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Fahren und Bedienung127
Während der gesamten Vollbrem‐
sung gleichmäßig starken Druck auf
das Bremspedal ausüben. Die maxi‐
male Bremskraft verringert sich auto‐
matisch, sobald das Bremspedal frei‐ gegeben wird.
Berg-Anfahr-Assistent
Dieses System schützt vor unbeab‐
sichtigtem Wegrollen beim Anfahren
am Berg.
Beim Lösen der Fußbremse nach
dem Anhalten an einer Steigung
bleibt die Bremse noch weitere
zwei Sekunden angezogen. Die
Bremse wird automatisch gelöst, so‐
bald sich die Fahrzeuggeschwindig‐
keit erhöht.
Bei einem Autostop ist der Berg-An‐
fahr-Assistent nicht aktiv.
Stopp-Start-Automatik 3 114.Fahrsysteme
Traktionskontrolle
Die Traktionskontrolle (TC) ist Be‐
standteil des elektronischen Stabili‐
tätsprogramms (ESP® Plus
), das die
Fahrstabilität bei Bedarf unabhängig von der Fahrbahnbeschaffenheit undder Reifenhaftung verbessert, indem
es ein Durchdrehen der Antriebsräder verhindert.
Sobald die Antriebsräder durchzudre‐ hen beginnen, wird die Motorleistung
reduziert und das am stärksten
durchdrehende Rad einzeln ge‐
bremst. Dadurch wird die Fahrstabili‐ tät des Fahrzeugs auch bei rutschiger
Fahrbahn wesentlich verbessert.
Die TC ist betriebsbereit, sobald die
Zündung eingeschaltet und die Kon‐ trollleuchte b im Instrument erlo‐
schen ist.
Bei aktiver TC blinkt b.9 Warnung
Lassen Sie sich nicht aufgrund
dieses besonderen Sicherheitsan‐ gebotes zu einem risikoreichen
Fahrstil verleiten.
Geschwindigkeit den Straßenver‐
hältnissen anpassen.
Kontrollleuchte b 3 83.
Deaktivierung
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128Fahren und Bedienung
Falls nötig kann TC bei schlammiger
oder schneebedeckter Fahrbahn
deaktiviert werden, um die Traktion
zu verbessern:
Drücken Sie die Taste Ø. Die LED
leuchtet in der Taste, und im Driver
Information Center 3 86 wird eine ent‐
sprechende Meldung angezeigt.
Die Traktionskontrolle wird durch er‐ neutes Drücken der Taste Ø akti‐
viert. Die LED erlischt in der Taste.
Die Traktionskontrolle wird auch beim
nächsten Einschalten der Zündung
aktiviert.
Wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit
50 km/h erreicht, wird die Traktions‐
kontrolle automatisch wieder akti‐
viert.
Störung
Wenn das System eine Störung er‐
kennt, leuchtet die Kontrollleuchte A
3 82 im Kombiinstrument auf und
eine entsprechende Meldung wird im
Fahrerinformationszentrum ange‐
zeigt 3 86.
Störungsursache umgehend von
einer Werkstatt beheben lassen.Fahrzeugmeldungen 3 87.
Elektronisches
Stabilitätsprogramm
Das elektronische Stabilitätspro‐ gramm (ESP® Plus
) verbessert bei Be‐
darf die Fahrstabilität unabhängig von der Fahrbahnbeschaffenheit oder der
Reifenhaftung. Außerdem verhindert
es ein Durchdrehen der Räder.
Sobald das Fahrzeug auszubrechen
droht (Untersteuern, Übersteuern),
wird die Motorleistung reduziert und
die Räder werden separat abge‐
bremst. Dadurch wird die Fahrstabili‐
tät des Fahrzeugs auch bei rutschiger Fahrbahn wesentlich verbessert.
Das ESP® Plus
ist betriebsbereit, so‐
bald die Zündung eingeschaltet und
die Kontrollleuchte b im Instrument
erloschen ist.
Das Eingreifen des ESP® Plus
wird
durch Blinken von b angezeigt.9 Warnung
Lassen Sie sich nicht aufgrund
dieses besonderen Sicherheitsan‐ gebotes zu einem risikoreichen
Fahrstil verleiten.
Geschwindigkeit den Straßenver‐
hältnissen anpassen.
Kontrollleuchte b 3 83.
