Inhalt
Pflege nach der Fahrt ................... 60
Transport ...................................... 62
Wartung und Pflege ........................ 63
Stilllegen ....................................... 63
Kühlsystem spülen .......................... 63
Schmierung ..................................... 64
Kraftstoffsystem ............................... 64
Batterie ............................................ 65
Wasserfahrzeug waschen ............... 65
Wartungs- und Einstellarbeiten .... 66
Betriebsanleitung und
Bordwerkzeug .............................. 66
Tabelle der Wartungsintervalle ........ 68
Kraftstoffsystem kontrollieren .......... 70
Frischölschmiersystem
kontrollieren ................................. 70
Jetdüsenwinkel kontrollieren ........... 70
Gasseilzug kontrollieren und
einstellen ...................................... 71
Zündkerzen reinigen und
Elektrodenabstand einstellen ....... 71
Schmierstellen ................................. 72
Batterie kontrollieren ....................... 73
Kraftstoff-Einspritzsystem ................ 75
Ölpumpe entlüften ........................... 75
Einstellung der Yamaha Adjustable
Sponsons (YAS, verstellbare
Seitenausleger) ............................ 75
Technische Daten............................ 77
Technische Daten ......................... 77
Fehlerbeseitigung ........................... 78
Fehlersuche ................................. 78
Fehlersuchtabelle ............................ 78
Notmaßnahmen ........................... 81
Jeteinlass und Flügelrad reinigen .... 81
Starthilfebatterie verwenden ............ 82
Sicherungen wechseln .................... 83
Wasserfahrzeug abschleppen ......... 84
Überflutetes Wasserfahrzeug .......... 84
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Aufkleber verschiedener Art
2
GJU30320
Modellangaben GJU30330Herstellerschild
Ein Herstellerschild mit wichtigen Angaben ist
am Wasserfahrzeug angebracht. Einzelhei-
ten zu diesen Angaben befinden sich in den
entsprechenden Abschnitten dieser Anlei-
tung.
Konstruktionskategorie dieses Personen-
Wasserfahrzeugs: C
Kategorie C:
Dieses Wasserfahrzeug ist auf den Betrieb
bei Windstärken bis zu 6 Beaufort mit ent-
sprechenden Wellenhöhen ausgelegt (signifi-
kante Wellenhöhe bis zu 2 m [6.56 ft]; siehe
nachstehenden HINWEIS). Derartige Bedin-
gungen können in ungeschützten Binnenge-
wässern, Flussmündungen und Küstenge-
wässern bei gemäßigten Wetterbedingungen
auftreten.
HINWEIS:
Die signifikante Wellenhöhe ist die mittlere
Höhe des oberen Wellendrittels, was der von
einem geschulten Beobachter geschätzten
Wellenhöhe entspricht. Einige Wellen können
allerdings die doppelte Höhe erreichen.
1Lage des Herstellerschilds
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Informationen zur Sicherheit
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GJU30760
Einschränkungen bei der Fahrt
Schenken Sie anderen Personen, Wasser-
fahrzeugen und Gegenständen ständige
Aufmerksamkeit. Achten Sie auf Umstän-
de, die Ihre Sicht anderer hindern oder blo-
ckieren könnten.
Fahren Sie defensiv und mit angemessener
Geschwindigkeit, und wahren Sie einen Si-
cherheitsabstand zu anderen Personen,
Wasserfahrzeugen und Gegenständen.
Verfolgen Sie niemals andere Wasserfahr-
zeuge und Boote.
Halten Sie stets einen derartigen Abstand
zu anderen, dass sie nicht bespritzt wer-
den.
Vermeiden Sie scharfe Wendungen oder
andere Manöver, die es anderen erschwe-
ren, Ihnen auszuweichen oder Ihren Kurs
zu erkennen.
Meiden Sie seichte Gewässer und Stellen
mit versunkenen Gegenständen.
Handeln Sie rasch, um Zusammenstöße zu
vermeiden. Bedenken Sie jederzeit, dass
Wasserfahrzeuge und Boote keine Brem-
sen haben.
Beim Ausweichen von Hindernissen den
Gashebel nicht loslassen, denn beim Steu-
ern muss Gas gegeben werden. Vor jedem
Start den Gashebel und die Lenkung kon-
trollieren.
Fahren Sie entsprechend Ihren Fähigkeiten
und vermeiden Sie aggressive Manöver,
um zu verhindern, dass Sie die Kontrolle
verlieren, herausgeschleudert werden oder
einen Zusammenstoß erleiden.
Dies ist kein Spielzeug, sondern ein Hoch-
leistungs-Wasserfahrzeug. Scharfe Wen-
dungen und Sprünge über Kielwasser oder
Wellen erhöhen das Risiko für Rücken-
oder Wirbelsäulenverletzungen (Läh-
mung), Gesichtsverletzungen sowie Bein-,
Knöchel- und andere Knochenbrüche. Des-
halb Kielwasser oder Wellen nicht über-
springen.
Das Wasserfahrzeug nicht auf rauem Ge-
wässer oder bei schlechtem Wetter bzw.
schlechten Sichtverhältnissen einsetzen,
da dies zu Unfällen mit Verletzungs- oder
Todesfolgen führen kann. Achten Sie auf
Zeichen eines Wetterumschwungs. Be-
rücksichtigen Sie die aktuelle Wetterlage
und -vorhersage, bevor Sie mit dem Was-
serfahrzeug losfahren.
Wie bei allen Wassersportarten, ist es auch
beim Fahren mit dem Wasserfahrzeug rat-
sam, dass stets jemand in der Nähe ist.
Wenn Sie sich weiter vom Ufer oder Strand
entfernen als Sie schwimmen können, soll-
ten Sie sich von einem anderen Boot oder
Wasserfahrzeug begleiten lassen; dabei je-
doch immer einen angemessenen Abstand
wahren. Handeln Sie stets mit gesundem
Menschenverstand.
Befahren Sie keine Gewässer, die nicht we-
nigstens 60 cm (2 ft) tief sind, um zu ver-
meiden, dass Sie versunkene Hindernisse
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Informationen zur Sicherheit
13
Der Führer sollte niemals einen Mitfahrer
vor sich sitzen haben.
Falls Sie schwanger oder schlechter Ge-
sundheit sind, sollten Sie Ihren Arzt befra-
gen, ob Sie mit dem Wasserfahrzeug fah-
ren dürfen.
Nehmen Sie keinerlei Änderungen am
Wasserfahrzeug vor!
Modifikationen des Wasserfahrzeugs kön-
nen dessen Sicherheit und Zuverlässigkeit
beeinträchtigen und dessen Betrieb gefähr-
lich und gesetzwidrig machen.
Der Führer muss die Motor-Quickstopplei-
ne am linken Handgelenk befestigen und
vom Lenker fernhalten, um sicherzustellen,
dass bei einem Sturz der Motor ausge-
schaltet wird. Nach der Fahrt die Motor-
Quickstoppleine vom Wasserfahrzeug ab-
ziehen, um ein versehentliches Starten
oder eine unerlaubte Benutzung durch Kin-
der und andere Personen zu vermeiden.
Halten Sie stets Ausschau nach Schwim-
mern und meiden Sie Schwimmerzonen.
Schwimmer hat man schnell übersehen
und versehentlich angefahren.
Vermeiden Sie Kollisionen! Halten Sie stets
Ausschau nach anderen Booten, denn an-
dere Bootsfahrer könnten Sie übersehen.
Wenn Sie sich nicht sichtbar machen oder
Ihr Wasserfahrzeug unvorhersehbar manö-vrieren, riskieren Sie einen Zusammen-
stoß.
Wahren Sie stets einen sicheren Abstand
zu anderen Booten oder Wasserfahrzeu-
gen, und halten Sie ebenfalls Ausschau
nach Wasserskiseilen oder Angelleinen.
Befolgen Sie die “Sicherheitsregeln für das
Bootfahren”, und blicken Sie vor einer Wen-
dung stets zurück. (Siehe “Sicherheitsre-
geln für das Bootfahren” auf Seite 16.)
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Informationen zur Sicherheit
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GJU30970
Sicherheitsregeln für das
Bootfahren
Dieses Yamaha-Wasserfahrzeug wird recht-
lich als Motorboot eingestuft. Die Benutzung
des Wasserfahrzeugs muss in Übereinstim-
mung mit den Gesetzen und Vorschriften ge-
schehen, die für das betreffende Gewässer
gelten.
GJU30990
Fahren mit Vergnügen und
Verantwortung
Teilen Sie die Orte, wo Sie das Wasserfahr-
zeug zu Ihrem Vergnügen einsetzen, mit an-
deren Menschen und mit der Natur. Verges-
sen Sie bei allem Spaß nicht Ihre
Verantwortung, Mitmenschen, Land, Wasser
und Tierwelt mit Respekt und Rücksicht zu
behandeln.
Betrachten Sie sich selber stets als einen
Gast in Ihrem Umfeld. Bedenken Sie stets,
dass das Betriebsgeräusch des Wasserfahr-
zeugs für Sie vielleicht wie Musik in Ihren Oh-
ren klingt, andere es aber nur als lästigen
Lärm empfinden. Ebenso mögen Sie Ihre
Kielwasserspritzer als aufregend empfinden,
während die entstehenden Wellen andere nur
stören.
Fahren Sie nicht zu nah an Strandhäuser,
Nist- und Naturschutzgebiete heran, und
wahren Sie einen respektvollen Abstand zu
Fischern, anderen Booten, Schwimmern und
belebten Stränden. Sollte es unumgänglich
sein, solche Gebiete zu durchfahren, tun Sie
dies langsam und halten Sie sich an die gel-
tenden Vorschriften.
