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WARTUNG DES FAHRZEUGS
MOTORRAUM – 3,6-l-MOTOR . . . . . . . . . . . . . . 323
MOTORRAUM – 2,8-l-DIESELMOTOR . . . . . . . 324
EINGEBAUTES DIAGNOSESYSTEM – OBD II . . 325
ERSATZTEILE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 325
WARTUNGSARBEITEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 325 MOTORÖL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 326
MOTORÖLFILTER . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 327
LUFTFILTER . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 327
EINGRIFFSREGENERATIONSSTRATEGIE –2,8-l-DIESELMOTOR . . . . . . . . . . . . . . . . . . 327
AUSPUFFANLAGE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 327
WARTUNGSFREIE BATTERIE . . . . . . . . . . . . 329
WARTUNG DER KLIMAANLAGE . . . . . . . . . . 330
ABSCHMIEREN VON BEWEGLICHEN KAROSSERIETEILEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . 331
WISCHERBLÄTTER . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 332
KÜHLSYSTEM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 333
BREMSEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 337
AUTOMATIKGETRIEBE . . . . . . . . . . . . . . . . 339
FAHRZEUGPFLEGE UND KORROSIONSSCHUTZ . . . . . . . . . . . . . . . . . 340
321
Auf eine Kühlmittelkonzentration(Frostschutzmittel) von 50 % Mo-
torkühlmittel (Minimum) und des-
tilliertem Wasser für ausreichenden
Korrosionsschutz des Motors ach-
ten, da dieser Aluminiumkompo-
nenten enthält.
Sicherstellen, dass der Überlauf schlauch von Kühler und Kühlmit
telausgleichsbehälter weder ge-
knickt noch verstopft ist.
Die Vorderseite des Kühlers sauber halten. Wenn das Fahrzeug mit ei-
ner Klimaanlage ausgestattet ist,
die Vorderseite des Kondensators
ebenfalls sauber halten.
Ein Wechsel des Kühlerthermostats für Sommer- oder Winterbetrieb ist
nicht erforderlich. Beim Austausch
des Thermostats ist unbedingt da-
rauf zu achten, dass NUR das kor-
rekte Original-Ersatzteil eingebaut
wird. Andere Auslegungen führen
eventuell zu unbefriedigender
Kühlmittelleistung, hohem Kraft-
stoffverbrauch und mehr Abgasen. BREMSEN
Damit die Bremsen in jeder Situation
zuverlässig funktionieren, sind die
Bauteile der Bremsanlage regelmäßig
zu überprüfen. Siehe die korrekten
Wartungsintervalle in "Wartungs-pläne".
WARNHINWEISE!
Abstützen auf den Bremsen kann zu
Bremsversagen und eventuell einem
Unfall führen. Wird der Fuß wäh
rend der Fahrt auf dem Bremspedal
abgestützt, kann dies zur Überhit
zung der Bremsen, zu erhöhtem
Bremsbelagverschleiß und zu mögli
chen Schäden an der Bremsanlage
führen. Im Notfall steht dann nicht
die volle Bremsleistung zur Verfügung.
Hauptbremszylinder – Prüfung
des Bremsflüssigkeitsstands
Der Flüssigkeitsstand im Haupt-
bremszylinder ist bei allen Wartungs-
arbeiten im Motorraum zu prüfen.
Beim Aufleuchten der "Bremswarn-
leuchte" den Flüssigkeitsstand sofortprüfen! Vor dem Öffnen den Verschluss-
deckel, dessen Umgebung und die
Oberseite des Hauptbremszylinders
gründlich reinigen. Bremsflüssigkeit
nachfüllen, bis der Flüssigkeitsstand
an die Oberkante der Markierung
"FULL" (Voll) seitlich am Aus-
gleichsbehälter des Hauptbremszy-
linders reicht.
Es empfiehlt sich nicht, zu viel Flüs
sigkeit einzufüllen, da dadurch Un-
dichtigkeiten im System entstehenkönnen.
Genügend Bremsflüssigkeit entspre-
chend der Markierung am Ausgleichs-
behälter nachfüllen. Bei Scheiben-
bremsen ist ein Absinken des
Flüssigkeitsstands mit zunehmendem
Verschleiß der Bremsbeläge normal.
Ein zu niedriger Bremsflüssigkeits
stand kann jedoch auch durch eine
Undichtigkeit der Bremsanlage verur-
sacht werden, deshalb ist möglicher-
weise eine genaue Überprüfung der
Bremsanlage erforderlich.
