Fahrerassistenzsysteme
Wenn ein von der ACC erfasstes Fahrzeug ab-
b ie
g
t oder ausschert und sich vor diesem
Fahrzeug ein stehendes Fahrzeug befindet,
reagiert die ACC nicht auf das stehende Fahr-
zeug ››› Abb. 200 D. In diesen Fällen müssen
Sie bei Bedarf selbst bremsen.
Entgegenkommende und kreuzende Fahrzeu-
ge
Die ACC reagiert weder auf in Gegenrichtung
kommende noch kreuzende Fahrzeuge.
Gegenstände aus Metall
Gegenstände aus Metall wie z. B. Schienen
auf der Straße oder bei Bauarbeiten einge-
setzte Platten können den Radarsensor ver-
wirren und Fehlreaktionen der ACC verursa-
chen.
Faktoren, die die Funktionsweise des Radar-
sensors beeinträchtigen können
Ist die Funktion des Radarsensors z. B. durch
starken Regen, Wassernebel, Schnee oder
Schlamm beeinträchtigt, schaltet sich die
ACC vorübergehend ab. Im Display des Kom-
biinstruments wird eine entsprechende Infor-
mation erscheinen. Bei Bedarf den Radarsen-
sor reinigen.
Wenn der Radarsensor wieder einwandfrei ar-
beitet, wird die ACC automatisch wieder zur
Verfügung stehen. Die Information im Display des Kombiinstruments erlöscht und die ACC
kann wieder ein
geschaltet werden.
Im Fall der starken Rückstrahlung des Radar-
signals wie z. B. in einem Parkhaus kann die
Funktionsweise der ACC beeinträchtigt wer-
den.
Fahren mit Anhänger
Beim Fahren mit Anhänger regelt die ACC mit
weniger Fahrdynamik.
Überhitzte Bremsen
Wenn die Bremsen sich zu sehr aufheizen,
wie z. B. nach einer abrupten Bremsung oder
auf langen, starken Gefällstrecken kann die
ACC vorübergehend abgeschaltet werden. Im
Display des Kombiinstruments wird eine ent-
sprechende Information erscheinen. In die-
sem Fall kann die Geschwindigkeitsregelung
nicht aktiviert werden.
Sobald die Temperatur der Bremsen ausrei-
chend abgesunken ist, schaltet sich die Ge-
schwindigkeitsregelung erneut ein. Die Mel-
dung im Display des Kombiinstruments ver-
schwindet. Wenn die Meldung ACC nicht
verfügbar über einen längeren Zeitraum
aufleuchtet, bedeutet dies, dass eine Stö-
rung vorliegt. Fachbetrieb aufsuchen. SEAT
empfiehlt dazu einen SEAT-Händler aufzusu-
chen. ACHTUNG
Wird der Aufforderung Bremse betätigen
nicht F
olge geleistet, könnte sich das Fahr-
zeug unbeabsichtigt in Bewegung setzen und
gegen das Vorderfahrzeug stoßen. Vergewis-
sern Sie sich in jedem Fall vor dem Losfahren,
dass die Fahrbahn frei ist. Es ist möglich,
dass der Radarsensor eventuell vorhandene
Hindernisse auf der Fahrbahn nicht erkennt.
Dies kann zu Unfällen und schweren Verlet-
zungen führen. Betätigen Sie bei Bedarf die
Fußbremse. 231
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Bedienung
Totwinkelassistent (BSD) mit
Au s
p
arkassistent (RCTA)*
Einleitung zum Thema Der Totwinkelassistent (BSD) unterstützt die
Überw
ac
hung des Verkehrs hinter dem Fahr-
zeug.
Der integrierte Ausparkassistent (RCTA) hilft
beim Rückwärtsausparken, wenn quer ge-
parkt wird, und beim Manövrieren.
