Grundsätzliches
Fahrweise
Da s
Ab s
chleppen erfordert eine gewisse
Übung , insbesondere bei der Verwendung
eines Abschleppkabels. Beide Fahrer sollten
mit den Schwierigkeiten des Abschleppvor-
gangs vertraut sein. Ungeübte sollten weder
an- noch abschleppen.
Achten Sie bei Ihrer Fahrweise stets darauf,
dass keine unzulässigen Zugkräfte und keine
stoßartigen Belastungen auftreten. Bei
Schleppmanövern abseits der befestigten
Straße besteht die Gefahr, dass die Befesti-
gungsteile überlastet werden.
Die Zündung des gezogenen Fahrzeuges
muss eingeschaltet sein, damit das Lenkrad
nicht blockiert ist, und die Blinkleuchten, die
Hupe, die Scheibenwischer und die Schei-
benwaschanlage eingeschaltet werden kön-
nen.
Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe, den
Schalthebel in Neutralstellung bringen. Bei
Automatikgetrieben, legen Sie die Wählhe-
belstellung N.
Da der Bremskraftverstärker bei stehendem
Motor nicht arbeitet, müssen Sie zum Brem-
sen das Bremspedal wesentlich kräftiger als
normalerweise treten.
Da die Servolenkung bei stehendem Motor
nicht arbeitet, müssen Sie zum Lenken mehr
Kraft aufwenden. ››› in Anmerkungen auf Seite 83
›››
Seite 82 Anschleppen
Wenn der Motor nicht anspringt, versuchen
Sie zu
näc
hst den Motor mit der Batterie ei-
nes anderen Fahrzeugs zu starten ››› Sei-
te 53. Man sollte nur den Motor durch Ab-
schleppen starten, wenn das Aufladen der
Batterie nicht funktioniert. Dies erfolgt durch
die Ausnutzung der Bewegung der Räder.
Fahrzeuge mit Benzinmotor dürfen nur über
eine kurze Strecke angeschleppt werden, da
ansonsten unverbrannter Kraftstoff in den Ka-
talysator gelangen kann.
Falls Ihr Fahrzeug dennoch angeschleppt
werden muss:
● Legen Sie den 2. oder 3. Gang ein.
● Halten Sie die Kupplung getreten.
● Schalten Sie die Zündung ein.
● Wenn beide Fahrzeuge in Bewegung sind,
las sen
Sie die Kupplung los.
● Sobald der Motor angesprungen ist, treten
Sie die Kupplu
ng und nehmen Sie den Gang
heraus, um ein Auffahren auf das Zugfahr-
zeug zu verhindern.
››› in Anmerkungen auf Seite 83
›››
Seite 82 Starthilfe
St ar
thi lf
ekabel Das Starthilfekabel muss einen ausreichen-
den Leitu
n
gsquerschnitt haben.
Springt der Motor nicht an, weil die Fahrzeug-
batterie entladen ist, können Sie die Batterie
eines anderen Fahrzeuges zum Starten be-
nutzen.
Starthilfekabel
Für die Starthilfe benötigen Sie Starthilfeka-
bel nach der Norm DIN 72553 (beachten Sie
die Anweisungen des Kabelherstellers). Der
Leitungsquerschnitt muss bei Fahrzeugen mit
Benzinmotor mindestens 25 mm 2
, und bei
Fahrzeugen mit Dieselmotor mindestens
35 mm 2
betragen. Hinweis
● Zwi s
chen den Fahrzeugen darf kein Kontakt
bestehen, andernfalls könnte bereits beim
Verbinden der Pluspole Strom fließen. » 53
Verkehrssicherheit
Sicherheit
V erk
ehr s
sicherheit
Sicherheit geht vor! Dieses Kapitel enthält wichtige Informatio-
nen, Tipp
s,
Vorschläge und Warnungen, die
Sie im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit und
der Ihrer Mitfahrer lesen und beachten soll-
ten. ACHTUNG
● Dieser Abs c
hnitt hält wichtige Informatio-
nen zum Umgang mit dem Fahrzeug für den
Fahrer und seine Mitfahrer bereit. Weitere
wichtige Informationen, die Sie zur eigenen
Sicherheit und zur Sicherheit Ihrer Mitfahrer
wissen sollten, befinden sich auch in den an-
deren Kapiteln Ihres Bordbuches.