Deaktivierung
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Fahren und Bedienung129
Falls nötig kann bei schlammiger
oder schneebedeckter Fahrbahn
ESP® Plus
deaktiviert werden, um die
Traktion zu verbessern:
Drücken Sie die Taste Ø. Die LED
leuchtet in der Taste, und im Driver
Information Center 3 86 wird eine ent‐
sprechende Meldung angezeigt.
ESP® Plus
wird durch erneutes
Drücken der Taste Ø aktiviert. Die
LED erlischt in der Taste. ESP® Plus
wird auch beim nächsten Einschalten der Zündung aktiviert.
Wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit
50 km/h erreicht, wird ESP® Plus
auto‐
matisch reaktiviert.
Störung
Wenn das System eine Störung er‐
kennt, leuchtet die Kontrollleuchte A
3 82 im Kombiinstrument auf und
eine entsprechende Meldung wird im
Fahrerinformationszentrum ange‐ zeigt 3 86.
Störungsursache umgehend von
einer Werkstatt beheben lassen.
Fahrzeugmeldungen 3 87.Fahrerassistenzsys‐
teme9 Warnung
Fahrerassistenzsysteme wurden
zur Unterstützung der Fahrer ent‐
wickelt, können deren Aufmerk‐
samkeit aber nicht ersetzen.
Der Fahrer übernimmt beim Füh‐
ren des Fahrzeugs die volle Ver‐
antwortung.
Beim Gebrauch von Fahrerassis‐
tenzsystemen stets die aktuelle
Verkehrssituation berücksichti‐
gen.
Geschwindigkeitsregler
Der Geschwindigkeitsregler kann Ge‐
schwindigkeiten ab 30 km/h spei‐ chern und konstant halten. An Stei‐
gungen und im Gefälle ist ein Abwei‐ chen von der gespeicherten Ge‐
schwindigkeit möglich.
Aus Sicherheitsgründen kann der Ge‐
schwindigkeitsregler erst nach ein‐
maligem Betätigen der Fußbremse
aktiviert werden.
Geschwindigkeitsregler nicht ein‐
schalten, wenn eine gleichbleibende
Geschwindigkeit nicht ratsam ist.
Beim automatisierten Schaltgetriebe
den Geschwindigkeitsregler nur im
Automatikbetrieb aktivieren.
Kontrollleuchten m und U 3 86.
Aktivierung
Schalter m drücken. Kontrollleuchte
U im Instrument leuchtet grün.
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130Fahren und Bedienung
Der Geschwindigkeitsregler ist nun
im Standbymodus und es erscheint
eine entsprechende Meldung im Dri‐
ver Information Center.
Auf die gewünschte Geschwindigkeit
beschleunigen und Schalter <
oder ] drücken. Die aktuelle Ge‐
schwindigkeit wird jetzt gespeichert
und gehalten. Das Gaspedal muss
dazu nicht mehr betätigt werden.
Die Kontrollleuchte m leuchtet im
Kombiinstrument grün auf zusammen
mit der Meldung U und eine entspre‐
chende Meldung erscheint im Driver
Information Center.
Beschleunigen durch Gas geben ist
möglich. Die gespeicherte Geschwin‐
digkeit blinkt im Instrument. Nach
Loslassen des Gaspedals wird die
gespeicherte Geschwindigkeit wieder eingestellt.
Der Geschwindigkeitsregler bleibt
während des Gangschaltens akti‐
viert.
Die Geschwindigkeit bleibt bis zum
Ausschalten der Zündung gespei‐
chert.
Geschwindigkeit erhöhen Bei aktivem Geschwindigkeitsregler
kann die Fahrzeuggeschwindigkeit
stufenlos oder in kleinen Schritten er‐
höht werden. Dazu den Schalter <
nach unten drücken oder mehrmals auf ihn tippen.
Wenn der Schalter losgelassen wird,
wird die aktuelle Geschwindigkeit ge‐ speichert und gehalten.
Wahlweise beschleunigen Sie auf die
gewünschte Geschwindigkeit und
speichern diese durch Drücken des
Schalters <.
Geschwindigkeit verringern
Bei aktivem Geschwindigkeitsregler
kann die Fahrzeuggeschwindigkeit
stufenlos oder in kleinen Schritten
verringert werden. Dazu den Schal‐
ter ] nach unten drücken oder mehr‐
mals auf ihn tippen.