Der Totwinkelassistent ist für gut ausgebaute
Straßen konzipiert. ACHTUNG
Die intelligente Technik des Totwinkelassis-
tent en (BSD) mit
integriertem Ausparkassis-
tenten (RCTA) kann die physikalisch vorgege-
benen Grenzen nicht überwinden und funktio-
niert nur innerhalb der Systemgrenzen. Die
fahrlässige und unbeabsichtigte Benutzung
des Totwinkelassistenten oder Ausparkassis-
tenten kann zu Unfällen und schweren Verlet-
zungen führen. Das System kann die Auf-
merksamkeit des Fahrers nicht ersetzen.
● Geschwindigkeit und Sicherheitsabstand
zum v
orausfahrenden Fahrzeug immer den
Sicht-, Wetter-, Fahrbahn- und Verkehrsver-
hältnissen anpassen.
● Halten Sie die Hände immer am Lenkrad,
Sie müssen jeder
zeit bereit sein, in die Len-
kung einzugreifen. ●
Be ac
hten Sie die Kontrollleuchten in den
Außenspiegeln und im Bildschirm des Kombi-
instruments und handeln Sie entsprechend
dieser Anzeigen.
● Der Totwinkelassistent (BSD) kann auf be-
sondere Kon
struktionen am Fahrbahnrand
wie z.B. hohe oder versetzte Schutzplanken
reagieren. In diesen Fällen kann es zu Fehl-
warnungen kommen.
● Der Totwinkelassistent mit integriertem
Ausp
arkassistent darf keinesfalls auf nicht
gut ausgebauten Fahrbahnen verwendet wer-
den. Der Totwinkelassistent mit integriertem
Ausparkassistenten ist für gut ausgebaute
Straßen konzipiert.
● Immer das Umfeld des Fahrzeugs aufmerk-
sam beob
achten.
● Verwenden Sie den Totwinkelassistent
(BSD) sowie den Au
sparkassistenten nicht,
wenn die Radarsensoren verschmutzt sind.
● Bei direkter Sonneneinstrahlung besteht
die Möglichkeit, d
ass die Kontrollleuchten in
den Außenspiegeln nur bedingt sichtbar sind. VORSICHT
● Die Ra d
arsensoren des hinteren Stoßfän-
gers können durch Stöße beschädigt werden,
beispielsweise beim Ein- oder Ausparken. In-
folgedessen kann sich das System selbst-
ständig abschalten oder in seiner Funktion
beeinträchtigt sein.
● Um die korrekte Funktion der Radarsenso-
ren z
u gewährleisten, halten Sie den hinteren Stoßfänger frei von Schnee und Eis und de-
ck
en
Sie ihn nicht ab.
● Der hintere Stoßfänger darf nur mit von
SEAT
zugelassenem Lack lackiert werden. Bei
anderen Lacken könnte die Funktion des Tot-
winkelassistenten (BSD) beeinträchtigt oder
fehlerhaft werden. Hinweis
Sollte der Totwinkelassistent mit Ausparkhil-
f e nic ht
so wie in diesem Kapitel beschrieben
funktionieren, verwenden Sie ihn nicht und
suchen Sie einen Fachbetrieb auf. Kontrollleuchten
Kontrollleuchte in den Außenspiegeln:
Leuchtet
Leuchtet einmal kurz auf: Der Totwinkelassistent ist ein-
geschaltet und betriebsbereit.
Leuchtet auf: Der Totwinkelassistent erkennt ein Fahr-
zeug im toten Winkel.
Blinkt
Es ist ein Fahrzeug im toten Winkel erkannt worden und
gleichzeitig ist der Blinker in Richtung des erkannten
Fahrzeuges gesetzt worden
›››
.232
Bedienung
● bei s c
h
lechten Witterungsverhältnissen,
● bei besonderen Objekten an den Seiten, z.
B. hohe oder ver
setzte Schutzplanken.