● Stellen Sie sicher, dass sich das komplette
Bordbuch immer im F
ahrzeug befindet. Das
gilt ganz besonders, wenn Sie das Fahrzeug
an andere verleihen oder verkaufen. Fahrhinweise
V or j
eder F ahr
t Zu Ihrer eigenen Sicherheit und der Sicher-
heit Ihrer Mitf
ahr
er beachten Sie vor jeder
Fahrt folgende Punkte:
– Stellen Sie sicher, dass die Beleuchtungs-
und Blinkanl
age am Fahrzeug einwandfrei
funktioniert.
– Kontrollieren Sie den Reifenfülldruck.
– Stellen Sie sicher, dass alle Fensterschei-
ben eine klar e u
nd gute Sicht nach außen
gewährleisten.
– Stellen Sie sicher, dass mitgeführte Ge-
päckstüc
ke sicher befestigt sind ›››
Sei-
te 141.
– Stellen Sie sicher, dass keine Gegenstände
die Pedale behindern k
önnen.
– Stellen Sie die Spiegel, den Vordersitz und
die Kopfstütz
e Ihrer Körpergröße entspre-
chend ein.
– Achten Sie darauf, dass sich die Kopfstütze
des mittler
en Rücksitzes auf Gebrauchs-
stellung befindet.
– Weisen Sie Mitfahrer darauf hin, die Kopf-
stützen ihrer K
örpergröße entsprechend
einzustellen. –
Schützen Sie Kinder dur
ch einen geeigne-
ten Kindersitz und richtig angelegten Si-
cherheitsgurt ››› Seite 74.
– Nehmen Sie die richtige Sitzposition ein.
Weisen Sie auc
h Ihre Mitfahrer an, die rich-
tige Sitzposition einzunehmen ››› Sei-
te 58.
– Legen Sie stets den Sicherheitsgurt vor
Fahrtantritt
richtig an. Weisen Sie auch Ihre
Mitfahrer an, sich richtig anzugurten ››› Sei-
te 63.
Faktoren, welche die Sicherheit beein-
flussen Als Fahrer tragen Sie die Verantwortung für
s
ic
h u nd Ihr
e Mitfahrer. Wenn Ihre Fahrsicher-
heit beeinflusst wird, gefährden Sie sich und
auch andere Verkehrsteilnehmer ››› .
– Lassen Sie sich nicht vom Verkehrsgesche-
hen ab l
enk en,
z.B. durch Ihre Mitfahrer
oder durch Telefongespräche.
– Fahren Sie niemals, wenn Ihre Fahrtüchtig-
keit beeinträchtig
t ist (z.B. durch Medika-
mente, Alkohol, Drogen).
– Halten Sie die Verkehrsregeln und die an-
gege
benen Geschwindigkeiten ein.
– Passen Sie die Fahrgeschwindigkeit stets
dem Straßenz
ustand sowie den Verkehrs-
und Witterungsverhältnissen an. »
57
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Sicherheit
– Mac
hen Sie auf
langen Reisen regelmäßige
Pausen – spätestens jedoch alle zwei Stun- den.
– Fahren Sie nach Möglichkeit nicht, wenn
Sie müde sind oder unter
Zeitdruck stehen.ACHTUNG
Wird die Fahrsicherheit während der Fahrt be-
einträchtigt, so erhöht s
ich das Unfall- und
Verletzungsrisiko. Sicherheitsausstattungen
Ihre Sicherheit und die Sicherheit Ihrer Mit-
f
ahr
er so l
lten Sie nicht aufs Spiel setzen. Im
Falle eines Unfalls können Sicherheitsauss-
tattungen die Verletzungsgefahr reduzieren.
Die folgende Aufzählung enthält einen Teil
der Sicherheitsausstattung in Ihrem SEAT-
Fahrzeug:
● optimierte Dreipunkt-Sicherheitsgurte
● Gurtkraftbegrenzer an den Vorder- und den
äußeren Rücks
itzen
● Gurtstraffer für die Vordersitze
● Frontairbags
● Seitenairbags in den Vordersitzlehnen mit
Kopf- und O
berkörperschutz.
