
227
Fahren
Verkehrszeichenerkennung (Sign Assist)* Einl eit
ung Die Vekehrszeichenerkennung kann den Fahrer bei der Erkennung von Ge-
sc
h
windigkeitsbegrenzungen oder für ihn derzeit gültigen Überholverboten
unterstützen. Die vom System erkannten Verkehrs- und zusätzlichen Infor-
mationszeichen werden im Display des Kombiinstruments und in der Kar-
tendarstellung des Navigationssystems angezeigt.
Anwendungsländer:
Die Vekehrszeichenerkennung wird in folgenden Ländern unterstützt:
Andorra, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Ita-
lien, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, Niederlande, Norwegen, Öster-
reich, Polen, Portugal, San Marino, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechi-
sche Republik, Vereinigtes Königreich, Vatikanstadt.
Ergänzende Informationen und Warnhinweise:
● SEAT Fahrerinformationssystem ⇒ Seite 65
● Navig
ationssystem ⇒ Heft
NavigationssystemACHTUNG
Die von der Vekehrszeichenerkennung gezeigten Anzeigen und Verkehrs-
sc hi
lder können von der jeweiligen Verkehrssituation abweichen.
● Die Beschilderung und die Regeln der Straßenverkehrsordnung haben
stet
s Vorrang vor den Anzeigen und Hinweisen der Vekehrszeichenerken-
nung.
● Geschwindigkeit und Fahrweise den Sicht-, Wetter-, Fahrbahn- und
Verkehr
sverhältnissen anpassen.
● Das System kann nicht immer alle Verkehrszeichen erkennen und kor-
rekt an
zeigen. ACHTUNG
Die Vekehrszeichenerkennung kann die Aufmerksamkeit des Fahrers
nicht er
setzen.
● Schlechte Sichtverhältnisse, Dunkelheit, Schnee, Regen und Nebel
können daz
u führen, dass das System die Verkehrszeichen nicht oder
falsch anzeigt. VORSICHT
● Die Benutzung von veraltetem Kartenmaterial im Navigationssystem
k ann
zu einer falschen Anzeiger der Verkehrszeichen führen.
● Im Wegpunktlisten-Betrieb (Zielführung über Wegpunkte) des Navigati-
onssy
stems, ist die Vekehrszeichenerkennung nur begrenzt verfügbar. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten

229
Fahren
Anzeige der Verkehrszeichen
Die Anz eig
e von Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Überholverboten mit
der entsprechenden Zusatzbeschilderung erfolgt im Display des Kombiinst-
ruments ⇒ Abb. 153. Je nach im Fahrzeug verbautem Navigationssystem
werden die Verkehrszeichen gegebenenfalls auch in der Kartendarstellung
des Navigationssystems angezeigt.
Bei eingeschalteter Vekehrszeichenerkennung erkennt das Fahrzeug die
Verkehrszeichen über eine Kamera an der Basis des Innenspiegels. Nach
der Überprüfung und Auswertung der von der Kamera, dem Navigationssys-
tem und den aktuellen Fahrzeugdaten gelieferten Informationen, werden
bis zu drei Verkehrszeichen zusammen mit der entsprechenden Zusatzbe-
schilderung angezeigt. Das für den Fahrer gegenwärtig gültige Verkehrszei-
chen wird im Display links an erster Stelle angezeigt. An zweiter Stelle wird
ein nur begrenzt gültiges Verkehrszeichen, z. B. 90 km/h, gemeinsam mit
dem Zusatzeichen „bei Nässe“ angezeigt. Erkennt der Regensensor das
Auftreten von Niederschlägen während der Fahrt, rückt das in diesem Mo-
ment gültige Verkehrszeichen gemeinsam mit dem Zusatzzeichen „bei Näs-
se“ an die erste Stelle.
Die dauerhafte Anzeige im Display des Kombiinstruments erfolgt beim Vor-
beifahren an den tatsächlich vorhandenen Verkehrszeichen. Durch das Vor-
beifahren an Ortsschildern wird die Anzeige der in einem Land gültigen Ge-
schwindigkeitsbegrenzungen in Ortschaften oder auf Bundesstraßen akti-
viert, es sei denn, es liegt eine andere Geschwindigkeitsbegrenzung durch
ein tatsächlich vorhandenes Verkehrsschild vor.
Die Verkehrszeichen zum Ende eines Verbots oder einer Begrenzung werden
nicht angezeigt. Bei Überschreitung der Geschwindigkeitsbegrenzung er-
folgt keine Warnmeldung. Das System kann Bereiche mit niedrigem Ver-
kehrsaufkommen nicht erkennen. Es gelten die jeweils gültigen gesetzli-
chen Bestimmungen. Ein- und Ausschalten
●
Das System kann im Menü Einst
ellungen im Seat-Informationssystem
ein- bzw. ausgeschaltet werden ⇒ Seite 65.
