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Wartung und Pflege
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Sicherstellen, dass die Umkehrklappe den
Anschlag auf der Halterung berührt and dass
der Schaltarm die Umkehrklappe berührt.
Falls die Umkehrklappe nicht die richtigen
Stellungen einnimmt, den Mechanismus von
einem Yamaha-Händler warten lassen.
GJU34360Gasseilzug kontrollieren und
einstellen
Kontrollieren, ob der Gasseilzug sich leicht-
gängig zurückbewegt und das Gashebelspiel
vorschriftsmäßig ist.
(1) Den Gashebel betätigen und loslassen.
Falls der Gashebel nicht leichtgängig zu-
rückkehrt, diesen von einem Yamaha-
Händler warten lassen.(2) Das Spiel einstellen; dazu die Kontermut-
ter lockern und den Einsteller verdrehen.
GJU34381Zündkerzen reinigen und
Elektrodenabstand einstellen
Die Zündkerze ist ein wichtiger Bestandteil
des Motors und ist leicht zu kontrollieren. Der
Zustand der Zündkerze gibt Aufschluss über
den Zustand des Motors. Wenn zum Beispiel
eine Zündkerze eine deutlich unterschiedli-
che Farbe aufweist, könnte ein Problem im
Motor vorliegen. Der Eigentümer sollte nicht
versuchen, Probleme selbst zu diagnostizie-
ren. Das Wasserfahrzeug von einem
Yamaha-Händler warten lassen.
Da die Zündkerzen unter der ständigen Ein-
wirkung von Hitze und Ölkohleablagerungen
rasch verschleißen, sollten sie regelmäßig
demontiert und kontrolliert werden. Falls die
Elektroden zu stark abgebrannt oder übermä-
ßig mit Ablagerungen bedeckt sind, sollte die
Zündkerze durch eine neue, vorschriftsmäßi-
ge Zündkerze erneuert werden.
1Anschlag
2Schaltarm
1Kontermutter
2Einsteller
3Gashebelspiel
Gashebelspiel:
4.0–7.0 mm (0.16–0.28 in)
Empfohlene Zündkerze:
CR9EB
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Wartung und Pflege
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Zündkerze demontieren:
(1) Den Luftfilter-Gehäusedeckel und den
Luftfiltereinsatz demontieren. (Für nähe-
re Angaben zum Demontieren und Mon-
tieren des Luftfiltereinsatzes siehe Seite
88.)
(2) Den Zündkerzenstecker lösen.
ACHTUNG:
GCJ00210
Keine Werkzeuge zum Aus- oder Einbau
der Zündkerzenstecker verwenden, an-
dernfalls könnte der Zündspulenstecker
beschädigt werden. Es kann vorkommen,
dass der Zündkerzenstecker im Bereich
der Gummidichtung festsitzt. Zum Abneh-
men bzw. Anbringen des Zündkerzenste-
ckers sollte dieser beim Herausziehen
bzw. Andrücken lediglich etwas hin und
her gedreht werden.
(3) Die Zündkerze lösen.
Den Elektrodenabstand mit einer Fühler-
lehre messen. Die Zündkerze erneuern
bzw. den Elektrodenabstand korrigieren.
Zündkerze montieren:
(1) Die Dichtungsoberfläche reinigen.
(2) Das Zündkerzengewinde sauber wi-
schen.(3) Die Zündkerze einschrauben und dann
vorschriftsmäßig festziehen.
(4) Den Zündkerzenstecker anbringen.
HINWEIS:
Vor dem Aufstecken des Zündkerzenste-
ckers den Stecker und die Zündkerze ggf.
trockenwischen. Den Zündkerzenstecker
andrücken, bis er fest sitzt.
Steht beim Montieren der Zündkerze kein
Drehmomentschlüssel zur Verfügung, kann
das Anzugsdrehmoment annähernd er-
reicht werden, indem die Zündkerze mit
dem Zündkerzenschlüssel aus dem Bord-
werkzeug zunächst handfest und dann eine
weitere 1/4 bis 1/2 Drehung angezogen
wird. Die Zündkerze so bald wie möglich mit
einem Drehmomentschlüssel vorschrifts-
mäßig festziehen lassen.
