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REGELMÄSSIGE WARTUNG UND EINSTELLUNG
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Zündkerze montieren
1. Den Zündkerzen-Elektrodenabstand
mit einer Fühlerlehre messen und ggf.
korrigieren.
2. Die Sitzfläche der Kerzendichtung rei-
nigen; Schmutz und Fremdkörper vom
Gewinde abwischen.
3. Die Zündkerze mit dem Zündkerzen-
schlüssel festschrauben und dann vor-
schriftsmäßig festziehen.
HINWEISSteht beim Einbau einer Zündkerze kein
Drehmomentschlüssel zur Verfügung, lässt
sich das vorgeschriebene Anzugsmoment
annähernd erreichen, wenn die Zündkerze
handfest eingedreht und anschließend
noch um 1/4–1/2 Drehung weiter festgezo-
gen wird. Das Anzugsmoment sollte jedoch
möglichst bald mit einem Drehmoment-schlüssel nach Vorschrift korrigiert werden.
4. Den Zündkerzenstecker aufsetzen.
GAU39842
Motoröl Der Motorölstand sollte vor jeder Fahrt ge-
prüft werden. Außerdem muss das Öl in
den empfohlenen Abständen, gemäß der
Wartungs- und Schmiertabelle, gewechselt
werden.
Ölstand prüfen
1. Das Motorrad auf einem ebenen Un-
tergrund abstellen und in gerader Stel-
lung halten. Selbst geringfügige Nei-
gung zur Seite kann bereits zu einem
falschen Messergebnis führen.
2. Den Motor anlassen, einige Minuten
lang warmlaufen lassen und dann aus-
schalten.
3. Einige Minuten warten, damit sich das
Öl setzen kann. Dann den Einfüll-
schraubverschluss herausdrehen, den
Messstab abwischen, in die Einfüllöff-
nung zurückstecken (ohne ihn hinein-
zuschrauben) und dann wieder her-
ausziehen, um den Ölstand zu
überprüfen. Empfohlene Zündkerze:
NGK/CR6HSA
1. Zündkerzen-ElektrodenabstandZündkerzen-Elektrodenabstand:
0.6–0.7 mm (0.024–0.028 in)
Anzugsdrehmoment:
Zündkerze:
12.5 Nm (1.25 m·kgf, 9.0 ft·lbf)
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HINWEI
S
Der Ölstand sollte sich zwischen der Mini-
mal- und Maximalstand-Markierung befin-den.
4. Falls der Ölstand an oder unter der Mi-
nimalstand-Markierung liegt, Öl der
empfohlenen Sorte bis zum vorge-
schriebenen Stand nachfüllen.
5. Den Messstab in die Einfüllöffnung
stecken und dann den Einfüllschraub-
verschluss fest zudrehen.Motoröl wechseln
1. Den Motor anlassen, einige Minuten
lang warmlaufen lassen und dann aus-
schalten.
2. Ein Ölauffanggefäß unter den Motor
stellen, um das Altöl aufzufangen.
3. Den Einfüllschraubverschluss und die
Ablassschraube herausdrehen, um
das Motoröl aus dem Kurbelgehäuse
abzulassen.
4. Die Motoröl-Ablassschraube einset-
zen und dann vorschriftsmäßig fest-
ziehen.5. Die vorgeschriebene Menge des emp-
fohlenen Motoröls nachfüllen und
dann den Einfüllschraubverschluss
fest zudrehen.
ACHTUNG
GCA11620
Um ein Durchrutschen der Kupp-
lung zu vermeiden (da das Motoröl
auch die Kupplung schmiert), mi-
schen Sie keine chemischen Zusät-
ze bei. Verwenden Sie keine Öle mit
Diesel-Spezifikation “CD” oder Öle
von höherer Qualität als vorge-
schrieben. Auch keine Öle der Klas-
se “ENERGY CONSERVING II” oder
höher verwenden.
Darauf achten, dass keine Fremd-
körper in das Kurbelgehäuse ein-dringen.
1. Motoröl-Einfüllschraubverschluss
2. Messstab
3. Maximalstand-Markierung
4. Minimalstand-Markierung
1
3
4
2
1. Motoröl-AblassschraubeAnzugsmoment:
Motoröl-Ablassschraube:
20 Nm (2.0 m·kgf, 14 ft·lbf)
1
Empfohlene Ölsorte:
Siehe Seite 8-1.
Füllmenge für den Ölwechsel:
0.80 L (0.85 US qt, 0.70 Imp.qt)
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6. Den Motor anlassen und einige Minu-
ten lang im Leerlaufbetrieb auf Öllecks
überprüfen. Tritt irgendwo Öl aus, den
Motor sofort ausschalten und die Ur-
sache feststellen.
7. Den Motor ausschalten, den Ölstand
erneut prüfen und ggf. Öl nachfüllen.
GAU41635
Luftfiltereinsatz reinigen Der Luftfiltereinsatz sollte in den empfohle-
nen Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle gereinigt oder ersetzt wer-
den. Bei Einsatz in sehr staubiger oder
feuchter Umgebung ist der Filter häufiger zu
reinigen oder ggf. zu ersetzen.