● ODER: Druck auf die Taste für Fahrerassistenzsysteme am Fernlichthe-
bel.
Anhän
ger
Die zusätzliche Anzeige von Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überhol-
verboten für Anhänger (Anhänger-Betrieb) kann im Menü Einstellungen im Seat-Informationssystem ein- bzw. ausgeschaltet werden ⇒ Seite 65.Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten

237
Fahren und Umwelt
Beim Kauf von Motoröl immer die Motorölnorm und Freigabe von SEAT be-
acht en.
Unnötig
en Ballast vermeiden
Je leichter ein Fahrzeug ist, je sparsamer und umweltfreundlicher ist es. Ein
zusätzliches Gewicht von 100 kg steigert bspw. den Kraftstoffverbrauch um
bis zu 0,3 l/100km.
Alle nicht benötigten Gegenstände und unnötigen Ballast aus dem Fahr-
zeug entfernen.
Nicht benötigte Aufbauten und Anbauteile entfernen
Je aerodynamischer ein Fahrzeug ist, desto geringer ist sein Kraftstoffver-
brauch. Auf- und Anbauteile wie Dachgepäckträger oder Fahrradträger ver-
mindern den aerodynamischen Vorteil.
Deshalb nicht benötigte Anbauten und unbenutzte Gepäckträgersysteme
entfernen, besonders wenn mit hohen Geschwindigkeiten gefahren werden
soll.
Motorsteuerung und Abgasreinigungsanlage
Einleit
ung Ergänzende Informationen und Warnhinweise:
●
Schalten ⇒ Seite 183
● Tank
en ⇒ Seite 274
● Kraf
tstoff ⇒ Seite 278
● Motoröl
⇒ Seite 290
● Fahr
zeugbatterie ⇒ Seite 300
● Ges
peicherte Informationen in den Steuergeräten ⇒ Seite 266
● An- und Ab
schleppen ⇒ Seite 353 ACHTUNG
Die Teile der Abgasanlage werden sehr heiß. Dadurch können Brände ver-
urs ac
ht werden.
● Fahrzeug so abstellen, dass keine Teile der Abgasanlage mit leicht
entflammbar
en Materialien unter dem Fahrzeug in Berührung kommen,
z. B. trockenes Gras.
● Niemals zusätzlichen Unterbodenschutz oder korrosionsschützende
Mittel für Ab
gasrohre, Katalysatoren, Hitzeschilde oder den Dieselparti-
kelfilter verwenden.
Kontrollleuchten leuchtet Mögliche Ursache Abhilfe
Motorsteuerung gestört
(Electr
onic
Power Control). Motor umgehend von einem
Fac
hbetrie
b prüfen lassen. Vorglühen des Dieselmotors
vor dem An
l
assen. ⇒ Seite 179
Katalysator gestört. Vom Gas gehen. Vorsichtig zum
nächs
t
en Fachbetrieb fahren.
Motor prüfen lassen. Dieselpartikelfilter mit Ruß
zug
e
setzt. Etwa 15 Minuten im 4. Gang
(Sch
alt
getriebe) bzw. in
Fahrstufe D (automatisches Ge-
triebe) mit einer Geschwindig-
keit von mindestens 70 km/h
(45 mph) fahren.
Geltende Geschwindigkeitsbe-
grenzungen beachten ⇒ .
Fac hbetrie
b aufsuchen, wenn
die Kontrollleuchte danach nicht
verlischt ⇒ Seite 238. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten

246
Fahren mit Anhänger ACHTUNG
Unsachgemäße oder falsch angeschlossene elektrische Leitungen kön-
nen den Anhäng er u
nter Strom setzen und zu Funktionsstörungen der ge-
samten Fahrzeugelektronik und zu Unfällen sowie schweren Verletzun-
gen führen.
● Alle Arbeiten an der elektrischen Anlage nur vom Fachbetrieb durch-
führen la
ssen.
● Niemals die elektrische Anlage des Anhängers direkt mit den elektri-
schen An
schlüssen der Rückleuchten oder anderen Stromquellen verbin-
den. VORSICHT
Ein mit dem Stützrad oder auf den Anhängerstützen abgestellter Anhänger
dar f
nicht am Fahrzeug angekuppelt bleiben. Beispielsweise durch Verände-
rungen der Zuladung oder eine Reifenbeschädigung hebt und senkt sich
das Fahrzeug. Dabei wirken starke Kräfte auf die Anhängevorrichtung und
den Anhänger, die zu Beschädigungen am Fahrzeug und am Anhänger füh-
ren können. Hinweis
● Bei Störungen der elektrischen Anlagen am Fahrzeug oder Anhänger so-
w ie bei Pr
oblemen mit der Diebstahlwarnanlage, Anlagen von einem Fach-
betrieb prüfen lassen.
