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7
Wartung
Informationen
Eine falsch entsorgte Batteriekann umwelt- und gesund -
heitsschädliche Auswirkungen
zur Folge haben. Entsorgen
Sie die Batterie gemäß der vor
Ort geltenden Vorschriften
und Bestimmungen.
Wenn Sie nicht zugelassene
Elektronikgeräte an die Batterie
anklemmen, kann sich die Batterie
entladen. Verwenden Sie keine
Geräte, die nicht zugelassen sind.
Aufkleber Batteriekapazität
❈ Der tatsächlich im Fahrzeug
angebrachte Batterieaufkleber kann
von der Abbildung abweichen.
1. CMF60L-BCI: HYUNDAI Modellbe-
zeichnung der Batterie
2. 12 V: Nennspannung
3. 60Ah(20HR): Nennkapazität (in Amperestunden)
4. 92RC: Nennreservekapazität (in Minuten)
5. 550CCA: Kaltstartstrom in Ampere nach SAE
6. 440A: Kaltstartstrom in Ampere nach EN
ANMERKUNG
i
OLMB073072
■
Beispiel
AGM-Batterie (ausstattungs -
abhängig)
•AGM-Batterien (Absorbent
Glass Matt) sind wartungsfrei.
Wir empfehlen, AGM-Batterien
in einer HYUNDAI Vertrags-
werkstatt instand halten zu
lassen. Verwenden Sie für das
Laden von AGM-Batterien
ausschließlich vollautomati -
sche Batterieladegeräte, die
eigens für AGM-Batterien
konzipiert sind.
•Für das Ersetzen der AGM-
Batterie empfehlen wir die
Verwendung von Ersatzteilen,
die bei einem HYUNDAI
Vertragshändler erworben
wurden.
•Öffnen oder entfernen Sie
nicht den Deckel an der
Oberseite der Batterie.
Andernfalls kann Batterie-
säure austreten und zu
schweren Verletzungen
führen.
ACHTUNG
Pb
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7
Wartung
REIFEN UND RÄDER
Reifenpflege
Achten Sie im Sinne der Sicherheit
und des optimalen Kraftstoff-
verbrauchs stets auf den vorge-
schriebenen Reifenluftdruck. Über-
laden Sie das Fahrzeug nicht und
verteilen Sie das Gewicht der
Ladung entsprechend der Emp -
fehlungen für Ihr Fahrzeug.
Empfohlener Reifenluftdruck
für kalte Reifen
Der Reifenluftdruck aller Räder
(einschließlich Ersatzrad) muss
täglich im kalten Zustand geprüft
werden. "Kalte Reifen" bedeutet,
dass das Fahrzeug seit mindestens
drei Stunden nicht mehr bewegt
wurde oder nicht mehr als 1,6 km
zurückgelegt hat.
Die Einhaltung des vorgeschrie -
benen Reifenluftdrucks führt zu
optimalen Fahreigenschaften,
bestem Fahrzeughandling und
minimalem Reifenverschleiß.
Die empfohlenen Reifenluftdrücke
finden Sie im Kapitel 8, Abschnitt
"Räder und Reifen". Alle Spezifikationen (Größen und
Druckwerte) finden Sie auf einem
Aufkleber am Fahrzeug.
Zu geringer Reifenluftdruck
Erheblich zu geringer Reifen-
luftdruck (70 kPa oder mehr)
kann Überhitzung der Reifen,
Reifenpannen, Ablösung der
Lauffläche und andere
Reifenschäden verursachen.
Dies kann zu einem Verlust der
Kontrolle über das Fahrzeug
und zu schweren als auch
tödlichen Verletzungen führen.
Dieses Risiko ist an heißen
Tagen und bei langen
Hochgeschwindigkeitsfahrten
noch deutlich höher.
VORSICHT
OTLE085006
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Wartung
Reifen tauschen
Um den Reifenverschleiß der Räder
auszugleichen, ist es empfeh-
lenswert, dass die Räder spätestens
alle 12.000 km (7.500 Meilen)
zwischen Vorderund Hinterachse
ausgetauscht werden.
Prüfen Sie beim Rädertausch, ob die
Räder ordnungsgemäß ausgewuch-
tet sind.
