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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
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7
NR. PRÜFPUNKT VORGEHENSWEISENach dem
EinfahrenJedes
Rennen
Jedes
dritte
RennenJedes
fünfte
Rennen
Nach
Bedarf
√ √
21
*
BremsenHebelstellung und Pedalhöhe einstellen.
Gelenkpunkte schmieren.
Oberfläche der Bremsscheibe kontrollieren.
Kraftstoffstand prüfen und System auf Leckage kontrollieren.
Bremsscheiben-Befestigungsschrauben, Bremssattel-
Befestigungsschrauben, Hauptbremszylinder-
Befestigungsschrauben und Hohlschrauben festziehen.
√
Scheibenbremsbeläge ersetzen.
√
Bremsflüssigkeit wechseln. Alle 12 Monate
√
22
*
Teleskopgabel
Öldichtungen ersetzen. Gabelöl wechseln. Staubdichtung reinigen und mit Lithiumseifenfett schmieren.
Ggf. einstellen. Funktion prüfen und auf Öllecks kontrollieren.
√
√√
√
√ √
√
23
*FederbeinFunktion prüfen und einstellen.
Ggf. festziehen.
Mit Lithiumseifenfett schmieren.
√
(Nach dem
Waschen
des
Motorrads
oder
Fahrten im
Regen)
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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
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GAU42011
HINWEIS
Wartung der hydraulische Bremsanlage
Regelmäßig die Bremsflüssigkeitsstände prüfen, ggf. korrigieren.
Alle zwei Jahre die inneren Bauteile des Hauptbremszylinders und Bremssattels erneuern und die Bremsflüssigkeit wechseln.
NR. PRÜFPUNKT VORGEHENSWEISENach dem
EinfahrenJedes
Rennen
Jedes
dritte
RennenJedes
fünfte
Rennen
Nach
Bedarf
√
√
√
√ √ √
√ √√ √
√
√
√
√
√
26
*LenkkopfFunktion und Spiel prüfen, ggf. festziehen.
Reinigen und mit Lithiumseifenfett schmieren.
Lager ersetzen.
27*Reifen und RäderReifenluftdruck und seitlichen Schlag der Räder prüfen,
Speichen auf Lockerheit und Reifen auf Abnutzung
kontrollieren.
Befestigungsschrauben des Ritzels ggf. festziehen.
Radlager auf festen Sitz kontrollieren.
Radlager mit Lithiumseifenfett schmieren.
Radlager ersetzen.
28*Sich bewegende Teile
und SeilzügeSchmieren.
29*Gasdrehgriffgehäuse
und SeilzugFunktion und Spiel prüfen.
Ggf. Gaszugspiel einstellen.
Gasdrehgriffgehäuse und Seilzug schmieren.
√ √√
√
24
*Antriebskettenrolle und
untere KettenführungErsetzen, falls nötig. Auf Verschleiß und Beschädigung kontrollieren.
√
25
*HinterradaufhängungFunktion prüfen und ggf. festziehen.
Mit Lithiumseifenfett schmieren.
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Bremsschläuche bei Beschädigung oder Rissbildung, spätestens jedoch alle vier Jahre erneuern.
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GAU19613
Zündkerze prüfen Die Zündkerze ist ein wichtiger Bestandteil
des Motors und ist leicht zu überprüfen. Da
Verbrennungswärme und Ablagerungen
die Funktionstüchtigkeit der Kerze im Laufe
der Zeit vermindern, muss die Zündkerze in
den empfohlenen Abständen gemäß War-
tungs- und Schmiertabelle herausgenom-
men und geprüft werden. Der Zustand der
Zündkerze erlaubt Rückschlüsse auf den
Zustand des Motors.
Zündkerze ausbauen
1. Den Zündkerzenstecker abziehen.
2. Die Zündkerze wie dargestellt mit ei-
nem Zündkerzenschlüssel (erhältlich
von einem Yamaha-Fachhändler) ent-
fernen.Zündkerze prüfen
1. Die Verfärbung des Zündkerzen-Isola-
torfußes prüfen. Der die Mittelelektro-
de umgebende Porzellanisolator ist
bei richtig eingestelltem Motor und
normaler Fahrweise rehbraun.
HINWEI
S
Weist die Zündkerze eine stark abweichen-
de Färbung auf, könnte es sein, dass der
Motor nicht richtig läuft. Versuchen Sie
nicht, derartige Probleme selbst zu diag-
nostizieren. Lassen Sie stattdessen das
Fahrzeug von einer Yamaha-Fachwerkstatt
prüfen.
2. Die Zündkerze auf fortgeschrittenen
Abbrand der Mittelelektrode und über-
mäßige Ölkohleablagerungen prüfen
und ggf. erneuern.
3. Den Zündkerzen-Elektrodenabstand
mit einer Fühlerlehre messen und ggf.
korrigieren.
