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FAHRZEUGIDENTIFIZIERUNG
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GAS1SL1010
FAHRZEUGIDENTIFIZIERUNG
Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer ist in fol-
genden Fällen erforderlich:
1. Bei der Bestellung von Ersatzteilen benötigt
der Yamaha-Händler diese Nummer zur
exakten Identifizierung des Modells.
2. Bei Diebstahl benötigt die Polizei diese
Nummer zur exakten Identifizierung des
Modells.
GAS1SL1011FAHRZEUGIDENTIFIZIERUNGSNUMMER
Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer “1” ist in
die rechte Seite des Rahmens eingeschlagen.
GAS1SL1012MOTORIDENTIFIZIERUNGSNUMMER
Die Motor-Identifizierungsnummer “1” ist an der
gezeigten Stelle im Kurbelgehäuse eingeschla-
gen.
GAS1SL1013MODELLCODE-INFORMATION
Das Modellcode-Klebeschild “1” ist am Rah-
menheck angebracht. Die Codenummer und
das Info-Kürzel werden zur Ersatzteilbestellung
benötigt.
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1
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BESONDERE MERKMALE
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GAS20170
BESONDERE MERKMALE
GAS1SL1014GRUNDLAGEN DES KRAFTSTOFF-EINSPRITZSYSTEMS
Die Hauptfunktion des Kraftstoff-Zufuhrsystems ist es, Kraftstoff im optimalen Luft/Kraftstoff-Verhält-
nis, entsprechend den Motorbetriebsbedingungen und der Lufttemperatur, in die Verbrennungskam-
mer zuleiten. In einem konventionellen Vergasersystem wird das Luft/Kraftstoff-Verhältnis des
Gemischs, das dem Brennraum zugeführt wird, durch die Menge des Ansaugluftvolumens und und
des Kraftstoffs bestimmt, der auf der Basis der in dem Vergaser verwendeten Düsen gemessen wird.
Trotz der gleichen Menge Ansaugluft, variiert die benötigte Kraftstoffmenge je nach den Motorbe-
triebsbedingungen (Beschleunigung, Abbremsung und bei einem Betrieb unter hoher Zuladung). Die
mit Kraftstoffdüsen bestückten Vergaser sind mit verschiedenen Hilfseinrichtungen ausgestattet, die
unter Berücksichtigung der häufigen Veränderungen in den Betriebsbedingungen des Motors ein op-
timales Luft/Kraftstoff-Verhältnis erzielen. Dieses Modell wurde anstelle eines konventionellen Ver-
gasersystems mit einem elektronisch gesteuerten Kraftstoff-Einspritzsystem ausgestattet. Dieses
System ermöglicht es, dem Motor zu jedem Zeitpunkt ein optimales Luft/Kraftstoff-Gemisch zu lief-
ern. Hierzu erfassen verschiedene Sensoren die Betriebsbedingungen des Motors, und ein Mikro-
prozessor regelt danach die Kraftstoff-Einspritzmenge.
GAS1SL1015
1. Einspritzdüse
2. Drosselklappensensor
3. Ansaugluft-Druckgeber
4. Ansauglufttemperaturfühler
5. Elektronisches Steuergerät
6. Kraftstoffpumpe
7. Kondensator
8. Kurbelwellensensor
9. Kühlflüssigkeits-Temperaturfühler
10.Zündspule
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7 8 95 4 123
10
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BESONDERE MERKMALE
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KRAFTSTOFF-EINSPRITZSYSTEMS
Die Kraftstoffpumpe leitet Kraftstoff über den Kraftstofffilter zum Einspritzventil. Der Druckregler hält
den Kraftstoffdruck, der auf die Einspritzdüse ausgeübt wird, bei nur 324 kPa (3.24 kgf/cm
², 47.0 psi).
Dementsprechend öffnet sich der Kraftstoffweg, wenn das vom Motor-Steuergerät ausgegebene
Steuersignal das Einspritzventil einschaltet, woraufhin für die Dauer, die der Kraftstoffweg geöffnet
ist, Kraftstoff in den Ansaugkanal eingespritzt wird. Daher ist die zugeführte Kraftstoffmenge umso
größer, je länger das Einspritzventil eingeschaltet ist (Einspritzzeit). Umgekehrt ist die zugeführte
Kraftstoffmenge geringer, je kürzer die Einspritzzeit (Dauer, die das Einspritzventil eingeschaltet ble-
ibt) ist.
