Page 49 of 84

Betrieb
42
geneigt und senkrecht zur Wasserober-
fläche halten.
(7) Sobald der Bug sinkt und das Wasser-
fahrzeug Gleitgeschwindigkeit erreicht
hat, kann das Gas reduziert werden, um
die gewünschte Fahrgeschwindigkeit
einzuhalten.
HINWEIS:
Das Wasserfahrzeug wird mit zunehmen-
der Geschwindigkeit leichter zu balancie-
ren, weil der Schub für Stabilität und Lenk-
barkeit sorgt.
Je höher das Körpergewicht umso länger
dauert es zum Erreichen der Gleitge-
schwindigkeit.
GJU33200Gekentertes Wasserfahrzeug
Falls das Wasserfahrzeug kentert, sollte es
sofort umgewälzt werden.
Die folgenden Schritte genau befolgen, um
Verletzungen oder Schäden am Wasserfahr-
zeug zu vermeiden.
WARNUNG
GWJ00670
UNSACHGEMÄSSES AUFRICHTEN KANN
VERLETZUNGEN VERURSACHEN:
Den Motor ausschalten, indem durch
Abziehen der Motor-Quickstoppleine
der Clip vom Motor-Quickstoppschalter
gelöst wird.
Die Hände aus dem Einlassgitter fern-
halten.
ACHTUNG:
GCJ00510
Zum Ausschalten des Motors muss der
Clip vom Motor-Quickstoppschalter ge-
löst werden, anderenfalls könnte der Mo-
tor überhitzen und ernsthaft beschädigt
werden.
(1) Den Clip vom Motor-Quickstoppschalter
lösen.
(2) Zum Heck des Wasserfahrzeugs
schwimmen und dieses dann durch Dre-
hen im Uhrzeigersinn wieder aufrichten.
HINWEIS:
Falls die Backbordseite (links) des gekenter-
ten Wasserfahrzeugs emporragt, das Schan-
deck nach unten drücken, um die Backbord-
seite zu senken, bevor das Wasserfahrzeug
im Uhrzeigersinn umgewälzt werden kann.
ACHTUNG:
GCJ00520
Das Wasserfahrzeug nicht im Gegenuhr-
zeigersinn umwälzen, anderenfalls könnte
Wasser in Vergaser und Motor geraten,
was ernsthafte Beschädigungen verursa-
chen könnte.
(3) Den Motor starten und das Wasserfahr-
zeug betreiben, um etwaige Wasserrück-
UF1N75G0.book Page 42 Tuesday, May 16, 2006 1:27 PM
Page 50 of 84

Betrieb
43
stände aus dem Motorraum abzulassen.
(Falls der Motor nicht startet, siehe “Was-
serfahrzeug abschleppen” auf Seite 72
oder “Überflutetes Wasserfahrzeug” auf
Seite 72.)
HINWEIS:
Um das Wasser so gut wie möglich aus
dem Motorraum abzulassen, das Wasser-
fahrzeug mindestens zwei Minuten lang
über Gleitgeschwindigkeit bei Geradeaus-
fahrt betreiben.
Um das Wasserfahrzeug beim Beschleuni-
gen auf Gleitgeschwindigkeit zu stabilisie-
ren, kann durch Niederknien der Schwer-
punkt nach unten verlagert werden.
GJU33240Wasserfahrzeug wenden
Die Steuerung wird von der Stellung des Len-
kers und des Gashebels beeinflusst.
Das Flügelrad der Jetpumpe saugt Wasser
durch das Einlassgitter an und setzt es unter
Druck. Indem die Jetpumpe das unter Druck
gesetzte Wasser aus der Jetdüse ausstößt,
wird der Schub erzeugt, der das Wasserfahr-
zeug antreibt und gesteuert. Je höher die Mo-
tordrehzahl ist, desto größer ist der erzeugte
Schub.
Die Stärke des Schubs und die Stellung des
Lenkers bestimmen, wie scharf die Wende ist.A. Wird mehr Gas gegeben, ist der Schub
stärker und das Wasserfahrzeug wendet
schärfer.
B. Wird weniger Gas gegeben, ist der
Schub schwächer und das Wasserfahr-
zeug wendet sanfter.