Regelmäßige Wartung ist erforderlich, um si-
cherzustellen, dass die Abgaswerte und Ge-
räuschpegel des Wasserfahrzeugs innerhalb
der vorgeschriebenen Grenzwerte liegen. Als
Eigentümer oder Führer haben Sie die Ver-
antwortung dafür, dass die in dieser Be-
triebsanleitung vorgeschriebenen Wartungs-
arbeiten durchgeführt werden.
Verschmutzen Sie die Umwelt nicht. Füllen
Sie weder Öl noch Benzin ein an Stellen, wo
durch Verschütten die Natur verseucht wird.
Bringen Sie das Wasserfahrzeug zum Tan-
ken aus dem Wasser fern vom Ufer oder
Strand. Halten Sie die Wasserwege sauber,
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Ausstattungen und Funktionen
21
Motorraum
1Zündkerzen/Zündkerzenstecker
2Schaltkasten
3Spülschlauchanschluss
4Zündkerzenkabel
5Schalldämpfer
6Kraftstofftank
7Öltank
8Batterie
9Feuerlöscher-Behälter
10Wasserabscheider
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Ausstattungen und Funktionen
24
GJU31150Motor-Stoppschalter
Zum Abschalten des Motors im Normalfall
den Motor-Stoppschalter (roter Knopf) drü-
cken.
GJU31160Motor-Quickstoppschalter
Den Clip am Ende der Motor-Quickstoppleine
unter den Motor-Quickstoppschalter (schwar-
zer Knopf) einschieben. Der Motor wird auto-
matisch ausgeschaltet, wenn der Clip vom
Schalter abgezogen wird, z. B. wenn der Füh-
rer vom Wasserfahrzeug abstürzt.
WARNUNG
GWJ00010
Stets VOR dem Motorstart die Motor-
Quickstoppleine am linken Handgelenk befestigen und dann den Clip am Motor-
Quickstoppschalter anbringen.
Stets die Motor-Quickstoppleine abzie-
hen, wenn der Motor nicht läuft, damit
der Motor nicht versehentlich gestartet
werden kann und Kinder oder andere
Personen das Wasserfahrzeug nicht un-
erlaubt benutzen können.
GJU31180Starterschalter
Um den Motor zu starten, den Starterschalter
(grüner Knopf) drücken.
HINWEIS:
Der Motor kann nicht gestartet werden, wenn
der Clip vom Motor-Quickstoppschalter abge-
zogen wurde oder der Gashebel betätigt wird.
1Motor-Stoppschalter
1Clip
2Motor-Quickstoppleine
3Motor-Quickstoppschalter
1Starterschalter
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Ausstattungen und Funktionen
27
Die Neutralstellung “N” bietet unter den meis-
ten Einsatzbedingungen optimale Leistung.
Um bestimmte Leistungsmerkmale zu erzie-
len, kann eine der Bugsenkungs- oder -anhe-
bungsstellungen gewählt werden.
GJU31330Bugsenkung
Bei QSTS-Wählerstellung (a) oder (b) sinkt
der Bug, wenn das Wasserfahrzeug gleitet.
Bei Bugsenkung liegt der Bug tiefer im Was-
ser. Dies verleiht dem Wasserfahrzeug mehr
“Griff” und erhöht dessen Wendbarkeit. Au-
ßerdem kommt das Wasserfahrzeug in dieser
Stellung schneller ins Gleiten.
Bei höheren Geschwindigkeiten hat das Was-
serfahrzeug jedoch Tendenz zum “Gieren”
und kommt durch Wellen und Kielwasser
leichter vom Kurs ab. Außerdem liegt der
Kraftstoffverbrauch höher und die Höchstge-
schwindigkeit niedriger.
GJU31340Buganhebung
Bei QSTS-Wählerstellung (c) oder (d) steigt
der Bug, wenn das Wasserfahrzeug gleitet.
Bei Buganhebung liegt der Bug weniger tief
im Wasser. Dies reduziert den Wasserwider-
stand, wodurch bei Geradeausfahrt aus dem
Gleiten schneller beschleunigt und die
Höchstgeschwindigkeit erreicht werden kann.
Unter Umständen hat das Wasserfahrzeug
jedoch Tendenz zum “Stampfen” (Hüpfen).
Falls das Wasserfahrzeug stampft, die Neu-
tral- oder Bugsenkungsstellung wählen.
GJU31350Haltegriff
Der Haltegriff dient zum Besteigen des Was-
serfahrzeugs.
WARNUNG
GWJ00020
Der Handgriff darf nicht zum Heben des
Wasserfahrzeugs verwendet werden. Das
Wasserfahrzeug könnte abstürzen, was zu
ernsthaften Verletzungen führen könnte.
GJU34870Bugöse
Am Bug des Wasserfahrzeugs befindet sich
eine Öse.
Die Bugöse dient zum Befestigen eines Zur-
rings oder Taus am Wasserfahrzeug für Zwe-
1Haltegriff
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