337
Nur die vom Hersteller empfohlene
Bremsflüssigkeit verwenden. Weitere
Informationen hierzu finden Sie unter
"Betriebsflüssigkeiten, Schmiermittel
und Original-Ersatzteile" in "War-
tung und Instandhaltung".WARNHINWEISE!
Nur die vom Hersteller empfoh-lene Bremsflüssigkeit verwenden.
Weitere Informationen hierzu fin-
den Sie unter "Betriebsflüssigkei
ten, Schmiermittel und Original-
Ersatzteile" in "Wartung und
Instandhaltung". Die Verwen-
dung der falschen Bremsflüssig
keit kann Ihre Bremsanlage
schwer beschädigen und/oder
ihre Leistungsfähigkeit ein-
schränken. Der richtige Brems-
flüssigkeitstyp für Ihr Fahrzeug
ist außerdem auf dem werkseitig
eingebauten Ausgleichsbehälter
des Hauptbremszylinders angege-ben.
(Fortsetzung)
WARNHINWEISE! (Fortsetzung)
Um Verunreinigungen durch
Fremdstoffe oder Feuchtigkeit zu
verhindern, verwenden Sie nur
neue Bremsflüssigkeit oder Flüs
sigkeit, die in einem fest ver-
schlossenen Behälter aufbewahrt
wurde. Lassen Sie die Kappe auf
dem Ausgleichsbehälter des
Hauptbremszylinders immer ge-
schlossen. Bremsflüssigkeit in ei-
nem offenen Behälter nimmt
Feuchtigkeit aus der Luft auf, was
einen niedrigeren Siedepunkt zur
Folge hat. Dies kann dazu führen,
dass die Bremsflüssigkeit bei
scharfem oder dauerhaftem
Bremsen siedet und die Bremse
plötzlich ausfällt. Dies könnte zu
einem Unfall führen.
(Fortsetzung)
WARNHINWEISE! (Fortsetzung)
Eine Überbefüllung des Brems-
flüssigkeitsvorratsbehälters kann
dazu führen, dass Bremsflüssig
keit auf heiße Motorteile läuft und
sich dort entzündet! Bremsflüs
sigkeit kann außerdem lackierte
Oberflächen und Vinylteile be-
schädigen, weshalb sie mit diesen
Oberflächen nicht in Berührung
kommen sollte.
Die Bremsflüssigkeit nicht durch
auf Erdölbasis hergestellte Flüs
sigkeiten verunreinigen. Hier-
durch können Dichtungsteile der
Bremsanlage beschädigt werden,
was zu einem teilweisen oder voll-
ständigen Ausfall der Bremse füh
ren kann. Dies könnte zu einem
Unfall führen.
338
SICHERUNGEN/TIPM
Steckplatz Patronensicherung Minisicherung Bezeichnung
J1 40 A Grün — Elektrisch verstellbarer, umklappbarer Sitz
J2 30 A Rosa — Modul/elektrisch betätigte Heckklappe
J3 30 A Rosa — Hintertür-Modul (Datensammler/Tür HR)
J4 25 A Klar — Datensammler/Fahrertür
J5 25 A Klar — Datensammler/Beifahrertür
J6 40 A Grün — Pumpe der ABS-Bremsen/Stabilitätssystem
J7 30 A Rosa — Ventil der ABS-Bremsen/Stabilitätssystem
J8 40 A Grün — Elektrisch einstellbarer Sitz mit Memory-Funktion
(bei Versionen/Märkten, wo verfügbar)
J9 40 A Grün — Motor Abgase teilweise Null/Mischkraftstoff
J10 30 A Rosa — Relais Scheinwerfer-Waschanlage/Man. Stellventil
J11 30 A Rosa — Modul/elektr. betätigte Schiebetür/
Diebstahlsicherungsmodul Relaisverriegelungsver-
sorgung
J12 30 A Rosa Hinterer Gebläsemotor/Kühlerlüfter
J13 60 A Gelb — Verbraucher bei ausgesch. Zündung (IOD) – Haupt-
sicherung
J14 40 A Grün — Heckscheibenheizung
J15 40 A Grün — Vorderes Gebläse
J17 40 A Grün — Anlassmagnetschalter
J18 20 A Blau — Computer/Motorsteuerung (PCM) / Fahrbereich
J19 60 A Gelb — Lüfter
J20 30 A Rosa — Frontscheibenwischer/Stufe I/II
J21 20 A Blau — Waschanlage vorn/hinten
J22 25 A Klar — Modul/Schiebedach
M1 — 15 A Blau Hochgesetzte Zusatzbremsleuchte/
Bremslichtschalter
M2 — 20 A Gelb Anhängerbeleuchtung/Nebelscheinwerfer
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SICHERUNGEN/TIPM
