellmutter in Richtung (a)
drehen. Zum Verringern des Gas-
zugspiels die Einstellmutter in
Richtung (b) drehen.
GAU33481
Leerlaufdrehzahl einstellen
Die Leerlaufdrehzahl muss in den
empfohlenen Abständen gemäß War-
tungs- und Schmiertabelle folgender-
maßen geprüft und ggf. eingestellt
werden.
Der Motor sollte warm gelaufen sein,
bevor Sie diese Einstellung vorneh-
men.
HINWEIS:
Der Motor ist ausreichend warm
gelaufen, wenn er spontan auf Gas-
geben anspricht.
1. Die Abdeckung B abnehmen.
(Siehe Seite 6-5.)
1. Leerlaufeinstellschraube
2. Prüfen Sie die Leerlaufdrehzahl
des Motors und stellen Sie sie,
falls erforderlich, durch Drehen
der Leerlaufeinstellschraube auf
den vorgeschriebenen Wert ein.
Zum Erhöhen der Leerlaufdreh-
zahl die Einstellschraube in Rich-
tung (a) drehen. Zum Verringern
der Leerlaufdrehzahl die Eins-
tellschraube in Richtung (b) dre-
hen.
HINWEIS:
Falls sich die Leerlaufdrehzahl nicht
wie oben beschrieben einstellen lässt,
den Motor von einer Yamaha-Fach-
werkstatt überprüfen lassen.
3. Die Abdeckung montieren.
Leerlaufdrehzahl:
1.600 ~ 1.900 U/min
1(a)
(b)
ef
g(a)
(b)1
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GAU21560
Reifen
Zur Erzielung optimaler Fahrleistun-
gen, einer langen Lebensdauer und
maximaler Fahrsicherheit mit Ihrem
Motorrad beachten Sie bitte die fol-
genden Punkte zum Thema Reifen.
Reifenluftdruck
Den Reifenluftdruck vor Fahrtantritt
prüfen und ggf. korrigieren.
GWA10500
s s
WARNUNG
Den Reifenluftdruck stets bei
kalten Reifen (d. h. Reifentem-
peratur entspricht Umge-
bungstemperatur) prüfen und
korrigieren.
Der Reifendruck muss entspre-
chend der Fahrgeschwindig-
keit und hinsichtlich des
Gesamtgewichts von Fahrer,
Beifahrer, Gepäck und
Zubehör, das für dieses Modell
genehmigt wurde, angepasst
werden.GWA11020
s s
WARNUNG
Da die Beladung das Fahr- sowie
das Bremsverhalten und damit die
Sicherheit des Motorrads beein-
flusst, stets folgende Punkte
beachten.
DAS MOTORRAD NIEMALS
ÜBERLADEN! Überladen des
Motorrads beeinträchtigt nicht
nur Fahrverhalten und Sicher-
heit, sondern kann auch Rei-fenschäden und Unfälle zur
Folge haben. Sicherstellen,
dass das Gesamtgewicht aus
Gepäck, Fahrer, Beifahrer und
zulässigem Zubehör nicht die
maximale Gesamtzuladung des
Fahrzeugs überschreitet.
Keinesfalls Gegenstände mit-
führen, die während der Fahrt
verrutschen können.
Schwere Lasten zum Moto-
rradmittelpunkt hin platzieren
und das Gewicht möglichst
gleichmäßig auf beide Seiten
verteilen.
Fahrwerk und Reifenluftdruck
müssen auf die Gesamtzula-
dung angepasst werden.
Reifenzustand und -luftdruck
vor Fahrtantritt prüfen.
Reifenluftdruck (gemessen bei kal-
ten Reifen):
Bis 90 kg (198 lb):
Vo r n :
180 kPa (25 psi) (1,8 kgf/cm
2)
Hinten:
200 kPa (28 psi) (2,0 kgf/cm
2)
90 kg (198 lb)~Maximum:
Vo r n :
190 kPa (27 psi) (1,9 kgf/cm
2)
Hinten:
230 kPa (33 psi) (2,3 kgf/cm
2)
Maximale Zuladung*:
196 kg (432,18 lb)
* Gesamtgewicht von Fahrer, Bei-
fahrer, Gepäck und Zubehör
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Reifenkontrolle
1. Profiltiefe
Vor jeder Fahrt die Reifen prüfen. Bei
unzureichender Profiltiefe, Nägeln
oder Glassplittern in der Lauffläche,
rissigen Flanken usw. den Reifen
umgehend von einer Yamaha-Fach-
werkstatt wechseln lassen.
