172)Airbags entfalten sich extrem schnell.
Unter bestimmten Umständen kann der
Aufprall auf sich entfaltende Airbags zu
Abschürfungen, Blutergüssen, leichten
Platzwunden oder Ähnlichem führen.
173)EINE KORREKTE SITZPOSITION IST
EXTREM WICHTIG. Sitzt der Fahrer oder
Beifahrer zu nah am Lenkrad oder
Armaturenbrett, wenn der Airbag auslöst,
drohen schwere oder gar tödliche
Verletzungen. Airbags entfalten sich extrem
schnell und mit großer Wucht. Wenn der
Fahrer oder der Beifahrer eine ungünstige
Sitzposition einnimmt oder nicht
angeschnallt ist, bieten die Airbags unter
Umständen nicht nur keinen Schutz,
sondern können beim Auslösen sogar
schwere oder tödliche Verletzungen
verursachen. Siehe Abb. 220 .
174)Setzen Sie sich nicht auf die Sitzkante.
Achten Sie darauf, dass sich Ihre
Unterschenkel nicht zu nah am
Armaturenbrett befinden. Lehnen Sie sich
mit Kopf oder Brust nicht zu weit nach vorn
in Richtung Lenkrad oder Armaturenbrett.
Stützen Sie sich mit den Füßen nicht am
Armaturenbrett ab und legen Sie Füße oder
Beine nicht auf das Armaturenbrett.
175)Lassen Sie beim Fahren die Hände
immer am Lenkrad, damit sich der Airbag
bei Bedarf ungehindert entfalten kann.
Fahren Sie nicht mit vorgebeugtem
Oberkörper. Lehnen Sie den Rücken
gerade gegen die Rückenlehne.
176)Platzieren Sie Babys und kleine Kinder
möglichst auf dem Rücksitz und sichern Sie
sie mit einem ordnungsgemäß montierten
Kinderrückhaltesystem. Die Rücksitzbank
ist der sicherste Ort für Babys und kleine
Kinder.177)Babys und kleine Kinder sollten auf
keinen Fall ohne Kinderrückhaltesystem im
Fahrzeug transportiert werden. Achten Sie
darauf, dass sie während der Fahrt nicht
aufstehen und sich am Armaturenbrett
festhalten. Halten Sie sie auch nicht im Arm
oder auf dem Schoß. Andernfalls könnten
sie bei einem Zusammenstoß oder durch
einen auslösenden Airbag schwer verletzt
oder getötet werden. Kinder müssen immer
in einem geeigneten Kinderrückhaltesystem
transportiert werden und darin eine korrekte
Sitzposition einnehmen. Siehe Abb. 221.
Siehe das Kapitel „Kinderrückhaltesystem“
in dieser Betriebsanleitung.
178)Montieren Sie bei aktiviertem
Beifahrerairbag KEIN rückwärts gerichtetes
Kinderrückhaltesystem auf dem
Beifahrersitz. Wenn der Airbag bei einem
Unfall auslöst, besteht unabhängig von der
Schwere des Aufpralls die Gefahr tödlicher
Verletzungen für das Kind. Deaktivieren Sie
daher immer den Beifahrerairbag, wenn ein
rückwärts gerichtetes
Kinderrückhaltesystem auf dem
Beifahrersitz montiert wird. Der Beifahrersitz
muss außerdem so weit wie möglich nach
hinten geschoben werden, damit das
Kinderrückhaltesystem nicht das
Armaturenbrett berührt. Aktivieren Sie den
Beifahrerairbag unverzüglich wieder, sobald
das Kinderrückhaltesystem entfernt wurde.
179)Ältere Kinder müssen den
Sicherheitsgurt anlegen und können bei
Bedarf durch eine Sitzerhöhung in die
korrekte Sitzposition gebracht werden.180)Lebensgefahr! Installieren Sie AUF
KEINEN FALL ein rückwärts gerichtetes
Kinderrückhaltesystem auf einem Sitz mit
AKTIVEM AIRBAG. Andernfalls besteht für
das Kind ERHEBLICHE VERLETZUNGS-
UND SOGAR LEBENSGEFAHR.
