Page 404 of 579
5-97
Fahrhinweise
5
(Fortsetzung)
• Der Abstand zum
vorausfahrenden Fahrzeug ist
sehr gering oder das
vorausfahrende Fahrzeug
versperrt die Sicht auf die
Fahrspurmarkierung.
• Der Straßenzustand lässt das
Fahrzeug heftig vibrieren.
• Die Anzahl der Fahrspuren nimmt
zu oder ab oder die
Fahrspurmarkierungen kreuzen
einander.
• Auf dem Armaturenbrett sind
Gegenstände abgelegt.
• Fahren gegen die Sonne.
• Passieren von Straßenbaustellen.
• Es gibt mehr als zwei Fahrspuren.
• Die Fahrspur wird
zusammengeführt oder geteilt.
• Passieren von Mautstationen. Störung des
Spurhalteassistenten
Bei Störungen des Systems
erscheint 2 Sekunden lang eine
diesbezügliche Meldung. Wenn die
Störung bestehen bleibt, leuchtet die
Störungsanzeige des
Spurhalteassistenten auf.
Störungsanzeige
Spurhalteassistent
Die (gelbe) Störungsanzeige des
Spurhalteassistenten leuchtet, wenn
der Spurhalteassistent nicht
ordnungsgemäß funktioniert.
ODH053147G
ODH053118
ODH053117
■Ausführung A
■Ausführung B
Page 415 of 579

5-108
Fahrhinweise
Gefahrenträchtige
Fahrumstände
Beim Auftreten gefährlicher
Fahrumstände (Wasser, Schnee,
Eis, Schlamm, Kies etc.):
Fahren Sie vorsichtig und halten Sie
mehr Sicherheitsabstand.
Vermeiden Sie abrupte Brems- und
Lenkmanöver.
Fahren Sie auf Schnee, Schlamm
oder Sand bei Bedarf im zweiten
Gang an und geben Sie nur mäßig
Gas, um das Durchdrehen der
Antriebsräder zu verhindern.
Wenn die Antriebsräder beim
Anfahren auf Eis, Schnee oder
Schlamm durchdrehen, verwenden
Sie Sand, Split oder ähnliche
Hilfsmittel, um die Traktion zu
erhöhen.
Freischaukeln
Wenn sich das Fahrzeug in Schnee,
Sand oder Schlamm festgefahren hat,
drehen Sie das Lenkrad abwechseln
in beide Richtungen, um den Bereich
um die Vorderräder frei zu machen.
Schalten Sie dann zwischen "R"
(Rückwärtsgang) und einem
beliebigen Vorwärtsgang hin und her.
Lassen Sie die Räder nach
Möglichkeit nicht durchdrehen und
überdrehen Sie nicht den Motor.
Warten Sie mit dem Schalten, bis die
Räder nicht mehr durchdrehen, da
andernfalls das Getriebe verschleißt.
Lassen Sie das Gaspedal beim
Schalten los und treten Sie es leicht,
wenn ein Gang eingelegt ist. Das
langsame vor- und rückwärts Drehen
der Räder verursacht eine
Schaukelbewegung, durch die das
Fahrzeug möglicherweise freikommt.
BESONDERE FAHRUMSTÄNDE
Beim Fahren auf rutschigem
Untergrund kann das
Herunterschalten in eine kleinere
Fahrstufe bei Fahrzeugen mit
Automatikgetriebe zu einem
Unfall führen. Die plötzliche
Drehzahländerung der Räder
kann dazu führen, dass die
Räder die Haftung verlieren und
ins Rutschen kommen. Seien Sie
beim Zurückschalten auf
rutschigem Untergrund
besonders vorsichtig.
VORSICHT
Page 416 of 579

5-109
Fahrhinweise
5
Kurventechnik
Bremsen und schalten sie möglichst
nicht in Kurven (vor allem bei nasser
Fahrbahn). Idealerweise sollte in
Kurven immer eine leichte
Beschleunigung stattfinden. Wenn das Fahrzeug nach
mehreren Versuchen immer
noch feststeckt, lassen Sie es
von einem Abschleppfahrzeug
herausziehen, damit der Motor
nicht zu heiß wird und das
Getriebe und die Reifen nicht
beschädigt werden. Siehe
"Abschleppen" in Kapitel 6.
Schalten Sie vor dem
Freischaukeln des Fahrzeugs
zunächst das ESC ab, damit das
Getriebe nicht beschädigt wird.ACHTUNG
Wenn die Räder mit hoher
Drehzahl durchdrehen, können
die Reifen platzen und Sie und
andere verletzen. Wenden Sie das
beschriebene Verfahren nicht an,
wenn sich Personen oder Objekte
in der Nähe des Fahrzeugs
befinden.
Das Fahrzeug wird
möglicherweise zu heiß und
verursacht einen Brand im
Motorraum oder andere Schäden.
Lassen Sie die Räder möglichst
wenig und nicht schneller als mit
56 km/h durchdrehen (laut
Tachometeranzeige).
VORSICHT
Page 417 of 579

