3577-3. Wartung in Eigenregie
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Wartung und Pflege
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WARNUNG
■Wartung der Räder (Fahrzeuge mit Reifendruck-Warnsystem)
Alle Räder, einschließlich Ersatzrad (sofern vorhanden), sollten monatlich im kalten
Zustand und mit dem vom Fahrzeughersteller empfohlenen Fülldruck überprüft wer-
den. Angaben zum empfohlenen Reifenfülldruck finden Sie auf der Fahrzeugplakette
oder auf dem Reifenfülldruckaufkleber (Schild mit Reifen- und Belastungsinformatio-
nen). (Wenn die Größe der an Ihrem Fahrzeug montierten Reifen von der auf der
Fahrzeugplakette oder auf dem Reifenfülldruckaufkleber [Schild mit Reifen- und
Belastungsinformationen] angegebenen Größe abweicht, müssen Sie den korrekten
Reifenfülldruck für diese Reifen in Erfahrung bringen.)
Als zusätzliche Sicherheitseinrichtung besitzt Ihr Fahrzeug ein Reifendruck-Überwa-
chungssystem (TPMS - Reifendruck-Warnsystem), das anhand einer Reifendruck-
anzeige (Reifendruck-Warnleuchte) auf einen zu niedrigen Reifenfülldruck eines
Reifens bzw. mehrerer Reifen hinweist. Wenn die Reifendruckanzeige (Reifendruck-
Warnleuchte) aufleuchtet, sollten Sie daher das Fahrzeug schnellstmöglich anhal-
ten, die Reifen überprüfen und gegebenenfalls den Reifenfülldruck entsprechend
erhöhen. Beim Fahren mit einem zu niedrigen Fülldruck kann der Reifen überhitzen
und beschädigt werden. Außerdem steigen beim Fahren mit zu niedrigem Reifenfüll-
druck der Kraftstoffverbrauch und der Reifenverschleiß an. Zudem können das Fahr-
zeug-Handling und das Bremsvermögen beeinträchtigt werden.
Beachten Sie bitte, dass das TPMS (Reifendruck-Warnsystem) kein Ersatz für eine
ordnungsgemäße Reifenwartung darstellt und dass es Aufgabe des Fahrers ist, auf
den korrekten Reifenfülldruck zu achten. Das gilt auch dann, wenn der Reifenfüll-
druck noch nicht den kritischen Wert erreicht hat, bei dem die TPMS-Reifendruckan-
zeige (Reifendruck-Warnleuchte) aufleuchtet.
Ihr Fahrzeug ist außerdem mit einer Störungsanzeige für das TPMS (Reifendruck-
Warnsystem) ausgestattet, die aufleuchtet, wenn das System nicht ordnungsgemäß
funktioniert. Die Störungsanzeige für das TPMS (Reifendruck-Warnsystem) ist mit
der Reifendruckanzeige (Reifendruck-Warnleuchte) kombiniert. Wenn das System
eine Störung erkennt, blinkt die Anzeige ca. eine Minute lang und leuchtet dann dau-
erhaft weiter. Diese Sequenz wird auch bei nachfolgenden Fahrzeugstarts so lange
fortgeführt, bis die Störung beseitigt wird. Wenn die Störungsanzeige leuchtet, kann
das System unter Umständen keinen niedrigen Reifenfülldruck erkennen oder mel-
den.
Störungen im TPMS (Reifendruck-Warnsystem) können aus verschiedensten Grün-
den auftreten, wie z.B. Montage, Wechsel oder Umsetzung von Reifen oder Rädern,
die die ordnungsgemäße Funktion des TPMS (Reifendruck-Warnsystem) verhin-
dern. Prüfen Sie nach dem Wechsel eines oder mehrerer Reifen oder Räder Ihres
Fahrzeugs immer die Störungsanzeige für das TPMS (Reifendruck-Warnsystem),
um sicherzustellen, dass die Reifen und Räder die Funktion des TPMS (Reifen-
druck-Warnsystems) nicht beeinträchtigen.
3587-3. Wartung in Eigenregie
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HINWEIS
■Vorsichtsmaßnahmen für die Montage eines anderen Reifens (Fahrzeuge mit
Reifendruck-Warnsystem)
Wenn unterschiedlich aufgebaute Reifen oder Räder montiert sind, die von verschie-
denen Herstellern stammen oder bei denen es sich um unterschiedliche Modelle
oder Profiltypen handelt, kann das Reifendruck-Warnsystem unter Umständen nicht
ordnungsgemäß funktionieren.
■ Fahren auf schlechten Straßen
Beim Befahren von Straßen mit Naturbelag oder Schlaglöchern ist besondere Vor-
sicht geboten.
Diese Bedingungen können zu Druckverlust der Reifen führen und somit die Fede-
rungs-/Dämpfungseigenschaften der Reifen beeinträchtigen. Außerdem kann das
Befahren von schlechten Straßen Reifen, Räder und Karosserie beschädigen.
