Page 57 of 110

WICHTIGE FAHR- UND BEDIENUNGSHINWEISE
5-3
5
Die Gänge können entweder mit dem Fuß-
schalthebel oder dem Handschalthebel ein-
gelegt werden. Der Handschalthebel muss
vor der Benutzung durch Drücken des
Handschaltungs-Kontrollhebels aktiviert
werden. Siehe Seite 3-17 zur Benutzung
des Fußschalthebels und die Seiten 3-17
und 3-18 zur Benutzung des Handschalthe-
bels.
Die Abbildung zeigt die Lage der Gänge.HINWEISUm das Getriebe auf Leerlauf zu schalten,
muss der Fußschalthebel oder die
Seite“” des Handschalthebels wiederholt
gedrückt werden, bis die Leerlauf-Kontroll-
leuchte aufleuchtet.ACHTUNG
GCA15530
Auch wenn das Getriebe im Leer-
lauf ist, nicht über einen längeren
Zeitraum mit ausgeschaltetem Mo-
tor im Leerlauf laufen lassen und
das Fahrzeug nicht über lange Stre-
cken schieben. Das Getriebe wird
nur ausreichend geschmiert, wenn
der Motor läuft. Unzureichende
Schmierung kann das Getriebe be-
schädigen.
Beim Wechseln der Gänge den
Gashebel immer in die geschlosse-
ne Stellung zurück bringen, um eine
Beschädigung des Motors, des Ge-
triebes und der Kraftübertragung zu
vermeiden, da diese gewaltsamem
Schalten nicht standhalten können.
HINWEIS
Beim Schalten vom Leerlauf in den
ersten Gang muss die Motordrehzahl
unter ca. 1300 U/min liegen und der
Seitenständer muss hochgeklappt
sein.
Hochschalten bei zu niedrigen Motor-
drehzahlen ist nicht möglich.
Herunterschalten bei zu hohen Motor-
drehzahlen ist nicht möglich.
GAU16810
Tipps zum Kraftstoffsparen Der Kraftstoffverbrauch des Motors kann
durch die Fahrweise stark beeinflusst wer-
den. Folgende Ratschläge helfen, unnöti-
gen Benzinverbrauch zu vermeiden:
Beim Beschleunigen früh in den
nächsten Gang schalten und hohe
Drehzahlen vermeiden.
Zwischengas beim Herunterschalten
und unnötig hohe Drehzahlen ohne
Last vermeiden.
Bei längeren Standzeiten in Staus, vor
Ampeln oder Bahnschranken den Mo-
tor am besten abschalten.
U1DAG0G0.book Page 3 Thursday, January 14, 2010 7:16 PM
Page 58 of 110

WICHTIGE FAHR- UND BEDIENUNGSHINWEISE
5-4
5
GAU16841
Einfahrvorschriften Die ersten 1600 km (1000 mi) sind aus-
schlaggebend für die Leistung und Lebens-
dauer des neuen Motors. Darum sollten die
nachfolgenden Anweisungen sorgfältig ge-
lesen und genau beachtet werden.
Der Motor ist fabrikneu und darf während
der ersten 1600 km (1000 mi) nicht zu stark
beansprucht werden. Die verschiedenen
Teile des Motors spielen sich selbst in das
richtige Betriebsspiel ein. Hohe Drehzah-
len, längeres Vollgasfahren und andere Be-
lastungen, die den Motor stark erhitzen,
sind während dieser Periode zu vermeiden.
GAU17123
0–1000 km (0–600 mi)
Dauerdrehzahlen über 4500 U/min vermei-
den. ACHTUNG: Nach 1000 km (600 mi)
müssen das Motoröl und das Achsge-
triebeöl sowie die Ölfilterpatrone bzw.
der Filtereinsatz gewechselt werden.
[GCA10332]
1000–1600 km (600–1000 mi)
Dauerdrehzahlen über 5400 U/min vermei-
den.Nach 1600 km (1000 mi)
Das Fahrzeug kann jetzt voll ausgefahren
werden.
ACHTUNG
GCA10310
Drehzahlen im roten Bereich grund-
sätzlich vermeiden.
Bei Motorstörungen während der
Einfahrzeit das Fahrzeug sofort von
einer Yamaha-Fachwerkstatt über-
prüfen lassen.
GAU40582
Parken Zum Parken den Motor durch Drehen des
Zündschlosses auf “OFF” ausstellen, da-
nach den Schlüssel abziehen.HINWEI
S
Wird das Zündschloss auf “OFF” gedreht
und es ist ein Gang eingelegt, kann das Hin-
terrad nicht bewegt werden.
WARNUNG
GWA14522
Den Motor immer mit dem Zünd-
schloss abstellen. Wenn in einem
Notfall der Motorstoppschalter be-
nutzt worden ist, müssen Sie bei
noch eingeschaltetem Zündschloss
die Vorder- oder Hinterradbremse
betätigen, da einige Sekunden nach
dem Abstellen des Motors automa-
tisch ausgekuppelt wird und das
Hinterrad dann frei dreht.
Motor und Auspuffanlage können
sehr heiß werden. Deshalb so par-
ken, dass Kinder oder Fußgänger
die heißen Teile nicht versehentlich
berühren und sich verbrennen kön-
nen.
Das Fahrzeug nicht auf abschüssi-
gem oder weichem Untergrund ab-
stellen, damit es nicht umfallen
U1DAG0G0.book Page 4 Thursday, January 14, 2010 7:16 PM
Page 59 of 110
WICHTIGE FAHR- UND BEDIENUNGSHINWEISE
5-5
5
kann. Sonst besteht durch austre-
tenden Kraftstoff erhöhte Brandge-
fahr.
Nicht in der Nähe von Gras oder an-
deren leicht brennbaren Stoffen
parken, die in Brand geraten kön-
nen.
U1DAG0G0.book Page 5 Thursday, January 14, 2010 7:16 PM
Page 60 of 110

REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
6-1
6
GAU17241
Regelmäßige Inspektionen, Einstellungen
und Schmierung gewährleisten maximale
Fahrsicherheit und einen optimalen Zu-
stand Ihres Fahrzeugs. Der Fahrzeughal-
ter/Fahrer ist für die Sicherheit selbst ver-
antwortlich. Auf den folgenden Seiten
werden die wichtigsten Inspektionspunkte,
Einstellungen und Schmierstellen des Fahr-
zeugs angegeben und erläutert.
Die in der Tabelle empfohlenen Zeitabstän-
de für Wartung und Schmierung sollten le-
diglich als Richtwerte für den Normalbetrieb
angesehen werden. Je nach Wetterbedin-
gungen, Gelände, geographischem Ein-
satzort und persönlicher Fahrweise müssen
die Wartungsintervalle möglicherweise ver-
kürzt werden.
WARNUNG
GWA10321
Ohne die richtige Wartung des Fahr-
zeugs oder durch falsch ausgeführte
Wartungsarbeiten erhöht sich die Ge-
fahr von Verletzungen, auch mit Todes-
folge, während der Wartung und der Be-
nutzung des Fahrzeugs. Wenn Sie nicht
mit der Fahrzeugwartung vertraut sind,
beauftragen Sie einen Yamaha-Händler
mit der Wartung.
WARNUNG
GWA15121
Schalten Sie, wenn keine anderslauten-
den Anweisungen angegeben sind, den
Motor zur Durchführung von Wartungs-
arbeiten aus.
Ein laufender Motor hat bewegliche
Teile, die Körperteile oder Kleidung
erfassen und mitreißen können
oder elektrische Teile, die Strom-
schläge oder Brand verursachen
können.
Ein während Wartungsarbeiten lau-
fender Motor kann Augenverletzun-
gen, Verbrennungen, Feuer oder
Kohlenmonoxid-Vergiftungen ver-
ursachen – möglicherweise mit To-
desfolge. Weitere Informationen zu
Kohlenmonoxid siehe Seite 1-1.
GAU17361
Bordwerkzeug Das Bordwerkzeug befindet sich unter dem
Fahrersitz. (Siehe Seite 3-23.)
Die in diesem Handbuch enthaltenen Infor-
mationen zur Wartung und das Bordwerk-
zeug sollen Ihnen bei der Durchführung von
vorbeugenden Wartungsarbeiten und klei-
neren Reparaturen behilflich sein. Gewisse
Arbeiten und Einstellungen erfordern je-
doch zusätzliches Werkzeug wie z. B. einen
Drehmomentschlüssel.HINWEISFalls das für die Wartung notwendige Werk-
zeug nicht zur Verfügung steht und Ihnen
die Erfahrung für bestimmte Wartungsar-1. Bordwerkzeug
U1DAG0G0.book Page 1 Thursday, January 14, 2010 7:16 PM
Page 61 of 110
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
6-2
6
beiten fehlt, lassen Sie die Wartungsarbei-
ten von einer Yamaha-Fachwerkstatt aus-
führen.
U1DAG0G0.book Page 2 Thursday, January 14, 2010 7:16 PM
Page 62 of 110

REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
6-3
6
GAU46861
HINWEIS
Die Jahresinspektion kann ausbleiben, wenn stattdessen eine Inspektion, basierend auf den gefahrenen Kilometern bzw.
für UK den gefahrenen Meilen, durchgeführt wird.
Ab 50000 km (30000 mi) sind die Wartungsintervalle alle 10000 km (6000 mi) zu wiederholen.
Die mit einem Sternchen markierten Arbeiten erfordern Spezialwerkzeuge, besondere Daten und technische Fähigkeiten und sollten
daher von einer Yamaha-Fachwerkstatt ausgeführt werden.
GAU46910
Tabelle für regelmäßige Wartung des Abgas-Kontrollsystems NR. PRÜFPUNKTKONTROLLE ODER WARTUNGS-
ARBEITKILOMETERSTAND
JAHRES-
KONTROL-
LE 1000 km
(600 mi)10000 km
(6000 mi)20000 km
(12000 mi)30000 km
(18000 mi)40000 km
(24000 mi)
1*KraftstoffleitungKraftstoffschläuche auf Risse
oder Beschädigung kontrollieren.√√√√√
2*ZündkerzenZustand kontrollieren.
Reinigen und Abstand neu ein-
stellen.√√
Ersetzen.√√
3*Ve n til eVentilspiel kontrollieren.
Einstellen.Alle 40000 km (24000 mi)
4*Kraftstoff-Einsprit-
zungMotor-Leerlaufdrehzahl und Syn-
chronisierung einstellen.√√√√√√
5*Schalldämpfer und
KrümmerDie Schlauchschelle(n) auf guten
Sitz überprüfen.√√√√√
U1DAG0G0.book Page 3 Thursday, January 14, 2010 7:16 PM
Page 63 of 110
REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
6-4
6
6*LuftansaugsystemDas Luftunterbrechungsventil,
das Zungenventil und den
Schlauch auf Beschädigung kon-
trollieren.
Ggf. beschädigte Teile ersetzen.√√√√√ NR. PRÜFPUNKTKONTROLLE ODER WARTUNGS-
ARBEITKILOMETERSTAND
JAHRES-
KONTROL-
LE 1000 km
(600 mi)10000 km
(6000 mi)20000 km
(12000 mi)30000 km
(18000 mi)40000 km
(24000 mi)
U1DAG0G0.book Page 4 Thursday, January 14, 2010 7:16 PM
Page 64 of 110

REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
6-5
6
GAU1770C
Allgemeine Wartungs- und Schmiertabelle NR. PRÜFPUNKTKONTROLLE ODER WARTUNGS-
ARBEITKILOMETERSTAND
JAHRES-
KONTROL-
LE 1000 km
(600 mi)10000 km
(6000 mi)20000 km
(12000 mi)30000 km
(18000 mi)40000 km
(24000 mi)
1*LuftfiltereinsatzReinigen.√√
Ersetzen.√√
2*YCC-S-KupplungDas Fahrzeug auf ordnungsge-
mäßen Betrieb, Flüssigkeitsstand
und auf Lecks überprüfen.√√√√√
3*VorderradbremseDas Fahrzeug auf ordnungsge-
mäßen Betrieb, Flüssigkeitsstand
und auf Lecks überprüfen.√√√√√√
Scheibenbremsbeläge ersetzen. Bei Abnutzung bis zum Grenzwert
4*HinterradbremseDas Fahrzeug auf ordnungsge-
mäßen Betrieb, Flüssigkeitsstand
und auf Lecks überprüfen.√√√√√√
Scheibenbremsbeläge ersetzen. Bei Abnutzung bis zum Grenzwert
5*BremsschläucheAuf Risse oder Beschädigung
kontrollieren.√√√√√
Ersetzen. Alle 4 Jahre
6*RäderRundlauf prüfen und auf Beschä-
digung kontrollieren.√√√√
7*ReifenProfiltiefe prüfen und auf Beschä-
digung kontrollieren.
Ersetzen, falls nötig.
Luftdruck kontrollieren.
Korrigieren, falls nötig.√√√√√
8*RadlagerDas Lager auf Lockerung oder
Beschädigung kontrollieren.√√√√
U1DAG0G0.book Page 5 Thursday, January 14, 2010 7:16 PM