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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GAU04226
Scheinwerferlampe auswechselnDie Scheinwerfer sind mit Halogenlampen
ausgestattet. Eine durchgebrannte Schein-
werferlampe kann folgendermaßen ausge-
wechselt werden.
1. Die Abdeckung A abnehmen; siehe
dazu Seite 6-8.
2. Den Scheinwerfer-Steckverbinder
lösen und dann die Lampenschutz-
kappe abnehmen.3. Den Lampenhalter aushängen und
dann die defekte Lampe herausneh-
men.
GW000119
WARNUNG
_ Scheinwerferlampen werden sehr
schnell heiß. Deshalb entflammbares
Material fernhalten und die Lampe nie-
mals berühren, bevor sie ausreichend
abgekühlt ist. _4. Die neue Scheinwerferlampe ein-
setzen und mit dem Lampenhalter
sichern.
GC000104
ACHTUNG:_ Darauf achten, folgende Teile nicht zu
beschädigen:
Scheinwerferlampe
Schweiß- und Fettspuren auf dem
Glas beeinträchtigen die Leucht-
kraft und Lebensdauer der Lampe.
Deshalb den Glaskolben der neuen
Lampe nicht mit den Fingern berüh-
ren und Verunreinigungen der Lam-
pe mit einem mit Alkohol oder Ver-
dünner angefeuchteten Tuch
entfernen.
Streuscheibe
Keinerlei Aufkleber oder Folien
an der Streuscheibe anbringen.
Die vorgeschriebene Lampen-
Bezeichnung (Leistung) unbe-
dingt beachten.
_5. Die Lampenschutzkappe und dann
den Scheinwerfer-Steckverbinder auf-
setzen.
6. Die Abdeckung montieren.
7. Den Scheinwerfer ggf. vom YAMAHA-
Händler einstellen lassen.
1. Scheinwerfer-Steckverbinder
2. Lampenschutzkappe
1. Lampenhalter
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GAU03730
Rücklicht-/Bremslichtlampe Die Rücklicht-/Bremslichtlampe dieses
Modells ist mit LEDs statt herkömmlicher
Glühlampen bestückt.
Falls das Rücklicht-/Bremslicht nicht
funktioniert, das Motorrad vom YAMAHA-
Händler prüfen lassen.
GAU03497
Blinkerlampe auswechseln 1. Die Blinker-Streuscheibe abschrau-
ben.
2. Die defekte Lampe hineindrücken und
im Gegenuhrzeigersinn herausdre-
hen.
3. Die neue Lampe in die Fassung hin-
eindrücken und dann im Uhrzeiger-
sinn festdrehen.
4. Die Streuscheibe festschrauben.
GCA00065
ACHTUNG:_ Die Schraube nicht zu fest anziehen, um
die Streuscheibe nicht zu beschädigen. _
GAU01579
Motorrad aufbocken Da dieses Modell keinen Hauptständer be-
sitzt, sollten beim Ausbau der Räder oder
zum Erledigen von anderen Wartungs-
arbeiten, bei denen das Motorrad sicher
und senkrecht stehen muß, folgende Hin-
weise beachtet werden.
Vor der Wartungsarbeit prüfen, ob das
Motorrad sicher und senkrecht steht. Es
kann nach Bedarf auch eine stabile Holz-
kiste unter dem Motor plaziert werden.
Vorderrad
1. Die Motorrad-Hinterseite stabilisieren.
Dazu entweder hinten einen Motor-
rad-Montageständer verwenden oder
(falls nicht zwei solcher Ständer zur
Verfügung stehen) einen Aufbock-
ständer aus dem Automobilfachhan-
del unter den Rahmen in Nähe des
Hinterrads stellen.
2. Das Fahrzeug mit einem Motorrad-
Montageständer vorn so abstützen,
daß das Vorderrad sich frei drehen
läßt.
1. Schraube
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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Hinterrad
Das Motorrad so abstützen, daß das Hin-
terrad sich frei drehen läßt. Dazu entweder
hinten einen Motorrad-Montageständer
verwenden oder zwei Aufbockständer unter
den Hauptrahmen oder die Schwingenar-
me stellen.
