AKTIVE
SICHERHEITS-
SYSTEME
Im Fahrzeug sind folgende aktiven
Sicherheitssysteme eingebaut:
ABS (Anti-lock Braking System)
DTC (Drag Torque Control)
ESC (Electronic Stability Control)
TC (Traction Control)
PBA (Panic Brake Assist)
HHC (Hill Hold Control);
ERM (Electronic Rollover Mitigation)
TSC (Trailer Sway Control)
Für den Betrieb der Systeme die
folgenden Seiten beachten.
ABS-SYSTEM (Anti-lock
Braking System)
Es ist ein System, ein Bestandteil des
Bremssystems, das das Blockieren und
folglich den Schlupf von einem oder
mehreren Rädern verhindert, und zwar
bei jeglichem Zustand der
Straßenoberfläche und der Intensität
der Bremswirkung, wobei auf diese
Weise die Kontrolle über das Fahrzeug,
auch bei Notbremsungen gewährleistet
wird und die Bremswege optimiert
werden.
Das System greift bei Bremsvorgängen
ein, kurz bevor die Räder blockieren,
was für Notbremsungen oder bei
schwacher Haftung der Fall ist, wo die
Räder häufiger blockieren.Das System verbessert auch die
Fahrzeugkontrolle und -stabilität, wenn
der Bremsvorgang auf einem
Untergrund erfolgt, wo die Haftung
zwischen den Rädern auf der rechten
und der linken Seite unterschiedlich ist.
Die Anlage wird durch das EBD-System
(Electronic Braking Force Distribution)
vervollständigt, das die Bremswirkung
auf die Vorder- und Hinterräder verteilt.
Auslösung des Systems
Der Eingriff des ABS-Systems ist an
einer leichten Pulsierung des
Bremspedals mit einer Geräuschbildung
bemerkbar. Diese Erscheinungen sind
bei aktiven System völlig normal.35) 36) 37) 38) 39) 40) 41)
DTC-SYSTEM (Drag
Torque Control)
Das System verhindert ein mögliches
Blockieren der Antriebsräder, was
beispielsweise bei einem plötzlichen
Loslassen des Gaspedals oder bei
schnellem Herunterschalten der Gänge
bei Fahrbedingungen mit geringer
Haftung passieren könnte. Unter
solchen Bedingungen könnte der
Motorbremseffekt zu einem
Durchdrehen der Antriebsräder und
folglicherweise zu einem
Stabilitätsverlust des Fahrzeugs führen.In diesen Situationen greift das
DTC-System ein, das den Drehmoment
des Motors so regelt, dass die Stabilität
und Sicherheit des Fahrzeugs wieder
gewährleistet sind.
ESC-SYSTEM (Electronic
Stability Control)
Das ESC-System verbessert die
Kontrolle und die Stabilität des
Fahrzeugs unter verschiedensten
Fahrbedingungen.
Das ESC-System korrigiert die Unter-
und Übersteuerung des Fahrzeugs und
verlagert die Bremskraft richtig auf die
Räder. Auch das vom Motor
abgegebene Drehmoment kann
verringert werden, um eine bessere
Fahrzeugkontrolle zu gewährleisten.
Das ESC-System benutzt in das
Fahrzeug installierte Sensoren zur
Verarbeitung der vom Fahrer
eingeschlagenen Fahrtrichtung und
vergleicht diese mit der effektiven
Fahrtrichtung des Fahrzeugs. Weicht
die gewünschte von der effektiven
Fahrtrichtung ab, greift das
ESC-System ein und sorgt für eine
entsprechende Unter- und
Übersteuerung des Fahrzeugs.
Übersteuerung: Die Übersteuerung
findet dann statt, wenn das Fahrzeug
im Vergleich zum eingestellten
Lenkradwinkel stärker abbiegt.
71
Untersteuerung: Die Untersteuerung
findet dann statt, wenn das Fahrzeug
im Vergleich zum eingestellten
Lenkradwinkel weniger abbiegt.
Auslösung des Systems
Das Eingreifen des Systems wird durch
eine Kontrollleuchte
in der
Instrumententafel angezeigt, um den
Fahrer darüber zu informieren, dass
sich das Fahrzeug in einem kritischen
Zustand, hinsichtlich der Stabilität und
Bodenhaftung befindet.