Zündkerze montieren
1. Die Sitzfläche der Kerzendichtung rei-
nigen; Schmutz und Fremdkörper vom
Gewinde abwischen.
1. Zündkerzenstecker
1. Zündkerzenschlüssel
Empfohlene Zündkerze:
NGK/BR10EG1. Zündkerzen-ElektrodenabstandZündkerzen-Elektrodenabstand:
0.5–0.6 mm (0.020–0.024 in)
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2. Die Zündkerze mit dem Zündkerzen-
schlüssel festschrauben und dann vor-
schriftsmäßig festziehen.HINWEISSteht beim Einbau einer Zündkerze kein
Drehmomentschlüssel zur Verfügung, lässt
sich das vorgeschriebene Anzugsmoment
annähernd erreichen, wenn die Zündkerze
handfest eingedreht und anschließend
noch um 1/4–1/2 Drehung weiter festgezo-
gen wird. Das Anzugsmoment sollte jedoch
möglichst bald mit einem Drehmoment-
schlüssel nach Vorschrift korrigiert werden.3. Den Zündkerzenstecker aufsetzen.
GAU41445
Getriebeöl Das Getriebeöl muss vor Fahrtbeginn auf
Öllecks geprüft werden. Wird ein Leck ge-
funden, das Motorrad von einem Yamaha-
Händler überprüfen und reparieren lassen.
Außerdem muss das Getriebeöl in den
empfohlenen Abständen, gemäß der War-
tungs- und Schmiertabelle, gewechselt wer-
den.
1. Den Motor anlassen, einige Minuten
lang warmlaufen lassen und dann aus-
schalten.
2. Das Motorrad auf einem ebenen Un-
tergrund abstellen und in gerader Stel-
lung halten.
3. Ein Ölauffanggefäß unter das Getrie-
be stellen, um das Altöl aufzufangen.
4. Den Einfüllschraubverschluss und die
Ablassschraube mit der Dichtung her-
ausdrehen, um das Öl aus dem Ge-
triebe abzulassen.5. Eine neue Dichtung einsetzen und die
Getriebeöl-Ablassschraube ein-
schrauben und anschließend vor-
schriftsmäßig festziehen.
6. Die vorgeschriebene Menge des emp-
fohlenen Getriebeöls nachfüllen und
dann den Einfüllschraubverschluss
fest zudrehen. Anzugsmoment:
Zündkerze:
20 Nm (2.0 m·kgf, 14 ft·lbf)
1. Getriebeöl-Einfüllschraubverschluss
2. Getriebeöl-Ablassschraube
3. Dichtung
Anzugsmoment:
Getriebeöl-Ablassschraube:
10 Nm (1.0 m·kgf, 7.2 ft·lbf)
Empfohlene Getriebeölsorte:
Siehe Seite 9-1.
Füllmenge für den Ölwechsel:
0.50 L (0.53 US qt, 0.44 Imp.qt)
21
2
3
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ACHTUNG
GCA10452
Um ein Durchrutschen der Kupp-
lung zu vermeiden (da das Getrie-
beöl auch die Kupplung schmiert),
mischen Sie keine chemischen Zu-
sätze bei. Verwenden Sie keine Öle
mit Diesel-Spezifikation “CD” oder
Öle von höherer Qualität als vorge-
schrieben. Auch keine Öle der Klas-
se “ENERGY CONSERVING II” oder
höher verwenden.
Darauf achten, dass keine Fremd-
körper in das Getriebe eindringen.
7. Den Motor anlassen und einige Minu-
ten lang im Leerlaufbetrieb auf Öllecks
überprüfen. Tritt irgendwo Öl aus, den
Motor sofort ausschalten und die Ur-
sache feststellen.
GAU20070
Kühlflüssigkeit Der Kühlflüssigkeitsstand sollte vor Fahrt-
beginn geprüft werden. Außerdem muss
die Kühlflüssigkeit in den empfohlenen Ab-
ständen, gemäß Wartungs- und Schmierta-
belle, gewechselt werden.
GAUM1294
Kühlflüssigkeitsstand prüfen
1. Das Fahrzeug auf einem ebenen Un-
tergrund abstellen und in gerader Stel-
lung halten.
2. Den Kühler-Verschlussdeckel abneh-
men und den Kühlflüssigkeitsstand im
Kühler überprüfen. WARNUNG! Nie-
mals versuchen, den Kühler-Ver-
schlussdeckel bei heißem Motor
abzunehmen.
[GWA10381]
HINWEIS
Da der Stand der Kühlflüssigkeit sich
mit der Motortemperatur verändert,
sollte er bei kaltem Motor geprüft wer-
den.
Sicherstellen, dass das Fahrzeug bei
der Kontrolle des Kühlmittelstands
vollständig gerade steht. Selbst ge-
ringfügige Neigung zur Seite kann be-
reits zu einem falschen Messergebnis
führen.