● „ISOFIX“-Verankerungspunkte an den Rück-
sitzen für Kinder s
itze mit dem „ISOFIX“-Sys-
tem, ●
höhenver s
tellbare Kopfstützen vorne
● hintere mittlere Kopfstütze mit Gebrauchs-
und Außerge
brauchsstellung
● einstellbare Lenksäule.
Die genannten
Sicherheitsausstattungen die-
nen dazu, Sie und Ihre Mitfahrer in Unfallsitu-
ationen bestmöglich zu schützen. Diese Si-
cherheitsausstattungen nützen Ihnen oder
Ihren Mitfahrern nichts, wenn Sie oder Ihre
Mitfahrer eine falsche Sitzposition einneh-
men oder diese Ausstattungen nicht richtig
einstellen oder anwenden.
Sicherheit geht jeden etwas an! Richtige Sitzposition der Insas-
sen des Fahr
zeugs
Richtige Sitzposition des Fahrers Abb. 75
Der richtige Abstand des Fahrers
z um L
enkr
ad. Abb. 76
Die richtige Kopfstützeneinstellung
de s
F ahr
ers. 58
Verkehrssicherheit
Zu Ihrer eigenen Sicherheit und um die Ver-
l etz
un
gsgefahr im Falle eines Unfalles zu ver-
ringern, empfehlen wir für den Fahrer die fol-
gende Einstellung:
– Stellen Sie das Lenkrad so ein, dass der
Abstand
zwischen Lenkrad und Brustkorb
mindestens 25 cm beträgt ››› Abb. 75.
– Stellen Sie den Fahrersitz in Längsrichtung
so ein, dass
Sie das Gas-, Brems- und
Kupplungspedal mit leicht angewinkelten
Beinen ganz durchtreten können ››› .
– Stellen Sie sicher, dass Sie den obersten
Pu
nkt de
s Lenkrades erreichen können.
– Stellen Sie die Kopfstützen so ein, dass die
Oberkante der K
opfstütze sich möglichst
auf einer Linie mit dem oberen Teil Ihres
Kopfes befindet ››› Abb. 76.
– Stellen Sie die Rückenlehne in eine auf-
rechte P
osition, so dass Ihr Rücken voll-
ständig an der Rückenlehne anliegt.
– Legen Sie stets den Sicherheitsgurt vor
Fahrtantritt
richtig an ››› Seite 63.
– Lassen Sie beide Füße im Fußraum, damit
Sie jederzeit
das Fahrzeug unter Kontrolle
haben.
Einstellung des Fahrersitzes ››› Seite 134. ACHTUNG
● Eine fal s
che Sitzhaltung des Fahrers kann
zu schweren Verletzungen führen.
● Stellen Sie den Fahrersitz so ein, dass zwi-
schen Ihrem Bru
stkorb und der Lenkradmitte
ein Abstand von mindestens 25 cm vorhan-
den ist ››› Abb. 75. Sitzen Sie näher als
25 cm, kann Sie das Airbag-System nicht
richtig schützen.
● Wenn Sie wegen körperlicher Gegebenhei-
ten einen Mindest
abstand von 25 cm nicht
einhalten können, setzen Sie sich mit einem
Fachbetrieb in Verbindung. Dort berät man
Sie über möglicherweise erforderliche Ände-
rungen.
● Halten Sie während der Fahrt das Lenkrad
immer so, das
s Sie es mit beiden Händen
seitlich am äußeren Rand festhalten (9-Uhr-
und 3-Uhr-Position). Dadurch wird die Verlet-
zungsgefahr bei Auslösung des Fahrerairbags
reduziert.
● Halten Sie niemals das Lenkrad in der 12-
Uhr-Pos
ition oder in einer anderen Art und
Weise fest (z.B. in der Lenkradmitte). In sol-
chen Fällen können Sie sich bei Auslösung
des Fahrerairbags Verletzungen an Armen,
Händen und Kopf zuziehen.
● Um die Verletzungsgefahr für den Fahrer
beim plötzlichen Br
emsmanöver oder Unfall
zu reduzieren, fahren Sie niemals mit stark
nach hinten geneigter Rückenlehne! Die opti-
male Schutzwirkung des Airbag-Systems und
der Sicherheitsgurte wird nur erreicht, wenn
sich die Rückenlehne in einer aufrechten Po- sition befindet und der Fahrer den Sicher-
heitsgurt
ric
htig angelegt hat.