42) 43) 44) 45) 46)
TC-SYSTEM (Traction
Control)
Das System arbeitet automatisch im
Falle von Schlupf, Verlust der
Bodenhaftung auf nasser Fahrbahn
(Aquaplaning), Beschleunigung auf
rutschigem, verschneitem oder
vereistem Boden usw. eines oder
mehrerer Antriebsräder. Je nach
Schlupfbedingungen werden zwei
unterschiedliche Kontrolllogiken aktiv:
Drehen beide Antriebsräder durch,
greift das System ein und reduziert die
Antriebsleistung des Fahrzeugs.
Dreht nur eines der beiden
Antriebsräder durch, wird die
BLD-Funktion (Brake Limited
Differential) aktiviert, das das
wegrutschende Rad automatischbremst (es wird ein
Selbstsperrdifferentials simuliert). Dies
führt zur Steigerung der
Drehmomentübertragung auf das nicht
durchrutschende Rad. Diese Funktion
bleibt auch in dem Fall aktiv, in dem die
Betriebsart „Systeme teilweise
deaktiviert” und „Systeme deaktiviert”
angewählt werden (siehe Angaben auf
den folgenden Seiten).
Auslösung des Systems
Das Eingreifen des Systems wird durch
eine Kontrollleuchte
in der
Instrumententafel angezeigt, um den
Fahrer darüber zu informieren, dass
sich das Fahrzeug in einem kritischen
Zustand, hinsichtlich der Stabilität und
Bodenhaftung befindet.
47) 48) 49) 50) 51)
PBA-SYSTEM (Panic
Brake Assist)
Der PBA-System wurde entwickelt, um
die Bremsleistung des Fahrzeugs
während einer Notbremsung zu
optimieren.
Das System erkennt den
Notbremsvorgang, überwacht die
Geschwindigkeit und die Kraft, mit der
das Bremspedal nieder getreten wird
und dem entsprechend wird auch der
optimale Druck auf die Bremsen
übertragen.Dies hilft bei der Verkürzung der
Bremswege: Das PBA-System ergänzt
somit das ABS-System.
Die beste Assistenz erhält man vom
PBA-System, wenn man das
Bremspedal schnell betätigt. Damit das
System wirksam ist, muss das
Bremspedal während des Vorgangs
ständig und nicht intermittierend nieder
getreten werden. Den Druck auf das
Bremspedal so lange nicht verringern,
bis dass die Bremse nicht mehr
benötigt wird.
Das PBA-System wird deaktiviert, wenn
das Bremspedal losgelassen wird.
52) 53) 54)
HHC-SYSTEM (Hill Hold
Control)
Das System ist Bestandteil des
ESC-Systems und hilft unter den
folgenden Bedingungen bei der Anfahrt
an Steigungen:
Bergauf- Bei stillstehendem
Fahrzeug auf einer Straße mit einem
Gefälle von über 5 %, laufendem Motor,
gedrücktem Bremspedal und
Schalthebel im Leerlauf oder
eingelegtem Gang (nicht der
Rückwärtsgang)
72
SICHERHEIT
Bergab- Bei stillstehendem
Fahrzeug auf einer Straße mit eine,
Gefälle von über 5 %, laufendem Motor,
gedrücktem Bremspedal und
eingelegtem Rückwärtsgang.
Beim Anlassen behält das Steuergerät
des ESC-Systems den Bremsdruck an
den Rädern bei, bis die für die Anfahrt
notwendige Motordrehzahl erreicht ist,
bzw. auf jeden Fall für maximal
2 Sekunden. Dadurch ist es möglich,
bequem den rechten Fuß vom Brems-
auf das Gaspedal zu setzen.
Wenn nach Ablauf von 2 Sekunden das
Anfahren noch nicht erfolgt ist, schaltet
das System automatisch aus und der
Bremsdruck lässt allmählich nach.
Während dieser Freigabephase könnte
ein typisches Geräusch für das
mechanische Lösen der Bremsen zu
hören sein, das auf die bevorstehende
Bewegung des Fahrzeugs hinweist.
