3-30
FAHRWERK
REIFENLUFTDRUCK
KONTROLLIEREN
1. Messen:• ReifenluftdruckNicht nach Vorgabe →Korrigieren.
• Den Reifenluftdruck bei kaltem Re-
ifen kontrollieren.
• Bei zu niedrigem Reifenluftdruck besteht die Gefahr, dass der Reifen
auf der Felge rutscht.
• Ein schräg stehender Ventilschaft deutet darauf hin, dass der Reifen
sich verschoben hat.
• Falls der Ventilschaft schräg steht, sitzt der Reifen fa lsch auf. In die-
sem Fall die Reifenlage korrigieren.
SPEICHEN KONTROLLIEREN UND
FESTZIEHEN
Folgender Arbeitsablauf gilt für säm-
tliche Speichen.
1. Kontrollieren: • SpeichenVerbogen/beschädigt →Er-
neuern.
Speiche lose →Spannen.
Die Speichen einzeln mit einem
Schraubendreher abklopfen.
Eine ausreichend gespannte Speiche
klingt laut und deutlich; eine lockere
Speiche klingt dumpf.
2. Festziehen: •Speichen
(mit Nippelspanner "1")
Die Speichen müssen vor und nach
der Einfahrzeit festgezogen werden.
RÄDER KONTROLLIEREN
1. Kontrollieren:• FelgenschlagDas Rad anheben und drehen.
Anormaler Schlag →Erneuern.
2. Kontrollieren: • Lagerspiel
Vorhanden →Erneuern.
LENKKOPF KONTROLLIEREN
UND EINSTELLEN
1. Den Motor so aufbocken, dass das Vorderrad frei in der Luft
schwebt. WARNUNG! Das Fah-
rzeug sicher abstützen, damit
es nicht umfallen kann.
2. Kontrollieren: • Lenkachse
Die Gabelholme am unteren
Ende umfassen und die Teles-
kopgabel hin und her bewegen. Spiel vorhanden
→Lenkkopflager
einstellen.
3. Kontrollieren: • Leichtgängigkeit der LenkungLenker von Ansch lag zu Anschlag
schwenken.
Stockend →Ringmutter einstellen.
4. Einstellung: • RingmutterRingmutter einstellen:
a. Den Scheinwerfer demontieren.
b. Den Lenker und die obere Gabel- brucke demontieren.
c. Die Ringmutter "1" mit dem Hak- enschlüssel "2" lokkern.
d. Die Ringmutter "3" mit dem Hak- enschlüssel "4" festziehen.
• Das Gewinde der Lenkachse mit Lithiumseifenfett bestreichen.
• Den Drehmomentschlüssel im re- chten Winkel zum Hakenschlüssel
ansetzen.
Standard-Reifenluft-
druck: 100 kPa (1.0 kgf/cm
2,
15 psi)
Speichennippel-Schlüs-
sel
YM-01521/90890-01521
Speichen: 3 Nm (0.3 m•kg, 2.2
ft•lb)
Hakenschlüssel:YU-33975/90890-01403
Hakenschlüssel: YU-33975/90890-01403
Ringmutter (provi-
sorisches Anzugsmo-
ment): 38 Nm (3.8 m•kg, 27
ft•lb)
3-33
ELEKTRISCHE ANLAGE
ELEKTRISCHE ANLAGE
ZÜNDKERZEN KONTROLLIEREN
1. Demontieren:
• Zündkerze
2. Kontrollieren:
• Elektrode "1"
Verschlissen/beschädigt→Er-
neuern.
• Isolator-Färbung "2"
Die normale Färbung ist Reh-
braun.
Färbung anormal→Zustand des
Motors kontrollieren.
Nach zahlreichen Betriebsstunden im
unteren Lastbereich verrußt der Por-
zellanisolator, auch wenn Motor und
Vergaser in gutem Zustand sind.
3. Messen:
• Elektrodenabstand "a"
(mit einer Fühlerlehre)
Nicht nach Vorgabe→Korrigieren.
4. Die Zündkerze ggf. mit einem
Zündkerzenreiniger reinigen.
5. Festziehen:
• Zündkerze
• Vor dem Einschrauben der Zünd-
kerze müssen Kerzenkörper und
Dichtfläche gesäubert werden.
