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2-5. Sonstige Hilfssysteme für das Fahren
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Fahrbetrieb
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Fahrerassistenzsysteme
Um die Sicherheit beim Fahren und die Leistung zu verbessern,
arbeiten die folgenden Systeme automatisch, wenn bestimmte Fahr-
situationen eintreten. Bedenken Sie jedoch, dass es sich hierbei um
zusätzliche Systeme handelt, auf di e Sie sich im Fahrbetrieb nicht zu
stark verlassen sollten.
■ ABS (Antiblockiersystem)
Erleichtert das Verhindern einer Radblockierung, wenn die Bremsen
unvermittelt betätigt werden oder wenn beim Fahren auf rutschiger
Straße gebremst wird.
■ Bremskraftverstärker
Erzeugt nach dem Treten des Bremspedals eine höhere Bremskraft,
wenn das System eine Notbremssituation erkennt.
■ VSC+ (Fahrzeugstabilitätsregelung+)
Übernimmt die gleichzeitige Regelung von ABS, TRC, VSC und EPS.
Unterstützt die Richtungsstabilitä t durch die Steuerung des Lenkverhal-
tens, wenn das Fahrzeug auf ruts chigen Straßen auszubrechen droht.
■TRC (Antriebsschlupfregelung)
Verhindert das Durchdrehen der Vorderräder beim Anfahren oder
Beschleunigen auf rutschigem Untergrund.
■ EPS (Elektrische Servolenkung)
Reduziert die zum Drehen des Lenkrads erforderlich Kraft mit Hilfe
eines Elektromotors.
■ PCS (Pre-Collision System) (je nach Ausstattung)
S. 299
■Berganfahrhilfe
Verhindert ein Zurückrollen des Fahrzeugs beim Anfahren an einer
Steigung oder auf rutschigem Untergrund.
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2-6. Fahrhinweise
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■ Vor Antritt der Fahrt
Beachten Sie entsprechend den Fahrbedingungen die folgen-
den Punkte:
● Versuchen Sie nicht, Fenster gewaltsam zu öffnen, und bewe-
gen Sie keine festgefrorenen Scheibenwischer. Gießen Sie
warmes Wasser über den eingefrorenen Bereich, um das Eis
zum Schmelzen zu bringen. Wischen Sie das Wasser sofort
ab, damit es nicht gefriert.
● Entfernen Sie Schnee über den Lufteinlassöffnungen vor der
Frontscheibe, um die ordnungsgemäße Funktion des Geblä-
ses für die Fahrzeugklimatisierung sicherzustellen.
● Entfernen Sie Eis oder Schnee an den Außenleuchten, vom
Fahrzeugdach, vom Fahrwerk, aus den Radkästen oder von
den Bremsen.
● Entfernen Sie Schnee und Matsch von Ihren Schuhsohlen,
bevor Sie in das Fahrzeug einsteigen.
■ Während der Fahrt
Beschleunigen Sie das Fahrzeug langsam, halten Sie einen
sicheren Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug ein und fah-
ren Sie mit reduzierter und an den Straßenzustand angepasster
Geschwindigkeit.
■ Parken des Fahrzeugs
Parken Sie das Fahrzeug, und stellen Sie den Schalthebel auf
“P” (Multidrive) bzw. auf “1” oder “R” (Schaltgetriebe), ohne die
Feststellbremse anzuziehen. Die Feststellbremse könnte einfrie-
ren und lässt sich dann nicht mehr lösen. Blockieren Sie ggf. die
Räder, um versehentliches Wegrutschen oder Kriechen des
Fahrzeugs zu vermeiden.
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4-3. Wartung in Eigenregie
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WARNUNG
■ Bei Arbeiten in der Nähe des elektrischen Kühlgebläses oder des Küh-
lergrills
● Fahrzeuge ohne intelligentes Einstiegs- und Startsystem: Stellen Sie
sicher, dass der Motorschalter in der Position “LOCK” steht.
Wenn der Motorschalter auf “ON” steht, kann das elektrische Kühlgebläse
bei eingeschalteter Klimaanlage und/ oder hoher Kühlmitteltemperatur
automatisch anlaufen. ( S. 509)
● Fahrzeuge mit intelligentem Einstiegs- und Startsystem: Stellen Sie sicher,
dass der Schalter “ENGINE START STOP” auf aus steht.
Wenn sich der Schalter “ENGINE START STOP” im Modus IGNITION ON
befindet, kann das elektrische Kühl gebläse bei eingeschalteter Klimaan-
lage und/oder hoher Kühlmitteltem peratur automatisch anlaufen.
( S. 509)
● Nur Dieselmotor: Wenn die Temperatur im Motorraum hoch ist, kann der
elektrische Kühlerlüfter auch noch nach dem Abstellen des Motors weiter-
laufen.