HINWEIS:
Die Gesetzgebung zur Mindestprofil-
tiefe kann von Land zu Land abwei-
chen. Richten Sie sich deshalb nach
den entsprechenden Vorschriften.
Reifenausführung
Die Gussräder dieses Motorrads sind
mit Schlauchlos-Reifen bestückt.
GWA10460
s s
WARNUNG
Grundsätzlich Reifen gleichen
Typs und gleichen Herstellers
für Vorder- und Hinterrad ver-
wenden. Bei anderen als den
zugelassenen Reifenkombina-
tionen kann das Fahrverhalten
nicht garantiert werden.
Ausschließlich die nachfolgen-
den Reifen sind nach zahlrei-
chen Tests von der Yamaha
Motor España, S.A. freigege-
ben worden.
GWA10470
s s
WARNUNG
Abgenutzte Reifen unverzü-
glich von einer Yamaha-Fach-
werkstatt austauschen lassen.
Abgesehen davon, dass Sie
gegen die Straßenverkehrsord-
nung verstoßen, beeinträchti-
gen übermäßig abgefahrene
Reifen die Fahrstabilität und
können zum Verlust der Kon-
trolle über das Fahrzeug füh-
ren.
Den Austausch von Bauteilen
an Rädern und Bremsanlage
sowie Reifenwechsel
grundsätzlich von einer Yama-
ha-Fachwerkstatt vornehmen
lassen, die über das notwendi-
ge Werkzeug und fachliche
Erfahrung verfügt.
Vorderreifen:
Größe:
100/80-17 MC 52 H
Hersteller/Modell:
Pirelli / SPORT DEMON
Continental/Conti-Twist SM
Hinterreifen:
Größe:
130/70-17 M/C 62 H
Hersteller/Modell:
Pirelli / SPORT DEMON
Continental/Conti-Twist SM
Mindestprofiltiefe (vorn und hin-
ten):
1,6 mm (0,06 in)
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GAU21960
Gussräder
Optimale Lenkstabilität, Lebensdauer
und Fahrsicherheit Ihres Fahrzeugs
sind nur durch Beachtung der folgen-
den Punkte gewährleistet.
Räder und Reifen vor jeder Fahrt
auf Risse, Schnitte u. ä. untersu-
chen, die Felgen auf Verzug und
andere Beschädigungen prüfen.
Bei Mängeln an Reifen oder
Rädern das Rad von einer Yama-
ha-Fachwerkstatt ersetzen las-
sen. Selbst kleinste Reparaturen
an Rädern und Reifen nur von
einer Fachwerkstatt ausführen
lassen. Verformte oder eingeris-
sene Felgen müssen ausge-
tauscht werden.
Nach dem Austausch von Felgen
und/oder Reifen muss das Rad
ausgewuchtet werden. Eine Rei-
fenunwucht beeinträchtigt die
Fahrstabilität, vermindert den
Fahrkomfort und verkürzt die
Lebensdauer des Reifens.
Nach dem Reifenwechsel
zunächst mit mäßiger Geschwin-
digkeit fahren, denn bevor der
Reifen seine optimalen Eigens-
chaften entwickeln kann, muss
seine Lauffläche vorsichtig einge-
fahren werden.GAU22041
Kupplungshebel-Spiel
einstellen
1. Kupplungshebel-Spiel
2. Kontermutter (Kupplungshebel)
3. Einstellschraube für das Spiel des Kup-
plungshebels
Der Kupplungshebel muss ein Spiel
von 10~15 mm (0,39~0,59 in) aufwei-
sen. Das Kupplungshebel-Spiel
regelmäßig prüfen und ggf. folgender-
maßen einstellen.
1. Die Kontermutter am Kupplungs-
hebel lockern.
j
kj
q
1 23
ab
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2. Zum Erhöhen des Kupplungshe-
bel-Spiels die Einstellschraube in
Richtung (a) drehen. Zum Verrin-
gern des Kupplungshebel-Spiels
die Einstellschraube in Richtung
(b) drehen.
HINWEIS:
Bei korrektem Kupplungshebel-Spiel
die Kontermutter festziehen. Falls das
Kupplungshebel-Spiel nicht, wie oben
beschrieben, korrekt eingestellt wer-
den konnte, folgendermaßen vorge-
hen.
3. Die Einstellschraube am Kup-
plungshebel in Richtung (a) dre-
hen, um den Kupplungsseilzug
zu lockern.4. Die Kontermutter am Kurbel-
gehäuse lockern.