Steckplatz Patronensicherung Minisicherung Bezeichnung
M34 — 10 A Rot Parkassistent, Heizungs-Klimaregelungsmodul,
Scheinwerfer-Waschanlage, Kompass, IR-Sensor,
hintere Kamera, Türleuchte FT Drv/Pass, Leuchte
Taschenlampe, AHLM, Relais der Innenraumhei-
zung Dieselmotor, Kühlerlüfter Dieselmotor
M35 — 10 A Rot Heizbare Außenspiegel
M36 — 20 A Gelb Steckdose 3
M37 — 10 A Rot ABS-Bremsen, Stabilitätssystem, Bremslichtschalter,
Steuerung Relais/Kraftstoffpumpe Hi
M38 — 25 A Klar Motoren Türverriegelung/entriegelung, Motoren
Heckklappenverriegelung/-entriegelung
Die beheizbaren Spiegel, die untere
Steckdose in der Instrumententafel
und die herausnehmbare Mittelkon-
sole verfügen (in Frontposition) über
selbst rückstellende Sicherungen, die
nur von einer Vertragswerkstatt ge-
wartet werden dürfen. Die elektrisch
verstellbaren Sitze sind mit einem 30-
AmpereÜberlastschalter gesichert,
der sich unter dem Fahrersitz befin-
det. Die elektrischen Fensterheber
sind mit einem 25-Ampere-
Überlastschalter gesichert, der sich
unter der Instrumententafel in der
Nähe der Lenksäule befindet. Wen-
den Sie sich bei zeitweiligem oder dauerhaftem Ausfall dieser Systeme
an eine Vertragswerkstatt. VORÜBERGEHENDE
STILLLEGUNG DES
FAHRZEUGS
Wird das Fahrzeug länger als 21 Tage
nicht benutzt, sind Schritte zum
Schutz der Batterie erforderlich. Sie
können Folgendes tun:
Die 20-Ampere-Minisicherung mit
der Bezeichnung "Ignition-Off
Draw (IOD)" (Stromverbrauch bei
ausgeschalteter Zündung) aus dem
vollständig integrierten Stromver-
sorgungsmodul (TIPM) nehmen. Oder das Minuskabel (-) von der
Batterie abklemmen.
Jedes Mal, wenn Sie Ihr Fahrzeug für zwei Wochen oder länger abstel-
len, lassen Sie die Klimaanlage im
Leerlauf etwa fünf Minuten bei
Frischluftgebläseeinstellung bei
höchster Stufe laufen. Dies gewähr-
leistet eine adäquate System-
schmierung, um möglichen Kom-
pressorschäden beim Neustart des
Systems vorzubeugen.
348
Kilometer x1.00024 48 72 96 120 144 168 192
Monate 12 24 36 48 60 72 84 96
Spülen Sie das Kühlsystem und wechseln Sie das Motorkühl
mittel (oder nach 60 Monaten).
Prüfen Sie das PCV-Ventil und tauschen Sie es aus, wenn
erforderlich.
Prüfen Sie den Batterieladestatus und laden Sie die Batterie
ggf. auf.
Prüfen Sie den Zustand/Verschleiß der Reifen und stellen
Sie bei Bedarf den richtigen Druck ein.
Prüfen Sie den Betrieb des Beleuchtungssystems (Haupt-
scheinwerfer, Richtungsanzeiger, Warnblinkanlage, Koffer-
raum, Fahrgastraum, Handschuhfach, Instrumententafel-
warnleuchten usw.).
Prüfen Sie die Funktion der Frontscheiben-Wisch- und
Waschanlage und stellen Sie bei Bedarf die Sprühdüsen ein.
Prüfen Sie die Position/den Verschleiß der
Windschutzscheiben/Heckscheibenwischerblätter.
Prüfen Sie die Sauberkeit der Schlösser der Motorhaube und
Heckklappe sowie die Sauberkeit und Schmierung der Ge-stänge.
Führen Sie eine Sichtprüfung des Zustands durch von: Ka-
rosserie außen, Unterbodenschutz, Rohrleitungen und
Schläuchen (Auspuff – Kraftstoffanlage – Bremsen), Gum-
miteilen (Manschetten, Hülsen, Buchsen usw.).
Prüfen Sie den Zustand und Verschleiß der vorderen Brems-
beläge und die Funktion des Bremsbelagsverschleißanzei-gers.
359
Kilometer x1.00024 48 72 96 120 144 168 192
Monate 12 24 36 48 60 72 84 96
Prüfen Sie den Zustand und Verschleiß der hinteren Brems-
beläge und die Funktion des Bremsbelagsverschleißanzei-gers.