● Stellen Sie die Kopfstütze richtig ein, um
die optimale
Schutzwirkung zu erzielen. Lenkradposition einstellen
Lesen Sie aufmerksam die zusätzlichen In-
formationen dur
c
h ›››
Seite 14. ACHTUNG
● St ell
en
Sie das Lenkrad nur bei stehendem
Fahrzeug ein – Unfallgefahr!
● Drücken Sie den Hebel fest nach oben, da-
mit sich die L
enkradposition nicht während
der Fahrt unbeabsichtigt verändert – Umfall-
gefahr!
● Versichern Sie sich, dass Sie den oberen
Teil de
s Lenkrads erreichen und fest greifen
können: Umfallgefahr!
● Wenn Sie das Lenkrad mehr in Richtung Ih-
res Ge
sichtes einstellen, schränken Sie damit
die Schutzwirkung des Fahrerairbags im Falle
eines Unfalles ein. Stellen Sie sicher, dass
das Lenkrad in Richtung des Brustkorbes
zeigt. 59
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit
Sicherheit
Richtige Sitzposition des Beifahrers Zu Ihrer eigenen Sicherheit und um die Ver-
letzu
n
gsgefahr im Falle eines Unfalles zu ver-
ringern, empfehlen wir für den Beifahrer die
folgende Einstellung:
– Schieben Sie den Beifahrersitz soweit wie
möglich nach hint
en ››› .
– Stellen Sie die Rückenlehne in eine auf-
recht e P
osition, so dass Ihr Rücken voll-
ständig an der Rückenlehne anliegt.
– Stellen Sie die Kopfstützen so ein, dass die
Oberkant e der K
opfstütze sich möglichst
auf einer Linie mit dem oberen Teil Ihres
Kopfes befindet ››› Seite 61.
– Lassen Sie beide Füße im Fußraum vor dem
Beifahrer
sitz.
– Legen Sie stets den Sicherheitsgurt vor
Fahrtantritt
richtig an ›››
Seite 63.
Der Beifahrerairbag kann im Ausnahmefall
››› Seite 73 abgeschaltet werden.
Einstellung des Beifahrersitzes ›››
Sei-
te 12. ACHTUNG
● Eine fal s
che Sitzposition des Beifahrers
kann zu schweren Verletzungen führen.
● Stellen Sie den Beifahrersitz so ein, dass
mindesten
s 25 cm Platz zwischen Ihrem
Brustkorb und der Instrumententafel ist. Sit- zen Sie näher als 25 cm, kann Sie das Airbag-
Sys
t
em nicht richtig schützen.
● Wenn Sie wegen körperlicher Gegebenhei-
ten einen Mindest
abstand von 25 cm nicht
einhalten können, setzen Sie sich mit einem
Fachbetrieb in Verbindung. Dort berät man
Sie über möglicherweise erforderliche Ände-
rungen.
● Halten Sie die Füße während der Fahrt im-
mer im Fußraum – le
gen Sie die Füße niemals
auf die Instrumententafel, aus dem Fenster
heraus oder auf die Sitzflächen! Durch eine
falsche Sitzposition setzen Sie sich im Falle
eines Bremsmanövers oder Unfalles einem
erhöhten Verletzungsrisiko aus. Bei einer Air-
bagauslösung können Sie sich durch eine fal-
sche Sitzposition lebensgefährliche Verlet-
zungen zuziehen.
● Um die Verletzungsgefahr für den Beifahrer
beim plötzlichen Br
emsmanöver oder Unfall
zu reduzieren, fahren Sie niemals mit stark
nach hinten geneigter Rückenlehne! Die opti-
male Schutzwirkung des Airbag-Systems und
der Sicherheitsgurte wird nur erreicht, wenn
sich die Rückenlehne in einer aufrechten Po-
sition befindet und der Beifahrer den Sicher-
heitsgurt richtig angelegt hat. Je weiter die
Sitzlehne nach hinten geneigt ist, desto grö-
ßer ist das Verletzungsrisiko durch einen fal-
schen Gurtbandverlauf und eine falsche Sitz-
position.
● Die Kopfstützen müssen richtig eingestellt
sein, damit die optima
le Schutzwirkung er-
zielt wird. Richtige Sitzposition der Insassen auf
den Rüc
k
sitz
en Um die Verletzungsgefahr im Falle eines
plötzlic
hen Br
emsmanövers oder eines Unfal-
les zu verringern, müssen die Mitfahrer auf
der Rücksitzbank Folgendes beachten:
– Nehmen Sie eine aufrechte Sitzposition
ein.
