179
Fahren
Motor anlassen und abstellen
Einl eit
ung Anzeige der Wegfahrsicherung
Bei einem u
n
gültigen Fahrzeugschlüssel oder einer Störung des Systems
kann oder Wegfahrsicherung aktiv! im Kombiinstrument erscheinen. Der
Motor kann nicht angelassen werden.
Anschieben bzw. Abschleppen
Das Fahrzeug sollte aus technischen Gründen nicht angeschoben oder an-
geschleppt werden. Stattdessen Starthilfe verwenden.
Ergänzende Informationen und Warnhinweise:
● Fahrzeugschlüsselsatz ⇒ Seite 74
● Sc
halten ⇒ Seite 183
● Br
emsen, anhalten und parken ⇒ Seite 192
● L
enkung ⇒ Seite 176
● Anf
ahrassistenzsysteme ⇒ Seite 203
● T
anken ⇒ Seite 274
● Kr
aftstoff ⇒ Seite 278
● Nots
chließen oder -öffnen ⇒ Seite 327
● St
arthilfe ⇒ Seite 350
● An- u
nd Abschleppen ⇒ Seite 353 ACHTUNG
Ein Abstellen des Motors während der Fahrt macht es schwerer, dass
Fahr z
eug anzuhalten, und kann den Verlust der Fahrzeugkontrolle zur
Folge haben und Unfälle und schwere Verletzungen verursachen.
● Brems- und lenkungsunterstützende Systeme, das Airbag-System, die
Gurts
traffer sowie andere Sicherheitsausstattungen im Fahrzeug sind nur
bei laufendem Motor aktiv.
● Den Motor nur bei stehendem Fahrzeug abstellen. ACHTUNG
Das Risiko von schweren Verletzungen kann bei laufendem Motor oder
beim Star
ten des Motor reduziert werden.
● Motor niemals in unbelüfteten oder geschlossenen Räumen starten
oder laufen
lassen. Die Motorabgase enthalten unter anderem das ge-
ruchs- und farblose giftige Gas Kohlenmonoxid. Kohlenmonoxid kann zur
Bewusstlosigkeit und zum Tod führen.
● Niemals das Fahrzeug mit laufendem Motor unbeaufsichtigt lassen.
Das F
ahrzeug könnte sich plötzlich bewegen oder ein ungewöhnliches Er-
eignis eintreten, dass Schäden und schwere Verletzungen verursachen
kann.
● Niemals einen Startbeschleuniger verwenden. Ein Startbeschleuniger
kann exp
lodieren und ein plötzliches Hochdrehen des Motors verursa-
chen. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten
182
Fahren ACHTUNG
Niemals das Fahrzeug bei laufendem Motor verlassen. Das Fahrzeug
könnt e s
ich plötzlich bewegen, insbesondere bei eingelegtem Gang bzw.
eingelegter Fahrstufe Unfälle und schwere Verletzungen verursachen. ACHTUNG
Ein Startbeschleuniger kann explodieren oder ein plötzliches Hochdre-
hen des Mot
ors verursachen.
● Niemals einen Startbeschleuniger verwenden. VORSICHT
● Der Anlasser oder Motor kann beschädigt werden, wenn während der
F ahr
t versucht wird den Motor zu starten oder wenn sofort nach dem Abstel-
len des Motors der Motor wieder gestartet wird.
● Bei kaltem Motor hohe Motordrehzahlen, Vollgas und starke Motorbe-
las
tung vermeiden.
● Motor zum Starten nicht anschieben oder anschleppen. Unverbrannter
Krafts
toff kann den Katalysator beschädigen. Umwelthinweis
Motor nicht im Stand warmlaufen lassen, sondern bei freien Sichtverhältnis-
sen durc h die
Scheiben sofort losfahren. Dadurch hat der Motor schneller
seine Betriebstemperatur und der Schadstoffausstoß ist geringer. Hinweis
● Bei z. B. zu schwacher oder entladener Batterie des Fahrzeugschlüssels
k ann der Mot
or nicht mit dem Starterknopf angelassen werden. In diesem
Fall Starterknopf aus dem Zündschloss nehmen und stattdessen den Fahr-
zeugschlüssel in das Zündschloss einsetzen.