Prüfung Sie die Füllstände und füllen Sie ggf. auf (Bremsen,
Scheibenwaschanlage, Batterie, Kühlmittel usw.).
Überprüfen Sie visuell den Zustand des/der
Antriebsriemen/s für Zusatzaggregate.
Prüfen Sie den Weg des Handbremshebels und stellen Sie
ihn ggf. ein.
Prüfen Sie die Abgaswerte.
Prüfen Sie die Funktion des Motormanagementsystems
(über Diagnosebuchse).
Wechseln Sie Automatikgetriebeflüssigkeit (ATF) und Filter
aus (*).
Tauschen Sie die Zündkerzen aus.
Tauschen Sie den/die Antriebsriemen für Zusatzaggregateaus.
Tauschen Sie die Luftfilterpatrone aus.
Wechseln Sie das Motoröl und tauschen Sie den Ölfilter aus. 12.000 km oder 6 Monate, je nachdem, was zuerst eintritt
Wechseln Sie die Bremsflüssigkeit (oder alle 24 Monate).
Tauschen Sie den Pollenfilter aus.
(*) Wechseln Sie das Automatikge-
triebeöl und die Filter nach
96.000 km oder 48 Monaten, wenn
Sie das Fahrzeug unter folgenden Be-
dingungen fahren: Stadtverkehr, kurze und wiederholte Fahrten (weni-
ger als 7-8 km) oder häufiger
Anhänger- oder Wohnwagenbetrieb.
360
Regelmäßige Prüfungen
Prüfen Sie alle1.000 kmoder vor
längeren Reisen und wenn notwendig:
Kühlmittel
Bremsflüssigkeit
Scheibenwaschflüssigkeit
Reifendruck und -zustand
Funktion des Beleuchtungssystems (Scheinwerfer, Richtungsanzeiger,
Warnblinker usw.)
Funktion der Frontscheiben- Wisch- und Waschanlage und Posi-
tion und Verschleiß der Scheiben-
wischerblätter an Front- undHeckscheibe.
Prüfen Sie alle 3.000 kmden Motor-
ölstand und füllen Sie ggf. Motorölnach.
Hochleistungseinsatz des Fahrzeugs
Wenn das Fahrzeug hauptsächlich
unter einem der folgenden Zustände
verwendet wird:
Anhänger- oder Wohnwagenbe- trieb;
Staubige Straßen; Kurze wiederholte Fahrten (weni-
ger als 7-8 km) bei Umgebungs-
temperaturen unter null;
Motor wird oft im Leerlauf betrie- ben oder große Entfernungen bei
niedriger Geschwindigkeit oder
längere Stillstandsperioden.
Sie sollten die folgenden Inspektionen
öfter als wie bei der planmäßigen
Wartung vorgesehen durchführen:
Prüfen Sie Zustand und Verschleiß der vorderen Bremsbeläge;
Prüfen Sie die Sauberkeit der Schlösser der Motorhaube und des
Kofferraums sowie die Sauberkeit
und Schmierung der Gestänge;
Führen Sie eine Sichtprüfung des Zustands durch von: Motor, Ge-
triebe, Rohrleitungen und Schläu
chen (Auspuff – Kraftstoffanlage –
Bremsen), Gummiteilen (Man-
schetten, Hülsen, Buchsen usw.);
Prüfen Sie die Batterieladung und den Batteriefüllstand (Elektrolyt);
Überprüfen Sie visuell den Zustand der Antriebsriemen für Zusatzag-
gregate; Prüfen Sie Motoröl und Ölfilter und
wechseln Sie beides ggf.;
Prüfung Sie den Pollenfilter und tauschen Sie ihn ggf. aus;
Prüfung Sie den Luftfilter und tau- schen Sie ihn ggf. aus.
WARTUNGSPLAN – DIESELMOTOR
Um Ihr Fahrzeug stets in optimalem
Zustand zu halten, hat der Hersteller
bestimmte Wartungsintervalle festge-
legt, die erforderlich sind, um den ein-
wandfreien und sicheren Betrieb Ihres
Fahrzeugs sicherzustellen.
Der Hersteller empfiehlt, dass diese
Wartungen von Ihrem Vertragshänd
ler durchgeführt werden. Die Mecha-
niker des Vertragshändlers kennen
das Fahrzeug am besten und haben
Zugang zu Informationen direkt vom
Werk, Original-LANCIA-Ersatzteilen
und eigens entwickelten elektroni-
schen und mechanischen Werkzeu-
gen, mit denen kostspielige Reparatu-
ren vermieden werden können.
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