C. Wird das Gas vollständig weggenom-
men, liegt nur minimaler Schub vor. Bei
Geschwindigkeiten über dem Lang-
samstlauf nimmt die Lenkbarkeit ohne
Gasgeben zunehmend ab. Zwar ist das
Wasserfahrzeug unmittelbar nach Los-
lassen des Gashebels noch wendbar,
aber bei fallender Motordrehzahl vermag
der Lenker das Wasserfahrzeug nicht
mehr zu wenden, bis wieder Gas gege-
ben wird oder der Langsamstlauf erreicht
worden ist.
Im Langsamstlauf kann das Wasserfahr-
zeug allein durch die Lenkerstellung all-
mählich gewendet werden, indem nur der
UF1N75G0.book Page 43 Tuesday, May 16, 2006 1:27 PM
Page 51 of 84

Betrieb
44
im Leerlauf verfügbare Schub verwendet
wird.
D. Wird der Motor während der Fahrt ausge-
schaltet, steht kein Schub zur Verfügung.
Das Wasserfahrzeug fährt ungeachtet
der Lenkerstellung geradeaus.
Zum Steuern wird Gas benötigt!
Sich bei Wendungen lehnen hilft das Gleich-
gewicht zu wahren. Wie stark sich gelehnt
werden muss, hängt von der Schärfe der
Wendung und von der Fahrgeschwindigkeit
ab. Gewöhnlich gilt: je höher die Geschwin-digkeit und je schärfer die Wendung, umso
mehr lehnen.
WARNUNG
GWJ00760
Beim Ausweichen von Hindernissen den
Gashebel nicht loslassen, denn beim
Steuern muss Gas gegeben werden. Ein
Zusammenstoß könnte zu ernsthaften
Verletzungen und Tod führen.
GJU33270Wasserfahrzeug anhalten
Das Wasserfahrzeug besitzt kein Bremssys-
tem. Es wird beim Loslassen des Gashebels
durch den Wasserwiderstand angehalten.
Nachdem das Gas weggenommen oder der
Motor ausgeschaltet wurde, kommt das Was-
serfahrzeug aus der Höchstgeschwindigkeit
nach ca. 90 m (300 ft) zum Stillstand; aller-
dings können Faktoren wie das Gesamtge-
wicht, die Bedingungen der Wasseroberflä-
UF1N75G0.book Page 44 Tuesday, May 16, 2006 1:27 PM
Page 52 of 84

Betrieb
45
che und die Windrichtung diesen Abstand
beeinflussen.
Das Wasserfahrzeug bremst unmittelbar
nach dem Loslassen des Gashebels ab, glei-
tet aber noch eine Weile dahin, bevor es voll-
ständig stehen bleibt. Falls Zweifel daran be-
stehen, ob Sie rechtzeitig anhalten können,
bevor Sie auf ein Hindernis stoßen, Gas ge-
ben und in eine andere Richtung abdrehen.
WARNUNG
GWJ00720
Einen angebrachten Bremsweg vorse-
hen.
Handeln Sie rasch, um Zusammenstöße
zu vermeiden. Bedenken Sie jederzeit,
dass Wasserfahrzeuge und Boote keine
Bremsen haben.
Fahren Sie defensiv und mit angemes-
sener Geschwindigkeit, und wahren Sie
einen Sicherheitsabstand zu anderen
Personen, Wasserfahrzeugen und Ge-
genständen, sodass Zeit zum Anhalten
bleibt.
Beim Abbremsen den Motor nicht aus-
schalten, falls Schub benötigt wird, um
einem plötzlichen Hindernis auszuwei-
chen.
GJU33300Wasserfahrzeug auf Strand setzen
(1) Sicherstellen, dass sich keine Hindernis-
se, Boote oder Schwimmer in der Nähe des Strands befinden. Den Gashebel ca.
90 m (300 ft) vor Erreichen des Ziels los-
lassen.
(2) Langsam heranfahren und den Motor vor
Erreichen des Strands ausschalten.
Stets bedenken: zum Steuern wird Gas
benötigt!
(3) Vom Wasserfahrzeug absteigen und die-
ses dann an Land ziehen.
ACHTUNG:
GCJ00490
Steinchen, Sand, Algen und anderer
Schmutz, der durch den Jeteinlass ange-
saugt wird, können das Flügelrad hindern
oder beschädigen. Den Motor immer aus-
schalten, bevor das Wasserfahrzeug an
Land gebracht wird.