55) 56)
ERM-SYSTEM (Electronic
Rollover Mitigation)
Das System überwacht die Tendenz
des Abhebens der Reifen vom Boden,
sollte der Fahrer extreme Manöver
durchführen, wie ein abruptes
Ausweichen vor einem Hindernis,
insbesondere bei nicht optimalen
Straßenverhältnissen.Sollten diese Situationen eintreten,
leuchtet auf der Instrumententafel die
Kontrollleuchte
auf und das System
schränkt durch ein Einwirken auf die
Bremsen und die Motorleistung die
Möglichkeit ein, dass sich die Räder
vom Boden abheben. Die Neigung zum
Überschlagen des Fahrzeugs lässt sich
jedoch nicht vermeiden, wenn dieses
Phänomen aufgrund von Ursachen, wie
das Fahren auf den hohen
Böschungen, Anstoßen an
Gegenständen oder anderen Autos ist.
57)
TSC-SYSTEM (Trailer
Sway Control)
Das System nutzt eine Reihe von
Sensoren am Fahrzeug, um ein
übermäßiges Schlingern des Anhängers
zu erkennen und die notwendigen
Vorkehrungen zu treffen, um ihn zu
stoppen.
Um dem Schleudern des Anhängers
entgegenzuwirken kann das System die
Motorleistung verringern und auf die
betroffenen Räder einzuwirken. Das
TSC-Sytem wird automatisch aktiviert,
sobald der Anhänger zu stark
schleudert.Eingriff des Systems
Wenn das System aktiv ist, leuchtet auf
der Instrumententafel die
Kontrollleuchte
, die Motorleistung
wird reduziert und ein Abbremsen der
einzelnen Räder ist zu spüren, infolge
des Versuchs, das Schlingern des
Anhängers zu stoppen.
58) 59)
ZUR BEACHTUNG
35)Bei Eingreifen des ABS-Systems
pulsiert das Bremspedal: An dieser Stelle
nicht den Druck auf das Pedal verringern,
sondern es ohne Zögern weiter gedrückt
halten. Auf diese Weise wird das Fahrzeug,
so schnell es die Straßenbedingungen
erlauben, zum Stehen gebracht.
36)Für die maximale Wirksamkeit der
Bremsanlage ist eine Einlaufzeit von
ungefähr 500 km notwendig: In dieser Zeit
sind starke, wiederholte oder lang
anhaltende Bremsvorgänge zu vermeiden.
37)Wenn das ABS anspricht, zeigt dies an,
dass die Haftgrenze der Reifen auf dem
Straßenbelag den Grenzbereich erreicht
hat: Sie müssen also langsamer fahren und
die Fahrt der gegebenen Haftfähigkeit
anpassen.
38)Das ABS-System ist selbstverständlich
nicht imstande, die physischen Gesetze
oder die durch den Zustand des
Straßenmantels erreichte Haftung zu
verändern.
73
39)Das ABS-System kann keine Unfälle
verhindern, auch nicht diejenigen, die auf
eine zu schnelle Kurvenfahrt, auf Fahren
auf Straßen mit schlechter Bodenhaftung
oder auf Aquaplaning zurückzuführen sind
40)Die Leistungen des ABS-Systems
dürfen nie auf eine unverantwortliche und
gefährliche Weise getestet werden: Die
Sicherheit des Fahrers, der
Fahrzeuginsassen und der anderen
Verkehrsteilnehmer darf nie in Frage gestellt
werden.
41)Für die korrekte Betriebsweise des
ABS-Systems ist es unabdingbar, dass die
Reifen an allen Rädern derselben Marke
und Typs und in perfektem Zustand sind,
vor allem müssen sie dem
vorgeschriebenen Typ und Größe
entsprechen.
42)Das ESC-System ist selbstverständlich
nicht imstande, die physischen Gesetze
oder die durch den Zustand des
Straßenmantels erreichte Haftung zu
verändern.
43)Das ESC-System kann keine Unfälle
verhindern, auch nicht diejenigen, die auf
eine zu schnelle Kurvenfahrt, auf Fahren
auf Straßen mit schlechter Bodenhaftung
oder auf Aquaplaning zurückzuführen sind.
44)Die Leistungen des ESC-Systems
dürfen nie auf eine unverantwortliche und
gefährliche Weise getestet werden: Die
Sicherheit des Fahrers, der
Fahrzeuginsassen und der anderen
Verkehrsteilnehmer darf nie in Frage gestellt
werden.45)Für die korrekte Betriebsweise des
ESC-Systems ist es unabdingbar, dass alle
Reifen von derselben Marke und desselben
Typs und in perfektem Zustand sind, vor
allem müssen sie dem vorgeschriebenen
Typ und der Größe entsprechen.
