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Wartung und Pflege
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GJU31280Jetdüsenwinkel einstellen
Der Winkel der Jetdüse kann nach Belieben
des Führers eingestellt werden.
(1) Die beiden Schrauben der Lenkmast-Ab-
deckung lösen und dann die Abdeckung
entfernen.
(2) Den erwünschten Jetdüsenwinkel aus-
machen. Der Jetdüsenwinkel kann durch
Verändern der Lage des Lenkeran-
schlags und/oder des Steuerseilzug-Ge-lenkbolzens gemäß der entsprechenden
Tabelle eingestellt werden.
1Steuermast-Abdeckung
1Düsenwinkel
1Düsenwinkel
2Lage des Lenkeranschlags und Steuerseil-
zug-Gelenkbolzens
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Lage des Steuerseilzug-Gelenkbolzens än-
dern:
(1) Die Hülse zurückziehen und dann den
Steuerseilzug lösen.
(2) Das Steuerseilzug-Gelenk vom Gelenk-
bolzen lösen.
(3) Den Gelenkbolzen lösen, samt Siche-
rungsscheibe an der gewünschten Stelle
(P1 oder P2) montieren und dann mit
dem vorgeschriebenen Anzugsmoment
festziehen.
(4) Das Steuerseilzug-Gelenk am Gelenk-
bolzen montieren.Lage des Lenkeranschlags ändern:
(1) Die Lenkeranschlag-Mutter an der Füh-
rerseite des Lenkmasts lockern.
(2) Den Lenkeranschlag anheben, in die ge-
wünschte Lage (S1 oder S2) drehen und
dann die Lenkeranschlag-Mutter mit dem
vorgeschriebenen Anzugsmoment fest-
ziehen.
(3) Die Lenkmast-Abdeckung ordnungsge-
mäß montieren.
GJU34360Gasseilzug kontrollieren und
einstellen
Kontrollieren, ob der Gasseilzug sich leicht-
gängig zurückbewegt und das Gashebelspiel
vorschriftsmäßig ist.
1Steuerseilzug-Gelenkbolzen
Anzugsmoment:
Steuerseilzug-Gelenkbolzen:
5.4 Nm (4.0 ft-lb) (0.55 kgf-m)
1Lenkeranschlag-Mutter
Anzugsmoment:
Lenkeranschlag-Mutter:
31.0 Nm (22.9 ft-lb) (3.16 kgf-m)
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(1) Den Gashebel betätigen und loslassen.
Falls der Gashebel nicht leichtgängig zu-
rückkehrt, diesen von einem Yamaha-
Händler warten lassen.
(2) Das Spiel einstellen; dazu die Kontermut-
ter lockern und den Einsteller verdrehen.
GJU34370Zündkerzen reinigen und
Elektrodenabstand einstellen
Die Zündkerze ist ein wichtiger Bestandteil
des Motors und ist leicht zu kontrollieren. Der
Zustand der Zündkerze gibt Aufschluss über
den Zustand des Motors. Ein stark weiß ver-
färbter Porzellanisolator weist beispielsweise
auf die Möglichkeit eines undichten Luftein-
lasses oder eines Vergasungsproblems im
entsprechenden Zylinder hin. Der Eigentümer
sollte nicht versuchen, Probleme selbst zu di-
agnostizieren. Das Wasserfahrzeug von ei-
nem Yamaha-Händler warten lassen.
Da die Zündkerzen unter der ständigen Ein-
wirkung von Hitze und Ölkohleablagerungen
rasch verschleißen, sollten sie regelmäßig
demontiert und kontrolliert werden. Falls die
Elektroden zu stark abgebrannt oder übermä-
ßig mit Ablagerungen bedeckt sind, sollte die Zündkerze durch eine neue, vorschriftsmäßi-
ge Zündkerze erneuert werden.
Den Elektrodenabstand mit einer Fühlerlehre
messen. Die Zündkerzen erneuern bzw. den
Elektrodenabstand korrigieren.
Zündkerze montieren:
(1) Die Dichtungsoberfläche reinigen.
(2) Das Zündkerzengewinde sauber wi-
schen.
(3) Die Zündkerze einschrauben und dann
vorschriftsmäßig festziehen.
(4) Den Zündkerzenstecker anbringen.
HINWEIS:
Vor dem Aufstecken des Zündkerzenste-
ckers den Stecker und die Zündkerze ggf.
trockenwischen. Den Zündkerzenstecker
andrücken, bis er fest sitzt.