Ausparkassistent (RCTA) Abb. 205
Schematische Abbildung des Aus-
p ark
a
ssistenten: Überwachter Bereich des
ausparkenden Fahrzeugs. Der Ausparkassistent überwacht mit den im
hint
er
en
Stoßfänger befindlichen Radarsen-
soren ››› Abb. 202 den Querverkehr hinter
dem Fahrzeugheck Rückwärtsausparken,
wenn quer geparkt wird oder beim Manövrie-
ren, z. B. bei schlechten Sichtverhältnissen.
Wenn das System ein sich auf der Fahrbahn
von hinten dem Fahrzeugheck näherndes
Fahrzeug ››› Abb. 205 erkennt, ertönt ein Sig-
nalton. Ist Fahrzeug mit einem Parklenkassistent
ausge
stattet, wird der Fahrer zusätzlich zum
akustischen Signal über eine visuelle Anzei-
ge am Radiodisplay informiert. Dieses Signal
wird als roter Streifen im hinteren Bereich
des abgebildeten Fahrzeugs im Radiodisplay
dargestellt. Der Streifen zeigt die Fahrzeug-
seite an, der sich der Verkehr in Querrichtung
nähert.
Automatischer Bremseingriff zur Verringe-
rung von Beschädigungen
Wenn der Ausparkassistent einen Verkehrs-
teilnehmer erkennt, der sich von hinten auf
der Fahrbahn dem Fahrzeugheck nähert, oh-
ne dass der Fahrer die Bremse betätigt, er-
folgt vom System ein selbstständiger Brems-
eingriff.
Das System unterstützt den Fahrer, indem es
automatisch bremst und so Beschädigungen
verringert. Der automatische Bremseingriff
findet bei einer Rückfährtsfahrt mit ca.
1-12 km/h (1-7 mph) statt. Nachdem der
Fahrzeugstillstand erkannt worden ist, hält
das System das Fahrzeug weitere 2 Sekun-
den gebremst.
Nach einem automatischen Bremseingriff zur
Vermeidung von Schäden müssen ca. 10 Se-
kunden verstreichen, bis das System einen
weiteren automatischen Bremseingriff vor-
nehmen kann. Der automatische Bremseingriff kann durch
kräftig
en Tritt auf das Gas- oder Bremspedal
unterbrochen werden, der Fahrer übernimmt
dann wieder die Kontrolle über das Fahrzeug. ACHTUNG
Die intelligente Technologie des Ausparkas-
si s
tenten kann die physikalisch vorgegebe-
nen Grenzen nicht überwinden und funktio-
niert nur innerhalb der Systemgrenzen. Die
Funktion des Parklenkassistenten darf nicht
dazu verleiten, Risiken einzugehen. Das Sys-
tem kann die Aufmerksamkeit des Fahrers
nicht ersetzen.
● Verwenden Sie das System nie bei einge-
schränkt
en Sichtverhältnissen oder bei
schwierigen Verkehrsverhältnissen, z. B. bei
Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen oder
zur Überquerung mehrerer Fahrbahnen.
● Haben Sie das Fahrzeugumfeld stets unter
Kontro
lle, da das System oftmals Fahrräder
oder Fußgänger nicht sicher erkennt.
● Der Ausparkassistent bremst das Fahrzeug
nicht immer sel
bstständig bis zum vollständi-
gen Stillstand ab. Totwinkelassistent (BSD) mit Auspar-
k
as
sistenten (RCTA) bedienen Totwinkelassistent (BSD) mit Ausparkassis-
t
ent
en (RCT
A) ein- oder ausschalten
Der Totwinkelassistent mit Ausparkassisten-
ten kann über das Menü Assistenten im
236
Fahrerassistenzsysteme
Display des Kombiinstruments mittels der
B edienel
ement
e am Lenkrad ein- oder ausge-
schaltet werden. Bei Fahrzeugen, die mit
Multifunktionskamera ausgestattet sind, ist
dies auch mit der Taste für Fahrerassistenz-
systeme am Hebel für Fernlicht möglich.
Menü Assistenten öffnen.
● Totwinkelassistent
● Au
sparkassistent
Ist
das Kästchen im Kombiinstrument mar-
kiert , schaltet sich die Funktion bei Betäti-
gung der Zündung automatisch ein.