– Stellen Sie die Kopfstütze auf die richtige
Position ein ›
›› Seite 61.
– Lassen Sie beide Füße im Fußraum vor dem
Rücks itz.
– L
egen Sie stets den Sicherheitsgurt vor
Fahrtantritt
richtig an ››› Seite 63.
– Benutzen Sie ein geeignetes Kinderrückhal-
tesys
tem, wenn Sie Kinder im Fahrzeug mit-
nehmen ›››
Seite 74. ACHTUNG
● Eine fal s
che Sitzposition der Mitfahrer auf
der Rücksitzbank kann zu schweren Verlet-
zungen führen.
● Die Kopfstützen müssen richtig eingestellt
sein, damit die optima
le Schutzwirkung er-
zielt wird.
● Die optimale Schutzwirkung der Sicher-
heitsgurte w
ird nur erreicht, wenn die Rü-
ckenlehne in einer aufrechten Position steht
und die Mitfahrer die Sicherheitsgurte richtig
angelegt haben. Sitzen die Mitfahrer auf der 60
Sicherheit
wenn die Sicherheitsgurte während der Fahrt
ab g
el e
gt werden, ertönt einige Sekunden
lang ein akustisches Signal. Zusätzlich blinkt
die Gurtwarnleuchte .
Die Kontrollleuchte im Kombiinstrument er-
lischt erst dann, wenn der Fahrer bzw. Beifah-
rer bei eingeschalteter Zündung den Sicher-
heitsgurt anlegt.
Die Schutzfunktion der Sicherheits-
gurte Abb. 80
Richtig angegurtete Fahrer werden
bei einem p lötzlic
hen Br
emsmanöver nicht
nach vorne geschleudert. Sicherheitsgurte, die richtig angelegt sind,
h
alt
en F ahr
zeuginsassen in der richtigen Sitz-
position. Sie helfen auch unkontrollierte Be-
wegungen zu verhindern, die ihrerseits
schwere Verletzungen nach sich ziehen kön- nen und reduzieren die Gefahr, aus dem Wa-
gen ges
chleudert zu werden.
Fahrzeuginsassen mit richtig angelegten Si-
cherheitsgurten profitieren in hohem Maße
von der Tatsache, dass die Bewegungsener-
gie optimal über die Sicherheitsgurte aufge-
fangen wird. Auch gewährleisten die Vorder-
wagenstruktur und andere passive Sicher-
heitsmerkmale des Fahrzeugs, wie z. B. das
Airbag-System, eine Reduzierung der Bewe-
gungsenergie. Die entstehende Energie wird
somit verringert und das Verletzungsrisiko
gemindert. Deshalb müssen Sie die Sicher-
heitsgurte vor jeder Fahrt anlegen, auch
wenn Sie nur eine sehr kurze Wegstrecke zu-
rücklegen.
Achten Sie ebenfalls darauf, dass auch Ihre
Mitfahrer richtig angegurtet sind. Unfallsta-
tistiken haben bewiesen, dass das richtige
Anlegen der Sicherheitsgurte das Risiko einer
Verletzung erheblich verringert und die Chan-
ce des Überlebens bei einem schweren Unfall
vergrößert. Richtig angelegte Sicherheitsgur-
te erhöhen darüber hinaus die optimale
Schutzwirkung von auslösenden Airbags im
Falle eines Unfalles. Aus diesem Grund ist in
den meisten Ländern deshalb die Benutzung
der Sicherheitsgurte gesetzlich vorgeschrie-
ben.
Obwohl Ihr Fahrzeug mit Airbags ausgestat-
tet ist, müssen die Sicherheitsgurte angelegt
und getragen werden. Die Frontairbags bei-
spielsweise lösen nur in einigen Frontalunfäl- len aus. Die Frontairbags lösen nicht bei
leichten Fr
ontalkollisionen, leichten Seiten-
kollisionen, Heckkollisionen, Überschlag und
bei Unfällen aus, bei denen der Airbag-Auslö-
sewert im Steuergerät nicht überschritten
wurde.