181)Montieren Sie kein Zubehör, das die
Kontrollleuchte verdecken könnte, und
überkleben Sie sie auch nicht mit einem
Aufkleber. Denn in diesem Fall könnten Sie
nicht mehr sehen, ob der Beifahrerairbag
aktiviert oder deaktiviert ist.
182)Drehen Sie immer den Zündschlüssel
auf „LOCK“ oder stellen Sie den
Betriebsmodus auf OFF, bevor Sie den
Ein-/Aus-Schalter für den Beifahrerairbag
betätigen. Andernfalls besteht die Gefahr
schwerer oder gar tödlicher Verletzungen.
Außerdem könnte die Funktion der Airbags
beeinträchtigt werden. Warten Sie nach
dem Drehen des Zündschlüssels auf
„LOCK“ oder dem Schalten in den
Betriebsmodus OFF mindestens
60 Sekunden, bis Sie den Ein-/Aus-
Schalter für den Beifahrerairbag betätigen.
Das SRS-Airbagsystem ist so ausgelegt,
dass immer genügend Spannung zum
Auslösen der Airbags zur Verfügung steht.
Wenn Sie den Ein-/Aus-Schalter für den
Beifahrerairbag betätigen, ziehen Sie
danach immer den Schlüssel ab.
Andernfalls könnte der Ein-/Aus-Schalter
für den Beifahrerairbag in eine falsche
Position geraten.
144
SICHERHEIT
Stellen Sie den Ein-/Aus-Schalter für den
Beifahrerairbag nur dann auf OFF, wenn auf
dem Beifahrersitz ein
Kinderrückhaltesystem montiert wird. Wenn
Sie den Ein-/Aus-Schalter für den
Beifahrerairbag auf OFF stellen, aber die
Kontrollleuchte OFF nicht aufleuchtet,
montieren Sie auf dem Beifahrersitz kein
Kinderrückhaltesystem. Lassen Sie das
System von einer Fiat-Werkstatt
überprüfen. Wenn Sie den Ein-/Aus-
Schalter für den Beifahrerairbag auf ON
stellen, aber die Kontrollleuchte OFF
weiterhin leuchtet, darf niemand auf dem
Beifahrersitz mitfahren. Lassen Sie das
System von einer Fiat-Werkstatt
überprüfen.
183)Bringen Sie keine Aufkleber oder
Sonstiges am Lenkrad, am Armaturenbrett
im Bereich des Beifahrerairbags oder an
den Sitzen an. Legen Sie auf der
Beifahrerseite keine Gegenstände
(beispielsweise Mobiltelefone) auf dem
Armaturenbrett ab, denn diese können den
Beifahrerairbag beim Auslösen behindern
und darüber hinaus die Mitfahrer schwer
verletzen.
184)Legen Sie auf dem Armaturenbrett
oberhalb des Handschuhfachs nicht ab
und bringen Sie dort auch keine
Gegenstände an. Diese könnten auf die
Mitfahrer geschleudert werden und sie
verletzen, wenn der Airbag auslöst.
185)Bringen Sie nichts an der
Windschutzscheibe an und legen Sie nichts
davor ab. Andernfalls könnten solche
Gegenstände den Airbag beim Auslösen
behindern oder auf die Mitfahrer
geschleudert werden und diese verletzen,
wenn der Airbag auslöst.186)Hängen Sie keine weiteren Schlüssel
oder sonstigen Accessoires (harte, spitze
oder schwere Gegenstände) an den
Zündschlüssel. Diese könnten den
Knieairbag auf der Fahrerseite beim
Auslösen behindern oder durch die
Fahrgastzelle geschleudert werden und
Mitfahrer schwer verletzen, wenn der
Airbag auslöst. Siehe Abb. 233.
187)Bringen Sie keine Accessoires im
unteren Bereich des Armaturenbretts auf
der Fahrerseite an. Diese könnten den
Knieairbag auf der Fahrerseite beim
Auslösen behindern oder durch die
Fahrgastzelle geschleudert werden und
Mitfahrer schwer verletzen, wenn der
Airbag auslöst.