46)Die Leistungen des ESC-Systems
dürfen den Fahrer nicht zu unnötigen und
ungerechtfertigten Risiken verleiten. Die
Fahrweise muss an die Bedingungen der
Straße, die Sicht und den Verkehr
angepasst werden. Die Verantwortung für
die Verkehrssicherheit obliegt immer und
überall dem Fahrer.
47)Für die korrekte Betriebsweise des
TC-Systems ist es unabdingbar, dass alle
Reifen von derselben Marke und desselben
Typs und in perfektem Zustand sind, vor
allem müssen sie dem vorgeschriebenen
Typ und der Größe entsprechen.
48)Die Leistungen des TC-Systems dürfen
den Fahrer nicht zu unnötigen und
ungerechtfertigten Risiken verleiten. Die
Fahrweise muss an die Bedingungen der
Straße, die Sicht und den Verkehr
angepasst werden. Die Verantwortung für
die Verkehrssicherheit obliegt immer und
überall dem Fahrer.
49)Das TC-System ist selbstverständlich
nicht imstande, die physischen Gesetze
aufzuheben oder die durch den Zustand
des Straßenmantels gegebene
Bodenhaftung zu verbessern.
50)Das TC-System kann keine Unfälle
verhindern, auch nicht diejenigen, die auf
eine zu schnelle Kurvenfahrt, auf Fahren
auf Straßen mit schlechter Bodenhaftung
oder auf Aquaplaning zurückzuführen sind51)Die Leistungen des TC-Systems dürfen
nie auf unverantwortliche und gefährliche
Weise getestet werden: Die eigene
Sicherheit und die Dritter dürfen nie
gefährdet werden.
52)Das PBA-System ist selbstverständlich
nicht imstande, die physischen Gesetze
aufzuheben oder die durch den Zustand
des Straßenmantels gegebene
Bodenhaftung zu verbessern.
53)Das PBA-System kann keine Unfälle
verhindern, auch nicht diejenigen, die auf
eine zu schnelle Kurvenfahrt, auf Fahren
auf Straßen mit schlechter Bodenhaftung
oder auf Aquaplaning zurückzuführen sind.
54)Die Leistungen des Bremsassistenten
dürfen nie auf unverantwortliche und
gefährliche Weise getestet werden, durch
die die Sicherheit des Fahrers, der
Fahrzeuginsassen und der anderen
Verkehrsteilnehmer gefährdet werden kann.
55)Das Hill Holder-System ist keine
Feststellbremse, daher darf das Fahrzeug
nicht verlassen werden, ohne dass die
Feststellbremse gezogen, der Motor
abgestellt und der erste Gang eingelegt
sind (beachten Sie hierzu die Angaben in
den Abschnitten „Beim Parken” im Kapitel
„Anlassen und Fahren”).
56)Bei geringen Gefällen (unter 8 %)
könnte sich die Berg-Anfahrhilfe bei voll
beladenem Fahrzeug nicht aktivieren und
eine leichte rückwärtige Bewegung
verursachen, was ein Risiko eines Aufpralls
auf ein anderes Fahrzeug oder Hindernis
darstellen könnte. Die Verantwortung für
die Verkehrssicherheit obliegt immer und
überall dem Fahrer.
74
SICHERHEIT
57)Die Leistungen eines mit ERM
ausgestatteten Fahrzeugs dürfen nie auf
gefährliche Weise erprobt werden, das dies
die Sicherheit des Fahrers und der
Insassen in Frage stellen könnte.
58)Beim Fahren mit Anhänger ist
maximale Vorsicht geboten. Niemals die
zulässigen Höchstlasten überschreiten
(siehe Abschnitt „Gewichte” im Kapitel
"Technische Daten").
59)Das TSC-System ist nicht imstande,
das Schleudern eines beliebigen
Anhängers zu vermeiden. Schaltet sich das
System während der Fahrt ein, die
Geschwindigkeit reduzieren, das Fahrzeug
an sicherer Stelle anhalten und die Ladung
korrekt sichern, um ein Schlingern des
Anhängers zu verhindern.FAHRERASSISTENZ-
SYSTEME
FULL BRAKE CONTROL
SYSTEM
(wo vorgesehen)
60) 61) 62)
27) 28) 29) 30) 31) 32) 34) 35)
Das Full Brake Control System ist ein
Fahrassistenzsystem, das dem Fahrer
hilft, Auffahrunfälle auf vorausfahrende
Fahrzeuge zu vermeiden.