Dauer und Zeitpunkt der Einspritzung werden vom Motor-Steuergerät gesteuert. Das elektronische
Steuergerät berechnet die Einspritzdauer aus den Signalen vom Drosselklappensensor, vom Kühl-
flüssigkeits-Temperatursensor, Ansaugluft-Druckgeber und Ansaugluft-Temperatursensor. Der Ein-
spritzzeitpunkt wird aus den Signalen des Kurbelwellensensors ermittelt. Daraus ergibt sich, dass
dem Motor jederzeit die den Fahrbedingungen entsprechend geforderte Kraftstoffmenge zugeführt
werden kann.
1. Kraftstoffpumpe
2. Einspritzdüse
3. Elektronisches Steuergerät
4. Drosselklappensensor
5. Kühlflüssigkeits-Temperaturfühler
6. Kurbelwellensensor
7. Ansaugluft-Druckgeber
8. Drosselklappengehäuse
9. Ansauglufttemperaturfühler
10.Luftfiltergehäuse
A. Kraftstoffsystem
B. Einlasssystem
C. Steuersystem
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5
6 7
8 9 10A
BC
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MITGELIEFERTE TEILE
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GAS1SL1016
MITGELIEFERTE TEILE
GAS1SL1017SEITENSTÄNDER
Der Seitenständer “1” dient lediglich zum Ab-
stützen des Motorrads im Stand oder beim
Transport.
EWA@
WARNUNG
• Den Seitenständer niemals zusätzlich be-
lasten.
• Vor dem Losfahren den Seitenständer ent-
fernen.
GAS1SL1018ZÜNDKERZENSCHLÜSSEL
Der Zündkerzenschlüssel “1” dient zum Aus-
oder Einbau der Zündkerze.
GAS1SL1019SPEICHENSCHLÜSSEL
Der Speichenschlüssel “1” dient zum Festzie-
hen der Speichen.
GAS1SL1020
LENKERSCHUTZ
Den Lenkerschutz “1” so einbauen, dass die
Markierung “a” nach vorne weist.
GAS1SL1021ABDECKUNG DER KRAFTSTOFF-
SCHLAUCH-KUPPLUNG
Während der Kraftstoffschlauch angeschlos-
sen ist, verhindern die Anschlussabdeckungen
“1” des Kraftstoffschlauchs das Eintreten von
Schlamm, Staub und anderen Fremdkörpern in
die Kraftstoffpumpe.
GAS1SL1022STECKVERBINDER FÜR DEN ANSCHLUSS
OPTIONALER GERÄTE
Der Steckverbinder “1” wird für den Anschluss
des optionalen Power Tuner usw. verwendet.
ECA1DX1002
ACHTUNG
Wenn kein optionales Gerät oder ähnliches
angeschlossen ist, die Anschlussklemme
mit dem Original-Steckverbinder verbinden.
Vor dem Abtrennen dieses Steckverbinders
jegliche an ihm haftenden Schmutz- oder
Wasserreste gründlich abwischen.
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1
a
1
1
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MITGELIEFERTE TEILE
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Der Power Tuner ist ein optionales Teil.Bauteil Teilenummer
GYTR Power Tuner
(Für USA)33D-H59C0-V0-00
YZ Power Tuner
(Nicht für USA)33D-859C0-10
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WICHTIGE INFORMATIONEN
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GAS20180
WICHTIGE INFORMATIONEN
GAS1SL1023VORBEREITUNG FÜR AUSBAU UND ZER-
LEGUNG
1. Vor dem Ausführen der Arbeiten entfernen
Sie sorgfältig jeglichen Schmutz, Staub
usw., um das Eindringen von Fremdmateri-
alen bei der Arbeit zu verhindern.
• Vor dem Reinigen mit Hochdruck-Waschan-
lagen folgende Bauteile entsprechend ab-
decken.
Belüftungskanal
Auspuffrohrmündung
Ablassbohrung an der rechten Seite des
Zylinderkopfes
Öffnung unter dem Wasserpumpengehäuse
2. Nur geeignete Spezialwerkzeuge und Aus-
rüstungen verwenden. Siehe “SPEZIAL-
WERKZEUGE”.3. Beim Zerlegen die erforderlichen Teile
prüfen und messen, und sie notieren, um
sich gegebenfalls beim Einbau auf die Noti-
zen beziehen zu können. Außerdem müs-
sen Zahnräder, Zylinder, Kolben und alle
beweglichen Teile nach Baugruppen sortiert
abgelegt werden, um sie nicht zu verwech-
seln oder zu verlieren.
