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Sicherheitskontrolle
Beladung
d Warnung:
BMW kann nicht für jedes
Fremdprodukt auf dem Zube-
hör- und Reifenmarkt beurtei-
len, ob es bei BMW Motorrädern
ohne Sicherheitsrisiko einsetz-
bar ist. Diese Gewähr ist auch
dann nicht gegeben, wenn eine
technische Prüforganisation
das Produkt abgenommen hat
oder eine behördliche Geneh-
migung (allgemeine Betriebser-
laubnis) erteilt wurde. Deren
Prüfungen können nicht immer
alle Einsatzbedingungen für
BMW Motorräder berücksichti-
gen und sind deswegen teilwei-
se nicht ausreichend.
L Hinweis:
BMW Zubehör und von BMW
freigegebene Produkte sowie
qualifizierte Beratung erhalten
Sie bei Ihrem
BMW Motorrad Partner.
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Sicherheitskontrolle
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Beladung
Richtig beladen
d Warnung:
Überladung kann die Fahr-
stabilität dieses Motorrades
beeinträchtigen.
Auf gleichmäßige Gewichts-
verteilung links/rechts achten
schwere Gepäckstücke nach
unten packen
Topcase mit max. 10kg
beladen
Linken und rechten Koffer
max. mit je 10 kg beladen
e Achtung:
Zulässiges Gesamtgewicht von
600 kg nicht überschreiten.
Zulässige Radlasten von
204 kg vorne und 402 kg hinten
nicht überschreiten.
Hinterradfeder sowie den Rei-
fenluftdruck dem Gesamtge-
wicht anpassen (
b 52-54).
Gesamtgewicht besteht aus:
– Motorrad vollgetankt
–Fahrer
– Sozius
–Gepäck
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Sicherheitskontrolle
Beleuchtung
Beleuchtung überprüfen
e Achtung:
Vor jeder Fahrt die Funktion
aller Beleuchtungskomponen-
ten prüfen.
L Hinweis:
Doppelte Frequenz der Blinker-
kontrollleuchte:
Blinkerlampe defekt.
Wechseln von Stand-, Fahr-,
Fern-, Rück- und Bremslicht
sowie der Blinkerlampen:
(
b Wartungsanleitung,
Kapitel 2).
RücklichtAllgemeine Warnleuchte (b 72)
leuchtet:
Brems- oder Rücklichtlampe
defekt. Bei defektem Rücklicht
wird das Bremslicht gedimmt
und dient als Rücklicht. Beim
Bremsvorgang leuchtet das
Bremslicht wieder mit voller
Leistung.
Leuchtweite regulieren
e Achtung:
Nur bei stehendem Motorrad
die Leuchtweite dem Ladezu-
stand anpassen.
Scheinwerfer-Grundeinstel-
lung von einer Fachwerkstatt,
am besten von einem
BMW Motorrad Partner durch-
führen lassen!
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Sicherheitskontrolle
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AB
1
Grundstellung :
Drehknopf1 bis Anschlag
nach links drehen
Einstellung nach
Beladungszustand:
Federbeineinstellung der
Beladung anpassen (
b 52)
L Hinweis:
Bei der Einstellung der Feder-
vorspannung (
b 52) wird die
Leuchtweite dem Beladungs-
zustand prinzipiell angepasst.
Feineinstellung über
Drehknopf1 vornehmen
Scheinwerfereinstellung
Rechts-/Linksverkehr
Bei Fahrten in Ländern, in
denen auf der anderen Straßen-
seite als im Zulassungsland des
Motorrades gefahren wird,
blendet das asymmetrische
Abblendlicht den Gegenverkehr.
Um diese Blendung aufzuheben,
ist ein Teil der Streuscheibe ab-
zudunkeln (Klebeband zurecht-
schneiden, aufkleben)
–Avon Links- auf
Rechtsverkehr
–Bvon Rechts- auf
Linksverkehr
Beleuchtung
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Sicherheitskontrolle
Kühlmittel
Kühlmittelstand
kontrollieren
e Achtung:
Minimalstand nicht unterschrei-
ten! Kühlmittelstandkontrolle
nur bei kaltem Motor
durchführen.
Motorrad auf Hauptständer
stellen
– Ebenen, festen Untergrund
beachten!
