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Wartung und Pflege
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Gashebel 10 bis 15 Sekunden lang ab-
wechselnd betätigen und wieder loslas-
sen.
(7) Den Motor ausschalten.
(8) Die Schlauchkupplung demontieren und
den Deckel schließen.
GJU33560Schmierung
WARNUNG
GWJ00300
Um die Brand- und Explosionsgefahr zu
mindern:
Niemals Benzin oder andere Mittel als Mo-
torkonservierungs-Sprühöl durch die Öff-
nung in der Geräuschdämpferabdeckung
einsprühen oder -gießen.
ACHTUNG:
GCJ00150
Nach dem Einsprühen von Öl in den Mo-
tor muss die Geräuschdämpferabde-
ckung fest montiert werden, anderen-
falls könnte Wasser eindringen und den
Motor beschädigen.
Den Motor an Land nicht länger als 15
Sekunden betreiben, anderenfalls könn-
te er überhitzen.
(1) Die Geräuschdämpferabdeckung de-
montieren.
(2) Den Motor in einem gut gelüfteten Be-
reich starten.(3) Bei angehobener Leerlaufdrehzahl des
Motors schnellstens eine maximale Men-
ge Rostschutzmittel durch die Öffnung in
der Geräuschdämpferabdeckung ein-
sprühen. Weiter sprühen, bis der Motor
ausspringt (aber nicht mehr als 15 Se-
kunden lang).
(4) Die Geräuschdämpferabdeckung mon-
tieren.
(5) Sämtliche Seilzüge einschließlich Gas-,
Choke- und Steuerzüge schmieren.
HINWEIS:
Die Seilzüge mit Marinefett druckschmieren,
sodass etwaige Feuchtigkeit zwischen Seil-
zug und Seilzughülle ausgeschieden wird.
(6) Die auf Seite 61 aufgeführten “Schmier-
stellen” des Wasserfahrzeugs schmie-
ren.
GJU33640Kraftstoffsystem
WARNUNG
GWJ00290
BENZIN UND BENZINDÄMPFE SIND ÄUS-
SERST ENTZÜNDBAR UND EXPLOSIV.
Beim Nachtanken nicht rauchen; außer-
dem Funken, offene Flammen und sons-
tige Feuerquellen vermeiden.
Vor dem Tanken den Motor abstellen.
Bei waagerechter Stellung in einem gut
gelüfteten Bereich tanken.
Beim Tanken wegen der Brandgefahr
nicht auf dem Wasserfahrzeug stehen
oder sitzen.
Darauf achten, dass kein Benzin ver-
schüttet wird. Verschütteten Kraftstoff
sofort mit einem trockenen Lappen auf-
wischen. Benzingetränkte Lappen sach-
gemäß entsorgen.
Den Kraftstofftank nicht überfüllen. Den
Kraftstofftank bis zum unteren Rand des
Einfüllstutzens befüllen. Den Einfüllstut-1Geräuschdämpferabdeckung
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zen niemals befüllen, anderenfalls kann
durch Wärmeausdehnung Kraftstoff
austreten. Das Wasserfahrzeug bei ge-
fülltem Kraftstofftank nicht direkt in der
Sonne stehen lassen. Das Wasserfahr-
zeug in waagerechter Stellung in einem
gut gelüfteten Bereich abstellen.
Nach dem Tanken den Tankdeckel gut
verschließen.
Falls Sie Kraftstoff verschluckt, in die
Augen bekommen oder Dämpfe eingeat-
met haben, sollten Sie sofortige ärztli-
che Versorgung erhalten.
Falls Benzin mit Kleidung oder Haut in
Berührung kommt, die betroffenen Stel-
len sofort mit Seife und Wasser wa-
schen und die Kleidung wechseln.
Durch das Entleeren des Kraftstoffsystems
werden schädliche Ablagerungen vermieden,
die beim Altern des Benzins entstehen.
Kraftstoffsystem entleeren:
(1) Den Kraftstoffhahn auf “OFF” stellen.
(2) Den Kraftstofftank mit einem Siphon ent-
leeren.
GJU33680Batterie
Vor einer etwa einmonatigen Stilllegung die
Batterie ausbauen, aufladen und an einem
kühlen, lichtgeschützten Ort lagern.
(1) Zuerst das Minuskabel (–), dann das
Pluskabel (+) und den Entlüftungs-
schlauch lösen, anschließend die Batte-
rie aus dem Wasserfahrzeug herausneh-
men.
(2) Das Batteriegehäuse mit Leitungswasser
reinigen.
(3) Die Batteriepole, falls schmutzig oder
korrodiert, mit einer Drahtbürste reinigen.
(4) Die Batterie vollständig aufladen.
(5) Die Batteriepole mit Yamaha Marine Gre-
ase oder Yamaha Grease A einfetten.(6) Mindestens zweimal im Monat den Lade-
zustand der Batterie prüfen und diese
ggf. aufladen.
ACHTUNG:
GCJ00100
Die Batterie muss stets geladen sein. Das
Lagern im entladenen Zustand führt der
Batterie bleibende Schäden zu.
Zur Kontrolle des Ladezustands der Batterie
entweder die Säuredichte prüfen oder die
Batteriespannung an beiden Polen messen.
Falls die Batteriespannung unter 12 V liegt,
die Batterie aufladen.
Es wird empfohlen, die Säuredichte von ei-
nem Yamaha-Händler prüfen und die Batterie
aufladen zu lassen. Beim selber Warten der
Batterie die beim Batterie-Testgerät und -La-
degerät mitgelieferte Betriebsanleitungen le-
sen und befolgen.
GJU33700Wasserfahrzeug waschen
Das Wasserfahrzeug vor einer Stilllegung wa-
schen.
(1) Rumpf, Lenker und Jet mit Süßwasser
abwaschen.
(2) Motor und Bilge mit Süßwasser ausspü-
len. Das Wasser vollständig ablaufen las-
sen und die verbleibende Feuchtigkeit
mit sauberen, trockenen Lappen abwi-
schen.
ACHTUNG:
GCJ00110
Beim Ausspülen von Bilge und Motorraum
keinen hohen Druck verwenden, anderen-
falls könnten ernsthafte Motorschäden er-
folgen.
(3) Die Außenseite des Motors mit Rost-
schutz- und Schmiermittel besprühen. Säuredichte (Bezugswert):
1.28 bei 20 °C (68 °F)
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(4) Den Rumpf mit einem scheuermittellosen
Wachs einreiben.
(5) Alle Bauteile aus Kunststoff und Gummi
wie die Dichtungen des Motorraums mit
einem Kunststoffschutzmittel abwischen.
HINWEIS:
Das Kunststoffschutzmittel vom Stehbereich
fernhalten, damit dieser nicht rutschig wird.
GJU33760
Wartungs- und Einstellarbeiten
Durch regelmäßige Kontrolle, Einstellung und
Schmierung wird das Wasserfahrzeug be-
triebssicher und leistungsfähig bleiben. Jeder
Führer ist für die Sicherheit seines Fahrzeugs
verantwortlich. Regelmäßige Wartung ist er-
forderlich, um sicherzustellen, dass die Ab-
gaswerte und Geräuschpegel des Wasser-
fahrzeugs innerhalb der vorgeschriebenen
Grenzwerte liegen. Auf den folgenden Seiten
werden die wichtigsten der am Wasserfahr-
zeug auszuführenden Kontroll-, Einstell- und
Schmierarbeiten erläutert.
Originalersatzteile und Sonderzubehör von
Yamaha können vom Yamaha-Händler bezo-
gen werden.
Die beschränkte Garantie schließt Probleme
aus, die vom Einbau von Bau- oder Zubehör-
teilen herrühren, die von minderwertiger Qua-
lität als Originalteile von Yamaha sind.
Wartung, Austausch und Reparatur des
Abgasreinigungssystems und dessen
Bauteile dürfen von einer Marinemotor-
werkstatt ausgeführt werden. Reparaturen
unter Garantie müssen allerdings von ei-
nem Yamaha-Händler durchgeführt wer-
den.
WARNUNG
GWJ00310
Außer wenn notwendig den Motor bei
Wartungsarbeiten ausschalten, ande-
renfalls könnten Unfälle oder Verletzun-
gen durch unerwarteten Betrieb, beweg-
liche Teile, Elektrisierung usw.
verursacht werden. Falls Sie nicht mit
der Wartung des Wasserfahrzeugs ver-
traut sind, diese Arbeit von einem
Yamaha-Händler durchführen lassen.
Unsachgemäß gewartete Teile könnten
versagen oder ausfallen, was zu Unfäl-
len führen könnte.
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Fahrzeugänderungen, die nicht von
Yamaha freigegeben wurden, könnten
zu Leistungs- oder Sicherheitseinbußen
sowie übermäßigen Geräusch- und Ab-
gasemissionen führen. Bevor Änderun-
gen vorgenommen werden, einen
Yamaha-Händler zu Rate ziehen.
GJU33780Betriebsanleitung und Bordwerkzeug
Die Betriebsanleitung und das Bordwerkzeug
sollten jederzeit an Bord mitgeführt werden.
Das Wasserfahrzeug weist eine Schutzta-
sche auf, in der Betriebsanleitung und Bord-
werkzeug bequem aufbewahrt werden kön-
nen.
HINWEIS:
Sie sollten am besten in einem wasserdichten
Beutel gepackt werden.
Die meisten der in der Anleitung aufgeführten
Wartungs- und Reparaturarbeiten können
vom sachverständigen Eigentümer selbst
ausgeführt werden. Das Bordwerkzeug er-
laubt das Durchführen dieser Arbeiten. Beim
Festziehen gewisser Schraubverbindungen ist allerdings zusätzlich ein Drehmoment-
schlüssel notwendig.
1Schutztasche
1Werkzeugbeutel
2Schraubenzieher
314/21-mm-Steckschlüssel
4Zange
5Gabelschlüssel
610/12-mm-Steckschlüssel
7Schlauchkupplung
8Zündkerze (eine je Zylinder)
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GJU33820Tabelle der Wartungsintervalle
Folgende Tabelle gilt als Richtlinie für die regelmäßige Wartung. In Abhängigkeit der Einsatz-
bedingungen kann es allerdings notwendig werden, die Wartungsintervalle zu verkürzen.
Das “”-Symbol kennzeichnet Wartungsarbeiten, die vom Eigentümer ausgeführt werden
können.
Das “”-Symbol kennzeichnet Wartungsarbeiten, die vom Yamaha-Händler ausgeführt wer-
den müssen.
Bezeichnung AktionNach den ersten Danach alle
Seite 10
Stun-
den50
Stun-
den100
Stun-
den100
Stun-
den200
Stun-
den
6 Mona-
te12 Mo-
nate12 Mo-
nate24 Mo-
nate
ZündkerzenKontrollieren, reini-
gen, einstellen60
SchmierstellenSchmieren 61
Zwischenantriebs-
gehäuseSchmieren 61
KraftstoffsystemKontrollieren 56
KraftstofffilterKontrollieren, reini-
gen, erneuern56
KraftstofftankKontrollieren, reini-
gen56
VergaserKontrollieren, einstel-
len64
LangsamstlaufKontrollieren, einstel-
len64
Drosselklappen-
welleKontrollieren—
KühlwasserkanäleAusspülen
*49
BilgensiebReinigen—
FlügelradKontrollieren—
JetdüsenwinkelKontrollieren, einstel-
len57
Lenker-Drehzap-
fenKontrollieren—
Steuerungsrei-
bungKontrollieren, einstel-
len57
GasseilzugKontrollieren, einstel-
len59
ChokeseilzugKontrollieren, einstel-
len62
BatterieKontrollieren, laden 63
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* Nach jeder Fahrt auszuführen.
GummikupplungKontrollieren—
MotorhalterungKontrollieren—
Schraubverbin-
dungenKontrollieren— Bezeichnung AktionNach den ersten Danach alle
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den50
Stun-
den100
Stun-
den100
Stun-
den200
Stun-
den
6 Mona-
te12 Mo-
nate12 Mo-
nate24 Mo-
nate
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GJU34200Kraftstoffsystem kontrollieren
WARNUNG
GWJ00370
Benzin ist leicht entflammbar und explo-
siv. Undichtigkeiten der Kraftstoffleitung
sind zu ermitteln und beheben, um Feuer-
und Explosionsgefahren zu vermeiden.
Ein Brand oder eine Explosion kann ernst-
hafte Verletzungen oder den Tod herbei-
führen. Den Motor ausschalten. Nicht rau-
chen. Ein Verschütten des Kraftstoffs
vermeiden.
Das Kraftstoffsystem auf Lecks, Risse und
Defekte untersuchen. Bei Problemen die not-
wendigen Reparaturen und Erneuerungen
vornehmen. Für Reparaturen einen Yamaha-
Händler zu Rate ziehen.
Kontrollieren:
Vergaser auf Lecks.
Kraftstoffpumpe auf Defekte und Lecks.
Kraftstofftank-Deckel und -dichtung auf Be-
schädigung.
Kraftstoff im Tank auf Wasser und
Schmutz.
Kraftstofftank auf Schäden, Risse und
Lecks.
Kraftstoffschläuche und Anschlüsse auf
Schäden, Risse und Lecks.
Kraftstofffilter auf Lecks.
Kraftstoffhahn auf Lecks.
Belüftungs-Rückschlagventil auf Lecks.GJU34220Kraftstofffilter
Das Wasserfahrzeug ist mit einem einteiligen
Wegwerf-Kraftstofffilter bestückt. Der Ölfilter
sollte nach den ersten 10 Betriebsstunden
bzw. dem ersten Monat und danach alle 200
Betriebsstunden bzw. 24 Monate erneuert werden. Den Kraftstofffilter ggf. von einem
Yamaha-Händler erneuern lassen.
WARNUNG
GWJ00360
Den Kraftstofffilter nicht eigenhändig aus-
wechseln. Ein unsachgemäß eingebauter
Filter kann Kraftstofflecks verursachen,
was eine Feuer- oder Explosionsgefahr
darstellt. Den Kraftstofffilter ggf. von ei-
nem Yamaha-Händler erneuern lassen.
GJU34230Kraftstofftank
Den Kraftstofftank auf Lecks und Wasser-
rückstände untersuchen. Falls Wasser im
Kraftstofftank vorliegt oder der Kraftstofftank
gereinigt werden muss, das Wasserfahrzeug
von einem Yamaha-Händler warten lassen.
1Kraftstofffilter
1Kraftstofftank
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GJU34320Jetdüsenwinkel kontrollieren
Kontrollieren, ob Lenker und Jetdüse sich
leichtgängig betätigen lassen.
Den Lenker beidseitig bis zum Anschlag
schwenken und kontrollieren, ob die Differenz
zwischen den Abständen A und B der Jetdü-
se vorschriftsmäßig sind.
Falls schwergängig oder falsch eingestellt,
die Steuerung von einem Yamaha-Händler
warten lassen.
GJU34330Steuerungsreibung einstellen
Die Steuerungsreibung kann nach Belieben
des Führers eingestellt werden.Reibung einstellen:
(1) Die vier Schrauben der Lenkerabde-
ckung lösen und dann die Abdeckung
entfernen.
(2) Den Lenker bis zum Anschlag nach
rechts schwenken.
(3) Die Kontermutter lockern.
(4) Die Einstellmutter verstellen, bis die ge-
wünschte Reibung erreicht wird.
(5) Die Kontermutter mit einem Schrauben-
schlüssel festziehen; dabei die Einstell-
mutter mit einem anderen Schrauben-
schlüssel gegenhalten.
(6) Die Lenkerabdeckung samt vier Schrau-
ben montieren. Differenz zwischen A und B:
Maximal 5 mm (0.20 in)
1Einstellmutter
2Kontermutter
Anzugsmoment:
29.0 Nm (21.4 ft-lb) (2.96 kgf-m)
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