188)Zwischen Fahrer oder Beifahrer und
den Airbags dürfen sich keine Hindernisse
wie Pakete, Haustiere oder Sonstiges
befinden. Diese könnten den Airbag beim
Auslösen behindern oder Verletzungen
verursachen, wenn der Airbag auslöst.
189)Direkt nach dem Auslösen eines
Airbags sind mehrere Komponenten des
Airbagsystems heiß. Berühren Sie diese
Komponenten nicht. Andernfalls besteht
die Gefahr von Verbrennungen.
190)Das Airbagsystem funktioniert nur ein
einziges Mal. Wenn ein Airbag ausgelöst
hat, kann er kein zweites Mal auslösen. Ein
solcher Airbag muss unverzüglich
ausgetauscht werden. Außerdem empfiehlt
es sich, das gesamte Airbagsystem von
einer Fiat-Werkstatt überprüfen zu lassen.
191)Befestigen Sie keine starren
Gegenstände an den Kleiderhaken oder
Haltegriffen.192)Legen Sie den Kopf, Arm oder
Ellbogen nicht auf der Tür, dem Fenster
oder dem Bereich des seitlichen Airbags
ab, um mögliche Verletzungen bei einer
Airbagauslösung zu vermeiden.
193)Der Airbag ersetzt nicht die
Sicherheitsgurte, sondern ergänzt deren
Schutzwirkung. Da die Frontairbags nicht
auf Frontalzusammenstöße oder
Seitenaufprall mit geringer Geschwindigkeit,
Heckaufprall oder Überschlagen
ansprechen, sind die Insassen in diesen
Fällen nur durch die Sicherheitsgurte
geschützt. Diese müssen deshalb immer
angelegt werden.
194)Die Seiten- und Kopfairbags sollen
Fahrer und Beifahrer bei bestimmten
Seitenaufprallsituationen zusätzlich zu den
Sicherheitsgurten schützen. Daher müssen
die Sicherheitsgurte immer angelegt
werden und Fahrer sowie Beifahrer sollten
aufrecht sitzen, auf dem Sitz ganz nach
hinten rutschen und sich nicht gegen
Fenster oder Türen lehnen.
195)Seiten- und Kopfairbags entfalten sich
mit großer Wucht. Daher sollten Fahrer und
Beifahrer nicht die Arme aus dem Fenster
halten oder sich gegen die Tür lehnen.
Andernfalls kann es beim Auslösen von
Seiten- oder Kopfairbags zu schweren oder
gar tödlichen Verletzungen kommen.
196)Passagiere auf den Rücksitzen dürfen
sich nicht an der Rückenlehne der
Vordersitze festhalten. Andernfalls besteht
beim Auslösen der Seitenairbags
Verletzungsgefahr. Achten Sie
insbesondere auf Kinder.
145
197)Platzieren Sie keine Gegenstände im
Bereich der Rückenlehne der Vordersitze
oder davor. Andernfalls könnten sie das
Auslösen der Seitenairbags behindern oder
die Mitfahrer verletzen, wenn sie von den
auslösenden Seitenairbags durch die
Fahrgastzelle geschleudert werden.
198)Versehen Sie Sitze mit Seitenairbags
nicht mit Sitzbezügen. Lassen Sie Sitze mit
Seitenairbags nicht neu beziehen.
Andernfalls können sich die Seitenairbags
nicht richtig entfalten.
199)Bringen Sie keine Mikrofone (A in
Abb. 242 ) oder sonstigen Gegenstände in
Bereichen an, wo sich die Kopfairbags (B in
Abb. 242 ) entfalten, beispielsweise an der
Windschutzscheibe, den Seitenfenstern,
den Säulen, dem Dach oder den
Haltegriffen. Andernfalls können solche
Gegenstände mit großer Wucht
herumgeschleudert werden, wenn die
Kopfairbags auslösen. Oder die
Kopfairbags können sich nicht richtig
entfalten. In diesem Fall besteht erhebliche
Verletzungs- und sogar Lebensgefahr.