● Beim Anlassen des Motors werden größere elektrische Verbraucher vo-
rübergehend ab
geschaltet. ●
Nach dem Anlassen des kalten Motors kann es betriebsbedingt kurzzei-
tig z
u verstärkten Laufgeräuschen kommen. Das ist normal und unbedenk-
lich.
● Bei Außentemperaturen kälter als +5°C (+41°F) kann es zu leichter
Qualmbil
dung unter dem Fahrzeug kommen, wenn der Kraftstoffzuheizer
eingeschaltet ist.
Motor abstellen Handlungen nur in der angegebenen Reihenfolge ausführen:
Schritt
1. Fahrzeug vollständig zum Stillstand bringen
⇒ .
2. Bremspedal treten und halten, bis Schritt 4 ausgeführt ist.
3. Bei automatischem Getriebe Wählhebel auf
P stel
len. 4. Elektronische Parkbremse einschalten ⇒ Seite 192.
5. Fahrzeugschlüssel im Zündschloss in Position
⇒ Abb. 127 0 drehen.
6. Beim Schaltgetriebe 1. Gang oder Rückwärtsgang einlegen.
ACHTUNG
Niemals den Motor abstellen, solange das Fahrzeug in Bewegung ist. Das
kann Unfäl l
e, schwere Verletzungen und den Verlust der Fahrzeugkontrol-
le verursachen.
● Die Airbags und Gurtstraffer sind außer Funktion, wenn die Zündung
ausge
schaltet ist.
● Der Bremskraftverstärker arbeitet nicht bei ausgeschaltetem Motor.
Es mu
ss zum Anhalten mehr Druck auf das Bremspedal aufgewendet wer-
den.
223
Fahren Funktion Schalterposition,
Sch
a
lterbedienung
⇒ Abb. 151 Aktion
GRA-Regelung
wieder auf
neh-
men. Druckpunkt
RESU-
ME 1 Die gespeicherte Geschwindigkeit
wir
d w
ieder aufgenommen und
geregelt. Wenn keine Geschwin-
digkeit gespeichert ist, wird die
aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit
gespeichert und geregelt. Gespeicherte Ge-
sc
h
windigkeit er-
höhen (während
GRA-Regelung). Druckpunkt
SPEED + + kurz drücken:
Gesc
hwindigkeit in
10-km/h-Schritten erhöhen und
speichern.
lang drücken So lange gedrückt
wird, beschleunigt das Fahrzeug.
Beim Loslassen wird die aktuelle
Geschwindigkeit gespeichert. Gespeicherte Ge-
sc
h
windigkeit re-
duzieren (wäh-
rend GRA-Rege-
lung). Druckpunkt
SPEED – – kurz drücken:
Gesc
hwindigkeit in
10-km/h-Schritten senken und
speichern.
lang drücken: So lange gedrückt
wird, wird die Geschwindigkeit
ohne Bremseingriff durch Gas-
wegnahme reduziert. Beim Los-
lassen wird die aktuelle Ge-
schwindigkeit gespeichert. GRA abschalten. Raste OFF
2 System wird ausgeschaltet. Die
ge
s
peicherte Geschwindigkeit
wird gelöscht. Bergabfahren mit der GRA
Wenn die GRA ber
g
ab die Geschwindigkeit des Fahrzeugs nicht konstant
halten kann, Fahrzeug mit der Fußbremse abbremsen und ggf. herunter-
schalten. Automatische Abschaltung
Reg
elung wird automatisch abgeschaltet oder vorübergehend unterbro-
chen:
● Wenn vom System ein Fehler festgestellt wird, der die Funktion der GRA
beeinträchtigen k
önnte.
● Wenn längere Zeit durch Gasgeben schneller als die gespeicherte Ge-
sch
windigkeit gefahren wird.
● Wenn das Brems- oder Kupplungspedal getreten wird.
● Wenn der Gang gewechselt wird.