5-110
Fahrhinweise
Fahren im Dunkeln
Das Fahren bei Dunkelheit birgt mehr
Risiken als das Fahren bei Tageslicht.
Beachten Sie die folgenden Tipps:
• Fahren Sie langsamer und halten Sie
mehr Abstand zu anderen
Fahrzeugen, um den schlechteren
Sichtverhältnissen gerecht zu
werden. Dies gilt insbesondere für
Bereiche, die nicht beleuchtet sind.
• Stellen Sie die Spiegel so ein, dass
Sie möglichst wenig von den
Scheinwerfern anderer Fahrzeuge
geblendet werden.
• Halten Sie Ihre Scheinwerfer sauber
und achten Sie darauf, dass sie
richtig eingestellt sind. Verschmutzte
oder falsch eingestellte Scheinwerfer
verschlechtern die Sicht im Dunkeln
erheblich.
• Schauen Sie nach Möglichkeit nicht
direkt in das Scheinwerferlicht
entgegenkommender Fahrzeuge. Sie
könnten vorübergehend geblendet
sein und es dauert mehrere
Sekunden, bis sich Ihre Augen wieder
an die Dunkelheit gewöhnt haben.
Fahren bei Regen
Regen und nasse Fahrbahnen
können das Fahren gefährlich
machen. Beachten Sie folgende
Hinweise für das Fahren bei Regen
und Fahrbahnglätte:
• Fahren Sie langsam und halten Sie
mehr Abstand. Starkregen
beeinträchtigt die Sicht und
verlängert beim Bremsen den
Anhalteweg.
• Schalten Sie den Tempomat ab
(ausstattungsabhängig).
• Ersetzen Sie die Wischerblätter,
sobald sie die Frontscheibe nicht
mehr schlierenfrei wischen oder
Bereiche auslassen.
• Achten Sie darauf, dass Ihre
Reifen genug Profil haben. Wenn
Ihre Reifen nicht genug Profil
haben, gerät das Fahrzeug beim
abrupten Bremsen auf nasser
Fahrbahn möglicherweise ins
Schleudern und verursacht einen
Unfall. Siehe "Reifenprofil" in
Kapitel 7.• Schalten Sie das Licht ein, damit
Sie von anderen
Verkehrsteilnehmern besser
erkannt werden.
• Zu schnelles Fahren durch größere
Wasserlachen und Pfützen kann
die Wirksamkeit der Bremsen
beeinträchtigen. Wenn Sie
Wasserpfützen passieren müssen,
versuchen Sie langsam hindurch
zu fahren.
• Wenn Sie den Eindruck haben,
dass Ihre Bremsen nass sind,
betätigen Sie sie so lange
behutsam beim Fahren, bis sich
die Bremswirkung wieder
normalisiert.
Page 418 of 579
5-111
Fahrhinweise
5
Aquaplaning
Wenn die Fahrbahn nass genug und
Ihre Geschwindigkeit hoch genug ist,
hat Ihr Fahrzeug keinen oder nur
noch wenig Bodenkontakt, weil es
auf dem Wasser "aufschwimmt". Das
Beste, was Sie bei nasser Fahrbahn
tun können, ist langsamer fahren. Je
weniger Reifenprofil, desto größer
die Aquaplaning-Gefahr (siehe
"Reifenprofil" in Kapitel 7).
Fahren in überfluteten
Gebieten
Fahren Sie nach Möglichkeit nicht
durch überflutete Gebiete, sofern
keine Gewissheit besteht, dass das
Wasser nicht höher steht als bis zu
den Radnaben. Fahren Sie immer
langsam durch Wasser. Lassen Sie
genug Abstand zum Anhalten, da die
Bremswirkung möglicherweise
beeinträchtigt ist.
Trocknen Sie nach
Wasserquerungen die Bremsen,
indem Sie bei langsamer Fahrt
mehrmals leicht das Bremspedal
betätigen.
Page 419 of 579

