186Fahren und Bedienung9Warnung
Der intelligente Bremsassistent
kann die Bremsintensität auch in
Situationen erhöhen, wenn dies
nicht erforderlich ist. Sie können
den Verkehrsfluss behindern.
Wenn dies auftritt, dem Fuß vom
Bremspedal nehmen und die
Bremse dann wie erforderlich
betätigen.
Auffahrwarnung 3 181.
Vorderer Fußgängerschutz 3 187.
Grenzen des Systems
In einigen Fällen kann die aktive
Gefahrenbremsung die Bremse
anscheinend unnötigerweise betäti‐
gen, beispielsweise in Parkhäusern, bei einem Verkehrsschild in einer
Kurve oder bei Fahrzeugen in einer
anderen Spur. Dies ist Teil der
normalen Funktionsweise. Das Fahr‐
zeug benötigt keinen Service. Fest
auf das Gaspedal treten, um das automatische Bremsen zu umgehen,
falls es die Situation und Umgebung
zulassen.
In den folgenden Fällen funktioniert
die aktive Gefahrenbremsung nur
eingeschränkt:
● Fahren auf kurviger oder hüge‐ liger Straße
● Erkennung aller Fahrzeuge, insbesondere Fahrzeugen mit
Anhänger, Traktoren, stark
verschmutzten Fahrzeugen usw.
● witterungsbedingt schlechte Sicht, z. B. Nebel, Regen oder
Schneefall
● Bei Nachtfahrten
● Sensor in der Windschutz‐ scheibe oder in der Radareinheit
hinter dem vorderen Stoßfänger
durch Schnee, Eis, Matsch,
Schlamm oder Schmutz verdeckt
● Windschutzscheibe beschädigt oder durch Fremdkörper wie
Aufkleber verdeckt
Beim Fahren ist stets die vollständige
Aufmerksamkeit des Fahrers erfor‐
derlich. Der Fahrer muss jederzeit
bereit sein, die Bremsung und / oder
Lenkung zu kontrollieren, um Kollisi‐
onen zu vermeiden.In den folgenden Fällen empfiehlt es
sich, das System über die Fahrzeug‐
personalisierung zu deaktivieren:
● beim Ziehen eines Anhängers oder Wohnwagens
● beim Transportieren langer Gegenstände auf Dachbügeln
oder einem Dachträger
● wenn das Fahrzeug bei laufen‐ dem Motor abgeschleppt wird
● wenn ein Reserverad montiert wird, das kleiner ist als die ande‐ren Räder
● in einer automatischen Wasch‐ anlage bei laufendem Motor
● vor dem Fahren auf eine Rollende Landstraße in einer
Werkstatt
● bei einer Beschädigung der Windschutzscheibe in der Näheder Kamera
● bei einer Beschädigung des Frontstoßfängers
● wenn die Bremsleuchten nicht funktionieren
192Fahren und Bedienung
Die erweiterte Einparkhilfe ist immer
mit der Front-Heck-Einparkhilfe
kombiniert.
Das System besteht aus jeweils
sechs Ultraschall-Parksensoren im
vorderen und hinteren Stoßfänger.
Einparken in eine
Längsparklücke
Aktivierung
Auf unter 20 km/h verlangsamen.
7"-Colour-Info-Display: Zur Suche
nach einer Parklücke das System
durch Drücken auf Einparkhilfe im
Info-Display aktivieren. Danach
Längs einparken auswählen.
8"-Colour-Info-Display: Zur Suche
nach einer Parklücke das System
durch Drücken auf Í aktivieren. Im
Info-Display Fahrhilfen und danach
Park Assist auswählen. Einparken
wählen.
Einparkseite durch Setzen des
entsprechenden Blinkers auswählen.
Der seitliche Abstand des eigenen
Fahrzeugs zu einer Reihe geparkter
Fahrzeuge muss zwischen 0,5 und
1,5 m liegen.
Das System erkennt keine Parklü‐
cken als geeignet, die deutlich kleiner oder größer sind als das eigene Fahr‐
zeug.Wird eine freie Parklücke erkannt,
wird im Info-Display eine visuelle
Rückmeldung angezeigt und es
ertönt ein erster Signalton. Langsam
vorwärts fahren. Beim zweiten
Signalton Fahrzeug anhalten, Rück‐
wärtsgang einlegen, Lenkrad loslas‐ sen und langsam anfahren. Im Info-Display wird eine optische Rückmel‐
dung gegeben.
Vor- und zurücksetzen und dabei die
Warnungen der Einparkhilfe beach‐
ten, bis das Ende des Manövers
angezeigt wird.
Fahren und Bedienung193Einparken in eine QuerparklückeAktivierung
7"-Colour-Info-Display: Zur Suche
nach einer Parklücke das System
durch Drücken auf Einparkhilfe im
Info-Display aktivieren. Danach Quer
einparken auswählen.
8"-Colour-Info-Display: Zur Suche
nach einer Parklücke das System
durch Drücken auf Í aktivieren. Im
Info-Display Fahrhilfen und danach
Park Assist auswählen. Rückw.
Einparken wählen.
Auf unter 20 km/h verlangsamen. Einparkseite durch Setzen des
entsprechenden Blinkers auswählen.
Der seitliche Abstand des eigenen
Fahrzeugs zu einer Reihe geparkter Fahrzeuge muss zwischen 0,5 und1,5 m liegen.
Werden mehrere aufeinander
folgende Parklücken gefunden, wird
das Fahrzeug zur letzten Parklücke
geleitet.
Wird eine freie Parklücke erkannt,
wird im Info-Display eine optische
Rückmeldung gegeben und es ertönt
ein Signalton. Anhalten, Rückwärts‐
gang einlegen, Lenkrad loslassen
und mit maximal 7 km/h fahren.Vor- und zurücksetzen wie von der
Einparkhilfe angewiesen und dabei
auf die Warnungen der Einparkhilfe
achten, bis das Ende des Manövers
angezeigt wird. Bei abgeschlosse‐
nem Manöver erlischt $ in der Instru‐
menteneinheit.
Das System wird automatisch deakti‐
viert, sobald das Fahrzeugheck
während des Einparkmanövers weni‐ ger als 50 cm von einem Hindernis
entfernt ist.
194Fahren und BedienungAusparken aus einer
Längsparklücke
Aktivierung
7"-Colour-Info-Display: Zum Auspar‐
ken aus einer Längsparklücke das
System durch Drücken auf
Einparkhilfe im Info-Display aktivie‐
ren. Danach Längs ausparken
auswählen.
8"-Colour-Info-Display: Zum Auspar‐
ken aus einer Längsparklücke das
System durch Drücken auf Í aktivie‐
ren. Im Info-Display Fahrhilfen und
danach Park Assist auswählen.
Ausparken in Längsrichtung wählen.
Ausparkseite durch Setzen des
entsprechenden Blinkers auswählen.
Rückwärts- oder Vorwärtsgang einle‐
gen, Lenkrad loslassen und mit maxi‐ mal 5 km/h fahren.
Vor- und zurücksetzen und dabei die
Warnungen der Einparkhilfe beach‐ ten, bis das Ende des Manövers
angezeigt wird. Das Manöver ist
abgeschlossen, wenn die Vorder‐
räder des Fahrzeugs die Parklücke
verlassen haben.
Nach der Deaktivierung des Systems
die eigene vollständige Kontrolle über das Fahrzeug sicherstellen.
Displayanzeige
Die Anweisungen auf dem Display
zeigen Folgendes an:
● allgemeine Hinweise und Warn‐ meldungen
● die Anweisung zum Anhalten, wenn eine Parklücke entdeckt
wird
● die Fahrtrichtung während des Einparkmanövers
● die Anweisung, den Rückwärts‐ gang oder den ersten Gang
einzulegen
● die Anweisung zum Anhalten oder zum langsamen Fahren
● den erfolgreichen Abschluss eines Einparkmanövers wie
durch ein Popup-Symbol und
einen Signalton gemeldet
● den Abbruch eines Einparkma‐ növers
196Fahren und BedienungDie Erkennung von Hindernissen
und korrekte Abstandsanzeige im
oberen Bereich solcher Fahr‐
zeuge kann nicht garantiert
werden.
Gegenstände mit einer sehr klei‐
nen reflektierenden Fläche, wie
schmale Gegenstände oder
weiche Materialien, werden vom
System möglicherweise nicht
erkannt.
Die Einparkhilfe erfasst keine
Objekte außerhalb ihres Erfas‐
sungsbereichs.
Hinweis
Es kann vorkommen, dass der
Sensor aufgrund von Echostörun‐
gen durch Geräusche von außen
oder mechanische Ausrichtungsfeh‐ ler ein nicht vorhandenes Objekt
meldet (von Zeit zu Zeit können
Fehlwarnungen auftreten).
Sicherstellen, dass das vordere
Kennzeichen korrekt montiert ist
(nicht verbogen und kein Spalt zum
Stoßfänger auf der linken oder rech‐
ten Seite) und die Sensoren fest
positioniert sind.
Nach dem Einleiten eines Einpark‐
manövers reagiert die erweiterte
Einparkhilfe möglicherweise nicht
auf Änderungen in der verfügbaren
Parklücke. Das System kann unter
Umständen Eingänge, Einfahrten, Höfe oder sogar Kreuzungen als
Parklücke identifizieren. Nach dem
Einlegen des Rückwärtsgangs star‐
tet das System mit dem Einparkma‐
növer. Darauf achten, dass die
vorgeschlagene Parklücke auch
wirklich verfügbar ist.
Oberflächenunebenheiten z. B. an
Baustellen werden vom System
nicht erkannt. Der Fahrer trägt die
volle Verantwortung.
Toter-Winkel-Warnung
Die Funktion „Toter-Winkel-
Warnung“ erkennt Objekte, die sich
im toten Winkel rechts oder links vom Fahrzeug befinden. Das System zeigt
in den beiden Außenspiegeln eine
visuelle Warnung an, wenn Objekte
erkannt werden, die in den Innen-
oder Außenspiegeln möglicherweise
nicht sichtbar sind.Die Toter-Winkel-Warnung nutzt
einige der Sensoren der erweiterten
Einparkhilfe im Front- und Heckstoß‐
fänger auf beiden Fahrzeugseiten.9 Warnung
Die Toter-Winkel-Warnung ersetzt
nicht den Blick des Fahrers.
Folgendes erkennt das System
nicht:
● Fahrzeuge, die sich außerhalb des toten Winkels befinden und
sich möglicherweise schnell
nähern
● Fußgänger, Fahrradfahrer und Tiere
Vor dem Spurwechsel immer alle
Außenspiegel überprüfen, nach
hinten blicken und den Blinker
betätigen.
Aktivierung
7"-Colour-Info-Display: Toter-Winkel-
Assistent im Info-Display wählen und
Funktion aktivieren.
Fahren und Bedienung1978"-Colour-Info-Display: Auf Í
drücken, im Info-Display Fahrhilfen
und danach Toter-Winkel-Assistent
auswählen. Die Funktion aktivieren.
Zur Bestätigung der Funktion leuchtet
B in der Instrumenteneinheit grün.
Funktionen
Erkennt das System bei Vorwärts‐
fahrt ein Fahrzeug im toten Winkel,
leuchtet im entsprechenden Seiten‐
spiegel eine LED auf.
Die LED leuchtet sofort auf, wenn ein
anderes Fahrzeug überholt.
Die LED leuchtet verzögert auf, wenn ein anderes Fahrzeug langsam über‐
holt wird.
Betriebsbedingungen Für einen ordnungsgemäßen Betrieb
müssen folgende Bedingungen erfüllt
sein:
● alle Fahrzeuge bewegen sich in angrenzenden Fahrspuren in die
gleiche Richtung
● die eigene Fahrgeschwindigkeit liegt zwischen 12 und 140 km/h
● ein anderes Fahrzeug wird mit einer Geschwindigkeitsdifferenz
von weniger als 10 km/h überholt
● ein anderes Fahrzeug überholt mit einer Geschwindigkeitsdiffe‐
renz von weniger als 25 km/h
● normaler Verkehrsfluss
● Fahren auf gerader oder wenig kurvenreicher Straße
● kein Anhänger angehängtIn folgenden Situationen erfolgt keine
Warnung:
● bei stillstehenden Objekten wie geparkten Fahrzeugen, Absper‐
rungen, Straßenlaternen, Schil‐
dern
● bei entgegenkommenden Fahr‐ zeugen
● beim Fahren auf kurviger Straße oder um eine enge Kurve
● beim Überholen oder Überholt‐ werden durch ein sehr langes
Fahrzeug wie einen Lkw oder Bus, der sich gleichzeitig im toten
Winkel und im Blickfeld des
Fahrers nach vorne befindet
● bei sehr starkem Verkehr werden
vorne und hinten erkannte Fahr‐zeuge mit einem Lkw oder stati‐onären Objekt verwechselt
● beim zu schnellen Überholen
Ausschalten Das System wird in der Fahrzeugper‐ sonalisierung deaktiviert 3 112. B in
der Instrumenteneinheit erlischt.
Zusätzlich ertönt ein akustisches
Signal.
Fahrzeugwartung259
Abschleppöse bis zum Anschlag in
waagerechter Stellung einschrauben.
Abschleppseil - besser Abschlepp‐
stange - an der Abschleppöse befes‐
tigen.
Die Abschleppöse darf nur zum
Abschleppen und nicht zum Bergen
des Fahrzeugs verwendet werden.
Die Zündung einschalten, um die
Lenkradsperre zu lösen und Brems‐
leuchten, Hupe und Scheibenwischer betätigen zu können.
Achtung
Fahrerassistenzsysteme wie die
aktive Gefahrenbremsung 3 183
deaktivieren. Andernfalls bremst
das Fahrzeug beim Abschleppen
unter Umständen automatisch.
Wählhebel in die Neutralstellung brin‐
gen.
Parkbremse lösen.
Achtung
Langsam fahren. Nicht ruckartig
fahren. Übermäßig hohe
Zugkräfte können das Fahrzeug beschädigen.
Bei ausgeschaltetem Motor sind für
das Bremsen und Lenken bedeutend
höhere Kräfte erforderlich.
Das Umluftsystem einschalten und
die Fenster schließen, damit die
Abgase des schleppenden Fahr‐
zeugs nicht eindringen können.
Fahrzeuge mit Automatikgetriebe:
Das Fahrzeug darf nur mit der Front
nach vorn zeigend, mit einer
Geschwindigkeit von maximal
80 km/h und über eine Entfernung
von maximal 100 km abgeschleppt
werden. In allen anderen Fällen und
bei defektem Getriebe muss die
Vorderachse beim Abschleppen vom
Boden angehoben werden.
Hilfe einer Werkstatt in Anspruch
nehmen.
Nach dem Abschleppen Abschlepp‐
öse losschrauben.
Abdeckung mit der Lasche in die
Vertiefung einsetzen und festdrü‐ cken.
292StichwortverzeichnisAAbblendlicht ................................ 102
Abgas .......................................... 97
Abgasfilter........................... 101, 149
Ablagefächer ................................ 71
Ablagefach in der Mittelkonsole ..72
Abmessungen ............................ 280
Abschleppen ....................... 218, 258
Abschleppstange ........................218
Abstellen ...................................... 19
Adaptiver Geschwindigkeitsreg‐ ler .................................... 103, 173
AdBlue ................................ 101, 150
Airbagabschaltung .................63, 97
Airbag-Aufkleber ........................... 58
Airbag-System ............................. 58
Airbag-System, Gurtstraffer .........97
Aktive Gefahrenbremsung ..103, 183
Allgemeine Informationen ..........218
Allradantrieb .............................. 160
Altfahrzeugrücknahme ..............226
An- / Aus-Schalter ......................143
Anderes Fahrzeug abschleppen 260
Anhängerbetrieb ........................219
Anhänger-Stabilitäts-Assistent ..222
Ankoppeln eines Anhängers ......218
Antiblockiersystem ............... 99, 161
Anzeigen....................................... 92
Armlehne ................................ 53, 54
Ascher ......................................... 90Asphärische Wölbung .................. 39
Auffahrwarnung .......................... 181
Aufzeichnung und Datenschutz der Fahrzeugdaten ..................287
Außenbeleuchtung ......12, 102, 118
Außenpflege .............................. 261
Außenspiegel................................ 39
Außentemperatur ......................... 86
Automatikgetriebe ...................... 156
Automatische Betätigung der Zentralverriegelung ..................29
Automatische Lichtsteuerung ....119
Automatischer Betrieb der elektrischen Parkbremse aus ....99
Automatisches Abblenden ...........41
Automatische Unfallhilfe .............116
Autostopp ........................... 102, 146
B Batterieanzeige............................. 94
Batterieentladeschutz ................128
Bedienelemente ........................... 82
Befestigungsplätze des Kinder‐ sicherheitssystems ...................67
Beheizbare Spiegel .....................40
Beladungshinweise .....................79
Beleuchtung beim Aussteigen ...127
Beleuchtung beim Einsteigen ....127
Beleuchtung in den Sonnenblenden ......................127