Tragen Sie deshalb immer den Sicherheits-
gurt und achten Sie darauf, dass Ihre Mitfah-
rer den Sicherheitsgurt vor Fahrtantritt richtig
angelegt haben!
Wichtige Sicherheitshinweise zur Ver-
wendung der
Sicherheitsgurte –
Tragen Sie den Sicherheitsgurt immer so,
wie e
s in die
sem Abschnitt beschrieben
wird.
– Stellen Sie sicher, dass die Sicherheitsgur-
te jederz
eit angelegt werden können und
nicht beschädigt sind. ACHTUNG
● Wenn Sie die Sic
herheitsgurte nicht tragen
oder falsch angelegt haben, so erhöht sich
das Risiko lebensgefährlicher oder tödlicher
Verletzungen. Die optimale Schutzwirkung
der Sicherheitsgurte wird nur erreicht, wenn
Sie die Sicherheitsgurte richtig benutzen.
● Legen Sie den Sicherheitsgurt vor jeder
Fahrt - auc
h im Stadtverkehr - immer richtig
an. Das gilt auch für Ihren Beifahrer und die 64
Sicherheit
● Front
airb ag
s für Fahrer und Beifahrer,
● Seitenairbags,
● Kopfairbags,
● einer Kontrollleuchte im Kombiins
tru-
ment ››› Seite 71,
● einem Schlüsselschalter zum Abschalten
des Beif
ahrer-Frontairbags,
● einer Kontrollleuchte für Ab-/Einschaltung
des Beif
ahrer-Frontairbags.
Die Funktionsbereitschaft des Airbag-Sys-
tems wird elektronisch überwacht. Nach je-
dem Einschalten der Zündung leuchtet die
Airbag-Kontrollleuchte für einige Sekunden
auf (Selbstdiagnose).
Eine Störung des Systems liegt vor, wenn die
Kontrollleuchte :
● leuchtet beim Einschalten der Zündung
nicht auf ›
›› Seite 71,
● nach dem Einschalten der Zündung nicht
nach etwa 4
Sekunden erlischt;
● nach dem Einschalten der Zündung erlischt
und wieder aufleuc
htet;
● leuchtet während der Fahrt auf oder blinkt.
Das Airbag
-System wird nicht ausgelöst bei:
● ausgeschalteter Zündung;
● leichten Frontalkollisionen;
● leichten Seitenkollisionen; ●
Heckkol
lisionen;
● das Fahrzeug überschlägt sich. ACHTUNG
● Die maxim a
le Schutzwirkung der Sicher-
heitsgurte und des Airbag-Systems wird nur
in der richtigen Sitzposition erreicht ››› Sei-
te 58, Richtige Sitzposition der Insassen des
Fahrzeugs.
● Wenn eine Störung im Airbag-System vor-
liegt, mus
s das System umgehend durch ei-
nen Fachbetrieb überprüft werden. Es besteht
sonst die Gefahr, dass das Airbag-System bei
einem Frontalunfall gar nicht oder nicht ein-
wandfrei ausgelöst wird. Airbagaktivierung
Das Entfalten des Airbags erfolgt in Sekun-
denbruc
ht
eil
en und mit hoher Geschwindig-
keit, um bei einem Unfall den zusätzlichen
Schutz bieten zu können. Beim Entfalten des
Airbags kann feiner Staub entstehen. Das ist
normal und lässt nicht auf einen Brand im
Fahrzeug schließen.
Das Airbagsystem ist nur bei eingeschalteter
Zündung betriebsbereit.
Bei besonderen Unfallsituationen können
verschiedene Airbags gleichzeitig ausgelöst
werden. Bei leichten Frontal- und Seitenkollisionen,
Heckkol
lisionen, Überschlagen oder Kippen
des Fahrzeugs werden die Airbags nicht aus-
gelöst.
Auslösefaktoren
Die Umstände, die eine Aktivierung des Air-
bag-Systems verursachen, können nicht ver-
allgemeinert werden. Einige Faktoren spielen
dabei eine wichtige Rolle, wie bspw. die Be-
schaffenheit des Objekts, auf das das Fahr-
zeug aufprallt (weich/hart), der Aufprallwin-
kel, die Fahrzeuggeschwindigkeit, usw.
Entscheidend für die Auslösung der Airbags
ist der Verzögerungsverlauf.