GJU33330Auf rauem Wasser fahren
Die Wucht des Aufpralls beim Landen nach
einem Sprung kann sich sowohl auf das Was-
serfahrzeug als auch auf den Führer auswir-
ken. Der Führer könnte mit Brust oder Kinn
am Rumpf oder Lenker des Wasserfahrzeugs
aufstoßen und sich verletzen.
Beim Fahren nicht das Kinn direkt über dem
Lenker oder die Füße aus dem Wasserfahr-
zeug halten.
Betrieb in rauem Gewässer oder Wellenreiten
kann Risse im Rumpf des Wasserfahrzeugs
verursachen und Innenteile beschädigen. Be-
trieb in rauen Gewässern oder bei schlechter
Witterung vermeiden.
UF1N75G0.book Page 45 Tuesday, May 16, 2006 1:27 PM
Page 53 of 84

Betrieb
46
GJU33360
Pflege nach der Fahrt
Um das Wasserfahrzeug in gutem Zustand zu
erhalten, muss es nach dem Betrieb immer
aus dem Wasser genommen und Folgendes
durchgeführt werden. Wird das Wasserfahr-
zeug über längere Zeit im Wasser gelassen,
werden die Jetkomponenten und Rumpfober-
fläche schneller beschädigt. Seeorganismen
und Korrosion können die Lebenserwartung
vieler Wasserfahrzeugkomponenten beschä-
digen.
(1) Das Wasserfahrzeug an Land bringen.
(2) Rumpf, Lenkmast, Lenker und Jet mit
Süßwasser abwaschen.
(3) Die Haube demontieren und den Motor-
raum auf Wasserrückstände untersu-
chen. Zum Wasserablassen das Wasser-
fahrzeug immer auf die Backbordseite
(links) drehen. Nach Bedarf das Wasser-
fahrzeug umwälzen, um das Wasser völ-
lig abzulassen.
ACHTUNG:
GCJ00580
Ein passendes sauberes Tuch oder eine
Matte unterschieben, um das Wasser-
fahrzeug vor Abschürfungen und Krat-
zern zu schützen.
Das Wasserfahrzeug immer auf die
Backbordseite (links) drehen.
Wenn das Wasserfahrzeug auf die Seite
gelegt oder umgedreht wird, den Bug
abstützen und den Lenkmast sichern,
um zu vermeiden, dass Lenkmast und
Lenker verbogen oder beschädigt wer-
den.
HINWEIS:
Dieses Wasserfahrzeug ist mit einem auto-
matischen Bilgenlenzsystem ausgestattet,
das während der Fahrt Wasser aus dem Mo-torraum ablässt. Trotzdem können Wasser-
rückstände zurückbleiben.
(4) Das Wasserfahrzeug in waagrechte Stel-
lung bringen.
(5) Das Kühlsystem ausspülen, um einer
Verstopfung durch Salz, Sand oder
Schmutz vorzubeugen. (Für nähere An-
gaben zum Ausspülen des Kühlsystems
siehe Seite 49.)
(6) Den Gashebel bei laufendem Motor 10
bis 15 Sekunden lang abwechselnd betä-
tigen und wieder freigeben, um etwaige
Wasserrückstände aus dem Abgassys-
tem auszulassen.
ACHTUNG:
GCJ00560
Den Motor nicht länger als 15 Sekunden
betreiben, anderenfalls könnte er überhit-
zen.
(7) Wird das Wasserfahrzeug mindestens
eine Woche lang stillgelegt, die inneren
Motorkomponenten schmieren, um Kor-
rosion vorzubeugen. (Für nähere Anga-
ben zum Schmieren siehe Seite 50.)
(8) Den Motor und Motorraum mit wenig
Wasser ausspülen.
ACHTUNG:
GCJ00570
Beim Abspülen von Motor oder Motor-
raum keinen hohen Druck verwenden, an-
derenfalls könnten ernsthafte Motorschä-
den erfolgen.
(9) Den Motor und Motorraum mit einem
sauberen Tuch trockenwischen (ggf.
Schritt 3 wiederholen).
(10) Rumpf, Lenkmast, Lenker und Jet mit ei-
nem sauberen Tuch trockenwischen.
(11) Ein Rostschutzmittel auf die Metallteile
sprühen, um Korrosion zu reduzieren.