GAU01617
Vorderrad Vorderrad ausbauen
GW000122
WARNUNG
_
Wartungsarbeiten an den Rädern
sollten grundsätzlich von einem
YAMAHA-Händler durchgeführt
werden.
Das Fahrzeug sicher abstützen, da-
mit es nicht umfallen kann.
_1. Die Vorderachs-Klemmschraube,
dann die Bremssattel-Schrauben lok-
kern.
2. Die Radachse mit einem 19-mm-
Sechskantschlüssel lockern.3. Das Motorrad aufbocken, um das Vor-
derrad vom Boden abzuheben; siehe
dazu Seite 6-39.
4. Die Bremsschlauchhalter abschrau-
ben.
5. Die Bremssättel abschrauben.
6. Die Radachse herausziehen und dann
das Rad herausrollen.
GCA00046
ACHTUNG:_ Bei demontierten Bremssätteln auf kei-
nen Fall die Bremse betätigen, da sonst
die Bremsbeläge aneinandergedrückt
werden. _
1. Radachse
2. Vorderachs-Klemmschraube
1. Schraube (× 3)
2. Bremsschlauchhalter
3. Bremssattel
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GAU04257
Vorderrad einbauen
1. Das Rad zwischen den Gabelholmen
anheben.
2. Die Radachse durchstecken.
3. Das Motorrad herablassen.
4. Die Bremssättel festschrauben.HINWEIS:_ Zwischen den Bremsbelägen muß ein ge-
nügend großer Spalt für die Bremsscheibe
vorhanden sein. _5. Die Bremsschlauchhalter festschrau-
ben.
6. Die Vorderachs-Klemmschraube
montieren und dann die folgenden
Teile vorschriftsmäßig anziehen.7. Die Teleskopgabel mehrmals einfe-
dern, um deren Funktion zu prüfen.
GAU03537
Hinterrad Hinterrad ausbauen
GW000122
WARNUNG
_
Wartungsarbeiten an den Rädern
sollten grundsätzlich von einem
YAMAHA-Händler durchgeführt
werden.
Das Fahrzeug sicher abstützen,
damit es nicht umfallen kann.
_1. Die Achsmutter und Bremssattel-
Schrauben lockern.
2. Das Motorrad aufbocken, um das Hin-
terrad vom Boden abzuheben; siehe
dazu Seite 6-40. Anzugsmoment
Radachse
72 Nm (7,2 m·kg)
Vorderachs-Klemmschraube
20 Nm (2,0 m·kg)
Bremssattel-Schraube
40 Nm (4,0 m·kg)1. Achsmutter
2. Einstellschraube (Kettenspannung)
3. Kontermutter
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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3. Die Achsmutter und den Bremssattel
abschrauben.
4. Die Kontermutter beider Kettenspan-
ner lockern.
5. Die Einstellschraube beider Ketten-
spanner ganz nach
a drehen.6. Das Hinterrad nach vorn drücken und
dann die Antriebskette vom Kettenrad
abnehmen.
HINWEIS:_ Die Antriebskette muß für den Ein- und
Ausbau des Hinterrads nicht aufgetrennt
werden. _7. Die Radachse herausziehen und dann
das Rad herausrollen.
GCA00048
ACHTUNG:_ Bei ausgebautem Rad auf keinen Fall die
Bremse betätigen, da sonst die Brems-
beläge aneinandergedrückt werden. _
1. Schraube (× 2)
2. Bremssattel hinten
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GAU03538
Hinterrad einbauen
1. Das Rad zwischen die Schwingen-
arme rollen und dann die Radachse
von der linken Seite her durchstek-
ken.
2. Die Antriebskette auf das Kettenrad
spannen und dann den Antriebs-
ketten-Durchhang einstellen; siehe
dazu Seite 6-30.
3. Die Achsmutter festziehen und das
Motorrad herablassen.
4. Den Bremssattel festschrauben.HINWEIS:_ Zwischen den Bremsbelägen muß ein ge-
nügend großer Spalt für die Bremsscheibe
vorhanden sein. _5. Die Achsmutter und die Bremssattel-
Schrauben vorschriftsmäßig anzie-
hen.
