
192Fahren und BedienungDas System besteht aus folgendenElementen:
● Automatisches Notfallbremsen● Auffahrwarnung
● Vorderer Fußgängerschutz
Automatisches Notfallbremsen Nach der Aktivierung des Bremsvor‐
bereitungssystems und kurz vor der
drohenden Kollision wendet diese
Funktion automatisch eine begrenzte
Bremskraft an, um die Aufprallge‐
schwindigkeit zu reduzieren bzw.
einen Unfall zu vermeiden.
Beim Eingreifen der aktiven Gefah‐
renbremsung blinkt m in der Instru‐
menteneinheit.
Je nach Situation kann das Fahrzeug
automatisch sanft oder hart abge‐
bremst werden.
Die automatische Bremsfunktion
greift nur ein, wenn ein Fahrzeug oder
ein Fußgänger voraus erkannt wird.
Auffahrwarnung 3 189
Vorderer Fußgängerschutz 3 193Unter 30 km/h kann die automatische
Notfallbremsung das Fahrzeug bis
zum Stillstand abbremsen. Bei über
30 km/h reduziert die automatische
Notfallbremsung die Geschwindig‐
keit. Der Fahrer muss aber trotzdem
die Bremse betätigen.
Das automatische Notfallbremsen
kann das Fahrzeug zum vollständi‐
gen Stillstand bringen, um einen
möglichen Aufprall zu vermeiden.
● Automatikgetriebe: Nach einem Abbremsen bis zum Stillstand
bleibt die Bremse bis zu zwei
Sekunden automatisch betätigt.
Das Bremspedal gedrückt
halten, um zu verhindern, dass das Fahrzeug wieder anfährt.
● Schaltgetriebe: Bei einem Abbremsen bis zum Stillstand
kann der Motor absterben.
Beim Eingreifen der Funktion kann
ein leichtes Vibrieren des Brems‐
pedals zu spüren sein.9 Warnung
Das automatische Notfallbremsen
ist eine Notfallfunktion zur Vorbe‐
reitung auf einen wahrscheinli‐
chen Aufprall. Die Funktion ist
nicht darauf ausgelegt, Kollisionen zu vermeiden. Verlassen Sie sich
nicht auf das System, um das
Fahrzeug zu bremsen. Das auto‐
matische Notfallbremsen wird nur
im spezifizierten Geschwindig‐
keitsbereich aktiviert und reagiert
nur auf erkannte Fahrzeuge und Fußgänger.
Grenzen des Systems
In einigen Fällen kann die aktive
Gefahrenbremsung die Bremse
anscheinend unnötigerweise betäti‐
gen, beispielsweise in Parkhäusern, bei einem Verkehrsschild in einer
Kurve oder bei Fahrzeugen in einer
anderen Spur. Dies ist Teil der
normalen Funktionsweise. Das Fahr‐ zeug benötigt keinen Service. Fest
auf das Gaspedal treten, um das

Fahren und Bedienung1959Warnung
Der Fahrer trägt die volle Verant‐
wortung für das Einparkmanöver.
Während der Nutzung der
Einparkhilfe beim Vor- oder Rück‐ wärtsfahren stets den Bereich um
das Fahrzeug herum überprüfen
und im Auge behalten.
Heck-Einparkhilfe
Während der Rückwärtsgang einge‐
legt ist, gibt das System bei mögli‐
chen gefährlichen Hindernissen bis
zu 50 cm hinter dem Fahrzeug einen
Warnton aus.
Das System arbeitet mit Ultraschall- Parksensoren im Heckstoßfänger.
Aktivierung
Die Heck-Einparkhilfe wird beim
Einlegen des Rückwärtsgangs bei
eingeschalteter Zündung aktiviert.
Dies wird durch einen akustischen
Signalton bestätigt.
Graphic-Info-Display: Das System ist
betriebsbereit, wenn die LED in der
Einparkhilfetaste ¼ nicht leuchtet.
Colour-Info-Display: Die Einparkhilfe
wird in der Fahrzeugpersonalisierung
aktiviert 3 121.
Funktionsweise
Der Warnton im Fahrzeug wird auf
der Seite wiedergegeben, auf der das Fahrzeug dem Hindernis am nächs‐
ten ist. Je näher das Fahrzeug dem
Hindernis kommt, desto kürzer das
Intervall zwischen den Tönen. Bei einem Abstand unter ca. 30 cm wirdein Dauersignal ausgegeben.Außerdem wird der Abstand zu
Hindernissen hinter dem Fahrzeug
durch sich ändernde Abstandslinien
im Info-Display angezeigt 3 116. Bei
einem sehr geringen Abstand wird
das Warnsymbol 9 angezeigt.
Ausschalten
Beim Einlegen des Rückwärtsgangs
wird das System ausgeschaltet. Auf
¼ drücken, um das System manuell
auszuschalten. Bei Deaktivierung
des Systems erlischt die LED in der
Taste. Nach dem manuellen
Ausschalten wird das System beim
nächsten Einschalten der Zündung
nicht automatisch wieder aktiviert.