• Die Zündkerze zuerst handfest "a"
und dann mit dem vorge-
schriebenen Anzugsmoment "b"
festziehen.
ZÜNDZEITPUNKT
KONTROLLIEREN
1. Demontieren:
• Rotor-Abdeckschraube "1"
2. Anschließen:
• Stroboskoplampe
• Digitaler-Drehzahlmesser
(am Zündspulen-Kabel [Orange]
"1")
3. Einstellung:
• Leerlaufdrehzahl
Siehe unter "LEERLAUFDRE-
HZAHL EINSTELLEN".
4. Kontrollieren:
• Zündzeitpunkt
Kontrollieren, ob sich die Zünd-
markierung "a" im Bereich "b" am
Rotor befindet.
Zündbereich falsch→Rotor und
Impulsgeber kontrollieren.
5. Montieren:
• Rotor-Abdeckschraube
BATTERIE KONTROLLIEREN UND
LADEN
Die in der Batterie enthaltene
Schwefelsäure ist giftig und stark
ätzend. Außerdem entsteht beim
Laden der Batterie explosives
Wasserstoffgas. Daher immer fol-
gende Sicherheitsratschläge
beachten:
• Beim Umgang mit der Batterie
eine Schutzbrille tragen.• Die Batterie nur in einem gut
durchlüfteten Raum aufladen.
• Die Batterie von Funken, Flam-
men, angezündeten Zigaretten
und andere Feuerquellen fern
halten.
• Beim Umgang mit der Batterie
NICHT RAUCHEN.
• BATTERIEN UND BATTER-
IESÄURE VON KINDERN FERN-
HALTEN.
• Körperlichen Kontakt mit Batter-
iesäure vermeiden. (Batter-
iesäure kann schwere
Verätzungen und bleibende Au-
genschäden hervorrufen.)
ERSTE HILFE BEI KÖRPERKON-
TAKT:
ÄUSSERLICH
• Haut mit Wasser spülen.
• Augen 15 Minuten lang gründlich
mit Wasser spülen, danach so-
fort einen Arzt aufsuchen.
INNERLICH
• Große Mengen Wasser oder
Milch, anschließend Speiseöl
trinken. Sofort einen Arzt auf-
suchen.
Ladespannung, -strom und -dauer
einer wartungsfreien Batterie
weichen von denen einer herköm-
mlichen Batterie ab. Die wartungs-
freie Batterie sollte entsprechend
den weiter unten beschriebenen
Lademethoden geladen werden.
Bei Überladung sinkt der Säures-
tand der Batterie beträchtlich. Es
ist daher wichtig, dass die Batterie
vorschriftsmäßig geladen wird.
Da die wartungsfreie Batterie dicht
verschlossen ist, kann deren Lade-
zustand nicht durch Messung der
Säuredichte kontrolliert werden. Der
Ladezustand wird stattdessen durch
Messen der Spannung an den Polkl-
emmen ermittelt.
1. Demontieren:
• Sitzbank
2. Lösen:
• Batteriekabel
(von den Batteriepolen)
Zuerst das Batterie-Minuskabel
"1" und dann das Batterie-Pluska-
bel "2" abklemmen.
Elektrodenabstand:
0.7–0.8 mm (0.028–
0.031 in)
Zündkerze:
13 Nm (1.3 m•kg, 9.4
ft•lb)
Stroboskoplampe:
YM-33277-A/90890-
03141
4-1
MOTOR (Nicht Kanada)
ABSTIMMUNG
MOTOR (Nicht Kanada)
VERGASEREINSTELLUNG
• Das Gemisch hangt u. a. von den
atmospharischen Bedingungen ab.
Luftdruck, -temperatur und –
feuchtigkeit sind Faktoren, die bei
der Vergaser-Abstimmung mit in
Betracht gezogen werden müssen.
• Die Leistung und das Ansprechver-
halten des Motors sowie der
Zustand der Kerze lassen sich am
besten im einem Testlauf prufen.
Anhand dieser Ergebnisse kann
der Vergaser optimal eingestellt
werden.