Prüfen Sie die Reifen beim Tauschen
auf ungleichmäßigen Verschleiß und
Beschädigungen. Ungleichmäßiger
Verschleiß resultiert in der Regel aus
falschem Reifenluftdruck, falscher
Radeinstellung und ungewuchteten
Rädern. Weitere Ursachen sind
extremes Bremsen und schnelle
Kurvenfahrten. Prüfen Sie die
Laufflächen und Flanken der Reifen
auf Verformungen und ersetzen Sie
sie bei Bedarf. Ersetzen Sie Reifen,
bei denen sich das Gewebe oder der
Stahlgürtel zeigt. Korrigieren Sie
nach dem Reifentausch den
Reifenluftdruck (vorn/hinten) und
vergewissern Sie sich, dass die
Radmuttern fest angezogen sind.
Siehe Kapitel 8, Abschnitt "Reifen
und Räder".
•Prüfen Sie Ihre Reifen
regelmäßig auf ordnungs -
gemäßen Luftdruck als auch
auf Verschleiß und Beschädi-
gung. Verwenden Sie immer
einen Rufluftdruckmesser.
•Reifen mit zu hohem als auch
zu geringem Reifenluftdruck
verschleißen ungleichmäßig
und führen dadurch zu einem
ungünstigeren Fahrverhalten,
dem Verlust der Kontrolle über
das Fahrzeug und zu
plötzlichen Reifenschäden,
was zu Unfällen, Verletzungen
und sogar zum Tod führen
könnte. Den vorgeschriebenen
Luftdruck für kalte Reifen
finden Sie in dieser Anleitung
und auf dem entsprechenden
Aufkleber, der sich unten an
der mittleren Dachsäule auf
der Fahrerseite befindet.
(Fortsetzung)
VORSICHT (Fortsetzung)
•Abgefahrene Reifen können
Unfälle verursachen. Ersetzen
Sie Reifen, die abgefahren
sind, ungleichmäßigen Ver -
schleiß zeigen oder
beschädigt sind.
•Denken Sie daran, den
Luftdruck in Ihrem Ersatzrad
zu prüfen. HYUNDAI emp-
fiehlt, dass Sie jedes Mal auch
das Ersatzrad prüfen, wenn
Sie den Reifenluftdruck der
übrigen Räder an Ihrem
Fahrzeug prüfen.
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7
Wartung
Notradbereifung ersetzen(ausstattungsabhängig)
Das Reifenprofil des Notrads hat
eine kürzere Lebensdauer als das
der Standardreifen. Ersetzen Sie den
Reifen, wenn die Verschleißanzeige
auf dem Reifen sichtbar wird. Der
neue Reifen für das Notrad muss mit
dem ursprünglich montierten Reifen,
der mit dem Neuwagen geliefert
wurde, in Bezug auf Größe und
Bauart identisch sein und auf
derselben Felge montiert werden.
Der Reifen für das Notrad eignet sich
nicht für die Montage auf einer
Standardfelge und die Notradfelge
eignet sich nicht für die Montage
eines Standardreifens.
(Fortsetzung)•Bei Verwendung unterschied
-
licher Reifengrößen oder
Bauarten können Fahreigen -
schaften, Bodenfreiheit,
Bremsweg, Abstände zwi-
schen Reifen und Karosserie,
die Verwendbarkeit von
Schneeketten sowie die
Tachometergenauigkeit stark
beeinträchtigt werden.
•Für den Reifen-
bzw. Räderwechsel wird
empfohlen, die beiden Vorder-
oder Hinterreifen (bzw. Räder)
stets paarweise zu wechseln.
Das Wechseln einzelner
Reifen kann die Fahreigen -
schaften Ihres Fahrzeugs
erheblich beeinträchtigen.
(Fortsetzung)
(Fortsetzung)
•Für die Funktion des ABS-
Systems werden die Dreh-
zahlen der Räder verglichen.
Die Reifengröße kann die
Raddrehzahl beeinflussen.
Wenn Reifen ersetzt werden,
muss die Größe aller 4 Reifen
dieselbe sein, die ursprüng -
lich mit dem Fahrzeug aus -
geliefert wurde. Die Verwen-
dung von Reifen mit unter -
schiedlicher Größe kann zur
Folge haben, dass ABS
(Antiblockiersystem) und ESC
(Elektronisches Stabilitäts -
kontrolle) (wenn eingebaut)
(ausstattungsabhängig) nicht
ordnungsgemäß arbeiten.