■ Schutzbrille
Tragen Sie eine Schutzbrille, um zu verhindern, dass umherfliegende oder
herabfallende Gegenstände oder Substanzen, Flüssigkeitsnebel usw. in die
Augen eindringen können.
HINWEIS
■ Wenn Sie den Luftfilter ausbauen
Fahren mit ausgebautem Luftfilter kann zu erhöhtem Motorverschleiß füh-
ren, da die Luft schwebende Schmutzpartikel enthält.
■ Wenn der Bremsflüssigkeitsstand zu niedrig oder zu hoch ist
Es ist normal, dass der Bremsflüssig keitsstand geringfügig absinkt, wenn die
Bremsbeläge verschleißen oder der Flüssigkeitsstand im Druckspeicher
hoch ist.
Falls häufiges Nachfüllen des Ausgleichsbehälters notwendig ist, kann eine
ernsthafte Störung vorliegen.
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4-3. Wartung in Eigenregie
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Wartung und Pflege
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■ Motorölverbrauch
Im Fahrbetrieb wird eine bestimmte Menge an Motoröl verbraucht. In den
folgenden Situationen kann der Ölverbrauch steigen, wodurch auch zwi-
schen den Wartungsintervallen Motoröl nachgefüllt werden muss.
● Wenn der Motor neu ist, z. B. direkt nach dem Kauf des Fahrzeugs oder
nach einem Austausch des Motors
● Wenn Öl mit niedriger Qualität oder Öl mit einer ungeeigneten Viskosität
verwendet wird
● Beim Fahren mit hohen Motordrehzahlen oder schwerer Beladung, beim
Abschleppen oder beim Fahren mit häufigen Beschleunigungs- oder
Abbremsvorgängen
● Wenn der Motor lange Zeit im Leerlauf betrieben wird oder wenn das
Fahrzeug häufig bei starkem Verkehrsaufkommen gefahren wird
Das Ölwartungsintervall ist variabel und von der Nutzung des Fahrzeugs
abhängig.
■ Nach dem Motorölwechsel (nur Dieselmotor)
Die Motoröl-Wartungsdaten müssen zurückgesetzt werden. Führen Sie die
folgenden Vorgänge aus:
Bringen Sie den Motorschalter in die Stellung “ON” (Fahrzeuge
ohne intelligentes Einstiegs- und Startsystem) bzw. den Schalter
“ENGINE START STOP” in den Modus IGNITION ON (Fahrzeuge
mit intelligentem Einstiegs- und Startsystem) und schalten Sie dann
die Anzeige auf Tageskilometerzähler A. ( S. 250)
Bringen Sie den Motorschalter in die Stellung “LOCK” (Fahrzeuge
ohne intelligentes Einstiegs- und Startsystem) oder schalten Sie
den Schalter “ENGINE START STOP” aus (Fahrzeuge mit intelli-
gentem Einstiegs- und Startsystem).
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4-3. Wartung in Eigenregie
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■ Reifendruck-Warnsystem initialisieren (je nach Ausstattung)
Parken Sie das Fahrzeug an einer sicheren Stelle, und dre-
hen Sie den Motorschalter in die Stellung “LOCK” (Fahrzeuge
ohne intelligentes Einstiegs- und Startsystem) oder den
Schalter “ENGINE START STOP” aus (Fahrzeuge mit intelli-
gentem Einstiegs- und Startsystem).
Die Initialisierung kann nicht durchgeführt werden, während sich das
Fahrzeug bewegt.
Stellen Sie den Reifenfülldruck auf den für kalte Reifen ange-
gebenen Druck ein. ( S. 711)
Vergewissern Sie sich, dass der Reifenfülldruck auf den für kalte
Reifen angegebenen Druck eingestellt ist. Das Reifendruck-Warnsy-
stem arbeitet auf der Basis dieses Drucks.
Stellen Sie den Motorschalter auf “ON” (Fahrzeuge ohne intel-
ligentes Einstiegs- und Startsystem) oder den Schalter
“ENGINE START STOP” auf den Modus IGNITION ON (Fahr-
zeuge mit intelligentem Einstiegs- und Startsystem).
Halten Sie den Rückstellschalter
für Reifenluftdruckwarnung
gedrückt, bis die Druck-Warn-
leuchte langsam 3 Mal blinkt.
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4-3. Wartung in Eigenregie
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Wartung und Pflege
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Fahrzeuge ohne intelligentes Einstiegs- und Startsystem:
Warten Sie einige Minuten, während der Motorschalter auf
“ON” steht, und drehen Sie dann den Motorschalter auf “ACC”
oder “LOCK”.
Fahrzeuge mit intelligentem Einstiegs- und Startsystem: War-
ten Sie einige Minuten, während der Schalter “ENGINE
START STOP” im Modus IGNITION ON steht, und drehen Sie
dann den Schalter “ENGINE START STOP” aus.