Sobald der Totwinkelassistent betriebsbereit
ist, wird dies durch kurzzeitiges Erscheinen
der Anzeigen in den Außenspiegeln bestä-
tigt.
Die letzte vorgenommene Einstellung bleibt
nach erneuter Betätigung der Zündung erhal-
ten.
Hat sich der Totwinkelassistent automatisch
deaktiviert, kann er nur durch Aus- und Wie-
dereinschalten der Zündung erneut aktiviert
werden.
Automatische Deaktivierung des Totwinke-
lassistenten (BSD)
Die Radarsensoren des Totwinkelassistenten
mit Ausparkassistenten deaktivieren sich au-
tomatisch, wenn, unter anderem, eine ständi-
ge Abdeckung eines der Sensoren erkannt wird. Dies kann zum Beispiel auftreten, wenn
die Sensor
en mit Schnee oder Eis bedeckt
sind.
In diesem Fall erscheint eine Meldung im Dis-
play des Kombiinstruments.
Fahren mit Anhänger
Der Totwinkelassistent und der Ausparkassis-
tent deaktivieren sich automatisch und kön-
nen nicht aktiviert werden, wenn ein Anhän-
ger oder Ähnliches an die werkseitige Anhän-
gerkupplung elektrisch angeschlossen ist.
Sobald der Fahrer die Fahrt mit einem elekt-
risch an das Fahrzeug angeschlossenen An-
hänger beginnt, erscheint eine Meldung im
Display des Kombiinstruments, in dem der
Fahrer über die Deaktivierung des Totwinke-
lassistenten und des Ausparkassistenten in-
formiert wird. Nachdem der Anhänger vom
Fahrzeug abgekoppelt worden ist, können
der Totwinkelassistent und der Ausparkassis-
tent wieder verwendet werden, in dem sie im
entsprechenden Menü aktiviert werden.
Ist die Anhängevorrichtung nicht werkseitig
montiert worden, müssen der Totwinkelassis-
tent und der Ausparkassistent bei einer Fahrt
mit Anhänger manuell deaktiviert werden. SEAT Fahrmodi (SEAT Drive Pro-
file)*
Einführu
ng SEAT Drive Profile ermöglicht dem Fahrer die
Ausw
ah
l aus vier Profilen oder Modi, Nor-
mal , Sport , Eco und Individuell , die
das Verhalten verschiedener Fahrzeugfunkti-
onen ändern und auf diese Weise unter-
schiedliche Fahrerlebnisse vermitteln.
Das Profil Individuell hingegen bietet die
Möglichkeit, persönliche Präferenzen einzu-
stellen. Die anderen Profile sind festgelegt.
Beschreibung Je nach Ausstattung des Fahrzeugs hat der
S
EA
T Driv
e Profile Auswirkungen auf folgende
Funktionen:
Motor
Abhängig vom gewählten Profil reagiert der
Motor spontaner oder harmonischer auf die
Betätigung des Gaspedals. Zudem schaltet
sich bei Wahl von Eco automatisch die Start-
Stopp-Funktion ein.
Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe wer-
den die Schaltpunkte in niedrigere oder hö-
here Drehzahlbereiche verlegt. Der Modus »
237
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Bedienung
Funktionsweise und Bedienung Abb. 208
Im Display des Kombiinstruments:
S ymbo
l
der Müdigkeitserkennung. Die Müdigkeitserkennung ermittelt zu Beginn
einer F
ahr
t
das Fahrverhalten des Fahrers
und berechnet daraus eine Müdigkeitsein-
schätzung. Diese wird ständig mit dem aktu-
ellen Fahrverhalten verglichen. Erkennt das
System eine Müdigkeit des Fahrers, warnt es
akustisch mit einem Warnton und optisch im
Display des Kombiinstruments durch ein
Symbol ››› Abb. 208 in Verbindung mit einer
ergänzenden Textmeldung. Die Meldung im
Display des Kombi-Instruments wird für etwa
5 Sekunden angezeigt und ggf. einmal wie-
derholt. Die zuletzt erfolgte Meldung wird
vom System gespeichert.
Die Meldung im Display des Kombiinstru-
ments kann durch Drücken der Taste im Scheibenwischerhebel bzw. der Taste
im Multifunktionslenkrad ausgeschaltet wer-
den
››
›
Seite 36. Über die Multifunktionsanzeige
›››
Sei-
te 36 kann die Meldung im Display des Kom-
bi-Instruments erneut aufgerufen werden.
Betriebsbedingungen
Das Fahrverhalten wird nur bei Geschwindig-
keiten über etwa 65 km/h (40 mph) bis etwa
200 km/h (125 mph) ausgewertet.
Ein- und Ausschalten
Die Müdigkeitserkennung kann im System
Easy Connect über die Taste und die
F u
nktion
sfläche SETUP ein- oder ausgeschal-
t et
w
erden ››› Seite 122. Ein „Häkchen“ kenn-
zeichnet eine aktivierte Einstellung.
Funktionseinschränkungen
Die Müdigkeitserkennung hat systembeding-
te Grenzen. Folgende Bedingungen können
dazu führen, dass die Müdigkeitserkennung
nur eingeschränkt oder gar nicht funktioniert:
● Bei Geschwindigkeiten von unter 65 km/h
(40 mph).
● Bei Geschwindigkeiten von über 200 km/h
(125 mph).
● Bei kurvigen Strecken.
● Bei schlechten Straßen.
● Bei ungünstigen Wetterbedingungen.
● Bei sportlicher Fahrweise.
● Bei starker Ablenkung des Fahrers. Die Müdigkeitserkennung wird zurückge-
setzt, wenn s
ich das Fahrzeug länger als 15
Minuten im Stillstand befindet, die Zündung
ausgeschaltet wird oder der Fahrer den Si-
cherheitsgurt gelöst und die Tür geöffnet hat.
Bei einer längeren langsamen Fahrt (unter 65
km/h (40 mph)) wird die Einschätzung der
Müdigkeit vom System automatisch zurück-
gesetzt. Bei anschließendem schnellerem
Fahren wird das Fahrverhalten erneut berech-
net.
Parklenkassistent (Park As-
sis
t)*
Einleitung zum Thema Der Parklenkassistent ist eine Zusatzfunktion
de
s
P
arkPilot ››› Seite 249 und unterstützt
den Fahrer wie folgt:
● eine geeignete Parklücke finden,
● eine Einparkweise auswählen,
● beim rückwärts Einparken in eine geeigne-
te Läng
s- und Querparklücke,
● beim vorwärts Einparken in eine geeignete
Querparklüc
ke,
● beim vorwärts Ausparken aus einer Läng-
spark
lücke.
240
Fahrerassistenzsysteme
Bei Fahrzeugen mit Parklenkassistent und
w erk
seitig
em Radio werden der vordere, hin-
tere und die seitlichen Bereiche dargestellt
und die Position der Hindernisse zum Fahr-
zeug angezeigt.
Der Parklenkassistent unterliegt bestimmten
Begrenzungen, die Bestandteil des Systems
sind und die Benutzung erfordert eine beson-
dere Aufmerksamkeit des Fahrers ››› .
ACHTUNG
Die intelligente Technologie des Parklenkas-
si s
tenten kann die physikalisch vorgegebe-
nen Grenzen nicht überwinden und funktio-
niert nur innerhalb der Systemgrenzen. Das
erhöhte Komfortangebot durch den Parklen-
kassistenten darf niemals dazu verleiten, ein
sicherheitsbedenkliches Risiko einzugehen.
Das System kann die Aufmerksamkeit des
Fahrers nicht ersetzen.
● Jede unbedachte Bewegung des Fahrzeugs
kann sc
hwere Verletzungen verursachen.
● Passen Sie die Geschwindigkeit und den
Fahrs
til immer an die Sicht-, Wetter-, Fahr-
bahn- und Verkehrsverhältnisse an.
● Bestimmte Oberflächen von Gegenständen
und Kleidu
ng können die Signale von Ultra-
schallsensoren nicht reflektieren. Das System
kann diese Gegenstände oder Personen, die
solche Kleidungsstücke tragen, nicht erfas-
sen oder nicht richtig erkennen.
● Die Signale der Ultraschallsensoren können
durch äußer
e Schallquellen beeinflusst wer- den. Unter bestimmten Umständen kann dies
verhindern, d
a
ss die Anwesenheit von Perso-
nen oder Objekte erkannt wird.
● Die Sensoren haben tote Bereiche, in denen
weder Per
sonen noch Objekte erfasst werden
können.
● Behalten Sie das Umfeld des Fahrzeugs
stet
s unter Kontrolle, da die Ultraschallsen-
soren kleine Kinder, Tiere und bestimmte Ge-
genstände nicht in allen Situationen erfas-
sen. ACHTUNG
Ein schnelles Drehen des Lenkrads beim Ein-
oder Aus p
arken mit dem Parklenkassistenten
kann schwere Verletzungen verursachen.
● Halten Sie beim Ein- und Ausparkmanöver
nicht d
as Lenkrad fest, bis das System Sie
nicht dazu auffordert. Wenn Sie es tun, wird
das System während des Vorgangs deakti-
viert und dadurch das Einparken abgebro-
chen. VORSICHT
● Unter be s
timmten Umständen erkennen die
Ultraschallsensoren nicht die Gegenstände
wie, zum Beispiel, Anhängerdeichseln, Stan-
gen, Zäune, Pfosten oder feine Bäume, oder
eine geöffnete oder sich gerade öffnende Ge-
päckraumklappe, was zu Beschädigungen
des Fahrzeugs führen kann.
● Einige Zubehörteile, die später am Fahr-
zeug montiert
wurden, wie ein Fahrradträger, können die Funktion des Parklenkassistenten
beeinträchtig
en u
nd zu Beschädigungen füh-
ren.
● Der Parklenkassistent orientiert sich an ge-
parkten F
ahrzeugen, Bordsteinen und ande-
ren Gegenständen. Achten Sie darauf, dass
die Reifen und die Felgen beim Einparken
nicht beschädigt werden. Unterbrechen Sie
notfalls rechtzeitig den Einparkvorgang, um
Beschädigungen am Fahrzeug zu vermeiden.
● Die Ultraschallsensoren des Stoßfängers
können durc
h Stöße beschädigt werden, bei-
spielsweise beim Ein- oder Ausparken.
● Wenn Sie zur Reinigung der Ultraschallsen-
soren Hochdruc
kgeräte oder Dampf verwen-
den, nicht direkt auf diese halten und immer
einen Abstand von mehr als 10 cm einhalten.
● Falls die Größe des vorn angebrachten
Kennz
eichens oder Kennzeichenträgers den
dafür vorgesehenen Bereich übersteigt oder
ein Kennzeichen verbogen oder verformt ist,
können:
– Erkennungsfehler auftreten.
– die Sensoren in ihrer Sichtweite beein-
trächtigt werden.
– der Einparkvorgang abgebrochen werden
oder ein fehlerhaftes Einparken erfolgen.
● Bei Ausfall einer der Ultraschallsensoren
wird der ent
sprechende Bereich dieser Sen-
sorengruppe (vorne oder hinten) deaktiviert
und kann erst wieder aktiviert werden, wenn
die Störung behoben wurde. Die Sensoren
des anderen Stoßfängers können aber ganz
normal weiterverwendet werden. Bei einer » 241
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Bedienung
Störung des Systems suchen Sie einen Fach-
betrieb auf
.
SEAT empfiehlt dazu einen SEAT-
Händler aufzusuchen. Hinweis
● Um die k orrekt
e Funktion des Systems zu
garantieren, die Ultraschallsensoren in den
Stoßfängern sauber, schnee- und eisfrei hal-
ten und nicht durch Aufkleber oder andere
Gegenstände abdecken.