5. Zum Erhöhen des Kupplungshe-
bel-Spiels die Einstellmutter in
Richtung (a) drehen. Zum Verrin-
gern des Kupplungshebel-Spiels
die Einstellmutter in Richtung (b)
drehen.
6. Die Kontermutter am Kupplungs-
hebel und am Kurbelgehäuse
festziehen.
GAUT1220
Spiel des
Vorderradbremshebelsprüfen
1. Vorderradbremshebel-Spiel
Der Bremshebel muss ein Spiel von
2~5 mm (0,08~0,20 in)aufweisen, wie
dargestellt. Das Bremshebelspiel
regelmäßig prüfen und, falls erforder-
lich, das Bremssystem von einer
Yamaha-Fachwerkstatt prüfen lassen.
GWA10640
s s
WARNUNG
Ein falsches Bremshebelspiel kann
auf einen Defekt im Bremssystem
hinweisen. Das Motorrad nicht
benutzen, bis das Bremssystem
von einer Yamaha-Fachwerkstatt
überprüft oder repariert worden ist.
1
ab
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GAUM1352
Spiel des Fußbremshebels
einstellen
1. Spiel des Fußbremshebels
Das Fußbremshebel-Spiel sollte
10~15 mm (0,39~0,59 in) betragen,
wie dargestellt. Das Fußbremshebel-
Spiel regelmäßig prüfen und ggf. von
einer Yamaha-Fachwerkstatt einste-
llen lassen.
GWAM1010
s s
WARNUNG
Sie werden hiermit in Kenntnis
gesetzt, dass der Versuch den
Motor oder irgendeine andere
Komponente des Rollers zu verän-
dern, um die Leistung zu erhöhen,
gesetzlich strengstens verboten
ist.
Jegliche Abänderungen, die in
einer Erhöhung der Höchst-
geschwindigkeit des Fahr-
zeugs oder der Motorkapazität
resultieren, werden den Moto-
rroller in die Klasse “leichtes
Motorrad” erheben. Dies hat
Konsequenzen, welche den
Eigentümer zu folgenden Sch-
ritten verpflichten:
- eine neue Klassifizierung zu
erhalten,
- das Fahrzeug registrieren zu
lassen,
- einen Führerschein zu haben
(entsprechend der neuen
Gesetzgebung).
Außerdem werden Sie hiermit darü-
ber informiert, dass solche Abän-
derungen Ihren Versicherungss-
chutz verwirken, da
Versicherungspolicen ausdrücklich
festlegen, dass solche technischen
Änderungen, im Hinblick auf Leis-
tungserhöhung verboten sind.
Aus oben genannten Gründen sind
Verstöße gegen die Vorschriften,
die persönliche Eingriffe oder sol-
che von Dritten verbieten, gesetz-lich strafbar, und das Fahrzeug
könnte sogar konfisziert werden.
Außerdem können, je nachdem,
Strafen hinzugefügt werden, wie z.
B. für das Versäumnis einen Sturz-
helm zu tragen, den Kraftfahr-
zeugschein nicht vorweisen zu
können, keine Versicherung oder
keinen Führerschein zu haben.
1
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GAUB1100
Fußschalthebel-Position
einstellen
1. Fußschalthebel
Der Höhenunterschied zwischen der
Oberkante des Fußschalthebels und
der Oberkante der Fußraste sollte,
wie in der Abbildung gezeigt, 65 mm
(2.5590 in) betragen. Die Fußschalt-
hebel-Position regelmäßig prüfen und
ggf. von einer Yamaha-Fachwerkstatt
einstellen lassen.
GAU22270
Hinterrad-Bremslichtschalter
einstellen
1. Hinterrad-Bremslichtschalter
2. Einstellmutter des Hinterrad-Bremslichts-
chalter
Der mit dem Bremslicht verbundene
Hinterrad-Bremslichtschalter spricht
beim Betätigen des Fußbremshebels
an. Bei korrekter Einstellung leuchtet
das Bremslicht kurz vor Einsetzen der
Bremswirkung auf. Den Bremslichts-
chalter gegebenenfalls folgender-
maßen einstellen:
Den Hinterrad-Bremslichtschalter
beim Drehen der Einstellmutter fest-
halten. Um den Einschaltpunkt des
Bremslichts vorzuversetzen, die Eins-
tellmutter in Richtung (a) drehen. Umden Einschaltpunkt des Bremslichts
zurückzuversetzen, die Einstellmutter
in Richtung (b) drehen.
a
b
1 2
1
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