WARNUNG
GWJ00350
Beim Aus- und Einbau der Zündkerze dar-
auf achten, dass der Porzellanisolator
nicht beschädigt wird. Ein beschädigter
Isolator kann zu Funkenbildung führen,
was eine Feuer- oder Explosionsgefahr
darstellt.
(5) Den Filtereinsatz in das Luftfiltergehäuse
einsetzen und dann den Gehäusedeckel
montieren.
GJU34432Schmierstellen
Bewegliche Bauteile mit wasserfestem Fett
schmieren, damit sie sich reibungslos bewe-
gen.
1Elektrodenabstand
Elektrodenabstand:
0.7–0.8 mm (0.028–0.031 in)
Anzugsdrehmoment der Zündkerze:
12.5 Nm (9.2 ft-lb) (1.27 kgf-m)
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Gasseilzug (drosselklappengehäuseseitig)
Drosselklappengehäuse-Aggregat (Gas-
seilzugrolle, -nocken und -Rückholfeder)
Gasseilzug (lenkerseitig)
Den Einsteller lockern und dann die Seil-
zughülle von der Halterung lösen. Rost-
schutzmittel in die Seilzughülle sprühen.
Die Seilzughülle anschließen und dann das
Gashebelspiel einstellen. (Für nähere An-
gaben zur Einstellung siehe Seite 90.)
Steuerseilzug (lenkerseitig)
Steuerseilzug (jetdüsenseitig)
Jetdüsen-Drehzapfen
QSTS-Seilzug (jetdüsenseitig)
QSTS-Seilzüge (riemenscheibenseitig)
QSTS-Seilzüge (lenkerseitig)
Das QSTS-Seilzuggehäuse demontieren.
Rostschutzmittel in die Seilzughüllen sprü- Empfohlenes wasserfestes Fett:
Yamaha Marine Grease/Yamaha Grea-
se A
1Einsteller
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hen. Das QSTS-Seilzuggehäuse montie-
ren.
Schaltseilzug (schalthebelseitig)
Schaltseilzug (umkehrklappenseitig)
Zwischenantriebsgehäuse
Mit Hilfe einer Schmierpistole das Zwi-
schengehäuse durch den Schmiernippel
mit wasserfestem Fett befüllen.
GJU34450Batterie kontrollieren
Den Batteriesäurestand kontrollieren und si-
cherstellen, dass Batterie-Minuskabel (–) und
-Pluskabel (+) fest verbunden sind.
WARNUNG
GWJ00790
Batteriesäure ist gefährlich, giftig und
stark ätzend. Batteriesäure enthält Schwe-
felsäure. Den Kontakt mit Haut, Augen und
Kleidung vermeiden.
Erste Hilfe
Bei äußerlichem Kontakt: Gründlich mit
Wasser spülen.
Bei innerlichem Kontakt: große Mengen
Wasser oder Milch trinken. Anschließend
verquirlte Eier oder Speiseöl trinken. So-
fort einen Arzt aufsuchen.
Bei Kontakt mit Augen: 15 Minuten lang
gründlich mit Wasser spülen, danach so-
fort einen Arzt aufsuchen.
Fettmenge:
Nach den ersten 10 Betriebsstunden
bzw. dem ersten Monat:
33.0–35.0 cm³ (1.12–1.18 US oz)
(1.16–1.23 Imp.oz)
Alle 100 Betriebsstunden bzw. 12 Mo-
nate:
6.0–8.0 cm³ (0.20–0.27 US oz)
(0.21–0.28 Imp.oz)
1Schmiernippel
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Die Batterie erzeugt explosives Wasser-
stoffgas. Feuer, Funken, Flammen, Ziga-
retten usw. fernhalten. Wird die Batterie in
einem verschlossenen Raum verwendet
oder geladen, für gute Lüftung sorgen.
Beim Umgang mit der Batterie einen Au-
genschutz tragen.
VON KINDERN FERNHALTEN.
ACHTUNG:
GCJ00230
Die Batterie darf nicht auf die Seite ge-
legt werden.
Zum Laden der Batterie oder Nachfüllen
von Wasser muss die Batterie aus dem
Batteriefach herausgenommen werden.
