
zudrehen, die Zündkerzen wieder einschrauben und den Vergaser wieder
vollaufen lassen. Vor der Wiederinbetriebnahe ist der Vergaser zu
reinigen, die Zündkerzen zu überprüfen und der Motor ohne Zündkerzen
kurz zu starten. Bei der anschließenden Fahrt die ersten 20...30 km etwas
verhalten fahren.
Luftfilter wechseln
Der Luftfiltereinsatz im Ansauggeräuschdämpfer kann nach dem Öffnen
der beiden Hebelverschlüsse und Abnehmen der Kappe herausge-
nommen werden.
Der Luftfiltereinsatz besitzt unter normalen Einsatzbedingungen eine
Nutzungsdauer von mindestens 30 000 km. Bei stärkerer Belastung des
Filtereinsatzes durch Fahrten auf staubigen Straßen oder Wegen muß
dieser früher ausgewechselt werden. Eine frühzeitige Erschöpfung des
Filtereinsatzes macht sich durch verminderte Leistung und erhöhten
Kraftstoffverbrauch bemerkbar.
Achtung! Der Luftfiltereinsatz ist vor Wasser, Benzin, Öl usw. zu
schützen! Beim Abspritzen des Fahrzeuges und Waschen des Motors ist
deshalb die Öffnung des Luftfilters abzudecken.
Bild 44
Zündkerzen überprüfen
Für den "Trabant" sind Zündkerzen M 14-225 Isolator (gerillter Isolier-
körper) zu verwenden, wobei die Bezeichnung M 14 den Gewinde-
durchmesser von 14 mm und die Zahl 255 den Wärmewert der Zünd-
kerze angeben.
Am Kerzengesicht kann man das einwandfreie Arbeiten des Motors und
die richtige Einstellung erkennen.Im normalen Fahrbetrieb sollen Zünd-
kerzen möglichst rehbraunes Aussehen aufweisen.
Die Zündkerzen sind nur mit Bürste oder Holzspan zu reinigen und
anschließend auszublasen. Es ist zur Vermeidung von Kriechströmen
darauf zu achten, daß die Zündkerzen innen und außen trocken sind.
Dann den Elektrodenabstand überprüfen und evtl. durch Nachbiegen der
Masseelektroden auf 0,5...0,6 mm korrigieren. Der Elektrodenabstand ist
alle 3 000 km zu korrigieren und Zündkerzen nach 20 000 km auszuwechseln.
40
Bild 45
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Kraftstoffilter reinigen
Das Kraftstoffilter befindet sich im Wassersack am Dreiwegehahn.
Nach Abschrauben des Wassersackes kann das Filter heraus-
genommen und gereinigt werden. Beim Zusammenbau ist auf gute
Abdichtung zu achten.
Die Reinigung ist mindestens alle 5 000 km durchzuführen, wobei der
gereinigte Wassersack mit Brennspiritus gefüllt angeschraubt werden
sollte. Dadurch werden eventuelle Wassertröpfchen im Vergaser
gebunden und entfernt.
Umgrößere Verunreinigungen des Kraftstoffweges Dreiwegehahn -
Kraftstoffilter - Leitung - Vergaser zu vermeiden, ist beim Tanken
darauf zu achten, daß nur sauberer Kraftstoff aufgefüllt wird. Beim
Tanken aus Kanistern wird am besten ein Trichter mit Sieb ver-
wendet oder der Kraftstoff durch ein sauberes Tuch gegossen.
Vergaser reinigen
Eine Reinigung des Vergasers ist nach jeweils 20 000 km erforder-
lich, wozu der Vergaser aus dem Fahrzeug auszubauen ist.
Die hierzu erforderlichen Arbeiten sind durch eine Vertragswerkstatt
ausführen zu lassen, da nur diese berechtigt ist, Arbeiten und Ein-
stellungen am Vergaser vorzunehmen.
Der Gelenkbolzen am Vergaser-Drosselklappenhebel sollte jedoch alle
5 000 km oder nach je einem halben Jahr leicht abgeschmiert werden.