● Wenn der Airbag auslöst. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten
263
Pflegen und Reinigen
Aschenbecher reinigen
● Aschenbecher herausnehmen und ausleeren.
● Mit einem Haushaltstuch sauber wischen.
Zum R einig
en des Glutlöschers beispielsweise einen Zahnstocher oder ähn-
lichen Gegenstand verwenden, um die Aschenreste zu entfernen.
Kunststoffteile, Holzdekore und Instrumententafel pflegen
und reinig
en ●
Ein sauberes, fusselfreies Tuch mit Wasser anfeuchten und die Teile rei-
nigen.
● Kun
ststoffteile (innen und außen am Fahrzeug) und die Instrumententa-
fel mit
einem speziellen lösungsmittelfreien Kunststoffreinigungs- und -
pflegemittel behandeln, das von SEAT freigegeben ist ⇒ .
● Holzdekore mit einer mi l
den Seifenlauge behandeln.ACHTUNG
Durch lösungsmittelhaltige Reiniger wird die Oberfläche der Airbag-Mo-
dul e porös. B
ei einem Unfall mit Airbag-Auslösung können sich lösende
Kunststoffteile schwere Verletzungen verursachen.
● Niemals die Instrumententafel und die Oberfläche der Airbag-Module
mit lösu
ngsmittelhaltigen Reinigern behandeln.
Sicherheitsgurte reinigen Grober Schmutz auf dem Gurtband beeinträchtigt das Aufrollen des Auto-
matik
gur
tes und somit die Funktionsweise des Sicherheitsgurtes.
Die Sicherheitsgurte dürfen zum Reinigen niemals ausgebaut werden. ●
Groben Schmutz mit einer weichen Bürste entfernen ⇒ .
● Verschmutzten Sicherheitsgurt vollständig herausziehen und Gurtband
ausg er
ollt lassen.
● Sicherheitsgurt mit milder Seifenl
auge reinigen.
● Behandeltes Gurtgewebe vollständig trocknen lassen.
● Sicherheitsgurt erst aufrollen, wenn er vollständig getrocknet ist. ACHTUNG
Regelmäßig den Zustand aller Sicherheitsgurte prüfen. Wenn das Gurtge-
we be oder ander
e Teile des Sicherheitsgurtes beschädigt sind, sofort
den Sicherheitsgurt von einem Fachbetrieb ausbauen und ersetzen las-
sen. Beschädigte Sicherheitsgurte stellen eine große Gefahr dar und
können schwere oder tödliche Verletzungen verursachen.
● Sicherheitsgurte und deren Bestandteile dürfen niemals chemisch ge-
reinigt
werden oder mit ätzenden Flüssigkeiten, Lösungsmitteln sowie
scharfen Gegenständen in Berührung kommen. Dadurch wird die Festig-
keit des Gurtgewebes erheblich beeinträchtigt.
● Ein gereinigter Sicherheitsgurt muss vor dem Aufrollen vollständig
getroc
knet sein, da die Feuchtigkeit den Gurtaufrollautomaten beschädi-
gen und dessen Funktion beeinträchtigen kann.
● Niemals Fremdkörper und Flüssigkeiten in die Einführtrichter der
Gurts
chlösser gelangen lassen. Dadurch können die Funktionen der Gurt-
schlösser und Sicherheitsgurte beeinträchtigt werden.
● Niemals selbst versuchen die Sicherheitsgurte zu reparieren, zu ver-
ändern oder ausz
ubauen.
● Beschädigte Sicherheitsgurte sofort durch Sicherheitsgurte ersetzen
las
sen, die von SEAT für das Fahrzeug freigegeben sind. Sicherheitsgur-
te, die während eines Unfalls beansprucht und dadurch gedehnt wurden,
müssen von einem Fachbetrieb erneuert werden. Die Erneuerung kann
notwendig sein, auch wenn keine offensichtliche Beschädigung vorliegt.
Außerdem sind die Verankerungen der Sicherheitsgurte zu prüfen.
Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten
267
Zubehör, Teileersatz und Änderungen ACHTUNG
Unsachgemäß durchgeführte Reparaturen und Veränderungen am Fahr-
zeug k önnen die
Wirksamkeit der auslösenden Airbags beeinträchtigen
sowie Funktionsstörungen, Unfälle und tödliche Verletzungen verursa-
chen.
● Niemals Gegenstände wie z. B. Getränkehalter, Telefonhalterungen,
auf oder neben den Abdec
kungen der Airbag-Module oder innerhalb der
Wirkungsbereiche der Airbags ablegen, befestigen oder montieren.
● Gegenstände, die auf oder neben den Abdeckungen der Airbag-Modu-
le bzw
. innerhalb der Wirkungsbereiche der Airbags abgelegt oder befes-
tigt sind, können schwere oder tödliche Verletzungen verursachen, wenn
die Airbags auslösen.
Betriebsflüssigkeiten und Betriebsmittel Alle Betriebsflüssigkeiten und Betriebsmittel wer
den s
tändig weiterentwi-
ckelt, wie z. B. Zahnriemen, Reifen, Motorkühlmittel, Motoröle, aber auch
Zündkerzen und Fahrzeugbatterien. Deshalb Betriebsflüssigkeiten und Be-
triebsmittel von einem Fachbetrieb wechseln lassen. Ein SEAT-Betrieb wird
immer aktuell über Veränderungen informiert. ACHTUNG
Ungeeignete Betriebsflüssigkeiten und Betriebsmittel sowie deren un-
sac h
gemäße Verwendung können Unfälle, schwere Verletzungen, Ver-
brennungen und Vergiftungen verursachen.
● Betriebsflüssigkeiten nur im verschlossenen Originalbehälter aufbe-
wahren. ACHTUNG (Fortsetzung)
● Niem als leere Lebensmitteldosen, Flaschen oder andere Behälter zum
Aufbew ahr
en von Betriebsflüssigkeiten benutzen, da Personen die ent-
haltenen Betriebsflüssigkeiten trinken könnten.
● Kinder von allen Betriebsflüssigkeiten und Betriebsmitteln fernhal-
ten.
● Immer die Inform
ationen und Warnungen auf den Verpackungen der
Betrieb
sflüssigkeiten lesen und beachten.
● Bei der Verwendung von Produkten, die schädliche Dämpfe abgeben,
immer draußen oder in einem gut g
elüfteten Bereich arbeiten.
● Niemals Kraftstoff, Terpentin, Motoröl, Nagellackentferner, oder an-
dere sic
h verflüchtigende Flüssigkeiten zur Fahrzeugpflege verwenden.
Diese Stoffe sind giftig und in hohem Grade feuergefährlich. Sie könnten
Feuer und Explosionen verursachen! VORSICHT
● Nur geeignete Betriebsflüssigkeiten nachfüllen. Betriebsflüssigkeiten
auf k
einen Fall verwechseln. Andernfalls können schwerwiegende Funkti-
onsmängel oder ein Motorschaden die Folge sein!
● Zubehör und andere Anbauteile vor dem Kühllufteinlass verschlechtern
die Kühlw
irkung des Motorkühlmittels. Bei hohen Umgebungstemperaturen
und starker Motorbelastung kann der Motor überhitzen! Umwelthinweis
Auslaufende Betriebsflüssigkeiten können die Umwelt verschmutzen. Aus-
getr et
ene Betriebsflüssigkeiten in geeigneten Behältern auffangen und
fach- und umweltgerecht entsorgen. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten
268
Zubehör, Teileersatz und Änderungen
Reparaturen und technische Änderungen Bei Reparaturen und technischen Änderungen müssen die Richtlinien von
SEA
T ein
gehalten werden ! ⇒ Eingriffe an den elektronischen Bauteilen und deren Software können zu
Fu
nktion
sstörungen führen. Aufgrund der Vernetzung von elektronischen
Bauteilen können diese Störungen auch direkt nicht betroffene Systeme be-
einträchtigen. Dies bedeutet, dass die Betriebssicherheit des Fahrzeugs er-
heblich gefährdet sein kann, ein erhöhter Verschleiß von Fahrzeugteilen
eintreten und schließlich die Fahrzeug-Betriebserlaubnis erlöschen kann.
