KORREKTER GEBRAUCH DES FAHRZEUGS
178
Bei montierten
Schneeketten die
Geschwindigkeit
mäßigen, 50 km/h nicht über-
schreiten. Schlaglöcher meiden, nicht
auf Stufen oder Gehsteige oder auf
langen, schneefreien Strecken fah-
ren, um das Fahrzeug und den
Straßenbelag nicht zu beschädigen.
Es ist weiterhin zu beachten, dass
bei montierten Ketten sich der
Bremsweg verlängert.
LÄNGERE
AUSSERBETRIEBSETZUNG
DES FAHRZEUGS
Wird das Fahrzeug für längere Zeit still-
gelegt, sind folgende Vorsichtsmaßregeln zu
beachten:
– Das Fahrzeug in einem überdachten,
trockenen und möglichst durchlüfteten Raum
abstellen.
– Einen Gang einlegen.
– Sich vergewissern, dass die Handbrem-
se gelöst ist.
– Lackflächen sind zu säubern und mit
Schutzwachs zu bestreichen.
– Blanke Metallteile mit den handelsübli-
chen Produkten reinigen und schützen.
– Die Windschutz- und Heckscheiben-Wi-
schgummis mit Talkum behandeln und von
der Scheibe abheben.
– Die Fenster ein wenig öffnen.
– Die Reifen mit einem um 0,5 bar höhe-
ren Fülldruck als vorgeschrieben aufpumpen,
möglichst auf Holzplanken fahren und pe-
riodisch den Reifenfülldruck kontrollieren.
– Die elektronische Diebstahlsicherung
nicht einschalten.– Die Klemme vom Minuspol der Batte-
rie abnehmen und den Ladestand der Bat-
terie überprüfen. Diese Kontrolle muss
während der Fahrzeugstilllegung alle drei
Monate wiederholt werden. Die Batterie
nachladen, wenn der optische Anzeiger (wo
worgesehen) eine dunkle Färbung ohne grü-
nen Mittelbereich aufweist.
– Die Motorkühlanlage nicht entleeren.
– Das Fahrzeug mit einer Plane aus Stoff
oder aus perforiertem Kunststoff abdecken.
Keine Planen aus kompaktem Kunststoff
verwenden, da sie das Verdunsten der auf
der Fahrzeugoberfläche vorhandenen Luft-
feuchtigkeit verhindern. Auf das Notrad können
keine Schneeketten montiert
werden. Bei einer Panne an
einem Vorderrad (Antriebsrad) und
wenn Schneeketten notwendig sind,
kann von der Hinterachse ein nor-
males Rad abmontiert (und soweit
möglich der Reifenfülldruck an den
vorgeschriebenen Wert angepasst)
und das Notrad an seiner Stelle mon-
tiert werden. Da somit vorne wie-
der zwei normale Räder montiert
sind, dürfen Schneeketten verwen-
det werden und das Problem konn-
te im Notfall gelöst werden.
Bei montierten Schnee-
ketten empfiehlt sich die
Ausschaltung des ASR-Sy-
stems. Druck auf die Taste ASROFF,
die Led auf der Taste leuchtet.
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IM NOTFALL
180
ANLASSEN
MIT HILFSBATTERIE
Bei entladener Batterie (bei Batterien mit
optischer Standanzeige: dunkle Färbung oh-
ne grünen Mittelbereich) kann der Motor mit
einer Fremdbatterie mit gleicher bzw. leicht
größerer Kapazität gegenüber der entla-
denen Batterie angelassen werden.
Für den Anlassvorgang gehen Sie so vor
(Abb. 1):
1) Den Schutzdeckel auf dem Pluspol der
Batterie durch Druck auf die Öffnungszun-
gen (auf der Vorderseite) abnehmen, dann
die Plusklemmen (das +Zeichen befindet
sich nahe der Klemme) der beiden Batteri-
en mit einem Kabel verbinden.
2) Mit dem zweiten Kabel die Minusklem-
me (–) der Fremdbatterie mit einem Er-
dungspunkt
Eauf dem Motor oder dem Ge-
triebe des zu startenden Fahrzeugs verbinden.ZUR BEACHTUNGDie beiden Minus-
klemmen der Batterien dürfen nicht direkt
miteinander verbunden werden: eventuelle
Funken könnten das aus der Batterie aus-
tretende Knallgas entzünden. Befindet sich
die Hilfsbatterie in einem anderen Fahrzeug,
so muss verhindert werden, dass zwischen
diesem und dem Fahrzeug mit der entla-
denen Batterie versehentlich Metallteile ei-
nen Kontakt herstellen.
3) Den Motor anlassen.