Vergaser einstellen (Bild 48)
Der Vergaser ist vom Werk genau auf den Motor abgestimmt, auf
höchste Leistungen, abgasgerechten Leerlauf und beste Wirtschaft-
lichkeit eingestellt. Die Leerlaufdrehzahl (600+
100U/min) wird bei
betriebswarmem Motor und eingeschaltetem Fern- und Abblendlicht Grenzwert von4,5 Vol.-% gemäß Landeskul-
turgesetz nicht überschritten wird.
Veränderungen an den Düsen sollen nicht vor-
genommen werden. Dadurch können Schäden
am Motor entstehen und die Leistung sowie die
Wirtschaftlichkeit beeinträchtigt werden. In
diesen Fragen bitten wir Sie, sich in Ihrem
eigenen Interesse an eine unserer Vertrags-
werkstätten zu wenden.
Zur Sicherung der maximal möglichen Kraft-
stoffeinsparung wird im Rahmen der festge-
legten Durchsichten die Vergasereinstellung in
den Vertragswerkstätten überprüft und gege-
benfalls korrigiert. Eigene Eingriffe in dieses
System sind nicht gestattet.
Achtung! Bei Beschädigungen oder Fehlern
der am Vergaser angebrachten Plombierungen
erlischt der den Vergaser betreffende
Garantieanspruch.
durch Verdrehen der Umgemischschraube eingestellt.
Rechtsdrehung der Umgemischschraube: Leerlaufdrehzahl verringern
Linksdrehung der Umgemischschraube: Leerlaufdrehzahl erhöhen.
Im Rahmen der Durchsicht wird durch die Vertragswerkstätten eine
Abgasüberprüfung vorgenommen, um zu gewährleisten, daß der
42Bild 48
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Bild 52
Kontrolle des Getriebeölstandes
Der Getriebeölstand wird durch Herrausschrauben der
Ölkontrollschraube überprüft.
Die richtige Ölmenge ist dann im Getriebe vorhanden,
wenn nach Entfernen dieser Schraube eine geringe Menge
Getriebeöl aus der Bohrung austritt. Ist dies nicht der Fall,
muß nachgefüllt werden (siehe hierzu Abschnitt
"Betriebsstoffe").
Eine Ölstandskontrolle mu0 nach jeweils 10 000 km
erfolgen.
Festgestellter Ölverlust erfordert sofortige
Werkstattkonsultation!
Ölwechsel (Bild 53)
Das Getriebeöl wird am besten nach einer längeren Fahrt,
wenn es warm und dünnflüssig ist, abgelassen.
Bild 53
Die am tiefsten Punkt des Getriebes befindliche Ölablaß-
schraube wird herausgeschraubt, nachdem ein entsprech-
endes Auffanggefäß unter das Getriebe gestellt wurde.Die Öleinfüllschraube (s. Bild 41 d) wird entfernt.
Nachdem das alte Öl restlos abgelaufen ist, wird die
Ölablaßschraube, die vorher von eventuellem
Metallabrieb des Getriebes befreit wurde, wieder
eingeschraubt.Durch die Einfüllöffnung wird 1,0l neues
Öl aufgefüllt und die Öleinfüllschraube wieder eingesetzt.
Ein Ölwechsel ist nach 30 000km oder nach 4Jahren
erforderlich (siehe hierzu Abschnitt "Betriebsstoffe").
44
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Wartung der Blattfedern
Um einen vorzeitigen Verschleiß der Federblätter zu
verhindern und den Federungskomfort zu erhalten, macht
sich ein Einsprühen vor und nach der Winterperiode
erforderlich.
Die Schmierung und Konservierung wird im entlasteten
Zustand (bei herunterhängenden Achsen) vorgenommen.