5-112
Fahrhinweise
Fahren bei Schnee oder Eis
Halten Sie genügend Abstand zum
vorausfahrenden Fahrzeug.
Betätigen Sie behutsam die Bremsen.
Zu hohes Tempo sowie starkes
Beschleunigen, plötzliches Bremsen
und heftige Lenkbewegungen sind
äußerst gefährlich. Nutzen Sie beim
Verzögern das volle Potenzial der
Motorbremse. Durch plötzliches
Bremsen auf verschneiter oder
vereister Fahrbahn kann das
Fahrzeug ins Schleudern geraten.
Bei tiefem Schnee müssen
möglicherweise Winterreifen montiert
oder Schneeketten aufgezogen
werden.
Führen Sie stets Notfallausrüstung mit
sich. Dazu zählen Schneeketten,
Abschleppseile oder -ketten,
Taschenlampen, Warnfackeln, Sand,
eine Schaufel, Starthilfekabel,
Eiskratzer, Handschuhe, Planen,
Decken etc.
Winterreifen
FAHREN IM WINTER
Standardreifen Empfohlener Winterreifen
VornHintenVornHinten
Reifengröße Felgengröße Reifengröße Felgengröße ReifengrößeFelgengröße Reifengröße Felgengröße
225/55R177,0Jx17225/55R177,0Jx17 225/55R177,0Jx17 225/55R17 7,0Jx17
245/45R18
8,0Jx18 245/45R18 8,0Jx18
245/45R188,0Jx18245/45R188,0Jx18 245/45R18
8,0Jx18 245/45R18 8,0Jx18
245/40R19
8,5Jx19245/40R19
oder
275/35R198,5Jx19
oder
9,0Jx19
245/40R198,5Jx19275/35R19 9,0Jx19 245/40R19
8,5Jx19245/40R19
oder
275/35R19 8,5Jx19
oder
9,0Jx19
Wir empfehlen die Verwendung von Winterreifen, wenn die
Fahrbahntemperatur weniger als 7 °C beträgt. Welche Winterreifen für Ihr
Fahrzeug empfohlen werden, ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Page 421 of 579

5-114
Fahrhinweise
✽ANMERKUNG
• Montieren Sie die Textil-
Anfahrhilfen (AutoSock) bei
2WD-Fahrzeugen an der
Hinterachse und bei
Allradanfahrzeugen an allen vier
Rädern. Beachten Sie, dass Textil-
Anfahrhilfen (AutoSock) zwar für
besseren Vortrieb sorgen, aber
nicht das seitliche Ausbrechen des
Fahrzeugs verhindern.
• Verwenden Sie keine Spike-
Reifen, ohne sich zuvor über die
vor Ort geltenden Bestimmungen
zur Benutzung derartiger Reifen
informiert zu haben. In vielen
Ländern sind Spike-Reifen nicht
erlaubt. Montage der Schneeketten Halten Sie sich bei der Montage von
Textil-Anfahrhilfen (AutoSock) an die
Herstelleranleitung und montieren Sie
sie möglichst eng am Reifen. Fahren
Sie langsam (weniger als 30 km/h),
wenn Ketten montiert sind. Wenn Sie
hören, dass die Ketten gegen die
Karosserie oder das Fahrwerk
schlagen, halten Sie an und spannen
Sie sie nach. Wenn die Ketten noch
immer gegen das Fahrzeug schlagen,
drosseln Sie das Tempo, bis das
Geräusch aufhört. Nehmen Sie die
Textil-Anfahrhilfen (AutoSock) ab,
sobald die Straße wieder schneefrei
ist.
Stellen Sie Ihr Fahrzeug zum
Aufziehen der Textil-Anfahrhilfen
(AutoSock) auf ebenem Untergrund
und abseits des Verkehrs ab. Schalten
Sie die Warnblinkanlage ein und
stellen Sie bei Bedarf ein Warndreieck
hinter dem Fahrzeug auf.
Schalten Sie immer nach "P"
(Parken), betätigen Sie die
Feststellbremse und stellen Sie den
Motor ab, bevor Sie mit der
Kettenmontage beginnen.Bei der Verwendung von Textil-
Anfahrhilfen (AutoSock):
•Schneeketten falscher Größe
sowie unsachgemäß
befestigte Ketten können die
Bremsleitungen, das
Fahrwerk, die Karosserie und
die Räder Ihres Fahrzeugs
beschädigen.
•Wenn Sie hören, dass die
Ketten gegen die Karosserie
schlagen, spannen Sie sie
nach, um dies zu unterbinden.
•Spannen Sie die Ketten nach
einer Fahrstrecke von 0,5-1,0
km nach, damit die Karosserie
nicht beschädigt wird.
ACHTUNG
Page 424 of 579
5-117
Fahrhinweise
Notfallausrüstung mitführen
Abhängig von der Wetterlage und
den örtlichen Bedingungen sollten
Sie immer eine angemessene
Notfallausrüstung mit sich führen. Zu
den Dingen, die Sie mitführen
könnten, zählen: Schneeketten,
Abschleppseile, eine Blinkleuchte,
Warnfackeln, Sand, eine Schaufel,
Starthilfekabel, Eiskratzer,
Handschuhe, eine Plane, Overalls,
eine Decke usw.
Legen Sie keine Fremdkörper
oder Werkstoffe im Motorraum ab.
Im Motorraum abgelegte
Fremdkörper oder Werkstoffe, die
die Motorkühlung beeinträchtigen,
können Fehlfunktionen oder Brände
verursachen. Für daraus
resultierende Schäden übernimmt
der Hersteller keine Haftung.
5