Page 137 of 249

Fahren und Bedienung135Ausführung ohne Füllstandswarnung
im Driver Information Center
Wenn die AdBlue-Anzeige einen sehr
niedrigen Füllstand anzeigt, leuchtetzuerst die Kontrollleuchte Õ perma‐
nent auf. Wenn dann der AdBlue-Füll‐
stand unter einen bestimmten Wert
fällt, blinkt Õ einige Sekunden lang
und leuchtet dann permanent.
Den AdBlue-Tank umgehend neu be‐ füllen. Sie „ AdBlue nachfüllen “ unten.
Das Fahrzeug kann ohne Einschrän‐
kungen gefahren werden.
Motorleistungsverlust
Wenn der AdBlue-Füllstand weiter sinkt, blinkt Õ einige Sekunden lang
und leuchtet dann dauerhaft auf. Au‐
ßerdem ertönt ein Warnton und es tritt
ein Motorleistungsverlust auf.
Hinweis
Diese Einschränkungen sind eine
gesetzliche Anforderung.
Wenn kein AdBlue nachgefüllt wird, bevor der Tank leer ist, blinkt Õ und
die Fahrgeschwindigkeit wird ab dem nächsten erneuten Starten des Fahr‐
zeugs auf etwa 20 km/h beschränkt.
Umgehend mindestens 10 Liter
AdBlue nachfüllen.Warnmeldungen über zu hohe Emis‐
sionswerte
Wenn die Abgasemissionen über einen bestimmten Wert steigen,
leuchtet die Kontrollleuchte Õ zu‐
sammen mit A 3 90 auf. So bald wie
möglich die Hilfe einer Werkstatt in
Anspruch nehmen.
Wenn die Störung nicht vor dem Zu‐
rücklegen einer bestimmten Fahrstre‐ cke behoben wird, blinken Õ undA einige Sekunden und leuchten
dann dauerhaft auf. Motorleistungs‐
verlust.
Bei einer kritischen Störung blinken Õ und A dauerhaft und die Fahrge‐
schwindigkeit wird nach dem nächs‐
ten erneuten Starten des Motors auf
ca. 20 km/h beschränkt.
Hinweis
Diese Einschränkungen sind eine
gesetzliche Anforderung.
So bald wie möglich Hilfe einer Werk‐
statt in Anspruch nehmen.
AdBlue nachfüllen
Page 138 of 249

136Fahren und BedienungAchtung
Nur AdBlue verwenden, das die
europäischen Normen
DIN 70 070 und ISO 22241-1 er‐
füllt.
Keine Zusätze verwenden.
AdBlue nicht verdünnen.
Andernfalls kann das selektive ka‐ talytische Reduktionssystem be‐schädigt werden.
Hinweis
Wenn AdBlue bei sehr niedrigen
Temperaturen nachgefüllt werden
muss, wird das Nachfüllen von
AdBlue möglicherweise nicht vom
System erkannt. In diesem Fall das
Fahrzeug in einem Bereich mit einer
höheren Umgebungstemperatur ab‐
stellen, bis sich AdBlue verflüssigt
hat.
Hinweis
Wenn der Motorstart aufgrund eines zu niedrigen AdBlue-Füllstands un‐
terbunden wurde, empfehlen wir,
beim Nachfüllen mindestens
10 Liter AdBlue hinzufügen. Nach‐
füllen geringer Mengen (z. B. unter
5 Liter) vermeiden, da das System in
diesem Fall möglicherweise kein
Nachfüllen erkennt.
Hinweis
Beim Abschrauben der Schutz‐
kappe vom Einfüllstutzen können
Ammoniakdämpfe entweichen.
Nicht einatmen, da die Dämpfe
einen stechenden Geruch haben.
Das Einatmen der Dämpfe ist nicht
gesundheitsschädlich.
Das Fahrzeug muss auf einer ebe‐
nen, geraden Fläche abgestellt wer‐
den.
Der Einfüllstutzen für AdBlue befindet sich hinter der Tankklappe an der
rechten Fahrzeugseite.
Die Tankklappe lässt sich nur öffnen,
wenn das Fahrzeug entriegelt und die rechte Tür offen ist.9 Gefahr
Fahrzeuge mit Stopp-Start-Sys‐
tem: Den Motor ausschalten und den Zündschlüssel abziehen, um
zu verhindern, dass das System
den Motor automatisch neu star‐
tet.
Füllmengen 3 235.
Tankstelle
9 Gefahr
Beim Nachfüllen von AdBlue die
Bedienungs- und Sicherheitsvor‐
schriften der Tankstelle beachten.
1. Motor ausschalten und Zünd‐
schlüssel abziehen.
2. An der Tankklappe ziehen, um sie
zu öffnen.
Page 139 of 249