200)Achten Sie darauf, dass sich Kinder,
auch wenn sie in einem
Kinderrückhaltesystem gesichert sind, nicht
gegen die Vordertür lehnen oder dieser zu
nahe kommen. Achten Sie auch darauf,
dass sich der Kopf des Kindes nicht zu nah
an den Seiten- oder Kopfairbags befindet.
Andernfalls besteht Gefahr, wenn der
Seitenairbag oder der Kopfairbag auslöst.
Bitte beachten Sie alle diese Anweisungen.
Andernfalls besteht Verletzungs- oder
Lebensgefahr für das Kind.
201)Es empfiehlt sich, Arbeiten im Bereich
der Seiten- und Kopfairbags von einer
Fiat-Werkstatt ausführen zu lassen.202)Es empfiehlt sich, Arbeiten im Bereich
der SRS-Komponenten von einer
Fiat-Werkstatt ausführen zu lassen.
Fehlerhafte Arbeiten an SRS-Komponenten
oder Verkabelungen können dazu führen,
dass die Airbags grundlos auslösen oder
dass das SRS nicht mehr funktioniert. In
beiden Fällen besteht die Gefahr schwerer
Verletzungen.
203)Nehmen Sie am Lenkrad, den
Gurtaufrollern oder anderen
SRS-Komponenten keine Veränderungen
vor. Ein Lenkradaustausch oder
Modifikationen an der Frontstoßstange oder
Karosserie können die Funktion des SRS
beeinträchtigen. In diesem Fall besteht
Verletzungsgefahr.
204)Wurde das Fahrzeug beschädigt,
empfiehlt es sich, das SRS auf
ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit
überprüfen zu lassen.
205)Nehmen Sie bei Fahrzeugen mit
Seitenairbags keine Modifikationen an
Vordersitzen, Mittelsäule oder Mittelkonsole
vor. Andernfalls könnte die Funktion des
SRS beeinträchtigt werden. In diesem Fall
besteht Verletzungsgefahr.
206)Wenn Sie Risse, Kratzer oder sonstige
Schäden in Bereichen entdecken, hinter
denen sich Airbags befinden, lassen Sie
das SRS von einer Fiat-Werkstatt
überprüfen.AKTIVE
SICHERHEITS-
SYSTEME
Bremsassistent (bei
entsprechender Ausstattung)
Der Bremsassistent unterstützt Fahrer
beim Betätigen des Bremspedals,
indem er bei einer Notbremsung die
Bremskraft verstärkt.
Wird das Bremspedal plötzlich getreten,
verstärkt der Bremsassistent die
Bremswirkung.
207)
ANMERKUNG Ist der Bremsassistent
in Aktion getreten, bleibt die hohe
Bremskraft bestehen, selbst wenn das
Bremspedal nur noch leicht getreten
wird. Sie können ihn deaktivieren,
indem Sie den Fuß komplett vom
Bremspedal nehmen.
ANMERKUNG Beim Fahren mit
aktiviertem Bremsassistenten ist beim
Betätigen des Bremspedals unter
Umständen ein Widerstand zu spüren.
Das Pedal bewegt sich leicht ruckartig
und ein Betriebsgeräusch ist zu hören
oder die Karosserie und das Lenkrad
vibrieren. Dies hängt mit der normalen
Funktionsweise des Bremsassistenten
zusammen und weist nicht auf eine
Fehlfunktion hin. Lassen Sie den Fuß
auf dem Bremspedal.
146
SICHERHEIT
ANMERKUNG Wenn die
Kontrollleuchte für die elektronische
Stabilitätskontrolle (Electronic Stability
Control - ESC) leuchtet, funktioniert der
Bremsassistent unter Umständen nicht.
Notbremslicht (bei entsprechender
Ausstattung)
Das Notbremslicht soll vor
Auffahrunfällen schützen. Dazu wird die
Warnblinkanlage bei einem plötzlichen
Bremsmanöver automatisch
eingeschaltet, sodass von hinten
herannahende Fahrzeuge durch
schnelles Blinken gewarnt werden.