Es empfiehlt sich, die jeweiligen Um-
stände (atmosphärische Bedingun-
gen, Fahrbahnzustand, Anzahl
Runden usw.) und die entsprechen-
den Vergaser-Einstellungen zwecks
späterer Bezugnahme aufzuzeich-
nen.
• Der Vergaser ist ein Bestandteil
des Kraftstoffsystems. Bei Arbe-
iten daher stets auf eine gute
Belüftung sorgen und Feuer-
quellen sowie entzündliche Stof-
fe fern halten.
• Niemals in den Vergasereinlass
hineinblikken. Beim Starten des
Motors könnten Flammen rück-
schlagen. Auch bei ausge-
bautem Vergaser könnte Benzin
aus der Beschleunigungspumpe
entweichen.
• Der Vergaser reagiert besonders
empfindlich auf Fremdkorper
(Staub, Sand, Wasser usw.). Bei
Arbeiten am Vergaser ein Ein-
dringen von Fremdkörpern ver-
meiden.
• Den Vergaser und seine Bes-
tandteile stets behutsam hand-
haben. Auch die kleinsten
Kratzer, Verbiegungen oder
Schäden an Bauteilen des Ver-
gasers können dessen Funktion
bereits beeinträchtigen. Für War-
tungsarbeiten stets das entspre-
chende Werkzeug verwenden
und Bauteile niemals forcieren.• Bei abgestelltem Motor oder
wahrend des Schubbetriebs
nicht unnotig Gas geben und
nehmen. Anderenfalls könnte
der Vergaser überfluten, was
Start- und Betriebsprobleme ver-
ursachen könnte.
• Nach der Montage des Vergasers
sicherstellen, dass der Gasdreh-
griff einwandfrei funktioniert.
LUFTBEDINGUNGEN UND
VERGASEREINSTELLUNGEN
Die Luftdichte (Sauerstoff-Konzentra-
tion) bestimmt, ob das Gemisch fett
oder mager ist.
• Eine höhere Temperatur führt zu
einer Ausdehnung der Luft und
damit zu einer geringeren Dichte.
• Eine höhere Luftfeuchtigkeit reduz-
iert den Sauerstoffgehalt der Luft
und den Wasserdampf in der Luft.
• Ein niedrigerer atmosphärischer
Druck (in großer Höhe) reduziert
die Dichte der Luft.
AUSWIRKUNG DER
EINSTELLTEILE IN BEZUG AUF
DROSSELKLAPPENÖFFNUNG
A. Geschlossen
B. Völlig geöffnet
1. Leerlaufdüse
2. Drosselklappen-Ausschnitt
3. Düsennadel
4. Hauptdüse
VERGASERBAUWEISE UND
EINSTELLTEILE
Der FLATCR-Vergaser ist mit einer
Primär-Hauptdüse bestückt. Diese
Art Hauptdüse eignet sich hervorra-
gend für Rennmaschinen, da sie
(auch im Volllastbereich) einen steti-
gen Kraftstofffluss liefert. Die Einstel-
lung erfolgt über die Hauptdüse und
die Düsennadel.
1. Düsennadel
2. Leerlauf-Luftduse
3. Nadeldüse
4. Hauptdüse
5. Leerlaufdüse Luft-
tem
p.Feu
chtig
keitLuft-
druck
(Höhe
über
Meer-
ess-
piegel)Ge-
mischEin-
stel-
lung
Hoc
hHoc
hNied-
rig
(Hoch)FetterMag-
erer
Nied
rigNied
rigHoch
(nied-
rig)Mag-
ererFetter
4-5
FAHRWERK
FAHRWERK
SEKUNDÄRÜBERSETZUNG
(KETTENRAD) AUSWÄHLEN
• Im allgemeinen wird fur einen sch-
nellen Kurs mit langen Geraden
eine kleinere Sekundarubersetzung
gewahlt und fur einen kurven-
reichen Kurs eine grosere
Sekundarubersetzung gewahlt. Vor
der Fahrt sollte die Strecke stets
testgefahren werden, um die Mas-
chine auf die gegebenen Bedingun-
gen abzustimmen, da die
Geschwindigkeit von den Boden-
bedingungen des jeweiligen Tages
abhängt.