4. Alle ausgebauten Teile reinigen und nach
Baugruppen geordnet auf einer sauberen
Unterlage ablegen.
5. Entzündlich. Halten Sie Wartungsbereiche
von Brandherden entfernt.
6. Während der Wartungsarbeit besonders
darauf achten, Verletzungen oder Verbren-
nungen durch Berühren des Motors, des
Auspuffrohrs, des Schalldämpfers usw. zu
vermeiden.
7. Wenn am Fahrgestell anhaftende Kühlflüs-
sigkeit verbleibt, können Lackierungen und
Beschichtungen beschädigt werden. De-
shalb immer gründlich mit Wasser abspülen.
EWA
WARNUNG
Kühlflüssigkeiten sind äußerst gesund-
heitsschädlich. Bei Arbeiten mit Kühlflüs-
sigkeiten ist daher Vorsicht geboten.
• Falls die Flüssigkeit in die Augen gerät,
mit viel Wasser abspülen und danach sch-
nell einen Arzt aufsuchen.
• Wenn sie auf Haut oder Kleidung kommt,
muss sie zunächst mit Wasser und an-
schließend mit wässriger Seifenlösung
ausgewaschen werden.
• Bei Verschlucken Erbrechen herbeiführen
und sich sofort in ärztliche Behandlung
begeben.
GAS1SL1024
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WICHTIGE INFORMATIONEN
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ERSATZTEILE
Sicherstellen, dass die für Reparaturen und
Wartungsarbeiten am Fahrzeug verwendeten
Teile sowie Fette und Öle nur Original- Ersatz-
teile von Yamaha bzw. empfohlene Teile sind.
Keine gebrauchten Teile verwenden, da diese
möglicherweise keine Originalteile sind, auch
wenn sie die gleiche Erscheinung haben.
Außerdem kann die Qualität von Teilen durch
Alterung beeinträchtigt werden.
GAS1SL1025DICHTUNGEN, DICHTRINGE UND O-RINGE
1. Beim Überholen des Motors sind sämtliche
Dichtungen und O-Ringe zu erneuern. Alle
Dichtflächen, Dichtlippen und O-Ringe vor
dem Zusammenbau säubern, damit sich
kein Staub darauf befindet.
2. Bei der Montage alle immer Lager richtig
ölen und die Dichtringlippen vor dem Einbau
richtig mit Fett schmieren.
GAS1SL1026SICHERUNGSSCHEIBEN, -BLECHE UND
SPLINTE
Nach dem Ausbau die Sicherungsscheiben
und -bleche “1” sowie Splinte durch neue erset-
zen. Nach dem vorschriftsmäßigen Festziehen
der Schraube bzw. Mutter Sicherungslaschen
und Splintenden entlang der Schlüsselfläche
der Schraube bzw. Mutter fest hochbiegen.
GAS1SL1027LAGER UND DICHTRINGE
Lager “1” und Dichtringe “2” so einbauen, dass
die Herstellerbeschriftung oder Größensym-
bole nach außen weisen. Beim Einbau eines
Dichtrings sicherstellen, dass seine Hauptlippe
auf die Ölkammer (den abzudichtenden Be-
reich) weist. Vor dem Einbau immer die Dich-
tlippe mit einer dünnen Schicht Fett
bestreichen.
ECA13300
ACHTUNG
Lager nicht mit Druckluft ausblasen, weil
dadurch die Lagerflächen beschädigt
werden.
GAS1SL1028
1. Öl
2. Lippe
3. Feder
4. Fett
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WICHTIGE INFORMATIONEN
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SICHERUNGSRINGE
Beim Montieren von Teilen immer neue Sicher-
ungsringe verwenden. Beim Einbau eines Si-
cherungsringes stets darauf achten, dass die
Kante des Sicherungsrings “2” den Ring gegen
die Druckrichtung “3” abstützt. Den Sicher-
ungsring so einsetzen, dass dessen Ende mit
der Mitte der Keilnut ausgerichtet ist, ohne den
Sicherungsring mehr als erforderlich zu öffnen.