Koffer links öffnen (
b 30)
Kühlmittelstand an Aus-
gleichsbehälter prüfen,
ggf. mit Taschenlampe:
MAXMaximalstand
MINMinimalstand
e Achtung:
Überfüllung des Ausgleichs-
behälters unter der Fahrersitz-
bank unbedingt vermeiden!
Kühlmittel gegebenenfalls
nachfüllen
Koffer links schließen (
b 30)
L Hinweis:
Bei vollem Ausgleichsbehälter
und erhöhter Kühlmitteltempe-
ratur (Anzeige durch rote Warn-
leuchte
j b 11) oder über-
mäßigem Kühlmittelverbrauch
eine Fachwerkstatt, am besten
einen BMW Motorrad Partner
zu Rate ziehen.
MAX
MIN
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Starten – Fahren – Parken
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Die erste Ausfahrt
Der sichere Umgang mit
Ihrer Maschine
Jede Maschine hat ihr
„Eigenleben“ . Sie können sich
nun Stück für Stück an das
Fahrverhalten Ihrer Maschine
herantasten:
– Beschleunigungsvermögen,
–Straßenlage,
– Kurvenverhalten,
– Bremsleistung …
All dies gilt es kennenzulernen.
Bedenken Sie, dass auch
der Motor während der
ersten 1000 km noch
eingefahren werden muss.
e Achtung:
Beim BMW Integral ABS wird
durch Bremskraftverstärkung
eine deutlich höhere Bremsleis-
tung erzielt als mit herkömmli-
chen Bremssystemen.
d Warnung:
Die Reifen müssen während
der ersten Kilometer noch
aufgeraut werden.
Erst danach ist ihre Haftung
optimal (b 69).
Seien Sie sich bei Fahrten mit
hoher Geschwindigkeit stets
bewusst, dass verschiedene
Randbedingungen wie: Einstel-
lung des Feder- und Dämpfer-
systems, ungleich verteilte
Ladung, lockere Bekleidung, zu
geringer Reifenluftdruck,
schlechtes Reifenprofil etc.,
das Fahrverhalten Ihres Motor-
rades beeinflussen können.
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Starten – Fahren – Parken
Sicheres Motorradfahren
hängt jedoch nicht nur von
der Maschine und Ausrüstung
ab.
Hier ist auch Ihre Vernunft
und Cleverness gefragt.
Nur die Symbiose zwischen
Maschine und Fahrer – eine
Einheit zwischen ausgereifter
Technik und überlegter
Anwendung – bringt diesen
Sicherheitsgedanken
auf die Straße.
Sicheres Bewegen im
Straßenverkehr setzt
Verantwortungsbewusstsein
gegenüber Mitfahrern und
anderen Verkehrsteilnehmern
voraus.
d Warnung:
Setzen Sie sich nicht auf das
Motorrad, wenn Sie Alkohol
getrunken haben. Schon klei-
ne Mengen Alkohol oder Dro-
gen können, besonders in
Verbindung mit Medikamen-
ten, Ihr Wahrnehmungs-,
Urteils- und Entscheidungs–
vermögen sowie Ihre Reflexe
beeinträchtigen.
Starten Sie – mit Köpfchen!
Die erste Ausfahrt
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Starten – Fahren – Parken
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Wichtige Hinweise
LebensgefahrIhr Motorrad ist mit einer digita-
len Motorelektronik (Motronic)
und einem leistungsgesteiger-
tem Zündsystem ausgestattet.
d Warnung:
Keine spannungsführenden
Teile vom Zündsystem und
der digitalen Motorelektronik
bei laufendem Motor oder
eingeschalteter Zündung
berühren.
BMW Integral ABS
d Warnung:
Bei ausgeschalteter Zündung
oder Ausfall des BMW Integral
ABS ist nur „RESTBREMS-
FUNKTION“ vorhanden (
b 81).
In diesem Fall benötigt man an
den Bremshebeln einen
DEUTLICH höheren Kraftauf-
wand und längere Hebelwege!
VergiftungsgefahrAbgase enthalten das farb-
und geruchlose, aber giftige
Kohlenmonoxid.
d Warnung:
Das Einatmen von Abgasen
ist gesundheitsschädlich und
kann zu Bewusstlosigkeit
oder Tod führen.
Motor nicht in geschlossenen
Räumen laufen lassen.
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