Der SEAT-Betrieb kann für Schäden keine Gewähr übernehmen, die infolge
unsachgemäßer Reparaturen und technischer Änderungen entstehen.
Der SEAT-Betrieb ist nicht für Schäden verantwortlich, die infolge unsachge-
mäßer Reparaturen und technischer Änderungen entstehen, dieses wird
auch nicht durch die SEAT Garantie abgedeckt.
SEAT empfiehlt, alle Reparaturen und technischen Änderungen von autori-
sierten SEAT-Betrieben mit SEAT Original Teilen®
durchführen zu lassen.
Fahrzeuge mit besonderen An- und Aufbauten
Die An- und Aufbauhersteller stellen sicher, dass bei den An- und Aufbauten
(Umrüstungen) geltende Umweltgesetze und -vorschriften eingehalten wer-
den, insbesondere die EU-Richtlinien 2000/53/EG und 2003/11/EG. Erstere
regelt die Handhabung von Altfahrzeugen und letztere bezieht sich auf die
Beschränkungen des Inverkehrbringens und der Verwendung bestimmter
gefährlicher Stoffe und Zubereitungen.
Die Montageunterlagen der Umrüstungen sind vom Fahrzeughalter aufzube-
wahren und im Falle einer Fahrzeugverschrottung dem ausführenden De-
montagebetrieb bei der Fahrzeugübergabe auszuhändigen. Auf diese Weise
soll die umweltgerechte Verwertung sichergestellt werden, auch für umge-
rüstete Fahrzeuge. ACHTUNG
Unsachgemäß durchgeführte Reparaturen und Änderungen können Schä-
den und F u
nktionsstörungen am Fahrzeug verursachen und die Wirksam-
keit der Fahrerassistenzsysteme beeinträchtigen. Das kann zu Unfällen
und schweren Verletzungen führen.
● Reparaturen und Änderungen am Fahrzeug nur vom Fachbetrieb
durchführ
en lassen.
Reparaturen und Beeinträchtigungen am Airbag-System Bei Reparaturen und technischen Änderungen müssen die Richtlinien von
SEA
T ein
gehalten werden ! ⇒ Änderungen und Reparaturen am vorderen Stoßfänger, den Türen, den Vor-
ders
itz
en, am Dachhimmel oder an der Karosserie nur von einem Fachbe-
trieb durchführen lassen. An diesen Fahrzeugteilen können sich System-
komponenten und Sensoren des Airbag-Systems befinden.
Bei allen Arbeiten am Airbag-System sowie dem Aus- und Einbau von Sys-
temteilen wegen anderer Reparaturarbeiten können Teile des Airbag-Sys-
tems beschädigt werden. Das kann zur Folge haben, dass die Airbags im
Falle eines Unfalls nicht richtig oder gar nicht auslösen.
Damit die Wirksamkeit der Airbags nicht beeinträchtigt wird und ausgebau-
te Teile keine Verletzungen und Umweltverschmutzungen verursachen, müs-
sen Vorschriften beachtet werden. Diese Vorschriften sind Fachbetrieben
bekannt.
Eine Veränderung an der Radaufhängung des Fahrzeugs kann die Funkti-
onsweise des Airbag-Systems bei einem Aufprall beeinträchtigen. Zum Bei-
spiel können durch Verwendung von Felgen-Reifen-Kombinationen, die
nicht von SEAT freigegeben wurden, durch Tieferlegen des Fahrzeugs, durch
Veränderung der Federungshärte einschließlich der Federn, der Federbeine,
270
Zubehör, Teileersatz und Änderungen ACHTUNG
Beim Betreiben eines Funkgeräts ohne Anschluss an eine Außenantenne
können im F ahr
zeug die Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung
überschritten werden. Das gilt auch bei einer nicht ordnungsgemäß in-
stallierten Außenantenne.
● Funkgerät im Fahrzeug nur mit ordnungsgemäß angeschlossener Au-
ßenantenne betr
eiben.