Nach vorhergehender Reinigung der Federn mit einer
Drahtbürste oder einem straffen Pinsel bzw. Abwaschen
mit Petroleum, Waschbenzin o.ä. werden die einzelnen
Federblätter mit einem graphithaltigen Fett versehen. Zur
Erleichterung dieser Arbeit empfiehlt es sich, die
Federblätter, die nicht mit einer Federklammer umfaßt
sind, mit Hilfe eines Treibkeils auseinanderzuspreizen.
Danach ist die Oberfläche allseitig gegen Korrosion zu
schützen.
Da die Hinterfedern in ihrer Auflage gleitet, sollte nicht
vergessen werden, diese Gleitstelle ebenfalls genügend zu
schmieren (gilt nicht für Fahrzeuge mit
schraubengefederter Hinterachse).
Zusammenstellung der Wartungsarbeiten
Nach 10 000km:
- Keilriemen überprüfen, nachspannen, Spann- und
Halteschrauben der Lichtmaschine und des Halters
nachziehen.
- Zündkerzen reinigen, überprüfen und einstellen
- Leerlauf abgasgerecht einstellen*)
- Getriebeölstand und Dichtheit überprüfen, wenn nötig
Öl nachfüllen.
- Bremsflüssigkeit überprüfen, wenn nötig,
Bremsflüssigkeit nachfüllen (Behälter von Hand auf
Festsitz überprüfen).
- Bremsanlage, Bremsschläuche und -leitungen sowie
Anschlüsse auf Dichtheit, richtige Verlegung,
Scheuerstellen und Korrosion übeprüfen*).
- Handbremse einstellen.
- Elektrische Anlage durchschalten und überprüfen.
- Batteriepflege durchführen
- Reifenluftdruck einstellen, Reifenzustand und
-ablaufbild überprüfen, Radmuttern nachziehen.
- Vorspur einstellen, Kontermuttern und Sturz
überprüfen*).
- Lenkungsspiel einstellen, Gewebescheibe überprüfen,
alle Lenkungsteile auf festen Sitz und Sicherung
überprüfen*).
- Radlager überprüfen, Schmutzkappen der Hinterradlager
auf Festsitz, Gummimanschetten und Anschlaggummi
der Radaufhängungen auf Beschädigung überprüfen.
- Scharniere und Schlösser ölen, Gummiteile pflegen.
- Fahrzeug lt. Schmierplan abschmieren, Unterboden,
Federn, Lenkarme, Dreiecklenker usw. einsprühen. Zum
Abschmieren des Lenkgetriebes ist die Lenkung voll
nach links einzuschlagen.
- Wassersack und Sieb am Kraftstoffhahn reinigen,
Gelenkbolzen am Vergaser-Drosselklappenhebel
abschmieren.
- Kupplungsspiel einstellen.
*) Diese Wartungsarbeiten sind nur von
Vertragswerkstätten auszuführen.
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Keilriemenwechsel
Reißt während des Fahrbetriebs der Keilriemen, so leuchtet
die Ladekontrolleuchte auf. Diese ermöglicht damit
gleichzeitig eine Kontrolle über die Funktion des
Keilriemens.
Muß der Keilriemen gewechselt werden, sind folgende
Arbeitsgänge erforderlich:
-Kraftstoffhahn schließen.
-Kraftstoffschlauch am Vergaser abschließen.
-Schrauben an der Lichtmaschinenspannstrebe lösen.
-Mutter am Gebläse lösen.
-Schallschluckhaube durch Herausziehen der Feder-
klemmen vor und hinter dem Gebläse lösen und hoch-
schlagen. Zwei Schrauben vom Kühlluftgehäuse lösen.
-Axialgebläse oben ankippen und herausnehmen. Vor dem
Herausnehmen ist auf dem Gebläsegehäuse ent-
lang dem Gummiköder eine Bleistiftmarkierung anzu-
bringen, wodurch die Ausfluchtung des Gebläses zur Riemenscheibe auf der Kurbelwelle und Lichtmaschine
erleichtert wird.
-Keilriemen auf die Riemenscheibe des Gebläses auf-
legen, zwischen Radkasten und Kurbelwelle hindurch-
führen und auf die Riemenscheibe der Kurbelwelle
auflegen.