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Wartung
Felgen ersetzen
Achten Sie beim Ersetzen von
Felgen darauf, dass die Ersatzfelgen
den Originalfelgen in Durchmesser,
Breite und Einpresstiefe entspre-
chen.
Reifentraktion
Das Fahren mit abgefahrenen Reifen
oder falschem Reifendruck sowie das
Befahren glatter Fahrbahnen beeint-
rächtigt die Haftung der Reifen. Die
Reifen müssen ersetzt werden,
sobald die Verschleißanzeige sicht -
bar wird. Passen Sie Ihre Fahrweise
an widrige Wetterverhältnisse
(Regen, Schnee, Eisglätte) an und
reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit,
damit Sie nicht die Kontrolle über das
Fahrzeug verlieren.
Reifenwartung
Neben dem richtigen Reifenluftdruck
trägt auch die richtige Einstellung
der Räder zur Minderung des
Reifenverschleißes bei. Für den Fall,
dass Reifen an Ihrem Fahrzeug
ungleichmäßig abgefahren sind,
empfehlen wir, die Radeinstellung in
Ihrer Vertragswerkstatt überprüfen
zu lassen. Achten Sie bei der Montage neuer
Reifen darauf, dass sie
ausgewuchtet werden. Dies
vergrößert den Fahrkomfort und
erhöht die Lebensdauer der Reifen.
Zudem sollten Reifen stets
nachgewuchtet werden, wenn die
Räder abgebaut waren.
Eine falsche Felgengröße kann
folgende Punkte beeinträch-
tigen: Lebensdauer der Reifen
und der Radlager, Wirkung und
Leistung der Bremse, Fahrei -
genschaften, Bodenfreiheit,
Abstand zwischen Reifen und
Karosserieteilen, Verwendbar -
keit von Schneeketten, Tacho -
meter- und Kilometerzähler -
genauigkeit, Scheinwerfer -
höheneinstellung und Höhe der
Stoßfänger.
VORSICHT
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7
Wartung
Kennzeichnungen auf den
Reifenflanken
Aus diesen Angaben gehen die
Grundeigenschaften des Reifens
hervor. Weiterhin befindet sich an
dieser Stelle die TIN-Kennzeichnung
(Tire Identification Number), die
Zertifizierung entsprechend der
Sicherheitsnorm. Über die TIN kann
der Reifen im Fall eines Rückrufs
identifiziert werden.
1. Hersteller oder Fabrikat
Hersteller oder Fabrikat sind auf dem
Reifen vermerkt.
2. Bezeichnung der Reifengröße
Auf der Reifenflanke befindet sich
die Bezeichnung der Reifengröße.
Sie benötigen diese Angaben beim
Kauf neuer Reifen für Ihr Fahrzeug.
Die einzelnen Buchstaben und
Zahlen der Angabe zur Reifengröße
werden nachstehend erläutert.
Beispiel für die Größenangabe eines
Reifens:
(Bei diesen Angaben handelt es sich
lediglich um ein Beispiel. Die
tatsächliche Reifengröße kann je
nach Fahrzeug davon abweichen.)
215/70R16 100H
215 - Reifenbreite in Millimeter.
70 - Querschnittsverhältnis. Verhält-
nis von Reifenhöhe zu Reifen-
breite in Prozent.
R - Codierte Reifenbauart (Radial -
reifen).
16 - Felgendurchmesser in Zoll.
100 - Tr agfähigkeitsindex, ein nu -
merischer Code, der die
maximale Tragfähigkeit des
Reifens angibt. H - Kennbuchstabe für die zulässige
Höchstgeschwindigkeit (siehe
entsprechende Tabelle in diesem
Abschnitt für weitere Infor-
mationen).
Bezeichnung der Felgengröße
Auch die Felgen sind mit
Größenangaben gekennzeichnet,
die Sie benötigen, wenn eine Felge
ersetzt werden muss. Die einzelnen
Buchstaben und Zahlen der Angabe
zur Felgengröße werden nach-
stehend erläutert.
Beispiel für die Größenangabe einer
Felge:
6,5JX16
6,5 - Felgenbreite in Zoll.
J - Ausführung des Felgenhorns.
16 - Felgendurchmesser in Zoll.
