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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GAU01765*
MotorölÖlstand prüfen
1. Den Motor einige Minuten lang warm-
fahren. Das Motorrad auf einem ebe-
nen Untergrund abstellen und in gera-
der Stellung halten.HINWEIS:@ Sicherstellen, daß das Fahrzeug bei der Öl-
standkontrolle vollständig gerade steht.
Selbst geringfügige Neigung zur Seite führt
bereits zu falschem Meßergebnis. @
2. Den Ölstand bei abgestelltem Motor
am Schauglas rechts unten am Kur-
belgehäuse ablesen.HINWEIS:@ Einige Minuten bis zur Messung warten,
damit sich das Öl setzen kann. @3. Der Ölstand sollte sich zwischen der
Minimal- und Maximalstand-Markie-
rung befinden. Falls er zu niedrig ist,
Öl bis zum vorgeschriebenen Stand
nachfüllen.Öl und Filter wechseln
1. Das Verkleidungsteil A abnehmen.
(Siehe dazu Seite 6-5.)
2. Den Motor einige Minuten lang warm-
fahren, dann abstellen.
3. Ein Ölauffanggefäß unter den Motor
stellen und den Motoröl-Einfüll-
schraubverschluß abnehmen.
4. Die Motoröl-Ablaßschraube heraus-
drehen und das Öl ablassen.
1. Ölstand-Schauglas
2. Maximalstand
3. Minimalstand
1. Motoröl-Einfüllschraubverschluß
1. Motoröl-AblaßschraubeLinke Seite
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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5. Die Ölfilterpatrone mit einem Ölfilter-
schlüssel abschrauben.HINWEIS:@ Ölfilterschlüssel sind beim YAMAHA-Händ-
ler erhältlich. @6. Die Motoröl-Ablaßschraube wieder
anbringen und vorschriftsmäßig fest-
ziehen.7. Den O-Ring der neuen Ölfilterpatrone
dünn mit Motoröl benetzen.
HINWEIS:@ Sicherstellen, daß der O-Ring korrekt sitzt. @
8. Die neue Ölfilterpatrone mit einem Öl-
filterschlüssel einschrauben und vor-
schriftsmäßig festziehen.HINWEIS:@ Das vorgeschriebene Anzugsmoment läßt
sich mit einem Drehmomentschlüssel er-
zielen. @9. Die richtige Menge empfohlenes Mo-
toröl einfüllen und den Motoröl-Einfüll-
schraubverschluß montieren.
1. Ölfiltereinsatz
2. Ölfilterschlüssel
Anzugsmoment
Motoröl-Ablaßschraube
43 Nm (4,3 m·kg)
1. O-Ring
1. DrehmomentschlüsselAnzugsmoment
Ölfilterpatrone
17 Nm (1,7 m·kg)
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GC000066
ACHTUNG:@ l
Keine Additive beimischen! Da das
Motoröl auch zur Schmierung der
Kupplung dient, können solche Zu-
sätze zu Kupplungsrutschen füh-
ren.
l
Darauf achten, daß keine Fremd-
körper in das Kurbelgehäuse ein-
dringen.
@
10. Den Motor anlassen und einige Minu-
ten lang im Leerlaufbetrieb auf Un-
dichtigkeiten prüfen. Tritt irgendwo Öl
aus, den Motor sofort abstellen und
die Ursache feststellen.HINWEIS:@ Während des Anlassens leuchtet die Öl-
stand-Warnleuchte kurz auf und erlischt bei
korrektem Ölstand. @
GC000067
ACHTUNG:@ Falls die Warnleuchte nach dem Anlas-
sen flackert oder weiterbrennt, den Mo-
tor sofort abstellen und von einem
YAMAHA-Händler überprüfen lassen. @11. Verkleidungshalterung und -teil mon-
tieren.
