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Pflege und Lagerung
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7
1. Das Motorrad abkühlen lassen und
dann kalt abspülen oder mit einer Sei-
fenlauge abwaschen.
GCA00012
ACHTUNG:@ Warmes Wasser verstärkt das aggressi-
ve Verhalten von Salz. @2. Alle metallischen Oberflächen mit
Sprühöl oder -wachs konservieren.Nach der Wäsche
1. Das Motorrad mit einem Leder oder
einem saugfähigen Tuch trockenwi-
schen.
2. Die Antriebskette trocknen und sofort
schmieren, um Rostansatz zu verhin-
dern.
3. Verchromte Bauteile aus Stahl oder
Alu mit einem handelsüblichen
Chrompolish polieren. Dies gilt natür-
lich auch für Auspuffanlagen. Insbe-
sondere Edelstahlauspuffanlagen
können durch Polieren von Verfärbun-
gen (thermisch bedingte Anlauffar-
ben) sowie hartnäckigen Flecken be-
freit werden.
4. Alle metallischen Oberflächen müs-
sen unbedingt vor Korrosion ge-
schützt werden, auch wenn sie ver-
chromt, vernickelt, eloxiert oder auf
eine andere Art oberflächenvergütet
sind. Dies kann mit Sprühwachs oder
Sprühöl erfolgen.
5. Sollten nach der Wäsche noch
Schmutzstellen zu sehen sein, diese
mit einem weichen Tuch und Sprühöl
reinigen.
6. Steinschläge, Scheuerstellen und an-
dere kleine Lackschäden mit Farblack
ausbessern bzw. mit Klarlack versie-
geln.7. Lackierte Oberflächen sollten mit
einem handelsüblichen Lackkonser-
vierer geschützt werden.
8. Das Motorrad vollständig trocknen
(lassen), bevor es untergestellt oder
abgedeckt wird.
GWA00001
WARNUNG
@ Wenn Wachs oder Öl auf Bremsen oder
Reifen gelangen, besteht Gefahr. Brems-
scheiben und -beläge mit Aceton oder
einem handelsüblichen Bremsenreiniger
säubern, Reifen mit Seifenlauge abwa-
schen. Anschließend vorsichtig mit dem
Motorrad losfahren, eine Bremsprobe
machen und verhalten in Kurven einfah-
ren. @
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Pflege und Lagerung
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GCA00013
ACHTUNG:@ l
Wachs und Öl stets sparsam auftra-
gen und jeglichen Überschuß abwi-
schen.
l
Niemals Gummi- oder Kunststoff-
teile einölen, sondern mit geeigne-
ten Pflegemitteln behandeln.
l
Polituren nicht zu häufig einsetzen,
denn diese enthalten Schleifmittel,
die eine dünne Schicht des Lackes
abtragen.
@HINWEIS:@ Produktempfehlungen erhalten Sie bei Ih-
rem YAMAHA-Händler. @
LagerungKurzzeitiges Abstellen
Das Motorrad sollte stets kühl und trocken
untergestellt und mit einer luftdurchlässigen
Plane abgedeckt werden, um es vor Staub
zu schützen.
GCA00014
ACHTUNG:@ l
Stellen Sie ein nasses Motorrad
niemals in eine unbelüftete Garage
oder decken es mit einer Plane ab.
Denn dann bleibt das Wasser auf
den Bauteilen stehen. Das kann
Rostbildung zur Folge haben.
l
Feuchte Kellerräume sind kein ge-
eigneter Abstellplatz. Das gleiche
gilt für Stallungen (ammoniakhalti-
ge Luft ist besonders aggressiv)
und Räume, in denen aggressive
Chemikalien gelagert werden.
@
Stillegung
Möchten Sie Ihr Motorrad für mehr als zwei
Monate aus dem Verkehr ziehen, sollten
folgende Schutzvorkehrungen getroffen
werden, um Schäden und Korrosion zu ver-
hindern.
1. Eine komplette Motorradpflege, wie
zuvor beschrieben, durchführen.
2. Die Schwimmerkammern durch Öff-
nen der Ablaßschrauben entleeren,
um einer Verharzung vorzubeugen.
Das abgelassene Benzin in den Tank
einfüllen.
3. Den Kraftstoffhahn ggf. auf “OFF” stel-
len.
4. Volltanken, um Rostbildung im Tank
vorzubeugen.