Luftfiltereinsätze reinigen
1. Die Abdeckung A abnehmen. (Siehe
Seite 6-6.)
2. Den Luftfilter-Gehäusedeckel ab-
schrauben.
3. Den Filterschaumstoff und das Filter-
gitter herausziehen.4. Das Filtergitter mit Lösungsmittel reini-
gen, dann das Lösungsmittel abwi-
schen.
5. Den Filterschaumstoff mit Lösungsmit-
tel reinigen und dann das restliche Lö-
sungsmittel ausdrücken. WARNUNG!
Nur ein für das Teil vorgesehene
Reinigungsmittel verwenden. Um
Brand- und Explosionsgefahr zu
vermeiden, kein Benzin oder Lö-
sungsmittel mit niedrigem Flamm-
punkt verwenden.
[GWA10431]
ACHTUNG: Um eine Beschädigung
des Schaumstoffes zu vermeiden,
gehen Sie vorsichtig und sorgsam
mit ihm um, verdrehen Sie ihn nicht
und wringen Sie ihn nicht aus.
[GCA10511]
1. Spezifikation “CD”
2.“ENERGY CONSERVING II”
1
2
1. Luftfiltergehäuseabdeckung
2. Schraube
2 1
1. Filterschaumstoff
2. Luftfilter-Gitter
1
2
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6. Die gesamte Oberfläche des Filter-
schaumstoffs mit dem vorgeschriebe-
nen Öl benetzen und dann überschüs-
siges Öl ausdrücken.HINWEISDer Filterschaumstoff sollte lediglich feucht, nicht triefend nass sein.
7. Das Filtergitter und den Filterschaum-
stoff in das Luftfiltergehäuse einset-
zen. ACHTUNG: Sicherstellen, dass
das Geflecht und der Schaumstoff
korrekt im Luftfiltergehäuse einge-
setzt sind. Der Motor sollte niemals
ohne eingebautes Geflecht und Schaumstoff betrieben werden, da
sonst der (die) Kolben und/oder Zy-
linder stärkerem Verschleiß unter-
liegen.
[GCA15572]
8. Den Luftfilter-Gehäusedeckel fest-
schrauben.HINWEISSicherstellen, dass das Zündkerzenkabel wie abgebildet verlegt ist.9. Die Abdeckung montieren.
Luftfiltergehäuse-Ablassschlauch reinigen
1. Die Schläuche am Boden des Luftfil-
tergehäuses auf angesammelten
Schmutz oder Wasser kontrollieren.
Empfohlene Ölsorte:
Yamaha-Schaum-Luftfilteröl oder ein
anderes hochwertiges Schaum-Luft-
filteröl1. Zündkerzenkabel
1. Prüfschlauch des Luftfilters
1 1
1
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2. Bei Ansammlung von Wasser oder
Schmutz die Ablassschläuche entfer-
nen, gründlich reinigen und dann wie-
der anschließen.
GAU40421
Reinigung des Funkenfängers Der Funkenfänger muss zu den in der Ta-
belle für regelmäßige Wartung und Schmie-
rung vorgegebenen Intervallen gereinigt
werden.
WARNUNG
GWA10980
Vor dem Berühren der Auspuffbau-
teile stets die Auspuffanlage abküh-
len lassen.
Beim Reinigen der Abgasanlage nicht den Motor starten.
HINWEISUnbedingt einen gut belüfteten Bereich frei
von brennbaren Materialien zur Reinigung des Funkenfängers auswählen.
1. Endrohr durch Entfernen der Schrau-
ben und Herausziehen aus dem
Schalldämpfer ausbauen.2. Leicht am Endrohr gegenschlagen
und dann eine Drahtbürste zum Ent-
fernen jeglicher Kohleablagerungen
vom Abschnitt des Funkenfängers im
Endrohr und im Innern des Endrohrge-
häuses verwenden.
1. Auspuffendrohr
2. Schraube
1. Funkenfänger
21
1
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3. Endrohr am Schalldämpfer anbauen
und dann die Schrauben einbauen
und mit dem vorgeschriebenen Dreh-
moment festziehen.HINWEISSicher stellen, dass die Schraubenlöcher
beim Einsetzen des Endrohrs zueinander ausgerichtet werden.
GAU39930
Vergaser einstellen Der Vergaser ist ein wesentlicher Bestand-
teil des Motors und erfordert eine höchst ge-
naue Einstellung. Die meisten Einstellarbei-
ten sollten einer Yamaha-Fachwerkstatt
vorbehalten bleiben, die über die notwendi-
gen Kenntnisse und Erfahrung verfügt. Die
im Folgenden beschriebene Einstellung
können Sie jedoch im Rahmen der regel-
mäßigen Wartung selbst ausführen.ACHTUNG
GCA10550
Die im Yamaha-Werk vorgenommene
Vergasereinstellung beruht auf zahlrei-
chen Tests. Eine Änderung dieser Ein-
stellung ohne ausreichende Fachkennt-
nis kann zu Leistungsabfall und Motorschäden führen.
GAU21362
Leerlaufdrehzahl einstellen Die Leerlaufdrehzahl muss in den empfoh-
lenen Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle folgendermaßen geprüft
und ggf. eingestellt werden.HINWEISFür diese Einstellung wird ein Diagnose-Drehzahlmesser benötigt.
1. Den Drehzahlmesser an das Zündker-
zenkabel anschließen.
2. Den Motor anlassen und einige Minu-
ten lang bei einer Drehzahl von 1000–
2000 U/min warm laufen lassen, gele-
gentlich die Drehzahl auf 4000–5000
U/min erhöhen.HINWEISDer Motor ist ausreichend warm gelaufen, wenn er spontan auf Gasgeben anspricht.
3. Prüfen Sie die Leerlaufdrehzahl des
Motors und stellen Sie sie, falls erfor-
derlich, durch Drehen der Leerlaufein-
stellschraube auf den vorgeschriebe-
nen Wert ein. Zum Erhöhen der
Leerlaufdrehzahl die Einstellschraube
in Richtung (a) drehen. Zum Verrin-
gern der Leerlaufdrehzahl die Einstell-
schraube in Richtung (b) drehen. Anzugsdrehmoment:
Befestigungsschraube Auspuffend-
rohr:
10 Nm (1.0 m·kgf, 7.2 ft·lbf)
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HINWEISFalls sich die Leerlaufdrehzahl nicht wie
oben beschrieben einstellen lässt, den Mo-
tor von einer Yamaha-Fachwerkstatt über-prüfen lassen.
GAU21382
Gaszugspiel kontrollieren Das Gaszugspiel sollte am Gasdrehgriff
4.0–6.0 mm (0.16–0.24 in) betragen. Das
Gaszugspiel am Drehgriff regelmäßig prü-
fen und ggf. von einer Yamaha-Fachwerk-
statt einstellen lassen.
GAU21401
Ventilspiel Mit zunehmender Betriebszeit verändert
sich das Ventilspiel, wodurch die Zylinder-
füllung nicht mehr den optimalen Wert er-
reicht und/oder Motorgeräusche entstehen
können. Um dem vorzubeugen, muss das
Ventilspiel in den empfohlenen Abständen
gemäß Wartungs- und Schmiertabelle von
einer Yamaha-Fachwerkstatt geprüft und
ggf. eingestellt werden.
1. LeerlaufeinstellschraubeLeerlaufdrehzahl:
1600–1800 U/min
1(a) (b)
1
1. Spiel des Gaszugs
1
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GAU39821
Reifen Zur Erzielung optimaler Fahrleistungen, ei-
ner langen Lebensdauer und maximaler
Fahrsicherheit mit Ihrem Motorrad beach-
ten Sie bitte die folgenden Punkte zum The-
ma Reifen.
Reifenluftdruck
Den Reifenluftdruck vor jeder Fahrt prüfen
und ggf. korrigieren.
WARNUNG
GWA14381
Bei Fahren des Fahrzeugs mit falschem
Reifendruck besteht Verletzungs- oder
Lebensgefahr durch einen Verlust der
Kontrolle über das Fahrzeug.
Den Reifenluftdruck stets bei kalten
Reifen (d. h. Reifentemperatur ent-
spricht Umgebungstemperatur)
prüfen und korrigieren.
Der Reifenluftdruck muss in Über-
einstimmung mit dem Gewicht des
Fahrers, der Fahrgeschwindigkeit
und den Fahrbedingungen einge-stellt werden.Reifenkontrolle
Vor jeder Fahrt die Reifen prüfen. Bei unzu-
reichender Profiltiefe, Nägeln oder Glas-
splittern in der Lauffläche, rissigen Flanken
usw. den Reifen umgehend von einer
Yamaha-Fachwerkstatt wechseln lassen.Reifenausführung
Dieses Motorrad ist mit Speichenrädern
und Schlauchreifen ausgerüstet.
WARNUNG
GWA10461
Die Vorder- und Hinterreifen sollten im-
mer vom selben Hersteller und von glei-
cher Ausführung sein. Anderenfalls
kann sich das Fahrverhalten des Fahr-
zeugs ändern und es kann zu Unfällen kommen.
Ausschließlich die nachfolgenden Reifen
sind nach zahlreichen Tests von der
Yamaha Motor Co., Ltd. freigegeben wor-
den. Standard-Reifenluftdruck:
Vo r n :
100 kPa (1.00 kgf/cm², 15 psi)
Hinten:
100 kPa (1.00 kgf/cm², 15 psi)
1. Reifenflanke
2. ProfiltiefeMindestprofiltiefe (vorn und hinten):
4.0 mm (0.16 in)
12
Vorderreifen:
Größe:
2.50-14 4PR
Hersteller/Modell:
CHEN SHIN/C-803-2
Hinterreifen:
Größe:
3.00-12 4PR
Hersteller/Modell:
CHEN SHIN/C-803-2
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