Wenn sich das Notbremslicht
einschaltet, beginnt auch die
Kontrollleuchte für die Warnblinkanlage
im Kombiinstrument rasch zu blinken.
ANMERKUNG Das Notbremslicht wird
aktiviert, wenn alle folgenden
Voraussetzungen gegeben sind.
Die Geschwindigkeit liegt bei
mindestens 55 km/h.
Das Bremspedal wird betätigt und
das Sicherheitssystem erkennt an der
Verlangsamung des Fahrzeugs und der
Reaktion des Antiblockiersystems
(ABS), dass es sich um ein plötzliches
Bremsmanöver handelt.
Das Notbremslicht wird deaktiviert,
wenn eine der folgenden
Voraussetzungen gegeben ist.
Der Fahrer nimmt den Fuß vom
Bremspedal.
Der Warnblinkschalter wird gedrückt.
Das Sicherheitssystem erkennt an
der Verlangsamung des Fahrzeugs und
der Reaktion des Antiblockiersystems
(ABS), dass es sich nicht um ein
plötzliches Bremsmanöver handelt.
Antiblockiersystem (ABS) (bei
entsprechender Ausstattung)
Das Antiblockiersystem (ABS)
verhindert, dass die Räder beim
Bremsen blockieren. Dadurch bleibt
das Fahrzeug manövrierfähig und
reagiert weiterhin auf Lenkbewegungen.
Tipps zum Fahren
Achten Sie jederzeit auf ausreichenden
Sicherheitsabstand zum
vorausfahrenden Fahrzeug. Lassen Sie
auch bei einem Fahrzeug mit ABS einen
besonders großen Sicherheitsabstand
beim:
Fahren auf verschneiten oder
Schotterstraßen
Fahren mit Schneeketten
Fahren auf Straßen mit
Straßenschäden wie Schlaglöchern,
Spurrillen oder Ähnlichem
Fahren auf Straßen mit Unebenheiten
Das ABS reagiert nicht nur auf
plötzliche Bremsmanöver. Es verhindert
ein Blockieren der Räder auch beim
Überfahren von Kanaldeckeln,
Metallplatten an Baustellen,
Markierungsknopfreihen oder sonstigen
Unebenheiten.Wenn das ABS in Aktion tritt, spürt man
unter Umständen ein Pulsieren des
Bremspedals sowie Vibrationen der
Karosserie und des Lenkrads.
Außerdem ist beim Betätigen des
Bremspedals unter Umständen ein
Widerstand zu spüren.
Treten Sie das Bremspedal in einer
solchen Situation einfach fest durch
und halten Sie es in dieser Stellung.
„Pumpen“ Sie nicht. Andernfalls
reduziert sich die Bremswirkung.
Beim Losfahren unmittelbar nach dem
Anlassen des Motors ist aus dem
Motorraum ein Betriebsgeräusch zu
hören oder der Fahrer spürt einen Stoß
vom Bremspedal. Beides ist normal.
Das ABS führt lediglich einen Selbsttest
durch. Es liegt keine Fehlfunktion vor.
Das ABS ist einsatzbereit, wenn das
Fahrzeug ein Geschwindigkeit von etwa
10 km/h erreicht. Bei
Geschwindigkeiten unter 7 km/h steht
das ABS nicht zur Verfügung.
208) 209) 210) 211) 212) 213) 214) 215) 216)
Nach Fahrten auf winterlichen
Straßen
Entfernen Sie nach Fahrten auf
verschneiten oder vereisten Straßen
gegebenenfalls sämtliche Schnee- und
Eisreste um die Räder. Achten Sie bei
Fahrzeugen mit ABS darauf, die
Raddrehzahlsensoren (A) und die Kabel
an den Rädern nicht zu beschädigen.
147
Schalter „ESC OFF“
Die elektronische Stabilitätskontrolle
(Electronic Stability Control) wird
automatisch aktiviert, sobald Sie den
Zündschlüssel oder den Betriebsmodus
auf ON stellen. Sie können sie
ausschalten, indem Sie den Schalter
„ESC OFF“ mindestens 3 Sekunden
lang drücken.