Steht beim Montieren der Zündkerze kein
Drehmomentschlüssel zur Verfügung, kann
das Anzugsdrehmoment annähernd er-
1Kontermutter
2Einsteller
3Gashebelspiel
Gashebelspiel:
7.0–10.0 mm (0.28–0.39 in)
Empfohlene Zündkerze:
BR7HS
1Elektrodenabstand
Elektrodenabstand:
0.6–0.7 mm (0.024–0.028 in)
Anzugsdrehmoment der Zündkerze:
25.0 Nm (18.4 ft-lb) (2.55 kgf-m)
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reicht werden, indem die Zündkerze mit
dem Zündkerzenschlüssel aus dem Bord-
werkzeug zunächst handfest und dann eine
weitere 1/4 bis 1/2 Drehung angezogen
wird. Die Zündkerze so bald wie möglich mit
einem Drehmomentschlüssel vorschrifts-
mäßig festziehen lassen.
WARNUNG
GWJ00350
Beim Aus- und Einbau der Zündkerze dar-
auf achten, dass der Porzellanisolator
nicht beschädigt wird. Ein beschädigter
Isolator kann zu Funkenbildung führen,
was eine Feuer- oder Explosionsgefahr
darstellt.
GJU34400Schmierstellen
Bewegliche Bauteile mit wasserfestem Fett
schmieren, damit sie sich reibungslos bewe-
gen.
Gasseilzug (vergaserseitig)
Chokeseilzug (vergaserseitig)
Gasseilzug (lenkerseitig)
Den Gashebel betätigen und den Dichtring
entfernen. Rostschutzmittel in die Seilzug-hülle sprühen. Den Dichtring wieder gut
einsetzen.
Kugelgelenk des Steuerseilzugs (lenkersei-
tig)
Steuerseilzug (lenkerseitig)
(1) Die beiden Schrauben der Lenkerab-
deckung lösen und die Abdeckung ab-
nehmen, um Zugang zum Steuerseil-
zug und Kugelgelenk zu verschaffen.
(2) Das Kugelgelenk am lenkerseitigen
und am jetdüsenseitigen Ende des
Steuerseilzugs schmieren.
(3) Den Steuerseilzug am lenker- und jet-
düsenseitigen Ende etwas aus dessen
Hülle herausziehen und dann dünn mit
Schmierfett bestreichen.
Kugelgelenk des Steuerseilzugs (jetdüsen-
seitig) Empfohlenes wasserfestes Fett:
Yamaha Marine Grease/Yamaha Grea-
se A
1Dichtring
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Steuerseilzug (jetdüsenseitig)
Lenker-Drehzapfen
Zur Schmierung des Lenker-Drehzapfens
müssen Lenkungsbauteile zerlegt werden.
Den Lenker-Drehzapfen von einem
Yamaha-Händler schmieren lassen.
Schrauben (Distanzhülsen) des Jetdüsen-
Drehzapfens
Zwischenantriebsgehäuse
Mit Hilfe einer Schmierpistole das Zwi-
schengehäuse durch den Schmiernippel
mit wasserfestem Fett befüllen.
GJU34440Chokeseilzug einstellen
Kontrollieren, ob der Chokeseilzug korrekt
eingestellt ist.
(1) Den Chokeknopf bis zum Anschlag her-
ausziehen und dann loslassen. Der
Knopf darf sich nicht bewegen.
(2) Falls der Chokeknopf eigenständig zu-
rückgeht, die Einstellmutter ein wenig an-
Fettmenge:
Nach den ersten 10 Betriebsstunden
bzw. dem ersten Monat:
20.0–22.0 cm³ (0.68–0.74 US oz)
(0.71–0.78 Imp.oz)
Alle 100 Betriebsstunden bzw. 12 Mo-
nate:
3.0–5.0 cm³ (0.10–0.17 US oz)
(0.11–0.18 Imp.oz)
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ziehen. Falls der Knopf schwergängig ist,
die Einstellmutter ein wenig lockern.
GJU34450Batterie kontrollieren
Den Batteriesäurestand kontrollieren und si-
cherstellen, dass Batterie-Minuskabel (–) und
-Pluskabel (+) fest verbunden sind.
WARNUNG
GWJ00790
Batteriesäure ist gefährlich, giftig und
stark ätzend. Batteriesäure enthält Schwe-
felsäure. Den Kontakt mit Haut, Augen und
Kleidung vermeiden.
Erste Hilfe
Bei äußerlichem Kontakt: Gründlich mit
Wasser spülen.
Bei innerlichem Kontakt: große Mengen
Wasser oder Milch trinken. Anschließend
verquirlte Eier oder Speiseöl trinken. So-
fort einen Arzt aufsuchen.
Bei Kontakt mit Augen: 15 Minuten lang
gründlich mit Wasser spülen, danach so-
fort einen Arzt aufsuchen.
Die Batterie erzeugt explosives Wasser-
stoffgas. Feuer, Funken, Flammen, Ziga-
retten usw. fernhalten. Wird die Batterie in
einem verschlossenen Raum verwendet
oder geladen, für gute Lüftung sorgen.
Beim Umgang mit der Batterie einen Au-
genschutz tragen.VON KINDERN FERNHALTEN.
ACHTUNG:
GCJ00230
Die Batterie darf nicht auf die Seite ge-
legt werden.
Zum Laden der Batterie oder Nachfüllen
von Wasser muss die Batterie aus dem
Batteriefach herausgenommen werden.
Wasser in die Batterie nachfüllen:
(1) Sicherstellen, dass die Batteriesäure sich
zwischen der Minimalstand-Markierung
und Maximalstand-Markierung befindet.
(2) Gegebenenfalls destilliertes Wasser in
die Batterie nachfüllen.
ACHTUNG:
GCJ00240
Normales Leitungswasser enthält Mineral-
salze, die für die Batterie schädlich sind.
Ausschließlich destilliertes Wasser in die
Batterie nachschütten.
Batterie laden:
ACHTUNG:
GCJ00250
Keine Schnellaufladung vornehmen. An-
derenfalls würde die Lebenserwartung der
Batterie erheblich verringert.
1Chokeknopf-Einstellmutter
1Maximalstand-Markierung
2Minimalstand-Markierung
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Die Batterie sollte von einem Yamaha-Händ-
ler geladen werden. Wer die Batterie selber
aufladen möchte, sollte zunächst die Be-
triebsanleitung des Ladegeräts gründlich le-
sen und folgende Punkte beachten.
(1) Sämtliche Batterie-Verschlusskappen
öffnen.
(2) Falls der Säurestand niedrig ist, destillier-
tes Wasser bis zum vorgeschriebenen
Stand nachfüllen.
(3) Die Ladestromstärke auf 1.9 A einstellen
und die Batterie langsam laden, bis reich-
lich Gasbläschen in den Batteriezellen
erzeugt werden.
Batterie montieren:
(1) Die Batterie in das Batteriefach ablegen
und dann die Batteriekabel an den Batte-
riepolen anschließen.
(2) Den Entlüftungsschlauch an der Batterie
anschließen.
(3) Die Batterie sichern.
WARNUNG
GWJ00400
Der Entlüftungsschlauch muss an die Bat-
terie angeschlossen werden. Falls der Ent-
lüftungsschlauch nicht richtig ange-
schlossen und verlegt, beschädigt oder verstopft ist, besteht Feuer- oder Explosi-
onsgefahr.
ACHTUNG:
GCJ00260
Bei der Montage der Batterie unbedingt
auf richtige Polung und Festigkeit der
Klemmen achten.
GJU34460Vergaser einstellen
Der Vergaser ist ein grundlegender Bestand-
teil der Antriebseinheit und erfordert eine
höchstgenaue Einstellung. Die meisten Ein-
stellarbeiten sollten dem Yamaha-Händler
vorbehalten bleiben, der über die notwendi-
gen Kenntnisse und Erfahrung verfügt. Der
Eigentümer darf allerdings den Langsamst-
lauf im Rahmen der regelmäßigen Wartung
selbst einstellen.
ACHTUNG:
GCJ00170
Die im Yamaha-Werk vorgenommene Ver-
gasereinstellung beruht auf zahlreichen
Tests. Eine unsachgemäße Änderung die-
ser Einstellung kann zu Leistungsabfall
und Motorschäden führen.
GJU34470Langsamstlauf einstellen
(1) Das Wasserfahrzeug zu Wasser bringen.
(2) Den Motor starten und ein bis zwei Minu-
ten lang warmlaufen lassen.
(3) Die Motordrehzahl mit der Leerlauf-Re-
gulierschraube einstellen; dabei einen Di-
agnose-Drehzahlmesser verwenden.
Zum Erhöhen der Leerlaufdrehzahl die
Leerlauf-Regulierschraube im Uhrzeiger-
sinn drehen. Zum Verringern der Leer-
1Batterie-Pluspol (+): rotes Kabel
2Batterie-Minuspol (–): schwarzes Kabel
3Entlüftungsschlauch
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laufdrehzahl die Schraube im Gegenuhr-
zeigersinn drehen.
1Leerlauf-Regulierschraube
Langsamstlauf:
1300 ±50 U/min
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