4) Nach Start des Motors können die Ka-
bel entfernt werden, und zwar in umge-
kehrter Reihenfolge.
Springt der Motor nach einigen Anlassvor-
gängen nicht an, bestehen Sie nicht weiter
auf nutzlosen Versuchen, sondern wenden
sich an das Autorisierten Alfa Romeo Kun-
dendienstnetz.
Abb. 1
A0A0149b
Dieser Anlassvorgang
kann nur durch Fachperso-
nal ausgeführt werden, da
durch falsches Handeln elektrischer
Funkenschlag starker Intensität
entstehen kann. Die Batterieflüs-
sigkeit ist giftig und korrosiv, ver-
meiden Sie die Berührung mit Haut
und Augen. Darüber hinaus wird
empfohlen, sich nicht mit offenem
Feuer oder brennenden Zigaretten
der Batterie zu nähern und Fun-
kenbildung zu vermeiden.
Die Benutzung von Batte-
rieladegeräten absolut für
den Notstart vermeiden.
Hierdurch könnten die elektroni-
schen Systeme und im Besonderen
die Elektronik für Zündung und
Versorgung beschädigt werden.
179-215 Alfa GT Q2 TED 7-07-2008 14:04 Pagina 180
IM NOTFALL
181
ANLASSEN
DURCH ANSCHLEPPEN,
ANSCHIEBEN USW.
Ist das Fahrzeug mit dem “Fix&Go Rei-
fenschnellreparaturkit” ausgestattet, siehe
die betreffenden Anweisungen im nachfol-
genden Kapitel.
ALLGEMEINE HINWEISE
Als Reserverad kann alternativ zum FIX
& GO (auf Wunsch) ein Kleinrad oder Re-
serverad normaler Dimension geliefert wer-
den. Ein Reifenwechsel und die korrekte Ver-
wendung des Wagenhebers erfordern die
Beachtung einiger Vorsichtsmaßregeln, die
nachstehend aufgeführt sind.
BEI EINER REIFENPANNE
Das Anlassen durch An-
schieben, Anschleppen oder
durch Ausnutzen von Ge-
fällen ist unbedingt zu vermeiden.
Bei solchen Vorgängen kann Kraft-
stoff in den Katalysator gelangen
und ihn irreparabel beschädigen.
Erst nach Start des Mo-
tors funktioniert die Ser-
vobremse und die elektri-
sche Servolenkung. Es ist deshalb
auf das Bremspedal und Lenkrad
bedeutend mehr Kraft als üblich an-
zuwenden.
Das stehende Fahrzeug
nach den geltenden Vor-
schriften markieren: Warn-
blinklicht, Warndreieck usw.
Es ist ratsam, dass die Passagie-
re aus dem Fahrzeug aussteigen
und entfernt von den Gefahren des
Straßenverkehrs den Radwechsel
abwarten.
Auf abschüssiger Straße oder bei
ungleichmäßigem Boden Keile oder
andere zum Blockieren des Fahr-
zeugs geeignete Gegenstände vor
bzw. hinter die Räder legen.
Nie den Motor starten,
wenn das Fahrzeug aufge-
bockt ist.
Bei Anhängebetrieb muss zuerst
der Anhänger abgehängt und dann
das Fahrzeug angehoben werden.
Das Notrad ist spezifisch für das
Fahrzeug, es kann nicht auf ande-
ren Fahrzeugen oder Modellen ver-
wendet werden, noch können Not-
räder anderer Modelle am eigenen
Fahrzeug angebracht werden.
Bei eventuellem Ersatz des be-
nutzten Radtyps (Leichtmetallfel-
gen statt Stahlfelgen) muss die
komplette Serie Befestigungsbol-
zen durch andere geeigneter Ab-
messung ersetzt werden.
Das Reserverad ist schmaler als
die normalen Räder, es kann nur
für das Anfahren eines Reifenre-
paraturdienstes für die Reparatur
des Reifens benutzt werden und
die Fahrgeschwindigkeit sollte da-
bei 80 km/h nicht überschreiten.
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IM NOTFALL
182
Am Notrad ist ein Aufkle-
ber angebracht, auf dem
die wichtigsten Hinweise
für Gebrauch des Notrads aufge-
führt sind bzw. die entsprechenden
Verbote. Der Aufkleber darf auf
keinen Fall entfernt oder abgedeckt
werden. Auf dem Aufkleber steht
in vier Sprachen:
ACHTUNG! NUR FÜR KURZ-
STRECKEN! 80 km/h MAX! SO-
BALD ALS MÖGLICH DURCH DAS
STANDARDRAD ERSETZEN. DIESEN
HINWEIS NICHT ÜBERDECKEN.