5. Um Korrosion im Motor zu vermeiden:
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Pflege und Lagerung
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a) Die Zündkerzen herausschrauben
und die Zündkerzenstecker abziehen.
b) Je etwa einen Teelöffel Motoröl durch
die Kerzenbohrungen einfließen las-
sen.
c) Die Zündkerzen mit aufgestecktem
Zündkerzenstecker an Masse legen,
um Zündfunken zu verhindern.
d) Den Motor mit dem Starter (ggf. Kick-
starter) etwa fünf Sekunden durchdre-
hen lassen. Das Öl gelangt so an Zy-
linder, Kolben usw.
e) Die Zündkerzen montieren und die
Zündkerzenstecker aufstecken.
GWA00003
WARNUNG
@ Schritt 5.c) unbedingt beachten, um Ver-
letzung durch Hochspannung vorzubeu-
gen. @
6. Sämtliche Seilzüge und alle Hand-
und Fußhebel- sowie Ständer-Dreh-
punkte ölen.
7. Den Luftdruck der Reifen kontrollieren
und ggf. korrigieren. Anschließend
das Motorrad so aufbocken, daß bei-
de Räder über dem Boden schweben;
anderenfalls die Reifenposition jeden
Monat verändern, um die Reifen nicht
zu beschädigen.
8. Den Schalldämpfer mit einer Plastiktü-
te so abdecken, daß kein Wasser ein-
dringen kann.9. Die Batterie ausbauen, kühl und
trocken lagern, jeden Monat prüfen
und ggf. aufladen. Temperaturen
unter 0 °C und über 30 °C sind zu
vermeiden. Nähere Informationen
siehe Abschnitt “Batterie” im Kapitel
“Regelmäßige Wartung und kleinere
Reparaturen”.
HINWEIS:@ Anfallende Reparaturen oder Inspektion
vor der Stillegung ausführen. @
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Technische Daten
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Technische Daten ............................................................................... 8-1
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GAU01038
8-Technische DatenTechnische Daten01E
Modell YZF1000R
Abmessungen
Gesamtlänge 2.085 mm (nicht CH, D, DK, NL,
S, SF)
2.170 mm (nur CH, D, DK, NL, S,
SF)
Gesamtbreite 740 mm
Gesamthöhe 1.175 mm
Sitzhöhe 815 mm
Radstand 1.430 mm
Bodenfreiheit 140 mm
Wendekreis-Halbmesser 3.100 mm
Leergewicht (fahrfertig,
vollgetankt)
224 kg
Motor
Bauart flüssigkeitsgekühlter 4-Zyl.-
4-Takt-Ottomotor, zwei obenlie-
gende Nockenwellen (DOHC)
Zylinderanordnung 4-Zylinder-Reihe, quer nach vorn
geneigt
Hubraum 1.002 cm
3
Bohrung ´ Hub 75,5 ´ 56,0 mm
Verdichtungsverhältnis 11,5:1Startsystem Elektrostarter
Schmiersystem Naßsumpfschmierung
Motoröl
Sorte (Viskosität)
Klassen
nach API: SE, SF oder SG
nach CCMC (ACEA): G-4 od. G-5
-20˚ -10˚ 0˚
10˚20˚ 30˚
40˚50˚C
SAE 10W/30
SAE 15W/40SAE 20W/40SAE 20W/50
SAE 10W/40
ACHTUNG:Keine Öle verwenden, die Reibschutzmittel enthalten.
Pkw-Motoröle mit der Bezeichnung “Energy Conserving”
enthalten oft solche Zusätze. Diese können beim Motorrad
zu Kupplungsrutschen und Leistungsminderung führen.