UF1N75G0.book Page 46 Tuesday, May 16, 2006 1:27 PM
Page 54 of 84
Betrieb
47
(12) Vor dem Montieren der Haube den Mo-
torraum vollständig an der Luft trocknen
lassen.GJU33420
Transport
WARNUNG
GWJ00750
Das Wasserfahrzeug stets in der Kraft-
stoffhahn-Stellung “OFF” transportieren,
anderenfalls könnte Kraftstoff in den Mo-
tor oder Motorraum fließen, was eine
Brandgefahr darstellt.
Für den Transport des Wasserfahrzeugs ist
ein Anhänger zu benutzen, der eine Bohrung
aufweist, in welcher der Stift gesteckt und ge-
sperrt werden kann, nachdem er durch die
Bugöse geführt wurde.
Nachdem der Bug mit dem Stift gesichert wur-
de, das Heck mit Seilen oder Zurringen über
1Stift
2Bugöse
UF1N75G0.book Page 47 Tuesday, May 16, 2006 1:27 PM
Page 55 of 84
Betrieb
48
dem Schandeck sichern. Den Lenkmast mit
einem Gummiseil sichern.
ACHTUNG:
GCJ00630
Keine Zurringe über den Lenkmast
spannen, da dieser sonst beschädigt
würde. Die Zurringe außerdem an Stel-
len, wo sie den Rumpf des Wasserfahr-
zeugs berühren, mit einem Lappen um-
wickeln, um Kratzer oder andere
Beschädigungen zu vermeiden.
Das Wasserfahrzeug nicht mit aufge-
richtetem Lenkmast transportieren, da
dieser sonst beschädigt werden könnte.
1Gummiseil
2Zurring
UF1N75G0.book Page 48 Tuesday, May 16, 2006 1:27 PM
Page 56 of 84

Wartung und Pflege
49
GJU33480
Stilllegen
WARNUNG
GWJ00320
Das Wasserfahrzeug stets in der Kraft-
stoffhahn-Stellung “OFF” lagern, ande-
renfalls könnte Kraftstoff in den Motor
oder Motorraum fließen, was eine Brand-
gefahr darstellt.
Die Lagerung über einen längeren Zeitraum
wie zum Überwintern erfordert vorbeugende
Wartung, um das Wasserfahrzeug vor Verwit-
terung zu schützen. Eine Wartung des Was-
serfahrzeugs durch einen Yamaha-Händler
ist vor der Stilllegung empfehlenswert. Fol-
gende Arbeiten kann der Eigentümer aller-
dings selber durchführen.
GJU33510Kühlsystem spülen
Das Kühlsystem muss ausgespült werden,
um einer Verstopfung durch Salz, Sand oder
Schmutz vorzubeugen.
ACHTUNG:
GCJ00120
Den Kühlwasserkanälen kein Wasser
zuführen, wenn der Motor nicht läuft.
Das Wasser könnte durch den Schall-
dämpfer in das Kurbelgehäuse gelan-
gen und ernsthafte Motorschäden verur-
sachen.
Den Motor an Land nicht länger als 15
Sekunden ohne Wasserzufuhr betrei-
ben, anderenfalls könnte er überhitzen.
(1) Das Wasserfahrzeug an Land bringen
und in waagrechte Stellung bringen.
(2) Den Spülschlauchanschluss-Deckel öff-
nen, die Schlauchkupplung am Spüls-
chlauchanschluss anschließen und die-
sen dann drehen, bis er fest verbunden
ist.
(3) Einen Schlauch zwischen Schlauchkupp-
lung und Wasserhahn anschließen.
HINWEIS:
Der Schlauch muss separat erworben wer-
den.
(4) Den Motor starten und sofort den Was-
serhahn aufdrehen, bis das Wasser
durchgehend aus dem Kühlwasser-Kon-
trollauslass ausströmt.
(5) Den Motor etwa drei Minuten lang im
Leerlauf betreiben und überwachen.
Falls der Motor während der Spülung
stoppt, den Wasserhahn sofort zudrehen
und die obigen Schritte wiederholen.
(6) Den Wasserhahn zudrehen und dann
das zurückgebliebene Wasser aus den
Kühlwasserkanälen ablassen; dazu den
1Schlauchkupplung
2Spülschlauchanschluss
3Spülschlauchanschluss-Deckel
UF1N75G0.book Page 49 Tuesday, May 16, 2006 1:27 PM