196Fahren und BedienungGraphic-Info-Display: Das System istausgeschaltet, wenn die LED in derEinparkhilfetaste ¼ leuchtet.
Colour-Info-Display: Die Einparkhilfe
wird in der Fahrzeugpersonalisierung deaktiviert 3 121. Systemstatus
Front-Heck-Einparkhilfe Die Front-Heck-Einparkhilfe misst dieEntfernung zwischen dem Fahrzeug
und Hindernissen vor und hinter dem
Fahrzeug. Sie informiert und warnt
den Fahrer mit Hilfe akustischer
Signale und visueller Anzeigen.
Es verwendet zwei verschiedene
Warntöne für den vorderen und hinte‐ ren Erkennungsbereich, jeweils mit
einer anderen Tonfrequenz.
Das System arbeitet mit Ultraschall-
Parksensoren im Heck- und Front‐
stoßfänger.
Aktivierung
Die Front-Einparkhilfe wird zusätzlich
zur Heck-Einparkhilfe ausgelöst,
wenn bei einer Geschwindigkeit unter 10 km/h ein Hindernis vor dem Fahr‐
zeug erkannt wird.Graphic-Info-Display: Das System ist betriebsbereit, wenn die LED in der
Einparkhilfetaste ¼ nicht leuchtet.
Colour-Info-Display: Die Einparkhilfe
wird in der Fahrzeugpersonalisierung
aktiviert 3 121.
Funktionsweise
Der Warnton im Fahrzeug wird auf
der Seite wiedergegeben, auf der das
Fahrzeug dem Hindernis am nächs‐
ten ist. Je näher das Fahrzeug dem
Hindernis kommt, desto kürzer das
Intervall zwischen den Tönen. Bei einem Abstand unter ca. 30 cm wirdein Dauersignal ausgegeben.Außerdem wird der Abstand zu
Hindernissen hinter und vor dem
Fahrzeug durch sich ändernde
Abstandslinien im Info-Display ange‐
zeigt 3 116.
Wenn das Fahrzeug länger als drei
Sekunden in einem Vorwärtsgang
anhält, das Automatikgetriebe in P
geschaltet ist oder keine weiteren
Hindernisse erkannt werden, wird kein Warnton ausgegeben.
Ausschalten
Das System wird automatisch deakti‐
viert, wenn eine Fahrgeschwindigkeit von 10 km/h überschritten, die elek‐
trische Parkbremse betätigt oder die
Einparkhilfe-Taste ¼ gedrückt wird.
Graphic-Info-Display: Das System ist
ausgeschaltet, wenn die LED in der Einparkhilfetaste ¼ leuchtet.
Colour-Info-Display: Die Einparkhilfe wird in der Fahrzeugpersonalisierung
deaktiviert 3 121.
Front-Heck-Seiten-Einparkhilfe
Die Front-Heck-Seiten-Einparkhilfe
misst den Abstand zwischen dem
Fahrzeug und Hindernissen vor,

Fahren und Bedienung197hinter und neben dem Fahrzeug. Sie
informiert und warnt den Fahrer mit
Hilfe akustischer Signale und visuel‐
ler Anzeigen.
Das System arbeitet mit Ultraschall-
Parksensoren im Heck- und Front‐
stoßfänger und an den Fahrzeugsei‐
ten.
Aktivierung Zusätzlich zur Heck- und Front-Heck-
Einparkhilfe wird die Front-Heck-
Seiten-Einparkhilfe aktiviert, wenn
das System unbewegliche Hinder‐
nisse auf einer oder auf beiden Fahr‐
zeugseiten erkennt.
Graphic-Info-Display: Das System ist
betriebsbereit, wenn die LED in der
Einparkhilfetaste ¼ nicht leuchtet.
Colour-Info-Display: Die Einparkhilfe
wird in der Fahrzeugpersonalisierung
aktiviert 3 121.
Funktionsweise
Der Warnton im Fahrzeug wird auf
der Seite wiedergegeben, auf der das Fahrzeug dem Hindernis am nächs‐ten ist. Je näher das Fahrzeug demHindernis kommt, desto kürzer dasIntervall zwischen den Tönen. Beieinem Abstand unter ca. 30 cm wirdein Dauersignal ausgegeben.
Außerdem wird der Abstand zu
Hindernissen hinter, vor oder seitlich
vom Fahrzeug durch sich ändernde Abstandslinien im Colour-Info-
Display angezeigt 3 116.
Ausschalten Das System wird automatisch deakti‐ viert, wenn eine Fahrgeschwindigkeit
von 10 km/h überschritten, die elek‐
trische Parkbremse betätigt oder die
Einparkhilfe-Taste ¼ gedrückt wird.
Graphic-Info-Display: Das System ist
ausgeschaltet, wenn die LED in derEinparkhilfetaste ¼ leuchtet.
Colour-Info-Display: Die Einparkhilfe wird in der Fahrzeugpersonalisierung
deaktiviert 3 121.
Grenzen des Systems
Bei einer Fehlfunktion oder einer
vorübergehenden Systemstörung,
z. B. aufgrund eines hohen Außenge‐ räuschpegels oder anderer Störfakto‐
ren, leuchtet C in der Instrumen‐
teneinheit auf. Im Fahrerinfodisplay
wird eine Meldung angezeigt.9 Warnung
Unterschiedlich reflektierende
Oberflächen von Gegenständen
oder Kleidung sowie externe
Schallquellen können unter