-Axialgebläse in das Kühlluftgehäuse einsetzten, wobei der
Gewindestift in die Bohrung des Lagerbockes eingeführt
werden muß. Dann den Keilriemen auf die Riemenscheibe
der Lichtmaschine auflegen
-Der Gummiköder ist mit einem Schraubendreher
auszurichten und das Fluchten der Riemenscheibe zu
überprüfen. Axialgebläse mit Mutter am Gewindestift
festschrauben.
-Beide Schrauben am Kühlluftgehäuse wieder anziehen und
Schallschluckhaube befestigen
-Kraftstoffschlauch anschließen
-Keilriemen mit Hilfe der Spannstrebe an der Lichtma-
schine so spannen, daß er sich in der Mitte 10...15mm
durchdrücken läßt (siehe hierzu Bild 47).
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Bild 64
Bild 65
Beim Wiedereinsetzen ist darauf zu achten, daß die
Kordelmutter soweit herangedreht ist, daß sie sich gerade
noch in die Aufnahme des Kupplungshebels drücken läßt.
Durch die vorhandene Aussparung in der Aufnahme ist
dann das vorgeschriebene Soeil von 1,8...2,5mm gegeben.
Abschließend ist der Betätigungshebel nach außen zu
ziehen und die Kontermutter wieder anzuziehen.
Zur Probe wird nun der Rückwärtsgang eingelegt. Läßt
sich dieser einwandfrei schalten, so ist genügend Spiel
vorhanden.Federlänge bei Bedarfkontrollieren und korrigieren
(Bild 65)
Hierzu wird die Feder im eingebauten Zustand gemessen,
wobei darauf zu achten ist, daß die Parksperre eingerastet
ist.
Das Einstellmaß beträgt 30...40mm, gemessen von
Federhülse bis Mitte Bolzen im Kupplungshebel.
eine eventuell erforderliche Korrektur wird an der
Nachstellschraube am Kupplungshebel vorgenommen. Die
Nachstellmutter ist anschließend wieder durch die
Kontermutter zu sichern.
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Störung an der
Zündanlage
An der Zündkerze
kein Funke
An der Zündspule
(Klemme 1) ist Spannung
vorhanden
Zündkerze defekt oder Elektrodenabstand falsch
Entstörwiderstand im Stecker defekt
Kabel schlägt durch oder schlechte Verbindung
Zündspule defekt oder Anschlüsse nicht in Ordnung
elektronische Batteriezündanlage nicht in Ordnung
Zündung nicht eingeschaltet
Batterie leer oder schlecht Verbindung
Kabelanschlüsse lose oder KabelbruchFunke an der Zündkerze
unregelmäßig
Funke an der Zündkerze
Zündkerze verölt oder schlägt durch
Entstörstecker schlägt durch
schlechte Kabelverbindung
elektronische Batteriezündanlage defekt
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An der Zündspule
(Klemme 1) ist keine
Spannung vorhanden
Elektrodenabstand falsch
Zündkerze naß
Zündkerze schlägt durch (Isolatorriß)
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Störungen im Betrieb
Motor läuft unregelmäßig
Zündkerze setzt aus
Zündkerze defekt oder verschmutzt
Elektrodenabstand falsch
elektronische Batteriezündanlage defekt
Kabel schlägt durch oder schlechter Kontakt
Motor klingelt
Selbstzündung durch ungeeigneten Kraftstoff
Zündkerze mit zu niedrigem Wärmewert
Motor u heiß (Keilriemen rutscht)
schlechte Leistung
Wasser im Vergaser
Zusatzdüse verstopft
Zündkerzen-Elektrodenabstand falsch
Kraftstoffzufuhr verschmutzt
Luftfilter verschmutzt
Startvergaser schaltet nicht richtig ab
im Leerlauf
Leerlaufdüse verstopft
falsche Leerlaufeinstellung
(Korrektur durch Vertragswerkstatt)
Wasser im Vergaser
Startvergaser schaltet nicht richtig ab
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