■ Niederquerschnittsreifen (Fahrzeuge mit Reifen der Größe 165/60R15)
Niederquerschnittsreifen können bei schlechtem Straßenbelag größeren Schäden
an der Felge als gewöhnlich anrichten. Achten Sie dabei auf die folgenden Punkte:
● Stellen Sie sicher, dass Sie stets mit dem korrekten Reifenfülldruck fahren. Wenn
der Fülldruck zu niedrig ist, können schwerwiegende Reifenschäden die Folge
sein.
● Meiden Sie Schlaglöcher, unebene Fahrbahnen, Bordsteine und andere Gefahren
auf der Straße. Andernfalls können schwere Beschädigungen am Reifen und an
der Felge die Folge sein.
■ Wenn der Reifenfülldruck der Reifen beim Fahren sinkt
Fahren Sie nicht weiter, da ansonsten die Reifen bzw. Räder beschädigt werden
könnten.
3597-3. Wartung in Eigenregie
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Wartung und Pflege
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Reifenfülldruck
■Auswirkungen von falschem Reifenfülldruck
Fahren mit falschem Reifenfülldruck kann sich folgendermaßen auswirken:
● Höherer Kraftstoffverbrauch
● Geringerer Fahrkomfort und schlechteres Handling
● Verkürzte Reifenlebensdauer durch erhöhten Verschleiß
● Weniger Sicherheit
● Beschädigung des Antriebsstrangs
Wenn ein Reifen häufig aufgepumpt werden muss, lassen Sie ihn von einem Toyota-
Vertragshändler bzw. einer Vertragswerkstatt oder einem anderen vorschriftsmäßig
qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb überprüfen.
■ Anweisungen zum Prüfen des Reifenfülldrucks
Beachten Sie beim Prüfen des Reifenfülldrucks die folgenden Punkte:
● Prüfen Sie den Luftdruck nur bei kalten Reifen.
Sie erhalten einen korrekten Wert für den Reifenfülldruck, wenn Ihr Fahrzeug min-
destens 3 Stunden lang abgestellt war oder nicht weiter als 1,5 km gefahren ist.
● Benutzen Sie immer einen Reifendruckmesser.
Anhand des Aussehens allein ist es schwer zu beurteilen, ob der Reifendruck korrekt
ist.
● Es ist normal, dass der Reifenfülldruck nach der Fahrt höher ist, da im Reifen Wärme
entsteht. Lassen Sie nach dem Fahren keine Luft aus den Reifen ab.
Stellen Sie sicher, dass Sie stets mi t dem korrekten Reifenfülldruck fah-
ren. Der Reifenfülldruck sollte mindestens einmal im Monat kontrolliert
werden. Toyota empfiehlt jedoch, de n Reifenfülldruck alle zwei Wochen
zu kontrollieren. ( S. 467)
3607-3. Wartung in Eigenregie
AYGO_OM_Europe_OM99Q26M
WARNUNG
■Der richtige Luftdruck ist entscheidend für die Leistungsfähigkeit der Reifen
Achten Sie darauf, dass Ihre Reifen stets den richtigen Luftdruck haben.
Wenn der Reifendruck nicht korrekt ist, können folgende Umstände eintreten, die
letztendlich zu einem Unfall mit schweren oder sogar tödlichen Verletzungen führen
können:
● Übermäßiger Verschleiß
● Ungleichmäßiger Verschleiß
● Schlechtes Fahrverhalten
● Gefahr des Platzens durch Überhitzung der Reifen
● Austritt von Luft zwischen Reifen und Rad
● Raddeformierung und/oder Reifenschäden
● Höhere Wahrscheinlichkeit von Reifenschäden während der Fahrt (durch Gefahren
auf der Straße, Dehnfugen, scharfe Kanten in der Straße usw.)
HINWEIS
■ Beim Kontrollieren und Einstellen des Reifenfülldrucks
Denken Sie daran, die Ventilkappen wieder anzubringen.
Wenn keine Ventilkappe aufgesetzt ist, können Schmutz und Feuchtigkeit in das
Ventil eindringen und ein Leck verursachen, was einen sinkenden Reifenfülldruck
zur Folge hat.
3617-3. Wartung in Eigenregie
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Wartung und Pflege
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Räder
Achten Sie beim Wechseln der Räder darauf, dass Sie in Bezug auf Trag-
kraft, Durchmesser, Felgenbreite und positive Einpresstiefe* den ausgebau-
ten Rädern entsprechen.
Ersatzräder erhalten Sie bei jedem To yota-Vertragshändler bzw. einer Ver-
tragswerkstatt oder jedem anderen vorschriftsmäßig qualifizierten und ausge-
rüsteten Fachbetrieb.
*: Kurz auch als “Einpresstiefe” bezeichnet.