GAU01594
KühlflüssigkeitDen Stand der Kühlflüssigkeit im Aus-
gleichsbehälter bei kaltem Motor kontrol-
lieren. (Der Kühlflüssigkeitsstand verän-
dert sich mit der Motortemperatur.) Die
Kühlflüssigkeit muß zwischen der Mini-
mal- und Maximalstand-Markierung ste-
hen. Falls der Kühlflüssigkeitsstand unter
der Minimalstand-Markierung liegt, Kühl-
flüssigkeit bis zur Maximalstand-Markie-
rung einfüllen. Die Kühlflüssigkeit alle
zwei Jahre vom YAMAHA-Händler wech-
seln lassen. Empfohlene Ölsorte (Viskosität)
Siehe Seite 8-1.
Füllmenge
Gesamtmenge
3,5 L
Ölwechsel ohne Filterwechsel
3,0 L
Ölwechsel mit Filterwechsel
3,2 L1. Maximalstand
2. Minimalstand
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GW000067
WARNUNG
@ Den Kühlerverschlußdeckel unter kei-
nen Umständen bei heißem Motor ab-
nehmen. @
GC000080
ACHTUNG:@ Hartes Wasser oder Salzwasser sind für
den Motor schädlich. Spezielle Kühlflüs-
sigkeit verwenden. @HINWEIS:@ Der Kühlerlüfter schaltet sich je nach der
Temperatur der Kühlflüssigkeit automatisch
ein oder aus. @
GAU01332
Luftfilter reinigenDer Luftfiltereinsatz sollte in den empfohle-
nen Abständen gereinigt werden. Bei Be-
trieb in übermäßig feuchten oder staubigen
Gebieten muß er häufiger gereinigt werden.
1. Die Sitzbank abnehmen.
2. Die Verkleidungsteile B abnehmen.
(Siehe dazu Seite 6-5.)
3. Den Kraftstofftank losschrauben.
4. Den Kraftstofftank anheben und so
plazieren, daß das Luftfiltergehäuse
zugänglich ist. (Die Kraftstoffschläu-
che nicht lösen!)
GW000071
WARNUNG
@ l
Der Kraftstofftank muß bei dieser
Arbeit sicher abgestützt werden.
l
Um zu vermeiden, daß die Kraft-
stoffschlauchverbindungen sich
lösen und dabei Kraftstoff austritt,
sollte der Kraftstofftank nicht zu
sehr gekippt oder versetzt werden.
@
Ausgleichsbehälter-Fassungsvermögen
0,23 L
1. Schraube (´ 2)
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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5. Den Luftfilter-Gehäusedeckel ab-
schrauben.
6. Den Luftfiltereinsatz herausziehen.7. Den Filtereinsatz ausklopfen, um den
gröbsten Schmutz und Staub zu ent-
fernen. Dann mit Druckluft, wie auf der
Abbildung gezeigt, den feineren Staub
herausblasen. Den Luftfiltereinsatz,
falls beschädigt, erneuern.
8. Zum Einbau der Teile den Ausbauvor-
gang in umgekehrter Reihenfolge
durchführen.
GC000082
ACHTUNG:@ l
Sicherstellen, daß der Filtereinsatz
richtig im Filtergehäuse sitzt.
l
Den Motor niemals ohne Luftfilter
betreiben, da eindringende Staub-
partikel erhöhten Verschleiß an Kol-
ben und/oder Zylindern verursa-
chen.
@
1. Schraube
2. Luftfilter-Gehäusedeckel
1. Luftfilter
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GW000072
WARNUNG
@ l
Vor der Kraftstofftank-Montage die
Schläuche gründlich auf Beschädi-
gung prüfen. Ein undichter Kraft-
stoffschlauch stellt eine Brandge-
fahr dar. Deshalb in diesem Fall den
Motor unter keinen Umständen star-
ten und das Motorrad umgehend
von einem YAMAHA-Händler über-
prüfen lassen.
l
Sicherstellen, daß die Kraftstoff-
schläuche korrekt verlegt, richtig an-
geschlossen und nicht gequetscht
sind. Einen beschädigten Schlauch
unbedingt erneuern.