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Technische Daten
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Füllmenge
Ölwechsel ohne
Filterwechsel 3,0 L
Ölwechsel mit
Filterwechsel 3,2 L
Gesamtmenge 3,5 L
Luftfilter
Trockenfilter-Einsatz
Kraftstoff
Sorte bleifreies Normalbenzin
Tankvolumen (Gesamtinhalt) 20 L
Davon Reserve ca. 4,5 L
Vergaser
Ty p ´ Anzahl BDSR38 ´ 4
Hersteller MIKUNI
Zündkerzen
Hersteller/Typ NGK / DR8EA oder
DENSO / X24ESR-U
Elektrodenabstand 0,6–0,7 mm
KupplungsbauartMehrscheiben-Ölbadkupplung
Kraftübertragung
Primärantrieb Stirnräder
Primärübersetzung 1,659
Sekundärantrieb Kette
Sekundärübersetzung 2.706 (nicht D, S, SF)
2.765 (nur D, S, SF)Getriebe klauengeschaltetes 5-Gang-
Getriebe
Getriebebetätigung Fußschalthebel (links)
Getriebeabstufung
1. Gang 2,571
2. Gang 1,778
3. Gang 1,381
4. Gang 1,174
5. Gang 1,037
Fahrwerk
Rahmenbauart unten offener Zentralrohrrahmen
Lenkkopfwinkel 24°
Nachlauf 97 mm
Reifen
Vo r n
Ausführung Schlauchlosreifen
Dimension 120/70 ZR17
Hersteller/Typ Bridgestone / BT50F
Dunlop / D204FN
Michelin / MACADAM 90XM
Metzeler / MEZ1
Metzeler / MEZ2
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Technische Daten
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Hinten
Ausführung Schlauchlosreifen
Dimension 180/55 ZR17
Hersteller/Typ Bridgestone / BT50R
Dunlop / D204M
Michelin / MACADAM 90XM
Metzeler / MEZ1
Metzeler / MEZ2
Maximale Zuladung* 196 kg
Luftdruck (für kalten Reifen)
Bei einer Zuladung* von 0–90 kg
Vorn 250 kPa (2,50 kg/cm
2, 2,50 bar)
Hinten 250 kPa (2,50 kg/cm2, 2,50 bar)
Bei einer Zuladung* von 90 kg–max. Zuladung*
Vorn 290 kPa (2,90 kg/cm2, 2,90 bar)
Hinten 290 kPa (2,90 kg/cm2, 2,90 bar)
Hochgeschwindigkeitsfahrt
Vorn 290 kPa (2,90 kg/cm2, 2,90 bar)
Hinten 290 kPa (2,90 kg/cm2, 2,90 bar)
* Summe aus Fahrer, Beifahrer, Gepäck und Zubehör
Räder
Vo r n
Ausführung Gußrad
Dimension 17 ´ MT 3,50Hinten
Ausführung Gußrad
Dimension 17 ´ MT 5,50
Bremsanlage
Vo r n
Bauar t Doppelscheibenbremse
Betätigung Handbremshebel (rechts)
Bremsflüssigkeit DOT 4
Hinten
Bauart Einscheibenbremse
Betätigung Fußbremshebel (rechts)
Bremsflüssigkeit DOT 4
Radaufhängung
Vo r n
Bauart Teleskopgabel
Standrohr-
Außendurchmesser 48 mm
Hinten
Bauar t Schwinge mit Umlenkhebel-
abstützung
Federelemente
Vorn hydraulisch gedämpfte Tele-
skopgabel mit Spiralfedern
Hinten Federbein mit gasdruckunter-
stütztem Stoßdämpfer und
Spiralfeder
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Technische Daten
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Federweg
Vorn 120 mm
Hinten 120 mm
Elektrische Anlage
Zündsystem digitale Transistorzündanlage
Lichtmaschine
Bauart Drehstromgenerator mit
Elektromagnet
Leistung 12 V, 28 A bei 5.000 U/min
Batterie
Typ YTX14-BS
Bezeichnung (Span-
nung, Kapazität) 12 V, 12 AH
ScheinwerferHalogenlampe
Lampen (Bezeichnung ´ Anzahl)
Scheinwerfer 12 V, 60/55 W (nicht GB)
12 V, 35/35 W ´ 2 (nur GB)
Rücklicht/Bremslicht 12 V, 5 W ´ 1
Blinker 12 V, 5/21 W ´ 2
Standlicht vorn 12 V, 21 W ´ 4
Instrumentenbeleuchtung 12 V; 1,7 W ´ 4
Leerlauf-Kontrolleuchte 12 V; 3,4 W ´ 1
Fernlicht-Kontrolleuchte 12 V; 3,4 W ´ 1Ölstand-Warnleuchte 12 V; 3,4 W ´ 1
Blinker-Kontrolleuchte 12 V; 3,4 W ´ 1
Reserve-Warnleuchte 12 V; 3,4 W ´ 1
Sicherungen
Hauptsicherung 30 A
Zündungssicherung 15 A
Signalanlagensicherung 15 A
Scheinwerfersicherung 20 A
Kühlerlüftersicherung 7,5 A
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