Gespeicherte Informationen in den Steuergeräten Werkseitig ist das Fahrzeug mit elektronischen Steuergeräten ausgestattet,
die unt
er ander
em die Motor- und Getriebesteuerung übernehmen. Außer-
dem überwachen die Steuergeräte die Funktion der Abgasanlage und der
Airbags.
Die elektronischen Steuergeräte werten dazu während des Fahrbetriebs ste-
tig fahrzeugrelevante Daten aus. Bei auftretenden Störungen oder Abwei-
chungen von den Sollwerten werden ausschließlich diese Daten gespei-
chert. Störungen werden in der Regel von den Kontrollleuchten im Kombiin-
strument angezeigt.
Gespeicherte Daten in den Steuergeräten können nur mit speziellen Gerä-
ten gelesen und ausgewertet werden.
Nur durch die Speicherung der entsprechenden Daten ist ein Fachbetrieb in
der Lage, aufgetretene Störungen zu erkennen und zu beseitigen. Bei den
gespeicherten Daten kann es sich unter anderem um folgende Daten han-
deln:
● motor- und getrieberelevante Daten
● Geschwindigkeit
● Fahrtrichtung ●
Bremsstärke
● Gurt
abfrage
Auf keinen F
all werden durch die eingebauten Steuergeräte Gespräche im
Fahrzeug aufgezeichnet.
Bei Fahrzeugen mit einer Notruffunktion über das Mobiltelefon oder andere
angeschlossene Geräte kann der momentane Standort übertragen werden.
Bei Unfällen, in denen Steuergeräte eine Airbag-Auslösung registrieren,
kann automatisch vom System ein Sendesignal gesendet werden. Dieses ist
abhängig vom Dienstanbieter. Grundsätzlich funktioniert eine Übertragung
nur in Gebieten mit ausreichender Mobilfunknetzversorgung.
Unfalldatenspeicher (Event Data Recorder)
Das Fahrzeug ist nicht mit einem Unfalldatenspeicher ausgestattet.
In einem Unfalldatenspeicher werden Informationen des Fahrzeugs vorüber-
gehend gespeichert. So erhält man im Falle eines Unfalls detaillierte Er-
kenntnisse über den Unfallhergang. Bei Fahrzeugen mit einem Airbag-Sys-
tem können bspw. unfallrelevante Daten wie Aufprallgeschwindigkeit, Gurt-
schlosszustände, Sitzpositionen und Auslösezeiten gespeichert werden.
Die Datenumfänge sind abhängig vom jeweiligen Hersteller.
Der Einbau eines solchen Unfalldatenspeichers darf nur mit Zustimmung
des Besitzers erfolgen und ist in einigen Ländern gesetzlich geregelt.
Umprogrammieren von Steuergeräten
Grundsätzlich sind alle Daten für die Steuerung von Komponenten in den
Steuergeräten gespeichert. Einige Komfortfunktionen, wie z. B. Komfortblin-
ken, Einzeltüröffnung und Displayanzeigen, können über spezielle Werk-
stattgeräte umprogrammiert werden. Wenn das der Fall ist, stimmen die
entsprechenden Angaben und Beschreibungen in diesem Bordbuch nicht
mehr mit den ursprünglichen Funktionen überein. Deshalb empfiehlt SEAT,
sich stets jegliche Umprogrammierung im Wartungsprogramm unter „Sons-
tige Eintragungen der Werkstatt“ bestätigen zu lassen.
Informationen über eine mögliche Umprogrammierung kennt der SEAT-Be-
trieb.
271
Zubehör, Teileersatz und Änderungen
Fehlerspeicher des Fahrzeugs auslesen
Im Fahr z
euginnenraum befindet sich eine Diagnose-Anschlussbuchse zum
Auslesen von Fehlerspeichern. Der Fehlerspeicher dokumentiert die aufge-
tretenen Störungen und Abweichungen von den Sollwerten der elektron-
ischen Steuergeräte.
Die Diagnose-Anschlussbuchse befindet sich im Fußraum auf der Fahrersei-
te neben dem Hebel zum Öffnen der Motorraumklappe hinter einer Abde-
ckung.
Fehlerspeicher nur von einem Fachbetrieb auslesen und zurücksetzen las-
sen.
Verwendung eines Mobiltelefons im Fahrzeug ohne
Ansc
hluss an die Außenantenne Mobiltelefone senden und empfangen sowohl bei einem Telefonat als auch
im St
andb
y-Modus Radiowellen. In der aktuellen wissenschaftlichen Fachli-
teratur wird darauf hingewiesen, dass Radiowellen schädlich auf den
menschlichen Körper wirken können, wenn sie bestimmte Grenzwerte über-
schreiten. Regierungsstellen und internationale Komitees haben Grenzwerte
und Richtlinien eingeführt, damit die von Mobiltelefonen ausgehende elekt-
romagnetische Strahlung in einem Bereich liegt, der für die menschliche
Gesundheit unbedenklich ist. Jedoch liegen keine wissenschaftlich abgesi-
cherten Beweise vor, dass schnurlose Telefone absolut sicher sind.
Aus diesem Grund rufen einige Experten zu einer vorbeugenden Haltung
hinsichtlich des Gebrauchs von Mobiltelefonen auf, bis die abgesicherten
Ergebnisse der derzeit laufenden Forschungen vorliegen.
Bei der Verwendung eines Mobiltelefons im Fahrzeuginnenraum, das nicht
an die Telefonaußenantenne des Fahrzeugs angeschlossen ist, kann die
elektromagnetische Strahlung höher sein, als wenn das Mobiltelefon an ei-
ne integrierte oder andere Außenantenne angeschlossen ist. Wenn das Fahrzeug mit einer geeigneten Freisprecheinrichtung ausgerüstet
ist, er
füllt das die gesetzlichen Vorschriften vieler Länder, die den Gebrauch
eines Mobiltelefons im Fahrzeug nur über eine Freisprechanlage erlauben.
Die werkseitig eingebaute Freisprecheinrichtung ist für die Verwendung von
herkömmlichen Mobiltelefonen und Bluetooth-kompatiblen Mobiltelefonen
entwickelt worden. Mobiltelefone müssen sich in einer geeigneten Telefon-
halterung befinden. Die Telefonhalterung wiederum muss in der Basisplatte
sicher eingerastet sein. Nur dadurch ist das Mobiltelefon sicher an der In-
strumententafel befestigt und immer in der Reichweite des Fahrers sowie an
die Telefonaußenantenne des Fahrzeugs angeschlossen.
Ein Mobiltelefon, das an eine fahrzeugintegrierte Telefonaußenantenne
oder eine externe Telefonaußenantenne angeschlossen ist, vermindert die
von Mobiltelefonen ausgehende elektromagnetische Strahlung, die auf den
menschlichen Körper einwirkt. Außerdem wird dadurch eine bessere Verbin-
dungsqualität erreicht.
Wenn ein Mobiltelefon im Fahrzeuginnenraum ohne diese Freisprechein-
richtung benutzt wird, ist es nicht sicher im Fahrzeug befestigt und nicht an
die Telefonaußenantenne des Fahrzeugs angeschlossen. Außerdem wird
das Mobiltelefon nicht durch die Halterung aufgeladen. Ebenfalls ist zu er-
warten, dass bestehende Telefonverbindungen unterbrochen werden und
die Verbindungsqualität beeinträchtigt ist.
Ein Mobiltelefon nur dann im Fahrzeug verwenden, wenn es an eine Frei-
sprecheinrichtung mit Telefonaußenantenne angeschlossen ist. ACHTUNG
Ein unbefestigtes oder nicht richtig befestigtes Mobiltelefon kann bei ei-
nem plötz lic
hen Fahr- oder Bremsmanöver sowie bei einem Unfall durch
den Fahrzeuginnenraum geschleudert werden und Verletzungen verursa-
chen.
● Mobiltelefon während der Fahrt immer ordnungsgemäß und außer-
hal
b der Airbagwirkungsbereiche befestigen oder sicher verstauen. Sicher ist sicher Bedienungshinweise Rat und Tat Technische Daten