• Es ist selten moglich, eine Einstel-
lung zu erzielen, die optimal auf den
gesamten Kurs ausgelegt ist. Die
Einstellungen sollten in Abstim-
mung auf den für das Endergebnis
ausschlaggebendsten Bereich der
Strecke vorgenommen werden. Bei
der Einstellung der Sekundärüber-
setzung sollte jeweils die gesamte
Strecke abgefahren und die Run-
denzeiten notiert werden.
• Enthalt der Kurs eine lange Gerade,
auf der die Hochstgeschwindigkeit
erreichbar ist, sollte die Uberset-
zung so gewahlt werden, dass die
Maschine gegen Ende der Geraden
die Hochstgeschwindigkeit ohne
Uberdrehen des Motors erreicht.
Die Leistung einer Maschine hängt
sowohl von der Maschine als auch
vom Fahrer ab. Es ist daher wes-
entlich sinnvoller, seine eigenen Ein-
stellungen zu erarbeiten als
diejenigen anderer Fahrer zu über-
nehmen.
ANTRIEBSRITZEL- UND
KETTENRAD-EINSTELLTEILE
REIFENLUFTDRUCK
Der Reifenluftdruck ist der Fahrbahn-
beschaffenheit des Kurses anzupas-
sen.
• Auf nasser, schlammiger, sandiger
oder rutschiger Bahn den Reifen-
luftdruck vermindern, um die Reif-
enlaufflache zu vergrosern.• Auf steiniger oder harter Fahrbahn
den Reifenluftdruck erhohen, um
Reifenpannen zu vermeiden.
TELESKOPGABEL-EINSTELLUNG
Die Teleskopgabel-Einstellung ist
eine Sache des persönlichen Gefühls
und der Kursbedingungen.
Die Teleskopgabel-Einstellung um-
fasst die folgenden drei Faktoren:
1. Luftfederung
• Den Gabelölstand ändern.
2. Federvorspannung
• Die Feder austauschen.
• Eine Einstellscheibe montieren.
3. Dämpfungskraft
• Die Druckstufen-Dampfungskraft
andern.
• Die Zugstufen-Dampfungskraft
andern.
Die Federung nimmt Einfluss auf
die Belastung, die Dämpfung auf
die Bewegung.
ÄNDERUNG VON GABELÖL-
STAND UND -EIGENSCHAFTEN
Die Dämpfungs-Charakteristik am
Ende des Federwegs lässt sich durch
Ändern der Ölmenge beeinflussen.
Den Ölstand in 5 mm (0.2 in)-
Schritten ändern. Falls der Ölstand
zu niedrig ist, erzeugt die Gabel in
der Zugstufe ein Geräusch bzw.
übt Druck auf die Hände oder den
Körper des Fahrers aus. Falls der
Ölstand zu hoch ist, wird der Öl-
fluss plötzlich gestemmt und der
Federweg verkürzt, was die Leis-
tung und Charakteristik beein-
trächtigt. Daher darauf achten,
dass die Teleskopgabel
vorschriftsmäßig eingestellt wird.
Sekundärübersetzung = Anzahl
Kettenrad-Zähne/Anzahl Ant-
riebsritzel-Zähne
Standard-
Sekundärüberset-
zung50/13
(3.846)
* 47/14
(3.357)
* Für EUROPA
Bauteil Größe Teilenummer
Antrieb-
sritzel
"1"
(STD) 13T 9383B-13218
** (STD) * 14T 9383B-14222
Ketten-
rad "2"
** (STD) ** 47T 1C3-25447-00
48T 5GS-25448-50
* 48T 1C3-25448-00
* 49T 1C3-25449-00
(STD) 50T 5TJ-25450-80
* (STD) * 50T 1C3-25450-00
* 51T 1C3-25451-00
52T 5TJ-25452-80
* 52T 1C3-25452-00
* AUS und NZ
** Für EUROPA
Standard-Reifenluft-
druck:
100 kPa (1.0 kgf/cm
2,
15 psi)
Einstellbereich:
60–80 kPa (0.6–0.8 kgf/
cm
2, 9.0–12 psi)
Einstellbereich:
100–120 kPa (1.0–1.2
kgf/cm
2, 15–18 psi)
Standard-Olstand:
132 mm (5.20 in)
Einstellbereich:
95–150 mm (3.74–5.91
in)
(gemessen von der
Oberkante des Stan-
drohrs, Gabel [samt
Dämpferrohr] vollstän-
dig zusammenge-
drückt, ohne
Gabelfeder)
4-7
FAHRWERK
EINBAULÄNGE WÄHLEN
1. Das Motorrad so am Motor
aufbocken, dass das Hinterrad
frei in der Luft schwebt und dann
den Abstand "a" zwischen der
Mitte der Hinterachse und der
Hinterradabdekkungs-Schraube
messen.
2. Den Montagestander entfernen
und mit aufsitzendem Fahrer er-
neut den Abstand "b" zwischen
der Mitte der Hinterachse und der
Hinterradabdeckungs- Schraube
messen.
3. Kontrollieren, ob die Differenz
zwischen den gemessenen Ab-
standen "a" und "b" dem Stan-
dardwert entspricht und ggf.
einstellen; dazu den Sicher-
ungsring "1" lokkern und den
Federvorspannring "2" entsprech-
end verstellen.
• Bei neuen sowie eingefahrenen
Maschinen kann die Einbaulange
sich verandern, wenn die Feder
allmahlich ermudet. Daher re-
gelmäßig nachprüfen.
• Wenn der Standardwert fur die Ein-
baulange der Feder nicht mehr
durch Einstellung erreichbar ist,
muss die Feder erneuert werden.
FEDER NACH AUSWECHSLUNG
EINSTELLEN
Nach dem Austauschen der Feder
kontrollieren, ob die Einbaulänge 90–
100 mm (3.5–3.9 in) beträgt und ggf.
einstellen.
1. Weiche Feder
• Zum Kompensieren der gering-
eren Federvorspannung einer
weichen Feder kann die Zug-
stufen-Dampfungskraft verringert
werden. Die Zugstufen- Dämp-
fungskraft um ein oder zwei Rast-
stellungen weicher einstellen und
nach einer Probefahrt ggf. nach-
stellen.
2. Harte Feder
• Zum Kompensieren der groseren
Federvorspannung einer harten
Feder kann die Zugstufen-Damp-
fungskraft vergrosert werden. Die
Zugstufen- Dämpfungskraft um
ein oder zwei Raststellungen
härter einstellen und nach einer
Probefahrt ggf. nachstellen.
Nach einer Veranderung der Zug-
stufen-Dampfungskraft muss ge-
wohnlich auch die Druckstufen-
Dampfungskraft entsprechend ein-
gestellt werden. Dazu die untere
Druckstufen-Dämpfungskraft weicher
einstellen.
Beim Austauschen des Feder-
beins darauf achten, dass dessen
Gesamtlänge "a" das Standard-
maß nicht überschreitet, um Leis-
tungseinbußen zu vermeiden. Die
Standardlänge unter keinen Um-
ständen überschreiten.
HINTERRAD-STOSSDÄMPFER-
EINSTELLTEILE
• Hintere Stosdampferfeder "1"
• Die Kennmarkierung "a" ist am Fe-
derende angebracht.
• Die unterschiedliche Federleistung
ist durch Farbe und Anzahl der
Kennmarkierungen gekennzeich-
net.
Standardwert:
90–100 mm (3.5–3.9 in)
Lange "a" des Standard-
Federbeins
488.5 mm (19.23 in)
AUS-
FÜH-
RUNGFED-
ER-
RAT
E
FED-
ERFEDER
TEILE-
NUM-
M E R
(-22212-)KENN-
MARKI-
ERUNG/
MENGE
WEIC
H4.3 5UN-00 Braun/1
4.5 5UN-10 Grün/1
4.7 5UN-20 Rot/1
4.9 5UN-30Schwarz
/1
5.1 5UN-40 Blau/1
STD5.35UN-50Gelb/1
5.5 5UN-60 Rosa/1
HART 5.7 5UN-70 Weiß/1
4-9
FAHRWERK
FEDERUNGSEINSTELLUNG (TELESKOPGABEL)
• Treten bei der Standardeinstellung die in folgender Tabelle aufgefuhrten Symptome auf, die entsprechenden Einstellun-
gen ausfuhren.
• Vor der Einstellung sicherstellen, dass die Einbaulange der Federbein-Feder 90–100 mm (3.5–3.9 in) betragt.