GAU03087
Fehlersuche Obwohl alle YAMAHA-Fahrzeuge vor der
Auslieferung einer strengen Inspektion
unterzogen werden, kann es im Alltag zu
Störungen kommen. Zum Beispiel kön-
nen Defekte am Kraftstoff- oder Zünd-
system oder mangelnde Kompression zu
Anlaßproblemen und Leistungseinbußen
führen.
Die nachfolgenden Fehlersuchdiagram-
me beschreiben die Vorgänge, die es
Ihnen ermöglichen, eine einfache und
schnelle Kontrolle der einzelnen Funkti-
onsbereiche vorzunehmen. Reparatur-
arbeiten sollten jedoch unbedingt von
einem YAMAHA-Händler ausgeführt wer-
den, denn nur dieser bietet das Know-
how, die Werkzeuge und die Erfahrung
für eine optimale Wartung.
Ausschließlich YAMAHA-Originalersatz-
teile verwenden. Ersatzteile anderer Her-
steller mögen zwar so aussehen wie
YAMAHA-Teile, bieten aber nur selten die
gleiche Qualität und Lebensdauer, was
erhöhte Reparaturkosten zur Folge hat. Anzugsmoment
Achsmutter
150 Nm (15,0 m·kg)
Bremssattel-Schraube
40 Nm (4,0 m·kg)
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GAU02990
Fehlersuchdiagramme Bei Startproblemen und mangelnder Motorleistung
GW000125
WARNUNG
_ Bei Prüf- und Reparaturarbeiten am Kraftstoffsystem Funken und offene Flammen fernhalten und auf keinen Fall rauchen. _
Ausreichend
Tank leerVerdichtung prüfen.
Kraftstoff tanken.
2. Verdichtung
Verdichtung vorhanden
Kein VerdichtungZündung prüfen.
Vom YAMAHA-Händler prüfen lassen.
Kerzen herausschrauben
und Elektroden prüfen.
3. Zündung
Feucht
TrockenMit trockenem Lappen sauberwischen
und Elektrodenabstand korrigieren bzw.
Zündkerzen erneuern.
Vom YAMAHA-Händler prüfen lassen. Motor startet nicht. Batterie prüfen. Gasdrehgriff halb öffnen und E-Starter
betätigen.
4. Batterie
Motor dreht schnell.
Motor dreht zu langsam.Batterie gut.
1. KraftstoffKraftstoffstand prüfen.
E-Starter betätigen.
E-Starter betätigen.
Anschlüsse prüfen bzw.
Batterie laden.
Motor startet nicht.
Verdichtung prüfen.
Motor startet nicht.
Vom YAMAHA-Händler prüfen lassen.
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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Bei Motorüberhitzung
GW000070
WARNUNG
_
Der heiße Kühler steht unter Druck. Daher den Kühlerverschlußdeckel niemals bei heißem Motor abnehmen, denn aus-
tretender Dampf und heiße Kühlflüssigkeit könnten ernsthafte Verbrühungen verursachen. Den Kühlerverschlußdeckel
erst nach Abkühlen des Motors öffnen.
Nachdem die Kühlerverschlußdekkel-Arretierschraube losgedreht wurde, einen dicken Lappen über den Kühlerver-
schlußdeckel legen und dann den Deckel langsam im Gegenuhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen, damit der restliche
Druck entweichen kann. Wenn kein Zischen mehr zu vernehmen ist, auf den Deckel drücken und ihn dann im Gegenuhr-
zeigersinn abschrauben.
_HINWEIS:_ Falls die vorgeschriebene Kühlflüssigkeit nicht verfügbar ist, kann notfalls auch Leitungswasser verwendet werden. Dieses aber so bald
wie möglich durch die vorschriftsmäßige Kühlflüssigkeit ersetzen. _
Motor abkühlen
lassen.
Kühlflüssigkeitsstand im
Ausgleichsbehälter und/oder
im Kühler prüfen.
Flüssigkeitsstand
ist ausreichend.Flüssigkeitsstand ist niedrig.
Kühlsystem auf
Undichtigkeit prüfen.
DichtUndicht
Kühlsystem vom YAMAHA-Händler
prüfen und instand setzen lassen.Kühlflüssigkeit nachfüllen.
(Siehe HINWEIS.)
Motor erneut anlassen.
Falls der Motor wieder überhitzt, das Kühlsystem vom YAMAHA-
Händler prüfen und instand setzen lassen.
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