Wasser in die Batterie nachfüllen:
(1) Sicherstellen, dass die Batteriesäure sich
zwischen der Minimalstand-Markierung
und Maximalstand-Markierung befindet.
(2) Gegebenenfalls destilliertes Wasser in
die Batterie nachfüllen.
ACHTUNG:
GCJ00240
Normales Leitungswasser enthält Mineral-
salze, die für die Batterie schädlich sind.
Ausschließlich destilliertes Wasser in die
Batterie nachschütten.
Batterie laden:
ACHTUNG:
GCJ00250
Keine Schnellaufladung vornehmen. An-
derenfalls würde die Lebenserwartung der
Batterie erheblich verringert.
Die Batterie sollte von einem Yamaha-Händ-
ler geladen werden. Wer die Batterie selber
aufladen möchte, sollte zunächst die Be-
triebsanleitung des Ladegeräts gründlich le-
sen und folgende Punkte beachten.
(1) Sämtliche Batterie-Verschlusskappen
öffnen.
(2) Falls der Säurestand niedrig ist, destillier-
tes Wasser bis zum vorgeschriebenen
Stand nachfüllen.
(3) Die Ladestromstärke auf 1.9 A einstellen
und die Batterie langsam laden, bis reich-
lich Gasbläschen in den Batteriezellen
erzeugt werden.
Batterie montieren:
(1) Die Batterie in das Batteriefach ablegen
und dann die Batteriekabel an den Batte-
riepolen anschließen.
(2) Den Entlüftungsschlauch an der Batterie
anschließen.
(3) Die Batterie sichern.
1Maximalstand-Markierung
2Minimalstand-Markierung
1Batterie-Pluspol (+): rotes Kabel
2Batterie-Minuspol (–): schwarzes Kabel
3Entlüftungsschlauch
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Wartung und Pflege
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WARNUNG
GWJ00400
Der Entlüftungsschlauch muss an die Bat-
terie angeschlossen werden. Falls der Ent-
lüftungsschlauch nicht richtig ange-
schlossen und verlegt, beschädigt oder
verstopft ist, besteht Feuer- oder Explosi-
onsgefahr.
ACHTUNG:
GCJ00260
Bei der Montage der Batterie unbedingt
auf richtige Polung und Festigkeit der
Klemmen achten.
GJU34490Kraftstoff-Einspritzsystem
Das Kraftstoff-Einspritzsystem ist werksseitig
eingestellt worden. Falls das Einspritzsystem
nachgestellt werden muss, das Wasserfahr-
zeug von einem Yamaha-Händler warten las-
sen.
ACHTUNG:
GCJ00220
Keinerlei Einstellung am Kraftstoff-Ein-
spritzsystem vornehmen. Eine unsachge-
mäße Änderung dieser Einstellung kann
zu Leistungsabfall und Motorschäden füh-
ren.
GJU34500Langsamstlauf kontrollieren
(1) Das Wasserfahrzeug zu Wasser bringen.
(2) Den Motor starten und warmlaufen las-
sen. Den Langsamstlauf mit dem Dreh-
zahlmesser im Multifunktionsdisplay kon-
trollieren.
Falls der Langsamstlauf nicht der Vorgabe
entspricht, das Wasserfahrzeug von einem
Yamaha-Händler warten lassen. Langsamstlauf:
1650 ±50 U/min
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Technische Daten
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GJU34542
Technische Daten
Wasserfahrzeug-Kapazitäten:
Max. Anzahl Sitzplätze:
3 Person
Max. Zuladung:
240 kg (530 lb)
Abmessungen:
Länge:
3340 mm (131.5 in)
Breite:
1230 mm (48.4 in)
Höhe:
FX High Output 1160 mm (45.7 in)
FX Cruiser High Output 1240 mm (48.8 in)
Trockengewicht:
FX High Output 378 kg (833 lb)
FX Cruiser High Output 383 kg (844 lb)
Leistung:
Maximale Leistung (nach ISO 8665/SAE J1228):
104.50 kW@10000 U/min
Max. Kraftstoffverbrauch:
45.0 L/h (11.9 US gal/h) (9.9 Imp.gal/h)
Reichweite bei Vollgas:
1.56 Stunde
Langsamstlauf:
1650 ±50 U/min
Motor:
Motorbauart:
Flüssigkeitsgekühlter Viertakter, DOHC
Anzahl Zylinder:
4
Hubraum:
1052 cm³
Bohrung × Hub:
76.0 × 58.0 mm (2.99 × 2.28 in)
Verdichtungsverhältnis:
11.9 : 1
Einlass-Ventilspiel (kalt):
0.11–0.20 mm (0.0043–0.0079 in)
Auslass-Ventilspiel (kalt):
0.25–0.34 mm (0.0098–0.0134 in)
Schmiersystem:
Trockensumpf
Kühlsystem:
Wasser
Startsystem:
ElektrischZündsystem:
Elektronische Zündung (T.C.I.)
Zündkerze:
CR9EB
Elektrodenabstand:
0.7–0.8 mm (0.028–0.031 in)
Batteriekapazität:
12 V, 19.0 Ah
Ladesystem:
Schwungradmagnet-Zünder
Antriebseinheit:
Antriebssystem:
Jetpumpe
Jetpumpenbauart:
Axialströmung, einstufig
Flügelrad-Drehrichtung:
Im Gegenuhrzeigersinn
Jetdüsenwinkel:
24.0+24.0 °
Jetdüsen-Trimmwinkel:
-10, -5, 0, 5, 10 °
Kraftstoff und Öl:
Empfohlener Kraftstoff:
Bleifreies Normalbenzin
Mindestoktanzahl (PON):
86
Mindestoktanzahl (RON):
90
Empfohlene Ölsorte:
SAE 10W-30
Ölklasse:
API SE, SF, SG, SH, SJ, SL
Kraftstofftank-Fassungsvermögen
(Gesamtinhalt):
70 L (18.5 US gal) (15.4 Imp.gal)
Motoröl-Einfüllmenge mit Ölfilterwechsel:
2.3 L (2.43 US qt) (2.02 Imp.qt)
Motoröl-Einfüllmenge ohne Ölfilterwechsel:
2.1 L (2.22 US qt) (1.85 Imp.qt)
Motoröl-Gesamteinfüllmenge:
4.5 L (4.76 US qt) (3.96 Imp.qt)
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Fehlerbeseitigung
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GJU34560
Fehlersuche
Bei Problemen mit dem Wasserfahrzeug kann mit Hilfe dieses Abschnitts die mögliche Ursa-
che ausfindig gemacht werden.
Falls die Ursache nicht gefunden werden kann oder das Austausch- bzw. Reparaturverfahren
nicht in der Betriebsanleitung beschrieben ist, die notwendige Wartung von einem Yamaha-
Händler ausführen lassen.
GJU36390Fehlersuchtabelle
PROBLEM MÖGLICHE URSACHE ABHILFE SEITE
Motor startet nicht
(Starter dreht nicht)Yamaha Se-
curity SystemVerriegelt Entriegeln
35
Motor-Quick-
stoppschalterClip nicht angebracht Clip anbringen
28
Sicherung Durchgebrannt Sicherung erneuern
und Verkabelung
kontrollieren102
Batterie Entladen Laden 93
Mangelhafter Polan-
schlussGegebenenfalls
nachziehen93
Pol korrodiert Reinigen 82
Starter Defekt Vom Yamaha-Händ-
ler warten lassen—
WarnsystemÜberhitzung Motor abkühlen las-
sen42
Motor startet nicht
(Starter dreht)Gashebel Betätigt Loslassen 28
Kraftstoff Aufgebraucht So bald wie möglich
tanken52
Alt, verunreinigt Vom Yamaha-Händ-
ler warten lassen87
Kraftstofftank Wasser- oder
SchmutzrückständeVom Yamaha-Händ-
ler warten lassen87
Zündkerze Verunreinigt, defekt Reinigen oder erneu-
ern90
Zündkerzen-
steckerNicht angeschlossen
oder loseSachgemäß an-
schließen90
An der falschen
Zündkerze ange-
schlossenSachgemäß an-
schließen 90
Kraftstoff-
Einspritzsys-
temKraftstoffpumpe de-
fektVom Yamaha-Händ-
ler warten lassen—
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