Auf das Notrad darf absolut kei-
ne Radkappe aufgesetzt werden.
Mit montiertem Notrad ändern
sich die Fahreigenschaften. Ver-
meiden Sie Kavalierstarts, schar-
fes Bremsen, schnelle Lenkmanöver
und schnelle Kurvenfahrt.Die gesamte Lebensdauer
des Notrades beträgt ca.
3000 km, danach ist der
Reifen durch einen neuen des glei-
chen Typs zu ersetzen.
Niemals einen herkömmlichen Rei-
fen auf eine Notradfelge montie-
ren. Das ersetzte Rad so schnell
wie möglich reparieren und mon-
tieren lassen.
Der gleichzeitige Einsatz von zwei
oder mehreren Noträdern ist nicht
zulässig.
Die Gewinde der Radbolzen vor
dem Einschrauben nicht schmieren:
sie könnten sich von selbst lockern.
Der Wagenheber dient nur für den
Reifenwechsel an dem Fahrzeug, in
dem er sich befindet oder an einem
Fahrzeug des gleichen Modells. An-
dere Benutzungsarten, wie zum
Beispiel das Anheben von anderen
Fahrzeugmodellen, sind unbedingt
zu unterlassen. Er darf in keinem
Fall für Reparaturen unter dem
Fahrzeug benutzt werden.
Bei nicht korrekt positioniertem
Wagenheber kann das angehobe-
ne Fahrzeug herunterfallen.
Den Wagenheber nicht für höhe-
re als auf seinem Etikett angege-
bene Lasten benutzen.Das Notrad darf nicht mit
Schneeketten versehen
werden. Müssen bei einer
Panne am Vorderrad (Antriebsrad)
Schneeketten aufgezogen werden,
kann das Notrad an Stelle eines Hin-
terrads montiert werden und dieses
an der Vorderachse. In dieser Wei-
se sind vorn zwei normale Räder
montiert und es dürfen Schneeket-
ten verwendet werden, wodurch
das Problem gelöst wurde.
Auf gar keinen Fall Eingriffe am
Reifenfüllventil vornehmen.
Keinerlei Werkzeug zwischen Fel-
ge und Reifen einführen.
Der Luftdruck der Reifen und des
Ersatzrades ist regelmäßig zu kon-
trollieren, wobei die im Kapitel
“Technische Merkmale” angegebe-
nen Werte zu berücksichtigen sind.
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IM NOTFALL
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REIFENWECHSEL
Sie sollten wissen, dass:
– das Gewicht des Wagenhebers 2,100
kg beträgt.
– der Wagenheber keiner Einstellung be-
darf.
– der Wagenheber nicht repariert werden
kann. Bei Defekten ist er durch einen Ori-
ginalwagenheber zu ersetzen.
– kein Werkzeug außer seiner Handkur-
bel am Wagenheber montiert werden kann.
Für den Reifenwechsel gehen Sie so vor:– Das Fahrzeug so abstellen, dass es den
Verkehr nicht behindert und einen gefahr-
losen Radwechsel gestattet. Der Untergrund
soll möglichst eben und ausreichend kom-
pakt sein.
– Den Motor abstellen und die Hand-
bremse anziehen.
– Den ersten oder den Rückwärtsgang ein-
legen.– Durch die Lasche (A, Abb.2) die stei-
fe Verkleidungsmatte im Kofferraum ent-
fernen (B).
– Die Blockierungsvorrichtung (A, Abb.
3) lösen.
– Den Werkzeugkasten (B) herausneh-
men und neben das auszuwechselnde Rad
stellen.
– Das Notrad (C) herausnehmen.
– Die Radkappe (A, Abb. 4) entfernen
(nur bei Versionen mit Stahlfelgen)
Abb. 2
A0A0645b
Abb. 3
A0A0151b
Abb. 4
A0A0154b
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IM NOTFALL
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REIFENSCHNELL-
REPARATURKIT
FIX&GO automatic
An Stelle der üblichen Ausstattung mit
Werkzeug und Notrad wird das Fahrzeug
mit einem Kit für die Schnellreparatur von
Reifen geliefert, der mit “FIX&GO automa-
tic” bezeichnet wird.