@
GAU00630
Vergaser einstellenDie Vergaser sind grundlegende Bestand-
teile der Antriebseinheit und erfordern eine
höchstgenaue Einstellung. Die meisten
Einstellarbeiten sollten dem YAMAHA-
Händler vorbehalten bleiben, der über die
notwendigen Kenntnisse und Erfahrung
verfügt. Die im folgenden beschriebene
Einstellung der Leerlaufdrehzahl können
Sie jedoch im Rahmen der regelmäßigen
Wartung selbst ausführen.
GC000095
ACHTUNG:@ Die im YAMAHA-Werk vorgenommene
Vergasereinstellung beruht auf zahlrei-
chen Tests. Eine Änderung dieser Ein-
stellung kann zu Leistungsabfall und
Motorschäden führen. @
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GAU00632
Leerlaufdrehzahl einstellen1. Den Motor anlassen und warmfahren.
Der Motor ist ausreichend warmgefah-
ren, wenn er spontan auf Gasgeben
anspricht.
2. Die Leerlaufdrehzahl mit der Leerlauf-
einstellschraube einstellen. Zum Erhö-
hen der Leerlaufdrehzahl die Einstell-
schraube in Richtung
a drehen, zum
Verringern der Leerlaufdrehzahl die
Einstellschraube in Richtung
b dre-
hen.
HINWEIS:@ Falls sich die Leerlaufdrehzahl nicht auf die
beschriebene Weise einstellen läßt, den
Motor von einem YAMAHA-Händler über-
prüfen lassen. @
GAU00635
Gaszugspiel einstellenDer Gasdrehgriff muß in Drehrichtung ein
Spiel von 3–7 mm aufweisen. Falls das
Spiel nicht dem korrekten Wert entspricht,
die Einstellung vom YAMAHA-Händler
durchführen lassen.
1. Leerlaufeinstellschraube
Leerlaufdrehzahl
1.100 U/min (nicht F, S, SF, D)
1.050 U/min (nur F, S, SF, D)
a. Gaszugspiel am Drehgriff
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Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
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GAU00637
Ventilspiel einstellenMit zunehmender Betriebszeit verändert
sich das Ventilspiel, wodurch die Zylinder-
füllung nicht mehr den optimalen Wert er-
reicht. Darüber hinaus kann es durch fal-
sches Ventilspiel zu Schäden am Motor
kommen. Um dem vorzubeugen, muß das
Ventilspiel regelmäßig geprüft und ggf. ein-
gestellt werden. Diese Einstellung sollte
grundsätzlich nur von einem YAMAHA-
Händler durchgeführt werden.
GAU00658
Reifen prüfenOptimale Lenkstabilität, Lebensdauer und
Fahrsicherheit sind nur durch Beachtung
der folgenden Punkte gewährleistet:
Luftdruck
Den Reifenluftdruck stets vor Fahrtantritt
prüfen. (Siehe Tabelle.)
GW000082
WARNUNG
@ Den Druck bei kalten Reifen (d. h. Rei-
fentemperatur entspricht Umgebungs-
temperatur) prüfen und ggf. korrigieren.
Der Reifenluftdruck muß der Zuladung,
d. h. dem Gesamtgewicht aus Fahrer,
Sozius und Zubehör (Koffer usw., falls
zulässig), sowie der vorgesehenen Ge-
schwindigkeit angepaßt werden. @
CE-33GMax. Zuladung* 196 kg
Druck bei
kaltem ReifenVorn Hinten
Bis 90 kg
Zuladung*250 kPa
2,50 kg/cm
2
2,50 bar250 kPa
2,50 kg/cm
2
2,50 bar
90 kg bis max.
Zuladung*290 kPa
2,90 kg/cm
2
2,90 bar290 kPa
2,90 kg/cm
2
2,90 bar
Hochgeschwin-
digkeitsfahrt290 kPa
2,90 kg/cm
2
2,90 bar290 kPa
2,90 kg/cm
2
2,90 bar
* Summe aus Fahrer, Beifahrer, Gepäck und Zubehör
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