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1
1
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5,6
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Wartung
Traktionskennzeichnung - AA, A, B
und C
Die Traktionskennzeichnungen lau-
ten in absteigender Reihenfolge AA,
A, B und C. Die Kennbuchstaben
bezeichnen die Bremsfähigkeit des
Reifens auf nassem Untergrund,
kontrolliert gemessen auf Asphalt
und Beton nach gesetzlichen
Vorgaben. Ein Reifen mit dem
Kennbuchstaben "C" bietet relativ
schwache Traktionseigenschaften.
Temperaturklassen - A, B und C
Die Temperaturklassen lauten in
absteigender Reihenfolge A, B und
C. Die Kennbuchstaben bezeichnen
die Eigenschaften der Reifen im
Hinblick auf Temperaturbeständigkeit
und Temperaturableitung unter
kontrollierten Bedingungen auf
einem Prüfstand.
Anhaltend hohe Temperaturen
können das Reifenmaterial beein-
trächtigen und die Lebensdauer des
Reifens verkürzen, während über -
mäßig hohe Temperaturen plötzliche
Reifenschäden verursachen können.
Die Kennbuchstaben A und B
bezeichnen Reifen, deren Eigen-
schaften aufgrund der Tests über
den gesetzlichen Mindestanfor -
derungen liegen.
Die dem Reifen zugewiesene
Traktionskennzeichnung ba-
siert auf geradeaus durch-
geführten Bremsprüfungen
und sie umfasst nicht die
Werte für Beschleunigung, Kur
venfahrverhalten, Aquaplaning
oder Maximalwerte der Boden
-
haftungscharakteristik.
VORSICHT
Reifentemperatur
Die Temperaturkennzeichnung
eines Reifens setzt voraus,
dass der Reifenluftdruck kor -
rekt und der Reifen nicht
überladen ist. Zu hohe
Geschwindigkeit, zu geringer
Reifenluftdruck und zu hohe
Belastung können, einzeln oder
kombiniert, zu Überhitzung und
plötzlichen Reifenschäden
führen. Dabei kann die Kontrolle
über das Fahrzeug verloren
gehen. Dies kann zu schweren
oder tödlichen Verletzungen
führen.
VORSICHT
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7
Wartung
Niederquerschnittsreifen
(ausstattungsabhängig)
Niederquerschnittsreifen mit einem
Querschnittsverhältnis von weniger
als 50 dienen einem sportlichen
Erscheinungsbild.
Da Niederquerschnittsreifen im
Hinblick auf das Handling und die
Bremsleistung optimiert sind, ist
der Fahrkomfort möglicherweise
geringer und die Geräuschentwick-
lung größer als bei herkömmlichen
Reifen. Da die Flanke eines Nieder
-
querschnittsreifens kleiner ist als
die eines herkömmlichen Reifens,
sind Reifen und Felge anfälliger
für Beschädigungen. Beherzigen
Sie sich daher die folgenden
Hinweise.
• Seien Sie vorsichtig, wenn Sie auf schlechten Wegen oder
abseits befestigter Straßen
fahren.
Andernfalls werden Reifen und
Felgen möglicherweise
beschädigt. Nehmen Sie die
Reifen und Felgen nach solchen
Fahrten in Augenschein.
• Fahren Sie beim Passieren von Schlaglöchern, Geschwindig-
keitsbarrieren und Bordsteinen
langsam, damit Reifen und
Felgen nicht beschädigt werden.
• Wenn Reifen mit einer Bordsteinkarte etc. kollidiert
sind, empfehlen wir, die Reifen
in einer HYUNDAI Vertragswerk -
statt inspizieren zu lassen.
• Prüfen Sie die Reifen alle 3.000 km auf Schäden. • Reifenschäden sind nicht immer
ohne Weiteres mit dem bloßen
Auge zu erkennen. Dennoch
empfehlen wir, die Reifen beim
geringsten Hinweis auf einen
Reifenschaden prüfen oder
ersetzen zu lassen. Ein
beschädigter Reifen verliert
möglicherweise Luft.
• Reifenschäden, die durch das Fahren auf schlechten Wegen
oder im Gelände oder durch das
Passieren von Schlaglöchern
oder Bordsteinen verursacht
werden, fallen nicht unter die
Garantie.
• Weitere Angaben zum jeweiligen Reifen finden Sie auf der
Reifenflanke.
ANMERKUNGANMERKUNG
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