Es ersetzt den Fahrer nicht, dieser ist
angehalten, einen ausreichenden
Sicherheitsabstand zu wahren und die
Fahrzeuggeschwindigkeit den
Verkehrsbedingungen sowie der Sicht
und dem Wetter anzupassen, auch
wenn das System eingeschaltet ist.
NICHT mit der Verringerung der
Geschwindigkeit warten, bis das
Auffahrwarnsystem aktiv wird: wenn
das Durchtreten des Bremspedals
seitens des Fahrers nicht ausreicht,
können Unfälle entstehen.
Das Full Brake Control System erfasst
das Vorhandensein von Fußgängern,
Tieren und anderen Hindernissen sowie
von entgegenkommenden Fahrzeugen
nicht, die in Querrichtung der
Fahrtrichtung ankommen.Das Full Brake Control System ist mit
einem Radar ausgestattet, der sich in
der vorderen Stoßstange
Abb. 61 befindet.
Im Falle einer drohenden Kollision kann
das System eingreifen, indem das
Fahrzeug abgebremst wird, um den
Zusammenstoß zu verhindern oder die
Auswirkungen abzuschwächen.
Das System liefert dem Fahrer bei
Erkennung einer Aufprallgefahr
akustische und optische Signale durch
die Anzeige entsprechender
Displaymitteilungen der
Instrumententafel. Die Warnungen
haben den Zweck, eine rechtzeitige
Reaktion des Fahrers zu ermöglichen,
um einen potenziellen Aufprall zu
verhindern oder abzuschwächen.
61P2000076-000-000
75
Erkennt das System keinerlei Eingreifen
des Fahrers, kann es durch
automatisches Abbremsen und
Abschwächung eines möglichen
Aufpralls eingreifen (automatische
Bremsung). Wird eine Betätigung des
Bremspedals durch den Fahrer
ermittelt, die jedoch nicht ausreichend
ist, greift das System ein und optimiert
die Antwort der Bremsanlage, indem es
die Fahrzeuggeschwindigkeit noch
stärker zu drosselt (zusätzliche
Assistenz beim Bremsen).
Versionen mit Start&Stop-System:
Am Ende des automatischen
Bremsvorgangs, aktiviert sich das
Start&Stop-System wie im Abschnitt
"Start&Stop-System” im Kapitel
„Anlassen und Fahren” beschrieben.
Versionen mit Schaltgetriebe:Am
Ende des automatischen
Bremsvorgangs könnte der Motor
abwürgen und abschalten, es sei denn,
der Fahrer betätigt das
Kupplungspedal.
Versionen mit Automatikgetriebe:
Nach einem Bremsvorgang bleibt der
zuletzt eingelegte Gang gespeichert.
Das Fahrzeug kann einige Sekunden
nach dem automatischen Abstellen
wieder in Gang gesetzt werden.ZUR BEACHTUNG Nach dem Stillstand
des Fahrzeugs können die
Bremszangen ca. 2 sec lang aus
Sicherheitsgründen blockiert sein.
Vorsicht, das Bremspedal treten, sollte
das Fahrzeug leicht vor rollen.
Ein-/Ausschalten
Das Full Brake Control System kann
über das Menü der Instrumententafel
aus- und wieder eingeschaltet werden.
ANMERKUNG Mit demUconnect™
5"-System werden einige
Menüoptionen auf dem Display dieser
Vorrichtung und nicht auf dem Display
der Instrumententafel angezeigt
(Querverweis auf die Angaben im
Kapitel über Multimedia oder in der
online verfügbaren Ergänzung).
Es ist möglich, das Abschalten des
Systems auch durchzuführen, wenn die
Startvorrichtung auf MAR steht.
ZUR BEACHTUNG Die Änderung des
Systemstatus ist nur bei stehendem
Fahrzeug möglich.