Registrieren der ID-Codes (Fahrzeug mit Reifendruck-Warnsystem)
Das Reifendruck-Warnventil und der Sender sind mit einem eindeuti-
gen ID-Code versehen. Beim Austauschen eines Reifendruck-Warn-
ventils und Senders muss der ID-Code registriert werden. Lassen Sie
den ID-Code von einem Toyota-Vertragshändler bzw. einer Vertrags-
werkstatt oder einem anderen vorschriftsmäßig qualifizierten und
ausgerüsteten Fachbetrieb registrieren.
■ Wann müssen die Reifen des Fahrzeugs ersetzt werden
Die Reifen sollten ersetzt werden, wenn:
● Die Verschleißanzeiger eines Reifens sind sichtbar.
● Reifenschäden vorhanden sind, wie z. B. Schnitte oder Risse, die so tief
sind, dass das Gewebe zu sehen ist, oder Aufwölbungen, die auf innere
Beschädigungen hindeuten
● Ein Reifen wiederholt Luft verliert oder aufgrund der Größe oder Lage
des Schnittes oder einer anderen Be schädigung nicht richtig repariert
werden kann
Falls Sie sich nicht sicher sind, wenden Sie sich an einen Toyota-Vertrags-
händler bzw. eine Vertragswerkstatt oder einen anderen vorschriftsmäßig
qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb.
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4-3. Wartung in Eigenregie
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Wartung und Pflege
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HINWEIS
■ Reparieren oder Austauschen von Reifen, Rädern, Reifendruck-Warn-
ventilen, Sendern und Reifen-Venti lkappen (Fahrzeug mit Reifendruck-
Warnsystem)
● Beim Entfernen oder Anbringen von Rädern, Reifen oder Reifendruck-
Warnventilen und -sendern wenden Sie sich an einen Toyota-Vertrags-
händler bzw. eine Vertragswerkstatt oder einen anderen vorschriftsmäßig
qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb. Denn bei unsachgemäßem
Umgang können die Reifendruck-Warnventile und -sender beschädigt
werden.
● Vergewissern Sie sich, dass Sie die Reifen-Ventilkappen einbauen. Wenn
die Reifen-Ventilkappen nicht eingebaut werden, kann Wasser in die Rei-
fendruck-Warnventile eindringen, und die Reifendruck-Warnventile kön-
nen blockieren.
● Verwenden Sie beim Austauschen der Reifen-Ventilkappen ausschließlich
die angegeben Reifen-Ventilkappen. Die Kappen könnten sich sonst ver-
klemmen.
■ Vermeiden von Beschädigungen an den Reifendruck-Warnventilen und
-sendern (Fahrzeuge mit Reifendruck-Warnsystem)
Wenn ein Reifen mit Flüssigdichtung repariert wird, funktionieren das Rei-
fendruck-Warnventil und der Sender eventuell nicht richtig. Wenn eine Flüs-
sigdichtung verwendet wurde, wenden Sie sich so bald wie möglich an einen
Toyota-Vertragshändler bzw. eine Vertragswerkstatt oder einen anderen vor-
schriftsmäßig qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb. Vergewissern
Sie sich nach der Verwendung eines Flüssigdichtmittels beim Wechseln
oder Reparieren eines Reifens, dass das Reifendruck-Warnventil und der
Sender gewechselt werden. ( S. 519)
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4-3. Wartung in Eigenregie
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Wartung und Pflege
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WARNUNG
■ Beim Ersetzen der Räder
Beachten Sie die nachfolgenden Vorsichtsmaßnahmen, um die Gefahr
lebensgefährlicher Verletzungen zu verringern.
● Verwenden Sie keine Räder einer anderen Größe als in der Betriebsanlei-
tung empfohlen, da dies zum Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug füh-
ren kann.
● Ziehen Sie niemals einen Schlauch auf eine undichte Felge auf, die für
schlauchlose Reifen ausgelegt ist.
■ Beim Festdrehen der Radmuttern
● Verwenden Sie nie Öl oder Fett für Radbolzen oder Radmuttern.
Öl und Fett können dazu führen, dass die Radmuttern zu fest angezogen
werden, wodurch die Radbolzen bzw. das Scheibenrad beschädigt wer-
den können. Außerdem können Öl und Fett dazu führen, dass sich die
Radmuttern lockern und das Rad abfällt, was zu einem Unfall mit lebens-
gefährlichen bzw. tödlichen Verletzungen führen kann. Entfernen Sie Öl
und Fett von den Radbolzen und Radmuttern.
● Stellen Sie sicher, dass Sie die Rad-
muttern mit dem verjüngten Ende nach
innen aufdrehen. Wenn Sie die Muttern
mit dem verjüngten Ende nach außen
aufdrehen, kann sich das Rad lösen
und im Fahrbetrieb abfallen, wodurch
ein Unfall mit lebensgefährlichen bzw.
tödlichen Verletzungen verursacht wer-
den kann.
Verjüng-
ter Teil