Ist die elektronische Stabilitätskontrolle
(Electronic Stability Control)
ausgeschaltet, leuchtet die
Kontrollleuchte
auf. Um die
elektronische Stabilitätskontrolle wieder
einzuschalten, drücken Sie kurz den
Schalter „ESC OFF“, sodass die
Kontrollleuchte
erlischt.
221) 222)
Tipps zum Fahren
Wenn Sie versuchen, das Fahrzeug aus
Schlamm, Sand oder Neuschnee
freizufahren, und den Fahrmodus-
Drehregler dabei auf „2H“ oder „4H“
(Easy Select 4WD) bzw. auf „2H“, „4H“
oder „4HLc“ (Super Select 4WD II)
stellen, verhindert die elektronische
Stabilitätskontrolle (Electronic Stability
Control) unter Umständen, dass sich
die Motordrehzahl beim Betätigen des
Gaspedals erhöht. Wenn dies geschieht
und das Fahrzeug infolgedessen
feststeckt, stellen Sie den
Fahrmodus-Drehregler auf „4L“ (Easy
Select 4WD) oder „4LLc“ (Super Select
4WD II) oder schalten Sie die aktive
Stabilitätskontrolle mit dem Schalter
„ASC OFF“ aus. Nun können Sie das
Fahrzeug leichter freifahren. Die
Bremsregelung der aktiven
Traktionskontrolle funktioniert weiterhin
und verhindert, dass die Räder
durchdrehen, wenn Sie die aktive
Stabilitätskontrolle mit dem Schalter
„ESC OFF“ ausschalten oder den
Fahrmodus-Drehregler auf „4L“ (Easy
Select 4WD) oder „4LLc“ (Super Select
4WD II) stellen.
ANMERKUNG Wenn Sie nach dem
Ausschalten der elektronischen
Stabilitätskontrolle (electronic stability
control) weiter auf den Schalter „ESC
OFF“ drücken, tritt der
Fehlbedienungsschutz in Kraft und die
elektronische Stabilitätskontrolle
schaltet sich wieder ein.ANMERKUNG Auch wenn die
elektronische Stabilitätskontrolle
(Electronic Stability Control)
ausgeschaltet wird, schaltet sie sich bei
bestimmten Fahrmanövern unter
Umständen wieder ein.
Aktive Traktionskontrolle
Die aktive Traktionskontrolle verhindert
ein Durchdrehen der Räder auf
rutschigem Untergrund, sodass sich
das Fahrzeug aus dem Stand heraus
leichter in Bewegung setzen lässt.
Außerdem sorgt sie für ausreichende
Antriebskraft und Lenkbarkeit des
Fahrzeugs, wenn Sie bei einem
Wendemanöver Gas geben.
223)
ZUR BEACHTUNG
207)Der Bremsassistent kann die
Bremskraft nicht über das technisch
Mögliche hinaus verstärken. Achten Sie
daher jederzeit auf ausreichenden
Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden
Fahrzeug und verlassen Sie sich nicht zu
sehr auf den Bremsassistenten.
208)Das ABS kann Unfälle nicht
verhindern. Es liegt in Ihrer Verantwortung,
sicherheitsbewusst und aufmerksam zu
fahren.
209)Achten Sie darauf, dass alle 4 Felgen
und Reifen von gleicher Größe und
gleichem Typ sind. Andernfalls könnte das
ABS versagen.
244AHA106085
149
210)Lassen Sie Ihr Fahrzeug nicht mit
einem Sperrdifferenzial nachrüsten.
Andernfalls funktioniert das ABS unter
Umständen nicht mehr ordnungsgemäß.
211)Das ABS nutzt die vorhandene
Traktion optimal aus, kann sie aber nicht
verbessern. Gehen Sie daher beim Fahren
auf rutschigem Untergrund keine unnötigen
Risiken ein.
212)Wenn das ABS aktiv wird und Sie ein
Pulsieren des Bremspedals spüren,
erschrecken Sie nicht und halten Sie den
Fuß auf dem Bremspedal. Auf diese Weise
verkürzen Sie den Bremsweg auf ein
Minimum, allerdings in Abhängigkeit vom
Straßenzustand.
213)Wenn das ABS aktiv wird, ist die
Traktionsgrenze zwischen Reifen und
Straße fast erreicht. Fahren Sie langsamer,
um die Traktion zu verbessern.
214)Das ABS kann die physikalischen
Gesetze nicht außer Kraft setzen und die
vom Straßenzustand abhängige Traktion
erhöhen.
215)Das ABS kann Unfälle nicht
verhindern, insbesondere nicht solche
aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit
in Kurven, Fahren auf rutschigem
Untergrund oder Aquaplaning.
216)Gefährden Sie nie Ihre persönliche
Sicherheit und die Sicherheit anderer,
indem Sie die Leistung des ABS-Systems
auf unverantwortliche und gefährliche
Weise testen.217)Verlassen Sie sich nicht zu sehr auf
die elektronische Stabilitätskontrolle (ESC).
Sie kann nicht verhindern, dass die
physikalischen Gesetze auf das Fahrzeug
wirken. ASTC hat wie jedes andere
Sicherheitssystem Grenzen und kann nicht
garantieren, dass Sie das Fahrzeug unter
allen Umständen unter Kontrolle behalten
und die Traktion immer gegeben ist.
Rücksichtsloses Fahren kann zu Unfällen
führen. Es liegt in der Verantwortung des
Fahrers, sicherheitsbewusst, also
angepasst an die Verkehrs-, Straßen- und
Wetterverhältnisse, zu fahren.
218)Das ESC-System kann keine Unfälle
verhindern, die durch hohe
Geschwindigkeit in Kurven, durch Fahren
auf Straßen mit geringer Haftung oder
Aquaplaning bedingt sind.
219)Achten Sie darauf, dass alle 4 Felgen
und Reifen von gleicher Größe und
gleichem Typ sind. Andernfalls funktioniert
die elektronische Stabilitätskontrolle
(Electronic Stability Control) unter
Umständen nicht ordnungsgemäß.
220)Lassen Sie Ihr Fahrzeug nicht mit
einem Sperrdifferenzial nachrüsten.
Andernfalls funktioniert die elektronische
Stabilitätskontrolle (Electronic Stability
Control) möglicherweise nicht mehr
einwandfrei.
221)Betätigen Sie den Schalter „ESC
OFF“ aus Sicherheitsgründen nur bei
stehendem Fahrzeug.
222)Fahren Sie unter normalen
Umständen immer mit eingeschalteter
elektronischer Stabilitätskontrolle
(Electronic Stability Control).
223)Fahren Sie bei verschneiten oder
vereisten Straßen mit Winterreifen und
moderater Geschwindigkeit.ASSISTENZSYSTEME
Berganfahrhilfe (bei entsprechender
Ausstattung)
Der Berganfahrassistent erleichtert das
Anfahren an starken Steigungen, indem
er das Rückwärtsrollen des Fahrzeugs
verhindert. Wenn Sie vom Bremspedal
zum Gaspedal wechseln, erhält er die
Bremskraft noch etwa 2 Sekunden lang
aufrecht.
81) 82)
224) 225)
Funktionsweise
1. Bringen Sie das Fahrzeug durch
Betätigen des Bremspedals zum
Stehen.
2. Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe
legen Sie den 1. Gang ein. Bei
Fahrzeugen mit Automatikgetriebe
stellen Sie den Wählhebel auf „D“.
ANMERKUNG Zum Rückwärtsfahren
an einer Steigung stellen Sie den
Wählhebel auf „R“ bzw. legen Sie den
Rückwärtsgang ein.
3. Wenn Sie den Fuß vom Bremspedal
nehmen, erhält der Berganfahrassistent
die ausgeübte Bremskraft etwa
2 Sekunden lang aufrecht.
4. Geben Sie Gas. Der
Berganfahrassistent reduziert die
Bremskraft nach und nach, während
sich das Fahrzeug in Bewegung setzt.
150
SICHERHEIT
Kinder im FahrzeugLassen Sie auf keinen Fall den
Schlüssel im Fahrzeug, wenn sich
Kinder darin befinden. Kinder könnten
an den Bedienelementen spielen, das
Fahrzeug versehentlich in Gang setzen
und einen Unfall verursachen.
Säuglinge und Kleinkinder müssen
gemäß den gesetzlichen Vorschriften im
Fahrzeug gesichert werden, damit sie
im Falle eines Unfalls so gut wie
möglich geschützt sind.
Lassen Sie Kinder nicht im
Kofferraum spielen. Während der Fahrt
ist der Aufenthalt im Kofferraum sehr
gefährlich.
Einladen von Gepäck
Achten Sie beim Einladen von Gepäck
darauf, dass dies nicht über die
Sitzlehnen ragt. Zum einen würde dies
die Sicht nach hinten einschränken,
zum anderen besteht die Gefahr, dass
beim harten Bremsen Gepäckstücke
mit großer Wucht in die Fahrgastzelle
geschleudert werden.
ZUR BEACHTUNG
227)Verlegen Sie für das Fahrzeug
geeignete Fußmatten ordnungsgemäß,
damit die Fußmatten nicht die Pedale
blockieren. Damit die Fußmatten nicht
verrutschen können, sichern Sie sie mit
dem Haken usw. Wenn eine Fußmatte auf
einem Pedal liegt oder mehrere Fußmatten
übereinander liegen, kann das Pedal
blockiert werden, was einen schweren
Unfall verursachen kann.
156
START UND BETRIEB
FESTSTELLBREMSE
Ziehen Sie zum Parken die
Feststellbremse gut an, sodass das
Fahrzeug nicht losrollen kann.
So ziehen Sie die Bremse an
Treten Sie fest auf das Bremspedal und
halten Sie es gedrückt. Ziehen Sie dann
den Hebel nach oben (A), ohne den
Knopf am Ende des Handgriffs zu
drücken.
90)
ANMERKUNG Ziehen Sie den Hebel
der Feststellbremse so fest an, dass
das Fahrzeug stehen bleibt, wenn Sie
den Fuß vom Bremspedal nehmen.
ANMERKUNG Wenn das Fahrzeug
nicht stehen bleibt, sobald Sie den Fuß
vom Bremspedal nehmen, lassen Sie
das Fahrzeug sofort überprüfen.So lösen Sie die Bremse
Treten Sie fest auf das Bremspedal und
halten Sie es gedrückt. Ziehen Sie dann
den Hebel leicht nach oben (A).
Drücken Sie den Knopf am Ende des
Handgriffs (B).
Senken Sie den Hebel vollständig (C).
91) 92)
ANMERKUNG Damit sich die
Feststellbremse nicht versehentlich
lösen kann, muss der Hebel leicht nach
oben gezogen werden, bevor er
gesenkt werden kann. Sie können den
Hebel nicht senken, wenn Sie einfach
nur den Knopf drücken.
ZUR BEACHTUNG
90)Wenn Sie die Feststellbremse anziehen
wollen, treten Sie zunächst fest auf das
Bremspedal, um das Fahrzeug zum völligen
Stillstand zu bringen. Ziehen Sie dann den
Hebel der Feststellbremse hoch. Wenn Sie
den Hebel der Feststellbremse hochziehen,
während das Fahrzeug noch rollt, könnten
die Hinterräder blockieren, sodass das
Fahrzeug instabil wird. Außerdem könnte es
zu einer Fehlfunktion der Feststellbremse
kommen.
91)Vergewissern Sie sich vor dem
Anfahren, dass die Feststellbremse
vollständig gelöst ist und die
Bremswarnleuchte nicht mehr leuchtet.
Wenn Sie mit angezogener Feststellbremse
fahren, überhitzt die Bremse, sodass sie
nicht mehr richtig bremst. Auch Schäden
an der Bremse sind möglich.
92)Wenn die Bremswarnleuchte auch bei
vollständig gelöster Feststellbremse nicht
erlischt, liegt am Bremssystem eventuell
eine Störung vor. Lassen Sie das Fahrzeug
sofort überprüfen. Näheres siehe
„Bremswarnleuchte“.
246AA0001018
247AA0001021
159