Toyota empfiehlt nicht die Verwendung von folgenden Rädern:
● Räder unterschiedlicher Größen oder Sorten
● Gebrauchte Räder
● Verformte, wieder gerichtete Räder
● Verwenden Sie ausschließlich Radbolzen von Toyota und Schrauben-
schlüssel, die für den Einsatz mit Aluminiumrädern vorgesehen sind.
● Überprüfen Sie nach dem Umsetzen, Reparieren oder Wechseln Ihrer Rei-
fen nach einer Fahrstrecke von 1600 km, ob die Radbolzen noch fest sit-
zen.
● Achten Sie bei der Benutzung von Schneeketten darauf, dass Sie die
Leichtmetallräder nicht beschädigen.
● Verwenden Sie zum Auswuchten der Räder nur Original-Toyota-Aus-
wuchtgewichte oder gleichwertige Gewichte sowie einen Kunststoff- oder
Gummihammer.
Wenn ein Rad verformt, gerissen oder stark verrostet ist, muss es
ersetzt werden. Andernfalls kann si ch der Reifen vom Rad lösen oder
die Kontrolle über das Fahrzeug verloren gehen.
Auswahl der Räder
Vorsichtsmaßnahmen bei Leichtme tallrädern (je nach Ausstattung)
3627-3. Wartung in Eigenregie
AYGO_OM_Europe_OM99Q26M
WARNUNG
■Beim Ersetzen der Räder
● Verwenden Sie keine Räder einer anderen Größe als in der Betriebsanleitung emp-
fohlen, da dies zum Kontrollverlust über das Fahrzeug führen kann.
● Ziehen Sie niemals einen Schlauch auf eine undichte Felge auf, die für schlauch-
lose Reifen ausgelegt ist. Dies kann zu Unfällen mit lebensgefährlichen Verletzun-
gen führen.
■ Die Verwendung von defekten Rädern ist verboten
Verwenden Sie keine Räder, die Risse aufweisen oder deformiert sind.
Bei Verwendung solcher Räder kann während der Fahrt Luft aus dem Reifen entwei-
chen, was zu einem Unfall führen kann.
3637-3. Wartung in Eigenregie
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Wartung und Pflege
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Klimaanlagenfilter
Fahrzeuge ohne intelligentes Einstiegs- und Startsystem:
Stellen Sie den Motorschalter in die Stellung “LOCK”.
Fahrzeuge mit intelligentem Einstiegs- und Startsystem:
Schalten Sie den Motorschalter aus.
Ziehen Sie den Klimaanlagenfilter
so wie in der Abbildung dargestellt
heraus.
Ersetzen Sie ihn durch einen neuen Filter.
■ Wechselintervall
Überprüfen und ersetzen Sie den Klimaanlagenfilter gemäß dem Wartungsplan. In
staubigen Regionen oder bei hoher Verkehrsdichte kann der Austausch bereits zu
einem früheren Zeitpunkt erforderlich sein. (Informationen zum Wartungsprogramm
können Sie dem “Toyota Kundendienstheft” oder dem “Toyota Wartungsheft” entneh-
men.)
■ Wenn der Luftstrom aus den Düsen deutlich nachlässt
Der Filter ist möglicherweise verstopft. Überprüfen Sie den Filter und ersetzten Sie ihn,
wenn nötig.
Der Klimaanlagenfilter muss regelmäßig gewechselt werden, um die
Leistung der Klimaanlage aufrecht zu erhalten.
Vorgehensweise beim Ausbau
HINWEIS
■ Wenn Sie die Klimaanlage benutzen
Stellen Sie sicher, dass immer ein Filter eingebaut ist.
Die Benutzung der Klimaanlage ohne Filter kann zu Schäden an der Anlage führen.
3647-3. Wartung in Eigenregie
AYGO_OM_Europe_OM99Q26M
Batterie der Funkfernbedienung/des elektroni-
schen Schlüssels
● Schlitzschraubendreher
● Kleiner Schlitzschraubendreher
● Lithium-Batterie CR2016 (Fahrzeuge ohne intelligentes Einstiegs- und
Startsystem) oder CR2032 (Fahrzeuge mit intelligentem Einstiegs- und
Startsystem)
Fahrzeuge ohne intelligentes Einstiegs- und Startsystem
Nehmen Sie die Abdeckung ab.
Führen Sie den Schlitzschraubendre-
her in den Schlitz ein und drücken Sie
ihn nach unten.
Bedecken Sie die Spitze des Schlitz-
schraubendrehers mit einem Lappen,
um eine Beschädigung des Schlüssels
zu vermeiden.
Entfernen Sie die Abdeckung.
Führen Sie den Schlitzschraubendre-
her an der Unterseite des Schlüssels
ein und drücken Sie ihn nach unten.
: Je nach Ausstattung
Ersetzen Sie eine entladene Batterie durch eine neue.
Folgende Gegenstände werden benötigt:
Ersetzen der Batterie