● Wenn bei stehendem Motor und eingeschaltetem Zubehör am Anhänger
eine elektris
che Verbindung über die Anhängersteckdose besteht, entlädt
sich die Fahrzeugbatterie.
● Anhänger mit LED-Rückleuchten können aus technischen Gründen nicht
in die Diebs
tahlwarnanlage eingebunden werden.
● Bei geringem Ladezustand der Fahrzeugbatterie wird die elektrische Ver-
bindun
g zum Anhänger automatisch unterbrochen.
● Bei laufendem Motor werden elektrische Verbraucher im Anhänger über
die elektris
che Verbindung mit Spannung versorgt. Anhänger beladen Anhängelast und Stützlast
Die Anhäng
el
ast ist die Last, die das Fahrzeug ziehen kann ⇒ . Die Stütz-
la s
t ist die Last, die senkrecht von oben auf den Kugelkopf der Anhängevor-
richtung drückt ⇒ Seite 250.
Die Anhängelast- und Stützlastangaben auf dem Typschild der Anhängevor-
richtung sind lediglich Prüfwerte der Vorrichtung. Die fahrzeugbezogenen
Werte, die oft unter diesen Werten liegen, sind in den Fahrzeugpapieren
aufgeführt. Die Angaben in den amtlichen Fahrzeugpapieren haben stets
Vorrang.
Im Interesse der Fahrsicherheit empfiehlt SEAT, die maximal zulässige
Stützlast immer auszunutzen. Eine zu geringe Stützlast beeinträchtigt das
Fahrverhalten des Gespanns.
Die vorhandene Stützlast erhöht das Gewicht auf die Hinterachse und redu-
ziert die mögliche Zuladung im Fahrzeug.
Gespanngewicht
Das Gespanngewicht setzt sich zusammen aus den tatsächlichen Gewichten
des beladenen Zugfahrzeugs und des beladenen Anhängers.
Anhänger beladen
Das Gespann sollte ausbalanciert sein. Dazu die maximal zulässige Stütz-
last ausnutzen und den Anhänger weder hecklastig noch frontlastig bela-
den:
● Zuladung auf dem Anhänger so verteilen, dass sich schwere Gegenstän-
de möglichst
nahe an oder über der Achse befinden.
● Ladung auf dem Anhänger ordnungsgemäß sichern.
Reifenfül
ldruck
Der Reifenfülldruck für die Räder des Anhängers richtet sich nach der Emp-
fehlung des Anhängerherstellers.

258
Pflegen und Reinigen
Lackschäden an Stahlrädern sind zu beseitigen, bevor sich Rost bilden
kann.
L eic
htmetallfelgen pflegen und reinigen
Streusalz und Bremsabrieb etwa alle zwei Wochen von den Leichtmetallrä-
dern abwaschen. Anschließend die Räder mit einem säurefreien Reini-
gungsmittel behandeln. SEAT empfiehlt, die Räder etwa alle drei Monate
mit Hartwachs gründlich einzureiben.
Wenn das Streusalz und der Bremsabrieb nicht regelmäßig abgewaschen
werden, wird das Leichtmetall angegriffen.
Als Reinigungsmittel ein säurefreies Reinigungsmittel für Leichtmetallfelgen
verwenden. Keine Lackpolitur oder andere schleifende Mittel bei der Pflege
der Räder verwenden.
Falls die Schutzlackschicht beschädigt ist, z. B. durch Steinschläge, muss
der Schaden umgehend behoben werden.
Gummidichtungen pflegen Die Gummidichtungen von Türen, Fenstern usw. bleiben geschmeidiger,
dicht
en be
sser ab und halten länger, wenn die Dichtungen regelmäßig mit
einem geeigneten Gummipflegemittel behandelt werden.
Vor der Pflege mit einem weichen Tuch Staub und Schmutz von den Gummi-
dichtungen entfernen.
Türschließzylinder enteisen SEAT empfiehlt, zur Enteisung von Türschließzylindern das SEAT Original
Spr
a
y mit rückfettender und antikorrosiver Wirkung zu verwenden. VORSICHT
Bei Verwendung von Türschlossenteisern mit fettlösenden Substanzen kann
der T ür
schließzylinder rosten.