Das Full Brake Control System kann
über das Menü anhand einer der
folgenden drei Optionen eingestellt
werden:
System eingeschaltet: Das (aktive)
System kann neben akustischen und
optischen Warnungen die automatische
Bremsung und die zusätzlicheAssistenz beim Bremsen, falls der
Fahrer nicht ausreichend stark im Falle
eines drohenden Aufpralls auf das
vorausfahrende Fahrzeug abbremst;
System teilweise eingeschaltet: Das
(aktive) System liefert nicht die
akustischen und optischen Warnungen,
kann jedoch die automatische
Bremsung oder die zusätzliche
Assistenz beim Bremsen bieten, falls
der Fahrer nicht ausreichend stark im
Falle eines drohenden Aufpralls auf das
vorausfahrende Fahrzeug abbremst;
System ausgeschaltet: Das System
liefert weder akustische noch optische
Warnungen, und auch keine
automatische Bremsung und keine
zusätzliche Assistenz beim Bremsen.
Das System liefert keine Warnungen vor
möglichen Unfallgefahren.
Aktivierung/Deaktivierung
Wurde die Full Brake Control korrekt
über das Menü eingeschaltet, ist es bei
jedem Anlassen des Motors aktiv.
Nach einer Deaktivierung warnt das
System den Fahrer nicht mehr vor
einem möglichen Aufprall auf das
vorausfahrende Fahrzeug.
Der Deaktivierungszustand des
Systems bleibt beim Abstellen des
Motors nicht gespeichert.
76
SICHERHEIT
Wenn das System beim Abstellen des
Motors deaktiviert ist, ist es beim
nachfolgenden Anlassen des Motors
wieder aktiv.
Bei Geschwindigkeiten unter 7 km/h
oder über 200 km/h ist das System
nicht aktiv.
Das System ist also nur aktiv, wenn:
Es über das Menü korrekt
eingeschaltet wurde;
Die Anlassvorrichtung auf MAR steht.
Fahrzeuggeschwindigkeit zwischen
7 und 200 km/h liegt;
Sicherheitsgurte der Vordersitze
angeschnallt.
Änderung der Empfindlichkeit des
Systems
Über das Menü kann die
Empfindlichkeit des Systems unter einer
der folgenden drei Optionen gewählt
werden: „Nah”, „Mittel” oder „Fern”. Zur
Veränderung der Einstellung siehe die
Angaben in der Ergänzung
Uconnect™ 5".
Die Voreinstellung ist „Nah”. Diese
Einstellung sieht vor, dass das System
den Fahrer vor einem Aufprall auf das
vorfahrende Fahrzeug warnt, wenn
dieses sich in einem geringen Abstand
befindet. Diese Einstellung bietet dem
Fahrer eine im Vergleich zu den
Einstellungen „Mittel” und „Fern”
geringere Reaktionszeit im Falle einerpotentiellen Aufprallgefahr, ermöglicht
jedoch einen dynamischeren Fahrstil
des Fahrzeugs.
Wird die Empfindlichkeit auf „Fern”
geändert, warnt das System den Fahrer
vor einem möglichen Aufprall auf das
vorausfahrende Fahrzeug aus einem
größeren Abstand. Auf diese Weise hat
der Fahrer die Möglichkeit einer
sanfteren Beibremsung. Diese
Einstellung lässt dem Fahrer die
maximal mögliche Reaktionszeit, um
einen möglichen Unfall zu verhindern.
Bei Änderung der Einstellung auf
„Mittel“ warnt das System den Fahrer
im Falle einer Aufprallgefahr mit dem
vorfahrenden Fahrzeug, wenn ersteres
sich in einem Standardabstand
befindet, der zwischen den beiden
anderen Einstellungen liegt. Die
Einstellung der Empfindlichkeit des
Systems bleibt nach Abschalten des
Motors weiterhin gespeichert.
Fehleranzeige des Systems
Schaltet das System aus und wird eine
entsprechende Meldung am Display
eingeblendet, deutet dies auf einen
Fehler im System hin.
In diesem Fall kann das Fahrzeug zwar
gefahren werden, aber es ist
empfehlenswert, sich so schnell wie
möglich an das Fiat-Servicenetz zu
wenden.Radarsignale nicht verfügbar
Sollten Bedingungen eintreten, die
keine korrekte Erkennung von
Hindernissen durch das Radar
ermöglichen, wird das System
deaktiviert und am Display erscheint
eine entsprechende Meldung. Das kann
bei schlechten Sichtverhältnissen wie
Schneefall oder heftigem Regen der Fall
sein.
