
Fahren und Bedienung189● Die Lenkunterstützung wird ver‐ringert.
● Das Motordrehmoment beim All‐ radantrieb wird verstärkt auf die
Hinterachse übertragen.
● Das Schalten des Automatikge‐ triebes erfolgt später (bei höhererDrehzahl).
● Die Farbgebung des Displays wird abhängig vom Instrument
angepasst.
TOUR-ModusDie Systemeinstellungen werden an
einen bequemeren Fahrstil ange‐ passt:
● Die Dämpfung der Stoßdämpfer reagiert weicher.
● Das Gaspedal reagiert mit den Standardeinstellungen.
● Die Lenkunterstützung erfolgt im Standard-Modus.
● Das Motordrehmoment beim All‐ radantrieb wird hauptsächlich auf
die Vorderachse übertragen.
● Die Schaltpunkte des Automatik‐
getriebes folgen einem Komfort‐
modus.
Modus NORMAL
Alle Systemeinstellungen werden an
die Standardwerte angepasst.
Fahrmodussteuerung
In jedem manuell gewählten Fahrmo‐ dus (SPORT, TOUR oder NORMAL)
erfasst und analysiert die Fahrmo‐ dussteuerung (DMC) kontinuierlich
das tatsächliche Fahrverhalten, die
Reaktionen des Fahrers und den ak‐
tiven Bewegungszustand des Fahr‐
zeugs. Bei Bedarf ändert das DMC-Steuergerät automatisch die Einstel‐
lungen innerhalb des gewählten
Fahrmodus. Werden größere Abwei‐
chungen erkannt, wird der Fahrmo‐
dus für die Dauer der Abweichung ge‐
ändert.
Wenn beispielsweise der NORMAL-
Modus ausgewählt wurde und die
Fahrmodussteuerung ein sportliches Fahrverhalten erkennt, ändert das
DMC-Steuergerät einige Einstellun‐
gen des Normal-Modus auf Sport-
Einstellungen. Bei einem sehr sport‐
lichen Fahrverhalten wechselt die
Fahrmodussteuerung in den SPORT-
Modus.
Ein weiteres Beispiel: Wenn der
TOUR -Modus ausgewählt wurde und
beim Fahren auf einer kurvigen
Straße plötzlich eine harte Bremsung erforderlich ist, erfasst das DMC-
Steuergerät den Bewegungszustand
des Fahrzeugs und ändert die Ein‐
stellungen für die Federung auf den
SPORT -Modus, um die Fahrzeugsta‐
bilität zu erhöhen.
Kehren das Fahrverhalten bzw. der
Bewegungszustand des Fahrzeugs
wieder in den ursprünglichen Zustand

190Fahren und Bedienungzurück, setzt die Fahrmodussteue‐
rung die Einstellungen auf den zuvor
gewählten Fahrmodus zurück.
Personalisierte Einstellungen im
SPORT-Modus
Durch Drücken auf SPORT kann der
Fahrer den SPORT-Modus wählen.
Wählen Sie unter Einstellung, I
Sportmodus im Colour-Info-Display
die entsprechenden Einstellungen
aus.
Colour-Info-Display 3 122.
Fahrzeugpersonalisierung 3 127.
Flex Ride - OPC-Version
Die OPC-Version des Flex Ride-Sys‐ tems arbeitet auf die gleiche Weise
wie das herkömmliche Flex Ride-Sys‐
tem, mit dem Unterschied, dass die
verschiedenen Modi sportlicher aus‐
fallen.
Das Fahrsystem OPC Flex Ride er‐
möglicht es dem Fahrer, zwischen
drei Fahrmodi zu wählen:
● OPC-Modus: Auf OPC drücken.
Die LED leuchtet auf.
● SPORT-Modus: Auf SPORT
drücken. Die LED leuchtet auf.
● NORMAL-Modus: Weder SPORT noch OPC ist gedrückt,
keine LED leuchtet.
Durch erneutes Drücken der entspre‐ chenden Taste wird der SPORT-Mo‐
dus bzw. der OPC-Modus deaktiviert.
In jedem Fahrmodus beeinflusst
OPC Flex Ride die folgenden elektro‐
nischen Systeme:
● Elektronische Dämpferregelung● Gaspedalsteuerung
● Lenksteuerung
● Allradantrieb
● Elektronische Stabilitätsregelung
(ESC)
● Antiblockiersystem (ABS) mit Cornering Brake Control (CBC)
● Automatikgetriebe
OPC-Modus
Fahrverhalten und Bewegungszu‐
stand werden an Hochleistungsein‐
stellungen angepasst.
Die Farbgebung des Displays wird
abhängig vom Instrument angepasst.
SPORT-Modus
Die Systemeinstellungen werden an
einen sportlicheren Fahrstil ange‐
passt.