SymptomAbschnitt
Kontrollieren Einstellen
Spru
ngGroß
er
Ab-
standMit-
tlerer
Ab-
standKlein-
er
Ab-
stand
Hart im gesamten
Bereich○○○Druckstufen-Dämpfung-
skraftDen Einsteller (ca. 2 Raststellungen) im Ge-
genuhrzeigersinn drehen, um die Dämpfungsk-
raft zu verringern.
Ölstand (Ölmenge) Den Ölstand um ca. 5–10 mm (0.2–0.4 in) senk-
en.
Feder Weichere Feder einbauen.
Raue Bewegung im
gesamten Bereich○○○○Standrohr Auf Verbiegung, Dellen und andere sichtbare
Schäden kontrollieren.
Gleitrohr
Anzugsmoment, untere
GabelbrückeVorschriftsmäßig festziehen.
Bewegung am An-
fang schwierig.○Zugstufen-Dämpfung-
skraftDen Einsteller (ca. 2 Raststellungen) im Ge-
genuhrzeigersinn drehen, um die Dämpfungsk-
raft zu verringern.
Dichtring Dichtringwandung mit Schmierfett bestreichen.
Weich im gesamten
Bereich, schlägt
durch○○Druckstufen-Dämpfung-
skraftDen Einsteller (ca. eine Raststellung) im Uhrzei-
gersinn drehen, um die Dämpfungskraft zu er-
höhen.
Ölstand (Ölmenge) Den Ölstand um ca. 5–10 mm (0.2–0.4 in) anhe-
ben.
Feder Härtere Feder einbauen.
Hart am Ende○Ölstand (Ölmenge) Den Ölstand um ca. 5 mm (0.2 in) senken.
Weich am Ende,
schlägt durch○Ölstand (Ölmenge) Den Ölstand um ca. 5 mm (0.2 in) anheben.
Steif am Anfang○○○○Druckstufen-Dämpfung-
skraftDen Einsteller (ca. 2 Raststellungen) im Ge-
genuhrzeigersinn drehen, um die Dämpfungsk-
raft zu verringern.
Front niedrig, neigt
nach vorn○○Druckstufen-Dämpfung-
skraftDen Einsteller (ca. eine Raststellung) im Uhrzei-
gersinn drehen, um die Dämpfungskraft zu er-
höhen.
Zugstufen-Dämpfung-
skraftDen Einsteller (ca. 2 Raststellungen) im Ge-
genuhrzeigersinn drehen, um die Dämpfungsk-
raft zu verringern.
Ausgleich mit Heck Die Einbaulänge auf 95–100 mm (3.7–3.9 in) ein-
stellen, um das Motorrad nach hinten zu neigen.
Ölstand (Ölmenge) Den Ölstand um ca. 5 mm (0.2 in) anheben.
Front hoch, neigt
nach hinten○○Druckstufen-Dämpfung-
skraftDen Einsteller (ca. 2 Raststellungen) im Ge-
genuhrzeigersinn drehen, um die Dämpfungsk-
raft zu verringern.
Ausgleich mit Heck Die Einbaulänge auf 90–95 mm (3.5–3.7 in) ein-
stellen, um das Motorrad nach vorn zu neigen.
Feder Weichere Feder einbauen.
Ölstand (Ölmenge) Den Ölstand um ca. 5–10 mm (0.2–0.4 in) senk-
en.
4-10
FAHRWERK
FEDERUNGSEINSTELLUNG (HINTERRAD-STOSSDÄMPFER)
• Treten bei der Standardeinstellung die in folgender Tabelle aufgefuhrten Symptome auf, die entsprechenden Einstellun-
gen ausfuhren.
• Die Zugstufen-Dampfungskraft um je 2 Raststellungen verstellen.
• Die untere Druckstufen-Dampfungskraft um je eine Raststellung verstellen.
• Die obere Druckstufen-Dampfungskraft um je 1/6 Umdrehung verstellen.
SymptomAbschnitt
Kontrollieren Einstellen
Spru
ngGroß
er
Ab-
standMit-
tlerer
Ab-
standKlein-
er
Ab-
stand
Steif, sinkt leicht ein○○Zugstufen-Dämpfung-
skraftDen Einsteller (ca. 2 Raststellungen) im Ge-
genuhrzeigersinn drehen, um die Dämpfungsk-
raft zu verringern.