Das System kann vorübergehend auch
durch Hindernisse wie Schlamm,
Schmutz oder Eis auf den Stoßfängern
abgedunkelt werden. In diesen Fällen
wird auf dem Display eine
entsprechende Meldung eingeblendet
und das System deaktiviert. Diese
Meldung kann auch bei hohen
Reflexionen erscheinen (z. B. in Tunneln
mit reflektierenden Fliesen oder bei Eis
oder Schnee). Sind die
Funktionseinschränkungen beseitigt,
kehrt das System zu seiner normalen
und uneingeschränkten Funktion
zurück.
In einigen Fällen kann diese Meldung
eingeblendet werden, obwohl das
Radar kein Fahrzeug oder Hindernis im
Sehbereich feststellt.
Wenn die Witterungsverhältnisse nicht
die Ursache der angezeigten Meldung
sind, den Sensor auf Verschmutzungen
kontrollieren.
77
Radgeschwindigkeitssensoren, den
Reifendruck zu überwachen.
Korrekter Reifendruck
Wenn es keinen Reifen mit
unzureichendem Reifendruck
anzuzeigen gibt, werden die
Fahrzeugumrisse auf dem Display
dargestellt.
Ungenügender Reifendruck
Das System warnt den Fahrer im Falle
eines oder mehrerer platten Reifen
durch das feste Leuchten der
Kontrollleuchte
der
Instrumententafel, der Displayanzeige
einer Meldung und ein akustisches
Signal.
In diesem Falle werden die
Fahrzeugumrisse mit den beiden
Symbolen
auf dem Display
angezeigt.
Die Meldung wird auch im Falle eines
Anlassens und Abstellens des Motors
angezeigt, bis ein Reset durchgeführt
wird.
Resetvorgang
iTPMS benötigt eine erste
„Anlern”-Phase (deren Dauer vom
Fahrstil und den Straßenbedingungen
abhängig ist: optimal wären eine
Geradeausfahrt mit einer
Geschwindigkeit von 80 km/h mit einer
Dauer von mindestens 20 min).Sie beginnt mit einem RESET-Vorgang.
Der Reset-Vorgang ist in folgenden
Fällen erforderlich:
Bei jeder Änderung des
Reifendrucks.
Bei Ersatz von auch nur einem
Reifen.
Bei Verdrehen oder Verstellen der
Reifen;
Bei Montage des Notrads.
Vor einem RESET die Reifen auf die
Nenndruckwerte aus der
Reifendrucktabelle aufpumpen (siehe
Abschnitt „Räder” im Kapitel
„Technische Daten”).
Wird kein RESET durchgeführt, können
in allen oben genannten Fällen, die
Leuchte
falsche Angaben über
einen oder mehrere Reifen melden.
Um den RESET durchzuführen, bei
stehendem Fahrzeug und laufendem
Motor die Taste Reset
auf dem
Bedienfeld links Abb. 66 mindestens
2 Sekunden lang gedrückt halten.
Nach erfolgreichem RESET-Vorgang
ertönt je nach Typ der Instrumententafel
entweder nur der Summer oder es wird
auf dem Display zusätzlich die
Mitteilung „Reset gespeichert”
angezeigt, um darauf hinzuweisen,
dass der automatische Anlernprozess
gestartet wurde.Betriebsbedingungen
Das System wird bei einer
Geschwindigkeit von mehr als 15 km/h
aktiviert.
In einigen Fällen, wie beispielsweise bei
sportlicher Fahrweise, bei besonderen
Bedingungen der Fahrbahnoberfläche
(z.B. bei Eis, Schnee, Schotter), könnte
sich die Anzeige verzögern oder nur
bedingt je nach Ermittlung von
gleichzeitig mehreren platten Reifen
erfolgen.
Unter besonderen Bedingungen (zum
Beispiel bei unsymmetrisch einseitig
beladenem Fahrzeug, bei einem
beschädigten oder abgenutzten Reifen,
bei Einsatz des Notrads, bei Einsatz
des Reifen-Schnellreparaturkits
„Fix&Go”, bei Einsatz von
Schneeketten, wenn unterschiedliche
Räder an den Achsen benutzt werden),
6606056J0008EM
80
SICHERHEIT