198Fahren und Bedienungbesonderen Umständen zur Nicht‐erkennung von Hindernissen
durch das System führen.
Besonders auf niedrige Hinder‐
nisse achten, die den unteren
Bereich des Stoßfängers beschä‐
digen können.Achtung
Die Funktion des Systems kann eingeschränkt sein, wenn die
Sensoren verdeckt sind, z. B.
durch Eis oder Schnee.
Die Leistung des Einparkhilfesys‐
tems kann durch hohe Lasten
beeinträchtigt sein.
Besondere Bedingungen gelten,
wenn größere Fahrzeuge in der
Nähe sind (z. B. Geländefahr‐
zeuge, Minivans, Lieferwagen).
Die Erkennung von Hindernissen
und korrekte Abstandsanzeige im
oberen Bereich solcher Fahr‐
zeuge kann nicht garantiert
werden.
Gegenstände mit einer sehr klei‐
nen reflektierenden Fläche, wie
schmale Gegenstände oder
weiche Materialien, werden vom
System möglicherweise nicht
erkannt.
Die Einparkhilfe erfasst keine
Objekte außerhalb ihres Erfas‐
sungsbereichs.
Erweiterte Einparkhilfe
9 Warnung
Der Fahrer trägt die volle Verant‐
wortung für das Akzeptieren der vom System vorgeschlagenen
Parklücke und für das Einparkma‐ növer.
Beim Nutzen der erweiterten
Einparkhilfe stets die gesamte
Fahrzeugumgebung überprüfen
und im Auge behalten.
Die erweiterte Einparkhilfe misst
geeignete Parklücken beim Vorbei‐
fahren ab, berechnet den Einparkweg und lenkt das Fahrzeug dann auto‐
matisch in die Parklücke.
Die erweiterte Einparkhilfe unterstützt den Fahrer bei folgenden Manövern:
● Einparken in eine Längs‐ parklücke
● Einparken in eine Querparklücke
● Ausparken aus einer Längs‐ parklücke
Der Fahrer muss die Beschleuni‐
gung, das Bremsen und Schalten
übernehmen, während die Lenkung
automatisch erfolgt. Der Fahrer kann
jederzeit durch Greifen des Lenkrads
die Kontrolle übernehmen.
Möglicherweise muss mehrmals vor-
und zurückgesetzt werden.
Die Anweisungen werden im Info- Display angezeigt 3 116.
Die erweiterte Einparkhilfe kann nur beim Vorwärtsfahren aktiviert
werden.
Einparken in eine
Längsparklücke
Aktivierung
Die Fahrgeschwindigkeit unter
30 km/h senken.

Fahren und Bedienung199Colour-Info-Display: Um das System
nach einer Parklücke suchen zu
lassen, das System durch Drücken
auf Í aktivieren. Im Info-Display
Fahrfunktionen und dann
Einparkhilfe auswählen. Einparken in
Längsparklücke auswählen.
Den Blinker setzen, um die
gewünschte Einparkseite auszuwäh‐
len.
Der zulässige Längsabstand
zwischen dem Fahrzeug und einer
Reihe parkender Fahrzeuge liegt
zwischen 0,5 m und 1,5 m.
Zum Einparken in eine Längs‐
parklücke muss die Parklücke
mindestens 0,6 m länger als Ihr Fahr‐
zeug sein. Das System erkennt keine Parklücken, die deutlich kleiner oder
größer als das Fahrzeug sind.
Wenn eine freie Parklücke erkannt
wird, wird im Info-Display eine opti‐
sche Rückmeldung gegeben und es
ertönt ein erster Signalton. Langsam
vorwärts fahren. Wenn der zweite
Signalton ertönt, das Fahrzeug anhal‐ ten, den Rückwärtsgang einlegen,
das Lenkrad loslassen und langsam
anfahren. Im Info-Display wird eine
optische Rückmeldung gegeben.Vor- und zurücksetzen und dabei die
Warnungen der Einparkhilfe beach‐
ten, bis das Ende des Manövers
angezeigt wird.
Einparken in eine Querparklücke
Aktivierung
Colour-Info-Display: Um das System
nach einer Parklücke suchen zu
lassen, das System durch Drücken
auf Í aktivieren. Im Info-Display
Fahrfunktionen und dann
Einparkhilfe auswählen. Quer
einparken auswählen.
Die Fahrgeschwindigkeit unter
30 km/h senken.

200Fahren und BedienungDen Blinker setzen, um die
gewünschte Einparkseite auszuwäh‐ len.
Der zulässige Längsabstand
zwischen dem Fahrzeug und einer
Reihe parkender Fahrzeuge liegt
zwischen 0,5 m und 1,5 m.
Beim Einparken in eine Querparklü‐
cke muss die Parklücke mindestens
0,7 m breiter als Ihr Fahrzeug sein.
Wenn mehrere aufeinander folgende
Parklücken erkannt werden, wird das
Fahrzeug zur letzten Parklücke gelei‐ tet.Wenn eine freie Parklücke erkannt
wird, wird im Info-Display eine opti‐
sche Rückmeldung gegeben und es
ertönt ein Signalton. Das Fahrzeug
anhalten, den Rückwärtsgang einle‐
gen, das Lenkrad loslassen und lang‐ sam mit einer Geschwindigkeit von
maximal 7 km/h anfahren.
Vor- und zurücksetzen und dabei die
Warnungen der Einparkhilfe und die
akustischen Signale beachten, bis
das Ende des Manövers angezeigt
wird. Nach Abschluss des Manövers
erlischt $ in der Instrumenteneinheit.
Während des Einparkens wird das
System automatisch deaktiviert,
sobald das Fahrzeugheck nur noch
50 cm von einem Hindernis entfernt
ist.
Ausparken aus einer
Längsparklücke
Aktivierung
Colour-Info-Display: Zum Ausparken
aus einer Längsparklücke das
System durch Drücken auf Í aktivie‐
ren. Im Info-Display Fahrfunktionen
und dann Einparkhilfe auswählen.
Längs ausparken auswählen.
Den Blinker setzen, um die
gewünschte Ausparkseite auszuwäh‐ len.
Den Rückwärts- oder Vorwärtsgang
einlegen, das Lenkrad loslassen und
langsam mit einer Geschwindigkeit
von maximal 5 km/h anfahren.

Fahren und Bedienung201
Vor- und zurücksetzen und dabei die
Warnungen der Einparkhilfe beach‐ ten, bis das Ende des Manövers
angezeigt wird. Das Manöver ist
abgeschlossen, sobald die Vorder‐
räder des Fahrzeugs die Parklücke
verlassen haben.
Nach der Deaktivierung die eigene
vollständige Kontrolle über das Fahr‐
zeug sicherstellen.
Displayanzeige
Die Anweisungen auf dem Display
zeigen Folgendes an:
● allgemeine Hinweise und Warn‐ meldungen
● die Anweisung zum Anhalten, wenn eine Parklücke entdeckt
wird
● die Fahrtrichtung während des Einparkmanövers
● die Anweisung, den Rückwärts‐ gang oder den ersten Gang
einzulegen
● die Anweisung zum Anhalten oder zum langsamen Fahren
● den erfolgreichen Abschluss des Einparkmanövers, der durch ein
Popup-Symbol und einen Signal‐
ton gemeldet wird
● den Abbruch eines Einparkma‐ növersAusschalten
Das aktuelle Einparkmanöver wirdüber die Taste „Zurück“ im Info-
Display abgebrochen. Zum vollstän‐
digen Deaktivieren des Systems ¼ in
der Mittelkonsole drücken.
In folgenden Fällen wird das System
automatisch deaktiviert:
● Die Zündung wird ausgeschaltet.
● Der Motor stirbt ab.
● Innerhalb von 5 Minuten nach Auswahl des Manövers wurde
kein Manöver begonnen.
● Das Fahrzeug wurde während eines Manövers länger angehal‐
ten.
● Die elektronische Stabilitäts‐ regelung wurde ausgelöst.
● Die Fahrgeschwindigkeit über‐ schreitet den angegebenen
Grenzwert.
● Der Fahrer unterbringt die Lenk‐ radbewegung.