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Fahren und Bedienung131
Wenn der Schalter losgelassen wird,
wird die aktuelle Geschwindigkeit ge‐ speichert und gehalten.
Deaktivierung
Den Schalter § drücken: Der Ge‐
schwindigkeitsregler wird deaktiviert
und die grüne Kontrollleuchte m im
Instrument erlischt.
Automatisches Ausschalten: ■ Die Fahrzeuggeschwindigkeit fällt unter 30 km/h.
■ Das Bremspedal wird gedrückt.
■ Das Kupplungspedal wird ge‐ drückt.
■ Wählhebel in N.
Die Geschwindigkeit wird gespeichert und im Driver Information Center er‐
scheint eine entsprechende Meldung.
Zur gespeicherten
Geschwindigkeit zurückkehren
Bei einer Geschwindigkeit von mehr
als 30 km/h den Schalter R drücken.Wenn die gespeicherte Geschwindig‐
keit deutlich über der aktuellen Ge‐
schwindigkeit liegt, beschleunigt das
Fahrzeug kräftig, bis die gespeicherte Geschwindigkeit erreicht ist.
Gespeicherte Geschwindigkeit löschen Schalter m drücken: Die grünen Kon‐
trollleuchten U und m im Instrument
erlöschen.
Geschwindigkeitsbegrenzer
des Geschwindigkeitsreglers
Der Geschwindigkeitsbegrenzer ver‐
hindert, dass das Fahrzeug eine ein‐
gestellte Höchstgeschwindigkeit
überschreitet. Diese muss über
30 km/h liegen.Aktivierung
Schalter U drücken. Kontrollleuchte
U im Instrumentendisplay leuchtet
gelb.
Die Geschwindigkeitsbegrenzerfunk‐
tion des Geschwindigkeitsreglers ist
nun im Standbymodus und es er‐ scheint eine entsprechende Meldung
im Driver Information Center.
Auf die gewünschte Geschwindigkeit
beschleunigen und Schalter <
oder ] drücken. Die aktuelle Ge‐
schwindigkeit wird aufgezeichnet.
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132Fahren und Bedienung
Das Fahrzeug kann normal gefahrenwerden. Es ist jedoch nicht möglich,
die programmierte Höchstgeschwin‐
digkeit zu überschreiten. Eine Aus‐ nahme bilden Notfälle.
Wo die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht eingehalten werden kann, z.B.
bei steiler Bergabfahrt, blinkt die Ge‐ schwindigkeitsbegrenzung im Driver
Information Center.
Höchstgeschwindigkeit erhöhen
Die Höchstgeschwindigkeit kann stu‐
fenlos oder in kleinen Schritten erhöht
werden. Dazu den Schalter < nach
unten drücken oder mehrmals auf ihn
tippen.
Höchstgeschwindigkeit verringern
Die Höchstgeschwindigkeit kann stu‐
fenlos oder in kleinen Schritten ver‐
ringert werden. Dazu den Schalter ]
nach unten drücken oder mehrmals
auf ihn tippen.Höchstgeschwindigkeit
überschreiten
Bei einem Notfall ist es möglich, die
Höchstgeschwindigkeit durch starkes
Betätigen des Gaspedals über den
Punkt des Widerstandes hinaus zu
überschreiten.
Die Geschwindigkeitsgrenze blinkt
während dieses Zeitraums im Driver
Information Center.
Den Fuß vom Gaspedal nehmen: Die Geschwindigkeitsbegrenzungsfunk‐
tion wieder aktiviert, sobald eine Ge‐
schwindigkeit unter der Höchstge‐
schwindigkeit erreicht ist.
Deaktivierung
Schalter § drücken: Die Geschwin‐
digkeitsbegrenzung wird deaktiviert
und das Fahrzeug kann normal ge‐
fahren werden.
Die Geschwindigkeitsgrenze wird ge‐ speichert und im Driver Information
Center erscheint eine entsprechende
Meldung.Erneute Aktivierung
Schalter R drücken. Die Geschwin‐
digkeitsbegrenzungsfunktion ist er‐ neut aktiviert.
Gespeicherte Höchstgeschwindigkeit löschen
Schalter U drücken.
Die gelbe Kontrollleuchte U im In‐
strumentendisplay erlischt.
Einparkhilfe Die Einparkhilfe erleichtert das Rück‐
wärtseinparken durch Messen des
Abstands zwischen dem Fahrzeug‐
heck und Hindernissen. Dennoch
trägt der Fahrer beim Einparken die
volle Verantwortung.