Fahren und Bedienung137
3. Die Schutzkappe linksherum dre‐hen, um sie vom Einfüllstutzen
abzuschrauben.
4. Die Zapfpistole bis zum Anschlag in den Einfüllstutzen einführen
und betätigen.
5. Nach dem Ende des Tankvor‐ gangs die Schutzkappe aufsetzen
und rechtsherum drehen, bis sie
einrastet.
6. Tankklappe und rechte Tür schlie‐
ßen.
AdBlue-Behälter
Hinweis
Nur die vorgesehenen AdBlue-Be‐ hälter zum Nachfüllen verwenden,
um zu verhindern, dass zu viel
AdBlue nachgefüllt wird. Außerdem werden die Dämpfe aus dem Tank
im Behälter aufgefangen und kön‐
nen so nicht entweichen.
Hinweis
Da die Haltbarkeit von AdBlue be‐
grenzt ist, das Verfalldatum vor dem Nachfüllen überprüfen.
1. Motor ausschalten und Zünd‐ schlüssel abziehen.
2. An der Tankklappe ziehen, um sie
zu öffnen.
3. Die Schutzkappe linksherum dre‐ hen, um sie vom Einfüllstutzen
abzuschrauben.
4. Den AdBlue-Behälter öffnen.
5. Ein Ende des Schlauchs am Be‐ hälter anbringen und das andere
Ende auf den Einfüllstutzen auf‐
schrauben.
6. Den Behälter anheben, bis er leer
ist.
7. Den Schlauch vom Einfüllstutzen abschrauben.
Page 140 of 249

138Fahren und Bedienung8. Die Schutzkappe anbringen undrechtsherum drehen, bis sie ein‐
rastet.
9. Tankklappe und rechte Tür schlie‐
ßen.
Hinweis
AdBlue-Behälter und Schlauch ge‐
mäß geltenden Umweltvorschriften
entsorgen.
Hinweis
Das Fahrzeug 10 Sekunden lang im
Leerlauf laufen lassen, damit das
System das Nachfüllen von AdBlue
erkennen kann.
Das Nichtbeachten dieser Vorge‐
hensweise führt dazu, dass das Sys‐ tem das Nachfüllen von AdBlue erst
nach 20 Minuten Fahrt erkennt.
Wenn das Nachfüllen von AdBlue
erfolgreich erkannt wird, erlischst die
AdBlue-Warnleuchte.
Wenn das Nachfüllen von AdBlue
nicht erkannt wird, nachdem der Mo‐ tor einige Zeit betrieben wurde, wen‐
den Sie sich an eine Werkstatt.Tankdeckel
Nur Original-Tankdeckel verwenden.
Der AdBlue-Tank verfügt über einen
besonderen Tankdeckel.
Störung Wenn das System eine Betriebsstö‐
rung erkennt, leuchtet die Kontroll‐
leuchte Õ zusammen mit A auf und
ein Warnton wird wiedergegeben. So‐
fort Hilfe einer Werkstatt in Anspruch
nehmen.
Versionsabhängig kann auch eine
entsprechende Meldung im Driver In‐ formation Center angezeigt werden
3 95.Schaltgetriebe
Zum Einlegen des Rückwärtsgangs
bei stehendem Fahrzeug das Kupp‐
lungspedal treten, den Ring am Wähl‐
hebel nach oben ziehen und den
Gang einlegen.
Lässt sich der Gang nicht einlegen,
Wählhebel in Leerlaufstellung führen, Kupplungspedal loslassen und wie‐
der betätigen. Nochmals schalten.
Die Kupplung nicht unnötig schleifen
lassen!
Bei jeder Betätigung Kupplungspedal
voll durchtreten. Pedal nicht als Fuß‐
stütze verwenden.
Page 141 of 249
Fahren und Bedienung139Achtung
Es ist nicht ratsam, die Hand
während der Fahrt auf dem Wähl‐ hebel ruhen zu lassen.
Automatisiertes
Schaltgetriebe
Das automatisierte Schaltgetriebe
(MTA) ermöglicht manuelles Schal‐
ten (Manuell-Modus) oder automati‐
sches Schalten (Automatik-Modus)
jeweils mit automatischer Kupplungs‐
betätigung.
Getriebe-Display
Anzeige des Modus und des aktuel‐
len Gangs.
Motor starten
Beim Anlassen des Motors das
Bremspedal betätigen. Wird das
Bremspedal nicht betätigt, leuchtet
T im Getriebe-Display und der Motor
kann nicht gestartet werden.
Bei betätigtem Bremspedal schaltet das Getriebe automatisch in N (Neu‐
tralstellung). „N“ wird im Getriebe-
Display angezeigt und der Motor
kann gestartet werden. Es kann eine
kurze Verzögerung auftreten.
Wählhebel
Page 142 of 249

140Fahren und BedienungDen Wählhebel immer bis zum An‐
schlag in die entsprechende Richtung führen. Nach Loslassen kehrt er au‐
tomatisch in die Mittelstellung zurück.N:Neutral- bzw. LeerlaufstellungA/
M:Wechsel zwischen Automatik-
und Manuell-Modus
Das Getriebe-Display zeigt im
Automatik-Modus „A“ an.R:Rückwärtsgang
Nur bei stehendem Fahrzeug
einlegen. Das Getriebe-Dis‐
play zeigt bei eingelegtem
Rückwärtsgang „R“ an.+:Schalten in einen höheren
Gang.–:Schalten in einen niedrigeren
Gang.
Losfahren
Beim Anlassen des Motors befindet
sich das Getriebe im Automatik-
Modus . Bremspedal treten und Wähl‐
hebel zum Einlegen des
ersten Gangs in Richtung + drücken.
Wenn R gewählt wurde, ist der
Rückwärtsgang eingelegt. Nach Frei‐
gabe des Bremspedals fährt das
Fahrzeug langsam an. Zum schnellen
Anfahren Bremspedal freigeben und
direkt nach Einlegen eines Gangs
Gas geben.
Im Automatik-Modus schaltet das Ge‐
triebe in Abhängigkeit der Fahrbedin‐ gungen automatisch in die anderen
Gänge.
Zur Aktivierung des Manuell-Modus
den Wählhebel auf A/M bewegen.
Der eingelegte Gang wird im Ge‐ triebe-Display angezeigt.
Um den ersten Gang einzulegen, das
Bremspedal treten und den Wählhe‐
bel in Richtung + oder - drücken.
Durch Drücken des Wählhebels in Richtung + oder - in einen höheren
oder niedrigeren Gang schalten. Zum
Überspringen von Gängen den Wähl‐ hebel in kurzen Abständen wiederholtdrücken.
Anhalten Im Automatik- oder Manuell-Modus
wird beim Anhalten der erste Gang
eingelegt und die Kupplung gelöst. Bei R bleibt der Rückwärtsgang ein‐
gelegt.Beim Anhalten an Steigungen die
Parkbremse anziehen oder das
Bremspedal betätigen. Um ein Über‐
hitzen der Kupplung zu verhindern,
kann ein unterbrochener Warnton
ausgegeben werden, der den Fahrer
anweist, das Bremspedal zu betäti‐
gen oder die Parkbremse anzuzie‐
hen.
Den Motor bei längerem Stillstand ab‐ stellen, z. B. in Verkehrsstaus.
Wenn das Fahrzeug geparkt und die
Fahrertür geöffnet wird, zeigt ein
Warnton an, dass die Neutralstellung
nicht eingelegt bzw. das Bremspedal
nicht gedrückt ist.
Bremsunterstützung des Motors
Automatikbetrieb
Beim Bergabfahren schaltet das au‐
tomatisierte Schaltgetriebe erst in
einen höheren Gang, wenn eine rela‐ tiv hohe Motordrehzahl erreicht ist.
Beim Bremsen wird rechtzeitig zu‐
rückgeschaltet.
Page 143 of 249

Fahren und Bedienung141Manuell-Modus
Um die Motorbremswirkung zu nut‐
zen, bei Bergabfahrt rechtzeitig einen
niedrigeren Gang wählen.
Herausschaukeln
Herausschaukeln ist nur zulässig,
wenn das Fahrzeug in Sand,
Schlamm, Schnee oder einem Loch
steckt. Den Wählhebel zwischen R
und A/M (bzw. zwischen + und -)
mehrmals hin und her bewegen und
dabei das Gaspedal leicht betätigen.
Motor nicht hochdrehen und ruckarti‐
ges Gas geben vermeiden.
Abstellen
Die Parkbremse anziehen. Der zu‐ letzt eingelegte Gang (siehe Ge‐
triebe-Display) bleibt eingelegt. Bei
N ist kein Gang eingelegt.
Nach Ausschalten der Zündung re‐
agiert das Getriebe nicht mehr auf
Wählhebelbewegungen.
Wenn die Zündung nicht ausgeschal‐
tet oder die Parkbremse nicht betätigt
ist, ertönt beim Öffnen der Fahrertür
ein Warnton.Manuell-Modus
Wird ein höherer Gang bei zu gerin‐
ger Motordrehzahl bzw. ein niedri‐ gerer Gang bei zu hoher Drehzahl ge‐ wählt, wird nicht geschaltet. Dadurch
werden zu niedrige bzw. zu hohe Mo‐
tordrehzahlen vermieden.
Bei zu niedriger Motordrehzahl schal‐
tet das Getriebe automatisch in einen niedrigeren Gang.
Bei zu hoher Motordrehzahl schaltet
das Getriebe nur bei Kickdown in einen höheren Gang.Elektronisch gesteuerte
Fahrprogramme
Winterprogramm V
Bei Anfahrschwierigkeiten auf glatter
Fahrbahn das Winterprogramm ein‐ schalten.
Aktivierung
V drücken. Im Getriebe-Display
leuchtet die Kontrollleuchte V auf.
Das Getriebe schaltet in den Automa‐
tik-Modus und das Fahrzeug fährt in
einer geeigneten Fahrstufe an.
Page 144 of 249

142Fahren und BedienungDeaktivierung
Das Winterprogramm wird ausge‐
schaltet bei:
● V noch einmal drücken
● Ausschalten der Zündung
● Wechsel in den Manuell-Modus
Um das Getriebe bei extrem hohen
Kupplungstemperaturen zu schüt‐
zen, kann eine unterbrochene akusti‐
sche Warnung ertönen. In solchen Fällen das Bremspedal treten, „N“
wählen und Parkbremse anziehen,
damit die Kupplung abkühlen kann.
Lastprogramm kgDas Lastprogramm kann sowohl im
Manuell-Modus als auch im Automa‐
tik-Modus verwendet werden. In bei‐
den Fällen werden die Schaltkennli‐
nien automatisch an eine höhere Zu‐
ladung angepasst.
Aktivierung
kg drücken. Im Getriebe-Display
leuchtet die Kontrollleuchte kg auf.
Das Getriebe wählt daraufhin opti‐ mierte Schaltkennlinien.
Deaktivierung
Das Lastprogramm wird ausgeschal‐
tet bei:
● kg noch einmal drücken
● Ausschalten der Zündung
Kickdown Beim Durchtreten des Gaspedals
über den Druckpunkt hinaus wird ab‐
hängig von der Motordrehzahl in
einen niedrigeren Gang geschaltet.
Für eine Beschleunigung steht die
volle Motorleistung zur Verfügung.
Wenn die Motordrehzahl zu hoch ist,
schaltet das Getriebe in einen
höheren Gang, auch im Manuell-Modus. Ohne Kickdown wird dieses
automatische Schalten im Manuell-
Modus nicht beeinflusst.
Störung
Bei einer Störung leuchtet Kontroll‐
leuchte W im Getriebe-Display auf.
Die Fahrt kann vorausschauend und
vorsichtig fortgesetzt werden.
Störungsursache von einer Werkstatt beheben lassen.
Stromunterbrechung Bei einer Stromunterbrechung und
eingelegtem Gang wird nicht ausge‐
kuppelt. Das Fahrzeug kann nicht be‐ wegt werden.
Bei entladener Fahrzeugbatterie
Starthilfe durchführen 3 202.
Liegt die Ursache nicht an der entla‐ denen Fahrzeugbatterie, Hilfe einer
Werkstatt in Anspruch nehmen.
Lässt sich der Leerlauf nicht einlegen,
darf das Fahrzeug nur so abge‐
schleppt werden, dass die Antriebs‐
räder keinen Bodenkontakt haben
3 204.