Unterbodenschutz Die Fahrzeugunterseite ist gegen chemische und mechanische Einflüsse ge-
sc
hütz
t. Während der Fahrt sind Verletzungen der Schutzschicht an der Fahr-
zeugunterseite möglich. Deshalb empfiehlt SEAT, die Schutzschicht der
Fahrzeugunterseite und des Fahrwerks regelmäßig zu prüfen und ggf. aus-
bessern zu lassen. ACHTUNG
Unterbodenschutz und korrosionsschützende Mittel können sich an der
heißen Abg a
sanlage oder an anderen heißen Motorteilen entzünden.
● Keinen Unterbodenschutz oder korrosionsschützende Mittel auf Ab-
gasr
ohre, Katalysatoren, Hitzeschilden oder anderen heiß werdenden
Fahrzeugteilen anwenden.
Motorraum reinigen Der Motorraum des Fahrzeugs ist ein gefährlicher Bereich
⇒ Seite 286.
Eine Mot orr
aumreinigung sollte von einem Fachbetrieb durchgeführt wer-
den. Durch eine unsachgemäße Reinigung können unter anderem der Korro-
sionsschutz entfernt und elektrische Bauteile beschädigt werden. Außer-
dem kann Wasser über den Wasserkasten direkt in den Fahrzeuginnenraum
gelangen ⇒ .

264
Pflegen und Reinigen
Verbraucherinformationen
Aufkl e
ber und Schilder Werkseitig befinden sich im Motorraum und auf einigen Fahrzeugteilen Si-
cherheits
z
ertifikate, Aufkleber und Schilder mit wichtigen Informationen für
den Betrieb des Fahrzeugs, wie z. B. in der Tankklappe, an der Beifahrerson-
nenblende, in der Fahrertürsäule oder im Gepäckraumboden.
● Keinesfalls Sicherheitszertifikate, Aufkleber und Schilder entfernen und
diese weder u
nbrauchbar noch unleserlich machen.
● Wenn mit Sicherheitszertifikaten, Aufklebern und Schildern versehene
Fahrz
eugteile ausgetauscht werden, müssen gleich lautende Sicherheitszer-
tifikate, Aufkleber und Schilder durch den Fachbetrieb an derselben Stelle
auf den neuen Fahrzeugteilen ordnungsgemäß angebracht werden.
Sicherheitszertifikat
Ein Sicherheitszertifikat am Türholm in der Fahrertür informiert darüber,
dass alle notwendigen Sicherheitsstandards und Vorgaben der Verkehrssi-
cherheitsbehörden des jeweiligen Lands zum Zeitpunkt der Produktion er-
füllt sind. Zusätzlich können der Monat und das Jahr der Produktion sowie
die Fahrgestellnummer aufgeführt sein.
Aufkleber zur Warnung vor Hochspannung*
In der Nähe der Verriegelung der Motorraumklappe befindet sich ein Aufkle-
ber, der vor der Hochspannung der elektrischen Anlage des Fahrzeugs
warnt. Die Zündanlage des Fahrzeugs erfüllt u. a. den kanadischen Stan-
dard ICES-002. Betreiben des Fahrzeugs in anderen Ländern und
Kontinenten Das Fahrzeug ist werkseitig für ein bestimmtes Land produziert worden und
entspric
ht
dessen Zulassungsbestimmungen, die zum Zeitpunkt der Fahr-
zeugproduktion gültig waren.
Wenn das Fahrzeug in ein anderes Land verkauft wird oder in einem ande-
ren Land für einen längeren Zeitraum benutzt werden sollte, sind die in dem
jeweiligen Land geltenden gesetzlichen Vorschriften zu beachten.
Gegebenenfalls müssen bestimmte Ausstattungen nachträglich ein- oder
ausgebaut und Funktionen deaktiviert werden. Ebenso können Serviceum-
fänge und Servicearten betroffen sein. Das gilt besonders dann, wenn das
Fahrzeug für einen längeren Zeitraum in einer anderen Klimaregion betrie-
ben wird.
Aufgrund weltweit unterschiedlicher Frequenzbänder kann das werkseitig
gelieferte Radio oder Navigationssystem im anderen Land möglicherweise
nicht funktionieren. VORSICHT
● SEAT ist nicht verantwortlich für Schäden am Fahrzeug, die aufgrund von
minder w
ertigem Kraftstoff, unzureichendem Service oder mangelnder Origi-
nalteileverfügbarkeit entstehen.
● SEAT ist nicht verantwortlich, wenn das Fahrzeug nicht oder nur unzurei-
chend den jew
eiligen gesetzlichen Anforderungen in anderen Ländern und
Kontinenten entspricht.
Radioempfang und Antenne Bei werkseitig eingebauten Radio- und Navigationsgeräten kann die Anten-
ne z
um R
adioempfang an unterschiedlichen Stellen im Fahrzeug eingebaut
sein: