
Bedienung
Funktionsweise des automatischen Umluft-
betrie b
s
(Inhalt Klimamenü)
Bei eingeschaltetem automatischem Umluft-
betrieb gelangt Frischluft in den Innenraum.
Wenn das System eine erhöhte Schadstoff-
konzentration in der Außenluft erkennt,
schaltet der Umluftbetrieb automatisch ein.
Sobald der Schadstoffgehalt wieder im Nor-
malbereich ist, schaltet der Umluftbetrieb
aus.
Unangenehme Gerüche kann das System
nicht erkennen.
Bei folgenden Außentemperaturen und Be-
dingungen und bei Versionen ohne Feuchtig-
keitssensor wird nicht automatisch in den
Umluftbetrieb geschaltet:
● Die Umgebungstemperatur liegt unter etwa
+3 °C (+38 °F).
● Die K
ühlanlage sind ausgeschaltet und die
Umge
bungstemperatur ist kälter als +10 °C
(+50 °F).
● Die Kühlanlage ist ausgeschaltet, die Um-
geb
ungstemperatur ist kälter als +15 °C
(+59 °F) und der Scheibenwischer ist einge-
schaltet.
Die Aktivierung /Deaktivierung des automati-
schen Umluftbetriebes erfolgt im Klimamenü
unter „Einstellungen“. ACHTUNG
Beachten Sie die Sicherheitshinweise ›››
in
Einführun g auf
Seite 174.
● Bei ausgeschalteter Kühlanlage können im
Umluft
betrieb die Fensterscheiben sehr
schnell beschlagen und die Sichtverhältnisse
sehr stark einschränken.
● Umluftbetrieb immer ausschalten, wenn er
nicht benötig
t wird. VORSICHT
In Fahrzeugen mit Klimaanlage bei einge-
sc h
altetem Umluftbetrieb sollte nicht ge-
raucht werden. Der angesaugte Rauch kann
sich auf dem Verdampfer der Kühlanlage so-
wie dem Staub- und Pollenfilter mit Aktivkoh-
leeinsatz absetzen und zu dauerhaften Ge-
ruchsbelästigungen führen. Hinweis
Climatronic: Bei eingelegtem Rückwärtsgang
und währ end die
Wisch- und Wasch-Automa-
tik arbeitet, schaltet der Umluftbetrieb kurz-
zeitig ein, um das Eindringen von Abgasen
und Gerüchen im Fahrzeuginnenraum zu ver-
meiden. Fahren
Zünd s
c
hloss
Zündung einschalten und den Motor
mit dem Schlüssel anlassen Abb. 186
Positionen des Zündschlüssels Lesen Sie aufmerksam die zusätzlichen In-
f
orm
ationen dur
ch ›››
Seite 25.
Bei Dieselfahrzeugen kann es vorkommen,
dass bei kühleren Temperaturen der Motor
etwas zeitverzögert startet. Deshalb müssen
Sie das Kupplungspedal (Schaltgetriebe)
bzw. das Bremspedal (Automatikgetriebe) so
lange treten, bis der Motor startet. Wenn vor-
geglüht wird, leuchtet die Kontrollleuchte .
Die Vorglühzeit ist von der Kühlmittel- und
Außentemperatur abhängig. Bei betriebswar-
mem Motor bzw. bei Außentemperaturen
über +8 °C leuchtet die Kontrollleuchte für
178

Fahren
Gespannstabilisierung*
W enn
Sie ein F
ahrzeug mit Anhänger fahren,
gilt Folgendes: Das Gespann aus Zugfahr-
zeug und Anhänger tendiert generell zu Pen-
delbewegungen. Werden Pendelbewegungen
vom Anhänger auf das Zugfahrzeug übertra-
gen und vom ESC erkannt, so wird das Zug-
fahrzeug innerhalb der Systemgrenzen auto-
matisch von ESC verzögert und das Gespann
stabilisiert sich. Die Gespannstabilisierung
ist nicht für alle Länderausführungen verfüg-
bar.
Elektronische Differenzialsperre (XDS)
Beim Befahren einer Kurve ermöglicht die
elektronische Quersperre, dass das Rad auf
der Kurvenaußenseite schneller dreht als das
Rad auf der Innenseite. Das sich schneller
drehende Rad (Außenseite) wird weniger an-
getrieben als das Rad auf der Innenseite.
Dies kann in bestimmten Situationen dazu
führen, dass der auf das Rad an der Innensei-
te gegebene Antrieb übermäßig hoch ist, was
zu Schlupf führen kann. Im Gegensatz hierzu
erhält das Rad auf der Außenseite weniger
Antrieb als es übertragen könnte. Dieser Ef-
fekt führt zu einem Verlust der Seitenhaftung
an der Vorderachse, was sich als Untersteu-
ern oder „Verlängerung“ des Fahrwegs dar-
stellt.
Das System XDS kann dies über die Signale
und Sensoren des ESC erkennen und diesen
Effekt korrigieren. Die XDS bremst über das ESC das kurvenin-
nere Ra
d ab, um es am Durchdrehen zu hin-
dern. Dadurch wird der vom Fahrer geforderte
Fahrverlauf des Fahrzeugs zielgenauer.
Das System XDS funktioniert in Verbindung
mit dem ESC und ist immer aktiv, auch wenn
die Antriebsschlupfregelung ASR abgeschal-
tet wurde oder das ESC im Sportmodus bzw.
abgeschaltet ist.
Multikollisionsbremse
Die Multikollisionsbremse kann den Fahrer
beim Unfall unterstützen, die Schleuderge-
fahr und die Gefahr weiterer Kollisionen wäh-
rend des Unfalls durch eine automatisch ein-
geleitete Bremsung zu reduzieren.
Die Multikollisionsbremse funktioniert im Fall
eines Frontal-, Seiten- und Rückfahrzusam-
menstoßes, wenn die Steuereinheit für Air-
bags die Aktivierungschwelle erkennt und
der Unfall bei einer Geschwindigkeit über
10 km/h (6 mph) stattfindet. ESC bremst das
Fahrzeug automatisch, sofern infolge des Un-
falls das ESC, die Bremshydraulik und das
Bordnetz nicht beschädigt worden sind.
Folgende Aktivitäten übersteuern beim Unfall
die automatische Bremsung:
● Wenn der Fahrer das Gaspedal tritt, wird
keine autom
atische Bremsung erzeugt.
● Wenn der Bremsdruck durch das getretene
Bremsped
al stärker ist, als der vom System eingeleitete Bremsdruck, wird das Fahrzeug
manuell
gebremst.
● Wenn das ESC gestört ist, steht die Multi-
kol
lisionsbremsung nicht zur Verfügung. ACHTUNG
● Auch E SC, ABS, ASR ED
S, automatische
elektronische Sperre bzw. radselektive Mo-
mentensteuerung können die physikalisch
vorgegebenen Grenzen nicht überwinden.
Dies ist insbesondere bei glatter oder nasser
Fahrbahn zu bedenken. Wenn die Systeme in
den Regelbereich kommen, sollten Sie die
Geschwindigkeit sofort den Fahrbahn- und
Verkehrsverhältnissen anpassen. Die erhöhte
Anzahl an Sicherheitssystemen darf Sie nicht
dazu verleiten, Risiken einzugehen. Sonst be-
steht Unfallgefahr!
● Bitte beachten Sie, dass sich das Unfallrisi-
ko durc
h schnelles Fahren, besonders in den
Kurven und bei glatter oder nasser Fahrbahn,
sowie durch zu dichtes Auffahren erhöht. Un-
fälle können auch durch ESC, ABS, Bremsas-
sistenten, EDS, elektronische Sperre bzw.
elektronische Radmomentensteuerung nicht
verhindert werden: Unfallgefahr!
● Beim Beschleunigen auf gleichmäßig glat-
ter Fahrb
ahn, z. B. bei Eis und Schnee, geben
Sie bitte vorsichtig Gas. Die Antriebsräder
können trotz der eingebauten Regelsysteme
durchdrehen und dadurch die Fahrstabilität
beeinflussen: Unfallgefahr! » 189
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit

Bedienung
die Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs zu je-
dem Z
eitp
unkt an, indem ein Sicherheitsab-
stand in Bezug auf das Fahrzeug, das vor Ih-
nen fährt, aufrechterhalten wird.
Die ACC-Funktion basiert auf einem Radar-
sensor, mit dem die Entfernung vor Ihnen
fahrender Fahrzeuge gemessen werden kann.
Wenn das Fahrzeug mit Automatikgetriebe
ausgestattet ist, kann das ACC das Fahrzeug
bis zum vollständigen Stand abbremsen,
wenn ein Fahrzeug vor Ihnen hält.
Beantragung auf Eingriff durch den Fahrer
Während der Fahrt unterliegt die ACC-Funkti-
on bestimmten Begrenzungen, die Bestand-
teil des Systems sind. Das heißt, dass der
Fahrer unter gewissen Umständen selbst die
Geschwindigkeit und den Abstand in Bezug
auf andere Fahrzeuge regeln muss.
In diesem Fall wird Ihnen auf dem Bildschirm
des Kombiinstruments angezeigt, dass Ihr
Eingriff erforderlich ist, beim Bremsen ertönt
ein akustischer Warnhinweis ››› Seite 211. ACHTUNG
Die in dem ACC enthaltene intelligente Tech-
nologie k ann w
eder über die Systemgrenzen
selbst noch gegen die physikalischen Natur-
gesetze etwas ausrichten. Wenn es auf fahr-
lässige oder unvorhergesehene Weise be-
nutzt wird, können Unfälle verursacht werden
und schwere Verletzungen die Folge sein. Das System kann die Aufmerksamkeit des Fahrers
nicht
er
setzen.
● Geschwindigkeit und Sicherheitsabstand
zum v
orausfahrenden Fahrzeug immer den
Sicht-, Wetter-, Fahrbahn- und Verkehrsver-
hältnissen anpassen.
● Benutzen Sie die ACC weder bei schlechten
Sichtv
erhältnissen, unübersichtlichen Stre-
ckenabschnitten mit vielen Kurven oder bei
Rutschgefahr, zum Beispiel bei Schnee, Eis,
Regen oder losem Rollsplitt, noch bei Über-
schwemmungen.
● Verwenden Sie niemals die ACC bei Quer-
feldein-F
ahrten oder auf nicht asphaltierten
Straßen. Die ACC ist nur für den Gebrauch auf
gepflasterten/asphaltierten Straßen vorgese-
hen.
● Die ACC reagiert bei Annäherung an ein fes-
tes
Hindernis nicht, wie das Ende eines
Staus, ein kaputtes Fahrzeug oder ein an ei-
ner Ampel haltendem Fahrzeug.
● Die ACC reagiert nur dann bei Personen,
wenn die Fußgän
gererkennung verfügbar ist.
Außerdem reagiert das System nicht bei
kreuzenden oder auf derselben Fahrspur ent-
gegenkommenden Tieren oder Fahrzeugen.
● Wenn die ACC die Geschwindigkeit nicht
ausreic
hend reduziert, bremsen Sie mit dem
Bremspedal.
● Bei Fahren mit dem Notrad besteht die
Möglichkeit, d
ass sich die ACC während der
Fahrt selbsttätig abschaltet. Schalten Sie das
System vor Fahrtbeginn ab. ●
Wenn d a
s Fahrzeug trotz der Anfrage auf
Eingreifen durch den Fahrer trotzdem weiter-
fährt, bremsen Sie das Fahrzeug mit dem
Bremspedal.
● Wenn auf dem Bildschirm des Kombiinstru-
ments ein Ein
griff durch den Fahrer beantragt
wird, regulieren Sie den Abstand selbst.
● Der Fahrer muss stets auf eine Beschleuni-
gung u
nd Abbremsung vorbereitet sein. VORSICHT
Wenn Sie den Eindruck haben, dass der Ra-
d ar sen
sor kaputt ist, schalten Sie die ACC ab.
Dadurch vermeiden Sie mögliche Schäden.
Sorgen Sie in diesem Fall für eine Neueinstel-
lung davon!
● Reparaturarbeiten am Radarsensor erfor-
dern besondere F
achkenntnisse und Spezial-
werkzeuge. SEAT empfiehlt daher einen SEAT-
Betrieb aufzusuchen. Hinweis
● Wenn A C
C nicht wie in diesem Kapitel be-
schrieben arbeitet , verwenden Sie erst wie-
der, nach dem es von einem Fachbetrieb
überprüft worden ist. SEAT empfiehlt daher
einen SEAT-Betrieb aufzusuchen.
● Die Höchstgeschwindigkeit bei aktivierter
ACC
ist auf 210 km/h (150 mph) begrenzt.
● Wenn die ACC aktiviert wurde, kann es sein,
das
s Sie während des Bremsvorgangs eigen-
artige Geräusche hören, die durch das Brems-
system hervorgerufen werden. 210

Fahrerassistenzsysteme
Displayanzeigen, Warn- und Kontroll-
l euc
ht
en Abb. 198
Im Display des Kombiinstruments:
(A) A C
C
vorübergehend inaktiv, Fahrzeug vor
Ihnen erkannt, vorübergehender Abstand ein-
gestellt. (B) ACC aktiv, Fahrzeug vor Ihnen er-
kannt, ein vorübergehender Abstand wird ein-
gestellt. Statusanzeige im Display
An
z
eig
enbereiche im Display ››› Abb. 198: Das vor Ihnen fahrende Fahrzeug, ACC in-
aktiv.
Abs
tandsbereich ausgewählt, ACC inak-
tiv.
Vor Ihnen fahrendes Fahrzeug wurde er-
kannt. Die ACC ist aktiv.
Stellen Sie den vorübergehenden Ab-
stand in Bezug auf das vor Ihnen fahren-
de Fahrzeug mit einer programmierten
Geschwindigkeit ein.
Vorübergehender Abstand in Bezug auf
das vor Ihnen fahrende Fahrzeug mit pro-
grammierter Geschwindigkeit.
Warn- und Kontrollleuchten
››› in Warn- und Kontrollleuchten auf Sei-
t e 115
.
Die Reduzierung der Geschwindigkeit
durch ACC zur Aufrechterhaltung des
Abstandes zu dem vor Ihnen fahren-
den Fahrzeug reicht nicht aus.
Bremsen! Treten Sie das Bremspedal! Eingriff des Fah-
rers ist notwendig. 1
2
3
4
5
Die ACC ist derzeit nicht verfügbar
a)
.
Bei angehaltenem Fahrzeug den Motor ausschalten und
wieder starten. Führen Sie eine in Augenscheinnahme
des Radarsensors durch (falls Schmutz, Eis vorhanden
sind oder dieser Schläge erlitten hat). Wenn sie weiter-
hin nicht verfügbar ist, suchen Sie bitte eine Fachwerk-
statt auf, damit diese das System überprüft.
a) Das Symbol ist farbig bei Kombiinstrumenten mit Farbdisplay.
Die ACC ist aktiv.
Vor Ihnen wurde kein Fahrzeug erkannt. Die program-
mierte Geschwindigkeit wird konstant aufrechterhalten.
Wenn das Symbol die Farbe weiß hat:
ACC ist aktiv.
Ein vor Ihnen fahrendes Fahrzeug wurde entdeckt. Die
ACC reguliert die Geschwindigkeit und den Abstand zu
dem vor Ihnen fahrenden Fahrzeug.
Wenn das Symbol die Farbe grau hat:
ACC ist nicht aktiv.
Das System ist eingeschaltet, reguliert jedoch nicht.
Leuchtet grün
Die ACC ist aktiv.
Beim Einschalten der Zündung leuchten eini-
g
e
W
arn- und Kontrollleuchten zur Funktions-
prüfung kurz auf. Sie verlöschen nach weni-
gen Sekunden. »
211
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit

Bedienung
ACHTUNG
Beachten Sie die Sicherheitshinweise ››› in
Warn- u nd K
ontrollleuchten auf Seite 115. Hinweis
Bei eingeschalteter ACC bleiben die Warnhin-
wei se auf
dem Bildschirm der Instrumenten-
tafel aufgrund anderer Funktionen, wie zum
Beispiel die eines eingehenden Anrufs, aus-
geblendet. Radarsensor
Abb. 199
Im vorderen Stoßfänger: Radarsen-
sor . Zur Erfassung der Verkehrssituation ist im
v
or
der
en Stoßfänger ein Radarsensor einge-
baut ›››
Abb. 199 1 . Vorausfahrende Fahr-
z eug
e k
önnen so bis zu einer Entfernung von
ca. 120 m erkannt werden. Die Erfassungsfähigkeit des Radarsensors
kann durc
h Schmutz wie Schlamm oder
Schnee oder durch Umwelteinflüsse, wie Re-
gen, Nieselregen reduziert sein. In diesem
Fall funktioniert die automatische Distanzre-
gelung (ACC) nicht. Im Display im Kombiin-
strument erscheint folgende Anzeige: ACC:
Sensor ohne Sicht! Reinigen Sie bei Be-
darf den Radarsensor ››› .
W enn der R
a
darsensor wieder einwandfrei ar-
beitet, wird die ACC automatisch wieder zur
Verfügung stehen. Die Information im Display
des Kombiinstruments erlöscht und die ACC
kann wieder eingeschaltet werden.
Der Betrieb der ACC kann durch starke Um-
kehrspiegelung des Radarsignals beeinflusst
werden. Dies kann beispielsweise in einem
Parkhaus oder aufgrund des Vorhandenseins
von Metallgegenständen (z. B. Schienen auf
der Fahrbahn oder bei Bauarbeiten einge-
setzte Platten) auftreten.
Der Bereich, der sich vorne und um den Sen-
sor herum befindet, darf nicht durch Klebe-
band, Zusatzleuchten oder ähnliches ver-
deckt sein, denn dies kann den Betrieb der
ACC beeinträchtigen.
Wenn am Fahrzeugrahmen Änderungen vor-
genommen werden, z.B. wenn das Fahrwerk
tiefergelegt oder die Frontverkleidung geän-
dert wird, kann der Betrieb der ACC dadurch
beeinträchtigt werden. Daher dürfen Ände-
rungen am Rahmen nur von spezialisierten Werkstätten vorgenommen werden. SEAT
empfiehlt d
aher einen SEAT-Betrieb aufzusu-
chen.
Wenn Reparaturarbeiten auf ungeeignete
Weise am vorderen Fahrzeugbereich ausge-
führt werden, kann der Radarsensor verstellt
werden, wodurch der ACC-Betrieb beeinträch-
tigt wird. Daher dürfen Reparaturarbeiten nur
von spezialisierten Werkstätten durchgeführt
werden. SEAT empfiehlt daher einen SEAT-Be-
trieb aufzusuchen. VORSICHT
Wenn Sie den Eindruck haben, dass der Ra-
dar sen
sor beschädigt wurde oder verstellt
wurde, schalten Sie die ACC aus. Dadurch ver-
meiden Sie mögliche Schäden. Sorgen Sie in
diesem Fall für eine Neueinstellung davon!
● Der Sensor kann durch einen Stoß z. B.
beim Einparken
verstellt werden. Dies kann
die Effizienz des Systems beeinträchtigen
oder zu seiner Abschaltung führen.
● Reparaturarbeiten am Radarsensor erfor-
dern besondere F
achkenntnisse und Spezial-
werkzeuge. SEAT empfiehlt daher einen SEAT-
Betrieb aufzusuchen.
● Entfernen Sie Schnee mit einer Bürste und
Eis bev
orzugt mit einem Enteisungsspray oh-
ne Lösungsmittel. 212

Bedienung
Regelung unterbrechen Abb. 202
Auf der linken Seite der Lenksäule:
dritt er He
bel
für die Betätigung der automati-
schen Distanzregelung. Voraussetzung: ACC ist eingeschaltet.
R
e
gu
lierung während des Fahrvorgangs un-
terbrechen
● Stellen Sie den Hebel auf die Position 3 .
D em F
ahr
er wird die Angabe ACC Standby an-
gezeigt. Oder
● Bremsen Sie!
● Zur Wiederaufnahme der programmierten
Gesc
hwindigkeit den Hebel auf Position 2stellen.
Unt
erbr
ec
hen Sie die Regelung bei stehen-
dem Fahrzeug
Gilt für Fahrzeug mit Automatikgetriebe: ●
Stell
en Sie den Hebel auf die Position 3 .
D em F
ahr
er wird die Angabe ACC Standby an-
gezeigt.
● Zum erneuten Start der der Regelung die
Bremse tret
en und den Hebel auf die Position
2 stellen.
ACHTUNG
Es ist gefährlich, die Regelung zu aktivieren
und die pr ogr
ammierte Geschwindigkeit er-
neut zu starten, wenn die Straßen-, Verkehrs-
oder Wetterbedingungen dieses nicht zulas-
sen. Unfallgefahr! Distanz einstellen
Abb. 203
Bedienhebel: Abstand einstellen. ●
Zur Angabe des aktuell programmierten
Ab s
t
ands, bitte den Kippschalter drücken
››› Abb. 203. ●
Um den Abst
and eine Stufe zu erhöhen/re-
duzieren den Kippschalter nach rechts/links
drücken. Auf dem Bildschirm des Kombiinst-
ruments wird der Abstand zwischen beiden
Fahrzeugen geändert.
Wenn sich das Fahrzeug einem anderen vor
Ihnen fahrenden Fahrzeug nähert, reduziert
die ACC die Geschwindigkeit, bis es mit der-
selben Geschwindigkeit fährt und regelt da-
nach den eingestellten Abstand. Wenn das
vor Ihnen fahrende Fahrzeug beschleunigt,
führt die ACC ebenfalls eine Beschleunigung
durch, bis maximal zu der programmierten
Geschwindigkeit.
Je höher die Geschwindigkeit, um so größer
ist der Abstand in Metern ››› . Wir empfeh-
l en die Ein
s
tellung Abstand 3. ACHTUNG
In Bezug auf die Einstellung des Abstands ist
der Fahr er für die Einh
altung der Vorgaben je-
des Landes verantwortlich. Hinweistexte
AC C nicht verfügbar
Da
s System kann keine sichere Erkennung
von Fahrzeugen garantieren und schaltet sich
aus diesem Grund ab. Der Sensor wurde ver-
stellt oder beschädigt. Wenden Sie sich an
216

Fahrerassistenzsysteme
eine Fachwerkstatt, um die Störung zu
behe ben.
A
CC: ist im Moment nicht verfügbar. Sen-
sor ohne Sicht!
ACC und Front Assist: im Moment nicht
verfügbar. Sensor ohne Sicht!
Diese Anzeige für den Fahrer zeigt an, ob die
Sicht des Radarsensors aufgrund von z.B.
Blättern, Schnee, leichten Nebels oder
Schmutz beeinträchtigt ist. Reinigen Sie den
Sensor.
ACC: ist im Moment nicht verfügbar. Stei-
gung zu groß
Die maximale Steigung der Straße wurde
überschritten, deswegen kann kein sicherer
Betrieb der ACC gewährleistet werden. ACC
lässt sich nicht einschalten.
ACC: nur in D, S oder M verfügbar
Wählen Sie die Position des Auswahlhebels
D/S oder M aus.
ACC: Handbremse betätigt
ACC wird deaktiviert, wenn Sie die Parkbrem-
se treten. Die ACC ist nach Lösen der Park-
bremse wieder verfügbar. ACC: aktuell nicht verfügbar. Eingriff der
Stab
ilisierungskontrolle
Die Angabe für den Fahrer wird angezeigt,
wenn die elektronische Stabilisierungskon-
trolle (ESC) auf Regulierung übergeht. In die-
sem Fall wird die ACC deaktiviert.
ACC: Eingreifen!
Dieser Hinweis für den Fahrer wird angezeigt,
wenn sich das Fahrzeug auf einer leichten
Steigung in Bewegung und das Fahrzeug
nach hinten rollt, obwohl die ACC aktiviert ist.
Treten Sie auf die Bremse, um zu verhindern,
dass das Fahrzeug rollt/mit einem anderen
Fahrzeug zusammenstößt.
ACC: Geschwindigkeitsbegrenzung
Der Hinweis für den Fahrer wird in Fahrzeu-
gen mit Schaltgetriebe angezeigt, wenn die
aktuelle Geschwindigkeit für den ACC-Betrieb
zu gering ist.
Die zu speichernde Geschwindigkeit muss
mindestens 30 km/h (18 mph) betragen. Der
Geschwindigkeitsregler wird bei Geschwin-
digkeiten unter 20 km/h (12 mph) deakti-
viert.
ACC: ab dem 2. Gang verfügbar
ACC ist ab dem 2. Gang verfügbar (Handge-
triebe). ACC: Motordrehzahl
Dieser Hin
weis für den Fahrer wird angezeigt,
wenn die adaptive ACC beschleunigt oder
bremst, der Fahrer den Gang nicht hoch- bzw.
herunterschaltet, wodurch die zulässigen
U/min überschritten oder nicht erreicht wer-
den. Die ACC schaltet sich aus. Es ertönt
Warnton als Warnhinweis.
ACC: Kupplung getreten
Fahrzeuge mit Schaltgetriebe: indem das
Kupplungspedal während längerer Zeit getre-
ten wird, wird der Regulierungsbetrieb verlas-
sen.
Geöffnete Tür
Fahrzeuge mit Automatikgetriebe: bei ste-
hendem Fahrzeug und geöffneter Tür kann
die ACC nicht aktiviert werden.
217
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit

Fahrerassistenzsysteme
Besondere Fahrsituationen Abb. 205
(A) Fahrzeug in einer Kurve. (B) Vo-
r au
sf
ahrender Motorradfahrer außerhalb des
Erfassungsbereichs des Radarsensors. Abb. 206
(C) Fahrspurwechsel eines anderen
F ahr
z
eugs. (D) Abbiegendes und weiteres ste-
hendes Fahrzeug. Die automatische Distanzregelung (ACC) hat
be
s
timmt
e physikalische, systembedingte
Grenzen. Unter bestimmten Umständen kön-
nen sich beispielsweise einige Reaktionen
der ACC aus Sicht des Fahrers als unerwartet
oder zu einem ungünstigen Zeitpunkt ausge-
führt erweisen. Aus diesem Grund muss er
immer auf ein Eingreifen gefasst sein.
Die folgenden Verkehrssituationen verlangen
beispielsweise höchste Aufmerksamkeit: Anfahren nach Phase des Stillstands (nur
Fahrz
euge mit Automatikgetriebe)
Nach einer Phase des Stillstands kann die
ACC automatisch die Fahrt beginnen, wenn
sich das vorausfahrende Fahrzeug wieder in
Bewegung setzt.
Überholvorgänge
Wenn zu Beginn eines Überholmanövers der
Blinker gesetzt wird, beschleunigt die ACC
automatisch das Fahrzeug und verringert so
den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.
Wenn Sie auf die Überholspur wechseln und
die ACC kein Fahrzeug vor sich erkennt, be-
schleunigt sie auf die eingestellte Wunschge-
schwindigkeit und hält diese konstant.
Die Beschleunigung des Systems lässt sich
jederzeit durch Betätigen des Bremspedals
oder Drücken des dritten Hebels nach hinten
unterbrechen ››› Seite 213.
Beim Kurvenfahren
Beim Ein- oder Ausfahren einer Kurve kann es
vorkommen, dass der Radarsensor ein vo-
rausfahrendes Fahrzeug nicht mehr erfasst
oder auf ein Fahrzeug auf der Nebenspur
››› Abb. 205 A reagiert. In solchen Situatio-
nen ist es möglich, dass das Fahrzeug unnö-
tigerweise bremst oder nicht mehr auf das
vorausfahrende Fahrzeug reagiert. In diesem »
219
Technische Daten
Empfehlungen
Bedienung
Notsituationen
Sicherheit