Fahren und Bedienung191Modus NORMAL
Wenn im Modus NORMAL weder
SPORT noch OPC gedrückt ist, wer‐
den alle Systemeinstellungen auf
Standardwerte gesetzt.
Personalisierte Einstellungen im
OPC-Modus
Durch Drücken auf OPC kann der
Fahrer den OPC-Modus wählen.
Wählen Sie unter Einstellung, I
Sportmodus im Colour-Info-Display
die entsprechenden Einstellungen aus.
Colour-Info-Display 3 122.
Fahrzeugpersonalisierung 3 127.Fahrerassistenzsys‐
teme9 Warnung
Fahrerassistenzsysteme wurden
zur Unterstützung der Fahrer ent‐
wickelt, können deren Aufmerk‐
samkeit aber nicht ersetzen.
Der Fahrer übernimmt beim Füh‐
ren des Fahrzeugs die volle Ver‐
antwortung.
Beim Gebrauch von Fahrerassis‐
tenzsystemen stets die aktuelle
Verkehrssituation berücksichti‐
gen.
Geschwindigkeitsregler
Der Geschwindigkeitsregler kann Ge‐
schwindigkeiten von ca. 30 bis
200 km/h speichern und konstant hal‐ ten. An Steigungen und im Gefälle ist
ein Abweichen von der gespeicherten Geschwindigkeit möglich.
Aus Sicherheitsgründen kann der Ge‐
schwindigkeitsregler erst nach ein‐ maligem Betätigen des Bremspedals
aktiviert werden. Das Aktivieren im ersten Gang ist nicht möglich.
Geschwindigkeitsregler nicht ein‐
schalten, wenn eine gleichbleibende Geschwindigkeit nicht ratsam ist.
Bei Fahrzeugen mit Automatikge‐
triebe oder automatisiertem Schalt‐
getriebe lässt sich der Geschwindig‐
keitsregler im Automatik- und Manu‐
ell-Modus aktivieren.
Kontrollleuchte m 3 114.

194Fahren und BedienungWenn bei Fahrzeugen mit Uplevel-Display der Sport-Modus ausgewählt
ist 3 115, wird der Maßstab der Ta‐
chometeranzeige nur bis zur einge‐ stellten Geschwindigkeitsbegren‐
zung angezeigt. Die Geschwindig‐
keitsbegrenzung wird durch einen
grünen Punkt angezeigt. Dieser wird
weiß, wenn das System eingeschal‐
tet, aber nicht aktiviert ist.
Geschwindigkeitsbegrenzung
ändern
Um die gewünschte Höchstge‐
schwindigkeit zu erhöhen bzw. zu
verringern, halten Sie bei aktiviertem Geschwindigkeitsbegrenzer das
Daumenrädchen oder drehen es kurz auf RES/+ bzw. SET/-.
Überschreiten der Geschwindig‐ keitsbegrenzung
Wenn die Geschwindigkeitsbegren‐
zung ohne Fahrer-Eingabe über‐
schritten wird, beginnt die Geschwin‐
digkeitsanzeige im Driver Information
Center zu blinken. Gleichzeitig ist
über die gesamte Dauer des Blinkens
ein Warnton zu hören.Im Notfall kann die Geschwindigkeits‐ begrenzung überschritten werden.
Dazu ist das Gaspedal bis kurz vor
den Anschlag durchzutreten. In die‐ sem Fall wird kein Warnton abgege‐
ben.
Den Fuß vom Gaspedal nehmen: Die Geschwindigkeitsbegrenzungsfunk‐
tion wird wieder aktiviert, sobald eine
Geschwindigkeit unter der Höchstge‐
schwindigkeit erreicht ist.
Deaktivierung Auf y drücken: Der Geschwindig‐
keitsbegrenzer wird deaktiviert und
das Fahrzeug kann ohne Begrenzung
gefahren werden.
Die Geschwindigkeitsbegrenzung
wird gespeichert und in Klammern im Driver Information Center angezeigt.
Außerdem wird eine entsprechende
Meldung angezeigt.
Höchstgeschwindigkeit wieder
aufnehmen
Daumenrad auf Position RES/+ dre‐
hen. Das Fahrzeug kehrt zur gespei‐ cherten Höchstgeschwindigkeit zu‐
rück.Ausschalten
Auf L drücken. Die Anzeige der Ge‐
schwindigkeitsbegrenzung im Driver
Information Center erlischt. Die ge‐
speicherte Geschwindigkeit wird ge‐
löscht.
Der Geschwindigkeitsbegrenzer wird
ebenfalls deaktiviert und die gespei‐
cherte Geschwindigkeit gelöscht,
wenn m zum Aktivieren des Ge‐
schwindigkeitsreglers bzw. adaptiven Geschwindigkeitsreglers gedrückt
wird.
Beim Ausschalten der Zündung wird
der Geschwindigkeitsbegrenzer
ebenfalls deaktiviert, die Geschwin‐
digkeitsbegrenzung jedoch für die
nächste Aktivierung des Geschwin‐
digkeitsbegrenzers gespeichert.
Adaptiver Geschwindig‐ keitsregler
Der adaptive Geschwindigkeitsregler
(ACC) ist eine Erweiterung des her‐
kömmlichen Geschwindigkeitsreg‐
lers, der zusätzlich einen bestimmten Abstand zum vorausfahrenden Fahr‐
zeug einhält.

Fahren und Bedienung203Position des Sensors immer durch
einen Servicebetrieb überprüfen und korrigieren.
Einstellungen
Die Einstellungen können im Fahr‐
zeugpersonalisierungsmenü im Co‐
lour-Info-Display geändert werden.
Wählen Sie unter Einstellung, I
Fahrzeug im Colour-Info-Display die
entsprechende Einstellung aus.
Colour-Info-Display 3 122.
Fahrzeugpersonalisierung 3 127.
Störung Wenn der adaptive Geschwindig‐
keitsregler aufgrund eines vorüber‐
gehenden Problems (z. B. Eis auf den Sensoren) außer Betrieb ist oder
wenn ein dauerhafter Systemfehler
vorliegt, wird eine Meldung im Driver
Information Center angezeigt.
Fahrzeugmeldungen 3 124.
Auffahrwarnung
Die Auffahrwarnung trägt dazu bei,
Auffahrunfälle zu vermeiden bzw. da‐ bei entstehende Schäden zu reduzie‐
ren.
Ein Fahrzeug wird durch die Kontroll‐
leuchte A angezeigt.
Bei einer zu schnellen Annäherung
an ein vorausfahrendes Fahrzeug er‐
tönt ein Signalton und es erscheint
eine Meldung im Driver Information
Center.
Eine Voraussetzung hierfür ist, dass
die Auffahrwarnung im Fahrzeugper‐
sonalisierungsmenü 3 127 aktiviert
ist bzw. nicht durch Drücken auf V
deaktiviert wurde (systemabhängig,
siehe unten).
Je nach Ausstattung des Fahrzeugs
sind zwei verschiedene Ausführun‐
gen der Auffahrwarnung verfügbar:
● Auffahrwarnsystem mit
Radarsystem
bei Fahrzeugen mit adaptivem
Geschwindigkeitsregler 3 194.
● Auffahrwarnsystem mit
Frontkamera

Fahren und Bedienung205wenn der Abstand zu einem voraus‐
fahrenden Fahrzeug zu klein wird
bzw. Sie sich zu schnell einem ande‐
ren Fahrzeug nähern.Achtung
Die Leuchtfarbe dieser Kontrollan‐ zeige entspricht nicht den lokalen
Verkehrsgesetzen in Bezug auf
den Fahrzeugabstand. Der Fahrer
trägt jederzeit die volle Verantwor‐
tung für die Einhaltung eines si‐cheren Fahrzeugabstandes ge‐
mäß den geltenden Verkehrsre‐ geln, Witterungs- und Straßenver‐ hältnissen etc.
Bei einem drohenden Zusammen‐
stoß leuchtet das Kollisionswarnsym‐
bol im Driver Information Center auf
und es ertönt ein Warnsignal. Betäti‐
gen Sie das Bremspedal, wenn es die Situation erfordert.
Einstellungen
Die Einstellungen können im Fahr‐
zeugpersonalisierungsmenü im Co‐
lour-Info-Display geändert werden.
Wählen Sie unter Einstellung, I
Fahrzeug im Colour-Info-Display die
entsprechende Einstellung aus.
Colour-Info-Display 3 122.
Fahrzeugpersonalisierung 3 127.
Auffahrwarnsystem mit
Frontkamera
Mit Hilfe der Frontkamera in der
Windschutzscheibe erkennt das Auf‐ fahrwarnsystem Fahrzeuge direkt vor
Ihnen (in derselben Spur) in einem
Abstand von bis zu 60 m.
Aktivierung
Die Auffahrwarnung wird bei einer
Geschwindigkeit ab 40 km/h automa‐
tisch aktiviert, sofern sie nicht durch
Drücken auf V deaktiviert wurde
(siehe unten).Auswahl der Warnempfindlichkeit
Die Warnempfindlichkeit kann auf nah, mittel oder weit eingestellt wer‐
den.
Auf V drücken. Die aktuelle Einstel‐
lung wird im Driver Information Center angezeigt. Erneut auf V drücken, um
die Warnempfindlichkeit zu ändern.

Fahren und Bedienung207● auf kurvigen Strecken
● bei witterungsbedingt schlechter Sicht, z. B. bei Nebel, Regenoder Schneefall
● wenn der Sensor durch Schnee, Eis, Schneematsch, Schlamm
oder Schmutz verdeckt ist bzw.
bei Schäden an der Windschutz‐ scheibe
Abstandswarnung Die Abstandswarnung zeigt den Ab‐
stand zu einem vorausfahrenden
Fahrzeug an. Je nach Fahrzeugaus‐
stattung verwendet das System
hierzu die Radarsensoren hinter dem
Kühlergrill oder die Frontkamera in der Windschutzscheibe, um die Ent‐
fernung zu einem direkt vor Ihnen in
Ihrer Spur fahrenden Fahrzeug zu er‐ kennen. Sie wird ab einer Geschwin‐
digkeit von 40 km/h aktiviert.
Wurde ein vorausfahrendes Fahr‐ zeug entdeckt, so wird der Abstand
zu ihm in Form von Sekunden im Dri‐
ver Information Center angezeigt
3 115.Im Baselevel-Display mit der Menü‐
taste Einstellungen X auswählen
und über das Einstellrädchen am
Blinkerhebel Fahrzeugabstand aus‐
wählen 3 115.
Beim Midlevel- oder Uplevel-Display
das Menü Info auswählen und mit o
Abstandswarnung auswählen 3 115.
Der kleinste angezeigte Abstand be‐
trägt 0,5 Sekunden.
Wenn keine vorausfahrendes Fahr‐ zeug erkannt wird bzw. sich kein
Fahrzeug im berücksichtigten Be‐
reich befindet, werden zwei Striche
angezeigt: -.- s.
Bei aktivem adaptivem Geschwindig‐
keitsregler wird auf dieser Seite statt‐
dessen der Fahrzeugabstand ange‐
zeigt 3 194.
Aktive Gefahrenbremsung
Die aktive Gefahrenbremsung kann
dazu beitragen, Schäden aus Fron‐
talzusammenstößen mit Fahrzeugen
oder Gegenständen zu minimieren,
die durch manuelles Bremsen oder
Lenken nicht mehr vermeidbar sind.
Bevor das System eine aktive Gefah‐ renbremsung durchführt, warnt es
den Fahrer mit der Auffahrwarnung
3 203.
Die Funktion nutzt verschiedene Ein‐
gaben, wie z. B. Radarsensor,
Bremsdruck und Fahrgeschwindig‐
keit, um die Wahrscheinlichkeit eines
Frontalaufpralls zu berechnen.
Die aktive Gefahrenbremsung wird
automatisch beim Überschreiten der
Schrittgeschwindigkeit aktiviert, so‐
fern die Funktion Automatische Kolli‐
sionsvorbereitung im Fahrzeugper‐
sonalisierungsmenü nicht deaktiviert
wurde 3 127.

Fahren und Bedienung209Grenzen des Systems
Die aktive Gefahrenbremsung ist bei
Regen, Schneefall und starkem
Schmutz nur eingeschränkt bzw. nicht funktionsfähig, da der Radar‐
sensor in diesem Fall mit Wasser,
Staub, Eis oder Schnee verdeckt sein
kann. Wenn der Sensor verdeckt ist,
Sensorabdeckung reinigen.
In einigen Fällen kann die aktive Ge‐ fahrenbremsung die Bremse an‐
scheinend unnötigerweise betätigen,
beispielsweise in Parkhäusern, bei
einem Verkehrsschild in einer Kurve
oder bei Fahrzeugen in einer anderen Spur. Dies ist Teil der normalen Funk‐
tionsweise. Das Fahrzeug benötigt
keinen Service. Gaspedal fest
drücken, um den automatischen
Bremsvorgang zu übergehen.
Einstellungen
Die Einstellungen können im Fahr‐
zeugpersonalisierungsmenü im Co‐
lour-Info-Display geändert werden.
Wählen Sie unter Einstellung, I
Fahrzeug im Colour-Info-Display die
entsprechende Einstellung aus.
Colour-Info-Display 3 122.Fahrzeugpersonalisierung 3 127.
Störung Ist ein Systemservice erforderlich,
wird im Fahrer-Info-Center eine Mel‐
dung angezeigt.
Arbeitet das System nicht ordnungs‐
gemäß, werden Fahrzeugmeldungen
im Driver Information Center ange‐
zeigt.
Fahrzeugmeldungen 3 124.
Einparkhilfe9 Warnung
Der Fahrer trägt die volle Verant‐
wortung für das Einparkmanöver.
Während der Nutzung der Ein‐
parkhilfe beim Vor- oder Rück‐
wärtsfahren stets den Bereich um
das Fahrzeug herum überprüfen
und im Auge behalten.
Front-Heck-Einparkhilfe
Die Front-Heck-Einparkhilfe misst die Entfernung zwischen dem Fahrzeug
und Hindernissen vor und hinter dem