HINWEISDie Kühlflüssigkeit sollte bis zur Unterkante
des Kühlflüssigkeits-Einfüllstutzens rei-
chen. Der Stand ändert sich mit unter-
schiedlicher Motortemperatur.
1. Kühlerverschlussdeckel
1. Korrekter Kühlflüssigkeitsstand
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3. Befindet sich die Kühlflüssigkeit unter-
halb dieses Niveaus, diese nachfüllen
und dann den Kühler-Verschlussde-
ckel aufsetzen. ACHTUNG: Wenn
keine Kühlflüssigkeit zur Verfü-
gung steht, kann stattdessen destil-
liertes Wasser oder weiches Lei-
tungswasser benutzt werden. Kein
hartes Wasser oder Salzwasser ver-
wenden, da dies dem Motor scha-
det. Wenn Wasser anstelle von
Kühlflüssigkeit verwendet wurde,
tauschen Sie es so schnell wie
möglich durch Kühlflüssigkeit aus,
da sonst das Kühlsystem nicht ge-
gen Frost und Korrosion geschützt
ist. Wenn der Kühlflüssigkeit Was-
ser hinzugefügt wurde, den Frost-
schutzmittelgehalt der Kühlflüssig-
keit so bald wie möglich von einer
Yamaha-Fachwerkstatt überprüfen
lassen, da sonst die Wirksamkeit
des Kühlmittels reduziert wird.
[GCA10472]
GAUM1314
Kühlflüssigkeit wechseln
1. Das Fahrzeug auf einem ebenen Un-
tergrund abstellen und ggf. den Motor
abkühlen lassen.2. Ein Auffanggefäß unter den Motor
stellen, um die alte Kühlflüssigkeit auf-
zufangen.
3. Die Kühlflüssigkeits-Ablassschraube
mit der Dichtung herausdrehen und
dann den Kühler-Verschlussdeckel
abnehmen, um die Kühlflüssigkeit ab-
zulassen. WARNUNG! Niemals ver-
suchen, den Kühler-Verschlussde-
ckel bei heißem Motor
abzunehmen.
[GWA10381]
4. Nach dem Ablassen der Kühlflüssig-
keit das Kühlsystem gründlich mit sau-
berem Leitungswasser spülen.
5. Eine neue Dichtung einsetzen und die
Kühlflüssigkeits-Ablassschraube ein-
schrauben und anschließend vor-
schriftsmäßig festziehen.
6. Die empfohlene Kühlflüssigkeit in den
Kühler füllen, bis er voll ist.
1. Kühlflüssigkeits-Ablassschraube
2. Dichtung
1
1
2
1. Kühlerverschlussdeckel
Anzugsmoment:
Kühlflüssigkeits-Ablassschraube:
10 Nm (1.0 m·kgf, 7.2 ft·lbf)
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7
7. Den Kühlerverschlussdeckel aufset-
zen, den Motor anlassen, einige Minu-
ten lang warmlaufen lassen und an-
schließend abstellen.
8. Den Kühlerverschlussdeckel abneh-
men und den Kühlflüssigkeitsstand im
Kühler überprüfen. Falls erforderlich,
ausreichend Kühlflüssigkeit bis zur
Unterkante des Kühler-Einfüllstutzens
nachfüllen und dann den Kühlerdeckel
wieder aufsetzen.
9. Den Motor anlassen und das Fahr-
zeug auf Kühlflüssigkeitslecks über-
prüfen. Treten Lecks auf, das Kühlsys-
tem von einer Yamaha-Fachwerkstatt
überprüfen lassen.
GAU41433
Luftfiltereinsatz reinigen Der Luftfiltereinsatz sollte in den empfohle-
nen Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle gereinigt oder ersetzt wer-
den. Bei Einsatz in sehr staubiger oder
feuchter Umgebung ist der Filter häufiger zu
reinigen oder ggf. zu ersetzen.
1. Den Sitz abnehmen. (Siehe Seite 4-7.)
2. Den Luftfilter-Gehäusedeckel wie ab-
gebildet entfernen.
3. Flügelschraube und Unterlegscheibe
entfernen und den Luftfiltereinsatz he-
rausnehmen.
4. Den Filterschaumstoff vom Filterge-
rüst abnehmen. Mischungsverhältnis Frostschutz-
mittel/Wasser:
1:1
Empfohlenes Frostschutzmittel:
Hochwertiges Frostschutzmittel auf
Äthylenglykolbasis mit Korrosions-
schutz-Additiv für Aluminiummotoren
Füllmenge:
Fassungsvermögen des Kühlers
(einschließlich aller Kanäle):
0.54 L (0.57 US qt, 0.48 Imp.qt)1. Luftfiltergehäuseabdeckung
1. Flügelschraube
2. Unterlegscheibe
3. Luftfiltereinsatz
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