Das Steuergerät analysiert den Kollisionsver-
lauf und löst das jeweilige Rückhaltesystem
aus.
Bleibt die während der Kollision aufgetretene
und gemessene Fahrzeugverzögerung unter-
halb der im Steuergerät vorgegebenen Refe-
renzwerte, werden die Airbags nicht ausge-
löst, obwohl das Fahrzeug in Folge des Un-
falls durchaus stark deformiert sein kann.
Bei heftigen Frontalkollisionen erfolgt die
Auslösung folgender Airbags
● Fahrer-Frontairbag.
● Beifahrer-Frontairbag.
70
Airbag-System
Bei heftigen Seitenkollisionen erfolgt die
Au s
lös u
ng folgender Airbags
● Seitenairbag vorn auf der Unfallseite.
● Seitenairbag hinten auf der Unfallseite.
● Kopfairbag auf der Unfallseite.
Fall
s es zu einem Unfall mit Airbagauslösung
kommt:
● leuchtet die Innenbeleuchtung (wenn der
Schalter für die Innenbel
euchtung in der Tür-
kontaktstellung steht);
● wird die Warnblinkanlage eingeschaltet;
● werden alle Türen entriegelt;
● wird die Kraftstoffzufuhr zum Motor unter-
brochen.
Kontr
ollleuchte für Airbag und Gurt-
straffer
Die Kontrollleuchte überwacht alle im Fahr-
z
eug ein
ge
bauten Airbags und Gurtstraffer
einschließlich Steuergeräte und Kabelverbin-
dungen.
Überwachung des Airbag- und Gurtstraffer-
Systems
Die Funktionsbereitschaft des Airbag- und
Gurtstraffer-Systems wird dauernd elektro-
nisch überwacht. Beim Einschalten der Zün- dung leuchtet die Kontrollleuchte
für eini-
ge Seku
nden auf (Funktionsprüfung).
Das System muss überprüft werden, wenn
die Kontrollleuchte :
● leuchtet beim Einschalten der Zündung
nicht auf,
● n
ach dem Einschalten der Zündung nicht
nach etwa 4
Sekunden erlischt;
● nach dem Einschalten der Zündung erlischt
und wieder aufleuc
htet;
● leuchtet während der Fahrt auf oder blinkt.
Im Falle einer
Störung leuchtet die Kontroll-
leuchte dauerhaft. Lassen Sie das Airbag-
System umgehend von einem Fachbetrieb
überprüfen.
Bei Abschaltung einer der Airbags durch eine
Fachwerkstatt blinkt die Kontrollleuchte nach
Durchführung der Prüfung einige Sekunden
länger auf und erlischt dann, wenn keine Stö-
rung vorliegt. ACHTUNG
● Liegt eine
Störung vor, kann das Airbag-
und Gurtstraffer-System seine Schutzfunkti-
on nicht richtig erfüllen.
● Wenn eine Störung vorliegt, sollte das Sys-
tem umgehend
von einem Fachbetrieb über-
prüft werden. Es besteht sonst die Gefahr,
dass die Airbags und auch die Gurtstraffer bei
einem Unfall nicht aktiviert bzw. nicht ein-
wandfrei ausgelöst werden. Sicherheitshinweise zu den
Airb
ag
s
Fr ont
airbags Lesen Sie aufmerksam die zusätzlichen In-
formationen dur
c
h ›››
Seite 14. ACHTUNG
● Die bestmöglic he
Schutzwirkung der Si-
cherheitsgurte und des Airbag-Systems kann
nur im Zusammenwirken mit einer richtigen
Sitzposition erreicht werden ››› Seite 58,
Richtige Sitzposition der Insassen des Fahr-
zeugs.
● Zwischen Insassen der Vordersitze und dem
Wirkun
gsbereich des Airbags dürfen sich kei-
ne weiteren Personen, Tiere oder Gegenstän-
de befinden.
● Die Airbags schützen Sie nur bei einem Un-
fall
und müssen nach einer Auslösung ersetzt
werden.
● Auch dürfen keine Gegenstände, wie z.B.
Getränkehalt
er, Telefonhalterungen, auf den
Abdeckungen der Airbagmodule befestigt
werden.
● An den Teilen des Airbag-Systems dürfen
keinerlei V
eränderungen vorgenommen wer-
den. 71
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit