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Regelmäßi ge Wartun g un d Einstellun g
7-20
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GAU22583
Bremsflüssi gkeitsstan d kontrol-
lieren
Vor Fahrtantritt kontro llieren, dass Brems-
flüssigkeit bis über die Minimalstand-Mar-
kierung reicht. Den Bremsflüssigkeitsstand
bei aufrecht stehendem Vorratsbehälter
kontrollieren. Falls erforderlich, Bremsflüs-
sigkeit nachfüllen.
ACHTUNG
GCA17641
Bremsflüssi gkeit kann lackierte O berflä-
chen un d Kunststoffteile beschä dig en.
Deshal b vorsichti g hand haben un d ver-
schüttete Flüssi gkeit sofort a bwischen.
Vor derra dbremse
Hinterra dbremse Ein allmähliches Absinken des Bremsflüs-
sigkeitsstandes ist mit zunehmendem Ver-
schleiß der Bremsbeläge normal.
Ein niedriger Bremsflüssigkeitsstand
könnte darauf hinweisen, dass die
Bremsbeläge abgenutzt sind oder ein
Leck im Bremssystem vorhanden ist;
daher auf jeden Fall die Bremsbeläge
auf Verschleiß und das Bremssystem
auf Lecks überprüfen.
Bei plötzlichem Absinken des Brems-
flüssigkeitsstandes die Bremsanlage
vor dem nächsten Fahrtantritt von ei-
ner Yamaha-Fachwerkstatt überprü-
fen lassen.
WARNUNG
GWA15991
Unsach gemäße Wartun g kann zu einem
Verlust der Bremswirkun g führen. Fol-
g en de Vorsichtsmaßre geln beachten:
Bei Bremsflüssi gkeitsman gel kann
Luft in die Bremsanla ge ein drin gen
und d ie Bremsleistun g verrin gern.
Den Einfüllschrau bverschluss vor
d em A bnehmen säu bern. Nur
Bremsflüssi gkeit DOT 4 aus einem
versie gelten Behälter verwen den.
Nur vor geschrieb ene Bremsflüssi g-
keit verwen den; an dere Flüssi gkei-
ten können d ie Gummidichtun gen
zersetzen un d d ad urch Lecks ver-
ursachen.
Ausschließlich Bremsflüssig keit
g leicher Marke un d g leichen Typs
nachfüllen. Wir d ei
ne an dere
Bremsflüssi gkeit als DOT 4 nach ge-
füllt, kann es zu schäd lichen chemi-
schen Reaktionen kommen.
Darauf achten, d ass beim Nachfül-
len kein Wasser in den Vorrats be-
hälter gelan gt. Wasser setzt d en
S ie depunkt der Bremsflüssi gkeit
erhe blich hera b un d kann Dampf-
b lasen bild un g verursachen.
Vo r geschrieb ene Bremsflüssi gkeit:
DOT 4
1. Minimalstand-Markierung
1. Minimalstand-Markierung
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Regelmäßi ge Wartun g un d Einstellun g
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GAU51721
Bremsflüssi gkeit wechseln
Die Bremsflüssigkeit sollte in den empfoh-
lenen Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle von einer Yamaha-Fach-
werkstatt gewechselt werden. Zusätzlich
sollten die Öldichtungen der Hauptbrems-
zylinder und der Bremssättel, sowie die
Bremsschläuche, in den unten aufgeführ-
ten Abständen gewechselt werden, oder
wenn sie beschädigt oder undicht sind.
Öldichtungen: Alle zwei Jahre erneu-
ern.
Bremsschläuche: Alle vier Jahre er-
neuern.
GAU22762
Antrie bsketten-Durchhang
Den Antriebsketten-Durchhang vor jeder
Fahrt prüfen und ggf. korrigieren.
GAU84400Ketten durchhan g prüfen
1. Das Motorrad auf einen geeigneten Montageständer stellen. (Siehe Seite
7-28.)
2. Sich vergewissern, dass das Hinterrad vom Boden entfernt ist und der hintere
Stoßdämpfer voll ausgefahren ist.
3. Den Leerlauf einlegen.
4. Die Antriebskette hochziehen, bis die Kette gespannt ist, und dann den Ab-
stand A zwischen dem oberen Ende
der Schwinge und dem unteren Ende
der Kette messen wie gezeigt.
5. Den Antriebsketten-Durchhang ggf. folgendermaßen korrigieren.
ACHTUNG: Ein nicht an gemesse-
ner Antrie bsketten durchhang über-
lastet den Motor un d an dere wichti-
g e Teile d es Motorra ds un d kann zu
einem Kettenschlupf o der -riss füh-
ren. Daher d arauf achten, d ass der
Ketten durchhan g sich immer im
S oll bereich befin det.
[GCA10572]
1. Abstand A
A bstan d A:
58.0–68.0 mm (2.28–2.68 in) (YZ85,
YZ85K)
65.0–75.0 mm (2.56–2.95 in)
(YZ85LW, YZ85LWK)
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Regelmäßi ge Wartun g un d Einstellun g
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GAU23115
Gasdreh griff un d Gaszu g kont-
rollieren un d schmieren
Vor jeder Fahrt sollte die Funktion des Gas-
drehgriffs kontrolliert werden. Zusätzlich
sollte der Gaszug in einer Yamaha-Fach-
werkstatt gemäß den in der Wartungs- und
Schmiertabelle vorgeschriebenen Abstän-
den geschmiert werden.
Der Gaszug ist mit einer Gummiabdeckung
ausgestattet. Sicherstellen, dass die Abde-
ckung sicher eingebaut ist. Auch wenn die
Abdeckung korrekt eingebaut ist, schützt
sie den Seilzug nicht vollständig vor dem
Eindringen von Wasser. Daher bei der Rei-
nigung des Fahrzeugs darauf achten, dass
kein Wasser direkt auf die Abdeckung oder
den Seilzug gegossen wird. Bei Ver-
schmutzung den Seilzug oder die Abde-
ckung mit einem feuchten Tuch sauberwi-
schen.
GAU23144
Han dbrems- un d Kupplun gshe-
b el prüfen un d schmieren
Vor jeder Fahrt die Funktion der Hand-
brems- und Kupplungshebel prüfen und
ggf. die Drehpunkte schmieren.
Han dbremshe bel
Kupplun gshe bel
Empfohlene S chmiermittel:
Handbremshebel:
Silikonfett
Kupplungshebel: Lithiumseifenfett
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Regelmäßi ge Wartun g un d Einstellun g
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GAU23185
Fußbremshe bel prüfen un d
schmieren
Vor Fahrtantritt die Funktion des Fuß-
bremshebels prüfen und ggf. den Dreh-
punkt schmieren.
GAU85250
Hinterra daufhän gun g schmieren
Die Drehpunkte der Hinterradaufhängung
sollten in den empfohlenen Abständen in
einer Yamaha-Fachwerkstatt gemäß War-
tungs- und Schmiertabelle geschmiert wer-
den.
Empfohlenes S chmiermittel:
Lithiumseifenfett
Empfohlenes Schmiermittel:
Molybdändisulfidfett
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Regelmäßi ge Wartun g un d Einstellun g
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GAUM2701
Schwin gen-Drehpunkte schmie-
ren
Die Schwingen-Drehpunkte müssen in den
vorgeschriebenen Abständen geschmiert
werden, gemäß der Tabelle für regelmäßige
Wartung und Schmierung.
GAU23273
Teleskopg ab el prüfen
Zustand und Funktion der Teleskopgabel
müssen folgendermaßen in den empfohle-
nen Abständen gemäß Wartungs- und
Schmiertabelle geprüft werden.
Zustan d prüfen
Die Innenrohre auf Kratzer, andere Beschä-
digungen und Öllecks prüfen.
Funktionsprüfun g
1. Das Fahrzeug auf einem ebenen Un-
tergrund abstellen und in gerader
Stellung halten. WARNUNG! Um Ver-
letzun gen zu vermei den, das Fahr-
zeu g sicher a bstützen, damit es
nicht umfallen kann.
[GWA10752]
2. Bei kräftig gezogenem Handbremshe- bel die Gabel durch starken Druck auf
den Lenker mehrmals einfedern und
prüfen, ob sie leichtgängig ein- und
ausfedert.
ACHTUNG
GCA10591
Falls die Teleskop gab el nicht gleichmä-
ßi g ein- un d ausfe dert o der ir gen dwel-
che Schäd en fest gestellt wer den, das
Fahrzeug von einer Yamaha-Fachwerk-
statt ü berprüfen bzw. reparieren lassen.
Empfohlenes Schmiermittel:
Molybdändisulfidfett
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Regelmäßi ge Wartun g un d Einstellun g
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GAU23285
Lenkung prüfen
Verschlissene oder lockere Lenkkopflager
stellen eine erhebliche Gefährdung dar. Da-
rum muss der Zustand der Lenkung folgen-
dermaßen in den empfohlenen Abständen
gemäß Wartungs- und Schmiertabelle ge-
prüft werden.
1. Das Vorderrad vom Boden abheben. (Siehe Seite 7-28.) WARNUNG! Um
Verletzun gen zu vermei den, das
Fahrzeug sicher abstützen, damit
es nicht umfallen kann.
[GWA10752]
2. Die unteren Enden der Teleskopgabel greifen und versuchen, sie in Fahrt-
richtung vor und zurück zu bewegen.
Ist dabei Spiel spürbar, die Lenkung
von einer Yamaha-Fachwerkstatt
überprüfen und reparieren lassen.
GAU23292
Radla ger prüfen
Die Vorder- und Hinterradlager müssen in
den empfohlenen Abständen gemäß War-
tungs- und Schmiertabelle geprüft werden.
Falls ein Radlager zu viel Spiel aufweist
oder das Rad nicht leichtgängig dreht, die
Radlager von einer Yamaha-Fachwerkstatt
überprüfen lassen.
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Regelmäßi ge Wartun g un d Einstellun g
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GAU75190
Motorrad aufb ocken
Da dieses Modell keinen Hauptständer be-
sitzt, beim Ausbau des Vorder- oder Hinter-
rads, beim Einstellen der Kette oder beim
Waschen des Fahrzeugs usw. einen War-
tungsständer verwenden.
Vor der Wartungsarbeit prüfen, ob das Mo-
torrad sicher und senkrecht steht.
HINWEI S
Ist kein geeigneter Wartungsständer ver-
fügbar, kann stattdessen eine stabile Holz-
kiste verwendet werden.
GAU24361
Vorderra d
GAU56372
Vorderra d aus bauen
WARNUNG
GWA10822
Um Verletzun gen zu vermei den, das
Fahrzeug sicher abstützen, damit es
nicht umfallen kann.
1. Die Achsmutter lösen.
2. Das Motorrad auf einen geeigneten Montageständer stellen. (Siehe Seite
7-28.)
3. Die Achsmutter und die Unterleg-
scheibe entfernen.
4. Die Radachse herausziehen.1. Wartungsständer (für Geländemotorrad)
1
1. Unterlegscheibe
2. Achsmutter
1. Radachse
2
1
1
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4. Die Achsmutter und die Unterleg-
scheibe entfernen.
5. Das Rad nach vorn drücken und die Antriebskette vom Kettenrad abneh-
men.
6. Die Bremssattelhalterung abstützen und dabei die Radachse herauszie-
hen.
HINWEIS
Die Hinterradachse kann nach Bedarf
mit einem Gummihammer ausgetrie-
ben werden.
Die Antriebskettenspanner können
beim Entfernen der Radachse heraus-
fallen.
7. Das Rad herausnehmen. ACHTUNG:
Wenn Ra d un d Bremsschei be aus-
g eb aut sin d, auf keinen Fall die Bremse
betäti gen, da sonst d ie
Brems belä ge aneinan der ged rückt
wer den.
[GCA11073]
HINWEIS
Falls sich die Antriebskette schwer
entfernen lässt, zuerst die Radachse
entfernen.
Für einen einfachen Einbau die An-
triebskette auf der Schwinge ablegen.
Hinterra d ein bauen
1. Sicherstellen, dass die Scheiben- bremsbeläge nicht zwangsweise ge-
schlossen wurden.
2. Das Rad, die Bremssattelhalterung und die Antriebskettenspanner ein-
bauen, indem die Radachse von links
eingesetzt wird.
HINWEIS
Die Nase an der Schwinge muss in die Nut
in der Bremssattelhalterung eingreifen.
3. Die Antriebskette auf das Kettenrad einbauen.
4. Die Unterlegscheibe und die Achs- mutter anbringen.
5. Den Durchhang der Antriebskette ein- stellen. (Siehe Seite 7-21.)
1. Einstellschraube des Antriebskettendurch-hangs
2. Kontermutter
3. Kettenspanner
1. Radachse
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(a) 1
1
1. Arretierung
2. Aufnahmenut
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