Feder-Einbaulänge Die Einbaulänge auf 90–100 mm (3.5–3.9 in) ein-
stellen.
Schwammig, unsta-
bil○○Zugstufen-Dämpfung-
skraftDen Einsteller (ca. eine Raststellung) im Uhrzei-
gersinn drehen, um die Dämpfungskraft zu er-
höhen.
Untere Druckstufen-
DämpfungskraftDen Einsteller (ca. eine Raststellung) im Uhrzei-
gersinn drehen, um die Dämpfungskraft zu er-
höhen.
Feder Härtere Feder einbauen.
Schwer und
zögernd○○Zugstufen-Dämpfung-
skraftDen Einsteller (ca. 2 Raststellungen) im Ge-
genuhrzeigersinn drehen, um die Dämpfungsk-
raft zu verringern.
Feder Weichere Feder einbauen.
Schlechte Boden-
haftung○Zugstufen-Dämpfung-
skraftDen Einsteller (ca. 2 Raststellungen) im Ge-
genuhrzeigersinn drehen, um die Dämpfungsk-
raft zu verringern.
Untere Druckstufen-
DämpfungskraftDen Einsteller (ca. eine Raststellung) im Uhrzei-
gersinn drehen, um die Dämpfungskraft zu er-
höhen.
Obere Druckstufen-
DämpfungskraftDen Einsteller (ca. 1/6 Umdrehung) im Uhrzeiger-
sinn drehen, um die Dämpfungskraft zu erhöhen.
Feder-Einbaulänge Die Einbaulänge auf 90–100 mm (3.5–3.9 in) ein-
stellen.
Feder Weichere Feder einbauen.
Schlägt durch○○Obere Druckstufen-
DämpfungskraftDen Einsteller (ca. 1/6 Umdrehung) im Uhrzeiger-
sinn drehen, um die Dämpfungskraft zu erhöhen.
Feder-Einbaulänge Die Einbaulänge auf 90–100 mm (3.5–3.9 in) ein-
stellen.
Feder Härtere Feder einbauen.
Wippt○○Zugstufen-Dämpfung-
skraftDen Einsteller (ca. eine Raststellung) im Uhrzei-
gersinn drehen, um die Dämpfungskraft zu er-
höhen.
Feder Weichere Feder einbauen.
Steif○○Obere Druckstufen-
DämpfungskraftDen Einsteller (ca. 1/6 Umdrehung) im Ge-
genuhrzeigersinn drehen, um die Dämpfungsk-
raft zu senken.
Feder-Einbaulänge Die Einbaulänge auf 90–100 mm (3.5–3.9 in) ein-
stellen.
Feder Weichere Feder einbauen.
5-1
KÜHLER
MOTOR
Dieser Abschnitt ist für Personen, die über grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten in der Wartung von Yamaha-Motor-
rädern verfügen (z.B.: Yamaha-Händler, Wartungspersonal etc.). Personen mit geringen Kenntnissen und Fähigkeiten
über Wartungsarbeiten wird empfohlen, keine Inspektionen, Einstellungen, Demontagen durchzuführen und Montagen nur
mit Hilfe dieses Handbuchs vorzunehmen. Es könnten sonst Wartungsprobleme und mechanische Schäden auftreten.
KÜHLER
KÜHLER DEMONTIEREN
Reihenfolge Bauteil Anz. Bemerkungen
Die Kühlflüssigkeit ablassen.Siehe unter "KÜHLFLÜSSIGKEITSSTAND
KONTROLLIEREN" in KAPITEL 3.
Sitzbank, Kraftstofftank und SeitenabdeckungenSiehe unter "SITZBANK, KRAFTSTOFF-
TANK UND SEITENABDECKUNGEN DE-
MONTIEREN" in KAPITEL 3.
1 Kühlerschutz 2
2 Kühler-Schlauchschelle 10 Lediglich lockern.
3 Kühler-Schlauch 1 1
4 Kühler links 1
5 Kühler-Schlauch 3 1
6 Kühlerrohr 2 1
7 Kühler-Schlauch 5 1