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Fahren und Bedienung133
Das System besteht aus vier Ultra‐
schallsensoren im hinteren Stoßfän‐
ger.
Hinweis
Im Sensorbereich angebrachte Teile
verursachen Funktionsstörungen.
Aktivierung
Bei Einlegen des Rückwärtsgangs
schaltet sich das System automatisch ein. Betriebsbereitschaft wird durch
einen kurzen akustischen Alarm an‐
gezeigt.
Wird ein Hindernis erkannt, ertönt ein akustisches Signal. Das Intervall zwi‐ schen den Signaltönen wird kürzer, je
weiter sich das Fahrzeug dem Hin‐
dernis nähert. Bei einem Abstand von weniger als 30 cm wird ein Dauerton
ausgegeben.9 Warnung
Unterschiedlich reflektierende
Oberflächen von Gegenständen
oder Kleidung sowie externe
Schallquellen können unter be‐
sonderen Umständen zur Nicht‐
erkennung von Hindernissen
durch das System führen.
Besondere Vorsicht gilt bei niedri‐
gen Gegenständen, die den unte‐
ren Teil des Stoßfängers beschä‐
digen können.
Achtung
Die Funktion des Systems kann eingeschränkt sein, wenn die Sen‐
soren verdeckt sind, z. B. durch
Eis oder Schnee.
Die Leistung des Einparkhilfesys‐
tems kann durch hohe Lasten be‐
einträchtigt sein.
Besondere Bedingungen beste‐
hen, wenn höhere Fahrzeuge be‐
teiligt sind (z. B. Geländefahr‐
zeuge, Minivans, Lkws). Die Er‐
kennung von Hindernissen im
oberen Bereich solcher Fahr‐
zeuge kann nicht garantiert wer‐
den.
Gegenstände mit einer sehr klei‐ nen reflektierenden Fläche, wie
etwa schmale Gegenstände oder
weiche Materialien, werden vom
System möglicherweise nicht er‐
kannt.
Die Einparkhilfe kann keine Ob‐
jekte außerhalb des Erfassungs‐
bereichs erkennen.
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134Fahren und Bedienung
Deaktivierung
Das System kann permanent oder
vorübergehend deaktiviert werden.
Vorübergehende Deaktivierung
Das System bei eingeschalteter Zün‐ dung und eingelegtem
Rückwärtsgang durch Drücken der
Taste r auf der Instrumententafel
vorübergehend deaktivieren. Die
Kontrollleuchte in der Taste leuchtet.
Die Deaktivierung wird dadurch an‐
gezeigt, dass bei Einlegen des
Rückwärtsgangs kein Signal ertönt.
Die Funktion wird wieder aktiviert
durch erneutes Drücken der Taste
r oder beim nächsten Einschalten
der Zündung.
Permanente Deaktivierung
Das System bei eingeschalteter Zün‐
dung und eingelegtem
Rückwärtsgang durch Drücken und
Halten der Taste r auf der Instru‐
mententafel für ca. 3 Sekunden per‐ manent deaktivieren. Die Kontroll‐
leuchte in der Taste leuchtet perma‐
nent.
Das System ist deaktiviert und arbei‐
tet nicht. Die Deaktivierung wird da‐
durch angezeigt, dass bei Einlegen
des Rückwärtsgangs kein Signal er‐
tönt.
Die Funktion wird durch Drücken und
Halten der Taste r für ca. 3 Sekun‐
den wieder aktiviert.
Störung
Wenn das System eine Betriebsstö‐
rung erkennt, ertönt beim Einlegen
des Rückwärtsgangs ca. 5 Sekundenlang ein durchgehender Warnton.
Eine Werkstatt aufsuchen, um die
Störungsursache beheben zu lassen.Achtung
Bei Rückwärtsfahrt sollte der Be‐
reich frei von Hindernissen sein,
die an den Fahrzeugunterboden
schlagen könnten.
Ein Gegenschlagen an der Hinter‐
achse, das nicht offenkundig er‐
kennbar sein muss, kann zu un‐gewöhnlichen Änderungen am
Handling des Fahrzeugs führen.
Wenden Sie sich an eine Werk‐
statt wenn ein derartiges Auftref‐
fen auf ein Hindernis erfolgte.