Der Kit Abb. 10befindet sich im Koffer-
raum. Im Schnellreparaturkit sind auch ein
Schraubenzieher und ein Abschleppring ent-
halten.Der Schnellreparaturkit umfasst:
– eine Spraydose A, Abb. 10 mit Dich-
tungsflüssigkeit, ausgestattet:
– mit einem Füllschlauch B
– einen Aufkleber Cmit der Aufschrift
“max 80 km/h”, der nach der Reifenre-
paratur gut sichtbar für den Fahrer (auf dem
Armaturenbrett) angebracht wird;
– einen Kompressor Dmit Manometer
und Anschlüssen;– ein Informationsblatt Abb. 11, das für
den korrekten Gebrauch des Schnellrepara-
turkits verwandt und dann dem Reifendienst
für den mit dem Reifenreparaturkit behan-
delten Reifen ausgehändigt wird;
– ein Paar Schutzhandschuhe im seitlichen
Fach des Kompressors;
– Adapter für verschiedene Aufblasvor-
richtungen.
Abb. 10
A0A1095b
Abb. 11
A0A1096b
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IM NOTFALL
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Das Informationsblatt und
den mit dem Reparaturkit
behandelten Reifen dem
Reifendienst aushändigen.
Bei einer von Fremdkör-
pern verursachten Reifen-
panne ist es möglich,
Löcher bis zu einem Durchmesser
von maximal 4 mm im Profil oder
seitlich am Reifen zu reparieren.MAN SOLLTE WISSEN, DASS:
die Dichtflüssigkeit des Schnellreparatur-
kits bei Außentemperaturen zwischen –
20ºC und +50ºC wirksam ist und die Ver-
siegelungsflüssigkeit einen Verfalltermin hat.
Einschnitte an den Reifen-
flanken können nicht repa-
riert werden. Den Schnell-
reparaturkit nicht für einen Reifen
benutzen, der durch Fahrt mit dem
platten Reifen beschädigt wurde.
Bei Schäden an den Rad-
felgen (Verformung des
Felgenrandes, die einen
Luftverlust verursacht), ist die Re-
paratur nicht möglich. Keine Fremd-
körper (Schrauben oder Nägel), die
in den Reifen eingedrungen sind,
herausziehen.Die Spraydose enthält
Glykoläthylen und Gummi-
milch: diese Substanz kann
Allergien hervorrufen, ist schädlich
beim Schlucken und reizt die Augen.
Sie kann eine Sensibilisierung durch
Einatmen und Berührung verursa-
chen. Den Kontakt mit Augen, Haut
und Kleidern vermeiden; bei
Berührung sofort mit viel Wasser
abspülen. Im Falle von Schlucken
kein Erbrechen hervorrufen, son-
dern den Mund spülen und viel
Wasser trinken und sofort einen
Arzt aufsuchen. Nicht in Reichwei-
te von Kindern aufbewahren. Das
Produkt kann von Asthmatikern
nicht benutzt werden. Während
den Einfüll- und Ansaugvorgängen
nicht die Dämpfe einatmen. Bei al-
lergischen Reaktionen sofort einen
Arzt heranziehen. Die Dose in dem
dafür vorgesehenen Fach, fern von
Wärmequellen aufbewahren. Das
Versiegelungsmittel hat ein Ver-
falldatum.
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IM NOTFALL
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D.-E. Halogenlampen
Nach Lösen der Haltefeder kann die
Birne aus der Halterung genommen
werden.
F. Xenonlampen
Zur Herausnahme der Lampe muss
der Befestigungsring gelöst und die
betreffende Rückhaltefeder ausge-
hakt werden.ALLGEMEINE HINWEISE
– Wenn ein Licht nicht brennt, überprüfen
Sie bitte vor dem Auswechseln der Glühlam-
pe, dass die betreffende Sicherung unver-
sehrt ist.
– Die Anordnung der Sicherungen ent-
nehmen Sie bitte dem Abschnitt “Aus-
wechseln der Sicherungen” in diesem Ka-
pitel.
– Prüfen Sie vor dem Auswechseln der
Glühlampe bitte, dass deren Kontakte nicht
oxidiert sind.
– Durchgebrannte Glühlampen sind durch
neue gleichen Typs und gleicher Leistung zu
ersetzen.
– Nach dem Auswechseln einer Glühlam-
pe in den Scheinwerfern ist stets aus Si-
cherheitsgründen die Einstellung des Leucht-
kegels zu kontrollieren.
LAMPENARTEN (Abb. 21)
Im Fahrzeug sind verschiedene Lampen-
arten installiert:
A. Glühlampen vollständig aus
Glas
Sie werden unter Druck eingesetzt,
zum Herausnehmen die Lampe zie-
hen.
B. Glühlampen mit Bajonett-
sockel
Zum Herausnehmen aus der Halte-
rung auf den Lampenkolben drücken
und dann gegen den Uhrzeigersinn
drehen.
C. Zylindrische Lampen
Zum Herausnehmen vorsichtig die
Kontakte aufbiegen.
Abb. 21
A0A0503b
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