● Gewisse Geräuschquellen, wie rauer As-
phalt
oder Kopfsteinpflaster, und das Ge-
räusch anderer Fahrzeuge können dazu ver-
leiten, dass der Parklenkassistent oder der
ParkPilot falsche Warnungen ausgibt.
● Um sich mit dem System und dessen Funk-
tionen ver
traut zu machen, empfiehlt SEAT
die Bedienung des Parklenkassistenten an ei-
nem verkehrsberuhigten Ort oder Parkplatz
zu üben. Beschreibung des Parklenkassisten-
t
en Abb. 209
In der Mittelkonsole: Taste zum Ein-
s c
h
alten des Parklenkassistenten. Die Bestandteile des Parklenkassistenten
s
ind die Ultr
a
schallsensoren, die sich an den
vorderen und hinteren Stoßfängern befinden,
die Taste
› ›
› Abb
. 209 zum Ein- und Aus-
schalten des Systems und die Bildschirman-
zeigen im Kombiinstrument.
Vorzeitiges Beenden oder automatischer Ab-
bruch der Ein- und Ausparkvorgänge
Der Parklenkassistent beendet die Ein- und
Ausparkvorgänge, wenn einer der folgenden
Fälle eintritt:
● Taste wird gedrückt.
● Die Geschwindigkeit ist schneller als etwa
7 km/h (4 mph).
● Der Fahrer greift in die Lenkung ein. ●
Der Einp
ark
vorgang wurde nicht innerhalb
von etwa 6 Minuten seit Aktivierung des au-
tomatischen Lenkeingriffs abgeschlossen.
● Es liegt eine Systemstörung vor (System vo-
rübergehend nic
ht verfügbar).
● ASR wird ausgeschaltet.
● Die ASR oder das ESC greifen regelnd ein.
● Die Fahrertür wird geöffnet.
Um den Vor
gang erneut zu starten, darf kei-
ner dieser Fälle vorliegen. Die Taste er-
neut drüc
k
en.
Besonderheiten
Der Parklenkassistent unterliegt bestimmten
Begrenzungen, die Bestandteil des Systems
sind. So ist z. B. weder das Ein- noch das
Ausparken in engen Kurven mit der Unterstüt-
zung des Parklenkassistenten möglich.
Beim Ein- und Ausparken ertönt ein kurzer
Ton, um den Fahrer zum Wechsel zwischen
Vorwärts- und Rückwärtsfahren aufzufordern.
Sollte dieser Ton nicht erfolgen, wird der
Gangwechsel im Park Pilot angezeigt, wenn
der Dauerton (Gegenstand bei ≤30 cm) er-
tönt.
Wenn der Parklenkassistent die Lenkung im
Stand dreht, erscheint am Display des Kom-
biinstruments zusätzlich das Symbol .
Bremspedal treten, damit die Lenkbewegung
242
Fahrerassistenzsysteme
im Stillstand erfolgt und die Anzahl der benö-
tig t
en P
arkzüge in der Lücke so gering wie
möglich ist.
Fahren mit Anhänger
Der Parklenkassistent kann nicht eingeschal-
tet werden, wenn die werkseitig montierte Anhängevorrichtung
››› Seite 259 elektrisch
mit einem Anhänger verbunden ist.
Nach einem Radwechsel
Wenn nach einem Radwechsel das Fahrzeug
nicht mehr korrekt ein- oder ausparken lässt,
kann es daran liegen, dass der Radumfang unterschiedlich ist und das System den neu-
en Radumf
ang erlernen muss. Das Erlernen
erfolgt automatisch beim Fahren. Durch lang-
sames Kurvenfahren (unter 20 km/h bzw. 12
mph) kann der Lernprozess unterstützt wer-
den ››› in Einleitung zum Thema auf Sei-
t e 241
.
243
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit